Kazuaki Takano Extinction

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Inhaltsangabe zu „Extinction“ von Kazuaki Takano

Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.

Das scheint mal wieder ein Buch zu sein, an dem sich wirklich die Geister scheiden. Definitiv „Verlorene Lesezeit"!

— Tallianna
Tallianna

Sehr spannendes Buch, für meinen Geschmack aber zu viel Fachsprache.

— tinchen_
tinchen_

Super spannender, zum Teil etwas sehr blutiger Setup, der allerdings gegen Ende etwas einknickt.

— StefanBommeli
StefanBommeli

nicht mein Fall, aber wer diese Art Thriller mag wirds mögen, ein bißchen Polit, Umwelt, Medizin und Armythriller

— CorneliaP
CorneliaP

wahnsinnig spannend, ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen

— c_osterburg
c_osterburg

Science-Thriller mit viel sinnlosem Techno-Gebrabbel und "useless violence" - und einer Message an die vermeintliche Krone der Schöpfung

— Beust
Beust

Leichte Lektüre? Fehlanzeige. Lesenswert? Auf jeden Fall.

— bookrev
bookrev

Unerwartet fesselnder Thriller. Noch nie waren Molekularbiologie und Pharmazeutik so spannend.

— wsnhelios
wsnhelios

Zu viel Fachsprache, zu wenig Spannung..

— TintenKompass
TintenKompass

Sehr lang, an manchen Stellen brutal. Nichts für jedermann.

— nickg
nickg

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    Extinction
    Tallianna

    Tallianna

    01. August 2017 um 16:18

    Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt. (Klappentext)Der nachfolgende Text kann Spoiler enthalten.Furchtbar. Das ist das erste Wort, dass mir nach dem Beenden dieses Buches durch den Kopf geschossen ist. Anhand dieser Äußerung ist es schon ersichtlich, dass es mir nicht gefallen hat. Kommen wir zu den Gründen.Vermutlich 1/3 des Buches bestehen aus wissenschaftlichen Kauderwelsch, das man nicht verstehen kann, sollte man nicht Medizin oder Pharmakologie studiert haben. Ich halte mich für einen sehr schlauen Menschen, aber ich möchte bitte nicht wissen wie der Mutantentyp GPR 769 aussieht und wie sich das Medikament daran binden soll. Denn das interessiert mich einfach nicht. Außerdem ist mir immer noch nicht ganz klar, warum dieses Medikament überhaupt entwickelt werden soll. Der erwähnte Grund kommt mir fadenscheinig vor.Wenn es nicht darum geht, folgen ellenlange Schilderungen von mehr oder weniger geheimen Treffen der Beteiligten in den USA und es werden mehrere Nebenplots eingeführt, die auf die eigentliche Geschichte eigentlich keine Auswirkung haben und nur alle unnötig in die Länge ziehen.Zu den ziemlich unnützen Abschnitten zähle ich auch jene, die den Leser mit der barbarischen Gewalt im afrikanischen Bürgerkriegsgebiet konfrontieren. Ich bin wirklich nicht naiv, und ich weiß eine gute Portion an Blut und Mord in Büchern und Filmen zu schätzen. Aber warum muss mir in allen Einzelheiten erzählt werden, wie Kinder bei lebendigem Leibe zerhackt werden oder ein für den Fortgang der Geschichte unwichtiger Kindersoldat seine Mutter vergewaltigen und töten musste? Auch die Schilderung einer Schimpansengruppe, die ein Baby einer rivalisierenden Gruppe in Stücke reißen und fressen muss man sich antun. Davon wird mir einfach nur schlecht und ich will das nicht lesen. Mich beschleicht der Verdacht, dass der Autor das Thema des Buches ausgenutzt hat, um solche Gewaltfantasien legal veröffentlichen zu können.Zusätzlich scheinen alle männlichen Figuren der Geschichte einen irgendwie gearteten Vaterkomplex zu haben, der dringend behandelt werden sollte, auf die Dauer aber einfach nur super nervig ist. Da stellt man sich unwillkürlich die Frage, wie die Beziehung des Autors zu seinem eigenen Vater war.Tatsächlich erfährt man aber über die Person, wegen der der ganze Rummel veranstaltet wird, so gut wie nichts. Man weiß nie, was in ihr vorgeht und das Ende ist doch irgendwie mehr als offen gehalten dafür, dass alle befürchten die Auslöschung der Menschheit stehe bevor.Das scheint mal wieder ein Buch zu sein, an dem sich wirklich die Geister scheiden. Für mich gehört es definitiv zu der Kategorie „Verlorene Lese- und Lebezeit“ und ich möchte jetzt erst mal duschen gehen, um mich von dem Ganzen zu befreien.

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  • Eigenständiger, spannend zu lesender Thriller

    Extinction
    StefanBommeli

    StefanBommeli

    29. May 2017 um 12:58

    Extinction ist ein sehr eigenständiger Thriller mit Sci-Fi-Elementen, der jedoch realitätsnah in der gewärtigen Welt angesiedelt ist. Der Einstieg erfolgt mühelos und die Spannung bleibt in den ersten zwei Dritteln extrem hoch – ein Page Turner erster Güte. Die Charaktere sind sorgfältig skizziert, der Roman ist (soweit beurteilbar) äusserst sachverständig und sprachgewandt geschrieben; überhaupt bearbeitet der ganze Setup ein intelligentes Szenario mit viel Neuigkeitswert. Teilweise kommen jedoch ziemlich blutige Szenerien im afrikanischen Bürgerkrieg vor – die man bei allem Realitätsgrad einfach nicht gut finden kann (war das wirklich nötig?). Ein Stern kostet in meiner Bewertung jedoch, dass die Story gegen Schluss etwas die Luft ausgeht; der an sich gelungene Plot wird plötzlich zur etwas flachen Familienstory – und bleibt überraschend offen. Gerade weil das Buch so gut startet, hält der Schluss nicht ganz, was er verspricht.

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  • Nichts für zwischendurch

    Extinction
    CrossingJordan

    CrossingJordan

    03. May 2017 um 22:02

    3,5 Sterne"Extinction" von Kazuaki Takano bietet eine interessante Ausgangssituation mit einem spannenden Einstieg, konnte mich aber letztendlich leider nicht so begeistern wie erhofft. Dieses Buch ist keinesfalls als "leichte Kost" zu verstehen und nicht unbedingt etwas für zwischendurch. Erschwert wird einem das nicht nur durch die verschiedenen Handlungsstränge, sondern auch durch viele Fachausdrücke, die hier zuhauf vorzufinden sind. Der Autor zeigt deutlich und eindrucksvoll, wie viel Zeit er mit Recherchearbeit aufgewendet hat, verliert sich jedoch viel zu oft in ausschweifenden wissenschaftlichen Details. Diese mögen zwar für ein besseres Handlungsverständnis sorgen, lassen einen Laien aber doch immer wieder ins Stocken geraten und minderten so oftmals Spannung und Lesefluss. Großer Dorn im Auge war mir außerdem die Thematik um die "übermenschliche Intelligenz", die auf mich einfach nur überzogen und stellenweise gar absurd wirkte. Blendete ich das jedoch aus und ließ mich einfach auf die mir dargebotene Geschichte ein, gefiel mir "Extinction" doch recht gut, weshalb ich dem Buch zwar knappe 3,5 Sterne gebe, aufgrund der Komplexität und des Fachjargons aber dennoch nur eine eingeschränkte Leseempfehlung vergeben kann.Fazit: "Extinction" ist sicherlich nicht für jedermann geeignet, sondern ein Buch, für das man sich Zeit lassen muss, um das Potential dahinter zu ergründen. Wen viele fachliche Details und die ein oder andere Ungereimtheit aber nicht abschrecken, wird mit diesem Buch seine helle Freude haben.

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  • Techno-Gebrabbel und explodierende Köpfe

    Extinction
    Beust

    Beust

    03. April 2017 um 00:52

    Der Wissenschaftsthriller Extinction dreht sich um die Fragen: Wie gefährlich wäre eine neue Spezies Mensch für den heutigen Menschen, wenn der Entwicklungssprung  so groß wäre wie vom Schimpansen zum Molekularbiologen? Und wie gefährlich wäre der heutige Mensch für den Evolutionsfortschritt? Takano strickt hierum eine abenteuerliche Story um einen Evolutionssprung bei den Pygmäen im Kongo, der von der richtigen Forschergruppe entdeckt und gedeckt wird. Gemeinsam mit der jüngst in die Welt gekommenen überlegenen Intelligenz versuchen sie, den neuen Menschen aus Afrika heraus- und nach Japan zu bringen. Dazu folgt das Buch einem verwinkelten Plan, der den Einsatz einer Söldnertruppe um den Amerikaner Jonathan Yeager einschließt, der gemeinsam mit dem als Antihelden erfolgreichen jungen Molekularbiologen Kento Koga das gegensätzliche Protagonistenpaar bildet, das sich allerdings erst auf den letzten Seiten persönlich begegnet. dass der ganze Plan immer haarscharf am Scheitern vorbeischrammt, macht den Roman spannend, auch wenn die Handlung an den Haaren herbeigezogen ist. Es fängt damit an, dass der ganze Staatsapparat der USA - NSA, CIA, Air Force und private Sicherheitsdienste - ausgetrickst werden müssen, um sich ihrer gelichzeitig als Vehikel aus Afrika heraus zu bedienen, weil … ja weil das eben der Plan ist. Dass man den neuen Menschen auch einfacher aus Afrika hätte fliegen lassen können, wenn man die USA gar nicht informiert hätte, gehört zu den Konzeptionsinfarkten des Romans. Die Handlung bedient sich der jüngsten weltpolitischen Ereignisse wie etwa des Kriegs gegen den Terror und stellt die amerikanische Machtpolitik unter Präsident Burns (gemeint ist Georg W. Bush) ironisch an den Pranger. Zwei Momente stören gewaltig: Das eine sind die gewalttätigen Szenen im kongolesischen Bürgerkrieg, die nicht mit platzenden Kindersoldatenschädeln sparen. das andere ist das enervierende Techno-Gebrabbel der japanischen Laborhandlung, deren Absurdität daran kulminiert, dass der Gegner die schreckliche Lungensklerose ist, deren unaussprechlicher vollständiger Name „pulmonale Alveolarepithelzellensklerose“ lautet. Mit diesen sechzehn Silben wird keine Spannung erzeugt, und wenn sie noch so häufig genannt werden. Am Ende punktet der Roman durch seine cineastische Rasanz und seinen grundsätzlich humanistischen Ansatz sowie mit dem Reiz, den winzigsten David gegen den us-amerikanischen Goliath triumphieren zu sehen.

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  • Leichte Lektüre? Fehlanzeige. Lesenswert? Auf jeden Fall.

