Katy Mahood

 3.4 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von Katy Mahood

Persönliche Geschichten: Katy Mahood ist 1978 in Großbritannien geboren. Sie studierte in Edinburgh und Oxford und arbeitete im Anschluss im Verlag und im Marketing. Daneben engagiert sie sich ehrenamtlich für Krebserkrankte. 2013 bekam sie ein Alumni-Stipendium von Oxford verliehen, mit dem sie an einem unabhängigen Projekt zu den Themen Gesundheit und Architektur arbeitete. Sie war im Zusammenhang mit ihrer Arbeit bereits an mehreren Büchern beteiligt und veröffentlichte schließlich mit „Entanglement“ 2018 ihren ersten eigenen Roman. 2019 erschien mit „Die Wege, die wir kreuzen“ die deutsche Ausgabe des Buches. Die Idee dazu kam ihr, als ihr Mann erkrankte und nach Jahren der Behandlung wieder geheilt war. Sie stellte sich selbst die Frage, ob sie etwas bereuen würde, wenn sie nur noch einen Tag zu leben hätte. Und sie begann sich zu fragen, wie die Wege der Menschen vernetzt sind. Mahood lebt heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Bristol.

Alle Bücher von Katy Mahood

Cover des Buches Die Wege, die wir kreuzen (ISBN:9783426281857)

Die Wege, die wir kreuzen

 (7)
Erschienen am 11.01.2019
Cover des Buches Die Wege, die wir kreuzen (ISBN:9783426450888)

Die Wege, die wir kreuzen

 (0)
Erschienen am 03.01.2019

Neue Rezensionen zu Katy Mahood

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Rezension zu "Die Wege, die wir kreuzen" von Katy Mahood

Sentimentale Paargeschichte
NeriFeevor 2 Monaten

Vor ca. dreizehn Jahren las ich Dave Nicholls´" Zwei an einem Tag". Besonders Filmliebhabern dürfte der Titel etwas sagen, denn das Buch wurde mit Anne Hathaway und Jim Sturgess in den Hauptrollen verfilmt. Das erzähle ich deshalb, weil "Die Wege die wir kreuzen" von der Autorin Katy Mahood mich stark an Nicholls Roman erinnert. Immerhin spielt die Geschichte auch über einen Zeitraum von vielen Jahren und erzählt von Verliebten, deren Wege sich kreuzen.


Die Emotionalität, mit der Mahood arbeitet, gefällt mir ebenso wie die hoch sensible Handlung in "Zwei an einem Tag". In der Geschichte werden zwei Paare thematisiert, deren Wege sich im Laufe des Lebens immer wieder kreuzen. Die Charaktere John, Stella, Charlie und Beth begegnen sich immer wieder in den Straßen Londons. Zunächst wissen alle vier nichts voneinander und das macht den Zauber der Geschichte auch aus, die ich sehr gern zur Adventszeit gelesen habe.


Wer mich kennt oder meine Rezensionen verfolgt hat, weiß, dass ich eine Vorliebe für Familiengeschichten habe. So konnte mich das Buch durch wachsende Liebe, gescheiterte Pläne, folgenreiche Begegnungen und Familienfreuden überzeugen. Die Frage, wie uns zufällige Begegnungen beeinflussen können, steht durchweg im Raum. 


Ein so gefühlvoller Roman, der mitten ins Herz trifft. 


Ich danke dem Droemer-Verlag!


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Rezension zu "Die Wege, die wir kreuzen" von Katy Mahood

Etwas deprimierende Grundstimmung ...
Die-weinvor 10 Monaten

Ich weiß gar nicht so recht womit ich bei dieser Rezension anfangen soll und wie ich das, was mir während des Lesens dieser Geschichte durch den Kopf ging, in passende Worte fassen kann. Um es kurz zu machen: Die Wege, die wir kreuzen" ist definitiv kein Buch, das man zügig mal nebenher lesen kann und war aufgrund des Klappentextes auch völlig anders, als ich dies erwartet hatte.

Ich brauchte lange um mich überhaupt erst mal reinzufinden und die Charaktere auseinanderzuhalten, da es anfangs so merkwürdig geschrieben war und ich nach den ersten Kapiteln so gar keinen Zusammenhang zwischen den vielen Personen erkennen konnte. Nach und nach wurde es zwar besser, ich wusste dann aufgrund der Ereignisse sowie den Beschreibungen wer mit wem zusammenlebt, aber dass sich die zufälligen Begegnungen der Vier irgendwie auf deren Leben auswirkten, empfand ich leider nicht so. Stattdessen nahmen diese sich gegenseitig nicht mal sonderlich wahr und hätten wohl auch dasselbe Leben geführt, ohne dass sie ab und zu sich kurz gesehen hätten, dachte ich. Erst viel viel später, nämlich jetzt beim Schreiben dieser Rezension, habe ich die ersten Seiten nochmal überflogen und verstanden, dass wohl insbesondere Charlie durch diese erste Begegnung dreißig Jahre zuvor Glück im Unglück hatte.

Die beiden Paare führten ein sehr unterschiedliches Leben und nachdem der Alltag in deren Beziehungen einkehrte, fand ich das schlichtweg deprimierend wie sie miteinander umgingen und wie unglücklich sowie unzufrieden sie wirkten. Oftmals musste ich mich wirklich überwinden die Geschichte weiterzulesen, da mir da niemand sonderlich sympathisch war und das Ganze sich so dermaßen dahinzog. Trotzdem war ich später froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten hatte, denn die zweite Hälfte der Geschichte war wesentlich spannender und die Protagonisten hatten sich weiterentwickelt, sodass vorallem Charlie mir doch noch irgendwie ans Herz wuchs.

Der Schreibstil ist speziell und ich musste oftmals zurückblättern, um einzelne Passagen erneut zu lesen. Die düstere, melancholische Stimmung, die die ganze Zeit über vorherrschte, sorgte bei mir leider dazu, dass ich das Buch oftmals nach ein oder zwei gelesenen Kapiteln genervt zuklappte. Naja, und meiner Meinung nach hätte man die einzelnen Begegnungen vielleicht etwas anders umsetzen können.

Mein Fazit:

Nachdem ich mich mehr oder weniger unheimlich durchquälte durch die erste Hälfte des Buches, schaffte es die Geschichte im zweiten Teil dann doch noch, mich zu fesseln. Ich würde jedem empfehlen zuvor die Leseprobe zu lesen, denn diesen speziellen, schwierigen Schreibstil mag sicherlich nicht jeder.

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Rezension zu "Die Wege, die wir kreuzen" von Katy Mahood

Ein bewegender Roman, der sehr düster in Erscheinung tritt
Kriminevor einem Jahr

Die junge Studentin Stella hat in ihrem Leben noch viel vor, als sie in einem Pub auf den Naturwissenschaftler John trifft und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Ohne es zu wollen, wird sie schwanger und mit dem Ziel eine Familie zu gründen, heiraten sie. Nur, dass John weiterhin seinen Forschungen auf dem Gebiet der Quantenphysik nachgehen kann und Stella, anstatt ihre Doktorarbeit zu schreiben, die Rolle der Haufrau und Mutter übernimmt. Eine Entwicklung, die sie zunehmend unzufrieden werden lässt und erst als John schwer erkrankt und nicht mehr arbeiten kann, raufen sich beide erneut zusammen.

Demgegenüber sieht es bei der Lehrerin Beth und dem Literaturagenten Charlie ganz anders aus. Schon seit längerer Zeit wünscht sich Beth ein Kind und ist regelmäßig enttäuscht, weil es nach einer erlittenen Fehlgeburt mit dem Familienzuwachs einfach klappt. Eine enorme Belastung für die junge Frau, die neben Charlies zunehmenden Alkoholkonsum auch noch seine plötzlich zutage tretenden Untreue ertragen muss. Und erst als Beth einer kleinen Tochter das Leben schenken kann, entsagt Charlie dem Alkohol. Doch nun ist es für die Rettung ihrer zerbrochenen Ehe längst zu spät.

Katy Mahood hat in ihrem einfühlsamen Roman zwei völlig unterschiedliche Paare in den Mittelpunkt der Handlung gestellt, die sich immer wieder in London begegnen, ohne zu wissen, wer der jeweils andere ist. Erst ein später Schicksalschlag führt sie zusammen und sorgt dafür, dass sich das nach Jahrzehnten voller Liebe, enttäuschter Hoffnungen und zerplatzter Träume plötzlich ändern wird. Bis dahin aber begleitet der Leser abwechselnd das eine oder andere Paar, ist dabei, als sie beschließen ihren Weg gemeinsam zu gehen, nimmt an ihrem Leben und ihren Entscheidungen teil und muss mit ansehen, dass trotz einer anfänglichen Einigkeit die Beziehungen zwischen ihnen ins Wanken geraten.

Der Schreibstil von Katy Mahood ist wunderbar plastisch, sodass man als Leser die einzelnen Orte, Figuren und Szenen jederzeit vor sich sieht. Deshalb stört es wenig, dass gerade zu Beginn wenig geschieht und es lange Zeit nur Andeutungen und schwer einzuordnende Handlungssplitter gibt. Denn erst viel später kristallisieren sich aus den erzählten Bruchstücken die Lebensgeschichten beider Paare heraus, die geprägt durch unverstandene Gefühle und der daraus resultierenden Einsamkeit eher düster und nur schwer zu ertragen sind. Und obwohl in diesem Buch eine negative Grundstimmung überwiegt und der Leser eher die Schattenseiten des Daseins ertragen muss, lässt ihn das Schicksal der Figuren nicht mehr los.

Fazit:
Ein bewegender, atmosphärischer und tiefgründiger Roman, der nur langsam verinnerlicht werden kann und durch seine enorme Gefühlsvielfalt viel Stoff zum Nachdenken hinterlässt.

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