Katrin Hummel Gute Nacht, Liebster

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Inhaltsangabe zu „Gute Nacht, Liebster“ von Katrin Hummel

Hilda und Hans sind seit dreißig Jahren verheiratet. Doch langsam beginnt Hans sich zu verändern. Zuerst wundert sich Hilda über ihn, findet sein Verhalten manchmal unverschämt.

Als ein Neurologe ihn dann fragt: "Wie heißen ihre Töchter?", weiß Hans die Antwort nicht. Die erschreckende Diagnose: Demenz. Schon bald kann er seiner Frau Hilda kein Partner mehr sein und wird zum Schwerstpflegefall.

Obwohl die Belastung fast unmenschlich erscheint, entscheidet Hilda, dass sie sich zu Hause um ihren Mann kümmern wird. In diesem sehr persönlichen Buch spricht sie über ihren Alltag, ihre Ängste und ihre intimsten Gedanken. Ihr Bericht ist ein bewegendes Plädoyer für die Liebe.

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  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

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    • 113
  • Rezension zu "Gute Nacht, Liebster" von Katrin Hummel

    Gute Nacht, Liebster

    Buecher_und_Meer

    01. April 2012 um 22:51

    berührend... . Auf dieses Buch wurde ich aufgrund der wunderschönen Rezi von AennA aufmerksam und es lag einige Monate im Bücherregal, bevor ich mir heran traute. Man muss schon in der Stimmung sein, ein solches Buch liest man nicht mal nebenbei. Kathrin Hummel berichtet aufgrund vieler Gespräche mit der Hauptperson Hilda Dohmen von der Krankheit ihres Mannes Hans, die ihn schon mit Anfang 50 ereilt - Demenz. Dabei herausgekommen ist ein sehr bewegender Tatsachenbericht von einer starken und bewundernswerten Frau. . In einer sehr einfachen Erzählweise wird das Leben des Ehepaares von deren Kennenlernen über das Familienleben, bis hin zur Diagnose und deren Folgen beschrieben. Wenn man sich noch nie mit dem Thema Alzheimer und Demez beschäftigt hat, ist es umso erschreckender, welche Folgen diese Krankheit für die Angehörigen hat. Hans verliert nicht nur das Interesse an seinem Umfeld, er wird auch zunehmend vergesslich und ändert sich in seinem Wesen. Im Laufe der Erkrankung verliert er die Orientierung, kann sich immer schlechter ausdrücken und erkennt irgendwann seine eigene Familie nicht mehr. Im Endstadium der Krankheit verlernt er zu laufen, zu essen und trinken und wird bettlägerig. Unermüdlich wird er von seiner Frau gepflegt, für sie kommt nicht in Frage, ihn in ein Heim abzugeben. Sie probiert jeden Tag aufs Neue unterschiedliche Methoden aus, um Hans das Leben angenehmer zu gestalten und dem geistigen Verfall entgegenzuwirken. Dass er seine Würde behält, steht für sie immer an erster Stelle. Dabei wird oft von ihrer Verzweifelung erzählt, die zahllosen Tränen, die sie vergießt, konnte sie sich doch nie wirklich von ihrem Mann "verabschieden". . Mich hat dieses Buch bis zum Ende sehr sehr bewegt und auch sehr nachdenklich gemacht. Was diese Frau geleistet hat, ist bewundernswert, sie schafft in ihrer ganzen Aufopferung doch auch an sich zu denken und den Kontakt zu Freunden und Selbsthilfegruppen zu pflegen. Es hört sich vielleicht komisch an, doch als Hans geht, hatte ich keine Sorge um sie, sie ist eine starke Frau, die ihren Weg weitergehen wird. . Fazit: Ein Buch, das man gelesen haben sollte, denn mit Demenz kann jeder in Berührung kommen. Vorbereiten kann man sicher auf diese Situation nicht, aber man sollte dennoch wissen, wie eine solche Krankheit verlaufen kann. Ich bin sehr dankbar für dieses Buch und wünsche Hilda Dohmen alles Gute für ihr weiteres Leben.

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  • Rezension zu "Gute Nacht, Liebster" von Katrin Hummel

    Gute Nacht, Liebster

    AennA

    In meinem Beruf habe ich oft Kontakt mit Demenzkranken. Der Umgang ist nicht selten problematisch und vor allen Dingen zeitaufwändig. Man ist extrem auf die Erfahrungen und Hilfe der Angehörigen angewiesen, man stößt an seine persönlichen Grenzen... Demenz. Was ist das eigentlich wirklich? Und was ist der Unterschied zu "Alzheimer"? Was bedeutet die Krankheit für den Betroffenen, und was bedeutet sie für die Angehörigen? Mit der Lektüre des Buches "Gute Nacht, Liebster"von Katrin Hummel erhoffte ich mir die Beantwortung aller meiner Fragen. Der Roman basiert auf den tatsächlichen Begebenheiten und Erfahrungen der Protagonistin (welche im Buch den Namen Hilda Dohmen bekommen hat). Die Journalistin Katrin Hummel hat aus vielen Gesprächsaufzeichnungen mit ihr vorliegendes Buch geschrieben. So begleiten wir Hilda und Hans durch ihr Leben. 1955 lernen sich Beide kennen, Hilda ist erst 14. Aus der Jugendfreundschaft wird Jahre später Liebe, sie heiraten und gründen eine Familie. Zwei Töchter werden geboren. Hilda ist Lehrerin, Hans ein erfolgreicher Unternehmer. Finanziell geht es ihnen gut. Das Leben scheint perfekt. Bis sich Hans, erst 53 Jahre alt, verändert. Ganz langsam, fast schleichend. Er wird vergesslich, verliert immer öfter die Orientierung. Er wird gleichgültiger. Er verliert das Interesse an seinen Hobbies und später auch an seiner Familie. Bis die Diagnose "Demenz" gestellt wird, haben Hilda und Hans eine Odyssee an Arztbesuchen hinter sich. Plötzlich hat Hilda einen Ehemann, dem bereits die Pflegestufe 2 zugeordnet wird. Aber sie gibt den Mann, den sie liebt, nicht auf. Auch, wenn dies immer schwerer wird... "Gute Nacht, Liebster" ist ein bewegender Tatsachenroman. Aus Hildas Sicht nimmt der Leser an Hans' Schicksal teil und vor allen Dingen auch an ihrem eigenen. Wir sehen die Veränderungen, die mit Hans passieren, mit ihren Augen, erleben hautnah mit, wie Hans sich selbst verliert. Und für seine Familie verloren geht. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, was Hans selber davon mitbekommt. Merkt er seinen Verfall? Wenn ja, bis zu welchem Punkt? Und ab wann nicht mehr? Das sind quälende Fragen auch für Hilda, die uns immer sehr ehrlich an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben lässt, uns eine große Nähe erlaubt. Wir erleben so ihr Entsetzen, ihren Schmerz, ihre Hilflosigkeit. Einige Dinge werden wiederholt geschildert, was für mich aber ein Indiz dafür ist, wie präsent die entsprechende Problematik für Hilda gewesen sein muß, wie sehr ihre Gedanken davon beherrscht waren. Ganz vordergründig spüren wir ihre unermessliche Liebe zu ihrem Mann, den Partner, den sie so vermisst! Nur mit der Kraft dieser Liebe bringt sie die enorme Energie auf, ihn zu pflegen und dabei auch seine Würde zu bewahren. Und sie bringt die Kraft auf, sich mit dem unweigerlich Nahenden auseinanderzusetzten... "...doch sein Schicksal ist unausweichlich, und meines ist an seines gebunden. Er wird untergehen, und ich werde zuschauen, wie er ertrinkt, und an Land zurückbleiben." Hilda ist eine nach außen hin starke Frau, die uns Lesern mutig auch ihre Schwächen zeigt. Aber sie steht immer wieder auf, schafft es, sich aus der Isolation zu befreien und ihre Zukunft zu planen, an ein Leben, eines Tages, ohne Hans zu denken. "Gute Nacht, Liebster" hat mich unglaublich berührt. Ich musste das Buch des öfteren zur Seite legen....diese nahen Schilderungen erst einmal verarbeiten. Als ich die letzte Seite beendete, hatte ich einen dicken Kloß im Hals. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert...

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    • 3

    AennA

    05. May 2011 um 20:03
  • Rezension zu "Gute Nacht, Liebster" von Katrin Hummel

    Gute Nacht, Liebster

    occasiuncula

    06. October 2010 um 17:57

    Eine Geschichte, die trauriger nicht sein könnte. Hilde und Hans sind glücklich verheiratet, bis Hans sich verändert. Anfangs sind es nur Schwierigkeiten mit Daten und Treffpunkten, aber Hans Krankheit wird immer schlimmer. Die Diagnose: Demenz. Eine Diagnose, die Hans Frau Hilde erschüttert. Sie fürchtet sich vor dem Alleinsein und bereut jeden Augenblick, den sie nicht mit Hans genossen hat und ist traurig darüber, dass ihre Pläne nicht in Erfüllung gehen werden. Sie pflegt nun ihren Mann. Bekommt jede kleine Veränderung mit, bis Hans schließlich nicht mehr reden und später sogar nicht mehr essen, fast nicht mehr laufen kann. Doch Hildes Liebe zu Hans lässt sie unglaubliche Kräfte entwickeln. Sie pflegt ihn bis er schließlich in ihren Armen stirbt. Die Geschichte von Hans und Hilde macht nachdenklich und unheimlich traurig. Sie zeigt aber auch, dass man jeden Augenblick seines Lebens auskosten und genießen muss. Ein unglaubliches Buch, welches man nach dem Lesen so schnell nicht vergessen wird!

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