Kazuo Ishiguro

 4 Sterne bei 1.129 Bewertungen

Lebenslauf von Kazuo Ishiguro

Emotional, weise und nah: Kazuo Ishiguro wird 1954 in Nagasaki geboren, kommt aber schon 1960 nach England, wo er Englisch und Philosophie in Canterbury und Norwich studiert. Bereits während seinem Masterstudium schreibt Ishiguro erste Kurzgeschichten, die alle veröffentlicht werden. Er macht ersten Eindruck in der Literaturszene und bekommt einen Vertrag für einen Roman, noch bevor dieser fertiggestellt wird. In seinem Debüt, „Damals in Nagasaki“ von 1982, beschäftigt er sich mit dem japanischen Kriegstrauma aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Buch gewinnt den angesehenen Winfried-Holtby-Award der Royal Society of Literature. Es folgen zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen wie zum Beispiel der Cheltenham Prize. 1989 erhält er für seinen Bestseller "Was vom Tage übrig blieb" den Booker Prize. Mehrere seiner Bücher werden zudem verfilmt. 2017 bekommt Ishiguro mit dem Literatur-Nobelpreis seine wohl bedeutendste Auszeichnung verliehen. Seine Werke werden in etwa dreißig Sprachen übersetzt und sind internationale Bestseller. Während er sich in den 1980er Jahren für soziale Projekte engagiert, findet er zudem das private Glück. Er lernt Lorna MacDougall kennen, die er 1986 heiratet. Mit ihr und der gemeinsamen Tochter Naomi lebt Ishiguro heute in London.

Alle Bücher von Kazuo Ishiguro

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Alles, was wir geben mussten

Alles, was wir geben mussten

 (518)
Erschienen am 06.11.2006
Was vom Tage übrig blieb

Was vom Tage übrig blieb

 (189)
Erschienen am 05.03.2018
Der begrabene Riese

Der begrabene Riese

 (49)
Erschienen am 14.11.2016
Damals in Nagasaki

Damals in Nagasaki

 (42)
Erschienen am 01.06.1993
Als wir Waisen waren

Als wir Waisen waren

 (42)
Erschienen am 14.11.2016
Der Maler der fließenden Welt

Der Maler der fließenden Welt

 (25)
Erschienen am 14.11.2016
Die Ungetrösteten

Die Ungetrösteten

 (17)
Erschienen am 14.11.2016
Bei Anbruch der Nacht

Bei Anbruch der Nacht

 (15)
Erschienen am 14.11.2016

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Kazuo Ishiguro

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Rezension zu "Was vom Tage übrig blieb" von Kazuo Ishiguro

Downton Abbey als Nobelpreis-Buch
VerenaWagenpfeilvor 4 Monaten

Stevens ist Butler auf Darlington Hall, einem großen englischen Herrenhaus, und blickt auf die Zeit vor dem Krieg zurück, als sein Leben noch der Tradition verpflichtet verlief. Wichtige Personen haben seinen Lord besucht, er war immer dabei und hat für einen reibungslosen Ablauf gesorgt und streng auf die Etikette geachtet.
Jetzt ist alles anders. Darlington Hall gehört einem reichen Amerikaner, die meisten Möbel werden mit Bettlaken vor Staub geschützt und nur noch Stevens und ein Gärtner kümmern sich um das Anwesen.

Die Geschichte kann als Parabel auf eine Welt im Wandel verstanden werden, die es denen schwer macht, die an alten Traditionen festhalten wollen und Vergangenheit verklären, weil sie Pflichtgefühl über Gefühle stellen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, als vertiefende Begleitung empfehle ich die Serie "Downton Abbey".

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Rezension zu "Bei Anbruch der Nacht" von Kazuo Ishiguro

Von meinem Versuch mit einem Nobelpreisträger
MaedchenZwischenDenZeilenvor 5 Monaten

Bei Anbruch der Nacht - Kazuo Ishiguro



Erster Eindruck:


Ich hatte im letzten Jahr beschlossen, etwas intellektuellere Literatur zu lesen. Wenn man es denn so bezeichnen kann. Jedenfalls wollte ich mich mit Büchern beschäftigen, die von einem (Nobel)Preisträger geschrieben wurden oder Bücher, die prämiert wurden. Der Nobelpreis war irgendwie naheliegend und da ich sehr asienaffin, bin, dachte ich mir, dass ein Buch von Kazuo Isiguro eine gute Wahl sei. Und da ich bereits bei Murakami mit einer Kurzgeschichtensammlung einen guten Start gelandet habe, und vor allem auch, weil mir der Titel so gut gefallen hat, entschied ich mich für: Bei Anbruch der Nacht. 


