Neuer Beitrag

sally1383

vor 6 Jahren

Bin gerade auf den Film "Alles, was wir geben mussten" aufmerksam geworden. Der Film basiert auf einem Buch von Kazuo Ishiguro. Es erscheint mir als eine düstere Gesellschaftsvision und ich hätte große Lust es vor dem Film zu lesen. Durch die alternative Gesellschaftsvision gibt es bestimmt jede Menge Diskussionsstoff und ich würde mich freuen, wenn möglichst viele mitlesen. Ich werde es als eBook in Englisch lesen. Deshalb werde ich die Diskussion nach Teilen und nicht nach Seiten unterteilen, damit möglichst viele mitmachen können.

Die Leserunde startet, sobald sich fünf Teilnehmer finden. Perpsektivisch frühestens nächstes Wochenende (04.02.2012).

Hier eine kurze Inhaltsangabe:

Ein Speisesaal, ein Sportplatz und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so freundlich und engagiert sie auch sind, heißen hier »Wächter« und lassen die Kinder früh spüren, dass ihnen ein besonderes Schicksal auferlegt worden ist. Diese Gewissheit verbindet Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe – bis für zwei von ihnen das Ende naht. Ein anrührendes und ungewöhnlich spannendes Meisterwerk über Menschen, deren Leben auf beklemmende Weise vorherbestimmt ist. Kathy ist einunddreißig Jahre alt und arbeitet als Betreuerin. Wann immer sie durch England fährt und hinter Pappeln ein halb verborgenes Herrenhaus sieht, muss sie an Hailsham denken, das Internat, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Unwillkürlich steigen dann in ihr Erinnerungen an Tommy auf, der sich mit trotzigen Wutanfällen gegen die Ausgrenzung durch die Mitschüler wehrte, denen er nicht kreativ genug war. Seine geheimsten Ängste und Wünsche vertraute Tommy immer ihr, Kathy, an, aber eine Liebesbeziehung ging er zunächst mit ihrer besten Freundin ein, mit Ruth. Sie alle waren damals in Hailsham gut behütet, aber auch vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Die Lehrer erzählten den Kindern, dass sie später »spenden« oder »betreuen« würden, aber was sich hinter diesen Begriffen verbarg, verriet ihnen niemand. Im Unterricht fertigten die Schüler Bilder und Gedichte an, und zweimal im Jahr kam eine Respekt erheischende Dame und sammelte die besten davon für eine Galerie ein, die aber keiner der Schüler je zu Gesicht bekam. Tommy hatte den Verdacht, dass die Aufseher anhand dieser Artefakte entscheiden wollten, ob zwei Menschen wirklich zueinander passten. Denn nur wirkliche Liebespaare, so hieß es in Hailsham, konnten noch einen Aufschub erhalten, bevor sie »Spender« wurden.

Autor: Kazuo Ishiguro
Buch: Alles, was wir geben mussten

sally1383

vor 6 Jahren

Vorstellung der Teilnehmer/ Was erwartet ihr von diesem Buch?

Hallöchen, also ich freue mich auf dieses Buch. Ich mochte schon immer Gesellschaftvisionen alla Gattaca oder die Insel. Die Schüler dieses Internats umringt ein Geheimnis, das mit ihrer Zukunft zu tun hat und gleichzeitig gibt es ein Lovetriangle zwischen Ruth, Kathy und Tommy. Somit gibt es jede Menge spannenden Erzählstoff.

SunnyCassiopeia

vor 6 Jahren

Vorstellung der Teilnehmer/ Was erwartet ihr von diesem Buch?

hallo,

ich habe auch interesse an diesem buch.
klingt für mich ziemlich spannend....ich würde auch gerne tiefer in das internatsleben der drei freunde eintauchen und die hintergründe erfahren.

mal was ganz neues, wie ich es so, noch nicht gelesen habe :-))
ich bin dabei**

Beiträge danach
22 weitere Beiträge (Klassische Ansicht)
Beiträge davor

sally1383

vor 6 Jahren

Teil 1 (Kapitel 1-9)
Beitrag einblenden

Lilasan schreibt:
Ich verstehe auch nicht warum Sie sich nicht auflehnen gegen das was mit Ihnen gemacht werde soll, vielleicht bin ich da durch andere Dystopien einfach schon zu geprägt, dort habe die Hauptfiguren immer schnell Zweifel an dem was mit Ihnen geschieht, sie stellen viel mehr in Frage. Aber in Alles, was wir geben mussten wird sich seinem Schicksal ergeben ohne viele Fragen zu stellen. Viele Gelegenheiten etwas zu hinterfragen werden nich wahrgenommen oder nur mit sich selbst besprochen. Aber das ist in der Kindheit oft so, man erkennt erst später was man in der Situation vielleicht hätte fragen oder tun können.

Insgesamt glaube ich, dass das Szenario so schon realistisch ist. Ich meine in Realität würden sich auch die wenigsten auflehnen. Die Frage ist nur, will man das lesen. Will man nicht lieber von den wenigen Aufständigen hören? Ich kann nur sagen, dass es für mich im Verlauf besser geworden ist.

Lilasan

vor 6 Jahren

Teil 1 (Kapitel 1-9)
Beitrag einblenden
@sally1383

Wahrscheinlich würden die wenigsten sich in der Realität auflehnen, aber würde doch zumindest Gerüchteweise von denen hören die sich auflehnen. Und das habe ich bisher nichts von gelesen.
Ich glaube ich lese lieber von Leuten die sich auflehnen, bei denen es die Hoffnung gibt das alles gut wird. Und ich will weniger davon lesen, wenn sich die Leute ihrem Schicksal ergeben. Ich glaube, das liegt daran das ich mir wünschen würde, wenn ich in der gleichen Situation wäre, das ich mich wehren würde und es nicht einfach Geschehen lassen würde.

sally1383

vor 6 Jahren

Teil 1 (Kapitel 1-9)
Beitrag einblenden
@Lilasan

Das meinte ich mit: will man das lesen? Ich lese auch lieber von denen, die rebellieren, weil es einem Hoffnung gibt, dass es einen Ausweg gibt. Das sind in der Regel die interessanteren Geschichten. Und da es in diesem Buch nicht so ist, ist es auch so frusttrierend und deprimierend.

Lilasan

vor 6 Jahren

So, heute les ich mal endlich den zweiten Teil fertig.
Also Kapitel 10-17, das Buch fast mich nicht so richtig :(

Lilasan

vor 6 Jahren

Teil 2 (Kapitel 10-17)
Beitrag einblenden

Ich habe dein zweiten Teil jetzt auch gelesen. Ich finde auch das es besser geworden ist, ich denke es liegt daran das etwas mehr passiert. Kathy und Tommy finden die Kassette, das Lachen über die Tiere. Es passiert mehr und man möchte wissen wie es weitergeht. Es ist nicht ganz so eintönig wie die die Zeit in Hailsham.
Tommy ist immer noch mein Lieblingscharakter, mir sind die etwas verpeilten, verwirrten und einfach etwas kaputten Charaktere lieber, als die immer Fröhlichen und Hinterhältigen. Ich sehe den nächsten Kapiteln etwas zuversichtlicher entgegen, als ich es bei diesen getan habe.

Lilasan

vor 6 Jahren

Teil 3 (Kapitel 18-23)
Beitrag einblenden

So, ich habe es fertig gelesen. Und die letzten 60 - 70 Seiten haben mir sehr gut gefallen, es ist ein bisschen was passiert. Es war nicht so eintönig wie der anfang. Als die drei im Auto saßen und Ruth sich entschuldigt hat, das sie die beiden von einander ferngehalten hat, war ich richtig gerührt. Und fand es wunderschön geschrieben.
Durch die Erklärungen was es mit der Galerie auf sich hat und das sie es tatsächlich mit dem Aufschb probiert haben, war für mich so etwas wie eine kleine Rebellion. Also, zum Ende hin wurde es für mich eindeutig besser.

Lilasan

vor 6 Jahren

Fazit/Rezension
Beitrag einblenden

Alles, was wir geben mussten - Kazuo Ishiguro
Das Buch ist nicht für jeden etwas, es zeigt nicht die kämpferischen Charaktere sondern diejenigen die sich an die Regeln halten, die alles so machen wie es vorgeschrieben ist.

Die drei Hauptcharaktere sind mir nicht wirklich sympathisch, am ehesten kann ich mich mit Tommy arrangieren, wobei ich zum Ende alle drei glaubwürdig fand.
Kathy welche dem Leser alles erzählt, springt oft in der Handlung und schweift aus um etwas zu erklären und kommt dann erst zur eigentlichen Handlng zurück. Der Roman an sich erzählt Kathys Leben und ihre Gefühle, vom Anfang im "Internat" Hailsham, über die Cottages und ihre lange Zeit, die Sie andere Spender betreut hat, bis sie schließlich selbst spendet. Wichtig sind auch ihre Freundschaft/Beziehung zu Tommy und Ruth, welche zwar nicht immer verständlich sind, aber dennoch zu Ihrem Leben dazu gehören.

Die zwei Sterne abzug gibt es einmal für die etwas langatmige Story und weil ich mir zumindest am Rande, zum Beispiel in einer Nebenstory, etwas Rebellion gewünscht hätte.
Auch wenn ich anfangs das Buch doch sehr langweilig fand, muss ich sagen hat es mich zum Ende hin dann doch soweit fest gehalten, das ich es fertig gelesen habe.

Neuer Beitrag

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks