Kayla Ancrum

 3.9 Sterne bei 62 Bewertungen
Autorin von Wicker King.

Lebenslauf von Kayla Ancrum

Eine besondere und starke Stimme der Gegenwart: Kayla Ancrum ist in Chicago, Illinois aufgewachsen. Sie ging auf die Dominican University, wo sie eigentlich Modemarketing studieren wollte. Dann wurde sie jedoch zu einem Studium in englischer Literatur verlockt, nachdem sie sich mehrere Nächte mit Literaturkritik auseinandersetzte und andere Studenten kennenlernte. Derzeit lebt sie in Andersonville, wo sie während der Arbeit Bücher schreibt, wenn keiner zuschaut. Kayla Ancrum ist bisexuell setzt sich für die Representation von LGBTQ+ in der Literatur ein. Ihr Debütroman „The Wicker King“ erschien an Halloween 2017, die deutsche Übersetzung folgte 2018. Am liebsten beschäftigt sie sich mit Prokrastination, sozialer Gerechtigkeit, Fanfiction und unlustigen Memes.

Alle Bücher von Kayla Ancrum

Wicker King

Wicker King

 (62)
Erschienen am 21.09.2018

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Rezension zu "Wicker King" von Kayla Ancrum

Gutes Thema, tolle Aufmachung, katastrophale Umsetzung.
Kartoffelschafvor 2 Tagen

Ich weiß gar nicht recht, was ich zu diesem Buch sagen soll, mit der Rezension tue ich mich jetzt definitiv schwer .... 


Die Aufmachung ist wahnsinnig toll, die Idee dahinter auch perfekt umgesetzt. 
Das war es dann aber auch schon, was ich an positiven Dingen berichten kann. 
Selten habe ich ein Jugendbuch gelesen, welches derart gewollt tiefgründig wirkt, ein wichtiges Thema aber derart abstrus rüber bringt, dass man sich nur an den Kopf fassen möchte. 
Ich vermag nicht nachzuvollziehen, was die Autorin daran gehindert hat, das Potenzial der Idee auszuschöpfen - Fakt ist aber, dass nur an der Oberfläche gekratzt wird. 

Die Protagonisten sind mir bis zur letzten Seite unsagbar unsympathisch gewesen. Der vermeintlich starke, wie auch der devote Part. 

Insgesamt fragt man sich, was mit diesem Geschreibsel überhaupt bezweckt wurde. Die Geschichte vermag die Tragweite dessen, was die Autorin vermutlich bezweckt hat, nicht einmal ansatzweise transportieren. 

Am Ende werden dann noch seltsame Wendungen eingebaut, die das Ganze umso unglaubwürdiger machen. 

Selten hat mich ein Buch derart aufgeregt. Da werden Themen wie Selbsthass, Verzweiflung, Liebe zwischen 2 männlichen Teenagern, Abhängigkeit, die Selbstfindungsphase und sogar suizidale Gedanken in einem merkwürdigen, an Fantasy anmutenden Geschichtchen verpackt. 
Irgendwie ohne Fingerzeig, der für mich in ein gutes Jugendbuch zu solchen Themen gehört und ohne einen wirklichen Abschluss. 

Nein danke, das war nichts in meinen Augen und ich kann den Hype nicht nachvollziehen. 
Meiner Meinung nach nicht lesenswert.

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Rezension zu "Wicker King" von Kayla Ancrum

Interessante Charaktere und Handlung, die Umsetzung passte nicht
Griinsekatzevor 9 Tagen

 Die Geschichte wird in Episoden erzählt. Hier mal eine kurze Gegebenheit, da mal eine. Dadurch bekommt man kein Gefühl für die Charaktere. Die Nebencharaktere sind dünn wie Papier und mit August und Jack habe ich es nicht leicht gehabt. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sich die Autorin etwas mehr Zeit nimmt, die Szenen auszuarbeiten. Ein bisschen mehr Details, mehr Info, wodurch auch die Charaktere mehr tiefe bekommen.

August und Jack sind beste Freunde und die Beziehung der beiden ist ganz schön intensiv. Sie sind immer füreinander da und besonders August umsorgt Jack, wo er nur kann. Beide sind vernachlässigte Kinder, die nur den jeweils anderen haben, dem sie bedingungslos vertrauen können. Als Jack dann anfängt zu halluzinieren, ist es klar, an wen er sich wendet. Und auch dass August alles tun wird, um ihm zu helfen. Die Beziehung der beiden hat mir sehr gut gefallen. Man hat deutlich gemerkt, dass sie alles für den jeweils anderen machen würden. Sie vertrauen blind aufeinander.

Gemeinsam verrennen sie sich in eine Sache, die sich immer mehr auf ihr Leben auswirkt. Das wird durch die Aufmachung des Buches sehr gut dargestellt. Anfangs starten wir mit blütenweißen Seiten aber umso tiefer sich die Jungen darauf einlassen, umso dunkler werden die Seiten. Das schwarz bemächtigt sich immer mehr der Seiten. Das ist eine sehr gute Idee und untermalt die Geschichte gut.

Die Handlung ist ein bisschen verworren. Ich kann hier nicht zu viel verraten, da man sie wirklich selbst entdecken muss. Es ist auf jeden Fall mehr als es scheint und es werden einige ernste Themen angesprochen. Es sind nicht nur zwei Jugendliche, die sich in ihren Fantasien verrennen. Man muss sich erst an den Schreibstil gewöhnen, der nicht gerade detailliert ist. Und auch einige Situationen werden nicht ausreichend aufgeklärt. An einigen Stellen hätte ich mir mehr Infos gewünscht. So kratzt man teilweise nur daran und hat die Hoffnung Ende mehr zu erfahren.

Fazit
Interessante Charaktere und einen durchaus interessante Handlung. Die Umsetzung hat mir nur nicht so ganz gefallen. Ich hätte mir einfach mehr gewünscht. Die Aufmachung war hingegen großartig!

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Rezension zu "Wicker King" von Kayla Ancrum

Eines der ungewöhnlichsten und soghaftesten Bücher
Damarisvor 16 Tagen

Als ich Kayla Ancrums "Wicker King" zur Hand nahm, wusste ich wenig bis nichts über die Geschichte. Und dann ist da noch die einzigartig-besondere und herausragende Gestaltung des Buches, die nicht nur neugierig macht und dafür sorgt, dass man das Buch freudig beginnt, sondern die Geschichte so greifbar darstellt, dass sie den Leser mitten ins Buch zieht. "Wicker King" hat ein Thema, das nicht verschwiegen werden sollte, dessen Umsetzung jedoch wirklich hart und düster-bedrückend, eventuell auch verstörend sein kann. Ebenso wichtig wie das Thema ist die Tatsache, dass sich Leser darauf einstellen sollten, welch spezielle Geschichte da auf sie zukommt.

August und Jack sind schon immer befreundet, sehr intensiv befreundet. Und das, obwohl beide getrennte Freundeskreise haben und in der Schule zu verschiedenen Gruppierungen gehören. Privat ist es so, dass beide aus einem eher vernachlässigten Elternhaus kommen, unterschiedlich zwar, jedoch jeweils sehr problematisch. Daraus entwickelt sich eine gegenseitige Fürsorge, eine Art verpflichtende Abhängigkeit. Vor allem August hat das Gefühl, für Jack dasein zu wollen und auf ihn achtgeben zu müssen. Als Jack Halluzinationen entwickelt, und immer mehr in eine Fantasiewelt abdriftet, macht August dieses "Spiel" mit, vor allem, um Jack zu schützen. Eigentlich weiß August, dass Jack Hilfe braucht. Denn die Psychose wird nicht besser, sondern schlimmer ... und gefährlich für sie beide.

Hier muss ich erneut auf das Design des Buches eingehen, denn das flasht mich immer noch. Die Geschichte ist unterlegt mit Fotos, Illustrationen und Anmerkungen. Außerdem werden die Buchseiten immer dunkler, von weiß, unbefleckt, zu grau, wirr und dunkel bis schwarz. Das macht die Ereignisse der Geschichte, bzw. den Gemütszustand von Jack (und sicher auch August) sehr plastisch und sorgt für eine eindrucksvolle Leseatmosphäre.

Die Buchkapitel sind sehr kurz, die Sprache hat oft Gänsehautniveau. Das sogt dafür, dass man durch die Seiten rast, ohne die Grundstimmung und Schlüsselstellen aus den Augen zu verlieren. "Wicker King" lässt sich enorm vorwärtstreibend lesen. Dieses Buch ist wie ein Sog.
Ich glaube, dies ist eine der Geschichten, die beim Lesen kein gutes Gefühl im Bauch hinterlassen. Mich hat sie betroffen gemacht und stellenweise verunsichert. Vor allem die Hilfe, die Jack und August irgendwann bekommen (das ist wichtig zu wissen und kein Spoiler), empfand ich als nicht ganz zeitgemäß mit irgendwie offenem, ungewissen Ausgang für ihre Zukunft. Hier muss man die beiden definitiv loslassen. Durch den Lesesog kann man nicht wegsehen und weiß in etwa, worauf das Ganze zusteuert. Das ist spannend, aber nicht einfach zu verkraften. Die Anmerkung der Autorin am Ende ist Gold wert. Trotzdem wird man das Buch schließen und gedanklich immer wieder daran knabbern.

Fazit
"Wicker King" ist wohl eines der ungewöhnlichsten und soghaftesten Büchern, die ich bisher gelesen habe. Das Zusammenspiel von Geschichte und Buchgestaltung ist wahrscheinlich nicht zu übertreffen. Trotzdem sollten geneigte Leser wissen, dass die Thematik und ihre Umsetzung bedrücken, unter Umständen sogar verstören kann. Die Stimmung des Buches ist wirklich sehr düster und speziell. Mir gefiel's, aber das Gänsehautfeeling kommt jedes Mal wieder, wenn ich an die Geschichte denke.

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