Katrin Tempel Mandeljahre

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Inhaltsangabe zu „Mandeljahre“ von Katrin Tempel

Dort, wo die Mandelbäume blühen. Als Katharina die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße entrümpelt, findet sie Fotoalben und Erinnerungsstücke ihrer Urgroßmutter Marie. Die lebenslustige Ehefrau eines gnadenlosen Großunternehmers erlebte den Aufstieg und Fall einer deutschen Kaffeeröster-Dynastie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts – und sie verheimlichte ihre wahren Gefühle für den Mann, den sie nicht lieben durfte.

Ein wunderbares Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Sehr zu empfehlen wer Familiengeschichten zur Nazizeit mag.

— Cathy28
Cathy28

Spannende Familiengeschichte über die Zeitspanne beider Weltkriege

— Kelo24
Kelo24

Top - Buch. Schöne Story mit detailreichen Darstellungen. Ich fühlte mich, als wäre ich Teil der Story!

— Julchen77
Julchen77

Zum Teil langatmige, aber dennoch berührende historische Geschichte zu Kriegszeiten.

— Sieben-Schwester
Sieben-Schwester

Stimmiger Roman um eine Kaffeefabrik zu Kriegszeiten. "Katharina" vom Klappentext ist nur Auftakt und hat nichts mit der Geschichte zu tun.

— talisha
talisha

Ein beeindruckendes Zeitgemälde aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts! Unbedingte Leseempfehlung!

— mabuerele
mabuerele

Lebendig erzählte Familiengeschichte in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts

— Pucki60
Pucki60

Ein grandioser historischer Roman. Spannend, super ausgearbeitet, tolle Charaktere. Das muss man einfach lesen.

— Kathey
Kathey

Eine großartige Familiengeschichte rund um eine Kaffeedynastie. Lebendige Charaktere, packender Erzählstil und hervorragend recherchiert.

— tinstamp
tinstamp

Wunderschöner Roman über das Leben und die Liebe vor dem HIntergrund zweier Weltkriege

— Irve
Irve

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  • Mandeljahre

    Mandeljahre
    Engelchen07

    Engelchen07

    10. April 2017 um 18:04

    Katharina erbt ein Haus, von dem sie nicht mal wußte, daß es im Besitz ihrer Familie ist. Ihr geschäftstüchtiger Ehemann will das Haus so schnell wie möglich loswerden um den Gewinn einzufahren. Als Katharina anfängt das Haus zu entrümpeln stößt sie auf Gegenstände aus der Historie des Hauses und Fotoalben. Damit taucht Katharina ab in die Vergangenheit ihrer Familie. Dort gab es Marie, eine starke und selbstbewußte Frau die aus guter Erziehung heraus den Kaffeeröster-Erfinder und Bekannten der Familie heiratet um die eigene Familie vor dem Ruin zu retten. Mir hat die Geschichte über Marie sehr gut gefallen. Eigentlich lese ich nicht so gerne Geschichten bzw. Romane, die in der Kriegszeit spielen, aber dieses Buch konnte ich nicht aus den Händen legen. Mir war Marie sofort sympathisch und man konnte sich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen. Als ich das Buch in der Hand hatte, habe ich mir vorgestellt, dass man schön in beiden Zeitzonen hin- und herspringt, doch dem war nicht so. Am Anfang war ich etwas enttäuscht, dass es nicht so ist, aber zum Lesen war es natürlich viel einfacher und angenehmer, als immer diese Zeitsprünge zu machen. Schönes Buch und noch schöner und bewegender als ich erfahren habe, dass es tatsächlich auch ein Stückchen Wahrheit aus dem Leben der Autorin ist. Das hat mir besonders gut gefallen, dass der Rahmen die Geschichte der Familie ist.

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  • Erholung und politische Gespräche im Mandelbaumgarten

    Mandeljahre
    talisha

    talisha

    17. October 2015 um 14:58

    Die schönen Cover von Katrin Tempels Büchern passen jeweils sehr gut zum Titel - und hier, im Gegensatz zu "Holunderliebe" , auch perfekt zum Inhalt. Die Autorin wurde durch die Verwandtschaft ihres Mannes, die die Quieta-Fabrik gründeten, zum vorliegenden Buch inspiriert. Hier auf SWR gibts einen schönen Bericht zum Buch und zur Kaffeegeschichte in Bad Dürkheim.  In die "Mandeljahre" werden wir in den Zeitraum von 1907 bis 1945 versetzt. Marie von Rabenhorst heiratet Carl, einen Drogisten und lebt fortan in Bad Dürkheim. Beide Seiten profitieren von der Hochzeit, Carl hat eine adlige Ehefrau und Maries Familie kommt dadurch wieder zu Wohlstand.  Maries vorsichtiger Bruder Otto arbeitet bei Carl in der Drogerie mit. Die beiden Männer entwickeln sie den Getreidekaffee Quieta. Marie würde sich gerne mit einbringen ins Geschäft und auch mit Carl über Politik diskutieren, aber er lässt das nicht zu. Die anfangs naive Marie denkt, dass diese Heirat ihr Lebenssinn sei und es sich ihrem Stand gemäss gehört, den Erstbesten zu heiraten. Erst viel später merkt sie, dass das nicht so sein müsste. Carl lebt auf Kosten von anderen. Er ist besitzergreifend und will immer mehr und immer das Neueste, ohne Rücksicht auf Verluste und stets auf Kosten der Arbeiter. Er liebt wohl nur sich selbst - und seinen Sohn, der ganz nach seinem Vater kommt.   Wie gut tut es in dieser Situation Marie, als sie den Weinkommissär Jacob Schneider kennenlernt. Er arbeitet für seine Eltern, aber viel lieber ist er in seinem kleinen Haus, umgeben von Mandelbäumen. Marie liebt ihre Spaziergänge, die sie zu ihm führen und mag auch die vielen Gespräche, in denen Jacob Marie von der Welt, der Politik und seinen Gedanken dazu erzählt. Sie fühlt sich erstmals ernstgenommen. Doch schon bald beginnt der Krieg und die Männer müssen an die Front...   Wahrscheinlich hätte ich mir das Buch nicht gekauft, wenn der Klappentext nur von Marie und der Zeit in der sie liebte - Kriege noch und nöcher - gehandelt hätte. Für mich sind solche Kriegsgeschichten und vor allem die Nazizeit sehr bedrückend und die mag ich nur lesen, wenn die Rahmenhandlung stimmt. Meist lockert die Rahmenhandlung die tragischen Beschreibungen der Kriegszeiten auf, aber wenn das Buch ausschliesslich in der Kriegszeit spielt und die auch Thema ist, ist das Lesevergnügen ermattend. Aber ich hatte das Buch ja nun mal und war mittendrin im Lesen und war anfangs noch gespannt, ob man mehr von Katharina lesen wird. Was leider nicht der Fall war. So blieb mir fast nichts anderes übrig als am Ball zu bleiben mit der doch sehr bedrückenden Geschichte. Die Alternative wäre ein Leseabbruch gewesen, aber ich war dann doch gespannt wie sich schlussendlich alles mit der Gegenwart vereinbaren liess.  Und die Geschichte rund um die Kaffeefabrik Quieta war sehr interessant. Gerade auch zu erfahren, wie man mit der Produktion die Kriegszeiten überstand und wann und wieso die Idee der ersten Wertmarken aufkam. Ebenso wusste ich nicht, weshalb die Weinstrasse "erfunden" wurde und auch nicht, dass die Gegend bekannt ist für seine vielen Mandelbäume.  Als Leser bekommt man viel Wissenswertes mit, das hat mir sehr gut gefallen. Der Roman ist sehr stimmig und spannend. Gerade in Kriegszeiten weiss man  ja nie, wer den Krieg überlebt und wer nicht. Oft litt ich mit Marie mit, wenn Carl oder Max mal wieder ausflippten oder als Marie jemanden im Keller verstecken musste und Gefahr lief entdeckt zu werden. Auch Maries stetige Angst, dass das Geheimnis ihrer Zwillingsmädchen aufflog, war ansteckend. Aber ich genoss es auch, wenn es Marie im Mandelbaum-Garten gut ging und sie die Mandelblüte genoss.  "Holunderliebe" von derselben Autorin hat mir dennoch besser gefallen, was die Verbindung der Gegenwarts- mit der Vergangenheitsgeschichte betrifft. Denn hier in "Mandeljahre" ist die extrem kurze Gegenwartsgeschichte nur ein Auftakt und Schlusspunkt der Vergangenheitsgeschichte. Katharina, von der im Klappentext die Rede ist, ist nur "Prolog und Epilog", man kann nicht mal von Rahmenhandlung reden. Sie findet beim Räumen der Villa Fotos und wie man ganz am Schluss des Buches erfährt, rekonstruiert sie daraus die Familiengeschichte. Für mich hätte es diese Umrandung mit Katharina nicht gebraucht - sie hat mich sogar gestört, denn ich rechnete aufgrund der Buchbeschreibung zumindest mit einer vollständigen Gegenwartsgeschichte, und somit mit einer sich am Schluss verbindenden Geschichte. Fazit: Eine gut geschriebene und sehr stimmige Geschichte, die über einen Zeitraum von über 30 Jahre Marie und ihre Kaffeefabrik in Bad Dürkheim begleitet. Einen halben Punkt Abzug für das "falsche Anpreisen" auf dem Klappentext ergeben 3.5 Punkte.

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  • Leserunde zu "Mandeljahre" von Katrin Tempel

    Mandeljahre
    KatrinTempel

    KatrinTempel

    Hallo, Ihr Lieben! Mein neues Buch "Mandeljahre" ist seit knapp drei Wochen auf dem Markt. Ich habe mich dabei an eine echte Familiengeschichte gewagt: Ich erzähle von den Kaffeebaronen einer Pfälzer Stadt, die von 1907 bis 1945 einen enormen Aufstieg und die völlige Pleite erlebt haben. Meine Hauptfigur Marie muss den Besitzer einer Kaffeefabrik heiraten, um ihre Familie vor dem Ruin zu retten - liebt aber in Wirklichkeit einen anderen Mann... Auf das Thema zu diesem Buch bin ich über meinen Mann gekommen: Er ist der Enkel einer der Kaffeefabrik-Besitzer und in unserem (großen!) Keller haben wir alte Filme und Bilder gefunden... Wer sich mehr informieren will: Auf meiner neuen Webpage www.katrin-tempel.de habe ich einiges geschrieben (und es kommt immer mehr dazu). Der Piper Verlag stellt 15 Bücher zur Verfügung und ich freue mich über viele Bewerbungen zu meiner Leserunde. Und noch mehr auf die Leserunde selbst! Wie immer nehme ich an der Leserunde teil und werde gerne Fragen beantworten oder über Inhalte diskutieren... Schon jetzt viel Spaß und eine lebhafte Leserunde wünscht Katrin Tempel

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    • 214
  • Nicht nur eine Familiengeschichte

    Mandeljahre
    mabuerele

    mabuerele

    27. June 2015 um 15:37

    Nach dem Tode ihrer Mutter erfährt Katharina, dass sie nun Erbin eines Hauses in Bad Dürkheim ist. Zusammen mit ihrem Mann fährt sie in den Ort. Während Julius, ihr Mann und Immobilienhändler, nur an einem schnellen Verkauf des Hauses interessiert ist, möchte Katharina in Ruhe die Hinterlassenschaft ihrer Familie sichten. Nach dem Prolog wechselt die Geschichte in das Jahr 1907. Die 19jährige Marie von Rabenhorst und ihr ältere Bruder Otto sind auf den Weg in die Kurstadt Bad Dürkheim. Die Adelsfamilie lebt von den letzten finanziellen Reserven. Deshalb soll Marie den Drogisten Carl Hauer heiraten. Der junge Mann ist früher im Hause von Rabenhorst oft Gast gewesen. Die Autorin hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Man könnte ihn im ersten Moment als Familiengeschichte bezeichnen, doch das wird seiner Vielfalt nicht gerecht. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dafür sorgen schon die gut charakterisierten Protagonisten. Carl Hauer ist ein Mann mit Ideen und Tatkraft. Er ist aber auch ein Machtmensch. Marie und ihre adlige Herkunft dienen ihm als Aushängeschild und Sprungbrett in die bessere Gesellschaft. Expandieren ist Pflicht. Sein Kaffeeimperium soll das Größte und Bekannteste werden. Mahnungen und Kritik wischt er bestenfalls mit einer Handbewegung zur Seite. Otto, Maries Bruder, ist vorsichtig in seinem Tun und Handeln. Auch er ist einem guten Lebensstil nicht abgeneigt, hat aber einen offenen Blick für Gefahren. Marie, die im Mittelpunkt der Geschichte steht, ist dazu erzogen, ihr persönlichen Glück dem Wohle der Familie unterzuordnen. Kein Makel darf nach außen dringen. Als sie den Mann trifft, der ihr zeigt, dass sie als Frau mehr ist als eine nützliche Staffage, bleiben ihr nur heimliche gestohlene Stunden. Während Carl zunehmend unterwegs ist, um neue Märkte zu erschließen und weitere Werke zu eröffnen, wahrt Marie in Bad Dürkheim den schönen Schein und kümmert sich um die Erziehung der Kinder. Politische Äußerungen stehen ihr als Frau in der Öffentlichkeit nicht zu, das macht ihr Carl schnell klar. Die Familiengeschichte ist geschickt eingebettet in die konkrete historische Situation. Erster Weltkrieg, französische Besetzung und zweiter Weltkrieg sind wichtige Stationen, die nicht nur Bad Dürkheim, sondern auch das Leben der Familie erschüttern. Sehr gut wird herausgearbeitet, dass die Euphorie, mit der die Männer freiwillig in den Krieg ziehen, schnell weicht. Was bleibt, ist eine traumatisiert Generation. Die sieht ihre zweite Chance mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus. Dass Überheblichkeit und wirtschaftliches Verständnis zwei völlig verschiedene Seiten einer Medaille sind, bekommen die Weinbauern bitter zu spüren. Mit der Vertreibung der jüdischen Weinkommissionäre fallen die Absatzmärkte weg. Der Schriftstil des Buches ist angenehm lesbar. Detailgenau werden Land und Leute dargestellt. Dazu findet die Autorin treffende Adjektive und überzeugende Metapher. Maries innerer Konflikt zwischen Pflicht und persönlichem Lebensglück wird gekonnt thematisiert und sprachlich gut dargestellt. Ausgereifte Dialoge sorgen für Abwechslung und machen gleichzeitig konträre Standpunkte deutlich. Die Wiedergabe von Emotionen wird nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten anschaulich. In erster Linie fallen mir dabei Carls Kälte und Unrast ein. Erst auf den letzten Seiten des Buches begegne ich als Leser Katharina aus dem Prolog wieder. Sie wird aus der Geschichte ihrer Familie Konsequenzen für ihr eigenes Leben ziehen. Im Nachwort informiert die Autorin über Realität und Fiktion in ihrem Roman, der ein Stück persönlicher Familiengeschichte aufarbeitet. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Das lag nicht nur an den hohen Spannungsbogen und der sympathischen Protagonistin, sondern auch an dem gelungenen Zusammenspiel von historischen Gegebenheiten und familiären Entwicklungen.

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  • Eine Kaffeerösterei in Bad Dürkheim

    Mandeljahre
    Pucki60

    Pucki60

    Der Prolog beginnt damit, dass Katharina das leerstehende Elternhaus ihrer Großmutter in Bad Dürkheim erbt. Sie fährt mit ihrem Mann dorthin um das Haus zu entrümpeln. Während ihr Mann die ganze Einrichtung und sämtliches Inventar schnellstens in den Müll befördern möchte, stolpert Katharina über ein altes Kaffeeservices und Fotoalben und beginnt die Geschichte ihrer Ururgroßmutter Marie zu rekonstruieren. Marie kommt 1907 mit ihrem Bruder nach Bad Dürkheim und soll dort einen Freund aus Kindertagen heiraten um ihre verarmte Adelsfamilie vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Dies gelingt auch in dem Marie den erfindungsreichen Drogisten Carl Hauer heiratet. Carl baut eine gut gehende Kaffeerösterei auf, gibt das verdiente Geld mit vollen Händen wieder aus und spart nichts. Marie sieht ihre Pflicht darin, die Wünsche ihrer Familie zu erfüllen und ordnet sich ihrem herrschsüchtigen Ehemann unter. Bei einem Spaziergang in den Weinbergen lernt sie den Juden Jacob kennen und lieben. Das Glück ihrer Familie ist ihr jedoch wichtiger als ihr eigenes und so bleiben ihr nur kurze Momente mit Jacob. Maries Geschichte wird von 1907 bis 1945 erzählt und die geschichtliche Entwicklung während dieser Zeit wird sehr gut geschildert. Zum einen wird sehr gut dargestellt, wie die Nationalsozialisten einen derartigen Zuspruch bekamen, andererseits werden ihre grauenhaften Taten geschildert und auch die Entbehrungen während der 2 Weltkriege. Marie entwickelt sich von einem jungen unterwürfigen Mädchen zu einer selbstbewussten mutigen Frau. Beim Lesen des Buches hatte ich das Gefühl, hautnah dabei zu sein und alles mit zu erleben. Die Autorin erzählt die Familiengeschichte ihres Mannes und es hätte alles so sein können. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen.

