Kazuaki Takano

 4.1 Sterne bei 277 Bewertungen
Autor von Extinction, Extinction und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kazuaki Takano

Kazuaki Takano wurde 1964 in Tokio geboren. Er arbeitet als Drehbuchautor in Hollywood und Japan und erhielt für seine Romane renommierte Preise. „Extinction“ wurde u.a. als bester Thriller des Jahres ausgezeichnet und stand in Japan monatelang auf den Bestsellerlisten.

Alle Bücher von Kazuaki Takano

Extinction

Extinction

 (207)
Erschienen am 11.10.2016
13 Stufen

13 Stufen

 (29)
Erschienen am 13.11.2017
Extinction: Thriller

Extinction: Thriller

 (2)
Erschienen am 02.01.2015
Extinction

Extinction

 (34)
Erschienen am 12.01.2015
13 Stufen

13 Stufen

 (5)
Erschienen am 13.11.2017
Genocide Of One

Genocide Of One

 (0)
Erschienen am 04.12.2014

Neue Rezensionen zu Kazuaki Takano

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JasperVormschlags avatar

Rezension zu "13 Stufen" von Kazuaki Takano

Krimi-Thriller mit Qualität
JasperVormschlagvor 3 Monaten

Derzeit lese ich einen Krimi von dem japanischen Autoren Kazuaki Takano, der durch seinen Thriller „Extinction“ bekannt geworden ist. Um ehrlich zu sein hatte ich bevor ich dieses Buch fand noch nie von Takano gehört, doch durch seine schlichte und für mich ansprechende Aufmachung sprang mir das Buch sofort ins Gesicht.

Es handelt sich um einen Krimi-Thriller, er spielt in Japan. Es geht um den wegen Mordes verurteilten Jun`ichi, der nach abgesessener Haftstrafe versucht ein neues Leben zu beginnen. Dabei hilft ihm sein ehemaliger Gefängnissaufseher, der ihnen beiden einen neuen Job besorgt: für einen undurchsichtigen Rechtsanwalt sollen sie die Unschuld eines zu Tode verurteilten beweisen. Der Haken ist, dass die Vollstreckung jeden Moment anstehen wird – und trotz mehr als sieben Jahre dauernder Recherche alles gegen den Verurteilten spricht…

Kazuaki Takano überraschte mich ein wenig mit einem guten, spannenden, aber schlicht gehaltenen Schreibstil. Ohne brutal oder actionreich werden zu müssen, gelingt es Takano den Leser zu fesseln und mitfiebern zu lassen. Mit immer neuen Spuren, immer weiteren Möglichkeiten, Theorien und zwischenmenschlichen Problemen baut er immer weiter auf, bis alles beinahe unerträglich wird, da man auf die Lösung wartet.

Doch dieses Buch reizt noch mit einer weiteren Seite: auf überlegte Art und Weise stellt der Autor die japanische Gesellschaft, das Rechtssystem sowie die weniger klaren Hirarchien und Höflichkeitsfloskeln vor. Außerdem rechnet er im Laufe des Buches immer mehr mit der Todesstrafe ab, jedoch auf ganz logische und vorsichtige Weise. Er zeigt verschiedene Meinungen und komplett unterschiedliche Persönlichkeiten vor, von denen manche für und manche gegen die Todesstrafe kämpfen. Die Grundeinstellung scheint jedoch zu sein: „Wer nicht bereuen kann, der wird zum Tode verurteilt“. Wer jedoch nicht bereuen kann, ist letztendlich ganz der Willkür des Richters überlassen. Im Fall des Buches handelt es sich um jemanden, der sein Gedächtnis verloren hat und sich nicht an den Mord erinnern kann. Doch kann man ohne Erinnerung bereuen?

Alles in allem könnte man also sagen, dass es sich auch um ein politisch komplett aktuelles Buch handelt, ist doch zwar in Deutschland und Europa, nicht jedoch in vielen anderen Teilen der Welt die Todesstrafe abgeschafft. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen!

Bei meinem Lieblingsbuchhändler: 13 Stufen

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michelles-book-worlds avatar

Rezension zu "13 Stufen" von Kazuaki Takano

13 Stufen..
michelles-book-worldvor 5 Monaten

Für eine Tat, an die ich mich überhaupt nicht erinnern kann.“ Zitat S. 10
Anders ergeht es Jun’ichi Mikami, der vorzeitig aus seiner Haft entlassen wird. Aber auch das schildert Takano mit einigen Schauderelementen. Jun’ichi würde man als den netten Jungen von nebenan bezeichnen. Er ist höflich, er fühlt sich verantwortlich, aber insgeheim bereut er seine Tat nicht. Warum, wird erst gegen Ende der Geschichte klar und als Leser wird man mit der Frage konfrontiert, ob manche Morde nicht doch gerecht seien. Erschreckend, oder?
Vom Gefängniswärter Shōji Nangō wird Jun’ichi angeheuert, die Unschuld Kiharas zu beweisen und ihn dadurch vor dem Galgen zu retten.
Die Story zeigt einerseits wie ungerecht manche Todesstrafen vollzogen werden, wie erschreckend Bürokratie und Gesetz ausgelegt werden, aber andererseits gibt es auch eine vertrackte Story mit vielen falschen Fährten und Geheimniskrämerei.
Leser, die Sinn und Tiefe in Geschichten suchen, kommen hier voll in den Genuss. Takano beleuchtet die Todesstrafe von allen Seiten: Von Verurteilten, die zitternd auf den Spruch der Todesboten warten, von Henkern, die das Urteil vollziehen müssen und zwischen Mitleid und dem Gefühl von Ungerechtigkeit und Abscheu und dem Gefühl von Gerechtigkeit hin- und hergerissen sind. Auch die Angehörigen der Opfer werden verschiedenen beleuchtet: Die einen, die trotz der Tat eine Begnadigung für den Täter fordern, und anderen, die unbedingt Rache in Form des Todes möchten.
Aber auch Leser, die eine gute Unterhaltung suchen, werden mit vielen falschen Fährten und einer Handlung, die sich langsam steigert und schließlich thrillerartig endet, belohnt.
Der Stil ist an manchen Stellen sehr japanisch. Sehr nüchtern, stellenweise sehr höflich, manchmal aber auch trocken. Der Stil zeigt aber auch, den kulturellen Unterschied zwischen uns und den Japanern. Emotionen werden verborgen, sind zwischen den Zeilen zu finden, ganz anders als bei uns. Anfangs befremdlich zu lesen, doch mit ein paar gelesenen Seiten gewöhnt man sich daran und lässt sich ein, in japanisches Denken und Leben.
Was Takano hier vorgelegt hat, ist ein Roman, der einen am Ende nicht mehr loslässt. Der die Frage, ob eine Todesstrafe gerecht ist oder nicht, nicht beantwortet. Der aber dazu anregt, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, weil es den Leser nicht mehr loslässt.
So einfach sind Lebens- oder wie in diesem Fall - Todesfragen nicht zu beantworten. Von daher sehr glaubwürdig, sehr erschreckend, sehr nachwirkend. Ohne zu urteilen oder zu bewerten, wird der Leser sich seine Antwort auf die Frage nach der Gerechtigkeit der Todesstrafe selbst suchen müssen.

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Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "13 Stufen" von Kazuaki Takano

Tod mit dem Tod sühnen?
Gwhynwhyfarvor 6 Monaten

Der erste Satz: »Die Todesboten erscheinen um neun Uhr morgens.«

Jun’ichi hat seine Strafe abgesessen, er hatte im Streit jemanden getötet. Seine Familie musste dafür bezahlen, hat alles verloren, die Firma vor dem Ruin, der soziale Abstieg in eine kleine Wohnung, in Japan bezahlt man mit Geld und mit Statusverlust: die gesamte Familie. Je höher die Wiedergutmachung an die Opfer ausfällt, umso geringer die Strafe. Er bekommt von dem Justizangestellten Nangō ein Angebot mit guter Bezahlung. Sie sollen die Unschuld von Kihara beweisen, eines Gefangenen aus der Todeszelle, denn der sitzt möglicherweise unschuldig, seine Hinrichtung steht kurz bevor. Er kann sich an nichts mehr erinnern, er war sturzbetrunken an diesem Tag. Wer sich nicht erinnern kann, kann nicht bereuen. Das japanische Strafrecht sieht bei einem Raubmord mit weniger als drei Getöteten nicht unbedingt die Todesstrafe vor. Wichtig ist die Reue, die begnadigen kann. Nangō hat auch getötet, es ist sein Job, eine Sache, die auf seiner Seele liegt.

»Kihara lauschte angestrengt und versuchte, die einzelnen Geräusche zuzuordnen. Mit Entsetzen hörte er ein leises Keuchen aus dem Lärm heraus. Dann vernahm er das Würgen eines von Todesangst gepeinigten Menschen, der sich krampfhaft erbrach, während er aus der Zelle geführt wurde. Kihara presste sich beide Hände auf den Mund, um den eigenen Brechreiz zu unterdrücken.«

Das Ermittlerduo muss sich beeilen. Was ist damals wirklich passiert? In diesem Roman geht es um den unnatürlichen Tod. Wann ist eine Tötung ein Mord, wann ein Todschlag, wann ist eine Tötung legal. Ist eine Tötung sühnbar? Wenn ja, in welcher Form? In 13 Stufen verläuft die reglementarische Abwicklung der Todesstrafe. Das japanische Verständnis von Recht ähnelt einerseits dem unseren, aber anderseits ist es völlig anders. Eine zerrissene Gesellschaft, verhangen in Traditionen, dem Abbitten, der sozialen Ausgrenzung, ein Roman, der uns das vor Augen hält. Bei der Recherche stößt das Ermittlerteam immer wieder auf Widersprüche, Ermittlungen landen in Sackgassen.

»Hör mal, es geht um die Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten. Vor unseren Augen sind beide Kandidaten am Ersaufen. Der eine ist ein zu Unrecht angeklagter Todeskandidat, der andere ein Einbrecher, der einen grausamen Doppelmord auf dem Gewissen hat. Wenn wir nur einen retten können, für welchen sollen wir uns entscheiden? Es besteht immer die Gefahr, dass Gesetze von Seiten der Mächtigen willkürlich ausgelegt werden.«

An manchen Stellen wirkt die Geschichte sehr sachlich, ist überfrachtet mit Fachinformation, es leidet das erzählerische Moment. Trotz allem lebt die Erzählung von der Auseinandersetzung mit der Todesstrafe, mit dem gesellschaftlichen Problem von Strafgefangenen und ihren Familien. Wendungen und unerwartete Wendungen halten die Spannung bis zum Schluss. Eins ist gewiss, am Ende wird irgendeiner sühnen müssen, sterben. Nur welcher wird es sein?

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Gespräche aus der Community

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LolitaBuettners avatar
LolitaBuettner
Hallo zusammen,

Ich sitze in München und wir haben strahlendes Sommerwetter. Es ist warm, heiß und soooo Sommer. Gestern war ein Feiertag hier in Bayern und obwohl ich absolut gern lese, fiel es mir schwer. Es war zu heiß, vor allem weil ich gerade EXTINCTION von KAZUAKI TAKANO lese.

Wie geht es euch mit dem Lesen bei so einem Wetter?
Lest ihr mehr?
Weniger?
Gar nicht?

Ich freue mich auf euer Feedback.
Jetzt muss ich aber zuerst an meinen Schreibtisch... schreiben, bei dem Wetter... auch so eine Sache.

Liebe Grüße,

Lolita
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