Katrin Behr Entrissen

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Inhaltsangabe zu „Entrissen“ von Katrin Behr

»Im Morgengrauen zerrten die Männer meine Mutter fort« Gera 1972. Katrin Behr ist vier Jahre alt, als sie aus undurchsichtigen Gründen ihrer Mutter weggenommen und in ein Heim gesteckt wird. Während sie noch verzweifelt hofft, bald zurück zu ihrer Mama zu können, wird sie von einer linientreuen Familie adoptiert. Erst nach dem Fall der Mauer kann Katrin Behr sich auf die Suche nach ihrer verlorenen Identität machen – und nach ihrer echten Familie.

Einfach nur tragisch....

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • eBook Kommentar zu Entrissen von Katrin Behr

    Entrissen

    Martina Joswowitz

    via eBook 'Entrissen'

    Dieses Buch hat mir Mut gemacht mich selbst um meine zwangsadoption endlich zu kümmern danke

    • 3
  • Rezension zu "Entrissen" von Katrin Behr

    Entrissen

    FranzIska

    12. February 2013 um 11:47

    Katrin Behr beschreibt und verarbeitet in ihrem Werk Entrissen ihre eigene Geschichte. Angefangen mit der Wegnahme ihrer Mutter als sie selbst erst 4 Jahre als war und das Geschehen nicht begreifen konnte. Weiter über ihre Lebensstationen der Kindheit und Jugend, die zunächst durch Heimaufenthalte und schließlich dem Verbleib in einer linientreuen Pflegefamilie geprägt war. Und abschließend mit ihrer Suche nach der eigenen Identität, der eigenen Mutter und der Suche nach dem Warum und Wie das alles geschehen konnte. Ich selbst als 83er Jahrgang der ehemaligen DDR habe kaum Erinnerungen an die Zeit, noch weniger an negative Aspekte. Mein eigenen Erinnerungen beschränken sich auf mein unmittelbares Familienleben. So wohl auch wie bei Katrin Behr. deren Leben nicht unmittelbar politisch geprägt war, zumindest nicht im Sinne von aktiver Anteilnahme. Vielmehr wurde sie durch das System, das sie auf Grund familiärer Beziehungen zur Adoptivmutter und ihren ganz persönlichen Lebensumständen, niemals oder erst sehr spät hinterfragte, um ihre eigene Identität betrogen. Erst nach der Wende konnte sie sich um Aufklärung ihrer eigenen Geschichte bemühen - und um das Schicksal anderer Menschen mit ganz ähnlichen Erfahrungen. Ein erschütterndes und berührendes Buch.

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  • Rezension zu "Entrissen" von Katrin Behr

    Entrissen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. September 2012 um 14:28

    Einfach nur tragisch.

  • Rezension zu "Entrissen" von Katrin Behr

    Entrissen

    Ellen-Dunne

    07. May 2012 um 10:44

    Ein erschütternder und gut geschriebener Erfahrungsbericht über Einzelschicksale in einem unmenschlichen System, durch den ich regelrecht "geflogen" bin. Sehr empfehlenswert.

  • Rezension zu "Entrissen" von Katrin Behr

    Entrissen

    WinfriedStanzick

    05. August 2011 um 10:35

    Dieses erschütternde und bewegende Buch zeigt, dass auch 20 Jahre nach dem Ende der DDR vieles aufgearbeitet werden muss, was dort zwischen1961 und 1989 unter einem Regime geschah, dass trotz aller Schönfärbereien verschiedenster Couleur als eine Diktatur und als ein Unrechtsregime bezeichnet werden muss. Die Autorin Katrin Behr hat hier mit der Hilfe des Fernsehjournalisten Peter Hartl ihre Lebensgeschichte erzählt. Die 1967 geborene Katrin ist gerade mal vier Jahre alt, als sie eines Morgens von Männern in langen dunklen Mänteln zusammen mit ihrem Bruder zu Hause abgeholt, den Eltern „entrissen“ wird. Ihre Eltern waren politisch in Ungnade gefallen und man hat ihnen einfach die Kinder weggenommen, eine Praxis, die in vielen Diktaturen der Welt praktiziert wurde und wird. Die beiden Kinder werden in ein Heim gebracht, bald voneinander getrennt und später dann von anderen Eltern zwangsadoptiert. Furchtbare Prägungen für eine Kinderseele, die noch Jahre lang vergeblich auf die Rückkehr der Eltern wartet. Als dann endlich die Mauer gefallen ist, nach großen Lebenskrisen und einer Psychotherapie, macht sich Katrin Behr auf die Suche nach ihren Eltern. Nach langen Recherchen findet sie ihre alte Mutter, die von der langen Haftzeit zermürbt, nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Doch Katrin Behr reicht das nicht und sie begibt sich auf eine lange Wanderschaft durch die Archive und Ämterflure. Dort entdeckt sie, dass ihre Mutter sie nicht freiwillig weggeben hat, sondern dass sie und ihr Bruder nur zwei waren von Tausenden von Kindern, die während der DDR-Zeit ihren politisch oder sozial „auffälligen“ Eltern weggenommen und dann von systemkonformen Eltern zwangsadoptiert wurden. Sie nimmt Kontakt auf mit Schicksalsgenossen und erfährt, dass viele Menschen ihre Eltern noch heute suchen, die meisten Betroffenen haben diese brutale Trennung mit schweren psychischen Störungen und Lebensproblemen bezahlt. Und Katrin Behr macht sich dieses Thema zur Lebensaufgabe: 2007 gründet sie den Verein "OvZ-DDR e.V. – Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen". Seit 2010 arbeitet sie bei dem Dachverband der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. als hauptamtliche Beraterin für den Fachbereich DDR-Zwangsadoptionen. Es ist ein bewegendes Zeugnis, dessen Lektüre einem an manchen Stellen ob des Leids, das darin geschildert wird, schwer fällt. Ein wichtiges Dokument für eine Geschichtsschreibung , in der in der letzten Zeit doch einiges aus der DDR für meine Begriffe zu schön dargestellt wird. Und es wird deutlich: das Stehlen der Identität ist mit das Schlimmste, was einem Menschen angetan werden kann.

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