Katja Schneidt Hallo Frau Bundeskanzlerin ...hätten Sie mal eine Minute?

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Inhaltsangabe zu „Hallo Frau Bundeskanzlerin ...hätten Sie mal eine Minute?“ von Katja Schneidt

Was tun, wenn die Sorgen und Nöte der in Deutschland lebenden Menschen immer größer werden aber unsere Politiker so tun, als ob alles in bester Ordnung wäre? Einfach mal zum Telefonhörer greifen und mit der Bundeskanzlerin telefonieren? Das ist leider nur ein paar wenigen Privilegierten vorbehalten … Also musste eine Alternative her, und hier ist sie in Form eines Buches. In „Hallo Frau Bundeskanzlerin … hätten Sie mal eine Minute“ hat die Spiegel–Bestseller Autorin Katja Schneidt über fünfzig Menschen zu Wort kommen lassen, die unserer Bundesregierung ihre ganz persönliche Geschichte erzählen. Ob alt oder jung, Ausländer oder Deutsch, arm oder reich - jeder erzählt sein eigenes Schicksal. Heraus gekommen ist dabei ein Buch, welches beim Lesen eine Gänsehaut verursacht und unserem schon seit vielen Jahren kränkelnden und schwächelnden Sozialstaat in seinem ganzen Ausmaß ein Gesicht verleiht. 15 % des erzielten Gewinns aus dem Verkauf des eBooks, gehen an eine Einrichtung, die für die Betreuung von Flüchtlingskindern zuständig ist. Weitere 15 % werden dem Verein „Arche“ zur Verfügung gestellt, der Kindern aus sozial schwachen Familien u.a. mit warmem Mittagessen und Freizeitaktivitäten versorgt. Bitte helfen Sie mit, dass es auch eine gedruckte Ausgabe von "Hallo Frau Bundeskanzlerin ...hätten Sie mal eine Minute?" geben kann und unterstützen Sie unsere Aktion auf www.startnext.com Vielen Dank!
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    Hallo Frau Bundeskanzlerin ...hätten Sie mal eine Minute?
    Saphier

    Saphier

    Vorweg erst mal finde ich die Idee zu diesem Buchprojekt verdammt gut. Ja, vielleicht schafft man es sich mit diesem Buch Gehör zu verschaffen. Was ich mir wünschen würde. Denn wir, das Volk, werden momentan teilweise vergessen. Anfangs war ich vom Projekt begeistert und finde auch die interessantesten Texte befinden sich am Anfang des eBooks. Beispielsweise hat mich das Schicksal der kleinen Leonie tief berührt. Die Mitwirkenden erzählen in kurzen Texten über ihre Sorgen und Nöte. Wobei dazu gesagt werden muss, nach einer Zeit wiederholt sich das Ganze mehr als nur ein Mal. Das hätte durchaus verhindert werden können. Natürlich ist hier nichts außer acht zu lassen, da stimme ich mit allen überein. Doch beim Lesen tut man sich doch schon schwer jetzt wieder ein fünftes Mal über die finanziellen Probleme zu lesen. Ich kritisiere hier in keinster Weiser die Mitwirkenden und ihre Sorgen. Sicher bin ich mir schon über den Wahrheitsgehalt. Nur hatte ich nach einer Zeit einfach keine Lust mehr immer wieder das Selbe lesen zu müssen. Aufgefallen ist mir ein mir unheimlich wichtiger Punkt. Im eBook sind alle außer der Bosnierin Alma Deutsche. Was nachvollziehbar ist, weil es hier um die Sorgen der Deutschen geht. Dazu muss ich jedoch anmerken ich selbst bin keine Deutsche, wobei vom Aussehen her mir das keiner abkaufen würde. Ich habe türkische Eltern, bin hier geboren und beherberge in meinem Herzen zwei Kulturen. Deutschland ist mein Zuhause. Außer meiner Familie und Verwandten habe ich nicht viel mit der Türkei zu tun. Ich vermisse meine "Heimat" auch nicht, weil ich hierher gehöre. Ich habe mich in diesem Land immer sicher und zugehörig gefühlt. Fühle ich mich noch immer. Zum ersten mal bröckelt meine Sicherheit nach diesem eBook, wobei das eher unbegründet ist. Ich frage mich trotzdem, darf ich nicht den Mitwirkenden zustimmen? Meiner Ansicht nach darf ich das. Ich bin genauso besorgt wegen der Flüchtlingssituation. Ich fühle nicht anders wie die vielen anderen Menschen die in diesem Projekt zu Wort kamen. Schade finde ich es, das nicht wenigsten ein paar Mitbürger ausländischer Wurzeln zu Wort kamen. Von all dem sind nicht nur die deutschen Bürger betroffen. Ich bin es genauso. Man sollte das Ganze nicht von einer Seite betrachten. In diesem Land kommen so viele Kulturen zusammen. Auch ich stimme zu, dass wir zwischen den Flüchtlingen unterscheiden sollten. Zwischen all dem muss ich mich jetzt sogar noch weiter zurückziehen und meine Meinung nicht kundtun dürfen, weil ich türkische Wurzeln habe? Das habe ich mich doch tatsächlich gefragt. Wobei ich dem so nicht zustimmen kann. In meiner Rezension wollte ich meine ehrliche Meinung zum Projekt und auch zu meiner eigenen Person einbringen. Im großen und Ganzen bin ich zufrieden was hier in so kurzer Zeit zusammengebracht wurde. Mit weniger Wiederholungen hätte das Ganze interessanter gestaltet werden können. Fazit: Katja Schneidt hat wieder ein wichtiges Thema angesprochen. Oder eher den Anstoß dazu gegeben. Solche Projekte dürften sich durchaus häufen. Die meisten Mitwirkende haben eine Gemeinsamkeit. Sie legen Wert darauf nicht alles so zu verschönigen. Zwischen den Flüchtlingen die wirklich unsere Hilfe brauchen und die nur wegen wirtschaftlichen Gründen hierher kommen sollte unterschieden werden. Unsere eigenen Sorgen und Probleme sollten genauso nicht vergessen werden.  

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