Katrin Hillgruber

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Cover des Buches Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt (ISBN: 9783423215473)

Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt

 (75)
Erschienen am 01.11.2014

Neue Rezensionen zu Katrin Hillgruber

Cover des Buches Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt (ISBN: 9783423215473)J

Rezension zu "Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt" von Henning Mankell

It is a sad world out there
Jana_hat_buechervor 2 Jahren

Henning Mankell schreibt in einem sehr persönlichen Buch seine Gedanken und Beobachtungen seiner Uganda-Reisen nieder. Er trifft viele Aids- und HIV-Betroffene und lernt dadurch das Projekt "Memory Book" kennen. Entwicklungshelfer unterstützen Erwachsene Aids-Kranke ihre Vergangenheit für ihre Kinder schriftlich festzuhalten, damit diese nach deren Tod noch etwas haben, um sich zu erinnern. Im Mittelpunkt des 90-seitigen Buches steht Christine mit ihrer Tochter Aida. Das Buch ist geprägt von der Wut des Autors. Wut auf diese heimtückische Krankheit. Wut auf die Missstände, dass sich in Afrika kaum jemand die geeigneten Medikamente leisten kann. Wut auf die Vorurteile, die die Kranken erfahren müssen. Aber auch Trauer und Mitgefühl mit den Waisen, die viel zu früh ihre Eltern verloren haben. Auch wenn das Buch bereits 2004 erschienen ist, hat das Thema nicht an Aktualität verloren und es ist bedauernswert, dass es kaum mehr öffentlich diskutiert wird und Aufmerksamkeit erhält (auch schon vor dem aktuell beliebten Virus Thema aka Corona). Laut der Deutschen Aidshilfe lebten Ende 2018 rund 37,9 Millionen Menschen auf der Welt mit HIV und nur 24,5 Millionen von ihnen haben Zugang zu entsprechenden Medikamenten... Denkt mal drüber nach...

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Cover des Buches Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt (ISBN: 9783423134798)A

Rezension zu "Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt" von Henning Mankell

Schöne Sprache, sensibles Thema, aber irgendwie unausgegoren
AnjaLG87vor 4 Jahren

Das Buch konnte mich leider nicht ganz 

überzeugen. Zwar ist Mankells Erzählstil 
ohne Frage sehr schön und seine behutsame
und respektvolle Beschreibung Afrikas 
spannend zu lesen, jedoch wirkte das Buch
auf mich irgendwie "unvollständig". Neben 
den Beschreibungen und erklärenden 
Elementen fehlte mir einfach die Entwicklung
der Figuren und die Auflösung der Erzählung.
Als Leserin habe ich nichts "mitgenommen" 
und konnte die Charaktere gar nicht so richtig 
kennenlernen, um mich wirklich mit ihnen zu 
beschäftigen. So interessant das Thema auch 
ist, so schnell hat man es - aufgrund des an
der Oberfläche bleibenden Buches - wieder
vergessen. 

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Cover des Buches Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt (ISBN: 9783423134798)K

Rezension zu "Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt" von Henning Mankell

Rezension zu "Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt" von H. Mankell
Kathleen1974vor 6 Jahren

Titel: „Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt“
Autor: Henning Mankell
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag 2006
Seitenzahl: 143

Klappentext:
„Ihre Mutter wird bald sterben. Doch Aida pflanzt einen Mangobaum als Symbol des Lebens. Und von ihrer Mutter bekommt sie ein Memory Book …“

Meine Meinung zum Buch:
Bisher habe ich von Henning Mankell schon einige schwedische Krimis gelesen (Wallander) und mag seinen Schreibstil sehr.
In diesem Buch habe ich den Autor von einer anderen, einer sehr persönlichen Seite kennengelernt und bin davon sehr beeindruckt!

Seine in Afrika gesammelten Eindrücke und Begegnungen mit totkranken Menschen rufen auf zur Menschlichkeit, zur Humanität, zur Solidarität und zur Akzeptanz deren Menschenwürde! Dieses Buch hat mich zum Nachdenken gebracht und dazu bewogen, mich noch intensiver mit dem Thema Aids in Afrika zu beschäftigen.
Man sollte diese Immunschwäche-Krankheit nicht totschweigen, denn sie ist als Gefahr noch lange nicht gebannt! Deshalb ist Aufklärung enorm wichtig für alle von uns!

Mankell bringt in diesem Buch seine eigenen Ängste vor Krankheiten, ja sogar vor dem Tod zum Ausdruck. Leider ist der Autor letztes Jahr gestorben, umso bewegender empfand ich seine Gedanken, dir mir sehr nah gegangen sind. Er fragte sich z. Bsp.: „Was sollen die Menschen von mir in Erinnerung behalten?“

Die Würde des afrikanischen Volkes, die hier so gut beschrieben wird, bewundere ich sehr. Trotz des Wissens der Erkrankten, dass ihr Leben bemessen ist, lassen sie sich durch nichts ihre Würde nehmen.

Die viel zu geringen Ressourcen in Afrika zur Bekämpfung von Aids, schreien nach Solidarität! Es darf einfach nicht sein, dass dort z. Bsp. Analphabetismus mit der Hauptgrund dafür ist, dass es an der Aufklärung der Menschen mangelt!

Die Memory Books (Erinnerungsbücher), die die Erkrankten ihren Kindern hinterlassen, finde ich sehr tröstlich! Selbstverständlich wäre es natürlich tröstlicher, Menschen müssten solche Bücher gar nicht erst schreiben, sondern bekämen intensivere ärztliche Hilfe und sonstige Unterstützung, um ihr Leben – so erträglich es eben geht – verlängern zu können!

Die harte, aber wahre Realität in Afrika! Dies bringt der Autor hier bestens rüber!

Symbolisch für den Umgang mit dieser schlimmen Situation in Afrika und die Hoffnung dieses Volkes steht das kleine Mädchen Aida, die eine Mango-Pflanze pflanzt, um etwas zum Leben zu erwecken, um zuzuschauen, wie etwas wächst, lebt und gedeiht! Ihre ganz eigene und sehr bewegende Art, mit dem dort drohenden Tod umzugehen!

Lieblingszitate:
„Erinnerungen setzen also weder Worte noch fotografische Bilder voraus.“
„Erzählungen sind Brücken. Niemand bereut den Bau einer Brücke.“

Bewertung: Ich gebe diesem Buch von Herzen 5 von 5 Sternen!

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