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    • 6
  • Mandeln und Kaffee

    Mandeljahre
    Estrelas

    Estrelas

    10. May 2015 um 18:44

    Marie heiratet, zur finanziellen Absicherung ihrer Familie, den Besitzer einer Kaffeefabrik. "Mandeljahre" schildert ihr Leben zwischen 1907 und 1945 in einer Pfälzer Stadt - zwischen Mandelbauer und Kaffeeunternehmer. Die Autorin hat eine persönliche Familiengeschichte sorgfältig recherchiert und sorgt mit dem Bezug auf historische Begebenheiten für Authentizität der Geschichte. So spielen neben der Kaffeeproduktion die Weltkriege und die französische Besatzung der Gegend eine Rolle. Das Buch ist gut geschrieben, die Handlung plausibel, und doch konnte ich keine rechte Verbindung zur Heldin aufbauen. Auch hätte ich mir gewünscht, dass die in der Gegenwart spielende Rahmenhandlung mehr eingebunden worden wäre, um die Verbindung zwischen den Generationen klarer aufzuzeigen.

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  • Rezension "Mandeljahre"

    Mandeljahre
    Kathey

    Kathey

    10. May 2015 um 13:02

    Klappentext: Dort, wo die Mandelbäume blühen ... Als Katharina die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße entrümpelt, findet sie Fotoalben und Erinnerungsstücke ihrer Urgroßmutter Marie. Die lebenslustige Ehefrau eines gnadenlosen Großunternehmers erlebte den Aufstieg und Fall einer deutschen Kaffeeröster-Dynastie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts – und sie verheimlichte ihre wahren Gefühle für den Mann, den sie nicht lieben durfte. Aufbau: Der Prolog und der Epilog wird aus der Sicht von Katharina geschildert. Die Hauptgeschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Marie geschildert. Die Geschichte wird dabei in chronologischer Reihenfolge geschildert und es liest sich wie eine Art Biografie.Dabei wird glücklicher Weise nicht jeder Monat oder Tag erwähnt. Es werden nur für die Geschichte wichtige Ereignisse geschildert und man altert langsam mit Marie mit. Gestaltung: Das Cover ist einfach nur wunderschön und hat auch einen Platz in meinem Bücherregal bekommen, damit man das Cover sieht und nicht nur den Buchrücken.Ich finde, dass das Cover auf der einen Seite passend zum Buch aber auf der anderen Seite irgendwie nicht. Man erfährt in dem Buch viel über die Weltkriege und da passt einfach ein locker leichtes sommerliches Cover nicht zu 100% finde ich. Charaktere: Die Charaktere waren einfach nur toll. Marie war authentisch. Anfangs war sie jung und teilweise sehr naiv in ihrer Handlung. Im Laufe des Romans ist sie gealtert. Hat sich sehr der Gesellschaft angepasst, war aber nicht mehr so naiv sondern sehr erwachsen.Die anderen Charaktere waren in ihren Rollen sehr überzeugend und es gab meiner Meinung nach keine Fehler in der Erzählung. (Wenn es welche gab, dann habe ich sie nicht bemerkt.)Man konnte in dieser Geschichte sehr gut mit den Charakteren mit altern. Aber das im positiven Sinne. Man konnte sehen wie die Kinder aufwachsen und sich entwickeln und diese Ideen dahinter waren wirklich klasse. Ende: Das Ende war sehr nachvollziehbar. Aber damit hätte ich so nicht gerechnet. Das Ende stimmt mich sehr glücklich. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. :) Fazit: Insgesamt echt ein klasse Buch. Das war mein erster historischer Roman und ich hatte immer Angst davor. Ich dachte es würde mir gar nicht gefallen und ich fände es langweilig. Aber es war einfach nur toll.Ich fand, dass das Buch echt spannend war obwohl es ja eigentlich 'nur' ein Roman ist. Ich wollte immer weiter lesen und wissen was passiert.Auch die Darstellungen von den Weltkriegen. Einfach WOW. Ich habe mich gefühlt, als ob ich dabei wäre. Ich habe sogar von Krieg geträumt und das will definitiv schon was heißen.Die Charaktere waren top. Das Ende war top. Die Idee ist top umgesetzt. Der Schreibstil war top. Ich komme gar nicht mehr aus dem schwärmen heraus! :)

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  • *+* Wunderschöner Roman über das Leben und die Liebe vor dem HIntergrund zweier Weltkriege *+*

    Mandeljahre
    Irve

    Irve

    30. April 2015 um 20:03

    Die Original-Rezi sowie mehr rund ums Buch findet ihr auf meinem Blog Liebe Lesefreunde, . Ich liebe Mandeln und so ist es kein Wunder, dass ich an diesem Cover hängenblieb. Eine Schale dieser Früchte vor einem zarten, leichten Hintergrund. Schlicht, aber dennoch wunderschön für mich. . Auch der Rückentext des Romans sagte mir sehr zu: „Dort, wo die Mandelbäume blühen … Als Katharina die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße entrümpelt, findet sie Fotoalben und Erinnerungsstücke ihrer Urgroßmutter Marie. Die lebenslustige Ehefrau eines gnadenlosen Großunternehmers erlebte den Aufstieg und Fall einer deutschen Kaffeeröster-Dynastie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts – und sie verheimlichte ihre wahren Gefühle für den Mann, den sie nicht lieben durfte.“ . Die eigentliche Geschichte ist in eine kleine Rahmenhandlung, gebildet von Prolog und Epilog, eingebettet. Katharina und ihr Mann nehmen sich ein paar Tage frei, um Katharinas Erbe zu sichten und zu entrümpeln. Schließlich soll die Jugendstilvilla möglichst schnell verkauft werden. Aus möglichst schnell wird jedoch nichts, denn das Gemäuer birgt so manche Überraschung und gibt Katharina tiefe Einblicke in das Leben ihrer Uroma Marie. So kommt es, dass sie sich nach kurzer Zeit alleine ihrem Erbe stellt und die umfangreichen Erinnerungen und Aufzeichnungen durchsieht. So kann die junge Frau schließlich einen Großteil des Lebens ihrer Urgroßmutter rekonstruieren und die Autorin lässt den Leser an diesem bemerkenswerten Leben teilhaben, indem sie Maries Geschichte von 1907 an, als sie 19 Jahre alt war und kurz vor ihrer Verlobung stand, bis 1945, nach Kriegsende, erzählt. . Nebenbei flicht Katrin Tempel sehr geschickt und im Umfang angemessen die Geschichte Deutschlands inklusive der beiden Weltkriege ein. . Marie von Rabenhorsts Familie steht kurz vor dem Ruin. So springt die junge Frau, die zeit ihres Lebens dazu erzogen wurde, gehorsam zu sein, in die Bresche. Sie heiratet den besten Freund ihres Bruders. Dieser ist ein kluger Kopf, der seine Ideen zu vermarkten weiß und schon bald kann sie samt ihrer gesamten Familie wieder im Luxus schwelgen. Jedoch ist der Preis, den sie dafür zu zahlen hat, sehr hoch. Alle gewinnen dabei, nur sie selbst verliert. Marie erträgt ihr Schicksal dennoch tapfer und findet Mittel und Wege, ihr Leben erträglicher zu machen. . Katrin Tempel schildert Maries Geschichte über einen Zeitraum von 38 Jahren. Sie erzählt chronologisch, wenn auch nicht gleichmäßig, sondern macht klug gewählte Zeitsprünge, in denen man nur die markanten Stationen im Leben der Frau erlebt. So werden Längen jeglicher Art vermieden, man erfährt jedoch das, was man wissen muss, um die Entwicklung der Charaktere und der Romanhandlung gut nachvollziehen zu können. Es war schön, sämtliche Höhen, Tiefen und Wendepunkte mitzuerleben. . Der Roman besticht zudem durch einen lebendigen Schreibstil. Ich war gleich mittendrin in der Geschichte, sowohl in der Rahmenhandlung als auch in der eigentlichen Erzählung. . Die Charaktere sind allesamt sehr ausdrucksstark geschaffen. Ob es sich nun um die weibliche Hauptfigur Marie, oder auch nur kleinere Nebenfiguren handelt, sie besaßen alle eine große Tiefe, wirkten echt und authentisch. Dadurch fiel es mir leicht, Sympathien zu entwickeln. Von einigen Charakteren distanzierte ich mich hingegen recht schnell. . Vor diesem emotionalen Hintergrund habe ich mitgelitten, gehofft, geweint, manchmal auch große Freude empfunden – stellenweise sehr intensiv. . Mandeljahre ist für mich ganz großes Kino! Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Ich hoffte auf eine nette Familiengeschichte vor dem Hintergrund zweier Kriege und bekam einen Roman de luxe. . Für mich passte alles, Plot, Charaktere, Schreibstil, Lesestimmung waren perfekt aufeinander abgestimmt und sowohl Titel als auch Cover passen perfekt zur Geschichte. . Ich konnte oft ganz tief eintauchen, war still versunken in das Buch – die Taschentücher immer zur Hand, denn oft haben mich die Schilderungen sehr berührt. Manchmal wäre ich sehr gerne in die Geschichte gesprungen, um Marie zu trösten oder zu helfen, ich mochte sie sehr. Ebenso ihre Urenkelin Katharina. Auch sie hat ihren ganz persönlichen Lebensweg gefunden, nachdem sie ihre Uroma kennenlernen durfte. . Mit Mandeljahre habe ich ein Juwel am Firmament des Bücherhimmels entdeckt. Die Geschichte an sich, der Stil, die Stimmung, die sich während des Lesens in mir breitmachte, das alles hat mich sehr für das Buch eingenommen. Der Roman trägt als „I“-Tüpfelchen teils biografische Züge aus der Familiengeschichte des Mannes der Autorin, denn die Kaffeewerke, um die es sich im Roman dreht, gab es wirklich. Ebenso viele der Charaktere, die jedoch von der Autorin für „Mandeljahre“ umbenannt wurden. . „Die geschichtlichen Fakten und Ereignisse wurden für diesen Roman so sorgfältig recherchiert, wie es mir irgend möglich war. Die beiden Weltkriege, Besatzung und Befreiung und auch die Gründung der Weinstraße – das alles ist historisch korrekt…..natürlich habe ich für die Romanhandlung einiges hinzuerfunden“ (Zitat der Autorin aus ihrem Buch). . Info zum Buch: „Mandeljahre“ von Katrin Zempel ist im Februar 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-492-30497-9 im Piper-Verlag eschienen. Der Roman umfasst 448 Seiten und ist auch als Ebook erhältlich. Quelle: http://www.piper.de/buecher/mandeljahre-isbn-978-3-492-30497-9 . Info zur Autorin: Katrin Tempel wurde in Düsseldorf geboren und wuchs in München auf. Nach ihrem Geschichtsstudium arbeitete sie als Journalistin, heute ist sie Chefredakteurin der Zeitschrift »LandIdee«. Außerdem schreibt sie Drehbücher (unter anderem den historischen ZDF-Zweiteiler »Dr. Hope«) und Romane. Mit »Holunderliebe« und »Mandeljahre« gelangen ihr große Publikumserfolge. Unter dem Namen Emma Temple veröffentlicht sie bei Piper weitere Romane, zuletzt »Die Nebel von Connemara«. Sie lebt mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter in Bad Dürkheim an der Weinstraße. Quelle: http://www.piper.de/autoren/katrin-tempel-2537 Die Original-Rezi sowie mehr rund ums Buch findet ihr auf meinem Blog

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  • Mandeljahre

    Mandeljahre
    lissi91

    lissi91

    30. April 2015 um 16:09

    Katharina erbt eine alte Jugendstilvilla in Bad Dürkheim. Auf der Suche nach Informationen zu ihren Wurzeln, durchsucht und entrümpelt sie alle Räume und entdeckt Fotoalben aus der Zeit der Weltkriege. Ihre Urgroßmutter Marie heiratete einen Mann aus gutem Hause und konnte somit ihren Bruder und dessen Familie in Bad Dürkheim unterbringen. Ihr Mann ist ein erfolgreicher Geschäftsmann der eine Kaffee-Rösterei führt und erweitert. Für das private Leben ist allerdings wenig Zeit und auch die Annäherungen ihres Mannes Carl sind ihr zuwider. Als das erste Kind geboren wurde und dazu auch noch ein Junge, hat Marie das Gefühl ihre Pflicht als Ehefrau erfüllt zu haben. Während eines Festes lernt sie den jüdischen Weinkommisionar Jacob kennen, der ein kleines Häuschen auf einem Mandelbaumhain hat. Gerne entflüchtet sie dem Alltag dorthin und versteht sich blendend mit Jacob. Es entwickelt sich eine Liebesbeziehung die noch viele glückliche Momente, Schwierigkeiten und Spannungen nach sich zieht. Marie entwickelt sich im Laufe des Buches zu einer gestandenen Frau, die sich nicht auf das Geld ihres Mannes verlässt und sich nicht unterkriegen lässt. Ich ging ohne Erwartungen an dieses Buch heran und war hin und weg! Es war durchweg spannend, man hatte die Charaktere gut vor Augen und Marie und Jacob waren beide sehr sympathisch. Man konnte Maries Situation und Unmut bestens nachvollziehen und auch wie verzwickt die ganze Situation war. Ich finde es sehr gut dass dieses Buch über die beiden Weltkriege hinweg erzählt und viele Themen aus der damaligen Zeit mit einbindet. Was für mich nicht zwingend in die Geschichte musste, ist der Anfang und der Epilog mit Katharina. Die Geschichte hätte auch gleich direkt mit Marie einen wunderbaren Einstieg gehabt.

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  • Süß und bitter - wie das Leben

    Mandeljahre
    tinstamp

    tinstamp

    29. April 2015 um 16:43

    "Mandeljahre" von Katrin Tempel entführt uns in die Zeit kurz nach der Jahrhundertwende bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und enthält autobiografischen Grundlagen, was ich besonders interessant fand.Im Prolog und auch am Ende der Geschichte befinden wir uns allerdings in der Gegenwart, im Jahre 2015, und lernen Katharina kennen. Sie hat in Bad Dürkheim eine alte Jugendstilvilla geerbt. Während ihr Ehemann, ein Makler, bereits errechnet, wie viel er für das Haus verlangen kann, findet Katharina alte Fotoalben und Erinnerungsstücke. Die Erbschaft kam für sie total unerwartet, denn diese Seite ihrer Familie ist ihr gänzlich unbekannt. Katharina beginnt nachzuforschen und entdeckt Interessantes...... Ihre Großmutter Marie, geborene von Rabenhorst, ist die Tochter eines verarmten Adelsgeschlechts aus Dresden. Durch die Heirat mit dem aufstrebenden Industriellen Carl Hauser, einem Jugendfreund ihres Bruders Otto, soll sie ihre Familie vom drohenden Ruin retten. Otto wird Geschäftspartner in Carls Drogerie und Marie seine Frau. Sie beugt sich, wie damals üblich, den Wünschen ihres Mannes, während dieser durch die Herstellung eines neuen Ersatzkaffees, den "Quieta Kaffee", zu Reichtum kommt. Carl liebt das Geld und die Macht, doch Marie langweilt sich trotz des Wohlstandes. Auch der sehnlich erwünschte Erbe lässt auf sich warten. Erst als Marie bei einem Spaziergang im Mandelhain den jüdischen Weinkommissionär Jacob trifft, lernt auch sie die Liebe kennen. Die Figuren wurden meiner Meinung nach treffend und facettenreich beschrieben. Marie ist anfangs eine schüchterne junge Frau, die sich zuerst den Wünschen ihres Vaters und danach denen ihres Ehemannes und Bruders beugt. Doch im Laufe der Jahre entwickelt sie sich zu einer starken Frau, der zwar die Familie über alles geht, die aber auch für sich selbst Vorteile nutzen kann. Sie wirkt dadurch nicht unsympathisch - im Gegenteil - doch sie versucht das Beste aus ihrer Lage zu machen. Sie zeigt wesentlich mehr Rückgrat als ihr Bruder und verurteilt niemand nach Herkunft oder Glauben. Gerade ihren Mitmenschen gegenüber zeigt sie Mitgefühl und durch ihre kluge Art wird sie geschätzt. Carl ist ein Egoist durch und durch, der das gute Leben und den Luxus genießt. Er will immer das Beste und das Neuerste, doch er ist auch ein Tüftler und Erfinder, der immer wieder Neues erschaffen will. Die Liebe kommt bei Carl und Marie zu kurz und so finden beide woanders das, was sie sich nicht geben können. Die faszinierende Familiengeschichte einer Kaffeedynastie und deren Aufschwung begleitet den Leser über die Zeit von zwei Weltkriegen und jahrelanger französischer Besatzung. Die geschichtlichen Fakten und Ereignisse wurden sehr sorgfältig recherchiert. Bad Dürkheim und die Bewohner, sowie die wunderschöne Landschaft wird sehr bildhaft beschrieben. Auch die Not und die Entbehrungen während der Kriegszeit und der Judenhass während des zweiten Weltkrieges kommen hier nicht zu kurz. In dieser Geschichte wird nichts beschönigt und trotzdem liebt und leidet man Marie mit. Katrin Tempel hat sich hier mit einem Teil der Familiengeschichte ihres Mannes auseinandergesetzt und sehr viel recherchiert. Dazu fließt noch jede Menge ihrer eigenen Fantasie mit ein und fertig war ein wunderbarer Familienroman, der mich gepackt und großartig unterhalten hat. Im Nachwort erzählt uns die Autorin noch welcher Teil der Geschichte Wahrheit ist und was ihrer eigenen Fantasie entspringt. Schreibstil: Der Erzählstil der Autorin ist großartig und hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Flüssig und sehr lebendig beschreibt die Autorin die Landschaft und die geschichtlichen Begebenheiten. Die Charaktere sind sehr lebendig, haben Ecken und Kanten. Keiner davon ist nur schwarz-weiß gezeichnet, sondern hat eben mehr oder weniger gute oder schlechte Seiten. Cover: Wunderschön! Frühlingshaft mit den Mandelblüten, angenehme Farben und es macht einfach Lust auf dieses Buch. Fazit: Eine großartige Familiengeschichte rund um eine Kaffeedynastie während zwei Weltkriegen. Lebendige Charaktere, packender Erzählstil und hervorragend recherchiert. Ein Buch, das mich gepackt und großartig unterhalten hat! Meine Leseempfehlung!

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  • Faszinierende Familiengeschichte einer Kaffee Dynastie vor dem Hintergrund der 2 Weltkriege

    Mandeljahre
    sabrinchen

    sabrinchen

    28. April 2015 um 02:56

    Katrin Tempel hat hier eine faszinierende Familiengeschichte um den industriellen Aufschwung einer Kaffeedynastie erschaffen. Besonders interessant fand ich das persönliche Wurzeln mit eingeflossen sind. Zuallererst möchte ich auf das Cover eingehen das ich total schön , stimmig und romantisch finde. Der Buchtitel ist passend gewählt und erklärt sich in der Geschichte. Durch den angenehmen Schreibstil mit authentischer Erzählweise konnte ich mich gut aus dem Alltag zurückziehen, in die Geschichte eintauchen und mitfühlen. Auch den Zeitraum der Handlung von 1907 -1945 finde ich spannend und gut beleuchtet. Vor dem Hintergrund der 2 deutschen Weltkriege begleiten wir Anna die mit einem Kaffeemagnaten verheiratet ist.  Die Protagonistin ist am Anfang eine naive junge Frau die an ihren Aufgaben wächst und Situationen einschätzen lernt. Annas Leben und Liebe wird farbig beschrieben und auch über die Kriegszeit authentisch und glaubhaft umgesetzt. Tolle Ortsbeschreibungen von Bad Dürkheim und Umgebung haben mich neugierig auf einen Besuch dort gemacht. Was mir zusätzlich sehr gut gefallen hat, waren die Hintergrundinfos zur Mandelfrucht. Ich liebe Mandeln und Marzipan, habe mich aber noch nie näher damit auseinandergesetzt. Für mich ist Mandeljahre eine interessante  Liebesgeschichte mit historischen Hintergrund. Absolut zu empfehlen für geschichtsinteressierte Leser. Es wird viel in dieser Geschichte verpackt ohne überladen zu werden. Die Weltkriege waren zu der Zeit in der die Handlung spielt, stehen aber nicht im Vordergrund und sind nur für den Wandel der Lebenssituationen bezeichnend. Toll umgesetzt und verdient 5 Sterne von mir.

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  • Mandeljahre - Familiengeschichte pur

    Mandeljahre
    Lese_gerne

    Lese_gerne

    27. April 2015 um 14:41

    Da ich von Katrin Tempel schon das Buch „Holunderliebe“ und auch ihre Bücher unter ihrem Pseudonym kenne war ich schon sehr auf das Buch „Mandeljahre“ gespannt. Ich bin jetzt noch ganz begeistert von diesem tollen Buch, das mir viele schöne Lesestunden beschert hat. ************************ Katharina erbt von ihrer Mutter eine Villa in Bad Dürkheim. Als sie zusammen mit ihrem Mann den Keller entrümpeln möchte stoßt sie auf Fotoalben und ein Rosenthal Geschirr mit der Aufschrift Quieta-Rosenthal. Sie weiß, dass ihre Vorfahren in Bad Dürkheim eine Kaffeefabrik mit Namen Quieta hatten. An Hand des Fotoalbums erfährt Katharina mehr über ihre Uroma Marie und ihre Liebe, die sie verheimlichen musste. 1907: Marie von Rabenhorst aus Dresden soll Carl Hauer aus Bad Dürkheim heiraten um ihre Familie aus dem finanziellen Ruin zu retten. Durch Maries adlige Herkunft werden dem Kaffeefabrikbesitzer Carl Zutritt zu den besten Kreisen gesichert. Auf einem Spaziergang im Mandelhain begegnet sie Jacob. In Jacob findet Marie eine vertrauenswürdige Person, die so ganz anders als Carl ist. Doch dann kommt der erste Weltkrieg. **************************** Im Buch ist Katharina eher die Nebenperson. Hauptsächlich handelt die Geschichte von den Jahren 1907 – 1945 und das Leben von Marie Hauer. Mich hat es nicht gestört, dass dieses Buch - wie meistens - nicht zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her wechselt, sondern das Jahr 2015 nur im Prolog und Epilog erwähnt wird. Also über Katharina wird man nur am Rande was erfahren. Katrin Tempel hat im Buch die eigene Familiengeschichte ihres Mannes und dem Haus, in dem sie wohnen, verwoben. Besonders das hat mir gut gefallen, dass an dieser Geschichte viele wahre Dinge erwähnt werden. Die Vorfahren ihres Mannes hatten eine Kaffeefabrik in Bad Dürkheim und durch Zufall haben sie im Keller Filmrollen entdeckt und diese digitalisieren lassen. So kam die Autorin auf die Idee in ihrem nächsten Buch eine eigene Familiengeschichte einzubauen. Was ihr sehr gut gelungen ist. ************************** Genauso wie „Holunderliebe“ hat mich dieses Buch restlos begeistert. Ich kann es nur weiterempfehlen. Am 1. März 2016 erscheint von Katrin Tempel das Buch "Rosmarinträume" auch im Piper Verlag. Dieses Datum werde ich mir vormerken.

