Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag

von Katrin Bauerfeind 
3,9 Sterne bei90 Bewertungen
Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (61):
ansaxs avatar

... ein Buch zum Wiederfinden ... sehr unterhaltsam und witzig.

Kritisch (8):
anie29s avatar

Gut abgefangen...dem Buch hätte es nicht geschadet wenn das letzte Drittel fehlen würde

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Inhaltsangabe zu "Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag"

WAHNSINN: Katrin Bauerfeinds eventuell bislang wirklich allerbestes Buch!

Es wird ja weltweit viel gescheitert. Gucken Sie sich die Nachrichten an, schauen Sie sich um, blicken Sie kurz in den Spiegel. Sehen Sie? Überall wird deutlich mehr gescheitert als gesiegt. Außerdem: Übers Gewinnen schreiben Leute wie Carsten Maschmeyer, und da will man ja wohl automatisch lieber das Gegenteil. Und: Es ist das Thema, mit dem ich mich am besten auskenne. Scheitern kann ich. Scheitern kann man eigentlich immer und überall. Es ist ein günstiges Hobby für die ganze Familie, und ich als Scheidungskind weiß, wovon ich rede. Aber keine Angst. Dies ist kein deprimierendes Buch. Im Gegenteil. Selbst wenn Sie eigentlich die Buddenbrooks oder Frank Schätzing, Ulysses oder das letzte Werk von Richard David Precht lesen wollten, aber stattdessen jetzt dieses Buch in der Hand haben, weil es dünner, billiger und lustiger ist, ist es genau das richtige. Dies ist ein Buch für all die, die sich schon einmal entschlossen an ihren Computer gesetzt haben, um zum Beispiel ihre Diplomarbeit zu Ende zu schreiben, und dann vier Stunden lang bei YouTube-Videos von Haushaltsunfällen, Katzenkindern und romantischen Heiratsanträgen hängen geblieben sind. Für alle, die sich jedes Jahr drei Tage vor dem Urlaub erfolglos in ihre Bikinifigur hungern wollen, alle, die eigentlich große Pläne für ihr Leben hatten und jetzt plötzlich eine Einbauküche abbezahlen und alle, die das Gefühl haben, es fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: ein Tag, an dem man endlich mal alles erledigen könnte …

*** Ein Buch, wie wenn Horst Evers eine klasse Frau wäre ***

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596521302
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:27.04.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 03.03.2014 bei Argon erschienen.

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    Tintenklecks98s avatar
    Tintenklecks98vor 2 Monaten
    An diesem Buch ist sie nicht gescheitert

    Herrlich selbstironisch und schonungslos ehrlich beschreibt Katrin Bauerfeind die vielen bunten Facetten des Scheiterns - ob in der Liebe, beim Erledigen von stinknormalen Dingen oder an Selbstdiagnosen... Irgendetwas kann immer schiefgehen. 

    Ich bin mir absolut sicher, dass jeder sich mit einem Teil dieser Darstellungen identifizieren kann und letztlich bleibt doch dieses wohlige Gefühl, nicht allein zu sein.
    Mit einem Augenzwinkern nimmt Katrin jede Situation eben so, wie sie gerade kommt und gewährt dem Leser einen einmaligen Blick in ihr Leben und all jene verzwickten Lagen, die man sonst nur der besten Freundin anvertraut. 
    Eine kurzweilige Lektüre, die aber dennoch den Nagel auf den Kopf trifft und mit allerlei wahren Erkenntnissen und Empfindungen auftrumpft. 

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    Walli_Gabss avatar
    Walli_Gabsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die meisten Geschichten sind liebenswert neurotisch und ganz amüsant. So richtig in ihren Bann gezogen haben sie mich dennoch leider nicht.
    Zum Teil zu belang- und zusammenhanglos – live war viel besser

    Vor einiger Zeit habe ich mal eine Lesung von Katrin Bauerfeind besucht. Ich war begeistert! Ihre Texte waren amüsant, aber hier und da auch nachdenklich. Sie machte lustige Zwischenbemerkungen und es war ein richtig gelungener Abend.
    Nun habe ich das Buch zur Lesung gelesen – eine sichere Bank, dachte ich mir. Und wurde enttäuscht. Zwar könnte ich den schönen Titel „Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag“ nach wie vor unterschreiben und es ist auch nichts anderes in dem Buch drin, als vorne draufsteht: „Geschichten vom schönen Scheitern“. Aber sie haben mich weit weniger mitgerissen als an besagtem Lesungsabend. Woran liegt das? Vielleicht hat Bauerfeind an dem Abend einfach ihre absoluten Knallergeschichten gelesen, vielleicht machen ihre Anekdoten aber auch live viel mehr Spaß. In Buchform hatte ich das Gefühl, dass sie etwas unmotiviert hintereinander gereiht wurden. Am Spannendsten fand ich den Blick hinter die Kulissen, wenn Bauerfeind – vermutlich überspitzt, vermutlich verfremdet, aber dennoch – aus dem Nähkästchen plaudert, vom Fernsehbetrieb berichtet, von Galamoderationen und Veranstalterwünschen. Die Geschichten aus ihrer Familie erzählt sie mit Herz, zum Thema Aussehen, Anziehen, Männer fand ich sie eher belanglos. Insgesamt hätten mich die meisten Texte als Zeitschriftenkolumnen – jeden Monat eine – vermutlich gut unterhalten, aber so am Stück weg musste ich mich teilweise doch zwingen, weiterzulesen. Vielleicht ist die Buchform nicht die beste, vielleicht gehört Bauerfeind einfach auf die Bühne und kann viel unterhaltsamer vorlesen als schreiben. Und vielleicht wären ihre Anekdoten in einer Zeitschrift besser aufgehoben. Für einen Live-Auftritt würde ich mir jederzeit wieder ein Ticket kaufen, aber ein weiteres Buch von ihr werde ich nicht lesen.

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    miahs avatar
    miahvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nette, kurzweilige Unterhaltung durch alltägliche Geschichten über das Scheitern und dass das alles doch gar nicht so schlimm ist.
    Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag

    Inhalt:
    Katrin Bauerfeind erzählt in kurzen Episoden aus ihrem Leben, wann und woran sie bisher so gescheitert ist. Alles mit viel Witz, Humor und Ironie.

    Meine Meinung:
    Ich kannte Katrin Bauerfeind bisher nicht. Ich habe noch nie eine Sendung von ihr gesehen oder ein anderes Buch von ihr gelesen. Vielleicht wäre es besser gewesen. Mich hat das Buch eigentlich allein aufgrund des Titels angesprochen. Denn wem fehlt er nicht, dieser Tag zwischen Sonntag und Montag? Den man gut gebrauchen könnte, um endlich mal all das zu erledigen, was man sich sonst so vornimmt und dann am Ende doch wieder liegenbleibt. Aber irgendwie passt der Titel nicht so richtig zu dem Buch. Denn um diese Dinge geht es gar nicht wirklich.

    Es geht ums Scheitern. Dinge, die schieflaufen. Die man anders erwartet hatte. Die man sich früher einfach anders vorgestellt hatte. In kurzen Kapiteln kommentiert Katrin Bauerfeind Situationen aus ihrem Leben, in denen sie gescheitert ist. Einige Episoden sind wirklich sehr amüsant und witzig. Mit einigen Situationen konnte ich mich identifizieren. Aber einige waren auch einfach nur übertrieben und voller Klischees. Hat denn wirklich jeder ein Problem mit seinem 30. Geburtstag? Frau Bauerfeind anscheinend schon, denn in mehreren Kapiteln geht es um diese "magische" Zahl.

    Manchmal wirkt Frau Bauerfeind etwas überheblich, z.B. als es um Tattoos geht oder ums Heiraten. Nur, weil das nichts für sie ist, muss es ja nicht gleich schlecht sein. Und es gibt bestimmt viele Leute, die bis heute glücklich sind mit ihrem Tattoo, das sie sich vor 15 Jahren stechen ließen, oder die es nicht bereut haben, mit 30 Jahren verheiratet zu sein und Kinder zu haben. Ich finde es ohnehin fragwürdig, dass sie sich darüber aufregt, dass einem keiner vorher sagt, was bei einer Geburt genau vonstatten geht und sich jetzt über die Horrorgeschichten ihrer Freundinnen beschwert, weil ihr das alles zu eklig ist. Damit macht sie auch nicht gerade Werbung fürs Kinderkriegen.

