Katrin Bentley

 3 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Allein zu zweit.

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Allein zu zweit

Allein zu zweit

 (2)
Erschienen am 10.04.2017

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Rezension zu "Allein zu zweit" von Katrin Bentley

Allein zu zweit - Oder Ich, mein Mann und sein Asperger-Syndrom
Bücherwahnsinnvor 4 Jahren

Das Cover gefällt mir gut, man sieht das Ehepaar Bentley auf einer Bank sitzend und sie lächeln. Wer das Buch liest wird schnell rausfinden das dies nicht immer so war. Der Titel sagt alles, dazu muss ich nichts sagen, denn er trifft den Nagel auf den Kopf.


Der Schreibstiel der Autorin ist leicht und verständlich. Sie schmeisst auch nicht mit Fremdwörtern um sich, so dass das Buch wirklich jeder lesen kann. 

Was ich zum Inhalt sagen kann ist, ansich ein wirklich tolles Buch. Warum also nur 3 Sterne?


Nun ja, der Klappentext hält nicht ganz das was er verspricht. Denn ich fand das Buch zwischenzeitlich doch sehr ermüdend, weil immer wieder und wieder Erlebnisse geschildert wurden, die eigentlich immer gleich ablaufen oder gelaufen sind. Nach der Hälfte des Buches dachte ich so; Hey Katrin, sorry, aber ich hab's wirklich verstanden. Kannst du mal eine andere Platte auflegen?" 3/4 des Buches dreht sich nur darum wie sie aneinander vorbei kommunizieren, Gevin sie nicht versteht, sich benimmt wie ein Arsch, wüsste man nicht schon vorher das er das AS hat. Ich kann verstehen das sie so erklären will wie ihr Mann Tickt, und sie es sicher nicht böse meinte, aber mit der Hälfte wär's auch getan, manchmal hab ich mir echt überlegt Seiten zu überspringen.


Und der für mich sehr viel interessantere Teil, dauerte grade mal 40 Seiten. Wie geht man denn jetzt mit einem Partner um, der AS hat. Wie der Partner mit einem selber, heisst welche Strategien kann dieser nutzen um besser klar zu kommen? Wie meistert man den Alltag, die Ehe, Konflikte und so weiter. Wann sollte man hellhörig werden? Mir ist schon klar des dies kein Ratgeber ist, sondern ein Erfahrungsbericht, doch sie als Fachperson, von ihr hätte ich mir dann doch mehr Infos erhofft. Denn so ist das Buch mehr eine Erinnerung an Zeiten die definithiev scheisse waren. Klar gab es in den 17 Jahren der Ahnungslosigkeit auch schöne Zeiten, aber die waren sehr mager gesät.

Und ehrlich, ich frage mich wie man sowas 17 Jahre aushalten kann. Oder sich keine Gedanken machen kann, das da vielleicht was nicht ganz "normal" ist. Schliesslich sind Gevins Verhaltensweisen schwer auffällig. Auch schon in den 90er des letzten Jahrhunderts war Authismus ja kein neues Thema, das AS kennt man seit 1944.  Ich persönlich hätte mir schon viel früher selber Hilfe geholt. Denn manchmal braucht es viel weniger lang als 17 Jahre das eine Ehe so sehr leidet das man sie nicht mehr kitten kann. Das Katrin udn Gevin es dennoch geschafft haben, freut mich ungemein. Ich hoffe sie können das Leben jetzt doch etwas mehr geniessen und haben viele schöne gemeinsame Stunden. 

Das solche Ehen immer eine Gratwanderung sind und sein werden, ist einem nach diesem Buch klar und das solche Menschen Respekt verdienen, für mich auch. Denn eine Ehe ist unter "normalen" Umständen schon nicht einfach.

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