Inhalt:


Wie bereits erwähnt finden sich in diesem Buch mehrere Kurzgeschichten, um genau zu sein fünf Stück. Sie alle drehen sich um die Begegnung zweier Menschen, die sich aufgrund von Musik annähern. In ganz unterschiedlicher Weise. Dabei sind die Geschichten gespickt mit (bekannten) Persönlichkeiten aus der Musik. Ob es nun die Begegnung mit einem Musiker ist oder der unbekannte Künstler, der ein Paar an seiner eigenen Musik teilhaben lässt.


Meine Gedanken:


Es fällt mir schwer, etwas zu diesem Buch in Worte zu fassen. Die Geschichten sind allesamt relativ schwermütig, fast schon erdrückend. Alle Charaktere haben einen Hang zur Depression, teilweise Dramatik, häufig mit starker Neigung zum Selbstmitleid. Das hat es mir beim Lesen ehrlich gesagt ziemlich schwer gemacht, mich auf die Geschichten einzulassen. Hinzu kommt, dass Künstler wie Tony Gardner vermutlich einfach nicht meine Zeit sind und mir dementsprechend einfach nichts sagen. Das wird an einigen Stellen im Buch aber vorausgesetzt, was widerum das Lesen erschwert und teils sogar langweilig gemacht hat. Ich habe das Buch häufig beiseite gelegt und musste mich tatsächlich zwingen, es mir immer wieder zur Hand zu nehmen, obwohl es nun wirklich nicht dick ist. Schlussendlich habe ich es sogar abgebrochen, weil es mir einfach keinen Spaß gemacht hat, zu lesen. 


Zum Schluss:


Das Buch lässt mich leider sehr enttäuscht und schwermütig zurück. Ich bin mir nicht sicher, was mir das ständige Selbstmitleid der Hauptcharaktere sagen soll, konnte mit den meisten Künstlern leider nichts anfangen und habe nur schwer in die Geschichten gefunden. Der Schreibstil ist grundsätzlich nicht schlecht, auch wenn er sich immer wieder in Randerzählungen verliert, aber mitreißen konnte er mich nicht. Wirklich schade, aber ich habe noch ein zweites Buch von Ishiguro und hoffe, dass es mir besser gefällt. 


Dieses hier bekommt von mir 1 Stern

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Rezension zu "Der begrabene Riese" von Kazuo Ishiguro

Im Nebel der Erinnerung
Giselle74vor 6 Monaten

Britannien im 5.Jahrhundert. Zur Zeit der Märchen und Sagen, kurz nach Artus und seiner Tafelrunde. Das schon nicht mehr junge Paar Axl und Beatrice fühlt sich in seinem Dorf nicht mehr wohl und macht sich auf die Suche nach seinem Sohn. Dabei treffen sie auf edle Ritter und Drachen, auf verräterische Mönche und gutmütige Fährmänner.
Das ist die grobe Zusammenfassung des Geschehens. Aber damit lässt Ishiguro es selbstverständlich nicht bewenden. Der Meister der Zwischentöne erkundet vielmehr das weite Feld der Erinnerung: ist eine Erinnerung an Vergangenes förderlich für das Zusammenleben? Was bleibt vom Tage, wenn die Erinnerung schwindet? Sind wir friedlicher, wenn wir jeglichen Groll gleich wieder vergessen? Oder sind wir unhaltbar verloren im Meer der Zeit, wenn die Erinnerung uns nicht als Anker dient?
In Beatrices und Axls Welt verschwindet die Erinnerung in einem grauen Nebel. Auf ihrer Reise kommen sie dem Ursprung des Nebels auf die Spur und erleben längst vergessenen Schmerz erneut. Macht sie das glücklicher, vollständiger, ihre Beziehung inniger?
In einer eigentümlichen Mischung aus altertümlicher Sprache in modernem Gewande erzählt Ishiguro unendlich feinfühlig von der weiten Reise des Paares zu den Wurzeln ihrer Beziehung. Der dabei zu spürende Unterbau, die Andeutungen und Querverweise liessen mich allerdings an meinem Unwissen verzweifeln. Es war, als fehle mir der Schlüssel für das wahre Textverständnis, als sähe ich nur die Außenmauern, nicht die Inneneinrichtung. Ich fühlte mich ausgeschlossen, die Figuren blieben leblos, die Worte zwar schön formuliert, aber eben Worte, weil ich sie nicht mit Leben füllen konnte.
Und dann kam mir die Frage nach weitergegebener Erinnerung. Hätte ich mich bei Grimms Märchen oder besser den Nibelungen auch so verloren gefühlt? Erkennen Engländer den Unterbau, weil ihnen die Artussage so vertraut ist wie mir Siegfrieds Lindenblatt?
Wie auch immer, ich habe gekämpft und verloren. Der Nebel lichtete sich nicht. Aber es war trotzdem schön, eine Weile mit Sir Gawain zu reiten und den Drachen zu suchen.

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Gespräche aus der Community

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Anlässlich der Verleihung des Literatur-Nobelpreises an Kazuo Ishiguro haben sich einige Interessierte zusammengefunden, um gemeinsam einen Roman von ihm zu lesen.

Wir haben uns für "Alles, was wir geben mussten" entschieden.

Klappentext:
Ein großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen.

Die Leserunde beginnt am 5.11. und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!
Letzter Beitrag von  BrittaRoedervor 2 Jahren
https://www.lovelybooks.de/autor/Kazuo-Ishiguro/Alles-was-wir-geben-mussten-60478303-w/rezension/1512927925/ Meine Rezension ist fertig. Obwohl die Lektüre jetzt einige Tage zurückliegt, wirkt das Buch noch immer bei mir nach - und gewinnt je länger ich darüber nachdenke. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Zur Leserunde

Indeed — why should I not admit it? — in that moment, my heart was breaking

Stevens, the ageing butler of Darlington Hall, takes his first holiday in a long time. Soon what starts as a trip into the English countryside turns into a journey into the past and questions the very core of what Stevens' believes in

The Remains of the Day quietly but with utmost power and depth narrates the story of an ever-changing country, its history and the personal struggles of an ageing butler. Discover Kazuo Ishiguro's BookerPrize winning masterpiece with us! 

Join our  Let's Read in English book club and discuss great novels each month. Usually, there won't be any free books but you are welcome to discuss every book at your own convenience. If you participate actively (around 5 substantial posts), you can also earn a lottery ticket for the raffle at the end of the year! 

More about the book 
In the summer of 1956, Stevens, the ageing butler of Darlington Hall, embarks on a leisurely holiday that will take him deep into the countryside and into the past. During his six-day holiday he takes us into his own unrealized love and on a journey through British history.

More about the author
Kazuo Ishiguro was born in Nagasaki in 1954. In 1960, his family relocated to London where he later studied English and Philosophy.
His first novel "A Pale View of Hills" was honored by the Royal Society of Literature with the Winfried-Holtby-Award.
Many more awards were to follow. In 1989 he received the Booker Prize for "The Remains of the Day". In 1995, he became an OBE.
His works have been translated into 28 languages.

That sounds like a novel you'd enjoy? Great, come and join our book discussion. I'm looking forward to a great book club in April with you! 

You are welcome to discuss the book in English. If you feel more comfortable doing it in German - no problem! Please feel free to use whatever language you are most comfortable with. 

You love to read in English? Perfect! You can now join the Let's Read in English Challenge 2017 to read and discuss books with other readers. Anything English will also be announced there. 
Zur Leserunde
Hallo ihr Lieben,

zurzeit habe ich eine Gewinnspielwoche auf meinem Blog.
Um zu gewinnen, müsst ihr euch bei meinem Blog eintragen:

Hier gehts zum Gewinnspiel:
http://beeandbook.blogspot.de/2014/11/gewinnspiel-tag-2-i-before-i-die-jenny.html
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Kazuo Ishiguro wurde am 08. November 1954 in Nagasaki (Japan) geboren.

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auf 269 Wunschlisten

von 47 Lesern aktuell gelesen

von 26 Lesern gefolgt

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