Kazuo Ishiguro Damals in Nagasaki

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Inhaltsangabe zu „Damals in Nagasaki“ von Kazuo Ishiguro

Nagasaki, Anfang der Fünfzigerjahre: Die Zerstörungen des Krieges sind der Stadt immer noch anzusehen, doch zwischen den Ruinen entstehen bereits neue, moderne Hochhäuser. In einem von diesen lebt Etsuko, zusammen mit ihrem Mann Jiro. Während dieser verbittert versucht Karriere zu machen, kümmert sich Etsuko um den Haushalt. Unterhaltung hat sie wenig, oft steht sie am Fenster und beobachtet, wie sich die Welt um sie herum verändert. Eines Tages zieht eine Frau in die Holzhütte unten am Fluss ein, zusammen mit ihrer kleinen Tochter. Etsuko freundet sich mit den beiden an und muss bald feststellen, wie ihre Nachbarin über ihrem Traum vom Glück mit einem amerikanischen Soldaten mehr und mehr ihr Kind vergisst. (Quelle:'Flexibler Einband/14.11.2016')

Eine Geschichte über zwei Frauen und ein verlorenes Leben - schön, bewegend aber nicht perfekt.

— jasimaus123
jasimaus123
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  • Zwischen Gegenwart und Vergangenheit

    Damals in Nagasaki
    Shunya

    Shunya

    18. March 2017 um 17:39

    Die Geschichte hat einen eher ruhigen melancholischen Grundton. Die Handlung liest sich sehr gut und die beiden Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Sachiko den großen amerikanischen Traum hegt und alles daran setzt ihn zu verwirklichen, lebt Etsuko ihr bescheidenes Leben und wartet auf die Geburt ihres ersten Kindes. Die Geschichte wechselt immer mal wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Das gefiel mir sehr gut, doch es war schwierig Etsuko's Verhalten manchmal nachzuvollziehen. Sachiko wirkte auf mich sehr sprunghaft. Ihre Tochter Mariko ist oftmals misstrauisch und kommt erst nach und nach aus sich heraus. An und für hatte ich beim Lesen aber keine Lieblingsfigur, wie ich feststellen musste.Der Schreibstil von Kazuo Ishiguro lässt sich gut lesen und auch die vornehm gewählte Ausdrucksweise passt sehr gut zur Handlung und der damaligen Zeit.Das dezente Cover passt prima zur Geschichte und auch wenn es nicht allzu sehr von anderen Buchcovern hervorsticht finde ich das schlichte Design dennoch sehr schön.Alles in allem erzählt der Autor hier eine ernste Geschichte mit dunkleren Untertönen, schafft es jedoch innerhalb der 224 Seiten eine sehr dichte und in sich geschlossene Story zu erzählen.

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  • Eine Geschichte über zwei Frauen und ein verlorenes Leben

    Damals in Nagasaki
    jasimaus123

    jasimaus123

    04. December 2016 um 09:55

    In dem Buch geht es um die Geschichte zweier Frauen nach dem Krieg in Nagaski. Die eine Frau ist Etsuko, die gerade schwanger geworden ist und hofft ein gesundes Kind zur Welt zu bringen und die andere ist Sachiko, die schon eine Tochter hat und davon träumt mit ihrem neuen Freund Frank nach Amerika auszuwandern. Da ich erst vor kurzem ein gutes Buch von einem japanischen Autor gelesen habe und generell auch ein großer Fan von der japanischen Mentalität bin, war ich schon sehr gespannt darauf die Geschichte von Ishiguro zu lesen. Es ist das erste Mal das ich ein Werk von ihm in der Hand hatte, allerdings habe ich in anderen Rezensionen schon gelesen das viele sehr begeistert von seiner Art Geschichten zu erzählen sind. Anfangs beginnt die Geschichte sehr ruhig, doch man merkt schon bald das ein dunkler, zuerst undefinierbarer Schatten über die Erzählung. Zu Beginn fand ich das überaus interessant und aufregend, aber im Laufe der Geschichte hatte ich immer wieder das Gefühl ich würde nur lesen um endlich anzukommen. Um endlich den Höhepunkt der Geschichte zu erleben, doch dieser lies auf sich warten.Leider hat dies meine Lesefreude etwas gedämpft. Darüber hinaus konnte mich die Geschichte jedoch sehr fesseln. Denn obwohl man, durch den Klappentext, denken könnte der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Nachkriegszeit, stellt man schnell fest das es um einen Selbstmord geht, der im Laufe des Buches zu verarbeiten versucht wird. Hierzu hat Kazou Ishiguro hat interessante Charaktere erstellt, welche die perfekten Figuren für die Handlung darstellen. Besonders die, man könnte fast sagen, gleichgültige Mutter fand ich sehr spannend. Auch der Schreibstil von Ishiguro konnte mich überzeugen. Auf den ersten Blick merkt man, dass er sehr einfache Worte benutzt aber gleichzeitig schafft er es mit ihnen eine Atmosphäre aufzubauen, die mich als Leser das ganze Buch über umhüllt hat. FAZIT: Die Geschichte konnte mich zwar in ihren Bann ziehen und las ich das Buch in einem Zug durch aber leider wurde meine Lesefreude durch eine seltsame Unruhe ein wenig getrübt.

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  • Familiengeschichte

    Damals in Nagasaki
    schokoloko29

    schokoloko29

    19. May 2015 um 14:09

    Mir fällt es sehr schwer hier eine Inhaltsangabe zu erstellen. Aufgrund eines Selbstmordes ihrer Tochter erfährt der Leser von dem Leben der Mutter in der frühen Nachkriegszeit in Japan. Die Protagonistin lebt jetzt in Großbritanien. Man erfährt als Leser durch Rückblenden über ihre Schwangerschaft und ihre unglückliche Ehe. Dies wird alles sehr subtil und nur in Andeutungen geschildert. Am Ende war ich enttäuscht von diesem Buch, da es für mich zu subtil und alles so in der Schwebe erzählt wurde.

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  • Ein unfassbares Buch ...

    Damals in Nagasaki
    Sevotharte

    Sevotharte

    17. June 2013 um 19:06

    Ein Buch, auf das ich mich schon so sehr im Vorfeld gefreut habe, dass es mich eigentlich gar nicht enttäuschen durfte und zum Glück war das auch in keinster Weise der Fall. „Damals in Nagasaki“ ist das erste Buch von „Kazuo Ishiguro“ und erzählt auf sehr ruhige und subtile Weise vom Wandel Japans nach dem zweiten Weltkrieg, vor allem in Nagasaki und das Leben nach dem Bombenfall. Ich habe von Ishiguro bereits „Alles was wir geben mussten“ gelesen und war von diesem Werk mehr als begeistert. „Damals in Nagasaki“ ist zwar vollkommen anders, dafür genauso gut. Dennoch fällt es mir extrem schwierig, Worte für das Buch zu finden. An diesem Roman hat mir wirklich jede einzelne Seite gefallen und es gab kein Ereignis, das mich nicht begeistert, mitgerissen und berührt hat. Dabei setzt der Autor jedoch nicht auf Spannung und rasante Wendungen, sondern lässt alles sehr ruhig und vor allem subtil ablaufen. Man muss in das Buch eintauchen, um die versteckten Elemente wahrzunehmen und um zu begreifen, was Ishiguro einem eigentlich mit diesem Roman mitteilen will. Denn es gibt einige Ereignisse, die zwar eine wichtige Rolle im Leben der Protagonistin spielen, aber im Buch selbst nur kurz angeschnitten werden. Da ist wirklich der Leser gefragt, die „geheimen“ Antworten zu entdecken. Alles in allem kann ich nur sagen, mich hat das Buch auf eine unvergessliche Reise mitgenommen und mich viel gelehrt, was ich für mein Leben auch im Hinterkopf behalten werde. Ishiguro ist eine wahre Offenbarung für mich und deswegen gibt es im Anschluss gleich noch ein Buch von diesem tollen Autor!

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  • Rezension zu "Damals in Nagasaki" von Kazuo Ishiguro

    Damals in Nagasaki
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    05. October 2008 um 10:28

    Ein unheimlich tolles und rührendes Buch. Es erzählt ein Leben, das so ganz anders ist als das unserige. Für Japanfans ein muss und für jeden, der sich für Geschichte interessiert.