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  • Mandelblüte in der Pfalz

    Mandeljahre
    Schnuck59

    Schnuck59

    22. April 2015 um 17:07

    In ihren Roman „Mandeljahre“ hat Katrin Tempel die Geschichte der Fabrikantenfamilie ihres Mannes eingearbeitet. Einzelheiten rund um deren Dürkheimer Kaffeefabrik Qiueta werden mit der gesellschaftlichen und politischen Situationen in der Zeit von 1907 bis 1945 verknüpft. Der Unterhaltungsroman entsteht durch die eingearbeitete Liebesgeschichte. Prolog und Epilog bilden die Rahmenhandlung zur eigentlichen Geschichte. Im Prolog entrümpelt die Kinderbuchillustratorin Katharina die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße in Bad Dürkheim. Wer hat in diesem Haus gelebt, geliebt und gestritten, Kinder geboren oder ist dort gestorben? Die „Mandeljahre“ handeln von Vernunftehe, gesellschaftlichen Zwängen, verbotener Liebe und der Zeit um zwei Weltkriege. Im Epilog wird die weitere Lebensplanung von Katharina herausgestellt. Sie will nicht so lange auf ihr Glück warten wie ihre Großmutter. Das Nachwort hat mich überrascht. Die darin enthaltenen Erklärungen bezogen auf Wirklichkeit und Ausschmückungen finde ich sehr gut. Ich bin insgesamt begeistert. Ich habe etwas über die Dürkheimer Kaffeefabrik und die Fabrikantenfamilie erfahren und eine eingewobene Liebesgeschichte lesen können. Für mich ist das genau die richtige Mischung von historischen Details, einer emotionalen Liebesgeschichte und regionalem Bezug. 

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  • Einfach umwerfend....

    Mandeljahre
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    18. April 2015 um 20:04

    "Mandeljahre" ist ein ganz besonderes Buch. Besonders, da deutlich wird, dass die Autorin selbst irgendwie ein kleines bisschen Teil dieser Geschichte ist... Ich war ab der ersten Seite mitten drin - einfach großartig, wie die Autorin es schafft, ihre Leser an die Hand zu nehmen und ab der erste Seite in eine ganz besondere Geschichte zu entführen. Eine Geschichte mit einer unsagbar starken Protagonistin, die wir viele Jahre lang begleiten, deren ganz persönliche Entwicklung wir miterleben und die uns an ihrem Leben teil haben lässt. Selten habe ich eine Protagonistin derart schnell ins Herz geschlossen, habe mit ihr geliebt und gehasst, gelacht und geweint, gehofft und ja - gelebt. Auch die Nebencharaktere sind absolut authentisch und größtenteils sympathisch - definitiv alles andere als flach und unheimlich gut ausgearbeitet. Eine umwerfend schöne, traurige, emotionale Liebesgeschichte - eine Liebe, die eigentlich nicht sein darf. Eine verbotene Liebe. Und zum Ende hin - sogar eine gefährliche Liebe. Aber auch eine, die Mut macht zu sich selbst zu stehen, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein und den Glauben an das Gute im Menschen nicht zu verlieren. Eine Liebe, die 2 Weltkriege überdauert. Die Orte - explizit der Mandelhain - werden unglaublich toll dargestellt und beschrieben. Ich konnte zwischenzeitlich quasi den Blütenduft riechen. :)  Selten hat mich ein Buch derart mitgerissen, ich habe mich unheimlich gut unterhalten gefühlt. Es gab einen straffen Spannungsbogen - für dieses Genre nicht immer ganz typisch - und eine tolle, klare Erzählweise.  Ich bin absolut begeistert und kann dieses Buch vorbehaltlos empfehlen. Es ist eines der Bücher, die man nicht so schnell wieder vergisst. 

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  • Zitat: "Sie schmeckte süßlich und ein klein wenig bitter. So wie das Leben."

    Mandeljahre
    Gudrun67

    Gudrun67

    13. April 2015 um 16:09

    Katrin Tempel nimmt den Leser mit ihrem Schreibstil mit ins Geschehen. Bei diesem Buch benötigt es keine "Einlesephase", wie es manchmal nötig ist, denn bereits der Beginn macht neugierig auf das, was kommt. Die Neugier und Spannung trägt sich durchs ganze Buch. Die Handlung beginnt im Jahr 2015, in dem Katharina bei der Hausentrümpelung ihres Erbes Tagebücher ihrer Urgroßmutter Marie findet und somit wird der Leser in die Zeit von 1907 bis 1945 entführt. Die harte und bewegende Zeit, die beide Weltkriege umfasst, hat die Autorin so eindrucksvoll geschildert, dass der Leser sich die damaligen Zustände bildhaft vorstellen kann. Ein zusätzlicher Pluspunkt, wenn es denn den überhaupt noch benötigt, ist, dass die fiktive Geschichte komplett verwoben ist mit wahren Begebenheiten. Mein Fazit: Hier möchte ich ein Zitat (S. 436) aus dem Buch verwenden, denn das beschreibt das Gelesene hervorragend: "Sie schmeckte süßlich und ein klein wenig bitter. So wie das Leben."

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