Kazuaki Takano 13 Stufen

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Inhaltsangabe zu „13 Stufen“ von Kazuaki Takano

Ein unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilter soll hingerichtet werden. Der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō und der auf Bewährung entlassene Jun'ichi erhalten den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Bestsellerautor Kazuaki Takano erzählt eine fesselnde Geschichte voller unerwarteter Wendungen und falscher Fährten bis hin zum furiosen Showdown. Am Beispiel der in Japan noch angewandten Todesstrafe stellt er die Frage nach Schuld und Reue, nach dem Recht auf Vergeltung. Dabei erzeugt seine vielschichtige Erzählweise eine außergewöhnliche Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite nicht loslässt.

Ich habe es verschlungen und die ganze zeit mitgefiebert...

— Claudisbuchblog

Die Seiten sind einfach dahingeflogen

— liberumseculum

Interessantes Grundthema, die eigentliche Handlung und vor allem die Übersetzung sind allerdings sehr holperig...

— KasiaJaeckel

Interessanter und spannender Roman über die Todesstrafe, Schuld, Strafe und Verurteilung. Überraschender Geheimtipp!

— Seehase1977

Ein interessanter und spannender Roman mit vielen verschiedenen Blickwinkeln!

— Unzertrennlich

Tabuthema beeindruckend erzählt

— MellieJo

Eindringliche Diskussion um die Todesstrafe

— Sigismund

Halbherzig engagierte Auseinandersetzung mit der Todesstrafe mit High-Noon-Finish - funktioniert irgendwie nicht.

— Wiebke_Schmidt-Reyer

Ein interessantes Buch über Sinn und Zweck der Todestrafe. Es war mir nur stellenweise zu viel Bürokratie und zu wenig Handlung

— Yolande

Eines der wichtigsten Bücher des Jahres! Ohne zu bewerten erzählt Takano aus verschiedenen Blickwinkeln eine Geschichte über die Todesstrafe

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Tod mit dem Tod sühnen?

    13 Stufen

    Gwhynwhyfar

    17. May 2018 um 13:34

    Der erste Satz: »Die Todesboten erscheinen um neun Uhr morgens.«Jun’ichi hat seine Strafe abgesessen, er hatte im Streit jemanden getötet. Seine Familie musste dafür bezahlen, hat alles verloren, die Firma vor dem Ruin, der soziale Abstieg in eine kleine Wohnung, in Japan bezahlt man mit Geld und mit Statusverlust: die gesamte Familie. Je höher die Wiedergutmachung an die Opfer ausfällt, umso geringer die Strafe. Er bekommt von dem Justizangestellten Nangō ein Angebot mit guter Bezahlung. Sie sollen die Unschuld von Kihara beweisen, eines Gefangenen aus der Todeszelle, denn der sitzt möglicherweise unschuldig, seine Hinrichtung steht kurz bevor. Er kann sich an nichts mehr erinnern, er war sturzbetrunken an diesem Tag. Wer sich nicht erinnern kann, kann nicht bereuen. Das japanische Strafrecht sieht bei einem Raubmord mit weniger als drei Getöteten nicht unbedingt die Todesstrafe vor. Wichtig ist die Reue, die begnadigen kann. Nangō hat auch getötet, es ist sein Job, eine Sache, die auf seiner Seele liegt.»Kihara lauschte angestrengt und versuchte, die einzelnen Geräusche zuzuordnen. Mit Entsetzen hörte er ein leises Keuchen aus dem Lärm heraus. Dann vernahm er das Würgen eines von Todesangst gepeinigten Menschen, der sich krampfhaft erbrach, während er aus der Zelle geführt wurde. Kihara presste sich beide Hände auf den Mund, um den eigenen Brechreiz zu unterdrücken.«Das Ermittlerduo muss sich beeilen. Was ist damals wirklich passiert? In diesem Roman geht es um den unnatürlichen Tod. Wann ist eine Tötung ein Mord, wann ein Todschlag, wann ist eine Tötung legal. Ist eine Tötung sühnbar? Wenn ja, in welcher Form? In 13 Stufen verläuft die reglementarische Abwicklung der Todesstrafe. Das japanische Verständnis von Recht ähnelt einerseits dem unseren, aber anderseits ist es völlig anders. Eine zerrissene Gesellschaft, verhangen in Traditionen, dem Abbitten, der sozialen Ausgrenzung, ein Roman, der uns das vor Augen hält. Bei der Recherche stößt das Ermittlerteam immer wieder auf Widersprüche, Ermittlungen landen in Sackgassen. »Hör mal, es geht um die Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten. Vor unseren Augen sind beide Kandidaten am Ersaufen. Der eine ist ein zu Unrecht angeklagter Todeskandidat, der andere ein Einbrecher, der einen grausamen Doppelmord auf dem Gewissen hat. Wenn wir nur einen retten können, für welchen sollen wir uns entscheiden? Es besteht immer die Gefahr, dass Gesetze von Seiten der Mächtigen willkürlich ausgelegt werden.«An manchen Stellen wirkt die Geschichte sehr sachlich, ist überfrachtet mit Fachinformation, es leidet das erzählerische Moment. Trotz allem lebt die Erzählung von der Auseinandersetzung mit der Todesstrafe, mit dem gesellschaftlichen Problem von Strafgefangenen und ihren Familien. Wendungen und unerwartete Wendungen halten die Spannung bis zum Schluss. Eins ist gewiss, am Ende wird irgendeiner sühnen müssen, sterben. Nur welcher wird es sein?

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  • 13 Stufen von Kazuaki Takano

    13 Stufen

    Claudisbuchblog

    03. April 2018 um 20:01

    Ich habe als letztes Buch 13 Stufen (Originaltitel: Jūsan kaidan (13階段), veröffentlicht 2001) von Kazuaki Takano beendet. Nachdem ich den Thriller Extinction des japanischen Schriftstellers (geboren 1964) verschlungen hatte, war für mich klar, den Autor behalte ich im Auge. Kazuaki Takano schreibt Drehbücher, Krimis und Thriller. 13 Stufen wurde mir freundlicherweise vom PENGUIN VERLAG zur Verfügung gestellt. Ich wollte dieses Buch unbedingt hören oder lesen, egal in welcher Form. Erhalten habe ich das eBook und verschlang es ebenfalls. Es gibt das Hörbuch zu 13 Stufen mit einer Dauer von 10:06 Stunden, gelesen von Sascha Rotermund. Als Taschenbuch hat der Roman 400 Seiten. Inhalt Japan, 2001: Ryō Kihara sitzt seit sieben Jahren wegen zweifachen Mordes in der Todeszelle, Nullbezirk genannt. Er selbst kann sich aufgrund einer Kopfverletzung infolge eines Motorradunfalls nach den Morden an die Ereignisse des Abends vor zehn Jahren nicht erinnern. Aussichtslos versucht er einen Grund für ein Wiederaufnahmeverfahren zu finden. Verzweifelt und voller Todesangst lebt und grübelt Ryō Kihara in Isolationshaft, und wartet auf seinen Tod durch Erhängen.  Jun’ichi Mikami wird nach zwei Jahren im Gefängnis vorzeitig auf Bewährung entlassen. Bei einer Kneipenschlägerei ist sein Gegner Kyōsuke Samura gestürzt und zu Tode gekommen. Als Teil der Bewährungsauflagen muss sich Jun’ichi persönlich bei dessen Vater Mitsuo Samura entschuldigen. Seine Familie zahlt zusätzlich seit zwei Jahren die Entschädigungssumme von 70 Mio. Yen ab, hat das Haus und alle Wertgegenstände verkauft bzw. verpfändet und ist fast ruiniert. Und natürlich werden sie von der Gesellschaft, Freunden und Bekannten, geächtet und mit verurteilt. Der Oberaufseher des Gefängnisses Shōji Nangō sieht in Jun’ichi Mikami viel von sich selbst und möchte ihm bei seiner Resozialisierung helfen. Deswegen macht er Jun’ichi das Angebot, mit ihm zusammen an der Aufklärung des Falls um Ryō Kihara zu arbeiten und im besten Fall dessen Unschuld zu beweisen. Sie werden offiziell als Mitarbeiter der Anwaltskanzlei Sugiura angestellt und sehr gut bezahlt. Der einzige Haken ist, sie müssen sich beeilen; da die Hinrichtung des Todeskandidaten Kihara bevorsteht, haben sie maximal drei Monate zur Aufklärung des Falls. Voller Tatendrang beginnt das ungleiche Duo Jun’ichi Makami und Shōji Nangō auf der Halbinsel Bōsō mit der Befragung der Zeugen. Unermüdlich durchforsten sie in der Regenzeit wochenlang ein Waldgebiet um den Tatort herum. Hilfe erhalten sie bei ihrer Suche von Staatsanwalt Nakamori, der einfach nur die Wahrheit erfahren will und vor zehn Jahren für den Fall zuständig war. Es gibt zwei ungewöhnliche Hinweise: Ryō Kihara meint sich zu erinnern, in Todesangst eine Treppe hinaufgerannt zu sein. Traum oder Realität? Am Unfallort befand sich auf der Straße ein blutbehaftetes Stück Stoff mit einer anderen Blutgruppe als der am Mordfall beteiligten. Gibt es einen weiteren Täter? Oder war alles ganz anders als es den Anschein hat? Fazit 13 Stufen von Kazuaki Takano ist der Debütroman des Autors und hat mich erneut überzeugt. Die Handlung entwickelt sich ruhig über längere Zeit hin, mit Einschüben vergangener Ereignisse. Und nimmt in der zweiten Hälfte Fahrt auf, wird schneller, je näher der Hinrichtungstermin kommt. Überdies gelingt es Kazuaki Takano mich bis zum Ende zu überraschen. Mit dieser Wendung wird der Krimi schlussendlich zum gelungenen Thriller. Der Autor befasst sich mit Teilen des japanischen Rechtssystems: Hinrichtungen müssen von dreizehn Stellen der Justiz unabhängig voneinander beschlossen werden. Die dreizehnte Stelle ist dabei der jeweilige Justizminister. Zusätzlich legt die japanische Justiz nicht nur Wert auf Strafe, sondern hat auch immer die Erziehung zum besseren Menschen im Blick; für mich ein ungewöhnlicher Ansatz. Außerdem ist die Reue des Täters im Rechtssystem fest verankert und für die Resozialisierung unerlässlich. Ein äußerst gelungener und spannender Krimi, der den Leser zum Nachdenken über Gerechtigkeit und die eigene Sicht auf die Todesstrafe anregt, dabei wird einem die Entscheidung darüber nicht einfach gemacht. Für interessierte Jugendliche und erwachsene Krimifreunde ein Muss. 13 Stufen von Kazuaki Takano ist ein absolut empfehlenswerter Roman, der von mir uneingeschränkt fünf Sterne erhält. Und den ich nicht das letzte Mal gelesen haben werde (Autor und Krimi).  

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  • Künftig keine Bücher mit Klebchen

    13 Stufen

    KasiaJaeckel

    01. April 2018 um 20:12

    Eigentlich hätte es mich schon stutzig machen sollen, wenn auf dem Cover ein Klebchen bappt mit dem Hinweis auf einen angeblich überirdisch erfolgreichen Vorgängerbestseller desselben Autors. Leicht naiv, wie man so im Alltagstrott ist, habe ich dieser Kleinigkeit keine zu hohe Wertung beigemessen. Das Thema laut Klappen- bzw. Rückseitentext hat mich auch eingenommen.Das Werk verspricht eine Mischung aus Krimi à la Hercule Poirot und einer Erkundung der japanischen Rechtslage zum Thema Todesstrafe. Zumindest Letzteres ist durchaus gelungen. Ersteres dafür so überhaupt nicht.Die StoryBevor ich meinem Unmut freien Lauf lasse, noch einige Worte zu den Protagonisten und der eigentlichen Geschichte.Für einen grausamen Mord zum Tode verurteilt sitzt Kihara verzweifelt im Todestrakt. Und das seit Jahren. Zu allem Unglück erinnert er sich unfallbedingt noch nicht einmal an die Nacht der Tat. Er ist sich jedoch sicher, niemals ein böses Ansinnen gegenüber seinem damaligen Bewährungshelfer gehegt zu haben. Diesen soll er – samt dessen Ehefrau – auf heimtückische Art und Weise mit einer Axt erschlagen haben. Später wurde ihm vorgeworfen, sei er auf der Flucht verunglückt. Daher die Amnesie.Auftritt des ehemaligen Gefängnisaufsehers Nangō. Er und der auf Bewährung entlassene Jun’ichi erhalten über einen Mittelsmann den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.Jun’ichi steht im Roman immer wieder im Mittelpunkt. Er war als sehr junger Mann mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Der erste Rechtskonflikt aus Teenagerzeiten brachte bei der zweiten unglückseligen Verurteilung nach einem Kneipenstreit mit Todesfolge das juristische System dazu, ihn wegen Todschlages schuldig zu sprechen. Vielmehr noch segelte er haarscharf selbst an einer Mordanklage vorbei.Die Schuldigsprechung bezüglich des Todschlags in der Kneipe erwies sich als katastrophal. Die gesamte Familie von Jun’ichi segelt in ein soziales Abseits und finanzielle Verschuldung, da Reparationszahlungen fällig werden.Ein Wort zur ÜbersetzungDa das Japanische der deutschen Sprache wohl nicht weiter entfernt sein könnte in Sachen des Satzbaus und der Sprachfiguren, sollte man wohl etwas Nachsicht üben. Nichtsdestotrotz war ich bereits nach wenigen Seiten reichlich angefressen, was die Übersetzung des Werkes anbetrifft.Eine Übersetzung ist für sich allein ein Kunstwerk, welches dem eigentlichen Original ebenbürtig ist. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, wie klar mir die Komplexität der Augabe ist. Mein Wunsch für die Zukunft wäre es dennoch, dass das aus einer japanisch-deutschen Übersetzung resultierende Deutsch nicht mehr nach japanischem Satzbau und völlig leblosen, steifen und fremden Bildern klingen möge. Da muss es doch bessere Wege geben, den Gehalt eines Satzes rüberzubringen ohne komplett vom Ursprungssatz abzuweichen.Im Falle der „13 Stufen“ hat die Übersetzung sehr weit von meinem Wunsch weg gelegen. Die Seiten holperten so vor sich hin. Der Spannungsaufbau holperte mit. Auch ein Gefühl für die Atmosphäre war schwer zu erarbeiten.Kulturfremde oder Übersetzungsproblem?Auch die Gefühlslage der meisten Protagonisten – vor allem des vorzeitig entlassenen jungen Jun’ichi blieben mir weitgehend fremd.Die Begeisterung, mit der er sich weiter in die Dienste des ehemaligen Gefängnisaufsehers stellt, ist mit schleierhaft. Wieso sollte sich ein eindeutig zu unrecht verurteilter Mensch, dessen Familie durch das Urteil einen verheerenden sozialen Niedergang erlebt, weiterhin sich mit Personen aus dem Dunstkreis eines so handelnden Systems umgeben wollen? Seine ständige Unterwürfigkeit ist ausserdem einfach nervig.Einleuchtender wurde mir die emotionale Lage von Nangō. Dieser sieht die Ermittlungsarbeit und den Versuch Kihara vor dem Galgen zu retten als Wiedergutmachung für seinen sonst sehr bedrückenden Job.„Interessant“ fand ich die quasi automatisch in die Handlung eingebetteten Beschreibungen, wie das japanische System seine Häftlinge in lagergleichen Zuständen hält bzw. welche Denkansätze im juristischen System gegeneinander antreten. Nämlich der „Besserung durch Reue“-Ansatz vs. den „Abstrafungs“-Ansatz. Die einzelnen Auswüchse, die die Umsetzung in den Gefängnissen annehmen, fand ich dennoch nicht gerade 21-stes Jahrhundert.Totale Isolation, Kontaktsperren und andere Mittel scheinen hier an der Tagesordnung. Zumindest für die für schwere Verbrechen Verurteilten. Zwischendurch habe ich sogar an der Richtigkeit des Beschriebenen gezweifelt und eine kleine Recherche unternommen. Diese ergab tatsächlich einige kritische Artikel zum Thema. Die Verlinkungen zu den Artikeln finden sich in der Version meiner Rezension auf meinem BLOG... nichtohnemeinbuch.com.Aus dieser Perspektive fand ich „13 Stufen“ dann wieder gut. Mutig, ein gesellschaftliches Thema in dieser Form einer kritischen Auseinandersetzung zu unterziehen. Takanos Argumentationsketten werden auch nicht einseitig.Literarisches FazitDas literarische Fazit macht dieser gesellschaftspolitische Zugewinn nicht besser. Mit Fortschreiten des Romans – vor allem beim grande finale – kumulieren hahnebüchene emotionale Wendungen und die Auflösung ist so wenig wahrscheinlich, dass ich mit einem Seufzer der Erleichterung die letzte Seite umblätterte.Schade.Mit Lesegruß in die Runde, Eure Kasia-Buchstabendrechsler

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  • Ein guter Thriller mit HIntergrund

    13 Stufen

    liberumseculum

    27. March 2018 um 20:47

    Meine Meinung   Schon am Anfang stößt man auf das Thema des Buches: es geht um das japanisches Recht und vor allem die dort immer noch angewandte Todesstrafe. In dem Buch wird deutlich gemacht, wie ungenau die Grenzen zwischen Todesstrafe und lebenslange Freiheitsstrafe sind und was die Entscheidung der Richter beeinflusst. Für mich persönlich hat er eine neue Seite von Japan offenbart, da Japan für mich bisher nur für ihre Mangas, Anime und ihren Fortschritt in der Technologie gestanden hat. Wusstet ihr, dass es in Japan noch die Todesstrafe gibt? Also ich wusste es definitiv nicht.   Jun´ichi, einer der Protagonisten, kommt am Anfang nach 2 Jahren aus dem Gefängnis frei. Er war dort inhaftiert, weil er einen Mann während eines Streits getötet hat (fahrlässige Tötung). Eben dieses Ereignis, die Tatsache, dass er auf Bewährung ist und dass er vor 10 Jahren einmal mit seiner Freundin ausgerissen ist, prägen ihn sehr und ist gut in seinen Handlungen integriert.   Auch der andere Protagonist, Nangō, besitzt eine schwerwiegende Vergangenheit, doch ich will an der Stelle noch nicht zu viel verraten. Nangō war mir sehr sympathisch, genauso wie Jun´ichi, denn ich konnte jede Handlung nachvollziehen und sie legten sich mächtig ins Zeug, um den Unschuldigen (?) aus dem Gefängnis zu holen. Kazuaki Takano hat ja schon vorher ein Buch veröffentlicht, doch „13 Stufen“ ist das erste, was ich von ihm gelesen habe und wahrscheinlich werde ich sein anderes Buch auch noch lesen, weil mir der Schreibstil richtig gut gefallen hat. Die Seiten sind einfach so dahingeflogen und zum Schluss war es so spannend, dass mich überhaupt nichts zu mir durchdringen konnte, da ich wirklich in der Geschichte drin war. Und die Auflösung war auch wirklich gut, auch wenn ich mir am Anfang schon eine Vermutung hatte, wer dafür verantwortlich sein könnte.   Zum Schluss möchte ich noch sagen, wie gut mir die ganze Hintergrundgeschichte zu Jun´ichi und Nangō gefallen hat. Sie hat mir die Charaktere und die Geschichte um so vieles näher gebracht, dass ich mich richtig in sie hineinversetzten konnte.   Fazit:   Kazuaki Takano hat einen sehr guten Thriller kreiert, der auch die Problematik des japanischen Rechts anspricht. Ich konnte mich gut in der Geschichte zurechtfinden und die Spannung war immer zu spüren. Ich kann es wirklich jedem Thriller Fan empfehlen.

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  • ‚Die Japaner denken zwar insgeheim, Verbrecher sollte man hinrichten [...].'

    13 Stufen

    sabatayn76

    24. March 2018 um 20:16

    ‚Die Japaner denken zwar insgeheim, Verbrecher sollte man hinrichten, aber wenn man das laut sagt, wird man schief angesehen. Das ist die finstere Doppelmoral eines Volkes, das seine wahren Gedanken gern hinter einer Fassade verbirgt.‘ (Seite 193f) Die Todesstrafe wird von der Mehrheit der Japaner befürwortet und kann in Japan für 17 Delikte verhängt werden. Meist handelt es sich um Mord oder ein Verbrechen mit Todesfolge, und auch Personen, die zur Tatzeit noch nicht volljährig waren, können mit dem Tod bestraft werden. Vollstreckt wird die Todesstrafe durch Hängen, und bisweilen müssen die Verurteilten Jahrzehnte auf ihre Hinrichtung warten. Kazuaki Takano gewährt dem Leser mit seinem Roman ‚13 Stufen‘ ungewohnt tiefe Einblicke in das japanische Rechtssystem und damit auch in die Komplexität des Themas Todesstrafe. Takano erzählt in seinem Roman von Jun‘ichi Mikami, der nach einer Körperverletzung mit Todesfolge seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt Matsuyama abgesessen hat und nun vorzeitig aus der Haft entlassen wird. Jun‘ichi Mikamis Eltern haben sich finanziell ruiniert, weil sie die - sehr hohe - Abfindung an die Eltern des Opfers zahlen müssen, und da kommt es Jun‘ichi Mikami gerade recht, dass der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō an ihn herantritt und ihm ein finanziell sehr lukratives Angebot macht: Jun‘ichi Mikami soll drei Monate lang als Aushilfe in einer Anwaltskanzlei tätig sein und zusammen mit Nangō ein Verbrechen untersuchen, für das ein gewisser Ryō Kihara seit sieben Jahren im Todestrakt der Justizvollzugsanstalt Tokyo einsitzt und auf die Vollstreckung seines Todesurteils wartet. Ryō Kihara hat angeblich zwei Menschen getötet, leidet jedoch an retrograder Amnesie und kann sich an die Geschehnisse vor und während der vermeintlichen Tat nicht erinnern. Sämtliche Indizien sprechen gegen Ryō Kihara, aber es gibt auch ungelöste Fragen und Unklarheiten, die seit Jahren totgeschwiegen oder vertuscht werden, so dass ein Unbekannter den Fall wieder aufrollen will. Um seine verschuldeten Eltern finanziell zu unterstützen und um sein eigenes Ansehen durch die Rettung eines Unschuldigen zu verbessern, lässt sich Jun‘ichi Mikami auf das Angebot ein und beginnt zusammen mit Nangō die Ermittlungen. Schon den Einstieg ins Buch fand ich sehr gelungen und fesselnd, denn auf den ersten Seiten befindet sich der Leser mit Ryō Kihara im Todestrakt, spürt dessen Angst und das Grauen, dem er Tag für Tag ausgesetzt ist, und die Unsicherheit und Ungewissheit, ob der heutige Tag der letzte für Ryō Kihara ist. Auch im weiteren Verlauf gelingt Takano eine durchweg spannende und raffinierte Geschichte, die sich zudem aufgrund der einfachen Sprache und der sehr überschaubaren Anzahl an Protagonisten schnell und flüssig lesen lässt. Sowohl der rätselhafte Mord, der Ryō Kihara zur Last gelegt wird, als auch das ungewöhnliche Ermittlerteam sorgen dafür, dass ‚13 Stufen‘ ein Leseerlebnis ist, das sich von anderen (Kriminal-) Romanen abhebt. Auch die Einblicke in die japanische Rechtsprechung und die Besonderheiten bezüglich des Vollzugs der Todesstrafe empfand ich als sehr gelungen. Dabei gelingt es Takano, die Komplexität des Themas Todesstrafe zu veranschaulichen, indem er verschiedene Personen zu Wort kommen lässt und deren Argumentation vorträgt. So zeigt er, was es bedeutet, wenn ein Land die Todesstrafe anwendet, was es für den Einzelnen bedeutet, welche psychische Belastung das Warten und die Ungewissheit darstellen und dass auch der Henker zum Mörder wird, der sich durch den Vollzug der Todesstrafe eines Verbrechens schuldig macht und sich selbst in eine moralische Zwangslage bringt. Letztendlich erlaubt ‚13 Stufen‘ auch einen Blick hinter japanische Gefängnismauern, wo es klare Anweisungen und Gesetze gibt, die jedoch unentwegt gebrochen werden, so dass Strafen und Methoden angewendet werden, die eigentlich verfassungswidrig sind. ‚13 Stufen‘ ist ein großartiger Roman über Schuld und Vergebung, Bestrafung und Resozialisierung und die Frage, ob Gleiches mit Gleichem vergolten werden kann und sollte.

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  • Tolles Setting, tolle Figuren, tolles Buch

    13 Stufen

    PagesofPaddy

    17. March 2018 um 23:25

    „13 Stufen“ von Kazukai Takano ist ein gelungenes Buch mit einer interessanten Thematik. Nämlich die Todesstrafe. Eingebettet in eine grundsolide und über weite Teile gelungene Kriminalgeschichte, gibt Takano immer wieder interessante Einblicke in die Todeszelle bzw. zeigt wie Häftlinge aber auch Henker unter dem enormen Druck zu leiden haben. Das wirklich alles immer und immer wieder passend, kraftvoll, dann unaufdringlich und dennoch sehr bewegend. Die Romanfiguren sind gelungen, ausgearbeitet und haben mich sehr schnell an die Hand genommen. So konnte ich mit fiebern und mitleiden. Takano gelingt es geschickt den Fall zu eröffnen und so weiß der Leser selten mehr als die beiden Protagonisten. Einziger Minuspunkt war das dritte Drittel. Hier war es mir persönlich, wie schon in seinem anderen lesenswerten Roman „Extinction“, einfach ein bisschen zu hektisch und teilweise auch etwas zu wild. Das Ende, an sich, fand ich aber sehr passend und schließt nochmal mit einem starken Moment. Das Buch richtet sich definitiv an sehr viele. Leute die einen guten Kriminalroman lesen wollen sind genauso richtig wie Leser die andere Kulturen entdecken wollen. Das Thema der Todesstrafe ist immer präsent aber verdirbt nie den Spaß am lesen und ist genau passend informativ, so das eben keine Längen aufkommen. Nochmal ein Highlight am Ende des Jahres. Empfehlung! 

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  • Buch mit starker Aussage

    13 Stufen

    Krimisofa_com

    26. February 2018 um 15:26

    Einzelbewertung:Plot: 3/5Atmosphäre: 5/5Charaktere: 3/5Spannung: 4/5Showdown: 3/5---Aus Japan kennt man in unseren Breitengraden für gewöhnlich nur verrückte Gameshows, Manga-Comics oder Sushi. Über Dinge wie Strafrecht, Haftbedingungen oder die Todesstrafe bekommt man recht wenig mit. Kazuaki Takano ist mir nicht unbekannt, sein deutsches Debüt „Extinction" habe ich gelesen und es hat Eindruck hinterlassen – auch wenn ich den Originaltitel „Genocide of One" wesentlich epischer finde als den deutschen. „Extinction" war ein Wissenschaftsthriller und mir teilweise zu abstrakt, „13 Stufen" bewegt sich zumindest im wissenschaftsnahen Bereich, ist aber für meine Begriffe mit der oben beschriebenen Themenlage wesentlich näher an der Realität als „Extinction".Im Prolog lesen wir über Ryō Kihara, der in Tokyo in der Todeszelle sitzt und sich plötzlich an eine Treppe erinnert, als er aus dem Fenster schaut, denn eigentlich hat er vor zehn Jahren nach einem schweren Unfall einen Gedächtnisverlust erlitten. Nach dem Prolog existiert Kihara nur mehr auf der Meta-Ebene, denn die beiden Protagonisten sind der frisch entlassene Ju‘nichi und sein ehemaliger Gefängniswärter Nangō. Nangō ist für einen Gefängniswärter überraschend freundlich, was vielleicht an seiner Vergangenheit liegt, die dem Leser später erzählt wird. Und Ju‘nichi wirkt verschüchtert und vor allem zu Beginn unsicher – da sich seine Eltern wegen seiner Verurteilung hoch verschuldet haben, muss er den Job, den Nangō ihm anbietet, annehmen. Immerhin winken mehrere Millionen Yen, wenn sie die Unschuld von Kihara beweisen können. Viel Zeit bleibt ihnen dafür allerdings nicht.Man merkt von Anfang an, dass „13 Stufen" nur dem Zweck dient, das japanische Strafrecht, die Todesstrafe und die Haftbedingungen anzuprangern – und die Doppelmoral der japanischen Gesellschaft zu Zweiterem. In weiten Teilen dient der Plot nur als Mittel zum Zweck und wird zwischendurch auch gerne zum Statisten degradiert. Wie Takano die teils unmenschlichen Haftbedingungen und die Hinrichtungsstätte beschreibt, geht einem nicht nur nahe, sondern lässt einen erschauern – obwohl Takano es völlig nüchtern und ohne Emotionen tut. In diesen Passagen, die der Autor immer wieder zwischen der Geschichte einstreut, bewegt er sich in Richtung des besagten wissenschaftsnahen Bereiches. Wobei es genau so gut exzellent recherchierte Zeitungsartikel sein könnten – man merkt jedenfalls, dass sich Takano in das Thema hineingefuchst hat und es dem Leser verständlich näherbringt.Die Beziehung zwischen Ju‘nichi und Nangō ist freundschaftlich, wobei man doch eine gewisse Hierarchie erkennt, die den Gefängniswärter etwas über den ehemaligen Häftling stellt. Nicht nur das stellt dar, dass ehemalige Häftlinge immer stigmatisiert sein werden, sondern auch der Umstand, dass sich frisch entlassene Häftlinge in Japan nach verbüßter Strafe bei den Hinterbliebenen etwaiger Opfer entschuldigen und stets Reue zeigen müssen. Bei der Geschichte sollte man auf jedes Detail achten, denn bei der Auflösung am Ende ist wirklich alles wichtig; die Konstruktion des Plots hat mir sehr gut gefallen.Dadurch dass nicht der Plot, sondern die Message im Vordergrund steht, wirkt die Geschichte teilweise hölzern, was man am ehesten in den Dialogen merkt. Auch ist der Showdown etwas unübersichtlich. Das Ende ist dafür ein einziger Gänsehautmoment und entschädigt für einiges.Tl;dr: Kazuaki Takano legt mit „13 Stufen" ein grandioses Buch vor, bei dem die Aussage weit mehr wiegt als die Geschichte. Er erklärt uns nicht nur sehr plastisch die japanische Justiz, er berührt uns auch noch zutiefst damit. Die Geschichte wirkt teilweise zwar hölzern, aber das nimmt man gerne in Kauf.

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  • Ein wirklich spannender und toll geschriebener Roman mit Tiefgang

    13 Stufen

    Seehase1977

    07. February 2018 um 21:50

    Der zum Tode verurteilte Ryó Kihara sitzt in einer Todeszelle in einer Vollzugsanstalt in Tokyo Seit sieben Jahren wartet er auf seine Hinrichtung. 13 Beamte müssen seiner Hinrichtung zustimmen und 13 Stufen wird der Verurteilte erklimmen müssen, bevor der Galgen ihn tötet. Doch es gibt jemanden, der von der Unschuld Kiharas überzeugt ist. Aus diesem Grund werden der ehemalige Gefängnisaufseher Nangó und der auf Bewährung entlassene Mörder Jun’ichi damit beauftragt, den wahren Täter zu finden und die Unschuld des Verurteilten zu beweisen. Das ungleiche Duo, zwischen dem sich im Laufe der Ermittlungen fast so etwas wie eine Freundschaft entwickelt, wird auf eine harte Probe gestellt. Nicht nur der Wettlauf gegen die Zeit wird zur Zerreißprobe, die Männer müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen, jeder auf seine Weise… Meine Meinung:Kazuaki Takano hat mit seinem Roman „13 Stufen“ mein Interesse geweckt, weil der Autor in diesem die umstrittene Todesstrafe zum Thema macht. Meine Sorge, ich könnte Schwierigkeiten mit den japanischen Namen oder Ausdrücken haben, war völlig unbegründet. Schnell hat man sich daran gewöhnt und kann in eine spannende und dramatische Geschichte eintauchen, die absolut überzeugt.Der Autor beleuchtet das Thema Todesstrafe intensiv. Schauplatz ist unter anderem ein japanisches Gefängnis, in der die Todesstrafe vollzogen wird. Da sind zum einen die zum Tode Verurteilten, die in ihrer fünf Quadratmeter kleinen Zelle auf ihre Hinrichtung warten, Tag um Tag, Stunde um Stunde voller Angst, Panik und völliger Verzweiflung. Da sind aber auch die Vollzugsbeamten, die letztlich das Todesurteil vollstrecken müssen. Auch für sie ist der Job eine harte Belastungsprobe, viele von ihnen empfinden Mitleid mit den Todeskandidaten, andere Abneigung, alle aber haben mit der Tatsache zu kämpfen, dass sie zum Mörder werden.Takano gelingt es gut, das Leben in Japan und die japanische Mentalität zu veranschaulichen. Die extreme Höflichkeit die dieses stolze Volk lebt, ja fast schon zelebriert ist teilweise schwer nachzuvollziehen. Die Menschen wirken steif und emotionslos, dennoch haben mir die beiden Hauptprotagonisten Jun’ichi Mikami und der ältere Nangó sehr gut gefallen. Der auf Bewährung freigelassene Mikami ist ein netter und höflicher junger Mann. Einen Mord traut man ihm weiß Gott nicht zu, dennoch hat er ihn begangen. Nangó ist ein Mann, der dem Leben als Gefängniswärter und Henker überdrüssig geworden ist. Seine Ehe hat diese Belastung nicht überlebt. Nun will er zusammen mit dem jungen Mikami die Unschuld eines zum Tode Verurteilten beweisen. Nicht nur eine erschreckende Bürokratie wird zu einem der zahlreichen Stolpersteine, auch mit falschen Fährten und Hinweisen haben die beiden zu kämpfen. Das macht den Roman, der gegen Ende sogar thrillerartige Züge aufweist, spannend und abwechslungsreich. Mein Fazit:13 Stufen von Kazuaki Takano hat mich positiv überrascht. Der Plot hat Tiefgang, ist spannend und äußerst interessant konstruiert und hat mir aufregende Lesestunden beschert. Außerdem bringt Takano mit seinem Roman die Leser zum Nachdenken und Themen wie Verurteilung, Schuld und Bestrafung aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Ein Buch, das definitiv nachwirkt und von mir eine absolute Leseempfehlung bekommt. 

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    • 3
  • Challenge: Literarische Weltreise 2018

    In 80 Buchhandlungen um die Welt

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine große literarische Weltreise im Jahr 2018? Dann lasst uns gemeinsam durch 20 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der Literarischen Weltreise 2017:  https://www.lovelybooks.de/autor/Mark-Twain/Reise-um-die-Welt-144251180-w/leserunde/1402610451/ Dann heißt es wieder einmal: Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise!  TeilnehmerInnen: AglayaAischaAischaAkanthaAleidaAmilynandimichihellianna_manna_mArbutusban-aislingeachBellisPerennisBeustBibliomaniablack_horseBluevanMeerbuchfeemelaniebuchjunkieBuchraettinc_awards_ya_sinCaillean79caratisCaro_LesemausChattysBuecherblogClaraChristina16Code-between-linesCorsicanaDajobamadanielamariaursulaDieBertaElkeEllMariaEmotionenfaanieFadenchaosfasersprosseFederfeeFornikafredhelGinevragraphida Gruenente GwenliestgsthisterikerHortensia13 ika17 IraWira kassandra1010 Kleine1984kleinechaotinkokardkale krimielseKompassqualle kruemelmonster798 lesebiene27 leseleaLeseratz_8 leukoryx Lilli33 LillySj Los_Angeles Magicsunset Mary2 Merijan MilaW miss_mesmerized monerl naninka Napally niknak OliverBaierPagina86 papaverorosso pardenPetris PMelittaM Ritjarenee sansol ScheckTinaSchlehenfeeschokolokoseschatSikalSommerlese StefanieFreigericht sursulapitschi TaluziTamiraSTanyBee taumelndundtanzendTine13 ulrikerabeValabevanessabln wandablue Waschbaerin Wedma Wickie72 Wiebke_Schmidt-Reyer Xirxe Yolandezessi79

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    • 750
  • Todesstrafe

    13 Stufen

    walli007

    19. January 2018 um 14:03

    Ein junger Mann wartet auf die Vollstreckung des Todesurteils. Fast alle seine Mittel sind ausgeschöpft. Völlig unerwartet wird ein Gefängnisaufseher von einem Anwalt beauftragt, noch einmal Nachforschungen in dem Fall des Verurteilten anzustellen. Es gibt vage Hinweise, die auf seine Unschuld hindeuten können. Dieser Aufseher versichert sich der Mitarbeit eines eben entlassenen Strafgefangen, dem er damit bei der Wiedereingliederung in den normalen Alltag helfen will. Schon bald finden die Beiden weitere Ungereimtheiten, die vermuten lassen, dass die Tat doch aus anderen Gründen begangen wurde als es bisher aus den Akten hervorgeht. Kann es Hoffnung für den Todeskandidaten geben? Kann eine Todesstrafe zu recht ausgesprochen werden, zu recht vollstreckt werden. Kann es überhaupt eine gerechte Strafe sein. Wenn zum Beispiel ein Angeklagter keine Reue zeigen kann, weil er sich an den Tathergang nicht erinnert, und er gerade deshalb zur Höchststrafe verurteilt wird. Wenn eine Strafe eher einen erzieherischen Effekt haben soll, wie kann ein zum Tode verurteilter, davon noch profitieren. Sie alle sowohl der Gefangene als auch Aufseher und auf Bewährung frei gelassener hadern mit ihren Gedanken. Zwar versuchen sie die Wahrheit zu finden, doch sie fürchten sich auch vor dem, was sie finden könnten. Gerade die Beiden, die sich auf die Suche machen, um das Rätsel der Tat zu entschlüsseln, fördern so manche Überraschung zutage.  Zwei ungleiche Ermittler, eine Thematik, die schwieriger kaum sein kann, eine Tat, die schlüssig erscheint und bei genauem Hinsehen doch Wiedersprüche aufweist. Nicht ganz leicht mag es sein, sich in die japanische Mentalität hineinzuversetzen. Doch wenn man die Fremdheit einfach akzeptiert, erhält man einen fesselnden Krimi, der sich mit dem Ziel von Strafen auseinandersetzt, mit dem Sinn von Todesstrafen, mit den Nöten der Vollstrecker, mit dem Leid, das durch Straftaten hervorgerufen wird. Auch wenn der Fall gelöst wird, für die dargestellten Problematiken kann es keine Lösung geben. Der Leser wird sich sein Gedanken machen und sich ein ideale Welt wünschen, in der es kein Verbrechen gibt. Ein Wunsch, der sich nicht erfüllen wird. Eine packende zweite Veröffentlichung von Kauaki Takano, die ganz anders ist als das erste Werk; die überzeugt.

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  • Die Todesstrafe im Fokus einer dramatischen Geschichte!

    13 Stufen

    Unzertrennlich

    12. January 2018 um 09:28

    Schreibstil Lange ist es her, dass ich zum letzten Mal zu einem japanischen Buch gegriffen habe. Ich habe immer das Gefühl, etwas Probleme mit den Namen und Orten/Begebenheiten zu haben, finde die Kultur aber wahnsinnig interessant. Auf "13 Stufen" von Kazuaki Takano bin ich ganz zufällig gestoßen und besonders die Thematik der Todesstrafe hat mich hier direkt angesprochen. Schon nach dem ersten Seiten wurde mir klar, dass "13 Stufen" eine ganz eigene Atmosphäre besitzt und komplett anders aufgebaut ist, als beispielsweise amerikanische oder deutsche Romane. Das Buch besitzt einen ungemeinen Sog, obwohl Kazuaki Takanos Schreibstil sehr ruhig ist. Vielleicht war es aber gerade die Ruhe, die mich so begeistern konnte. Er lässt sich viel Zeit, seine Charaktere zu beschreiben und schafft es, viele kritische Sichtweisen zu kombinieren. Natürlich unterscheidet sich die Kultur Japans deutlich von unserer, aber genau das macht den Roman so interessant. Er ist emotional, obwohl viele Charaktere ihre Gefühle größtenteils verborgen halten und er geht in eine Tiefe, die den Leser zwingt, sich selbst ein Urteil zu bilden! Charaktere -Jun'ichi- Erst einmal lernen wir Jun'ichi kennen, der gerade auf Bewährung aus dem Gefängnis kommt. Er hat einen Mann umgebracht, allerdings kann man die Tat hier mehr oder weniger als Notwehr betrachten. Er war selbst nur zwei Jahren im Gefängnis, hat durch die Zeit aber schon einige Schattenseiten des Justizsystems erfahren. Innerlich bereut er die Tat eigentlich nicht und es scheint, dass er auch etwas mit dem Mord zu tun hat, der vor 10 Jahren geschah. Nur was? Als Jun'ichi wieder draußen ist, wird klar, dass das Leben sich auch für seine Eltern verändert hat. Schrecklich zu sehen war hier, dass diese eine Tat dunkle Schatten auf das Leben der ganzen Familie gezogen hat. Einerseits sehen sie sich mit den relativ negativen Meinungen der Gesellschaft konfrontiert, andererseits haben sie auch finanziell einen großen Schaden davongetragen, denn sie mussten Schadenersatz an die Familie des Opfers zahlen. Jun'ichi fühlt sich selbst schuldig und das ist wohl der Grund, warum er den recht sonderbaren Auftrag annimmt, den wahren Täter hinter einem Mord zu suchen, für den anscheinend gerade jemand in der Todeszelle sitzt. Nangō Auf der anderen Seite haben wir hier Nangō, einen Gefängnisaufseher, der schon lange mitbekommen hat, dass das System nicht auf Gerechtigkeit beruht. Er findet heraus, dass Jun'ichi damals, zur Zeit des Mordes, ebenfalls in dem Ort des Geschehens war. Zufall? Durch einen anonymen Auftraggeber bekommt er die Aufgabe, den wahren Täter zu suchen, denn bei dem Mord von damals gibt es so manche Ungereimtheiten. Zusammen mit Jun'ichi bildet er hier ein recht ungewöhnliches, aber dennoch sehr erfrischendes Ermittlerduo. Meine Meinung Über die Todesstrafe, die es noch in vielen Ländern dieses Welt gibt, zu diskutieren, führt wohl zu den unterschiedlichsten Meinungen. Ist es angemessen Gleiches mit Gleichem zu vergelten? Dürfen wir Menschen wirklich Gott spielen, nur um eine Straftat zu vergelten? Und was ist mit jenen, die vielleicht unschuldig in solch einer Todeszelle sitzen? Kazuaki Takano beschäftigt sich mit diesen Fragen in dieser Geschichte, die teilweise ein Roman, teilweise Krimi und zum Teil sogar ein Drama ist. Kritisch betrachtet er dabei das Justizsystems Japans, das definitiv nicht fehlerfrei funktioniert. Das beweißt der Fall rund um den Mord an einem älteren Ehepaar, der eigentlich nie ganz aufgeklärt wurde. Tatsache ist nur, dass Ryó Kihara in der Nähe des Tatorts gefunden wurde, allerdings mit einer Kopfverletzung, die eine Amnesie hervorgerufen hat. Er kann sich an die Tat also nicht erinnern ... Sollte also jemand, der sich an einen angeblichen Mord nicht erinnern kann, einfach hingerichtet werden? Wenn es nach dem japanischen Gericht geht, dann schon. Seit sieben Jahren sitzt Ryō Kihara jetzt in der Todeszelle und weiß, dass er irgendwann, wenn 13 Beamte seiner Hinrichtung zugestimmt haben, sterben wird ... Dies ist das erschreckende Ausgangsszenario dieses Buches. Der Fall wird 10 Jahre später jetzt noch einmal aufgerollt - von einem anonymen Auftraggeber, der hier auch noch ein recht ungleiches "Ermittlerduo" einsetzt. Auf der einen Seite haben wir den Gefängnisaufseher Nangō, der das Justizsystem damit kennt, auf der anderen Seite ist es Jun'ichi, der selbst ein Mörder ist, also selbst an eigenem Leben zu spüren bekam, wie das System versucht, für Recht und Ordnung zu sorgen. Dieses Gespann hat mir sehr gut gefallen, weil beide unterschiedliche Blickwinkel mit in die Ermittlungen bringen. Die Geschichte ist von Anfang an fesselnd und wirft unzählige Fragen auf, zum Beispiel, warum Jun'ichi selbst damals im selben Ort war, als der Mord geschah. Es gibt sehr viele Spuren, denen die beiden im Laufe der Geschichte nachgehen - genauso viele Vermutungen und auch Tatverdächtige tun sich auf. Wer hier allerdings einen waschechten Thriller oder Krimi erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Lange Zeit, ich würde sagen fast die Hälfte des Buches, verläuft die Geschichte sehr ruhig, viele falsche Fährten tun sich auf und es gibt sehr wenig greifbare Hinweise. Zugegeben: Manche Schlussfolgerungen waren für mich nicht nachvollziehbar und an einigen Ecken fehlte es mir an eine gewisse Logik bei den Ermittlungen, aber das konnte ich diesem Buch verzeihen. Während Nangō und Jun'ichi kaum Fortschritte machen, erfährt der Leser mehr über die Hintergründe der Todesstrafe und betrachtet sie aus den verschiedensten Blickwinkeln, was mir absolut gut gefallen hat, auch wenn die Aufklärung des Mordfalls etwas in den Hinterrund gerückt wurde. Der Autor lässt sich hier viel Zeit und geht kritisch, aber auch offen, mit den verschiedensten Meinungen um, ohne direkt in eine Richtung zu drängen! Das Ende liest sich beinahe wie ein Thriller, alles deckt sich hier erst auf und es ist ungemein spannend. Alles fügt sich, mehr oder weniger logisch, zusammen und mich hat die letztendliche Auflösung komplett zufriedengestellt. Auch hier läuft es wieder darauf aus, selbst nachzudenken, was nun richtig oder falsch ist ... Fazit "13 Stufen" ist ein ungemein interessanter und kritischer Roman, der ganz leicht eine Krimi-beziehungsweise Thrillerrichtung einschlägt, mich aber besonders durch die Charaktere und die vielen Blickwinkel zur Todesstrafe begeistern konnte! Für mich ein sehr wichtiges Buch!

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  • Die Zeit läiuft...

    13 Stufen

    Havers

    11. January 2018 um 18:47

    Seine Sporen hat sich der in Los Angeles ausgebildete Japaner Kazuaki Takano als Drehbuchschreiber verdient, bevor er sich, vielleicht sogar inspiriert durch die Romane Stephen Kings (und hier insbesondere „The Green Mile“), dem Schreiben von Thrillern zuwandt. „13 Stufen“ ist sein Erstling (2001 im Original), womit Takano äußerst erfolgreich in Japan war. Gleichzeitig ist das erst sein zweites Buch, das nach dem 2011 veröffentlichten und 2015 in der Übersetzung unter dem Titel „Extinction“ erschienenen Roman, ins Deutsche übersetzt wurde. Die Ausgangssituation ist schnell erzählt: Kihara wartet in der Todeszelle auf seine Hinrichtung. Er soll seinen Bewährungshelfer und dessen Frau bestohlen und ermordet haben. Nur dumm, dass er sich an den Tathergang nicht mehr erinnern kann, denn durch einen Unfall bei der Flucht leidet er an Amnesie. Eventuell hätte er ja noch eine Chance gehabt, der Todesstrafe zu entgehen, wenn er glaubhaft seine Tat bereuen könnte. Aber wie soll man etwas bedauern, an das man sich nicht erinnern kann? 13 Stufen muss der Verurteilte auf seinem Weg zum Strick hinaufsteigen, und 13 Beamte aus unterschiedlichen Institutionen müssen der Hinrichtung zustimmen. Doch es gibt jemanden, der berechtigte Zweifel an der Schuld Kiharas hat und zwei ungewöhnliche Ermittler beauftragt, dessen Unschuld zu beweisen. Ein ehemaliger Wärter und ein auf Bewährung entlassener Totschläger, in ihren Händen liegt nun das Schicksal des Todeskandidaten. Takano vermittelt seinen Lesern in diesem Roman einen interessanten Einblick in das japanische Strafrecht sowie den Umgang dieser Nation mit Schuld und Sühne. Auf uns Europäer wirken diese japanischen Formalien sehr gewöhnungsbedürftig, allein schon der Umstand, dass ein Täter Reue zeigen und einen finanziellen Ausgleich zahlen muss, um in den Genuss einer Begnadigung zu kommen. Und dann ist da natürlich noch das alles überlagernde Thema Todesstrafe, das aus den verschiedenen Perspektiven der handelnden Personen beleuchtet wird und nicht nur das finale Ereignis sondern auch den Weg dahin kritisch betrachtet. Eine beeindruckende Lektüre, unaufgeregt und ohne Effekthascherei erzählt, die inhaltlich sowie formal die Funktionsweise des japanischen Rechtssystems transportiert und zum Nachdenken anregt, ohne das Urteil des Lesers in vom Autor geplante Bahnen zu lenken.

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  • Todesstrafe ja oder nein?

    13 Stufen

    MellieJo

    Rezension von Melanie zu 13 Stufen von @Kazuka Takano5 von 5 🌟 Tabuthema beeindruckend erzählt Inhalt Ein unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilter soll hingerichtet werden. Der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō und der auf Bewährung entlassene Jun'ichi erhalten den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen. Bestsellerautor Kazuaki Takano erzählt eine fesselnde Geschichte voller unerwarteter Wendungen und falscher Fährten bis hin zum furiosen Showdown. Am Beispiel der in Japan noch angewandten Todesstrafe stellt er die Frage nach Schuld und Reue, nach dem Recht auf Vergeltung. Dabei erzeugt seine vielschichtige Erzählweise eine außergewöhnliche Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite nicht loslässt. MeinungDas ist mal ein Thema Todesstrafe, was viel debattiert wurde. Ich selbst bin da auch total zwiespältig.  Einerseits gibt es eindeutig Verbrechen die verdienen eine qualvolle Todesstrafe.  Wie zum Beispiel Verbrechen an Kindern und bestialische Morde. Andererseits, wie sicher kann man sein, das man auch wirklich den richtigen Täter gefunden hat. Wie oft werden Beweise zurückgelassen die auf einen " unschuldigen " weisen. Also, wann kann man wirklich sicher sicher sein!?Auch diese Geschichte handelt von einem Todeskandidaten,  wir begleiten ihn, die '13 Stufen' zur Exekution. Sein Verbrechen, er soll ein Ehepaar grausam ermordet haben. Parallel wird ein Killer nach seiner Haftstrafe entlassen, weil er einen internen Protigè hat.Auch der Einblick in die japanische Kultur ist beeindruckend, und gerade auch für uns aus dem mitteleuropäischen Raum Neuland, und ist sehr geschickt in den eigentlichen Fall integriert.Einen intensiven Einblick vom Rechtssystem wird auch gegeben. Es ist alles ganz genau und alles hat seine Ordnung, so ganz anders als bei 'uns'. Wichtig ist auch die Wiedergutmachung bei Opfern. Des Weiteren hat ein Straftäter sich bei seinem Opfer, im Fall eines Totschlages oder Mordes bei dessen nächsten Angehörigen, persönlich und überzeugend entschuldigen. Das wäre bei uns undenkbar.Außerdem ist die ganze Story durchweg spannend. Fremde Kultur wird uns näher gebracht.Ob die Unschuld bewiesen werden kann; müßtest Ihr schon selbst lesen. Klare Leseempfehlung! Ich hoffe, noch mehr von diesem Autor zu lesen.  Extinction steht schon auf meiner Wunschliste! Fakten400 Seiten  TB 10,00 €Ebook 8,99 €Erschienen im Penguin Books Verlag Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier :https://www.amazon.de/gp/aw/d/3328101535/ref=cm_cr_srp_mb_bdcrb_top?ie=UTF8Ich möchte mich bei RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

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    • 2
  • Eindringliche Diskussion um die Todesstrafe

    13 Stufen

    Sigismund

    07. January 2018 um 19:30

    Als Entdeckung für den deutschen Buchmarkt darf man wohl den japanischen Schriftsteller und Drehbuchautor Kazuaki Takano (53) bezeichnen, dessen bereits 2001 in Japan veröffentlichter Debütroman „13 Stufen“ im November endlich auch auf Deutsch beim Penguin-Verlag erschienen ist. Auslöser für diesen zeitlichen „Nachzügler“ war wohl der 2015 erzielte Erfolg mit Takanos bisher letztem Roman „Extinction“, der damals Rang 4 der Spiegel-Bestsellerliste erreicht hatte. Auch Takanos Erstling „13 Stufen“ hatte in Japan großen Erfolg und war prämiert worden. Seine deutsche Ausgabe hat der Verlag wohlweislich nicht als Krimi, sondern als Roman eingestuft, handelt es sich doch nur vordergründig um einen spannenden Kriminalfall. Das eigentliche Thema ist die in Japan seit Jahrzehnten andauernde Diskussion um die Abschaffung der Todesstrafe: Japan ist neben den USA und China die einzige Industrienation, in der die Todesstrafe noch vollstreckt wird. Im Dezember gab es wieder zwei Hinrichtungen, eine sogar an einem Minderjährigen. Ausgangspunkt in „13 Stufen“ - der deutsche Titel steht für die 13 Instanzen in Japan von der Urteilsverkündung bis zur Vollstreckung – ist die anstehende Hinrichtung eines unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilten. Jetzt erhalten der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō und der auf Bewährung entlassene Mikami über einen Anwalt den Auftrag eines Unbekannten, den wahren Täter zu finden. Die Suche des ungewöhnlichen Ermittlerduos mit unerwarteten Wendungen und auf zahllosen Irrwegen führt letztlich zum Ziel. Doch ist diese Handlung für Autor Kazuaki Takano eher nebensächlich und nur Mittel zum Zweck: Ihm geht es um die Frage, ob unsere Gesellschaft das Recht auf Vergeltung hat. Muss Mord zwingend mit Mord vergolten werden? Gott vergibt, wir Menschen nie? Wenn auch die Todesstrafe in Deutschland seit fast 70 Jahren kein Thema mehr sein mag, ist dieser ausgezeichnete Roman doch auch für uns lesenswert. Autor Takano versteht es meisterlich, uns Lesern durch die Auswahl seiner Protagonisten und deren in der Handlung geschilderte Denkweise die unterschiedlichen Argumente und Sichtweisen für und gegen die Todesstrafe nachvollziehbar aufzuzeigen und sachlich gegeneinander abzuwägen – aus Sicht des Gefängnisaufsehers, der selbst zwei Hinrichtungen durchführen musste, aus Sicht eines Mörders, aus dem Blickwinkel der Familien des Täters als auch der Hinterbliebenen des Mordopfers sowie aus Sicht des Staatsanwalts, der Strafverfolgungsbehörden und des Justizministeriums. Deutlich stellt sich der Autor auf die Seite der Gegner, doch auch die Befürworter der Todesstrafe kommen gleichgewichtig zu Wort. Kazuaki Takanos Erstlingsroman „13 Stufen“ dürfte auch deutsche Leser nicht unberührt lassen und nachhaltig beschäftigen. Das Buch hätte eine frühzeitigere Übersetzung verdient gehabt.

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  • Weder Fisch noch Fleisch: An sich überzeugende Idee, die nicht den richtigen Ausdruck findet

    13 Stufen

    Wiebke_Schmidt-Reyer

    03. January 2018 um 15:04

    Der junge Jun'ichi Mikami hat im Streit einen Menschen tödlich verletzt und sitzt deswegen im Gefängnis. Er kommt vorzeitig auf Bewährung frei. Als er zu seiner Familie zurückkehrt, muss er erleben, dass die Schadensersatzzahlungen an die Familie des Opfers seine Eltern fast ruiniert haben. Sie leben in ärmlichen Verhältnissen und geben das kärgliche Einkommen ihres Geschäfts fast völlig ab. Da kommt es wie gerufen, dass Nangō, ein ehemaliger Gefängnisaufseher, Jun'ichi auswählt, ihm bei einem brisanten Auftrag, für den eine hohe Erfolgsprämie winkt, zur Hand zu gehen: Nangō soll für einen anonymen Auftraggeber die Unschuld eines zum Tode verurteilten Häftlings beweisen. Ryō Kihara soll einen ehrenamtlichen Bewährungshelfer und dessen Frau brutal erschlagen haben, kann sich aber - abgesehen von einem isolierten Erinnerungsfetzen - an nichts, was mit dieser Tat zu tun haben soll, erinnern. Nangō und Jun'ichi machen sich unter Hochdruck an die Ermittlungen; die Zeit läuft ihnen davon: wenn Ryōs Revisionsantrag abgelehnt wird, wird er in nur wenigen Tagen hingerichtet, obwohl die Beweise seiner Schuld einige verfahrenstechnische Lücken aufweisen.Insbesondere in der Figur des ehemaligen Gefängnisaufsehers Nangō, der selbst schon an Hinrichtungen teilgenommen hat, setzt sich der Roman mit ethischen Fragen der Todesstrafe, die es in Japan noch gibt, auseinander. Auch Jun'ichi, der ja selbst einen Menschen auf dem Gewissen hat und auch die Folgen der Schadensersatzzahlungen für die Familie des Täters selbst erlebt, denkt über Schuld, Strafe und Reue nach. Interessant daran ist, dass das japanische Rechtssystem das Reueempfinden des Täters signifikant mit einbezieht. So ist es beispielsweise Ryōs großes Unglück, dass er sich an die Tat nicht erinnern kann und demzufolge auch keine Reue empfinden kann. Könnte er sich erinnern, das Paar umgebracht zu haben und würde er ehrlich bereuen, stünde er besser da als mit Gedächtnisschwund und der Möglichkeit der Unschuld.Gleichzeitig wartet der Roman mit Verfolgungsszenen und einem ziemlich dramatischen High-Noon-Finish auf. Die Zusammenstellung dieser sowohl nachdenklichen als auch actionreichen Elemente konnte mich nicht wirklich überzeugen. Der erste Teil des Romans erzählt, wie Jun'ichi aus dem Gefängnis freikommt, von dem Auftrag an ihn und Nangō und wie sie sich an die Ermittlungen begeben. Nangōs Vergangenheit und sein Verhältnis zur Todesstrafe werden in einem eigenen Kapitel und irgendwie sehr isoliert runtererzählt. Ich empfand das als eine Unterbrechung der klassischen Ermittlungsgeschichte, die wohl aufgrund des ernsten Themas - Todesstrafe - irgendwie wertvoll sein soll, sich für mein Empfinden aber irgendwie nicht eingefügt hat und auch nicht dazu beigetragen hat, die Person Nangō authentischer zu machen.Die Art, wie Nangō und Jun'ichi an die Ermittlungen rangehen, empfand ich als etwas naiv; sie arbeiten viel mit Überlegungen und Annahmen. Ich konnte ihren Schlussfolgerungen auch nicht immer folgen. Teilweise wurde - wohl um das Ganze geheimnisvoller zu gestalten und die Spannung zu steigern - ein entscheidender Gedanke ausgelassen. Da das, was die Figur denkt, der Schluss, zu der sie kommt, aber irgendwie nicht auf der Hand lag, fühlte ich mich teilweise etwas verloren. Oder aber es war klar, zu welchem Schluss jemand kommt, aber die Ereigniskette, die dazu führte, war irgendwie löchrig. Ein oder zweimal hatte ich auch das Gefühl, dass ein vorgeblicher Beweis schlicht falsch war, was dann das Ergebnis umso unbefriedigender erscheinen ließ. Das dramatische Finale, in dem sich die Gegner nachgerade säbelrasselnd gegenüberstehen und es um Leben und Tod geht, fand ich im Rahmen dieser Geschichte unglaubwürdig und überzogen, irgendwie wie in einem Indiana-Jones-Film, aber ohne jegliche Selbstironie.An sich fand ich den Grundgedanken der Krimigeschichte sehr gut, aber irgendwie war die Ausführung mangelhaft, als hätte der Autor gewusst, zu welchem Ergebnis er kommen will, aber nur unzureichende Erfahrung, wie sich eine Ermittlung, Beweisführung, Schlussfolgerungen etc. gestalten müssen, damit das Ganze spannend und plausibel wirkt. Andererseits werden einem sehr detailliert die bürokratischen Hintergründe des japanischen Rechtssystem, insbesondere dessen, wie jemand zum Tode verurteilt wird, dargelegt, was ich ehrlich gesagt nicht verstanden habe und in seiner Ausführlichkeit langweilig fand.Ich kam nicht umhin, an den Film "The Life of David Gale" (mit Kevin Spacey) zu denken, in dem es ebenfalls um einen Unschuldigen im Todestrakt geht und der so viel packender und berührender ist. Leider blieb mir das ernste Thema eines womöglich unschuldig zum Tode Verurteilten in den "13 Stufen" etwas fremd. Irgendwie war das weder Fisch noch Fleisch - sowohl gewollt nachdenklich und sozialkritisch als auch gewollt actionreich, und nichts davon konnte mich überzeugen.

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