Katrin Kremmler Pannonias Gral

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Inhaltsangabe zu „Pannonias Gral“ von Katrin Kremmler

Pannonias Gral: Der Krimi mit CD-ROM.

Natürlich gibt es in Ungarn wunderbare Thermalbäder, wunderschöne Frauen und Wundersames zu erleben. Das hat sich Naomi schon gedacht, ehe sie den Job übernahm, nach dieser abgetauchten Künstlerin zu suchen. Nebenbei kann sie vielleicht in Budapest ein wenig nach ihren eigenen Wurzeln forschen.
Aber dann wirft die Vergangenheit plötzlich mächtige Schatten. Eine uralte Geschichte von Raub, Gewalt und Plünderung zeichnet sich ab, und Naomis Suche wandelt sich zu einer wilden Hatz: Denn mehrere bedenkenlose Jäger verfolgen die Fährte, die zu einem kostbaren Gral führen soll …

Die Cartoonistin, Filmemacherin und Provo-Poetin Katrin Kremmler hat ihren charmanten dritten Krimi mit einer CD-ROM kombiniert, auf der Naomis Spurensuche zur interaktiven Gralsjagd wird: ein Fest für alle Computer-Userinnen und Genießerinnen kurzweiliger Lektüre. Bonne chance!

vergleichbar mit "Claire Mc Nab" [nur ohne Liebe] und den Ariadne-Krimis abgesehen J.M.Redcliffe unterhaltend, nicht haftend

— alma

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  • Rezension zu "Pannonias Gral" von Katrin Kremmler

    Pannonias Gral

    alma

    02. February 2010 um 18:28

    Ihr Onkel, seines Zeichens Galeriebesitzer und durchtriebenes Arschloch Achtung [Achtung, flache Charaktere-Warnleuchte] schickt Naomi [leucht] von Amerika nach Budapest, um dort eine Künstlerin ausfindeg zu machen, deren Ausstellung in den Staaten er plane während sie allem Anschein nach untergetaucht ist. Obwohl Naomi ihren Onkel wie die Pest hasst [wir erfahren noch, warum leucht], nimmt sie die Chance wahr, bezahlt in die Stadt ihrer Kindheit zu fliegen und ein wenig Vergangenheitsaufarbeitung/Verwandtenbesuch/Citytouring geschickt mit der Aufbesserung ihres wohl leucht mauen Kontostandes zu verbinden. Merkwürdiger weise will aber die gesuchte Künstlerin gar nicht gefunden werden, scheint neben Naomi noch halb Ungarn nach der Dame auf der Spur zu sein und finden sich bald erste Anhaltspunkte, dass es sich hier nicht um rein künstlerisches Interesse von Onkel Raffzahn handelt, sondern anciente Hehlerware der eigentliche Hebel der mittlerweilen reichlich ins Spiel gekommenen Bewegung ist: geklauter Kunstschatz, Landesflucht, ein ungeklärter Mord, Familienzerrüttung und allerlei kriminelle Umtriebe gesellen sich zu einem winzigen wenig erotischer Untermalung, da unsere lesbische frisch-Detektivin natürlich eine ganz niedliche ist und ja - das alles ist sehr spannend, denn K.Kremmler hat sich mit den historischen Hintergründen fein auseinandergesetzt und versteht es, immer wieder unerwartete Haken zu schlagen. Allein, die Tiefe fehlt - in der Charakterzeichnung, in der sprachlichen Schönheit, der tatsächlichen Aueinandersetzung mit den angerissenen Sujets. Kremmler hat wunderbare Phantasie, aber zur Autorenschaft fehlt ihr m.E. ein gutes Stück erzählerischen Talents bzw- litererischen Handwerkszeugs. Darum liest sich diese Geschichte eben schnell rein und vergisst sich ebenso schnell wieder, bleibt nicht kleben sondern rutscht auf den wachsenden Stapel akzeptabler aber austauschbarer, redundanter, beliebiger Krimis mit gutem Unterhaltungswert aber mangelnder Tiefe, wie wir das vom Hause Ariadne kennen.

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