Krokodilwächter

von Katrine Engberg 
4,3 Sterne bei137 Bewertungen
Krokodilwächter
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frauendielesens avatar

Solider Krimi mit Spannung von Anfang bis Schluss. Handlung vielseitig und gut durchdacht.

H

Genial konstruiert, gut geschrieben. Toll!

Alle 137 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Krokodilwächter"

Gerade erst war Julie nach Kopenhagen gezogen, um Literatur zu studieren. Warum musste sie so jung sterben? Erstochen und von Schnitten gezeichnet? Es ist ein schockierender Fall, in dem Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln. Als bei Julies Vermieterin ein Manuskript auftaucht, in dem ein ähnlicher Mord geschildert wird, glauben die beiden, der Aufklärung nahe zu sein. Aber der Täter spielt weiter.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257070286
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:28.03.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    kleine_welles avatar
    kleine_wellevor 2 Tagen
    Die Idee war ok

    In einem Mietshaus wird eine verstümmelte Frauenleiche gefunden. Warum musste dieses junge Mädchen sterben? Und was hat ihre Vermieterin mit der Sache zu tun?

    Das Cover ist ein typisches Diogenescover. Schlicht also und mit großem Wiedererkennungswert. Aber gut. :)
    Generell ist es kein sehr besonderer Krimi, der extrem aus der Masse heraussticht, finde ich. Der Schreibstil ist gut und man kann der Geschichte gut folgen, dazu kommen viele Details, besonders zur Ermittlungsarbeit, die beschrieben wird, das hat mir einerseits gut gefallen. Aber manchmal war es dann doch etwas zu viel Beschreibungen und zu wenig Ermittlungen. Und so baute sich die Spannung schnell wieder ab.
    Die Charaktere sind auch nicht so wahnsinnig besonders. Jeppe ist der klassische Kommissar, der eine zerstörte Beziehung hinter sich hat und Medikamente gegen wer weiß was nimmt. Dazu kommt, dass er anscheinend einen Hygienefimmel hat, der aber immer nur wieder so am Rande erwähnt wird. Und auch Anette dümpelt so am Rande der Geschichte mit und man erfährt fast nur über sie, dass sie eine tolle Beziehung führt und ihren Mann liebt.
    So konnte ich zu beiden keinen großen Bezug aufbauen und gerade Jeppe ist mir nicht so sympathisch rübergekommen.
    Was natürlich gut war wiederrum, ist das man fast die ganze Zeit im Dunkeln tappt. Ich hatte wirklich die ganze Zeit keine Ahnung wer der Mörder war und auch meine Vermutungen hielten sich in Grenzen. Das ist sehr selten bei mir, denn wenn man mal ein paar Krimis gelesen hat, meint man ja immer alles schon zu wissen. ;)
    Aber prinzipiell hat sich die Story für mich einfach zu langsam entwickelt an einigen Stellen. Auch waren die anderen Leute in der Geschichte etwas stereotypisch aufgebaut und das zusammen wirkte manchmal etwas zu gewollt.
    Und dann kam dieser riesige Zufall, der die Handlung wohl ankurbeln sollte, aber mich etwas schockiert hat. Mein erster Gedanke war leider: „Echt jetzt?“ Und für mich hat das nicht so gepasst in die Story. Und so wurde ich dann doch etwas neugierig, wie die Autorin das erklären wollte.
    Und dieser Bogen gelingt ihr dann doch, denn die Auflösung und die Idee dahinter ist gut und auch die Action, die am Schluss aufkommt, bringt nochmal einen gewissen Kick, aber leider kam es etwas spät und war dann auch relativ schnell vorbei.

    Mein Fazit: Die Idee hinter dem Buch hat mir gut gefallen und auch die detailreiche Ermittlungsarbeit hat mir teilweise gefallen. Aber irgendwie bekommt die Autorin die Wende zur Spannung dann nicht richtig hin und so konnte mich dieser Roman nicht wirklich überzeugen.  

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Geht unter die Haut, genial konstruiert - zwischen Krimi und Thriller befindlich
    Genialer Krimithriller

    Sie ist Dänin und lebt mit ihrer Familie in Kopenhagen. Katrine Engberg hat einen Thriller geschrieben, der unter die Haut geht.

    Wir lernen Julie kennen, sie ist kürzlich nach Kopenhagen gezogen. Literatur will sie studieren. Dann findet man sie erstochen. Ermittler sind Jeppe Korner und Anette Werner. Julie wohnte zur Miete, man findet ein Manuskript, in dem das geschildert wird, was mit ihr passierte. Spielt man mit den Ermittlern ???
    Die Vermieterin ist eine emeritierte Professorin mit Namen Esther de Laurenti. Sie schreibt einen Krimi und vermietet Wohnungen. Extrem spannend geschrieben, fast schon quälend - man kann das Buch nicht aus der Hand legen. es zog mich während des Lesens in seinen Bann. Die Autorin baut zu Beginn Spannung auf und hält sie, ja baut sie immer wieder aus. Die Charaktere sind spannend und detailliert beschrieben und ebenso die Handlung und Szenen, die lebendig spannend rüberkommen. Man nimmt der Autorin die Geschichte so ab, wie sie diese konstruiert hat, klug und spannend glaubwürdig.

    GENIAL !!! 

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    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Super spannend. Freue mich jetzt schon auf Band 2.
    Spannender Thriller und toller Reihenauftakt.

    Ein sehr spannender Thriller und ein toller Reihenauftakt. Katrine Engberg schreibt in einem schönen, für einen Thriller außergewöhnlich literarischen Schreibstil. Das hat mir sehr gefallen. Ebenso gefallen hat mir, dass das Buch nicht ganz so mit Thriller-Klischees überladen war, wie viele andere es sind. Der Fall ist sehr spannend und bleibt es auch bis zum Schluss. Die Idee, wie aus einer literarischen Vorlage plötzlich bitterer Ernst wird, fand ich sehr interessant. Die Auflösung fand ich auch sehr stark und wirklich gelungen. Die Ermittler haben mir auch gefallen, aber auch, dass auch alle anderen Charaktere so genau vorgestellt wurden. Ich konnte mir von allen Personen ein Bild machen. Die Beschreibungen waren sehr eindrücklich, aber nicht zu vollgestopft mit Informationen, die man sich nicht merken kann. Da hat die Autorin eine gute Balance gefunden und es hat mir Spaß gemacht, mit zu rätseln und den Fall immer weiter zu entwirren.
    Ein toller Thriller. Ich bin jetzt schon gespannt auf den zweiten Teil der Reihe.

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    SteffiKas avatar
    SteffiKavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wenig sympathisch Kommissare und eine düstere Stimmung ließen mich etwas enttäuscht zurück - leider!
    Ohne große Spannung

    Autorin: Katrine Engberg
    Erscheinungstag: 28. März 2018
    Verlag: Diogenes (Hardcover)
    Seiten: 512


    Inhalt (übernommen)

    Gerade erst war Julie nach Kopenhagen gezogen, um Literatur zu studieren. Warum musste sie so jung sterben? Erstochen und von Schnitten gezeichnet? Es ist ein schockierender Fall, in dem Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln. Als bei Julies Vermieterin ein Manuskript auftaucht, in dem ein ähnlicher Mord geschildert wird, glauben die beiden, der Aufklärung nahe zu sein. Aber der Täter spielt weiter.

    Charaktere

    Jeppe und Anette spielen hier das ermittelnde Kommissarenpaar, das mich nicht überzeugen konnte. Auf zuviele Klischees wurde hier zurückgegriffen: Geschiedener Kommissar mit pysischen und psychischen Problemen versus glückliche, noch familienintakte Beziehungen besitzende Kommissarin. Auch ihr soziales Verhalten und ihr gegenseitiger Umgang war geprägt von einer Nüchternheit, die es mir schwer machte, eine Beziehung zu den beiden aufzubauen.

    Ins Herz geschlossen habe ich die "schrullige" Eshter, die zwar etwas viel Alkohol zu sich himmt, aber das Herz am rechten Fleck hat.

