Katryn Berlinger Das Geheimnis der Herzkirschen

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis der Herzkirschen“ von Katryn Berlinger

Nach einer zerbrochenen Liebe fürchtet Isabel, nie mehr den richtigen Mann zu finden. Ihre Ängste werden verstärkt durch ihre Mutter, eine bis ins Herz kalte Frau, die ihr erzählt, dass in ihrer Familie die Liebe nie eine Rolle gespielt habe. Isabel ist zutiefst verletzt. Doch dann stirbt die Mutter – und Isabel steht vor einer überraschenden Hinterlassenschaft: Eine fremde Frau hat sie im Jahr ihrer Geburt als Erbin eines Grundstücks auf einer schwedischen Insel eingesetzt. Wer ist diese Frau?

Kurzweilig zu lesen und neugierig machend auf das Geheimnis einerseits, andererseits viele Sprünge und zu viele Zufälle... Durchwachsen also

— parden
parden

Eins der schlechtesten Bücher, die ich seit langem in der Hand hatte. Sehr konstruiert, sehr überzogen. Einfach nicht gut.

— Das_Blumen_Kind
Das_Blumen_Kind

mir hat es nicht so gut gefallen,es war mir zuviel durcheinander!

— Goldammer
Goldammer

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  • Kein Recht auf Liebe?

    Das Geheimnis der Herzkirschen
    parden

    parden

    18. August 2017 um 14:13

    KEIN RECHT AUF LIEBE?Nach einer zerbrochenen Liebe fürchtet Isabel, nie mehr den richtigen Mann zu finden. Ihre Ängste werden verstärkt durch ihre Mutter, eine bis ins Herz kalte Frau, die ihr erzählt, dass in ihrer Familie die Liebe nie eine Rolle gespielt habe. Isabel ist zutiefst verletzt. Doch dann stirbt die Mutter - und Isabel steht vor einer überraschenden Hinterlassenschaft: Eine fremde Frau hat sie im Jahr ihrer Geburt als Erbin eines Grundstücks auf einer schwedischen Insel eingesetzt. Wer ist diese Frau und warum hat ihrer Mutter ihr nie von ihr erzählt? Und was hat es mit diesem geheimnisumwobenen Grundstück auf sich?Obwohl gestern Nacht erst ausgelesen, musste ich gerade tatsächlich überlegen, welchen Namen der Hauptcharakter denn nun nochmal hatte. Das macht vielleicht schon deutlich, dass es in diesem Roman nicht einfach war, die zahlreichen Personen immer auseinander zu halten - mehrheitlich Frauen: Agnes, Linnea, Isabel, Kristina, Constanze, Simone, Mo... Dabei hat es Katryn Berlinger in meinen Augen gar nicht ungeschickt gemacht, zwischen den einzelnen Charakteren hin und her zu switchen und so den Fokus wechselnd auf andere Zeiten und Orte zu lenken, auch wenn mich dies gerade zu Beginn des Romans manchmal reichlich verwirrte. "Isy, schau nicht mehr in die Vergangenheit zurück. Was vorbei ist, ist vorbei." (S. 109)Im Grunde kann man hier auch nicht von einem einzelnen Hauptcharakter sprechen, da die Erlebenisse der Frauen in den verschiedenen Generationen alle von Bedeutung und miteinander verwoben sind. Doch es gibt Schwerpunkte. Der Roman startet im Jahr 1906 mit einem kurzen Einblick in das Leben von Agnes Meding in Deutsch-Südwestafrika. Danach folgt ein Wechsel ins Jahr 1978, bei der man kurz Linnea Svensson kennenlernt - in besagtem Haus auf der schwedischen Insel, mitten im Vätternsee. Im dritten Kapitel schließlich lernt der Leser dann endlich Isabel kennen, wohnhaft in Hamburg im Jahre 2012. Diese drei Frauen sind für den Verlauf der Geschichte sehr wichtig, auch wenn sich die weitere Erzählung dann letztlich auf Isabel (im Jahr 2012) und auf Agnes (im Jahr 1926) konzentriert. Wie aber hängen die Geschichten der drei Frauen zusammen? Über zwei Drittel des Buches habe ich die Lektüre richtig genossen. Ein flotter Schreibstil, dazu noch meist kurze Kapitel in wechselnden Perspektiven, die - bei aller Verwirrung - die Neugierde auf das Geheimnis hinter dem rätselhaften Erbe Isabels wach hielten, und auch die zunächst farblosen Charaktere erhielten nach und nach mehr Tiefe. Gerade die Szenen auf der schwedischen Insel mit dem schönen Holzhaus und dem verwunschen Garten am See - Herzkirschbäume inbegriffen - übten auf mich einen ganz besonderen Zauber aus. Doch im letzten Drittel flaute meine Begeisterung zunehmend ab. Immer wieder war hier der Zufall behilflich - und irgendwann wurde es mir dabei einfach zu viel. Das Geschehen wurde dadurch für mich teilweise derart unwahrscheinlich, dass ich manche Passagen nur noch mit einem Kopfschütteln lesen konnte.Eine komplexe Familiengeschichte entspannt sich hier rund um die Frage, ob sich eine unglückliche Liebe durch die Generationen ziehen muss. Eine Frage, die sich bis zum Ende durchzieht und die letztlich mit dem Auflösen des Geheimnisses beantwortet wird. Sehr bedauerlich, dass bei mir der Lesespass am Ende deutlich abnahm. © Parden

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    • 7
  • Ein unvorhergesehenes Erbe

    Das Geheimnis der Herzkirschen
    Engelchen07

    Engelchen07

    02. August 2017 um 16:43

    Isabel wird am Hochzeitstag ihrer Freundin Simone von ihrem Freund Henning verlassen. Ihre Mutter kommentiert das ganze nur damit, dass die Frauen in ihrer Familie noch nie Glück mit Männern hatte. Simone will Isabel aufheitern und nimmt sie mit in die Berge zum Wandern. Dort wird Isabel von einem Mountainbiker angefahren. Isabel weiß gar nicht wie ihr geschieht und schimpft über den Mountainbiker wie ein Rohrspatz, doch eigentlich war es ja ein wirklich netter Mann und Isabel hat sich unverzüglich in seine Augen und seine Stimme verliebt. Damit Isabel endlich den Kopf freibekommt reist sie nach dem Tod ihrer Mutter nach Schweden. Dort hat Isabel ein Haus geerbt. Doch die Erblasserin ist Isabel unbekannt. Ihre Mutter hatte nie eine Verbindung nach Schweden. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Mir war das Buch nur etwas zu "durcheinander". Da das Buch in verschiedenen Zeiträumen spielt. Isabel, Linnea und Agnes. Und dann auch noch versetzt. Mal die Jugendjahre, dann wieder die reiferen Jahre, das hat mir etwas den Lesespaß genommen, weil ich ständig am überlegen war, um wen es hier jetzt wieder geht und was das mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Das Cover hingegen ist ein absoluter Blickfang. Ich würde es jederzeit im Buchladen in die Hände nehmen!

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  • 1906, 1926, 1958 und 2012

    Das Geheimnis der Herzkirschen
    Armillee

    Armillee

    01. April 2015 um 10:58

    Gleich zu Anfang möchte ich mal sagen, dass ich hier nur durchgehalten habe, weil die beiden Rezensionen vorher so positiv klangen. Es beginnt 1906 mit Agnes, ihrem Mann in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika und ihrem Geliebten Paul Söder, mit dem sie leidenschaftlich Rumba tanzt. Und dann springt die Geschichte zwischen den Zeiten hin und her, zu Linnea + Isabel und wieder zurück, leider nicht immer in chronologischer Abfolge. Bis weit nach der 300. Seite "schwamm" ich durch die Geschichte. Personen, die kaum von Belang waren, bekamen noch mit Erklärungen einen Hintergrund. Das Geheimnis hat sich totgelaufen...!! Nur eine Romanfigur war mir nahe: Kristina in Schweden, die die Haushälterin pflegte, die wiederum Linnea eine gute Freundin und Hausangestellte war, diese war die Freundin von Agnes und Paul....usw. Ich habe die letzten 150 Seiten nur noch überflogen, besonders als es nach Berlin ging, viele Personen und Erklärungen. 2012 der Handlungsstrang mit Isabel und ihrer besten Freundin Simone, das war nervig. Wenn Isabel nein sagte, war es nicht nein. Mich hat das genervt. Streiten und zusammenraufen. Mega Theater für Situationen, die ich nicht nachvollziehen konnte. Dann kam noch Magie und Esoterik dazu, viel Kriegsgeschichte und Zufälle, die einfach nur schwach waren. So z.B. Isabel. die sich die Finger in einer Bank blutig arbeitet, völlig entkräftet, desorientiert und ohnmächtig vor der Tür an der Wand runterrutscht, eine Hure, die sie am Arm packt und zu einem Auto / Kunden schleifen will, Henning, der Ex, der zufällig vorbei kommt und sie nach hause fahren will, aber Isabel erst noch zu einem Chemiker fahren muss, damit sie dort einen Parfümflakon abgeben und untersuchen lassen kann. *lach* Und soviel bla bla bla. Das die Personen oft in Hamburg agierten, hat es auch nicht rausgerissen. Touristenplätze wie St. Pauli, Rathausmarkt, Hafen etc. Und das Geheimnis..? Sind ja mehrere... Wenn es da endlich an diese Erklärungen ging, war der Bonbon schon gelutscht. Ich kann das Buch nicht empfehlen.

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  • „Drei Frauen, ein Geheimnis, eine bewegende Geschichte – das Schicksal bestimmst zu selbst. "

    Das Geheimnis der Herzkirschen
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    19. July 2013 um 15:17

    Es war nicht nur der Klappentext, der mich neugierig auf ein weiteres Buch von Katryn Berlinger machte, hinzu kam ein Cover, so wunderschön und einladend. Was war nun das Geheimnis um die Herzkirschen, deren Bäume auf dem Grundstück in Schweden der verstorbenen Linnea standen? „Das Geheimnis der Herzkirschen“, das Geheimnis von Agnes, Linnea und Constanze. Eine Liebesgeschichte einer unglücklichen Liebe, wer weiß. Es braucht nur wenige Minuten, um sich voll in die Geschichte fallen zu lassen, die so groß und so stark, so gefühlvoll und doch auch so tragisch ist, man mag es gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Leser ist dazu „verdammt“, dieses wieder mal so gut geschriebene Buch von der Autorin nonstop zu lesen. Ihre Art und Weise, wie Katryn Berlinger den Protagonisten durch die bildhaft  geschriebene Darstellung der Gefühle, ihrer Persönlichkeit, entwickelt, erlaubt es, voll und ganz in die Handlung einzutauchen. Ich weiß nicht genau, was an diesem Buch ist, doch ich mag es! Es gibt einige Kapitel, da spürt man förmlich die Traurigkeit, nicht geweinte Tränen. Die Autorin erklärt es in ihrem Nachwort. Verlust, Tod, Trauer, wer kennt dies nicht, doch sicher kann es sehr schmerzhaft sein, wenn man die Mutter verliert. Was genau bringt es, intensiv auf die Handlung, die Protagonisten einzugehen. Dieser Roman ist nicht nur eine Geschichte, sondern mehrere und sie sind geschrieben worden, um die Frage zu klären, ob unglückliche Liebe vererbbar ist. Die Handlung beginnt vor über 100 Jahren, 1904, im Hafen von Swakopmund, der Kolonie Deutsch-Südwestafrika, mit Agnes Meding. Über 70 Jahre weiter in Schweden, hier lebt die alte Freundin von Agnes, Linnea. Endlich war es da, ein Mädchen, so stand es im Telegramm. Es war an der Zeit, alles zu ordnen. Es war aber auch an der Zeit, dass das Schweigen ein Ende hatte – so Linnea. Im nächsten Kapitel geht die Zeitreise in das Jahr 2013, mitten in der Hochzeitsfeier von Isabels bester Freundin Simone. Voller Erwartungen möchte Isabel natürlich den Brautstrauß fangen, ihren Freund Henning heiraten usw. Doch es kommt anders. Alles scheint wieder einmal schief zu laufen in ihrem Leben. Kein Brautstrauß, kein Freund mehr, den Job verloren. Abwechslung soll nunmehr der Urlaub mit Simone in den Bergen bringen. Eine Zufallsbegegnung mit einem Biker, der sie auf einer Bergtour zu Fall bringt, dann die Anrufe aus dem Heim ihrer Mutter, die plötzliche Abreise von Isabel. In den letzten Stunden, die ihr noch mit Constanze verbleiben, wünscht sie sich nur eins, dass ihre Mutter die sie quälenden, belastenden  Fragen beantwortet. S. 109 „Isy, schau nicht mehr in die Vergangenheit zurück. Was vorbei ist, ist vorbei.“ Im jeweiligen Wechsel wird die Geschichte von den Frauen erzählt, Vergangenheit und Gegenwart, oft ein Spagat, dass der Leser dem gut folgen kann. Dieser Spagat ist der Autorin sehr gut gelungen und spätestens nach dem Kapitel, in dem Constanze stirbt, ist es nicht mehr möglich, sich diesem Buch auch nur stückweise zu entziehen. Fazit: „Das Geheimnis der Herzkirschen“ ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Es ist nicht mal eben einfach so weggelesen und auch im nachhinein wirkt es. Die Suche nach der Liebe, die Begegnung mit dem Tod, dem Alltag, Melancholie, Gefühle, offen für das Leben, der Lebensfreude. Das Fühlen füreinander da zu sein, dem anderen zu gehören, schon am Anfang macht uns die Handlung mit dem Rumba, dem Tanz, bekannt. Wer sich derart intensiv auf diesen Tanz einlässt, der spürt das Werben des Partners, das Miteinander und die Ausstrahlung, die beide nach Außen tragen, es wird von den Menschen Drumherum wahrgenommen. Meiner Meinung nach ist es genau das, was die Autorin durch die Intensivität, ihrer persönlichen Betroffenheit geschafft hat: den Leser in diese Verbindung, den Berührungen, mit hineinzuziehen und ein Stück  daran teilzuhaben. „Erinnerungen, sie leben, doch die Dämonen können wir verjagen.“ © Hannelore Kühlcke P.S. Ich liebe Mozart 

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  • Die Stimme der Ahnen

    Das Geheimnis der Herzkirschen
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    28. June 2013 um 13:18

    Glücklich feiert Isabel zusammen mit ihrer besten Freundin deren Hochzeit. Aber als der Brautstrauß geworfen wird, wird Isabel, die ihn eigentlich schon fast gefangen hätte, von ihrem Freund Henning zur Seite gestoßen. Als wäre dies nicht schon genug, macht er einen Atemzug später auch noch mit ihr Schluss! Isabel ist verletzt und verunsichert. Denn sie hat nicht nur ihren Freund, sondern auch ihren Job verloren, da Henning ihr Vorgesetzter war. Aber ihre Freunde lassen sie nicht hängen und so versucht Isabel, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Von ihrer Mutter bekommt sie leider nur Häme zu spüren, aber das kennt Isabel nicht anders. War ihre Mutter doch schon immer eine Super-Lehrerin, aber zu ihrem eigenen Kind kalt und abweisend. Ob es daran liegt, dass sie Isabel erst mit 50 Jahren bekommen hat? Oder gibt es einen anderen Grund dafür? Als ihre Mutter dann stirbt, erfährt Isabel, dass sie ein Grundstück geerbt hat. Eine bekannte schwedische Glasmalerin hat sie in ihrem Testament bedacht. Aber wer war diese Person wieso kennt sie Isabel und vermacht ihr das Haus samt Grundstück? Isabel macht sich auf die Suche nach der Lösung und findet dabei nicht nur ihre eigene Familiengeschichte ... Die Geschichte beginnt zunächst verwirrend. Der Leser startet im Jahr 1906 mit einem kurzen Einblick in das Leben von Agnes Meding. Danach der Wechsel ins Jahr 1978, bei der man kurz Linnea Svensson kennenlernt. Im dritten Kapitel lernt der Leser dann endlich Isabel kennen. Diese drei Protagonisten sind für den Verlauf der Geschichte sehr wichtig. Auch wenn sich die weitere Geschichte dann letztlich auf Isabel (im Jahr 2012) und auf Agnes (im Jahr 1926) konzentrieren wird, weckt dieses Wirrwarr zu Beginn das Interesse. Wie hängt die Geschichte der drei Frauen zusammen? Wer waren bzw. sind sie? Die Autorin hat sehr gründlich zur Thematik recherchiert. Dabei sich aber nicht nur auf die Gegebenheiten der jeweiligen Zeiten und Orte konzentriert, sondern auch das Menschliche näher betrachtet. Dem Nachwort ist zu entnehmen, dass die Autorin durchaus auch eigene Erfahrungen im Buch verarbeitet hat. Das wird gerade bei der Sterbeszene von Isabels Mutter Constanze deutlich. Aber auch die Verwirrtheit von Isabel nach dem Tod ihrer Mutter ist für jeden, der schon selbst einen derartigen Verlust erlebt hat, nachvollziehbar. Auch wenn die Geschichte zu Beginn sehr verwirrend beginnt, die Zeitsprünge, die unterschiedlichen Personen und Orte das ihre dazu tun, lohnt es sich dennoch, durchzuhalten. Spätestens ab Constanzes Tod verlaufen nur noch zwei Zeitebenen nebeneinander, die sich irgendwann miteinander verknüpfen. Die Protagonisten werden recht schnell durch die verschiedenen Zeitebenen eingeführt und man lernt die Hauptprotagonisten erst nach und nach richtig kennen. Bleiben die Figuren zunächst blass und unscheinbar, werden sie im Laufe des Buches immer farblicher und sympathischer. Es entwickelt sich eine komplizierte Familiengeschichte, die nicht nur spannend, sondern vor allem auch lehrreich für nachfolgende Generationen ist. Tiefgründig und einfühlsam weiß die Autorin dem Leser die verschiedenen Lebensgeschichten nahezubringen und regt ihn nicht nur zum Miträtseln, sondern auch zum Nachdenken an. Über 43 Kapitel hinweg, darf der Leser Agnes und Isabel begleiten, sie und ihre Geschichte kennenlernen. Ein Epilog, der ca. fünf Monate später spielt, rundet das Buch ab. Zurück bleibt ein Leser, der am Anfang verzweifelt, am Ende verzaubert ein wunderbares Buch zuklappt und die Geschichte noch weiterträumen wird. Die Geschichte ist in sich selbst abgeschlossen. Dank der auktorialen Erzählweise, wird der Leser in die Situation des allwissenden Beobachters versetzt. Er hat damit einen tieferen Einblick in die Geschichte und Gefühle der Protagonisten. Am Ende findet man ein Nachwort der Autorin zur Geschichte und Entstehung des Buches. Fazit: Eine tiefgründige Geschichte, die zunächst verwirrt, dann verzaubert und noch lange im Leser nachklingen wird.

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