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist sehr locker und flüssig. Es ist fast so, als ob man das Tagebuch von Frau Bauerfeind lesen würde. Direkt, ungeschönt und manchmal auch wirr, weil sie vom Thema abschweift. Wie Gedanken nun mal so sind. Manchmal übertreibt sie aber auch. Die Situationen sind dann zu überspitzt dargestellt und wirken bemüht witzig.

    Die Reihenfolge der Kapitel scheint mir recht willkürlich. Es gibt keine Struktur oder einen roten Faden. Einige Episoden spielen in der Gegenwart, andere beziehen sich auf ihre Kindheit. Aber viele ähneln sich leider auch sehr. Letztendlich empfand ich das Buch als nette Lektüre für zwischendurch.

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    KerstinThs avatar
    KerstinThvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unterhaltung pur! Geschichten des Scheiterns gespickt mit Humor und Ironie.
    Super Unterhaltung

    Katrin Bauerfeind erzählt in ihrem Buch Geschichten vom schönen Scheitern. Dies tut sie auf sehr unterhaltende und locker flockige Art und Weise. Die einzelnen Geschichten sind gespickt mit einer ordentlichen Portion Humor und Ironie. Das Buch besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die für sich stehen und dementsprechend auch einzeln gelesen werden können. Somit eignet sich dieses Buch hervorragend, um es in der Bahn oder kürzeren Pausen zu lesen. Bauerfeind sagt selbst über ihr Leben: es ist eine Abfolge von Fehlschlägen. Die Geschichten des Scheiterns sind meist aus Bauerfeinds Alltag herausgegriffen: Wieso schaffe ich es nicht mit dem Rauchen aufzuhören? Wieso wollen alle Kinder, nur ich nicht? Wieso ist Individualität so schlecht? Katrin Bauerfeind beschreibt diese Anekdoten in einem sehr angenehmen und lockeren Schreibstil, sodass die Worte nur so an einem vorbeifliegen. Durch den Humor und die Ironie wirkt das Buch zu keiner Zeit deprimierend oder als hätte es eine depressive Person geschrieben, sondern wie eine klasse Unterhaltung.

    Ich habe mich beim Lesen wirklich sehr unterhalten gefühlt und kam aus dem Lachen nicht mehr raus. Häufig habe ich mich im Erzählten auch widererkannt. Katrin Bauerfeind kann eindeutig über sich selbst lachen. Dies zeigt sich vor allem auch im letzten Kapitel – einem Interview mit ihr selbst! Ich bin von diesem Buch sehr begeistert. Ich hatte keine Erwartungen an es und es hat mich total überzeugt. „Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag“ ist eindeutig ein Buch, das erfolgreich vom Scheitern erzählt! Von mir erhält es fünf von fünf Sternen.

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    Talathiels avatar
    Talathielvor 2 Jahren
    Ein Buch übers schöne Scheitern

    Dies ist ein Buch für all die, die sich schon einmal entschlossen an ihren Computer gesetzt haben, um zum Beispiel ihre Diplomarbeit zu Ende zu schreiben, und dann vier Stunden lang bei YouTube-Videos von Haushaltsunfällen, Katzenkindern und romantischen Heiratsanträgen hängen geblieben sind. Für alle, die sich jedes Jahr drei Tage vor dem Urlaub erfolglos in ihre Bikinifigur hungern wollen, alle, die eigentlich große Pläne für ihr Leben hatten und jetzt plötzlich eine Einbauküche abbezahlen und alle, die das Gefühl haben, es fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: ein Tag, an dem man endlich mal alles erledigen könnte … (Klappentext)

    Katrin Bauerfeind erzählt in ihrem Buch „Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag“ Geschichten übers schöne Scheitern. Dies macht sie vor allem mit einen ordentlichen Portion Humor, auch wenn ihre Kritik durchaus ernst gemeint ist, sollte man die Kurzgeschichten in den meisten Fällen stets ironisch verstehen und manchmal sollte man sicherlich auch zwischen den Zeilen lesen. Katrin Bauerfeind nimmt auf jeden Fall keinen Blatt vor den Mund. Manche Geschichten fand ich doch einigermaßen amüsant, aber oft konnte ich gar keinen rechten Zugang finden. Vielleicht war es teilweise auch zu sehr übertrieben, dass ich es nicht mehr genießen konnte. Sarkasmus ist schön, aber man kann es eben auch übertreiben.
    Die Kolumnen sind größtenteils humorvoll, aber es kann schnell auch etwas anstrengend werden, da der Humor der Autorin zwar durchaus vorhanden ist, aber zu viel davon einfach ermüdend ist. Leider sind sich die Geschichten trotz allem auch immer ein wenig ähnlich. Vielleicht hat Frau Bauerfeind auch noch zu wenig erlebt, um ein Buch mit genügend Geschichten zu füllen, und meiner Meinung nach wirkt es am Ende doch sehr bemüht, zudem auch sehr bemüht witzig, komisch zu wirken. Ich fand das meiste leider nur halb so witzig wie es vermutlich hätte sein sollen. Dennoch haben mich manche angesprochenen Themen zum Nachdenken angeregt.

    Das Buch kann zwischendurch sicher unterhalten, aber wer es nicht liest, verpasst auch nichts. Scheitern im Laufe des Lebens gehört einfach dazu und aus Fehlern lernt man, diese Erkenntnis hat mir hier irgendwie gefehlt und es wirkte doch auch sehr bemüht ein Buch mit genügend Kolumnen zu füllen.

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    bookgirls avatar
    bookgirlvor 2 Jahren
    Amüsanter Blick auf das Scheitern

    Inhalt
    Katrin Bauerfeind schreibt in ihrem Buch in Form von kurzen Anekdoten über das Scheitern. Scheitern, wenn man mit dem Rauchen aufhören will und der letzte Funke dann doch noch fehlt. Oder vom Scheitern sich endlich mal wieder sportlich zu betätigen und dann schnell zu merken, dass das eine blöde Idee ist, wo man Sport doch eigentlich hasst. Sympathisch und realitätsnah erzählt die Autorin vom Scheitern und ja man ertappt sich immer wieder dabei, dass man ganz schön viel mit Frau Bauerfeind gemeinsam hat.

    Meine Meinung
    Katrin Bauerfeind ist mir von ein paar Jahren als Moderatorin auf 3sat aufgefallen. Sie ist eloquent, intelligent und verfügt über eine gute Portion Humor, die mich sofort neugierig auf dieses unbekannte Fernsehgesicht gemacht hat. Als ich dann las, dass die Moderatorin unter die Autoren gegangen ist, war ich neugierig auf ihr Buch und wurde nicht enttäuscht.

    Schon bei dem Geleitwort hatte ich ein Schmunzeln im Gesicht, welches sich über den Verlauf der Anekdoten immer wieder eingeschlichen hat. Katrin Bauerfeind schreibt Geschichten aus dem Leben, in denen sich viele wiederfinden können. Ich mag ihren Humor und die leicht freche Art, in der sie erzählt. Es ist als ob man ihr zuhören würde, anstatt selber zu lesen.

    Ja, es ist sicherlich kein Buch, welches sich zum Klassiker in der Literatur eignet, aber es ist das perfekte Buch für einen regnerischen Tag, an dem man es sich zu Hause gemütlich machen und viel Spaß haben kann.

    Fazit
    In "Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag" nimmt Katrin Bauerfeind einen amüsanten Blick auf das Scheitern und es gelingt ihr ganz nebenbei dem Leser das Gefühl zu geben, dass wir doch alle gleich in dem Unterfangen sind, alles richtig zu machen.

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    Keksisbabys avatar
    Keksisbabyvor 3 Jahren
    niemals scheitert man so ganz allein

    Da war ich nun in meiner Buchhandlung meines Vertrauens und mich sprang der Buchtitel nur so an. „Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag – Geschichten über das schöne Scheitern“. Ich weiß nicht was ich von dem Buch erwartet habe, aber allein der Titel war eine Offenbarung. Ich fühlte mich von einem Buch verstanden, ohne es gelesen zu haben. Der Klappentext rief mir noch zu: „Dies ist ein Buch für all die, die sich schon einmal entschlossen an ihren Computer gesetzt haben, um zum Beispiel ihre Diplomarbeit zu Ende zu schreiben, und dann vier Stunden lang bei YouTube-Videos von Haushaltsunfällen, Katzenkindern und romantischen Heiratsanträgen hängen geblieben sind. Für alle, die sich jedes Jahr drei Tage vor dem Urlaub erfolglos in ihre Bikinifigur hungern wollen, alle, die eigentlich große Pläne für ihr Leben hatten und jetzt plötzlich eine Einbauküche abbezahlen und alle, die das Gefühl haben, es fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: ein Tag, an dem man endlich mal alles erledigen könnte …“ Na wenn ich da nicht dazugehöre wer dann.

    Also ab damit an die Kasse.

     

    Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich bekam nicht wie im stillen erhofft eine Anleitung wie ich mich selbst motivieren kann, damit ich eben keinen Tag zwischen Sonntag und Montag brauche, dafür aber erheiternde Anekdoten aus dem Leben von Frau Bauernfeind. Und irgendwie ist es mit dem Buch wie eine Selbsthilfegruppe, allein durchs Lesen weiß man dass man da draußen nicht alleine scheitert jeden Tag, sondern Millionen von Menschen mit mir.

    Ja das Scheitern sogar zum Leben gehört und das ohne Scheitern Erfolg gar nicht möglich ist. Und das vermittelte mir ein gutes Gefühl in Bezug auf meinen Alltag.

     

    Es war nicht ganz das was ich erwartet haben, aber es war einfach mal ein erfrischend anderes Buch, in einer Welt in der der Erfolg weit mehr zählt, als alle Fehlversuche die man durchgestanden hat zusammen.

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    VeraHoehnes avatar
    VeraHoehnevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Leben, wie es jeder selbst schon mal selbst erlebt hat :-)
    Perfekt amüsiert - ich freue mich schon auf das nächste Buch :-)

    Autorin:
    Katrin Bauerfeind, geboren am 21.07.1982 im schwäbischen Aalen, absolvierte ihr Technikjournalismus-Studium an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit Diplom und moderierte während des Studiums bereits das Internet-TV-Magazin “Ehrensenf”, wofür sie den ein oder anderen Award bekam. Gleichzeitig arbeitete sie seinerzeit für den jungen WDR-Radiosender einslive. Sie ist ein absolutes Moderations-Allround-Talent und moderierte diverse Kultur- und Lifestyle-Sendungen im TV (z. B. Polylux, Kulturzeit, Stilbruch etc.), Gala-Veranstaltungen und Preisverleihungen, war Co-Moderatorin (u. a. bei Harald Schmidt und in der Talkshow 3nach9), TV-Thementage, Beiträge bei der Fußball-EM 2008 – um nur einige zu nennen – nicht zuletzt ihr eigenes Magazin “Bauerfeind” auf 3Sat. Außerdem wirkte sie nebenher noch in einigen deutschen Film- bzw. TV-Produktionen als Darstellerin mit. Ihr 2. Buch mit dem Titel “Hinten sind Rezepte drin: Vom Wahnsinn eine Frau zu sein – Geschichten, die Männern nie passieren würden” erscheint im Januar 2016 ebenfalls im Fischer-Verlag.

    Handlung:
    In 45 heiteren, kurzweiligen Kapiteln in Kolumnen-Form präsentiert Katrin Bauerfeind Geschichten aus ihrem Leben über schönes Scheitern sowohl im Kleinen als auch im Großen – und nicht nur aus ihrem sondern auch unserem Leben ;-)

    Fazit:
    Über das Cover muss man nicht allzu große Worte verlieren: ein seitlich aufgenommenes Porträtfoto von einer schmunzelnden Katrin Bauerfeind mit grauem Hintergrund – irgendwie immer so, wenn Prominente ein Buch schreiben, dass dieses dann für bessere Werbezwecke mit deren Foto unterstützt wird ;-)
    45 kolumnenartige Kapitel auf 224 Seiten verteilt, großzügiges angenehm lesbares Schriftbild. Die Kürze der Kapitel gibt einem immer die Möglichkeit mal ein Kapitel(chen) zwischendurch zu lesen oder das Buch parallel zu einem Roman lesen zu können, somit perfekt als “Zwischendurch-Lektüre” geeignet und leicht wegzulesen.
    Ich liebe Bücher, die in dieser Art, also in Kolumnen, geschrieben sind und in denen zudem noch ganz viel spezieller Humor untergebracht ist – wie in diesem hier. Keine Ahnung, warum es so lange auf meinem SuB lag.
    Gleich im ersten Kapitel musste ich so lachen und das setzt sich wirklich fast das ganze Buch über so fort und hat mich von Anfang an restlos begeistert.
    Mit ihrem wahnsinnig intelligenten Humor, einer Prise Sarkasmus, der Gabe auch über sich selbst lachen zu können und sich selbst mal auf die Schippe zu nehmen und dem Spürsinn für die Macken und Probleme der Generation der Thirtysomethings hat sie hier eine unvergleichliche Sammlung an witzigen Geschichten aus ihrem Leben zusammengetragen, die alle den Oberbegriff “Scheitern” haben. In einigen der Geschichten findet man sich selbst auf jeden Fall wieder. Ich gehöre zwar jahrgangstechnisch zur Generation der Fourtysomethings, fühle mich aber mehr als Thirtysomething. Ganz großartig fand ich Kapitel 31 “Spinat auf der Festplatte oder wenn aus Menschen Eltern werden” – selbst schon zu oft erlebt ;-). Erst im letzten Jahr, als Bekannte von uns auf Kurztrip in unserer neuen Heimat waren und als Treffen vorschlugen, sie nach unserem Arbeitstag ab 19 Uhr in ihrem Hotel-Apartment zu treffen, wo man ihrem 2 1/2-jährigen Sohn beim Schlafen zuhören und zuschauen sollte, weil der immer zur gleichen Zeit in einem Bett einschlafen müsste. Und ihr Sohn sei ja auch nicht so gestört, weil er noch nicht wie andere Kinder in dem Alter schon in die KiTa gehen müsse – klar, den ganzen Tag von einer übermotivierten Helikopter-Mum umgeben zu sein, die irgendwie nur noch in der Baby-Sprache redet, fördert ja auch ungemein und allen Müttern, die etwas zum Lebensunterhalt beitragen wollen oder müssen, wird mit dieser Aussage verdammt unrecht getan (auch, wenn das jetzt wahrscheinlich einen Shitstorm für mich auslöst ;-) …).
    Berührt hat mich ein Kapitel über Katrins demente Oma, das mich an meinen Vater erinnert hat und diese Lebenssituation so gut aufzeigt: Anfangs irgendwie zwischen Lachen und Weinen mit viel Ungläubigkeit darüber, was in dem dementen Menschen vorgeht, und nachher überwiegt die Traurigkeit …
    Wem nicht mindestens eines der 45 Kapitel aus seinem eigenen Leben in irgendeiner Form bekannt vorkommt, ist einfach noch nicht reif für dieses Buch und den intelligenten, sarkastischen Humor von Katrin Bauerfeind. Man muss ihren Humor auf jeden Fall mögen und sollte in der Lage sein, sich auch mal selbst aufs Korn nehmen zu können und nicht bierernst durchs leben zu laufen – sonst hat man wahrscheinlich nicht so viel Freude an diesem wunderbar witzigen Buch :-)
    Ich habe mich bei der Lektüre perfekt amüsiert und freue mich schon auf das neue Buch von Katrin, das im Januar 2016 erscheint und hoffentlich ebenso lustig sein wird – das ist quasi schon gekauft :-)
    Absolut uneingeschränkte 5*****-Sterne-Leseempfehlung – einfach nur super – und so vieles auf den Punkt gebracht (y) – Danke, für dieses tolle Buch :-)

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    evafls avatar
    evaflvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: toll geschrieben, wunderbare Erläuterungen, emotional
    Oma hatte Demenz. Demenz ist scheiße. Und lustig.

