Katja Schneidt Du hast keine Macht über mich

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Inhaltsangabe zu „Du hast keine Macht über mich“ von Katja Schneidt

Statistisch gesehen wird jede vierte Frau in Deutschland im Lauf ihres Lebens Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. Dabei ist es ganz egal, welcher sozialen Schicht sie angehört, wie alt sie ist, ob sie Kinder hat oder nicht. Das Problem zieht sich durch die gesamte Gesellschaft, und theoretisch kennen wir alle mindestens zwei oder drei Betroffene - wir wissen es oft nur nicht. Es fällt den meisten Frauen sehr schwer, sich selbst aus dieser Gewaltspirale zu befreien und aktiv Hilfe zu suchen. Teilweise aus Angst vor dem Partner, teilweise aber auch aus Scham, sich anderen Menschen anzuvertrauen, da sie sich vor dem Satz fürchten: 'Warum gehst du dann nicht, du bist doch selbst schuld.' Katja Schneidt, die früher selbst massive Gewalt in der Partnerschaft erlebte, hat nun einen Ratgeber zu diesem Thema geschrieben, der sowohl verschiedene Fallbeispiele als auch konkrete Tipps zum Ausstieg aus der Gewaltspirale enthält. Sie behandelt dabei konkrete Fragestellungen, etwa, wie man sich deeskalierend verhält, wie man sich Schlupflöcher schafft oder wie man das Verlassen des Partners vorbereitet, ohne dass er dies bemerkt. Anhand vieler konkreter Beispiele zeigt sie auch, wie sich Gewalt nach und nach in einer Beziehung manifestiert, was erste Alarmzeichen sind und wie man frühzeitig gegensteuern und Unterstützung finden kann.Ein Buch, das es schon viel früher hätte geben müssen.

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  • Rezension zu "Du hast keine Macht über mich" von Katja Schneidt

    Du hast keine Macht über mich
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    28. February 2012 um 10:31

    Der Titel ist Programm. Fast jede vierte Frau wird in unserem Land irgendwann im Rahmen ihrer Ehe oder Partnerschaft das Opfer von Gewalt. Nicht immer kann eine Frau oder ein Mädchen diese Gewaltdisposition ihres Partners zu Beginn der Beziehung erkennen, obwohl es auch hier Anzeichen gibt, die im ersten Verliebtsein oft übersehen werden. Gewalt in einer Beziehung kommt nicht von einer Sekunde auf die andere. Sie schleicht sich sozusagen ein. Da sind Worte, die verletzen, da sind Verhaltensweisen, die auch vor dem ersten Schlag eine Frau verletzen und sie herabwürdigen. Doch den betroffenen Frauen fällt es schwer, sich zu öffnen und mit jemand darüber zu reden, mit ihrer besten Freundin etwa. Sie haben Angst vor ihrem Partner, schämen sich aber auch vor anderen, weil sie sich fürchten vor jenem simplifizierenden und oft auch selbstgerecht dahergesagten Satz: „Warum gehst du dann nicht, du bist doch selbst schuld.“ Wenn denn das Gehen in einer solchen von Gewalt geprägten Beziehung so einfach möglich wäre! Eine Frau, die vielleicht schon seit Jahren unter häuslicher Gewalt leidet, ist so beschädigt in ihrem Selbstbewusstsein, dass sie allein schon bei dem Gedanken an eine anderen Möglichkeit Angst bekommt, sie würde es nicht schaffen. Katja Schneidt hat dies alles selbst erlebt und sie hat die Erfahrung gemacht, dass es Möglichkeiten gibt, erste Alarmzeichen von Gewalt zu erkennen. Dass man frühzeitig etwas dagegen unternehmen kann und sich dabei unterstützen lassen kann. Doch hauptsächlich geht es ihr darum, mit diesem Buch Frauen zu unterstützen, die ihre von Gewalt gegen sie (und vielleicht ihre Kinder) geprägte Beziehung verlassen und ihre Würde wiederherstellen wollen: „Ich schreibe über etwas, was ich selbst erlebt habe - Gewalt in der Partnerschaft. Aus Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, sich selbst aus dieser Gewaltspirale zu befreien und aktiv Hilfe zu suchen. Teilweise aus Angst vor dem Partner, teilweise auch aus Scham, sich anderen Menschen anzuvertrauen. Deshalb habe ich diesen Ratgeber geschrieben, der umfassende Informationen und konkrete Tipps zum Ausstieg aus der Gewaltspirale enthält sowie viel Fallbeispiele, die zeigen, wie es anderen Frauen ergeht. Ich erläutere Ihnen, wie sich Gewalt nach und nach in einer Beziehung manifestiert, welches erste Alarmanzeichen sind und wie Sie frühzeitig gegensteuern und Unterstützung finden können. Ich erkläre ihnen darüber hinaus konkret, wie Sie sich Schlupflöcher schaffen, wie Sie das Verlassen des Partners vorbereiten, ohne, dass er dies bemerkt, und wie Sie Ihr Leben nach der Trennung planen.“ Katja Schneidt nennt ihr Buch eine „Eintrittskarte in eine gewaltfreie Zukunft“. Ich hoffe, dass viele Frauen, die schon seit Jahren unter häuslicher Gewalt leiden, auf die eine oder anderen Art zu diesem Buch finden, und die Kraft generieren können, an ein neues Leben zu glauben. Vor allen Dingen sollten sie auf eines achten, was die Autorin nicht gesondert anspricht: dass sich das Beziehungsmuster nicht wiederholt, wenn sie eine neue Beziehung aufnehmen. Diese Gefahr ist groß, ebenso wie bei Beziehungen zu Alkoholikern.

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