Katrin Bischof

 4.6 Sterne bei 18 Bewertungen
Autorin von Nicht genug, Der Enklavenmann: Roman und weiteren Büchern.
Katrin Bischof

Lebenslauf von Katrin Bischof

Schon früh zeigte sich, dass ich den unwiderstehlichen Drang in mir hatte, mich schreibend auszudrücken. Als Schulkind füllte ich kleine Hefte mit Geschichten und Gedichten. Wann immer mich etwas bewegte, es musste aufgeschrieben werden. Früher oder später. Und das ist auch bis heute so geblieben. Ich habe in meinem Leben recht viel und gerne studiert - insgesamt elf Jahre - und jede Gelegenheit genutzt, die sich mir bot, um zu reisen. Der Entschluss, später einmal in die Niederlande zu ziehen, fiel für mich auf einem Wochenendtrip nach Amsterdam im Jahre 1998. "Hier will ich irgendwann einmal leben", kam es mir da spontan in den Sinn, wobei ich nicht Amsterdam im Besonderen meinte, sondern "irgendwo hier". Meinen Entschluss habe ich in die Tat umgesetzt, wenn auch erst sehr viel später: Seit 2011 leben meine Tochter und ich nun in den Niederlanden, in der Provinz Groningen nahe an der Grenze zu Deutschland. Der Wohnsitzveränderung vorausgegangen war eine Phase, in der ich intensiv daran gearbeitet hatte, meine Existenz als freiberufliche Übersetzerin aufzubauen. Als diese Phase abgeschlossen war, konnte es endlich richtig losgehen mit dem Schreiben. Ende 2014 erschien mein erster Roman "Der Enklavenmann". Im Mai 2016 habe ich dann gleich zwei neue Bücher herausgebracht: "Wendepunkte", einen Band mit zehn Erzählungen, die zum Teil schon länger in meiner Schublade geschlummert hatten, und "Nicht genug", meinen zweiten Roman.

Alle Bücher von Katrin Bischof

Nicht genug

Nicht genug

 (10)
Erschienen am 27.05.2016
Der Enklavenmann

Der Enklavenmann

 (3)
Erschienen am 15.12.2014
Der Enklavenmann: Roman

Der Enklavenmann: Roman

 (3)
Erschienen am 16.12.2014
Kein Sex kann's auch nicht sein

Kein Sex kann's auch nicht sein

 (1)
Erschienen am 08.11.2017
Wendepunkte

Wendepunkte

 (1)
Erschienen am 04.05.2016
Tätowierungen in Subkulturen

Tätowierungen in Subkulturen

 (0)
Erschienen am 20.07.2012

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Katrin Bischof

Neu
C

Rezension zu "Kein Sex kann's auch nicht sein" von Katrin Bischof

Vergnüglich bis nachdenklich
ConstanzeSteinfeldtvor einem Jahr

Dieses neueste Buch von Katrin Bischof kommt schon rein äußerlich anders daher als die anderen:

Farbig, frech, fröhlich in kräftigen Blau mit einem Bild, das Enthüllungen verspricht.

Und in der Tat, enthüllt wird ein großer Schritt in Katrin Bischofs Entwicklung.

Wo sie bisher Geschichten erzählt hat ( die ich liebe, und allesamt verschlungen habe) sind nun Charakterbilder entstanden, die scharf und klar hervortreten. Jede Geschichte hat einen sich steigernden Spannungsbogen, der niemals überspannt wird und zu einem oft überraschenden Ende führt. Jede hat ihren eigenen Reiz, ihr eigenes Tempo und auch streckenweise eine eigene Sprache.

Sprache gehört zu Katrin, seit ich sie kenne. Worte sorgsam wählen, den richtigen Begriff finden, die Zwischentöne hören können – das verbindet uns seit langem. Nun ist damit auf eine neues, noch höheres Niveau gelangt. Sehr, sehr lesenswert!

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B

Rezension zu "Nicht genug" von Katrin Bischof

Sterben, aber nicht darüber sprechen
Blumenladyvor 2 Jahren

Mich hat an dem Roman am meisten beeindruckt, wie es die Autorin schafft, alltägliche, einfache Szenen mit so viel Emotion aufzuladen. Man ist da mittendrin. Gesa, die Figur, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, durchlebt innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne so ziemlich das ganze Spektrum, von Euphorie bis abgrundtiefer Verzweiflung. Gesa wird nicht idealisiert dargestellt und ist nicht frei von weniger feinen menschlichen Regungen, aber sie versucht immer, fair zu sein, und sie bleibt auch dann, als der Spaß vorbei ist und es Erik schlecht geht. Sie ist die einzige, die auch seine Not aushalten könnte. Das macht sie mir sympathisch.

Ihr gegenüber stehen die Erik umgebenden Figuren, die sich angesichts seines Gesundheitszustandes nach dem Motto verhalten „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Ihre Ängste zwingen den Kranken, „Theater zu spielen“, um sie zu schonen. Das ist natürlich der bequemere, "gängige" Weg. Aber auch der feige.

Es wäre befreiend für Erik gewesen, wenn er hätte sprechen dürfen. Das empfindet der mit-leidende Leser sehr deutlich. Das Schweigen von Eriks Umfeld hat mich regelrecht gereizt gemacht. Macht doch die Augen auf, dachte ich an ein paar Stellen, und seht, was das anrichtet. Selbstbestimmtes Sterben sieht anders aus.

Der Roman ist ein Plädoyer für mehr Offenheit im Umgang mit Kranken und Sterbenden. Man wird dazu angeregt, darüber nachzudenken, wie man selbst sich in dieser Situation verhalten würde. Die üblichen beschönigenden Floskeln dreschen ("Ach was, du stirbst doch nicht!") – oder den Mut finden, die Wahrheit zuzulassen.

Die Sprache ist immer angemessen und unterstützt diese klare Botschaft durch ihre Anschaulichkeit und Ehrlichkeit.

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SheSuns avatar

Rezension zu "Nicht genug" von Katrin Bischof

Intensiv und berührend
SheSunvor 2 Jahren

Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, wann ich zuletzt ein Buch gelesen habe, was so sehr die zwischenmenschlichen Beziehungen fokussiert und so viel seelischen Tiefgang zeigt. Manche Sätze musste ich mehrmals lesen, weil sie schön ausformuliert und bestimmte Gedanken einfach auf den Punkt gebracht haben. 

Ich fand es zudem ganz erfrischend, dass eben nicht so viel passiert ist; es war ziemlich alltäglich und über das Leben sinnierend, was natürlich auch authentisch auf den Leser wirkt.
Einige Kritikpunkte gab es dann doch. Zum Einen waren einige Charaktere wie z.B. Robert oder auch Joke und die Kinder ziemlich negativ konnotiert und Gesa sowie Erik fast schon idealisiert, was etwas unrealistisch wirkte. Zum Anderen verlief mir die Trennung von Robert nach 10 Jahren Beziehung (obwohl es am Anfang des Buches auch genau um die Trennungsgründe/-absichten ging) etwas zu spontan und die Annäherung zu Erik fand mir zu schnell statt, dafür dass die Familien sich schon länger kannten und zuvor anscheinend nichts dergleichen passiert war.
Trotzdem ist das Buch auf jeden Fall wunderschön zu lesen; ich finde gerade die "psychologisch angehauchten" Gedanken von Gesa und generell die Sprache ziemlich interessant  und intelligent.

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Gespräche aus der Community

Neu
T

Gesa, Mitte 40, alleinerziehend, hat sich ihren seit langem gehegten Traum erfüllt und ist mit ihrer Tochter in die Niederlande gezogen. Mit Robert, ihrem langjährigen Lebensgefährten, gibt es schon seit längerem unüberbrückbare Spannungen. Aber obwohl Gesa sich bewusst ist, dass sie keine Zukunft mit Robert mehr sieht, scheut sie vor dem letzten, endgültigen Schritt noch immer zurück – und verzweifelt fast daran. Eine scheinbar ausweglose Situation.

Doch dann geschieht das völlig Unerwartete: Gesa verliebt sich Hals über Kopf. In Erik. Erik ist Niederländer, schwer an Multipler Sklerose erkrankt – und der Mann von Joke, einer guten Bekannten Gesas. Er erwidert ihre Gefühle, aber es scheint keinen Weg für diese Liebe zu geben. Bis Erik Gesa eröffnet, dass Joke und er eine offene Ehe führen, und ihr eine polyamore Beziehung vorschlägt. Und Gesa lässt sich auf das Abenteuer ein …

Ein Roman über den Umgang mit Krankheit, der eigenen Endlichkeit, Liebe, die keine Bedingungen stellt, Mut und Loslassenkönnen.


Ich verschenke 10 Freiexemplare, die unter all denen verlost werden, die bis zum 1. Dezember mitmachen. Mich würde vor allem sehr interessieren, was euch an dem "Stoff" meines Romans anspricht. Das Thema ist ja kein leichtes, wie mir jeder versichert. Welche Saite bringt das bei euch zum Klingen? Was macht euch neugierig daran?

Ich freue mich sehr auf eure Reaktionen!

Mehr zu mir und meinen Büchern: https://www.amazon.de/Katrin-Bischof/e/B01GHAJWWI/ref=ntt_dp_epwbk_0

Das Video zu "Nicht genug": https://www.youtube.com/watch?v=y5MGVKXr0tc

Am 2. Dezember werden die Gewinner ausgelost und benachrichtigt. Der Versand der Bücher erfolgt spätestens am 5. Dezember. Eine Woche später, am 12. Dezember, beginnen wir dann mit der Diskussion.

Dies ist meine erste Leserunde. Für mich eine sehr spannende Sache. Am Ende gibt es dann auch noch ein Buchpaket mit meinen drei Büchern (natürlich signiert) zu gewinnen.



Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Katrin Bischof wurde am 30. März 1971 in Stade (Deutschland) geboren.

Katrin Bischof im Netz:

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