    Extinction
    bookrev

    bookrev

    22. February 2017 um 19:51

    Leichte Lektüre? Fehlanzeige. Lesenswert? Definitiv. Aber zunächst mal zu den Fakten: Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt. Broschiert: 560 Seiten Verlag: C. Bertelsmann Verlag (2. Januar 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3570101851 ISBN-13: 978-3570101858 Originaltitel: Genocide Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 4,7 x 21,6 cm Durchschnittliche Kundenbewertung: **** Ich habe dieses Buch beendet und wusste zunächst überhaupt nicht, was ich davon halten soll und kann. Durch die erste Hälfte musste ich mich wirklich durchquälen, was aber nicht an der Handlung und an den Charakteren lag, sondern am Klappentext, der alles spoilert. Bis Seite 250 war alles vorhersehbar und die Fachbegriffe und wissenschaftlichen Erörterungen erschwerten das Lesen drastisch. Was tun? Abbrechen? Auf keinen Fall, denn was danach kommt lässt die Herzen eines jeden Science-Fiction/Thriller- Lesers höherschlagen. Die Handlung fängt an Spaß zu machen und man fiebert mit ob sie es schaffen Akili retten und ob es der charismatische Kento schafft der japanischen Polizei zu entkommen. Die Charaktere waren schlüssig und sympathisch angelegt. Besonders Yeager wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer. Eine der heftigsten Szenen finde ich war als Kindersoldaten ins Spiel kamen. Diese Szene hat mich emotional sehr belastet und ich fand sie auch äußerst verstörend. Die Brutalität der Machthaber zu beschreiben war notwendig, aber diese Grausamkeiten würden eine Vielzahl von Lesern abschrecken und auch bewirken, dass sie das Buch abbrechen. Ziemlich krass (Dieses Wort hat hier seine Daseinsberechtigung..)! Allerdings fand ich Yeagers Charakterentwicklung hier äußerst interessant und gut umgesetzt. Mein Kompliment. Nur gestört hat mich leider das Ende. Mir blieben einige Fragen, die ich gerne noch beantwortet gehabt hätte. Insgesamt trotzdem sehr lesenswert und ich vergebe vier von fünf Sternen!

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  • Unerwartet fesselnder Thriller. Noch nie waren Molekularbiologie und Pharmazeutik so spannend.

    Extinction
    wsnhelios

    wsnhelios

    04. February 2017 um 11:39

    Inhalt: Während in Japan ein Pharmakologe ein Medikament für eine seltene Krankheit entwickeln möchte, stößt ein Söldner im Kongo auf ein seltsames biologisches Phänomen. Das Buch erzählt zwei Plots, die zwar miteinander verbunden sind, aber dennoch unabhängig voneinander ablaufen. Da gibt es einmal den Pharmakologen in Japan, dessen Geschichte von Anfang bis zum Ende spannend und interessant ist, gut recherchiert und toll beschrieben. Daneben gibt es dann den Söldner im Kongo, dessen Handlung zunächst recht klischeehaft, aber dennoch atmosphärisch und spannend ist, gegen Ende jedoch etwas langweilig wird. Bei dem biologischen Phänomen im Kongo driften wir etwas in die Science-Fiction ab, doch ist es viel weniger Fiction als Science, wodurch es zu einem sehr interessanten, ethisch-philosophischen Problem wird. Während des ganzen Buches hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht ganz passt, dass es da einen Logikfehler gibt, doch am Ende kommt es zu einer großen Überraschung und alles klärt sich spannend auf. Lediglich Prolog und Epilog sind sehr schlecht, der Schlusssatz einfach nur mies. Doch abgesehen davon liest sich das Buch angenehm, treibt einem die Spannung voran und am Ende hat man durchaus ein tolles Abenteuer erlebt. Fazit: Sehr zu empfehlen. >>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

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  • Extinction

    Extinction
    KlaasHarbour

    KlaasHarbour

    20. October 2016 um 22:33

    Für dieses Buch muss man sich Zeit nehmen: 560 Seiten, kleine Schrift, wenige Zentimeter Seitenabstand. Lohnt es sich? Jonathan Yeager durchforstet mit einem bewaffneten Trupp zusammgewürfelter Ex-Soldaten den kongolesischen Regenwald im Auftrag der amerikanischen Regierung. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen, dessen Verbreitung mit allen Mitteln - zur Not auch mit Massenmord - verhindert werden muss. Bald erkennen die Soldaten jedoch, dass es nicht um die Zerstörung eines Virus geht, sondern um den Mord an einem kleinen Jungen. Seit seiner Geburt verfügt er über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz und könnte die nächste Entwicklungsstufe der menschlichen Evolution darstellen. Die Regierung sieht in diesem Geschöpf eine Bedrohung für die Zukunft der Menschheit. Yeager jedoch weigert sich den Jungen umzubringen. Eine gnadenlose Jagd durch den Regenwald beginnt. Und was wenn der Junge doch gefährlich ist? Im Laufe des Buches wird auch eine weiterer Handlungsstrang eingewebt, der sich - grob zusammengefasst - mit der Entwicklung eines neuen Medikaments gegen „Pulmonaler Alveolarepithelzellensklerose“. Besonders dieser Teil wird geradezu mit biologischen Fachwörter zugepflastert, teilweise dachte ich, der Autor macht dies nur um zu zeigen wie gut er recherchieren kann. Genauso oft wie die Frage Was ist das?, wenn es mal wieder um Zellenbau ging, war die Frage Wer war das nochmal? Um mit seiner Verwirrungskunst im Bio-Teil noch eins drauf zusetzten, spinnt Takano einen weiteren Handlungsstrang, den er in der Regierung der USA und ihren Besprechungsräumen ansiedelt. Auch die Parts, die wahrscheinlich eher als "Action-geladen" bezeichnet werden sollen, weckten in mir keine große Spannung. Oft war es einfach zu langatmig und überladen. Daher für mich eher ein Buch, dass sich zwischen "Weisse-Haus-Verschwörung", "Arzt-Krimi" und "Regenwald-Action" nicht entscheiden konnte; und daher eher im mittleren Bereich der Skala umher dümpelt

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  • Überladen, langatmig und in sich nicht ganz schlüssig!

    Extinction
    Nepomurks

    Nepomurks

    18. June 2016 um 15:21

    "Extinction" von Kazuaki Takano, ein vermeintlicher Thriller - für mich ein recht überladen wirkender Sci-Fi-Roman, der zudem teilweise langatmig und in sich nicht immer authentisch scheint. Ein Söldner-Trupp wird in ein abgelegenes Dorf im afrikanischen Busch geschickt, um dort einen vermeintlich "mit einem für die gesamte Menschheit tödlichen Virus" infizierten Stamm auszulöschen. Der Auftrag ist klar! Doch bei Ankunft des Trupps bei den Mbutis kommen den Männern Zweifel an ihrem Auftrag. Und auch an ihren Auftraggebern. Japan. Ein junger Wissenschaftler wird nach dem überraschenden Tod seines Vaters in ein nebulöses und gefährlich anmutendes Projekt hineingezogen, an dem auch der Vater schon lange verdeckt gearbeteitet zu haben scheint. Es geht sich um die Entwicklung eines sehr heilsamen Medikaments, durch das viele Kinder gerettet werden könnten. Doch ist die Umsetzung tatsächlich möglich? Und wieso hängen sich plötzlich dubiose Personen an die Fersen des Wissenschaftlers und überwachen all seine Kommunikation? USA. Der Präsident gerät in staatseigener Sache in Zugzwang. Die Erdbevölkerung scheint bedroht durch eine neue menschliche Spezies. Experten werden hinzugezogen, Beratungen und Lage-Beurteilungen gehalten, Handlungsziele gesetzt. Die neue Spezies muss ausgerottet werden. Zum Schutz der Menschheit. Doch ist das überhaupt umsetzbar? Egal in welchem Handlungsstrang sich der Leser gerade befindet: Werden tatsächlich die richtigen Entscheidungen getroffen? Wem kann man trauen, was ist die Wahrheit hinter allem? Meiner Meinung nach hat das Buch sein Potenzial ein wenig verfehlt. Grundsätzlich gab es einige wirklich spannende und unerwartet fesselnde Passagen und Kapitel. Doch finden sich diese Szenen erst im letzten Drittel des Buches. Zuvor wirkt es einfach nur langatmig und überladen. Man liest über viele Seiten von DNA-Strukturen, Aminosäure-Ketten halt, deren Mutationsfähigkeiten und sehr detaillierte medizinische Abhandlungen. Große Teile der ersten Kapitel handeln von mathematischen Gesetzen, Verschlüsselungstechniken oder Primfaktorzerlegung. Es macht das Verständnis der Gesamtgeschichte vielleicht verständlicher, lässt sich aber für den Laien nicht flüssig oder interessant lesen. Zudem fand ich die Idee der neu entdeckten Spezies, die übernatürlich intelligent scheint und durch eine spontane Mutation der Gene der Elternpaare zustande kommt nicht besonders überzeugend. Dass ein Wesen mit übergroßer Stirnpartie geboren wird, das schon als Kleinstkind „hoch-höchst-super-intelligent“ ist und durch besondere mathematische Fähigkeiten alle möglichen Dinge auf der Erde manipulieren kann, wirkte an mancher Stelle auf mich sogar leicht lächerlich. Ich fand die Inhalte an mancher Stelle stark an den Haaren herbeigezogen und habe somit viele Seiten einfach „überlesen“.. Mein Fall war das Buch, das auch sprachlich eher nicht eingängig auf mich wirkte, eher nicht! Die Verknüpfung der einzelnen Erzähl- und Handlungsstränge waren mit viel gutem Willen akzeptabel. Aber insgesamt hat der Autor meiner Meinung nach zu viel des Guten gewollt und sich in Details und Lächerlichkeiten verrannt. Leider überhaupt nicht meins... 2 Sterne für die doch noch überraschend spannenden Kapitel oder Absätze im letzten Drittel des Romans. Sorry...

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  • Extinction - Ein wirklichkeitsnaher unglaublich spannender Thriller

    Extinction
    Gina1627

    Gina1627

    16. May 2016 um 12:13

    Die ganze Geschichte fängt mit einem morgendlichen Briefing beim amerikanischen Präsidenten an und ist der Auslöser für das Geschehen im Thriller von Kazuaki Takano. Eine neu entdeckte Lebensform im fernen Afrika beunruhigt die Regierung und alles wird in die Wege geleitet, diese zu beseitigen. Mit der Planung, Durchführung und Kontrolle wird Arthur Rubens, ein hochintelligenter wissenschaftlicher Mitarbeiter des Schneider Institutes beauftragt. Unter Zusammenarbeit mit dem CIA, dem wissenschaftlichen Berater  Gardner und dem Team um den exentrischen amerikanischen Präsidenten beginnt eine Jagd auf Leben und Tod. Ein Team aus vier ehemaligen Armeeangehörigen mit unterschiedlichen Fähigkeiten wird unter der Leitung von Jonathan Yeager engagiert. Nach einer Spezialausbildung in Südafrika machen sie sich auf den Weg durch den kongolesischen Dschungel um einen Pygmäenstamm und die dort existierende bedrohliche Lebensform auszulöschen. Dieser Auftrag wird aber von ihnen nicht ausgeführt, da sie von dem Naturforscher Nigel Pierce mit Akili, einem hochintelligenten gendefekten Kind mit  außergewöhnlichen Fähigkeiten  und dem Verrat ihres Auftraggebers konfrontiert werden. Aus ihnen wird ein Beschützerteam, das sich mit beiden auf eine abenteuerliche Flucht durch ganz Afrika bis nach Japan begibt. Hier beginnt der unbescholtene Naturwissenschaftler Kento  Koga nach dem Erhalt einer Email von seinem toten Vater an einem Medikament zur Bekämpfung einer lebensbedrohlichen Krankheit, unter der auch Yeagers Sohn leidet, zu forschen. Unter Zeitdruck, seiner geringe Erfahrung und der Bedrohung durch die japanische Polizei und dem Geheimdienst, aber mit Hilfe eines unbekannten Scientisten, experimentiert er in einem Versteck zusammen mit seinem Gehilfen Jeong-hoon. Kazuaki Takano baut seinen Thriller auf drei verschieden Handlungsstränge auf, die er mit einem unglaublich spannenden bildhaften Schreibstil abwechselt und ineinander verwebt. Durch den Auslöser und Auftraggeber, der amerikanischen Regierung, wird uns die wirtschaftliche und militärische Seite mit ihren verheerenden Auswirkungen filmreif dargestellt. Dank Arthur Rubens verliert man nicht den Glauben an das Gute im Menschen. Er entwickelte sich glücklicherweise von einem skrupelosen Regierungsbeamten zu einem nachdenklichen Menschen mit Gewissen, der sich von Geld und Macht abwendet. Die ganze Grausamkeit Afrikas erleben wir dann auf der Flucht von Akili und seinem Beschützerteam mit. Der Autor konfrontiert uns hier mit den Ansichten und Auswirkungen von Rebellen, Fanatikern und der Regierung, ob es um die Abschlachtung von Menschen, Entführung und Vergewaltigung von Frauen oder die Rekrutierung von Kindern zu verheerenden militärischen Handlungen geht.  Der biologisch, naturwissenschaftliche Bereich wird uns durch die Forschung nach einem neuen Medikament  gegen die Krankheit „Pulmonale Alveolarepithelzellensklerose“ von Kento Koga und seinem Freund Jeong-hoon näher gebracht. Hier werden viele fachspezifische Begriffe vom Autor verwendet, die aber den Lesefluss des Laien nicht stören. Ich muss gestehen, dass ich nur am Anfang den Begriff der Erkrankung gegoogelt habe, alle weiteren  Fachbegriffe versteht man aus dem Zusammenhang der Geschichte. Als Leser fiebert man richtig mit, ob die Entwicklung des Medikamentes noch rechtzeitig erfolgt und die Kinder gerettet werden können. Kazuaki Takano hat mich mit seinem Thriller und seinem Erzählstil voll überzeugt. Seine Mischung zwischen Fiktion und Wirklichkeit hat er in ein spannendes Abenteuer verpackt. Extinction hat einen Platz in der Bestsellerliste und auch die gute Vermarktung verdient.

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  • Manchmal lohnt es sich am Ball zu bleiben

    Extinction
    QueenDebby

    QueenDebby

    11. May 2016 um 10:04

    Alles in allem muss ich sagen, dass Buch war eine große Überraschung.   Anfangs war ich kurz davor, dass Buch beiseite zu legen. Aus folgenden Gründen: -          Der Autor widmet sich ausführlich Naturwissenschaftlichen und Pharmakologischen Themen, wie zum Beispiel: Genetik, Pharmakologie, Biochemie, Evolution, Toxikologie und Virologie. Er wird teilweise so extrem Fachbezogen, dass mich seine Ausführungen über Rezeptoren und Co. nicht nur gelangweilt sondern auch überfordert haben. Da ich in den Themenbereichen einfach nicht sehr bewandert bin. -          Die detailverliebte Beschreibung von Waffen und Kampfeinsätzen von Söldnertruppen konnten mich auch nur schwer am Weiterlesen halten.   Aber als ich das erste Viertel hinter mir gelassen hatte, hatte mich das Buch dann schließlich doch am Ball gehalten. Endlich nahm die Geschichte fahrt auf und wurde sogar richtig spannend. Der Autor behandelt viele aktuelle Themen in diesem Buch und greift sehr gut Ansätze einiger Thinktanks auf, was mich extrem fesselte und zum Nachdenken anregte.  (politische Verschwörungen, Kriegspsychologie, Psychologie der Mächtigen, Genozid, Cyberterrorismus) Auch die aktuelle Lage im Kongo und einigen afrikanischen Ländern wird sehr erschütternd und realistisch beschrieben. Der Genozid an ganzen Stämmen und die Ausbildung von Kindersoldaten wird mir teilweise zu detailiert beschrieben, aber das kann man dann ja auch „überlesen“ Teilweise mag das Buch von den ganzen verschiedenen Themen überladen wirken, aber der Autor findet trotzdem ein befriedigendes Ende.   Mein Fazit zu diesem Buch ist: Es lohnt sich bis zum Ende durchzuhalten, wenn man bereit ist sich auf „Gedankenexperimente“ und einen rasanten Themenabriss einzulassen. Spannung. 4 von 5 Sternen Drama: 3 von 5 Sternen Innovation: 5 von 5 Sternen

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  • Evolution 2.0

    Extinction
    FrauSchafski

    FrauSchafski

    18. April 2016 um 13:24

    Was wäre, wenn die Menschheit den nächsten Evolutionssprung machte und der neue, höher entwickelte Mensch mitten unter uns lebte? Diese Frage bildet den Hintergrund für die Geschehnisse in diesem Roman. Im Kongo ist bei einem im Urwald lebenden Pygmäenstamm ein Kind geboren worden, welches über einen weit höher entwickelten Verstand verfügt als der Homo Sapiens. Doch das Kind wird nicht als Geschenk, sondern als Bedrohung empfunden und soll eliminiert werden. Mission Nemesis beginnt und nimmt einen anderen Verlauf, als es sich die Auftraggeber je erträumt hätten. Katzuaki Takano nutzt seinen Roman, um eine vermutlich wissenschaftlich gut recherchierte und fundierte Theorie anhand des Erzählverlaufes durchzuspielen. Das ist streckenweise eine große Herausforderung für den Leser, der sich nicht nur mit politischem und soziologischem, sondern auch chemischem und biologischem Fachjargon auseinandersetzen muss. Auf dieser Basis erscheint die Handlung jedoch rational nachvollziehbar und wird dadurch umso erschreckend realistischer. Leider verwendet der Autor für seine Figuren allzu klischeehafte Hülsen, die keine charakterliche Tiefe entwickeln. Vom militärisch hoch ausgebildeten Söldner über den korrupten und skrupellosen Politiker bis hin zum unscheinbaren Genie ist hier alles vertreten. Die Figuren handeln ganz nach den ihnen übergestülpten Hülsen und vermögen es daher nur wenig Überraschendes zu bieten. Andererseits erweist sich der Roman gerade wegen dieser schablonenhaften Figuren als hervorragendes Experiment, in dem die einzelnen Bestandteile sich ganz wie in einer chemischen Reaktion vorhersehbar verhalten. Und schließlich formuliert der Autor unwissentlich aktuell ganz brisante Gedanken, indem er schreibt: "Die Menschen begreifen nicht, dass das, was sie nach 'Rassen' unterscheiden, ein und derselben Spezies angehört. Sie betrachten Hautfarbe, Nationalität oder Religion, sogar Kleingruppen wie Familien und Regionalbevölkerung als Unterscheidungsmerkmale. Individuen anderer Gruppen werden feindselig angesehen, als gehörten sie zu einer anderen Spezies."

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  • Der Wahnsinn der Evolution

    Extinction
    DarkOwl

    DarkOwl

    16. March 2016 um 13:22

    Autor: Kazuaki Takano Genre: Thriller Verlag: C.Bertelsmann Übersetzt An dieser Stelle möchte ich dem Verlag C.Bertelsmann, für das Rezensionsexemplar bedanken ! Extinction [englisch=Auslöschung] das Aussterben von Arten und Gattungen. Bezeichnet das Ende evolutionärer Stammlinien durch den Tod aller Nachkommen, Eines der wenigen, definitiv nicht umkehrbaren Ereignisse der Natur. Klappentext Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt. Dieser Thriller war für mich Faszination pur. Ich habe wirklich schon einige Thriller gelesen, aber dieser hier war einzigartig und es hat mir wirklich sehr viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen. Das Buch hat verschiedene Handlungsstränge, die der Autor gekonnt und genial zusammenfügt. Hier kommt garantiert keine Langeweile auf ! Ein roter Faden, voller Spannung, zieht sich durch das ganze Buch. Das absolute Highlight ist der Showdown. Was soll ich dazu sagen ? Ja ich bin wirklich sprachlos. Ein Buch was mich wortwörtlich vollkommen in den Bann gezogen hat. Die Story und die Handlungen sind einfach der Wahnsinn. Es wird nie langweilig, liest sich sehr gut und vor allem ist es auf irgend eine Weise Informationshaltig. Ich liebe ja Bücher, die ein wenig herausfordernd sind und vor allem sich total abheben. Und so ist es genau bei diesem Buch ! Naturwissenschaften, Genozid und Thriller zu verbinden, einfach WAHNSINN !!! Es gehört definitiv nun zu meinen Favoriten und kann es jedem nur ans Herz legen, vor allem die, die Thriller lieben.Ihr müsst es einfach lesen !

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  • Rezension zu Extinction

    Extinction
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    Im Auftrag der amerikanischen Regierung wird Jonathan Yaeger in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödlicher Virus ausgebrochen und eine Ausbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel wird Yaeger klar, das es bei seinem Auftrag eigentlich um etwas anderes geht. Bei den Pygmäen lebt ein kleiner Junge , der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, er ist das wahre Ziel der Operation. Bedroht dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit? Yaeger weigert sich das Kind zu töten und setzt alles daran ihn in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf den Jungen beginnt. In diesem Thriller darf der Leser eine spannenden Geschichte, die aufgeteilt in drei verschiedenen Handlungssträngen auf drei verschiedenen Kontinenten spielt,  verfolgen. In den USA wird Präsident Burns über eine neue hochintelligente Lebensform im Kongo informiert. Schnell wird es als Gefahr eingestuft, und die Entscheidung getroffen das es zu eliminieren ist. Ein Team wird losgeschickt um diese neue Lebensform zu vernichten. Jonathan Yaeger, ein ehemaliger Soldat, wird beauftragt einen Pygmäenstamm zu vernichten um ein angeblich tödliches Virus zu stoppen. Als er merkt das es darum geht Einen kleinen Jungen zu töten,  der über eine außerordentliche Intelligenz verfügt, weigert er sich dies zu tun und wird zum Beschützer des Jungen. In Japan führt der junge Kento die Forschung seines verstorbenen Vaters weiter, der im Geheimen ein Medikament für eine tödliche Lungenerkrankung sucht, an der auch Yaegers Sohn leidet. In diesem Thriller vereinen sich Wissenschaft,  Politik, Sciencefiction und eine gute Portion Action zu einer sehr spannenden Geschichte, die mich in großen Teilen durch die Seiten fliegen ließ.  In diesem Thriller wurden viele tatsächlichen und auch aktuelle Probleme der Menschheit in die Geschichte eingewoben, und traf damit genau meinen Geschmack. Die Geschichte selbst ist oft so nah an wahren Ereignissen angelehnt, dass sie bei mir oftmals nachdenken, aber auch Gänsehaut auslöste.  Viele Teile des Buches ließen mich durch die oft sehr spannende Geschichte jagen, vor allem bei den Actionszenen könnte ich nicht aufhören zu lesen, aber immer wieder wird dies durch wissenschaftliche oder politische Abhandlungen unterbrochen. Am Anfang empfand ich dies noch sehr interessant und informativ,  aber im späteren Verlauf nur noch trocken und etwas mühsam zu lesen. Hier hat der Autor es für mich zu gut gemeint mit all den Fakten, den für mich unterbrach es doch ein wenig den Spannungsbogen,  was ich schade fand. Hier wäre für mich weniger mehr gewesen.  Mein Fazit: Ein spannender Thriller, der mich in vielen Teilen wirklich begeistern und mitreißen konnte. Wer Freude an einem Genremix aus Wissenschaft, Politik, Sciencefiction und Action hat, alles vereint in einem spannenden Thriller, sollte hier zugreifen.

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    • 17
  • Unterkühlt, langatmig und umständlich

    Extinction
    Wortmagie

    Wortmagie

    12. February 2016 um 11:53

    „Extinction“ von Kazuaki Takano ist mir zuerst auf Kathis Blog Lalapeja begegnet. Sie vergab für diesen Thriller damals satte 5 Sterne, bezeichnete ihn als spannend und mitreißend. Der Klappentext klang auch für mich interessant, weswegen das Buch auf meine Wunschliste wanderte. Ein paar Monate später entdeckte ich es auf dem Bloggerportal von Random House. Natürlich schickte ich sofort eine Anfrage ab, die glücklicherweise auch bewilligt wurde. So landete „Extinction“ bei mir, mein erster Versuch mit einem japanischen Autor. Takano wurde in Tokio geboren und arbeitete sowohl in Japan als auch in Hollywood als Drehbuchautor. „Extinction“ ist sein erster international erfolgreicher Roman und schaffte es in Deutschland sogar auf die Bestsellerliste des Spiegels. Im Herzen des Kongo, in einer der gefährlichsten Gegenden der Erde, wächst ein Kind heran, das kein Mensch ist. Es ist mehr als ein Mensch. Abgeschottet von der Welt lebt es unentdeckt bei einem Pygmäenstamm, bis die amerikanische Regierung von seiner Existenz erfährt und die überragende Intelligenz des Kindes als Bedrohung einstuft. Der Präsident der USA genehmigt einen Einsatz, dessen Ziel die Liquidierung des gesamten Stammes ist. Ein Mitglied des Teams ist der Söldner Jonathan Yeager. Sein Beruf macht ihn nicht glücklich, aber er braucht das Geld, um seinen todkranken Sohn behandeln zu lassen. Als er herausfindet, worin sein neuster Auftrag besteht, gerät er in eine moralische Zwickmühle: kann er es verantworten, einen ganzen Stamm zu töten, um das Leben seines Sohnes zu erhalten? Zur gleichen Zeit forscht in Japan der Student Kento Koga nach einem Heilmittel für die Krankheit, an der Yeagers Sohn leidet. Das Projekt war der letzte Wunsch seines verstorbenen Vaters. Kento weiß nichts von Yeager; Yeager weiß nichts von Kento. Zufall? Oder ist es der ausgeklügelte Plan einer überlegenen Lebensform, der sie verbindet? „Extinction“ ist wahnsinnig detailliert recherchiert. Es thematisiert einen unerschrockenen, ungeschönten Blick auf das aggressive, destruktive Wesen der Menschheit und der derzeitigen Weltpolitik. Es ließ mich schlucken und an der einen oder anderen Stelle einen dicken Kloß in meinem Hals spüren. Ich leugne nicht, dass das Buch eine gewisse Wirkung auf mich hatte. Leider war das nicht genug. Ich kann mit Kazuaki Takano als Autor nur sehr wenig anfangen, denn meiner Meinung nach hat er versucht, einen sachlichen Thriller zu schreiben, was einfach nicht funktioniert. Entweder Sachbuch oder Thriller – beides geht nicht. Das Ergebnis dieses seltsamen Versuches ist ein unterkühltes, langatmiges und umständliches Buch, das mich zu keiner Zeit mitriss. Es war nicht spannend. Takano erging sich in komplizierten wissenschaftlichen Erklärungen und warf mit lateinisch klingenden Fachbegriffen um sich, die meiner Chemielehrerin Tränen der Freude in die Augen getrieben hätten. Da ich aus diesen Erklärungen überhaupt keinen Erkenntnisgewinn zog, fiel es mir schwer, meine Konzentration wie auch mein Interesse aufrecht zu erhalten. Ohne die politische Seite des Romans hätte ich wohl ernsthaft mit Gedanken gespielt, die Lektüre abzubrechen. Unglücklicherweise empfand ich aber auch diese als nicht völlig überzeugend. Ich weiß nicht, ob Kazuaki Takano einen persönlichen Groll gegen die USA hegt; die Vermutung liegt nahe, beschreibt er die Vereinigten Staaten doch als die Wurzel allen Übels. Er geht sehr hart mit der amerikanischen Regierung ins Gericht. Seine Kritik ist natürlich nicht ganz ungerechtfertigt, ich fand sie allerdings viel zu einseitig. Die USA sind nicht das einzige Land, das Verbrechen begeht und im Namen der Sicherheit fragwürdige Entscheidungen trifft. Ich mag es nicht, wenn einem einzelnen Akteur der schwarze Peter zugeschoben wird, obwohl dieses Ballett namens Weltpolitik viele Mitspieler kennt, die sich in Sachen Grausamkeit nichts nehmen. Die Idee einer neuen, überlegenen Lebensform war ein interessanter Ansatz, die Umsetzung erschien mir jedoch problematisch. Es ist paradox: Takano schreibt, dass Akilis (so der Name des Jungen) Denkmuster für Menschen nicht fassbar sind, gibt sich jedoch trotzdem große Mühe, sie zu veranschaulichen. Ein Mensch, der über die für Menschen nicht nachvollziehbaren Gedankengänge eines nicht völlig menschlichen Wesens schreibt. Ihr versteht, was ich meine? Für mich ist das ein Logikfehler. Darüber hinaus konnte ich mir Akili beim besten Willen nicht vorstellen. Das lag nicht an mangelnder Vorstellungskraft (schließlich lese ich regelmäßig Fantasy), sondern an der grottenschlechten Beschreibung seines Äußeren. Mit den anderen Charakteren der Geschichte hatte ich ebenfalls Schwierigkeiten, speziell mit Kento. Kento ist zwar sympathisch, hat aber eine seltsame Persönlichkeit und ist ein fürchterlich naiver Fachidiot. Hin und wieder hatte ich wirklich das Gefühl, dass er den Großteil seines Lebens hinterm Mond verbracht hat. Ich weiß nicht genau, was ich von Kazuaki Takanos Fähigkeiten als Autor halten soll. Ich versuche, zu verstehen, was ihn dazu bewogen hat, so viel wissenschaftlichen Input in sein Buch zu quetschen. Hat ihm denn niemand gesagt, dass ein Thriller vor allem spannend sein muss und keinen Abschluss in Biochemie voraussetzen sollte? Ich begreife wirklich nicht, wie es „Extinction“ in dieser Form durch das Lektorat schaffen konnte. Meiner Meinung nach haben die Kontrollmechanismen des Verlages allerdings sowieso versagt, da mir diverse Rechtschreibfehler aufgefallen sind und Takano einige Kleinigkeiten nicht konsequent umgesetzt hat. Beides hätte auffallen müssen. Insgesamt fand ich „Extinction“ nicht sehr stimulierend. Weder die wissenschaftliche noch die politische Ebene des Buches haben mich nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Ich denke nicht, dass ihr diesen Thriller bei all der Auswahl auf dem Markt lesen müsst – obwohl der Spiegel das anscheinend anders sah. Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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  • Dystopie oder schon Wirklichkeit????

    Extinction
    teifel

    teifel

    11. February 2016 um 10:37

    Extinction Die CIA und der amerikanische President Burns beauftragen eine 4 köpfige Truppe, gezielt ausgesuchter Männer, unter dem Vorwand bzw. Auftrag, einen Virus einzudämmen, in den kongolesischen Urwald zureisen. Doch was die Söldner finden ist kein Virus, sondern Akili einen kleinen hochintelligenten Pygmäenjungen, ein neuer Evolutionsschritt der menschlichen Spezies. Söldner Yaeger ist Vater eines Sohnes, sein Sohn selbst liegt im Sterben. Er beschließt den Jungen Akili um jeden Preis zusammen mit den anderen Söldnern zu beschützen und stellt sich gegen die Anweisung der CIA. Eine gefährlich Flucht beginnt. Dabei erhält die Gruppe aber Unterstützung von dem japanischen Studenten Kento via Internet. Kento soll ein Medikament finden, welches die Krankheit von Yaegers Sohn heilen soll. Eine in sich verwobene Geschichte. Kazuaki Takano ist es gut gelungen ein Buch mit Fiktion und Wirklichkeit zu beschreiben. Es ist ein spannender Thriller mit viel Politik, Wissenschaft und Action. Eine gute Mischung aus vielen Sparten die sonst nicht oft mit einander verbunden werden. Auch wenn man hier und dort einpaar Abstriche machen muss, weil es da mal sehr(fast lehrbuchartig) wissenschaftlich wird oder die Szenen brutal beschrieben sind, dass man am liebsten weiterblättern mag. Alles in allem fand ich das Buch großartig und erschreckend real. Denn genau so laufen die Maschinen der Politik. Der Mensch hat generell Angst vor dem was er nicht versteht, also löscht er es aus, ohne Konsequenzen des eigenen Handelns zu hinterfragen.

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