    Im Buch gehts um das (tägliche) Scheitern an den verschiedensten Dingen bzw. bei den verschiedensten Tätigkeiten. Es zeigt, dass Scheitern "normal" ist, dass es auch gut sein kann, wenn vielleicht nicht alles so geplant läuft. Katrin Bauerfeind schreibt, wie sie an manchen Sachen scheitert - und das auf unterhaltsame Art und Weise. (Es ist meiner Ansicht nach kein Ratgeberbuch...)

    Ja, ich war wirklich sehr gespannt auf dieses Buch. Zu Beginn habe ich erstmal ein bißchen Zeit gebraucht, bis ich mich eingelesen habe, nicht direkt jedes Scheitern hat mich so "gepackt", wobei eben bei vielen Themen ein dauerhaft zustimmendes Nicken während des Lesens vorhanden war... ;) 

    Vom Schreibstil her hat mir das Buch sehr gefallen, es ist alles verständlich geschrieben, jedoch merkt man, dass die Autorin (Technik)journalismus studiert hat, finde ich. Sie drückt sich sehr gewählt aus, was das Buch sehr lesenswert macht - und man denkt dabei vielleicht auch einmal mehr über manchen Satz, manche Aussage nach. Mir hat das wirklich sehr gut gefallen!

    Bei manchen Kapiteln habe ich mich wirklich oft erwischt, wie ich quasi dauerhaft Nickend beim Lesen zustimmen hätte können, eben weil ich genau dies auch so nachvollziehen kann. Gerade das Kapitel "26 Leerstand oder Scheitern an Beziehungen" hat mich sehr amüsiert. "In den Augen der meisten ist Single sein, ähnlich wie arbeitslos sein oder Hunger haben, ein Zustand, der zwar hin und wieder eintritt, den aber jeder von Natur aus so schnell wie möglich wieder ändern will." Vielleicht auch wegen der manchmal fehlenden Toleranz gegenüber Singles? ;) Es ist ja nun mal so, als Single wird man oft mit einem "nicht vermittelbar" abgestempelt - dass man diese Lebensform aber durchaus auch genießen kann, können die wenigsten wohl nachvollziehen... 

    Und ja, genau hier hat mich das Buch "berührt", die Story war ergreifend. Ergreifend, weil ich eben teilweise mich seeeeehr amüsiert habe, nur noch am Zustimmen war, aber auch weil es sehr lustig geschildert war.
    Was wohl ein sehr großer Vorteil ist, ist mein Alter sowie das der Autorin - wir liegen vom Alter her nur drei Jahre auseinander, so dass man dank der gleichen Generation auch recht ähnliche Ansichten hat. (Natürlich lebt sie durch ihren Job und die Großstadt anders als ich, aber dennoch gibt es Ähnlichkeiten.) 
    Von daher habe ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt, teilweise mal regelrecht verstanden.

    Auch wenn mich Aussagen wie "Thomas Gottschalk hätte in seinen Outfits keine Woche in einer Lohnbuchhaltung überlebt." (Seite 86, Scheitern mit Promistatus) doch ein wenig schockieren... ;) Scheinbar ist man in meiner Berufsgruppe automatisch ein bißchen mit dem "Langweiler"-Graue-Maus-Stempel versehen. ;) 
    Es geht im Buch übrigens nicht komplett ums Scheitern, es geht auch mal um Macken oder z.B. zwölf Dinge die mit 30 anders sind als mit 20. (auch seeehr unterhaltsam!)
    Manche Aussagen im Buch sind auch recht übertrieben, man merkt die Ironie, den Sarkasmus durchaus, amüsant finde ich es aber dennoch... (" Deswegen hab ich ja auch nie Erogen genommen. Ich wollte nicht so werden wie die Junkies am Bahnhof. (Wobei natürlich Kinder nicht dasselbe sind wie Drogen. Drogen machen ja eher schlank.)" ) (Seite 159) - man sollte manches im Buch eben auch einfach nicht zu ernst nehmen, für manche Menschen (z.B. junge Paare mit Kind) ist das Buch aber wohl eher ungeeignet. Warum? Lesen. ;)

    Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen, ich wurde wunderbar unterhalten, es war nicht nur lustig, sondern manchmal auch ein wenig nachdenklich, keine stupide Lektüre also. Ich fand es interessant und zugleich amüsant manches mal von einer anderen Perspektive aus zu betrachten - dass Scheitern nämlich gar nicht soooo schlimm ist bzw. die andere Variante einfach besser ist...
    Von mir gibts für dieses Buch 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung. :)

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    Jetztkochtsies avatar
    Jetztkochtsievor 4 Jahren
    Wer ist Katrin Bauerfeind?

    Seit langem noch mal ein Buch, dass ich nicht von Autor, Verlag oder Marketingprogramm erhalten habe, sondern dass ich mir ganz alleine und ganz selbst ausgesucht und gekauft habe.


    Gekauft, wegen des einfach nur grandiosen Titels. Oh ja, mir fehlt dieser Tag auch, ich brauche ihn dringend. Wirklich.

    An diesem Tag würde ich all die Dinge erledigen, an denen ich sonst jede Woche scheitere. Fensterputzen, öfter Staubsaugen, mir die Nägel maniküren. Sowas halt. Ich würde perfekt aussehen, hätte ein sauberes Haus und meine Nägel wären ein Traum. Dieser eine kleine zusätzliche Tag würde mich retten und genau deshalb mußte ich dieses Buch kaufen und lesen.

    Tatsächlich kenne ich Frau Bauerfeind überhaupt nicht. Ich weiß nicht, dass sie eine Sendung bei 3Sat hat und auch nicht, was sie sonst so gemacht hat. Ich habe keinen Fernseher, daher sind mir Fernsehmenschen häufig einfach nicht bekannt. Das macht aber nichts, denn Katrin Bauerfeinds Texte sind auch unterhaltsam, witzig, böse und treffend, wenn man sie nicht kennt.

    Auch wenn ich mich nicht immer mit ihren Schlußfolgerungen identifizieren konnte, so waren mir ihre bissigen kleinen Analysen des alltäglichen Scheiterns doch sehr nah, ich fand sie nachvollziehbar und unterhaltsam.

    Ihre Texte sind wirklich witzig, nachdenklich und dennoch nicht zu flapsig, nicht zu ruppig und nicht beleidigend, wem auch immer gegenüber. Manchmal habe ich heute das Gefühl, witzig geht nur noch, wenn man sich auf Kosten anderer amüsiert. Das tut Frau Bauerfeind nicht. Sie reißt Witze auf ihre Kosten, etwas was ich selbst gerne tue. Sie nimmt sich selbst nicht so ernst, nicht so wichtig und ist dabei verdammt sympathisch.

    Sei es als alternde Jungfer mit einem Glas Wein in ihrer Stammkneipe unter 16jährigen (Chapeau!!) oder im Umgang mit ihrer dementen Oma, die sie liebt und mag und über deren Handlungen sie trotzdem schon mal lachen muß. Sei es in ihrer Beschreibung der Dinge, die nun mal mit 20 anders sind, als mit 30 oder in ihren Beobachtungen als weiblicher Single, die ich durchaus teile und die zwar witzig zu lesen sind, in meiner Singlezeit aber hier und da den ein oder anderen Wutausbruch verursacht haben.

    Für den Text über die Mami-Freundinnen, die plötzlich nicht mehr Freundin, sondern nur noch Mami sind, hätte ich die Autorin tatsächlich fast knutschen können. Das war so zutreffend, so gut… Danke! Ich, kinderlos, über dreißig und ohne die Absicht mich fortzupflanzen fühlte mich plötzlich verstanden.

    So könnte ich noch einige Seiten weiter schwärmen, ich höre aber jetzt auf und fasse mich kurz: Lesen!

    Vorallem wenn man kurze Texte, Glossen und Essays mag. Das war toll!

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    Katrin Bauerfeinds Buch ist ein charmanter Tritt in den dürren Hintern unserer Leistungsgesellschaft.

    Die Frau kann schreiben – sogar darüber, was in ihrem Leben schief läuft.

    Lachen und Scheitern gehören bei Katrin Bauerfeind zusammen. Von beidem gibt es bei ihr reichlich.

    ›Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag‹ ist unterhaltsames Power-Yoga

    ein lustiges Buch über das schöne Scheitern.

    Sehr unterhaltsam!

    Sehr persönlich und gerade deshalb so ermutigend!

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