Sex. 100 Seiten

von Katrin Rönicke 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Sex. 100 Seiten
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Lässig-souveräne Aufklärung & gesellschaftliche Bestandsaufnahme ohne moralischen Zeigefinger, aber von hoher Ethik! Klassiker-verdächtig!

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Inhaltsangabe zu "Sex. 100 Seiten"

Trotz sexueller Revolution und anschließender gesellschaftsweiter Aufklärung verhindert die gegenwärtige Porno-Dauerschleife in Werbung, Film und Internet nach wie vor, dass wir uns in unserer Sexualität frei entwickeln. Das Überangebot an Sex sorgt nicht für die Überwindung überholter Tabus, sondern für neue Schwierigkeiten und Unsicherheit.
Muss das so bleiben? Nein, meint Katrin Rönicke. Aber dazu müssen wir uns dem Thema stellen, so wie sie selbst es in diesem Buch tut, persönlich und mutig. Sie schreibt – ganz explizit und konkret – über Sexualität in der Kindheit, Stimulation, Kommunikation, Liebe, sexuelle Vielfalt, Gewalt und Grenzen, Kinderwunsch. Und sie ist überzeugt: Sich mit dem Thema zu beschäftigen, ist ein Anfang, aus der Problemzone rauszukommen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783150204429
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Reclam, Philipp
Erscheinungsdatum:17.03.2017

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    Tintensports avatar
    Tintensportvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lässig-souveräne Aufklärung & gesellschaftliche Bestandsaufnahme ohne moralischen Zeigefinger, aber von hoher Ethik! Klassiker-verdächtig!
    Lässig-souveräne Aufklärung & gesellschaftliche Bestandsaufnahme ... Klassiker-verdächtig!

    `Steigt Reclam jetzt auch in die Plattitüden-Maschinerie ein und macht sich gemein mit den Allerweltsthemen auf sämtlichen Medien-Kanälen?´, war meine erste Assoziation und ich war ausgesprochen demotiviert auch nur eines der Reclamwerke in die Hand zu nehmen.
    Ich habe mir also von `Sex. 100 Seiten' nicht viel erwartet. Und dann diese Überraschung der Sonderklasse ... und ich bin mit dem  Reclam-Reloaded-Kurs versöhnt!

    Ich würde gerne mehr als nur 5 Sterne vergeben ... und die wie folgt:
    * Die Sprache, die Atmosphäre die das Buch atmet, erinnert an Life-Interviews oder Reportagen, ist sehr direkt, also ohne-Blatt-vor-den-Mund.
    * Gleich zu Anfang fühlte ich mich menschlich-warm (Ist das Bedürfnis `nur' typisch weiblich? - Ich hoffe nicht!) an die Hand genommen. Man(n oder frau) wird liebevoll abgeholt, mittels der frank und frei dargelegten Zweifel und Nöte, die die Autorin selbst erfahren hat. Dies sind allzu menschliche (aber so gut wie nie geäußerte) Grundzweifel an den allgemein-gültigen Herangehensweisen an Sexualität, die uns in unserer Gesellschaft überrrollen und uns - uns selbst, wie uns einander - entfremden.
    * Es gibt keinen moralischen Zeigefinger, nirgends.
    * Dafür gibt es Ideen & Kreativität satt und Denkanregungen, also Vorschläge und offene Fragen und - welche Wohltat - keine Rezepte!
    * Äußerst angenehm ist die unverkrampfte Sprache & Sichtweise, egal auf was auch immer.
    * Gleichzeitig schafft die Rönicke es - auch noch! - eine wirklich triftige & aktuelle Bestandsaufnahme einer Gesellschaft und ihres Standes in Sachen Sex zu leisten.
    * Der Mut zur Lücke (wie zum Zweifel) scheint der Autorin Programm zu sein. So erfährt man u.a. etwas über alternative Pornokultur oder behinderte Menschen und Sex. Und keiner wird irgendwo vorgeführt! Das nenne ich mal eine Leistung!
    * Und für seine gerade mal `100 Seiten' sind dann auch noch die Aspekte so genial (trotzdem vermutlich nur exemplarisch) ausgewählt und werfen facettengleich alle nötigen Schlaglichter aufs Thema, wie es besser nicht machbar ist.

    FAZIT: Die kritische Leserin ist begeistert, denn - wirkliche! -  Aufklärung von solch souveräner Art tut bitter not - in einer Gesellschaft die sich für aufgeklärt hält, aber umso weniger Dunst von der Materie hat, je mehr Sex über alle Mattscheiben flimmert.
    Mir scheint das mehr ein Zustand sexueller Demenz zu sein, in dem wir gefangen sind ... oder gefangen (gehalten) werden?
    Die Aufklärung unserer Jugendlichen - UND die eigene erwachsene Weiterbildung in Sachen Sex (!) - denen zu überlassen, die mit unserer Lust am Gängelband an uns vorbeiziehen - aber mit Karacho und auf der Überholspur - ist m.E. weder Lockerheit noch Lässigkeit. Wenn wir unsere Sexualität der Willkür von Hardcore-Industrie und Social-Media überlassen, unsere Kinder stalkenden Klassenkameraden oder profitgeilen Markthaien aussetzen und die Grauzonen wuchern lassen - die der (Schwarz)Markt voll auszuschöpfen verstehtt und die Politik vertuscht - dann ist das Fahrlässigkeit und Feigheit.
    Sexualität ist nicht die schönste Nebensache der Welt; Sex ist gar KEINE Nebensache. Da geht es nicht um Peanuts, sondern um knallharte Wirtschaftsinteressen!Aber auf der anderen Seite geht es um unseren sensibelsten Daseinskern, der Respekt und Würde so unabdingbar braucht wie Wasser & Luft!!

    Wahre Lässigkeit und Engagiertheit zum Thema - die sieht aus wie dieses kleine feine Werk es aufzeigt. Das ist äußerst heilsam zu lesen.Und Reclam - der heimliche Schulbuchverlag der Nation - ist da wohl doch der richtige Verlag gewesen!

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