    Schreibstil

    Durch die vielen dänischen Bezeichnungen der Straßen und Stadtviertel ist es mir schwer gefallen, in die Geschichte zu finden. Auch hat mir der Spannungsbogen gefehlt, der mich hat weiterlesen lassen wollen.
    Und leider haben mich die Beschreibungen der sexuellen Szenen von Joppe gestört: Ich habe nichts gegen Sexszenen in einem Buch, aber hier war das abstoßend eingeflochten und Joppes eigene Gedanken zu seiner Sexualität hat wiederholt einen Stellenwert eingenommen, der nicht zum Pot passte.
    Überraschend war für mich die Auflösung. Ich konnte als Leser lange selber miträtseln und war doch immer auf der falschen Fährte.

    Fazit

    Leider kann ich mich den überwiegend lobenden Stimmen nicht anschließen: wenig sympathische Kommissare und eine düstere, emotionslose Stimmung ließen mich etwas enttäuscht zurück - leider!

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    lala1970vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Neuentdeckung
    Toller Kopenhagen Krimi

    Ich bin ehrlich gesagt immer skeptisch, wenn es um neue groß gefeierte krimidebuets geht und dann noch unseren. Dieser Krimi hat mir aber echt überzeugt.alleine das Cover ist schon ein Hingucker, da das Papiertonne zerschnitten ist. Die Auflösung des Titels erfolgt dann auch irgendetwas aber eher zum Ende des Buches .kurz vor der Auflösung des Plots. Die ermittelnden Beamten finde ich gut dargestellt und besonders gut hat mir die Beschreibung der Stadt gefallen, dicht verwoben mit der Geschichte. Der Plot ist nicht so leicht nachvollziehbar, es bleibt spannend bis zum Schluss. Ich denke man kann sich auf weitere Krimis der Autorin freuen.ich bin gespannt wie es mit jeppe uns Anette weiter geht.

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    W
    winddoorsvor 4 Monaten
    Spannender Thriller

    Das Cover des Buches ist typisch für Diogenes Literatur. Schlicht und doch erweckt es gleich die Aufmerksamkeit, besagt aber noch rein Garnichts zum Inhalt.
    In dem Krimi wird Realität mit Fiktion vermischt. Es ist der Autorin Katrine Engberg ihr Depütthriller, und er ist gelungen.
    Esther de laurenti ist Professorin in Ruhestand, geniesst das Leben, feiert mit Freunden und schreibt an einen Kriminalroman. Sie ist auch die Vermieterin des Hauses und die Hauptperson. Sie lebt in der Kopenhagener Innenstadt.
    Doch plötzlich wird in ihren Haus eine Mieterin, die junge Studentin Julie grausam ermordet.
    Den Fall untersucht das Ermittlerduo Jeppe Körner und Annette Werner von der Kopenhagener Mordkommission.
    Es ist eher ein ruhiger Thriller ohne viel Action, ganz wie er mir gefällt.
    Ich vergebe 5 Sterne.

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    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 5 Monaten
    Krokodilwächter

    Er beginnt mit der gespannten weißen haut an der Schläfe, spürt, wie die Spitze des Messers aufsetzt, und wird ein Teil von ihr, bevor er anfängt zu ziehen. Über die Stirn, über den Nasenrücken, über die runde Mädchenwange und zurück zur Schläfe.
    (Seite 159)

    So schreibt es zumindest den Krimi der pensionierten Esther de Laurenti. Aber plötzlich wird ihr Krimi Wirklichkeit, und ausgerechnet Julie Stender fällt dem Mörder in die Hände. Julie ist eine junge Freundin und wohnt im selben Haus von Esther.

    Nun erscheinen die beiden Ermittler Jeppe Korner und Anette Werner auf dem Feld. Und ich war begeistert! Wie oft habe ich in letzter Zeit das Klischee der Ermittler gehabt, alle irgendwie hinüber. Aber hier ermitteln zwei, die mir gleich sympathisch waren. Zwar ist Jeppe getrennt von seiner Frau und er leidet auch darunter, aber er trinkt sich seinen Kummer nicht weg – sehr gut! Anette ist in einer glücklichen Beziehung, viel mehr hat man von ihr nicht erfahren. Ja, die privaten Bereiche der Ermittler bleiben recht kurz, was ich sehr gut fand, denn so blieb echte Zeit für das Geschehen und die Story.

    Das Debut der Autorin kann sich durchaus sehen lassen. Es ist ein Krimi der ziemlich unaufgeregt, aber spannend bis zum Schluss daher kommt. Es werden immer wieder neue Spuren gelegt und ich habe bis zum Schluss gerätselt, wie die Dinge zusammen hängen.
    So haben die Ermittler kaum den ersten Verdächtigen, ist dieser auch schon wieder tot.

    „Wir haben ihn gerade erst gefunden. Er liegt im Kronleuchter.“
    (Seite 201)

    Anfangs hatte ich noch ein paar Probleme mit den Namen, da der Krimi in Dänemark spielt, aber da habe ich recht schnell rein gefunden. Auch gibt es kaum Beschreibungen der Orte, aber das ist völlig in Ordnung, so konnte man sich wirklich genau auf den Fall und dessen Aufklärung einlassen.
    Auch die restlichen Personen konnte die Autorin gut beschreiben, so ist mir auch besonders sympathisch Esther de Laurenti erschienen, auch wenn sie gerne mal das eine oder andere Glas Rotwein zuviel trinkt. Aber sie hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen, was nach und nach geklärt wird.
    Esther ist empathisch und kümmert sich rührend um Gregers, ebenfalls Bewohner des Hauses, der im Krankenhaus liegt.

    Hat man anfangs noch ein junges, schüchternes Mädchen als Julie vor Augen, wird man im Laufe der Ermittlungen eines besseren belehrt. Und der Fall entpuppt sich als tragischer, als gedacht. Vieles aus der Vergangenheit wird ans Licht gebracht, vieles neu beleuchtet. Diese Entwicklungen fand ich sehr gut gemacht.

    Mein Fazit zum Buch, welches mir nie wie ein Debut vorkam, kann sich sehen lassen. Ich bin begeistert, sowohl von den Protagonisten, als auch von der Handlung und vom Schreibstil sowieso. Katrine Engberg hat so spannend und ruhig diesen Krimi geschrieben, dass ich ihn kaum aus der Hand legen konnte und die – immerhin – über 500 Seiten an zwei Tagen durch gelesen hatte.
    Und da dies der Auftakt einer Serie ist, freue ich mich auf weitere Teile davon.

    Ach, und was ist denn nun ein Krokodilwächter? Auch das wird recht spät aufgelöst und man hat einen Aha-Effekt!

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    julemausi89vor 5 Monaten
    Unspektakulär

    Irgendwie fehlen mir zu diesem Buch die Worte. Es ist nicht schlecht geschrieben, die Geschichte klingt (nur nach dem Klappentext bewertet) wirklich spannend. Aber irgendwie war mir die Umsetzung etwas zu langatmig. Die Ermittler Jeppe und Annette hinken dem Täter irgendwie immer einen Schritt hinterher und scheinen es mit der Lösung des Falles nicht besonders eilig zu haben.

    Auch ist mir das Ermittlerduo nicht sonderlich sympatisch. Gleichzeitig sind sie aber auch nicht überspitzt genug dargestellt um wirklich unsympatisch zu wirken und zu polarisieren.

    Alles plätschert so vor sich hin. Der einzige Lichtblick ist tatsächlich die Hauptverdächtige Esther.

    Allerdings wird sie in den (geplanten) Folgebänden der Reihe vermutlich nicht mehr dabei sein.

    Fazit: Nicht schlecht, aber definitiv kein Must-reed.

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    Antonellavor 5 Monaten
    Spannende Frauenfiguren

    In einem Kopenhagener Mehrfamilienhaus findet ein Nachbar die Studentin Julie ermordet und mit Schnitten verstümmelt in ihrer Wohnung. Die Vermieterin Esther, eine erst seit kurzem pensionierte Professorin, lebt im gleichen Haus und ist sichtlich geschockt, als sie die Nachricht vom Tod ihrer Mieterin erhält. Julie hatte bei Esthers Feiern ausgeholfen und auch sonst hatte die junge Frau eine besondere Bedeutung für Esther, die sich erst nach und nach erschließt.

    Die Ermittlungen leiten Anette Werner und Jeppe Kørner, ein ungleiches, aber eingespieltes Team. Anette ist burschikos, glücklich verheiratet, sehr effizient. Jeppe ist geschieden, unglücklich und sehr auf sein – anfangs ruhendes – Sexualleben fixiert. Seine Arbeit würde noch stärker darunter leiden, wenn Anette ihn nicht decken würde.

    Innerhalb einer einzigen August-Woche werden sowohl Esther als auch Jeppe durch ein Wechselbad der Gefühle gejagt. Esther fühlt sich schuldig, muss tief in ihre Vergangenheit eintauchen, verliert vertraute Personen und gewinnt unerwartet einen neuen Freund. Und Jeppe – er ist einfach nicht bei der Sache, weil er unglücklich ist und dann, weil er glücklich ist.

    Auf 500 Seiten lässt Katrine Engberg den Leser in eher gemächlichem Tempo an der Auflösung des ersten Falls dieses dänischen Ermittlerpaares teilhaben. Im Fokus steht in diesem ersten Fall Jeppe Kørner und sein angeschlagenes männliches Ego. Blass, aber nicht unsympathisch, bleibt Anette Werner im Hintergrund. Esther, eine Frau im Pensionsalter, mit Ecken, Kanten und einigen Schwächen, gehört zu den interessantesten Figuren in diesem Krimi, der ungerechtfertigt als Thriller bezeichnet wird.
    Und auch der Hinweis auf Kopenhagen ist irreführend, denn die Handlung könnte in jeder größeren Nordeuropäischen Stadt mit einer Universität und einem Theater spielen.

    Trotz dieser Kritikpunkte unterhält Katrine Engberg mit Krokodilwächter nicht nur wegen ihres guten, flüssigen Schreibstils, sondern auch wegen der überraschenden Wendungen. Und schließlich erfährt man auch, was es mit dem Titel auf sich hat.Die Fortsetzung muss ich nicht unbedingt lesen, werde es aber wahrscheinlich tun. Anette und Esther lohnen es.

    Auch wenn mich dieser Krimi- definitiv kein Thriller – nicht restlos überzeugen konnte, verdient das Cover einen Extra-Stern. Weiß mit schlichter, teilweise erhabener Schrift, durchbrochene Schnitte auf den roten Leineneinband – mein Lieblingscover in diesem Jahr.

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    nicigirl85s avatar
    nicigirl85vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Unglaublich tolles Debüt
    Warum musste sie so jung sterben?

    Über die Verlagsvorschau bin ich auf den Titel aufmerksam geworden und da mich bereits Klappentext und Optik des Buches sehr ansprachen, begann ich gespannt mit der Lektüre.

    In der Geschichte geht es um das Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner, die den grausigen Mord an einer jungen Studentin aufklären müssen. Wurde sie wirklich nach einer Krimivorlage getötet? Wer steckt hinter der Tat? Als es nicht bei einem Mord bleibt, rennt den Ermittlern die Zeit davon. Werden sie den Fall dennoch lösen können?

    Der Thriller besticht vor allem durch unglaublich gut gezeichnete Charaktere, egal ob das die Ermittler, die Opfer oder gar Täter sind.

    Besonders eindrücklich waren die Gegensätze der beiden Ermittler. Während Anette unheimlich glücklich verheiratet ist und dies auch ausstrahlt, ist Jeppe einfach nur totunglücklich, weil er vor einiger Zeit von seiner Frau verlassen worden ist. Auch wenn er auf manche Leser enorm schwach wirken mag, so kann sein Verhalten wohl nur verstehen, der selbst so etwas durchgemacht hat. Mir hat die Figur aus der Seele gesprochen. Besonders gefallen hat mir, dass seine Verzweiflung unglaublich gut rüber kommt und er immer wieder mit sich hadert, ob er noch gut genug für andere ist, denn genauso fühlt es sich an verlassen zu werden. Auch wenn er teilweise unsympathisch wirkte, mochte ich ihn von allen Figuren im Buch am liebsten.

    Noch sehr eindrücklich ist die pensionierte Dozentin Ester de Laurenti dargestellt, deren Leben auch alles andere als glücklich zu sein scheint. Sie versucht ihr Unglück im Alkohol zu ertränken. Ihr Krimi, der im Buch immer wieder auftauchte, las sich doch sehr poetisch und sprachlich sehr gewandt.

    Beängstigend empfand ich die cholerischen Charaktere Christian Stender, dem Vater des ersten Opfers und Schriftsteller Kingo. Beide Männer stellten den typischen Macho und Geschäftsmann dar, der immer bekommt, was er will.

    Die Erklärung, warum das Buch seinen Titel hat, gefiel mir gut. Das passt wirklich hervorragend dazu.

    Der eigentliche Fall las sich so spannend, dass ich das Buch am liebsten in eins durchgelesen hätte, aber man muss immer mal wieder innehalten, einfach weil das Geschilderte doch recht heftig ist. Die Autorin beschreibt schon sehr detailliert wie die Opfer aussehen und beschönigt dabei nichts.

    Für mich hat sich das vorliegende Buch zu keiner Zeit wie ein Debüt angefühlt, denn es las sich unglaublich flüssig und spannend. Auch der Stil von Frau Engberg gefiel mir richtig gut.

    Erst wirklich ganz am Schluss wird gelüftet wer hinter dem Ganzen steckt. Ich mochte besonders, dass man während des Lesens immer wieder rätselt, wer es denn nun ist und durch die diversen Wendungen kommt man einfach nicht drauf, weshalb man immer tiefer in die Handlung eingesogen wird.

    Fazit: Unglaublich spannend und fesselnd. Nur zu gern würde ich von diesem Ermittlerduo weitere Fälle lesen wollen. Ganz großes Kino, nur zu gern spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus. Gänsehaut im Sommer? Hiermit gelingt das.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    Fesselnd und mitreißend: die neue Kopenhagen Serie!

    Es gibt ein neues Ermittlerpaar in der Welt der skandinavischen Kriminalromane: Jeppe Kørner und Anette Werner. Die zwei Kopenhagener Kriminalkommissare haben ihre Schöpferin Katrine Engberg in ihrer Heimat Dänemark mit ihrem Debüt zum Star gemacht. "Krokodilwächter"  ist gleichzeitig der Auftakt einer neuen spannenden und packenden Reihe, in der das wunderbare Kopenhagen zum Tatort wird.
    Rechtzeitig zum Erscheinungstermin verlosen wir zusammen mit Diogenes 30 Exemplare von "Krokodilwächter". Seid ihr dabei?

    Zum Inhalt
    Gerade erst war Julie nach Kopenhagen gezogen, um Literatur zu studieren. Warum musste sie so jung sterben? Erstochen und von Schnitten gezeichnet?
    Es ist ein schockierender Fall, in dem Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln. Als bei Julies Vermieterin ein Manuskript auftaucht, in dem ein ähnlicher Mord geschildert wird, glauben die beiden, der Aufklärung nahe zu sein. Aber der Täter spielt weiter.

    Seid ihr bereit für eine spannende Leseprobe?

    Zur Autorin
    Katrine Engberg, geboren 1975 in Kopenhagen, arbeitet für Fernsehen und Theater und ist als Tänzerin, Choreographin und Regisseurin landesweit bekannt. Mit "Krokodilwächter" hat sie in der Welt des skandinavischen Thrillers debütiert und stand damit wochenlang auf den ersten Rängen der dänischen Bestsellerliste. Sie lebt mit ihrer Familie in Kopenhagen.

    Auszeichnungen
    Nominiert für "Plusbog’s Author of the Year Award", Dänemark , 2017
    Nominiert für "BogForum Debutant Prize", Dänemark , 2017

    Zusammen mit Diogenes verlosen wir 30 Exemplare von "Krokodilwächter" unter allen, die zusammen mit Jeppe Kørner und Anette Werner auf Verbrechersuche in Kopenhagen gehen wollen. Möchtet ihr euch über das Debüt von Katrine Engberg im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 01.04. und antwortet auf folgende Frage:

    Seid ihr Fans skandinavischer Kriminalromane und Thriller? Was gefällt euch daran? Was macht sie so besonders?

    Wie immer hat Diogenes das eine oder andere Exemplar für Blogger reserviert. Gebt also bitte gegebenenfalls eure Blogadressen bei eurer Bewerbung mit!

    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

    * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
    Antonellas avatar
    Letzter Beitrag von  Antonellavor 5 Monaten
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