Katja Schneidt

 4.2 Sterne bei 78 Bewertungen
Autor von Gefangen in Deutschland, Plötzlich Türkin und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Das Dorf in der Stadt

Neu erschienen am 10.10.2018 als Taschenbuch bei Elysion-Books.

Alle Bücher von Katja Schneidt

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Gefangen in Deutschland

Gefangen in Deutschland

 (36)
Erschienen am 15.02.2013
Plötzlich Türkin

Plötzlich Türkin

 (9)
Erschienen am 14.04.2014
Befreiung vom Schleier

Befreiung vom Schleier

 (7)
Erschienen am 12.06.2017
Wir schaffen es nicht

Wir schaffen es nicht

 (7)
Erschienen am 12.09.2016
Plötzlich Türkin - Jilly und Yasin

Plötzlich Türkin - Jilly und Yasin

 (4)
Erschienen am 23.10.2014
Kopftuchland

Kopftuchland

 (4)
Erschienen am 20.03.2017

Neue Rezensionen zu Katja Schneidt

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Rezension zu "Gefangen in Deutschland" von Katja Schneidt

Super Aufklärung
Ponybuchfeevor 4 Monaten

Katja Schneidt schafft es meiner Meinung nach super aufzuklären, das in Deutschland durchaus die "Geheime" Türkische Welt, mit all ihren grauenvollen Traditionen Einzug erhalten hat.


Das Buch sehe ich als Warnung, damit Frauen aufgeklärt werden! Und vielleicht auch damit Angehörige Helfen können!

Das Cover ist mit der Frau und dem Kopftuch mehr als passend.

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Rezension zu "Wir schaffen es nicht" von Katja Schneidt

und wir haben doch viel geschafft
Frenx51vor einem Jahr

Katja Schneidt hat selbst jahrelange Erfahrungen in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe und zieht in ihrem Buch die Bilanz, dass der Optimismus der Bundeskanzlerin nicht möglich ist, denn „wir schaffen es nicht“ und warum nicht beschreibt sie in ihrem Buch.

Seit der Flüchtlingswelle 2015/2016 sind viele weitere Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Viele Deutsche begannen danach sich für sie zu engagieren-Unterkünfte wurden errichtet, Projekte ins Leben gerufen aber viele arbeiteten auch ehrenamtlich mit ihnen-begleiteten sie zu Ärzten, Behörden oder gaben Deutschunterricht. Die Erfahrungen sind vielfältig, doch viele hatten auch Ängste durch den großen Zustrom und mögliche Probleme. Gegen die Ängste versuchte Angela Merkel Zuversicht zu schaffen mit ihrem berühmten Satz „wir schaffen das“. Doch die Autorin Katja Schneidt zweifelt daran, denn es gibt viele Probleme und Schwierigkeiten.

Ich arbeite selbst als Sozialarbeiterin mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und habe ebenso wie die Autorin einen Blick in die Thematik. Einigen Gedanken der Autorin kann ich somit zustimmen, denn es war nicht alles rosig. Ich kann ihr zustimmen, dass zu Beginn vieles schwierig verlief, es gab wenig bezahlte Fachkräfte, fehlende Unterkünfte oder Überforderung von Behörden, jedoch ist das Buch bereits von 2016 und mitten in der Krise geschrieben und vieles hat sich heute verbessert. Natürlich gibt es immer noch Punkte, die verbessert werden, u.a. die Integration oder auch die Schaffung von Wohnraum etc.

Nun aber zu den eigentlichen Aussagen der Autorin und ihrem Standpunkt „wir schaffen es nicht“. In ihrem Buch setzt sie sich in verschiedenen Kapitel mit Themen auseinander, die ihren Standpunkt belegen und einen umfassenden Überblick schaffen sollen. Für ihre Argumente nutzt sie ihre Erfahrungen in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. Was mich an ihrer Themenauswahl und ihren Aussagen stört ist, dass der Großteil sich auf negative Aspekte bezieht. Meiner Meinung nach gibt es ebenso genügend positive Aspekte, die Flüchtlinge mitbringen und die uns und unsere Gesellschaft bereichern, die man vor allem sieht, wenn man mit Flüchtlingen arbeitet. Umso schwieriger ist es für den Leser, positive wie negative Aspekte aus dem Buch zu filtern und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Es werden viele Aspekte und auch Infos zur eigenen Person immerzu wiederholt-jeder Leser weiß bereits zu Beginn, dass sie Flüchtlingshelferin und Mitglied der SPD ist, mit einem türkischen Mann verheiratet war und zum Islam konvertiert ist. Die Wiederholungen erschweren das Lesen und bewirkten bei mir, dass ich die Autorin weniger ernst nahm, weil ich das Gefühl hatte, sie versucht durch die Infos zu ihrer Person, sich unangreifbar und allwissend zu machen.

Einige Aspekte haben mich wütend gemacht und ließen mich hinterfragen, welchen Zweck die Autorin verfolgt. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ich finde es fragwürdig, dass wenn man 20 Jahre in der Flüchtlingshilfe arbeitet den Zuwachs in der eigenen Stadt, erst wirklich mitbekommt, wenn man ehrenamtlich hilft und dann trotzdem fast ausschließlich negative Einblicke beschreibt. Die Autorin setzt einen Fokus auf Vergewaltigungen und sexuelle Belästigungen durch Flüchtlinge und bemängelt, dass diese nicht angeklagt werden. Dem kann ich zum Teil zustimmen, jedoch ist in Deutschland das Rechtsystem allgemein noch nicht soweit, dass alle Fälle, die auch von Deutschen begangen werden verurteilt werden bzw. so verhandelt werden, dass Opfer Angstfrei eine Anzeige oder Aussage machen können. Außerdem sollen alle Gefährder abgeschoben werden, damit pauschalisiert sie, dass alle Personen, die möglicherweise einen Terroranschlag planen etc., Flüchtlinge sind, dass viele der Gefährder in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind, beachtet sie wiederrum nicht. Insgesamt sollte das Buch deutlicher recherchiert und anders aufgebaut werden. Sie vermittelte mir ebenso häufig das Gefühl, dass sie viele ehrenamtliche Helfer schlecht redet, da diese nur das positive sehen oder nicht ausgebildet werden. Doch meiner Meinung nach ist jeder ehrenamtlicher Helfer ein wichtiger Helfer, der sich in der Arbeit auch weiter entwickeln kann und Angebote, die Ehrenamtliche Helfer fördern wurden ebenfalls geschaffen.

Das Buch der Autorin schafft einen Einblick in Aspekte, die sie als Schwierigkeiten in der Flüchtlingshilfe beschreibt. Leider kann der authentische und ehrliche Einblick, welcher die Gesamtsituation berücksichtigt, was das Ziel der Autorin war, erst erlangt werden, wenn man auch positive Aspekte aufführt, Menschen nicht alle in eine Schublade wirft und besser recherchiert.

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Rezension zu "Kopftuchland" von Katja Schneidt

Keine Kaufempfehlung
ZiskaLurafvor 2 Jahren

Die Autorin versucht sich an einer nicht allzufernen fiktiven Zukunft. Eine konservativ-islamische Partei hat die absolute Mehrheit bei einer Bundestagswahl erhalten und setzt nun konsequent ihr Wahlprogramm um. Dieses enthält Elemente aus dem politischen Islam im Iran und in der Türkei. Das Gedankenexperiment ist auf den ersten Blick nicht uninteressant, fällt auf den zweiten Blick jedoch enttäuschend bis ärgerlich aus.

- Der Roman ist stilistisch und strukturell schlicht. Für die Recherche wurde wenig Aufwand getrieben und die einzelnen Protagonist*innen sind nicht tiefgehend entwickelt. Sie gleichen eher Schachfiguren, die ihre jeweilige Rolle verkörpern, aber darüber hinaus keine Charakterentwicklung, innere Widersprüche, Konflikte… aufweisen. Auch ein gründliches Lektorat hätte nicht geschadet, um dem Plot mehr Spannung zu verleihen und lähmende Dialoge zu pointieren. Anspruch kann man hier nicht erwarten – aber die Autorin ist sonst auch eher als Schnellschreiberin von Chicklit aufgefallen. Insofern verwundert es nicht, dass das Buch weder im Erzählverlauf, noch durch die äußerst schematischen Dialoge zu fesseln weiß.

- Desweiten stören eine ganze Reihe Widersprüche und inhaltliche Fehler die Lektüre. Sie wären durch eine engagiertere Recherche auszuräumen gewesen. Der hier propagierte politische Islam ist in dieser Form nirgends vorhanden und wäre auch in Deutschland keineswegs verfassungsrechtlich durchsetzbar. Die Art und Weise, wie der Islam dargestellt ist, ist äußerst vorurteilsbehaftet und pauschalisierend. So wird nicht zwischen Islam und Islamismus, Dschihadismus… unterschieden, auch nicht zwischen sunnitischen und shiitischen Traditionen. Auch auf islamische Rechtssysteme wird nicht differenziert eingegangen und dass es jahrhundertealte Traditionen des islamischen Feminismus gibt, erst recht nicht. Was hier als "Islam" vorgestellt wird, ist lediglich ein Klischee, das vor Vorurteilen nur so strotzt. Und ja – würde jemand über das Christentum oder Judentum so schreiben, würde mich das vergleichbar verärgern.

- Drittens verärgert das Buch durch seine latenten politischen Aussagen, die letzten Endes auf ein Zündeln am rechten Rand hinauslaufen. Dies geschieht durch geschickte Manipulation von Realität und Fiktion. Reale Tatsachen – Koranverteilung in Innenstädten, das Vorhandensein islamischer  Kleinparteien und Kulturvereine, Aussagen wie die von Christian Wulff werden als Vorzeichen einer schleichenden Islamisierung Deutschlands gedeutet. Es wird suggeriert, dass eine "Machtübernahme" durch eine konservativ-islamische Partei nur eine Frage der Zeit sei und dass die "besorgten Bürger" (aka Pegidisten, AfD-Fans) mit ihrer Sorge Recht gehabt hätten. Das ist populistischer Käse. Wir können feststellen, dass die Mehrzahl der Menschen mit muslimischem Hintergrund sehr säkular lebt und westliche mit muslimischen Traditionen kombiniert. Wir können auch feststellen, dass die Mehrzahl der Zuwanderer mit westlichen Werten sehr viel anfangen kann (http://www.iab.de/161115 ). Wir können auch feststellen, dass die Kriminalitätsstatistik 2015/2016 insgesamt keinen Anstieg an Straftaten aufweist. Deutschland ist schon seit dem späten 19. Jahrhundert eine Einwanderungsgesellschaft und wird dies hoffentlich auch bleiben. Ja klar – wir haben Moscheen, schon seit den 50er Jahren, wir haben Bahai-Tempel, Gurdwaras, buddhistische Tempel – so what? Wir sind ein säkularer Staat mit Raum für viele Religionen. Sätze wie "Einzig die Menschen mit Migrationshintergrund scheinen sich geradezu die Hände zu reiben" am Ende des Buches deuten  in Form eines zynischen Fazits an, worum es der Autorin geht: plumpe Stimmungsmache gegen alle die, die keinen Ariernachweis haben und gleichzeitig der Versuch, die scheinbar nur ganz unschuldig Besorgten in ihren Gefühlen zu bestätigen und die Abneigung gegenüber allem was nicht urdeutsch ist, zu bestärken. In Zeiten, in denen fast jeden Tag ein Flüchtlingsheim von Rechten angesteckt wird und ein extremer Ansteig rechtsextremistischer Gewalttaten zu verzeichnen ist, in Zeiten, in denen gleich 3 rechtsextremistische Gruppierungen wegen Terrorverdachts vor Gericht stehen, weist dieses Buch aber genau in die falsche Richtung und legitimiert postfaktische Hetze, wo Verständigung notwendig wäre.

Insgesamt bleibt so ein äußerst schaler Eindruck zurück (der freilich nicht verwundert, wenn man die sonstigen Aktivitäten der Autorin in Augenschein nimmt). Die Idee war gar nicht schlecht – dafür vergebe ich auch gerne einen klitzekleinen Stern – aber die Durchführung scheitert an mangelnder Handwerkskunst, an hemdsärmeliger Recherche und ideologischer Verblendung.

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Gespräche aus der Community

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Shadowkas avatar
Ich möchte gerne eine Leserunde zu meinem Buch "´Gefangen in Deutschland" abhalten und würde mich über viele Teilnehmer freuen. Dafür stelle ich drei Mal die Original Ausgabe "Hardcover" zur Verfügung!
Susi180s avatar
Letzter Beitrag von  Susi180vor 5 Jahren
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