Katryn Berlinger Im Schatten der Olivenbäume

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(2)
(4)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Im Schatten der Olivenbäume“ von Katryn Berlinger

1890 reist die schöne Engländerin Fiona mit ihrem Mann nach Ligurien, denn sie ist eine begabte Malerin, die sich nach dem Licht des Südens sehnt. Fiona bekommt den Auftrag, den Genueser Tuchfabrikanten Fabricio Perlucci zu porträtieren, der jedoch eine Bedingung an das Bild knüpft: Im Hintergrund soll ein kostbares Damasttuch abgebildet sein, auf dem sich Blätter und goldseidene Oliven zu einem raffinierten Muster verweben. Während ihrer Arbeit verliebt sich Fiona leidenschaftlich in Perluccis Sohn. Doch dann ist eines Tages das geheimnisvolle ›Tuch des grünen Goldes‹ verschwunden, und Fiona wird des Diebstahls verdächtigt …

Stöbern in Historische Romane

Das Ohr des Kapitäns

Wenig Handlung, lange Gespräche zum Erinnerungsaustausch. Wie in einem guten Geschichtsunterricht. Der Schluß kurz und unglaubwürdig.

Wichella

Die Salbenmacherin und die Hure

Mord im mittelalterlichen Nürnberg - und Olivera mittendrin!

mabuerele

Möge die Stunde kommen

Wieder einmal ganz wunderbar geschrieben.

Popi

Die schöne Insel

Ein packender, kurzweiliger und sehr abenteuerlicher Roman, der noch Raum für eigene Fantasien und Schlußfolgerungen läßt

Tulpe29

Das Lied der Seherin

Hat mir leider nicht ganz so gut gefallen wie die ersten Bände. Die irischen Namen und vor allem nicht übersetzten Sätze waren zu verwirrend

hasirasi2

Zeiten des Aufbruchs

Auch für diesen Band eine Leseempfehlung aus vollem Herzen und mit Überzeugung fünf Sterne. Mehr geht ja leider nicht.

IlonGerMon

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Amore und ein Familiengeheimnis

    Im Schatten der Olivenbäume
    Siko71

    Siko71

    02. November 2016 um 18:50

    Die junge Engländerin Fiona reist mit ihrem Mann Jefferson nach Ligurien um sich dort ein gemeinsames Leben aufzubauen und ihrer Malerei nachzugehen. Sie bekommt den Auftrag die Tuchfabrikanten Familie Perlucci zu porträtieren. Ein Damasttuch soll den Hintergrund des Bildes vervollständigen. Als die alte Messalina auftaucht und das Porträt zerstört, verschwindet auch das kostbare Damasttuch. Finoa wird des Diebstahls beschuldigt und begibt sich auf die Suche nach dem Tuch. Auf ihrer Suche stöbert sie ein altes Familiengeheimnis auf, freundet sich mit den Olivenbauern der Region an und verliebt sich in Saverio. Was hat es mit der alten Messalina und dem Familiengeheimnis auf sich?Ein sehr schöner, mit einem gefälligen Schreibstil geschriebener historischer Roman über "Amore" und die schöne Landschaft Liguriens. Sehr liebevoll wird die Beziehung der alten Messalina und der Olivenbauern zu den Olivenbäumen der Region geschildert.

    Mehr
  • Zuviel Sachkunde lässt den Figuren und der Spannung keinen Platz

    Im Schatten der Olivenbäume
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    07. September 2015 um 14:11

    Die junge Malerin Fiona heiratet in ihrer schottischen Heimat den amerikanischen Maler Jefferson, beiden Eltern ist das nicht Recht. Wir befinden uns am Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden reisen nach Ligurien, zu einem verwaisten Familienanwesen Fionas Familie. Das Ehepaar hat nun leichte Differenzen, denn er malt impressionistisch, nur noch draußen, das Licht einzufangen, zusammen mit einem Malerfreund, ist tagelang verschwunden. Fiona ist eher der holländischen Malerei zugetan, was ihr Mann als altmodisch empfindet. Die Männer verlassen das Haus, um in den Bergen zu malen. Fiona erhält den Auftrag, die Familie Perlucci zu malen, ein wertvolles Tuch soll der Mittelpunkt des Bildes werden. Jefferson verunglückt tödlich in den Bergen und Fiona wird beschuldigt, das wertvolle Familientuch gestohlen zu haben. Der Konflikt zwischen den Ehepartnern wurde für mich schriftstellerisch nicht behandelt, was aber interessant gewesen wäre. Sie Autorin lässt Jefferson abreisen, auch noch mit einem anderen Mann, dem er sehr zugetan ist. Zwischenzeitlich ist auch der Sohn der Familie Perlucci aufgetaucht, der wiederum von Fiona angetan ist und sie von ihm. Ein guter Konflikt zwischen den Männern lag nah … Jefferson aber kommt nicht zurück. Man lässt ihn sterben. Alles, was eine gute Geschichte ausgemacht hätte, wird zugunsten von Information geopfert. Zwischendurch in der Geschichte findet ein Briefwechsel mit Fionas Eltern statt, die sich in China aufhalten und von China und der dortigen politischen Entwicklung berichten. Fangen wir mit dem Letzten an. Das Buch ist überfrachtet mit verschiedenen Informationen. Hier frage ich mich, was die Autorin bewegt hat, auch noch die Chinafrage und Qualitätstee aufzuarbeiten. Für mich gehört dieser Briefverkehr nicht zum Roman, mich hat es im Lesefluss der schon überfrachteten Geschichte sehr gestört. Dazu kommt die Feindschaft, die zwischen Mutter und Tochter herrscht. Die hätte ausgearbeitet werden können, die jedoch leider in den Reiseberichten versickert und man bis zum Ende nicht aufgeklärt wird, worum es in diesem Konflikt wirklich geht. Sämtliche zwischenmenschlichen Konflikte, die einen guten Roman ausmachen, werden nicht angegangen. Auf Grund der Informationsüberfrachtung wirkt die Geschichte sehr distanziert, was die Charaktere betrifft. Nicht einer konnte mein Wohlwollen erlagen, Emotionen bei mir aufkommen lassen, auch nicht Fiona. Die Figuren bleiben fern, verblassen zwischen den Beschreibungen. Der Anfang des Romans trieb mich mehrfach dazu, mich mit anderen interessanten Büchern weiterzubeschäftigen, ich war es leid, eine Abhandlung über diverse Dinge zu lesen, die wie die Abschrift aus dem Lexikon klangen. Auch hier schaffte es die Autorin es nicht, Geschehnisse mit Informationen so zu verweben, dass es nach einer Geschichte klang. Hier wurde der Impressionismus erklärt, die alten holländischen Maler, die Farbherstellung der alten Schule, wobei Fiona mit Farben aus der Tube malt. Fiona hält beim Malen einer Familie, einen Vortrag über die verschiedenen Gifte in den Farben, unter anderem über Quecksilber. Nach dem Vortrag hätten alle aufstehen und den Raum verlassen müssen. Ich denke nicht, dass sich ein Maler so ernsthaft mit der Giftigkeit der Farben auseinandergesetzt hat. Ebenso war über Quecksilber zu der Zeit nicht viel bekannt, schon gar nicht wusste jeder darüber Bescheid, wie hier sämtliche Familienmitglieder. Auch wirkte der Vortrag so, als hätte die Autorin einen Teil eines Lehrbuchs in den Text kopiert. Ich fragte mich die ganze Zeit, wohin die Autorin mich führen will, es eröffnete sich kein Konzept für mich. Reisen, Beschreibungen, Erörterungen, Briefe aus China über Land und Leute, Politik. Die Sprache der Zeit wurde für mich auch nicht umgesetzt, alles klang wie heutige Sprachverwendung. Nicht einmal fühlte ich mich über 100 Jahre rückversetzt. Briefe begannen mit: „Liebe Fiona, Lieber Jefferson“. Die Mutter schreibt: „… klare Zeichnung der Motive auf hellem Untergrund (Scherz!) – und bestem Darjeeling.“ Ein Brief von heute … Fiona wird gefragt: „Wer verdammt noch mal sind Sie Fiona?“ Das habe ich mich bis zum Ende gefragt. Nach der Hälfte nimmt die Geschichte endlich ein wenig Stabilität an und es entwickelt sich eine Handlung. Fiona sucht nach dem Tuch, will nicht auf sich sitzen lassen, als Dieb beschuldigt zu werden. Die Exkurse zur Herstellung von Olivenöl haben mich etwas besänftigt, hier wurden Fakten gekonnt in die Erzählung eingesetzt. Allerdings wurde die Geschichte hier an vielen Stellen unglaubwürdig. Ich erwähnte, dass Beschreibung von Zwischenmenschlichkeit der Autorin nicht liegt. Das gilt insbesondere für die (glücklicherweise kurzen) Liebesszenen und Unterhaltungen innerhalb der Familie. Hier wird es schwülstig und passt so gar nicht zu den nüchternen Beschreibungen. Das Ende ist dann nicht nur schnulzig, sondern nicht zu fassen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute … Die Autorin hat im Schmetterlingsstil geschrieben, flatterhaft, immer mal ein wenig nippen … Die Geschichte springt von Quelle zu Quelle und wenn es in der Erzählung schwierig wird zwischen den Menschen, flattert man weiter, man legt Kilometer dazwischen oder lässt Leute verschwinden durch Reisen oder den Tod. Bloß nicht in die menschliche Tiefe gehen, nur nichts ausdiskutieren. Es gibt keinen wirklich roten Faden in diesem Buch und darum auch keinen Spannungsbogen. Ich jedenfalls habe mich hindurchgequält.

    Mehr
  • Rezension zu "Im Schatten der Olivenbäume" von Katryn Berlinger

    Im Schatten der Olivenbäume
    Klusi

    Klusi

    11. February 2013 um 21:56

    Im Frühling 1890 reisen die englische Malerin Fiona Turlington und ihr Mann Jefferson Cork, der ebenfalls Künstler ist, nach Ligurien. Beide wollen in ihren Bildern das besondere Licht des Landes einfangen. Das Künstlerehepaar bezieht eine idyllisch gelegene Villa in San Remo und widmet sich fortan der Kunst und der Liebe. Das Glück währt jedoch nicht lange, denn Jefferson verunglückt tödlich. Fiona ist nun ganz auf sich gestellt. Von dem Genueser Tuchhändler Fabricio Perlucci erhält sie den Auftrag, ein Familienporträt zu malen. Die gesamte Familie Perlucci steht in historischen Kostümen Modell. Außerdem soll ein kostbares altes Tuch, mit einem kompliziert gewebten Muster, aus den Früchten und Blättern des Olivenbaums, auf das Gemälde. Bei einem unglückseligen Zwischenfall verschwindet dieses Tuch, und Fiona wird von Perlucci verdächtigt, es entwendet zu haben. Nun muss sie beweisen, dass sie unschuldig ist und nichts mit dem Diebstahl des Tuches zu tun hat. Das schon sehr angespannte Verhältnis zu Perlucci wird noch komplizierter, denn Fiona hat der Malerin Messalina Bandonelli am Totenbett versprochen, sich für den Erhalt der alten Olivenbäume einzusetzen, die Fabricio Perlucci großzügig, aus geschäftlichen Interessen, abholzen lässt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen im Verlauf der Handlung gestalten sich größtenteils kompliziert. Besonders Fionas Mutter wirkt sehr überspannt und macht ihrer Familie das Leben nicht leicht. Fionas Vater leidet sehr unter den Extravaganzen seiner Gattin, und ich habe mich immer wieder über seine fast übermenschliche Geduld und Treue ihr gegenüber gewundert, die in seinen Briefen zum Ausdruck kommen. Die Romanze, die sich zwischen der jung verwitweten Fiona und ausgerechnet Perluccis Sohn anbahnt, läuft eher am Rande und wirkt anfangs hoffnungslos. Daneben kommt Fiona einem alten Familiengeheimnis auf die Spur. Bei der Entwicklung ihrer Nachforschungen gibt es für meinen Geschmack zu viele Zufälle, so dass mir die ganze Geschichte nicht sehr glaubwürdig erschien. Die wahre Stärke und Faszination dieses Romans liegt für mich nicht so sehr in der Handlung, sondern in den malerischen, üppigen Schilderungen der Landschaft, die fast etwas Meditatives haben. Man meint fast, das Meer rauschen zu hören und eine leichte, salzige Brise zu spüren. Daneben gewinnt man noch eindrucksvolle Kenntnisse zur Malerei und den Farben. Interessant und fesselnd ist das reichhaltige Wissen über die Olivenbäume, ihre Früchte und die Vielseitigkeit ihrer Nutzung, denn das wird mit viel Atmosphäre, sehr lebendig und ausführlich dargestellt. Man erfährt viel über die Olivenernte, und bei der anschließenden Verkostung des frisch gewonnenen Öls, die ebenfalls umfassend beschrieben ist, bekommt man richtig Appetit. Um diesen stillen zu können, findet man im Anhang gleich eine gute Auswahl an Rezepten für ligurische Köstlichkeiten. Es ist ein Buch für Genießer, auf das man sich mit allen Sinnen einlassen muss.

    Mehr