Elsa und Gerda sind nach dem Zweiten Weltkrieg zwei von rund dreihundert Frauen, die nach Island übergesetzt haben um dort auf Bauernhöfen als Hausmädchen und Mägde zu arbeiten. Dabei ist ihnen nicht nur das Klima ganz und gar fremd, sondern auch Mentalität und Sprache der Menschen.
Atmosphärisch und dicht erzählt "Moosland" die einnehmende und ergreifende Geschichte der jungen Elsa, die auf wahren historischen Begebenheiten gründet. Autorin Katrin Zipse ist ein ruhiges und trotzdem fesselndes Buch gelungen, das sowohl die isländische Landschaft als auch das Seelenleben der jungen Frau perfekt verkörpert und widerspiegelt. Obwohl die Dialoge eher spärlich sind und insgesamt wenig Aktion besteht, ist mir beim Lesen nie langweilig geworden und die Spannung nicht abgerissen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bin sowohl vom Inhalt als auch von der Umsetzung positiv überrascht worden.
Katrin Zipse
Lebenslauf
Alle Bücher von Katrin Zipse
Moosland
Glücksdrachenzeit
Die Quersumme von Liebe
Glücksdrachenzeit
Antonia rettet die Welt - Schildkrötenküsse - Band 2
Antonia rettet die Welt - Papageienparty - Band 1
Antonia rettet die Welt - Waschbärbingo - Band 3
Pinella Propella
Neue Rezensionen zu Katrin Zipse
Ich hatte mich unglaublich auf "Mossland" von Katrin Zispe gefreut, vor allem weil ich das Setting in Island wahnsinnig faszinierend finde. Leider muss ich gestehen, dass ich das Buch letztendlich nicht zu Ende gelesen habe, da ich mit dem Schreibstil einfach nicht zurechtgekommen bin.
Dabei ist die Grundthematik spannend: Die Autorin beleuchtet das Schicksal junger deutscher Frauen, die in der Nachkriegszeit für ein Jahr nach Island kamen, um auf den dortigen Höfen zu arbeiten. Wir begleiten die Protagonistin Elsa ab ihrer Ankunft auf dem Hof und erleben ihr Ankommen und Einleben am Hof, die neue Umgebung und die fremde Sprache mit den Verständigungsprobleme hautnah mit.
Das Buch ist sehr ruhig, tiefgründig und atmosphärisch erzählt. Allerdings ist mir die Erzählform zu verwirrend. Es gibt kaum Action und die Dialoge sind sehr spärlich. Mich konnte die Geschichte in Summe leider nicht abholen und fesseln, weshalb ich das Buch schließlich abgebrochen habe.
Im Sommer 1949 kamen knapp dreihundert junge, ledige deutsche Frauen im Alter zwischen zwanzig und dreißig Jahren nach Island, um dort auf Höfen zu arbeiten. Diese Maßnahme war nötig, da es während des Krieges und danach in Island zu einer regelrechten Landflucht kam. So tauchten auch Frauen, die bisher in der Stadt lebten, nicht nur in ein neues Land, sondern auch sonst in jeder Hinsicht in eine ganz neue Welt ein.
Diese jungen Frauen mussten also nicht nur den Krieg hinter sich lassen, sondern sich auch in einem völlig neuen und fremden Land und in einer völlig neuen und fremden Welt zurechtfinden. Eine völlig neue und fremde Sprache kam hinzu, dass die Frauen schon deshalb sehr alleine waren, weil sie nicht mit den Isländern reden konnten. Viele von ihnen lebten nie zuvor auf dem Land und auf einem Hof und hatten keine Ahnung, was sie erwartet. Und das Island der damaligen Zeit war zudem ganz anders als das Island, das wir heute kennen.
Erstaunlich viele dieser Frauen fanden sich erstaunlich schnell und gut zurecht und blieben auf der Insel. Doch es gab auch die, die Schwierigkeiten hatten. Von einer solchen Frau erzählt Katrin Zipse in "Moosland". Diese Frau ist Elsa. Wir begleiten sie ab ihrer Ankunft auf der Insel eine ganze Weile - ihre Gefühle und Gedanken, ihren Alltag, ihr Leben, ihre Entscheidungen, wir lernen auch die Familie, der der Hof gehört und mit der sie zusammenlebt, sehr gut kennen ...
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Obwohl ich Island liebe, hatte ich noch nie zuvor von diesen Frauen, die damals auf die Insel kamen, gehört. Ich fand es sehr spannend, darüber zu lesen. Dass man so viel über sie und alles, was damit zu tun hat, erfährt liegt auch an dem hervorragenden und wirklich lesenswerten Nachwort der Autorin. Auch dies war ein Highlight für mich. Auch deshalb hat sich "Moosland" gelohnt.
Überhaupt fand ich diese Idee sehr spannend, wichtig und gut. Katrin Zipse lässt Geschichte wieder lebendig werden bzw. macht Geschichte überhaupt sichtbar und beleuchtet, wie es ist, sich nach dem Krieg als junge Frau in einem völlig fremden Land, einer völlig fremden Welt, einer völlig fremden Sprache zurechtfinden zu müssen. Dies ist ihr jedenfalls über weite Strecken sehr gut gelungen. Andererseits blieben mir sowohl Elsa als auch diese isländische Familie aber leider auch streckenweise einfach zu fremd und distanziert, hatte ich leider streckenweise keinerlei Verbindung zu ihnen, sondern habe nur oberflächlich gelesen. Dies auch deshalb, weil der Roman meiner Meinung nach leider immer wieder Längen aufweist. Auch deshalb fiel es mir stellenweise leider schwer, dranzubleiben, und war ich froh, als ich dann die letzte Seite gelesen hatte. Sehr schade, denn auch Katrin Zipses Schreibstil fand ich großartig. Sie erzählt nüchtern, aber doch extrem atmosphärisch und bildhaft. Ich habe die Atmosphäre dieses Romans geliebt.
Fazit: Tolle Idee, toller Schreibstil, aber leider mit Längen und daher nicht ganz überzeugend.
Wer aber gute Literatur, Romane der leisen Töne liebt und nach Island reisen und mehr über das Land, die Leute und die Frauen, die damals nach Island kamen, und damit auch über die Geschichte erfahren möchte, dem kann man "Moosland" nur empfehlen! Obwohl ich am Ende leider nicht ganz überzeugt war, hat sich die Lektüre doch gelohnt.
Gespräche aus der Community
Ich sitze neben ihm im Lieferwagen und schaue aus dem Fenster, wie die Dörfer in der Ferne vorbeiziehen und von der Sonne angestrahlt werden. Ich sage gar nichts. Dabei ist die Antwort ganz einfach: Er macht es, weil ich ihn gezwungen habe.
Die Idee habe ich in den letzten beiden Nächten entwickelt.
Normalerweise habe ich schreckliche Gedanken, wenn ich nicht einschlafen kann. Das heißt also, eigentlich jede Nacht. Seit ich mich erinnern kann, habe ich dieses Einschlafdings, es klappt bei mir einfach nicht so wie bei anderen Leuten. Als ich noch bei Kolja schlafen durfte, war es besser. Er hat mir so lange Geschichten erzählt, bis die schlimmen Gedanken weg waren und ich eingeschlafen bin. Wenn ich allein im Bett liege, denke ich über den Tod nach, sobald ich die Augen zumache. Also, nicht so direkt, ich denke nicht, dass ich bald sterben muss. Ich male mir auch nicht meine eigene Beerdigung aus oder anderen gruftigen Schwachsinn. Ich habe einfach das Gefühl, dass der Tod kommt, wenn ich mit geschlossenen Augen daliege. Nicht in echt mit Totenkopf und Sense. Eher als Hauch oder so. Als schwarzes Ding. Ohne jedes Geräusch. Es klingt völlig schräg, ich weiß. Ich sollte nicht davon reden, es ist zu strange. Aber Kolja hat es verstanden.
Doch in den letzten Nächten konnte der Tod in all seinen Daseinsformen vor meiner Tür warten und aus Verzweiflung Fingernägel kauen. Er wurde nicht vorgelassen. Ich hatte endlich Besseres zu tun, als mich um ihn zu kümmern. Ich musste einen Plan schmieden.
»Du kannst es dir noch anders überlegen«, sagt Viktor und schaut mich hoffnungsvoll von der Seite an.
»Keine Chance«, sage ich.
»Du bist todmüde! Du weißt doch gar nicht, was du tust!«
»Vergiss es.«
»Verdammt, Nellie, verdammt.«
Viktor fährt Jackson und mich zur Trampstelle, dahin, wo er Kolja rausgelassen hat. Von dort trampen Jackson und ich nach Avignon.
Ganz einfach.
Ihr älterer Bruder Kolja ist Nellies Ein und Alles. Gemeinsam trotzen sie der ganzen Welt – zumindest war das einmal so. Jetzt aber ist Kolja nach Frankreich abgehauen, und Nellie beschließt, dass sie was unternehmen muss. Sie macht sich auf, um ihren Bruder nach Hause zu holen. Unterwegs trifft sie die zauberhafte Miss Wedlock, die neben geheimnisvollen Plastiktüten auch noch eine traumatische Vergangenheit mit sich herumschleppt, und den ganz und gar hinreißenden Elias. In Miss Wedlocks pfefferminzgrünem Oldtimer düsen sie nach Avignon, wo sie nicht nur auf einen störrischen Kolja, sondern auf eine ganze Horde Drogendealer stoßen …
Katrin Zipse ist die Jüngste von vier Geschwistern, aber wenigstens ist ihr Zwillingsbruder nur eine halbe Stunde älter als sie. Sie ist Radio-Redakteurin und lebt mit ihrer Familie in Baden-Baden. Für ihren ersten Jugendroman Glücksdrachenzeit wurde sie mit dem renommierten Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet.
Seid ihr neugierig geworden, ob Nellie ihren Bruder Kolja wieder nach Hause bringen kann? Hier könnt ihr 10 Exemplare von Glücksdrachenzeit gewinnen und an der Leserunde teilnehmen. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet uns einfach bis 4. Juli folgende Frage:
Wenn ihr heute spontan zu einem Roadtrip aufbrechen würdet, wo würde die Reise langgehen?
Wir wünschen euch viel Spaß beim Mitmachen!
Euer Magellan-Team
Vielen lieben Dank, dass ich mitlesen durfte!
Hier die Links zu meiner Rezension:
https://wasliestdu.de/rezension/ungewoehnlicher-roadtrip
https://www.mayersche.de/Gluecksdrachenzeit-taschenbuch-Katrin-Zipse.html
inhaltsgleich auch auf amazon (in der Freigabe)
Ihr älterer Bruder Kolja ist Nellies Ein und Alles. Gemeinsam trotzen sie der ganzen Welt – zumindest war das einmal so. Jetzt aber ist Kolja nach Frankreich abgehauen, und Nellie beschließt, dass sie was unternehmen muss. Sie macht sich auf, um ihren Bruder nach Hause zu holen. Unterwegs trifft sie die zauberhafte Miss Wedlock, die neben geheimnisvollen Plastiktüten auch noch eine traumatische Vergangenheit mit sich herumschleppt, und den ganz und gar hinreißenden Elias. In Miss Wedlocks pfefferminzgrünem Oldtimer düsen sie nach Avignon, wo sie nicht nur auf einen störrischen Kolja, sondern auch auf eine ganze Horde Drogendealer stoßen …
Katrin Zipses Debüt ist spannender Roadtrip, berührende Familiengeschichte und aufregende Lovestory zugleich.
Eine Leseprobe findet Ihr hier.
Zu Beginn unserer Aktionswoche hier bei Lovelybooks starten wir eine autorenbegleitete Leserunde zu "Glücksdrachenzeit". Wer möchte dabei sein?
Unter allen, die bis zum 27. Juli folgende Frage beantworten, verlosen wir 13 Bücher:
Was ist euer Traum-Roadtrip? Die Great-Ocean-Road in Australien, eine Tour entlang der Amalfi-Küste in Italien oder wie Nelli und ihre Begleiter ab nach Avignon?Katrin Zipse wird die Leserunde begleiten und steht für Eure Fragen zur Verfügung!
Mehr zum Roman und zur Autorin erfahrt Ihr auch bei der Glücksdrachenzeit-Blogtour vom 21. Bis zum 27. Juli:
21.07.: www.lovelybooks.de
22.07.: leselurch.de
23.07.: zidisbuecherwelt.blogspot.de
24:07.: carobloggt.blogspot.de
25.07.: textverliebt.de/blog
26.07.: alisiaswonderworldofbooks.blogspot.de
27.07.: facebook.com/magellanverlag
Dabei war es so klar: Die Einbrecher hatten nicht nur die Laptops und das Geld bei Philipp geklaut, die hatten auch Lazlo eingesackt. Sie hatten bestimmt gedacht, es wäre niemand im Haus, weil sie beobachtet hatten, wie die Familie weggefahren war. Von Lazlo wussten sie ja nichts. Und als sie das Haus durchsuchten, war er plötzlich aufgetaucht.
Es blieb ihnen gar nichts anderes übrig, als ihn mitzunehmen. Sonst hätte er sie ja verraten.
Vor lauter Aufregung zerrte ich wieder an Philipps Pulli.
»Der ist nicht freiwillig mit. Die haben ihn entführt«, sagte ich.
»Wer?«, fragte Philipp und schaute gespannt, was ich mit seinem Pulli machte.
»Die Einbrecher.«
Und dann haben sie ihn in den nächsten Wald gefahren und ihn dort erschossen und vergraben.
Antonia staunt nicht schlecht, als sie über Nacht zur Schildkrötenbesitzerin wird. Dabei gehört die Schildkröte eigentlich Lazlo, doch von dem fehlt jede Spur. Als sie ihn ausfindig machen will, erfährt sie, dass Lazlo einen Freund beklaut haben soll und seitdem untergetaucht ist. Aber das kann nicht sein, oder? Um seine Unschuld zu beweisen, muss Antonia ihn erst einmal finden. Und natürlich den wahren Dieb. Handelt es sich um Erpressung, Bandenkriminalität oder Schlimmeres? Und was haben ein hyperaktiver Waschbär und ein paar alternde Punks damit zu tun? Antonia wäre nicht Antonia, wenn sie nicht für alles eine Lösung hätte.
Katrin Zipse ist die Jüngste von vier Geschwistern, aber wenigstens ist ihr Zwillingsbruder nur eine halbe Stunde älter als sie. Sie ist Radio-Redakteurin und lebt mit ihrer Familie in Baden-Baden. Für ihren ersten Jugendroman Glücksdrachenzeit wurde sie mit dem renommierten Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet. Antonia rettet die Welt ist ihre erste Reihe für jüngere Leserinnen und Leser.
Hier könnt Ihr 10 Exemplare zum dritten Teil von Antonia rettet die Welt - Waschbärbingo gewinnen. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet uns einfach bis 5. September folgende Frage:
Detektivin Antonia sieht ihren nächsten Fall auf sich zukommen. Wenn ihr auch Detektive wärt, welchen Fall würdet ihr gerne einmal lösen?
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Mitmachen!
Euer Magellan-Team
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