Alle Bücher von Kaufmann

KaufmannÜber lothringische Geschichte und Geschichtsschreibung
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Über lothringische Geschichte und Geschichtsschreibung
KaufmannCourt Cloister & City: The Art and Culture of Central Europe, 1450-1800
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Court Cloister & City: The Art and Culture of Central Europe, 1450-1800

Neue Rezensionen zu Kaufmann

Neu
Zu diesem Autor gibt es noch keine Rezensionen.

Gespräche aus der Community

Neu
Eulenspiegel_Verlagsgruppes avatar

Einmal auf Weltreise gehen, alle Länder dieser Welt entdecken, Menschen und Kulturen kennenlernen – das ist ein Traum für viele. Walter Kaufmann hat diesen Traum gelebt und den Satz »Eines Tages gibt´s kein Land, das ich nicht kenne« wahrgemacht - zumindest fast. In seiner Autobiografie »Meine Sehnsucht ist noch unterwegs. Ein Leben auf Reisen« teilt er seine Erfahrungen mit uns.

Als Seemann, Journalist und Schriftsteller bereiste er die Welt erlebte Zeitgeschichte am eigenen Leib und verwandelt sie in Literatur. Er verbindet die Begegnungen seines Lebens zu einem Mosaik, legt Zeugnis ab vom Klima der Zeit, von Wohl und Wehe der Menschen und lässt die Atmosphäre historischer Schauplätze erleben. 

»Das Leben des […] Walter Kaufmann war und ist fantastisch: Jude, Emigrant, Pfirsichpflücker, Soldat, Hafenarbeiter, Reporter und Autor. Es ist mehr als nur ein Leben, das Kaufmann hat, es sind mehrere.«
deutschlandradiokultur.de


Also: Auf ins Abenteuer!
Um in den Lostopf zu hüpfen, verraten Sie uns, wo Sie am liebsten einmal hinreisen möchten und warum.


Besuchen Sie uns auch auf Facebook:

https://www.facebook.com/Eulenspiegelverlagsgruppe/
Zur Buchverlosung
ErnstKaufmanns avatar

Bewerbt euch jetzt für eines von 10 Rezensionsexemplaren zur Leserunde.


Wir suchen 10 Leser, die das Buch in einer Leserunde lesen möchten und darüber auch ihre Meinung abgeben. Natürlich würden wir uns über einige Blogger in der Leserunde freuen – schreibt uns dazu bei der Bewerbung Eure Blogadresse.

Seid Ihr interessiert? Dann beantwortet unserer Bewerbungsfrage:
"Mein Eindruck von Inhalt und Leseprobe"

Ernst Kaufmann nimmt als Autor an der Leserunde teil und beantwortet Eure Fragen.

Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Leser, die das Buch bereits besitzen, sind herzlich eingeladen damit ebenfalls an der Leserunde teilzunehmen.

Die Bewerbungsfrist endet am Montag, den 12. Oktober um 24 Uhr.

Ich freue mich auf Eure Posts.

Dany Winter
PR und Pressebetreuung




INHALT

Einprägsam und mit feinem Humor schildert die Biografie das faszinierende Leben des jüdischen Komponisten Bruno Granichstaedten.

Einst gefeierter Star des Wiener Theaterpublikums, wird er nach dem Anschluss Österreichs verhaftet und entgeht nur durch die Intervention prominenter Künstler dem KZ. Auf abenteuerlichen Wegen gelingt ihm schließlich die Flucht vor dem NS-Regime über Luxemburg nach Amerika.

Dort kann er jedoch nie Fuß fassen und fristet sein Dasein als Pianist in einer Bar. In der letzen Nachricht aus Deutschland erfährt er von der Deportation seines Sohnes nach Auschwitz, wo dieser schließlich vergast wird. Verarmt, vergessen und von den Schicksalsschlägen schwer gezeichnet, stirbt Granichstaedten im Mai 1944 an einem Herzanfall in New York.

Die Biografie, über den Wiener Ausnahmekünstler, ist eine sehr persönliche Annäherung an die Geschichte eines leidenschaftlichen Menschen zwischen Erfolg und Ohnmacht. Das Buch verknüpft Granichstaedtens Leben aber auch mit der Geschichte der Wiener Musikszene vom ausgehenden 19. Jh. bis in die Zeit der amerikanischen Emigration.




LESEPROBE

Die Tropfen des beginnenden Regens klopften unregelmäßig auf die Fensterscheiben des kleinen Apartments in der 55. Straße in Midtown New York, dem Theaterviertel nahe des Central Parks. Sie liefen in schmalen Bächen über das Glas und hinterließen Spuren, wie kleine Sprünge, in denen sich das noch immer helle Blau des abendlichen Herbsthimmels spiegelte. Die winzigen Wasserläufe, die im späten Sonnenlicht immer wieder kurz aufblitzten, ließen die übrige Fensterscheibe grau und staubig erscheinen.
»Unbarmherzig«, dachte Bruno, der das Spiel von seiner Schreibmaschine aus verfolgte, nachdenklich. Vieles, was in seiner Erinnerung aufleuchtete, war genauso unstet, kaum zu greifen, und trotzdem wurde dadurch alles, was zwischen diesen flüchtigen Reflexionen lag, beinahe farblos und unbedeutend. »Nur ein paar glänzende Augenblicke …«
Er stand auf, ging um den Schreibtisch herum und trat ans Fenster. Auf den wenigen Seiten, die er geschrieben hatte, stand noch kein Satz, der ihn zufriedenstellte.
Dicht hinter der Scheibe kniff er die Augen zusammen und starrte durch die verästelten Spuren des Regens nach unten auf den hektischen Betrieb in der Straße, acht Stockwerke unter ihm. Das Öffnen und Schließen der Regenschirme, die von oben nur wie große, bunte Kreise aussahen, folgte einem eigenwilligen Rhythmus. Keinen, den er voraussehen konnte, der aber doch bestimmten logischen Gesetzen zu folgen schien – eine seltsame Musik, von einem fremden Volk, die man sah, aber nicht hörte, stumm, aber doch aufdringlich.
Ein feines Lächeln lief über Brunos Mundwinkel bei dem Gedanken, denn genau so fühlte er sich hier bei den Amerikanern, wie unter einem fernen, unentdeckten Volk – noch sprachlos in seiner Kultur, aber schon dreist in seinem Wesen. Und so unverschämt unbekümmert.
Wenn man durch das Wasser schaute, das über die Scheiben lief, erschien alles seltsam verzerrt, ähnlich wie in der Rückschau auf sein Leben, das er begonnen hatte niederzuschreiben. Weniger, um es der Nachwelt zu erhalten, als vielmehr, um sich Mut zu machen, dass das nicht alles gewesen sein konnte.
»Als ob das so wichtig wäre«, murmelte er vor sich hin und dachte an die Nachricht, dass sein Sohn in Auschwitz war. Abgeholt und ins Deutsche Altreich zum Arbeiten deportiert hatte ihn die SS schon im Sommer ’38. Aber nun Auschwitz, ein Ort irgendwo in Polen, wo man die Juden verbrannte und verscharrte. Und mittendrin Felix, ein sanfter Junge mit klugen Augen.
Bruno griff mechanisch nach einer Zigarre, um das aufkommende Gefühl zu beruhigen. Angeblich wussten die daheim nichts von den Lagern, aber hier, da erzählten sie es dir an allen Ecken.
Er ging zurück zum Tisch und sah auf die Blätter hinunter, die neben der Schreibmaschine lagen. Mein Leben ..., das waren die ersten Worte, die er heute Morgen getippt hatte.
Ein Leben – was war das überhaupt? Hatte denn das aufgeweckte Kind von damals, das mit seiner Mutter Papierdampfer am Donaukanal schwimmen ließ, noch etwas mit dem müden, verstummten Mann zu tun, den ein großer Dampfer sechzig Jahre später nach Amerika gebracht hatte?
Bedächtig drehte er die halb getippte Seite aus der Walze, nahm die vier beschriebenen Seiten, die bereits neben der Maschine lagen und warf alles gemeinsam in den Papierkorb neben dem Schreibtisch.
Er wollte noch einmal anfangen, ganz von vorn, nicht mehr von den paar glänzenden Augenblicken schreiben, sondern von den Zwischenräumen, den scheinbar unbedeutenden Momenten – von dem Vater, dessen Sohn ins KZ verschleppt wurde, von dem Mann, der seine große Liebe zu spät kennengelernt hatte, von dem Wunderkind, das aus seiner Heimat vertrieben worden war.
Der Regen war stärker geworden.

Weiter Infos zum Buch und den Autoren gibt es auf der Homepage des Verlags: www.edition-av.de.
Zur Leserunde

Community-Statistik

in 1 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks