Extinction

von Kazuaki Takano 
4,0 Sterne bei206 Bewertungen
Extinction
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (159):
Hennies avatar

Spannung pur, mit brisanten Details aus Wissenschaft, Forschung und Politik

Kritisch (15):
Talliannas avatar

Das scheint mal wieder ein Buch zu sein, an dem sich wirklich die Geister scheiden. Definitiv „Verlorene Lesezeit"!

Alle 206 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Extinction"

Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328100096
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:11.10.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.01.2015 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne77
  • 4 Sterne82
  • 3 Sterne32
  • 2 Sterne10
  • 1 Stern5
  • Sortieren:
    zuendegelesens avatar
    zuendegelesenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Die Spannung war kaum auszuhalten! Ein geschickter Thriller mit einer interessanten Handlung.
    Die Spannung war kaum auszuhalten! Ein geschickter Thriller mit einer interessanten Handlung.

    Meinung

    Cover: Perfekt. Genau so stell ich mir ein Cover vor, das einen umhaut!
    Kleiner Punktabzug von mir bei der Beschichtung des schwarzen Bereichs, es löst sich ziemlich schnell ab und wird löchrig.

    Zeitgleich befindet sich die Handlung auf genau vier Kontinenten.
    Nordamerika, Afrika, Europa, Asien.
    Washington, Kongo, Lissabon, Tokio.
    Ganz schön viel und dennoch gelingt es dem Autor hier ganz gelassen einen Weg zu finden, nicht zu sehr zu verwirren. Mit einer anhaltenden Spannung beschrieb er jede Szene sehr detailreich. Sei es der Dschungel, ein Labor oder das Pentagon. Alles hat seinen Reiz und man kann sich kaum davon lösen, weil man immer mehr erfahren möchte.

    Mit seinen Charakteren hat sich Takano einen großen Spielraum verschafft, für den er einiges an Wissen aneignen musste. So kommt es, dass man von einem Präsidenten, von Analysten der NSA, Söldner der USA und Wissenschaftlern aus Tokio liest. Und genau diese Mischung hat eine Menge hergegeben. Durchweg konnte man die Handlungen der einzelnen Personen verstehen (oder auch nicht) und fieberte mit ihnen mit.

    Takanos Schreibstil ist sehr kompliziert im Sinne von Fremdwörtern. Dieses Buch quillt förmlich über mit Fremdwörtern, die man schön nachschlagen kann (allerdings nicht im Buch). Allein schon die ganzen medizinischen und politischen Ausdrücke könnten manchmal etwas aufhalten. Aber das macht nichts, es trägt zur Bildung bei, nicht wahr? Gestört hat es mich nicht, es hat nur aufgehalten, wenn man ein Wort manchmal wiederholen musste. Somit ist nämlich auch der Lesefluss gestört.
    Ansonsten schrieb Takano hervorragend und ich konnte dem Geschehen problemlos folgen.

    Mein ‘Hauptproblem’ mit diesem Buch war tatsächlich, dass man das Gefühl beim Lesen hatte, man kommt nicht voran. Eben, weil man ständig ein Wort wiederholen oder mal nachschlagen musste. Es hat aufgehalten und es wurde teilweise ein wenig lästig. Aber ein Thriller in dieser Form bringt das wohl mit sich.
    Wenn es um den ‘Thriller’ geht, den man erwartet, darf man nicht gleich mit Mengen an Blut rechnen, eher mit einer andauernden Handlung, deren Spannung anhält. Dennoch gibt es Stellen im Buch, die sehr makaber sind. Und diese habe ich sehr geliebt.

    Bewertung

    Meiner Meinung nach war dieser Thriller sehr aufregend und spannend. Nichts, was für fünf Schreibfedern meinerseits reichen würde, aber ich denke mit vier von fünf gebe ich mich sehr zufrieden.

    Fazit

    Thriller Fans werden dieses Buch lieben. Trotz komplexer Handlung und einigen Fremdwörtern kann dieses Buch vollkommen überzeugen. Die Spannung reißt nicht ab und man erlebt richtig was. Auch für Verschwörungstheoretiker kann dieses Buch ein großer Genuss sein, denn es bietet viel Platz für Eigeninterpretation.

    Ich danke dem C.Bertelsmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

     

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Talliannas avatar
    Talliannavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das scheint mal wieder ein Buch zu sein, an dem sich wirklich die Geister scheiden. Definitiv „Verlorene Lesezeit"!
    Ich möchte meine Lesezeit zurück

    Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt. (Klappentext)

    Der nachfolgende Text kann Spoiler enthalten.

    Furchtbar. Das ist das erste Wort, dass mir nach dem Beenden dieses Buches durch den Kopf geschossen ist. Anhand dieser Äußerung ist es schon ersichtlich, dass es mir nicht gefallen hat. Kommen wir zu den Gründen.

    Vermutlich 1/3 des Buches bestehen aus wissenschaftlichen Kauderwelsch, das man nicht verstehen kann, sollte man nicht Medizin oder Pharmakologie studiert haben. Ich halte mich für einen sehr schlauen Menschen, aber ich möchte bitte nicht wissen wie der Mutantentyp GPR 769 aussieht und wie sich das Medikament daran binden soll. Denn das interessiert mich einfach nicht. Außerdem ist mir immer noch nicht ganz klar, warum dieses Medikament überhaupt entwickelt werden soll. Der erwähnte Grund kommt mir fadenscheinig vor.

    Wenn es nicht darum geht, folgen ellenlange Schilderungen von mehr oder weniger geheimen Treffen der Beteiligten in den USA und es werden mehrere Nebenplots eingeführt, die auf die eigentliche Geschichte eigentlich keine Auswirkung haben und nur alle unnötig in die Länge ziehen.

    Zu den ziemlich unnützen Abschnitten zähle ich auch jene, die den Leser mit der barbarischen Gewalt im afrikanischen Bürgerkriegsgebiet konfrontieren. Ich bin wirklich nicht naiv, und ich weiß eine gute Portion an Blut und Mord in Büchern und Filmen zu schätzen. Aber warum muss mir in allen Einzelheiten erzählt werden, wie Kinder bei lebendigem Leibe zerhackt werden oder ein für den Fortgang der Geschichte unwichtiger Kindersoldat seine Mutter vergewaltigen und töten musste? Auch die Schilderung einer Schimpansengruppe, die ein Baby einer rivalisierenden Gruppe in Stücke reißen und fressen muss man sich antun. Davon wird mir einfach nur schlecht und ich will das nicht lesen. Mich beschleicht der Verdacht, dass der Autor das Thema des Buches ausgenutzt hat, um solche Gewaltfantasien legal veröffentlichen zu können.

    Zusätzlich scheinen alle männlichen Figuren der Geschichte einen irgendwie gearteten Vaterkomplex zu haben, der dringend behandelt werden sollte, auf die Dauer aber einfach nur super nervig ist. Da stellt man sich unwillkürlich die Frage, wie die Beziehung des Autors zu seinem eigenen Vater war.
    Tatsächlich erfährt man aber über die Person, wegen der der ganze Rummel veranstaltet wird, so gut wie nichts. Man weiß nie, was in ihr vorgeht und das Ende ist doch irgendwie mehr als offen gehalten dafür, dass alle befürchten die Auslöschung der Menschheit stehe bevor.

    Das scheint mal wieder ein Buch zu sein, an dem sich wirklich die Geister scheiden. Für mich gehört es definitiv zu der Kategorie „Verlorene Lese- und Lebezeit“ und ich möchte jetzt erst mal duschen gehen, um mich von dem Ganzen zu befreien.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    StefanBommelis avatar
    StefanBommelivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Super spannender, zum Teil etwas sehr blutiger Setup, der allerdings gegen Ende etwas einknickt.
    Eigenständiger, spannend zu lesender Thriller

    Extinction ist ein sehr eigenständiger Thriller mit Sci-Fi-Elementen, der jedoch realitätsnah in der gewärtigen Welt angesiedelt ist. Der Einstieg erfolgt mühelos und die Spannung bleibt in den ersten zwei Dritteln extrem hoch – ein Page Turner erster Güte. Die Charaktere sind sorgfältig skizziert, der Roman ist (soweit beurteilbar) äusserst sachverständig und sprachgewandt geschrieben; überhaupt bearbeitet der ganze Setup ein intelligentes Szenario mit viel Neuigkeitswert. Teilweise kommen jedoch ziemlich blutige Szenerien im afrikanischen Bürgerkrieg vor – die man bei allem Realitätsgrad einfach nicht gut finden kann (war das wirklich nötig?).

    Ein Stern kostet in meiner Bewertung jedoch, dass die Story gegen Schluss etwas die Luft ausgeht; der an sich gelungene Plot wird plötzlich zur etwas flachen Familienstory – und bleibt überraschend offen. Gerade weil das Buch so gut startet, hält der Schluss nicht ganz, was er verspricht.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    CrossingJordans avatar
    CrossingJordanvor einem Jahr
    Nichts für zwischendurch

    3,5 Sterne

    "Extinction" von Kazuaki Takano bietet eine interessante Ausgangssituation mit einem spannenden Einstieg, konnte mich aber letztendlich leider nicht so begeistern wie erhofft. Dieses Buch ist keinesfalls als "leichte Kost" zu verstehen und nicht unbedingt etwas für zwischendurch. Erschwert wird einem das nicht nur durch die verschiedenen Handlungsstränge, sondern auch durch viele Fachausdrücke, die hier zuhauf vorzufinden sind. Der Autor zeigt deutlich und eindrucksvoll, wie viel Zeit er mit Recherchearbeit aufgewendet hat, verliert sich jedoch viel zu oft in ausschweifenden wissenschaftlichen Details. Diese mögen zwar für ein besseres Handlungsverständnis sorgen, lassen einen Laien aber doch immer wieder ins Stocken geraten und minderten so oftmals Spannung und Lesefluss. Großer Dorn im Auge war mir außerdem die Thematik um die "übermenschliche Intelligenz", die auf mich einfach nur überzogen und stellenweise gar absurd wirkte. Blendete ich das jedoch aus und ließ mich einfach auf die mir dargebotene Geschichte ein, gefiel mir "Extinction" doch recht gut, weshalb ich dem Buch zwar knappe 3,5 Sterne gebe, aufgrund der Komplexität und des Fachjargons aber dennoch nur eine eingeschränkte Leseempfehlung vergeben kann.

    Fazit: "Extinction" ist sicherlich nicht für jedermann geeignet, sondern ein Buch, für das man sich Zeit lassen muss, um das Potential dahinter zu ergründen. Wen viele fachliche Details und die ein oder andere Ungereimtheit aber nicht abschrecken, wird mit diesem Buch seine helle Freude haben.

    Kommentare: 1
    48
    Teilen
    Beusts avatar
    Beustvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Science-Thriller mit viel sinnlosem Techno-Gebrabbel und "useless violence" - und einer Message an die vermeintliche Krone der Schöpfung
    Techno-Gebrabbel und explodierende Köpfe

    Der Wissenschaftsthriller Extinction dreht sich um die Fragen: Wie gefährlich wäre eine neue Spezies Mensch für den heutigen Menschen, wenn der Entwicklungssprung  so groß wäre wie vom Schimpansen zum Molekularbiologen? Und wie gefährlich wäre der heutige Mensch für den Evolutionsfortschritt?

    Takano strickt hierum eine abenteuerliche Story um einen Evolutionssprung bei den Pygmäen im Kongo, der von der richtigen Forschergruppe entdeckt und gedeckt wird. Gemeinsam mit der jüngst in die Welt gekommenen überlegenen Intelligenz versuchen sie, den neuen Menschen aus Afrika heraus- und nach Japan zu bringen. Dazu folgt das Buch einem verwinkelten Plan, der den Einsatz einer Söldnertruppe um den Amerikaner Jonathan Yeager einschließt, der gemeinsam mit dem als Antihelden erfolgreichen jungen Molekularbiologen Kento Koga das gegensätzliche Protagonistenpaar bildet, das sich allerdings erst auf den letzten Seiten persönlich begegnet. dass der ganze Plan immer haarscharf am Scheitern vorbeischrammt, macht den Roman spannend, auch wenn die Handlung an den Haaren herbeigezogen ist. Es fängt damit an, dass der ganze Staatsapparat der USA - NSA, CIA, Air Force und private Sicherheitsdienste - ausgetrickst werden müssen, um sich ihrer gelichzeitig als Vehikel aus Afrika heraus zu bedienen, weil … ja weil das eben der Plan ist. Dass man den neuen Menschen auch einfacher aus Afrika hätte fliegen lassen können, wenn man die USA gar nicht informiert hätte, gehört zu den Konzeptionsinfarkten des Romans.

    Die Handlung bedient sich der jüngsten weltpolitischen Ereignisse wie etwa des Kriegs gegen den Terror und stellt die amerikanische Machtpolitik unter Präsident Burns (gemeint ist Georg W. Bush) ironisch an den Pranger.

    Zwei Momente stören gewaltig: Das eine sind die gewalttätigen Szenen im kongolesischen Bürgerkrieg, die nicht mit platzenden Kindersoldatenschädeln sparen. das andere ist das enervierende Techno-Gebrabbel der japanischen Laborhandlung, deren Absurdität daran kulminiert, dass der Gegner die schreckliche Lungensklerose ist, deren unaussprechlicher vollständiger Name „pulmonale Alveolarepithelzellensklerose“ lautet. Mit diesen sechzehn Silben wird keine Spannung erzeugt, und wenn sie noch so häufig genannt werden.

    Am Ende punktet der Roman durch seine cineastische Rasanz und seinen grundsätzlich humanistischen Ansatz sowie mit dem Reiz, den winzigsten David gegen den us-amerikanischen Goliath triumphieren zu sehen.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    bookrevs avatar
    bookrevvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leichte Lektüre? Fehlanzeige. Lesenswert? Auf jeden Fall.
    Leichte Lektüre? Fehlanzeige. Lesenswert? Auf jeden Fall.

    Leichte Lektüre? Fehlanzeige. Lesenswert? Definitiv.

    Aber zunächst mal zu den Fakten:


    Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.


    Broschiert: 560 Seiten

    Verlag: C. Bertelsmann Verlag (2. Januar 2015)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3570101851

    ISBN-13: 978-3570101858

    Originaltitel: Genocide

    Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 4,7 x 21,6 cm

    Durchschnittliche Kundenbewertung: ****



    Ich habe dieses Buch beendet und wusste zunächst überhaupt nicht, was ich davon halten soll und kann. Durch die erste Hälfte musste ich mich wirklich durchquälen, was aber nicht an der Handlung und an den Charakteren lag, sondern am Klappentext, der alles spoilert. Bis Seite 250 war alles vorhersehbar und die Fachbegriffe und wissenschaftlichen Erörterungen erschwerten das Lesen drastisch. Was tun? Abbrechen? Auf keinen Fall, denn was danach kommt lässt die Herzen eines jeden Science-Fiction/Thriller- Lesers höherschlagen. Die Handlung fängt an Spaß zu machen und man fiebert mit ob sie es schaffen Akili retten und ob es der charismatische Kento schafft der japanischen Polizei zu entkommen.



    Die Charaktere waren schlüssig und sympathisch angelegt. Besonders Yeager wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer. Eine der heftigsten Szenen finde ich war als Kindersoldaten ins Spiel kamen. Diese Szene hat mich emotional sehr belastet und ich fand sie auch äußerst verstörend. Die Brutalität der Machthaber zu beschreiben war notwendig, aber diese Grausamkeiten würden eine Vielzahl von Lesern abschrecken und auch bewirken, dass sie das Buch abbrechen. Ziemlich krass (Dieses Wort hat hier seine Daseinsberechtigung..)! Allerdings fand ich Yeagers Charakterentwicklung hier äußerst interessant und gut umgesetzt. Mein Kompliment.



    Nur gestört hat mich leider das Ende. Mir blieben einige Fragen, die ich gerne noch beantwortet gehabt hätte.

    Insgesamt trotzdem sehr lesenswert und ich vergebe vier von fünf Sternen!




    Kommentieren0
    0
    Teilen
    W
    wsnheliosvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unerwartet fesselnder Thriller. Noch nie waren Molekularbiologie und Pharmazeutik so spannend.
    Unerwartet fesselnder Thriller. Noch nie waren Molekularbiologie und Pharmazeutik so spannend.

    Inhalt: Während in Japan ein Pharmakologe ein Medikament für eine seltene Krankheit entwickeln möchte, stößt ein Söldner im Kongo auf ein seltsames biologisches Phänomen.
    Das Buch erzählt zwei Plots, die zwar miteinander verbunden sind, aber dennoch unabhängig voneinander ablaufen. Da gibt es einmal den Pharmakologen in Japan, dessen Geschichte von Anfang bis zum Ende spannend und interessant ist, gut recherchiert und toll beschrieben. Daneben gibt es dann den Söldner im Kongo, dessen Handlung zunächst recht klischeehaft, aber dennoch atmosphärisch und spannend ist, gegen Ende jedoch etwas langweilig wird.
    Bei dem biologischen Phänomen im Kongo driften wir etwas in die Science-Fiction ab, doch ist es viel weniger Fiction als Science, wodurch es zu einem sehr interessanten, ethisch-philosophischen Problem wird. Während des ganzen Buches hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht ganz passt, dass es da einen Logikfehler gibt, doch am Ende kommt es zu einer großen Überraschung und alles klärt sich spannend auf. Lediglich Prolog und Epilog sind sehr schlecht, der Schlusssatz einfach nur mies. Doch abgesehen davon liest sich das Buch angenehm, treibt einem die Spannung voran und am Ende hat man durchaus ein tolles Abenteuer erlebt.
    Fazit: Sehr zu empfehlen.

    >>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    KlaasHarbours avatar
    KlaasHarbourvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach zu überladen und langatmig
    Extinction

    Für dieses Buch muss man sich Zeit nehmen: 560 Seiten, kleine Schrift, wenige Zentimeter Seitenabstand. Lohnt es sich?
    Jonathan Yeager durchforstet mit einem bewaffneten Trupp zusammgewürfelter Ex-Soldaten den kongolesischen Regenwald im Auftrag der amerikanischen Regierung. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen, dessen Verbreitung mit allen Mitteln - zur Not auch mit Massenmord - verhindert werden muss. Bald erkennen die Soldaten jedoch, dass es nicht um die Zerstörung eines Virus geht, sondern  um den Mord an einem kleinen Jungen. Seit seiner Geburt verfügt er über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz und könnte die nächste Entwicklungsstufe der menschlichen Evolution darstellen. Die Regierung sieht in diesem Geschöpf eine Bedrohung für die Zukunft der Menschheit. Yeager jedoch weigert sich den Jungen umzubringen. Eine gnadenlose Jagd durch den Regenwald beginnt. Und was wenn der Junge doch gefährlich ist?
    Im Laufe des Buches wird auch eine weiterer Handlungsstrang eingewebt, der sich - grob zusammengefasst -  mit der Entwicklung eines neuen Medikaments gegen „Pulmonaler Alveolarepithelzellensklerose“. Besonders dieser Teil wird geradezu mit biologischen Fachwörter zugepflastert, teilweise dachte ich, der Autor macht dies nur um zu zeigen wie gut er recherchieren kann. Genauso oft wie die Frage Was ist das?, wenn es mal wieder um Zellenbau ging, war die Frage Wer war das nochmal? Um mit seiner Verwirrungskunst im Bio-Teil noch eins drauf zusetzten, spinnt Takano einen weiteren Handlungsstrang, den er in der Regierung der USA und ihren Besprechungsräumen ansiedelt.
    Auch die Parts, die wahrscheinlich eher als "Action-geladen" bezeichnet werden sollen, weckten in mir keine große Spannung. Oft war es einfach zu langatmig und überladen.

    Daher für mich eher ein Buch, dass sich zwischen "Weisse-Haus-Verschwörung", "Arzt-Krimi" und "Regenwald-Action" nicht entscheiden konnte; und daher eher im mittleren Bereich der Skala umher dümpelt

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Nepomurkss avatar
    Nepomurksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Überladen, langatmig und in sich nicht ganz schlüssig!
    Überladen, langatmig und in sich nicht ganz schlüssig!

    "Extinction" von Kazuaki Takano, ein vermeintlicher Thriller - für mich ein recht überladen wirkender Sci-Fi-Roman, der zudem teilweise langatmig und in sich nicht immer authentisch scheint.
    Ein Söldner-Trupp wird in ein abgelegenes Dorf im afrikanischen Busch geschickt, um dort einen vermeintlich "mit einem für die gesamte Menschheit tödlichen Virus" infizierten Stamm auszulöschen. Der Auftrag ist klar! Doch bei Ankunft des Trupps bei den Mbutis kommen den Männern Zweifel an ihrem Auftrag. Und auch an ihren Auftraggebern. 
    Japan. Ein junger Wissenschaftler wird nach dem überraschenden Tod seines Vaters in ein nebulöses und gefährlich anmutendes Projekt hineingezogen, an dem auch der Vater schon lange verdeckt gearbeteitet zu haben scheint. Es geht sich um die Entwicklung eines sehr heilsamen Medikaments, durch das viele Kinder gerettet werden könnten. Doch ist die Umsetzung tatsächlich möglich? Und wieso hängen sich plötzlich dubiose Personen an die Fersen des Wissenschaftlers und überwachen all seine Kommunikation?
    USA. Der Präsident gerät in staatseigener Sache in Zugzwang. Die Erdbevölkerung scheint bedroht durch eine neue menschliche Spezies. Experten werden hinzugezogen, Beratungen und Lage-Beurteilungen gehalten, Handlungsziele gesetzt. Die neue Spezies muss ausgerottet werden. Zum Schutz der Menschheit. Doch ist das überhaupt umsetzbar?
    Egal in welchem Handlungsstrang sich der Leser gerade befindet: Werden tatsächlich die richtigen Entscheidungen getroffen? Wem kann man trauen, was ist die Wahrheit hinter allem?
    Meiner Meinung nach hat das Buch sein Potenzial ein wenig verfehlt. Grundsätzlich gab es einige wirklich spannende und unerwartet fesselnde Passagen und Kapitel. Doch finden sich diese Szenen erst im letzten Drittel des Buches. Zuvor wirkt es einfach nur langatmig und überladen. Man liest über viele Seiten von DNA-Strukturen, Aminosäure-Ketten halt, deren Mutationsfähigkeiten und sehr detaillierte medizinische Abhandlungen. Große Teile der ersten Kapitel handeln von mathematischen Gesetzen, Verschlüsselungstechniken oder Primfaktorzerlegung. Es macht das Verständnis der Gesamtgeschichte vielleicht verständlicher, lässt sich aber für den Laien nicht flüssig oder interessant lesen. Zudem fand ich die Idee der neu entdeckten Spezies, die übernatürlich intelligent scheint und durch eine spontane Mutation der Gene der Elternpaare zustande kommt nicht besonders überzeugend. Dass ein Wesen mit übergroßer Stirnpartie geboren wird, das schon als Kleinstkind „hoch-höchst-super-intelligent“ ist und durch besondere mathematische Fähigkeiten alle möglichen Dinge auf der Erde manipulieren kann, wirkte an mancher Stelle auf mich sogar leicht lächerlich. Ich fand die Inhalte an mancher Stelle stark an den Haaren herbeigezogen und habe somit viele Seiten einfach „überlesen“.. Mein Fall war das Buch, das auch sprachlich eher nicht eingängig auf mich wirkte, eher nicht! Die Verknüpfung der einzelnen Erzähl- und Handlungsstränge waren mit viel gutem Willen akzeptabel. Aber insgesamt hat der Autor meiner Meinung nach zu viel des Guten gewollt und sich in Details und Lächerlichkeiten verrannt. Leider überhaupt nicht meins... 2 Sterne für die doch noch überraschend spannenden Kapitel oder Absätze im letzten Drittel des Romans. Sorry...

    Kommentieren0
    34
    Teilen
    Gina1627s avatar
    Gina1627vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hochspannende Fiction oder Wirklichkeit. Wer gewinnt den Wettlauf bei der Entdeckung einer neuen Lebensform und eines neuen Medikamentes.
    Extinction - Ein wirklichkeitsnaher unglaublich spannender Thriller

    Die ganze Geschichte fängt mit einem morgendlichen Briefing beim amerikanischen Präsidenten an und ist der Auslöser für das Geschehen im Thriller von Kazuaki Takano. Eine neu entdeckte Lebensform im fernen Afrika beunruhigt die Regierung und alles wird in die Wege geleitet, diese zu beseitigen.

    Mit der Planung, Durchführung und Kontrolle wird Arthur Rubens, ein hochintelligenter wissenschaftlicher Mitarbeiter des Schneider Institutes beauftragt. Unter Zusammenarbeit mit dem CIA, dem wissenschaftlichen Berater  Gardner und dem Team um den exentrischen amerikanischen Präsidenten beginnt eine Jagd auf Leben und Tod.

    Ein Team aus vier ehemaligen Armeeangehörigen mit unterschiedlichen Fähigkeiten wird unter der Leitung von Jonathan Yeager engagiert. Nach einer Spezialausbildung in Südafrika machen sie sich auf den Weg durch den kongolesischen Dschungel um einen Pygmäenstamm und die dort existierende bedrohliche Lebensform auszulöschen. Dieser Auftrag wird aber von ihnen nicht ausgeführt, da sie von dem Naturforscher Nigel Pierce mit Akili, einem hochintelligenten gendefekten Kind mit  außergewöhnlichen Fähigkeiten  und dem Verrat ihres Auftraggebers konfrontiert werden. Aus ihnen wird ein Beschützerteam, das sich mit beiden auf eine abenteuerliche Flucht durch ganz Afrika bis nach Japan begibt.

    Hier beginnt der unbescholtene Naturwissenschaftler Kento  Koga nach dem Erhalt einer Email von seinem toten Vater an einem Medikament zur Bekämpfung einer lebensbedrohlichen Krankheit, unter der auch Yeagers Sohn leidet, zu forschen. Unter Zeitdruck, seiner geringe Erfahrung und der Bedrohung durch die japanische Polizei und dem Geheimdienst, aber mit Hilfe eines unbekannten Scientisten, experimentiert er in einem Versteck zusammen mit seinem Gehilfen Jeong-hoon.

    Kazuaki Takano baut seinen Thriller auf drei verschieden Handlungsstränge auf, die er mit einem unglaublich spannenden bildhaften Schreibstil abwechselt und ineinander verwebt. Durch den Auslöser und Auftraggeber, der amerikanischen Regierung, wird uns die wirtschaftliche und militärische Seite mit ihren verheerenden Auswirkungen filmreif dargestellt. Dank Arthur Rubens verliert man nicht den Glauben an das Gute im Menschen. Er entwickelte sich glücklicherweise von einem skrupelosen Regierungsbeamten zu einem nachdenklichen Menschen mit Gewissen, der sich von Geld und Macht abwendet.

    Die ganze Grausamkeit Afrikas erleben wir dann auf der Flucht von Akili und seinem Beschützerteam mit. Der Autor konfrontiert uns hier mit den Ansichten und Auswirkungen von Rebellen, Fanatikern und der Regierung, ob es um die Abschlachtung von Menschen, Entführung und Vergewaltigung von Frauen oder die Rekrutierung von Kindern zu verheerenden militärischen Handlungen geht. 

    Der biologisch, naturwissenschaftliche Bereich wird uns durch die Forschung nach einem neuen Medikament  gegen die Krankheit „Pulmonale Alveolarepithelzellensklerose“ von Kento Koga und seinem Freund Jeong-hoon näher gebracht. Hier werden viele fachspezifische Begriffe vom Autor verwendet, die aber den Lesefluss des Laien nicht stören. Ich muss gestehen, dass ich nur am Anfang den Begriff der Erkrankung gegoogelt habe, alle weiteren  Fachbegriffe versteht man aus dem Zusammenhang der Geschichte. Als Leser fiebert man richtig mit, ob die Entwicklung des Medikamentes noch rechtzeitig erfolgt und die Kinder gerettet werden können.

    Kazuaki Takano hat mich mit seinem Thriller und seinem Erzählstil voll überzeugt. Seine Mischung zwischen Fiktion und Wirklichkeit hat er in ein spannendes Abenteuer verpackt.

    Extinction hat einen Platz in der Bestsellerliste und auch die gute Vermarktung verdient.

    Kommentieren0
    34
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    LolitaBuettners avatar
    LolitaBuettner
    Hallo zusammen,

    Ich sitze in München und wir haben strahlendes Sommerwetter. Es ist warm, heiß und soooo Sommer. Gestern war ein Feiertag hier in Bayern und obwohl ich absolut gern lese, fiel es mir schwer. Es war zu heiß, vor allem weil ich gerade EXTINCTION von KAZUAKI TAKANO lese.

    Wie geht es euch mit dem Lesen bei so einem Wetter?
    Lest ihr mehr?
    Weniger?
    Gar nicht?

    Ich freue mich auf euer Feedback.
    Jetzt muss ich aber zuerst an meinen Schreibtisch... schreiben, bei dem Wetter... auch so eine Sache.

    Liebe Grüße,

    Lolita
    Zum Thema

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks