Keigo Higashino Böse Absichten

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Inhaltsangabe zu „Böse Absichten“ von Keigo Higashino

Der gefeierte Bestsellerautor Hidaka wird in seinem Haus brutal ermordet. Seine Frau und sein bester Freund Nonoguchi finden seine Leiche, aber beide haben wasserfeste Alibis und kein Motiv. So scheint es zumindest zu Beginn der Ermittlungen von Kommissar Kaga. Dann aber deckt er auf, dass die beiden Männer keine Freundschaft, sondern eine Feindschaft verband. In einem brillanten Katz-und-Maus-Spiel versucht Kommissar Kaga, Nonoguchi den Mord nachzuweisen.

Netter japanischer Krimi für Zwischendurch

— FrauSchafski

Ein Krimi der etwas anderen Art. Wie ein Puzzle fügt sich alles zusammen.

— Aleida

Raffiniert geschrieben und geschickt entwickelt sich dieser Kriminalroman Seite für Seite in einer spannenden Story.

— Jonas1704

Ein Krimi, wie ich ihn noch nie gelesen habe.

— haberland86

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  • Japan-Krimi

    Böse Absichten

    Aleida

    22. October 2017 um 21:15

    Böse Absichten von Keigo Higashino Der Schriftsteller Kunihiko Hidaka wird in seinem Haus ermordet aufgefunden. Polizist Kaga übernimmt die Ermittlungen. Meinung:Mit besonderem Interesse habe ich diesen japanischen Krimi gelesen. Er ist ungewöhnlich und anders als viele Krimis, die ich bisher gelesen habe. Der Mörder steht schon nach relativ kurzer Zeit fest. Doch hier endet das Buch natürlich noch nicht. Das Motiv für den Mord liegt fast bis zum Schluss im Dunkeln und Kommissar Kaga setzt alles daran, es herauszufinden. Wie ein großes Puzzel fügen sich nach und nach die Teile ineinander. Immer wieder kommen neue Details ans Licht und man betrachtet den Fall wieder aus einem anderen Winkel. Die Erkenntnisse wiedersprechen sich auch teilweise, so dass man sich bis zum Schluss fragt, was nun die Wahrheit ist und was der Auslöser für den Mord war. Auch der Aufbau des Buches ist ungewöhnlich. Immer wieder sind Berichte und Zeugenaussagen eingefügt. Auch der Mörder schildert seine Sicht der Dinge in Form mehrerer schriftlicher Aussagen. Daher wirkt der Stil eher sachlich, klar und nüchtern. Action- und spannungsgeladene Szenen findet man hier nicht. Auch Kaga ermittelt in ruhigem Tempo. In vielen Gesprächen mit dem Mörder versucht er den Fall zu klären. Die japanische Höflichkeit und Respekt für den anderen werden hier besonders deutlich. Dadurch bleibt man als Leser allerdings auch etwas distanziert zum ganzen Geschehen und zu den Personen. Trotzdem habe ich den Fall mit einer gewissen Faszination verfolgt, da er doch so ganz anders war als viele europäische Krimis.

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  • Wer tötete Kunihiko Hidaka?

    Böse Absichten

    FrauSchafski

    21. October 2017 um 18:03

    Für Fans klassischer Kriminalgeschichten ist dieses Buch genau das Richtige. Als kleinen Bonus gibt es obendrauf noch einen Einblick in eine für uns eher fremde Kultur. Klassisch würde ich den Krimi deshalb bezeichnen, weil der Fall, also der Mord, gleich zu Beginn passiert und sich die anschließende Handlung um die Aufklärung dreht. Entfernt erinnert den Leser Kommissar Kaga an Christies Hercule Poirot: Jederzeit ruhig und besonnen, das Verbrechen mit einer kühlen Überlegenheit und mit Sinn für die kleinen Details aufklärend. Das ist nicht langweilig, im Gegenteil verspricht es kurzweilige Unterhaltung. Was in meinen Augen besonders hervorsticht, sind die Erzählperspektiven, die sich interessanterweise aus Berichten, Zeugenaussagen, der Sicht des Kommissars sowie des potenziellen Mörders zusammensetzen. Und was bis zuletzt unklar bleibt: das Motiv, also die zentrale Frage hinter jedem Verbrechen.   Einen fremdartigen Charme erhält der Krimi durch sein Setting in Japan. Da, wo westliche Ermittler längst Prügel und unsägliche Gefängnisstrafen androhen würden, bleibt Kommissar Kaga zu jederzeit gegenüber seinem Hauptverdächtigen auffallend höflich. So höflich, dass man es regelrecht unterwürfig nennen könnte. Für mich eines der hervorstechendsten Merkmale für die japanische Kultur, die ausgeprägten Höflichkeitsmaximen, sind in diesem Krimi ganz wunderbar zu beobachten und machen ihn für westliche Geschmäcker dadurch gleichsam etwas sperrig.   Fazit: Wie eingangs erwähnt klassische gute Krimi-Unterhaltung mit starkem kulturellem Einschlag und ungewöhnlichen Erzählperspektiven. Sehr ruhig erzählt, ohne typisch westliche Actionszenen oder Gewalttaten. Das ist gleichzeitig allerdings auch das Problem: Für mich plätscherte die gesamte Handlung zu sehr dahin, als dass es meinen Geschmack richtig hätte treffen können. Daher drei Sterne, die aber sehr subjektiv vergeben werden.

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  • Ein etwas anderer Krimi

    Böse Absichten

    Jonas1704

    04. July 2016 um 22:08

    Das Buch Böse Absichten des Autors Keigo Higashino hat mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Raffiniert geschrieben und geschickt entwickelt sich dieser Kriminalroman Seite für Seite in einer spannenden Story, wo der Täter und sein Motiv den Leser bis zur letzen Seite rätzeln lassen. Zum Inhalt: Der berühmte Schriftsteller Kunihido Hidaka wird in seinem Haus brutal ermordet von seiner Frua Rie und seinem Schriftstellerkollegen Nonoguchi aufgefunden. Beide benachrichtigen sofort die Polizei. Kunihido wollte am nächsten Tag mit seiner Frau nach Kanada auswandern. Kommisar Kaga, der in dem Fall ermittelt kennt Nonoguchi aus der Vergangenheit, denn sie waren beide mal Lehrer. Mögen tun sie sich nicht besonders und Nonoguchi hält nicht viel von Kaga als Ermittler. Kaga hingegen traut Nonoguchi nicht und findet er und Kunihidos Frau sind beide verdächtig den Mord begangen zu haben. Aber wie es scheint haben beide ein Alibi, somit muss Kaga herausfinden ob dies stichfest ist oder ob man versucht ihn zu hintergehen. Das Katz und Maus Spiel findet kein Ende, vor allem weil Kapitel für Kapitel die Sichtweise einmal aus der Perspektive Kagas und anschliessend aus die Nonoguchis erzählt wird. Nachdem sich Kaga über den Mörder im Klaren ist, will er nun herausfinden was sein Motiv war und hier beginnt ein weiteres Spiel um Wahrheit und Lüge. Dies hält bis zum Ende des Buches, der Leser wird oftmals irregeführt und zum Schluss kommt die Überraschung. Ein etwas anderer Krimi aber durchaus nicht minderwertiger. Ein grosses Lob an den Autor, absolut lesenswert!

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  • Ein Krimi, wie ich ihn noch nie gelesen habe

    Böse Absichten

    haberland86

    03. July 2016 um 21:28

    „Böse Absichten“ von Keigo Higashino, war wie schon erwähnt mein erstes Buch eines japanischen Schriftstellers. Daher kann ich auch nicht beurteilen, ob der Stil des Autors landestypisch ist. In jedem Fall ist er eigen und ganz anders wie der Stil aller Bücher, die ich bisher gelesen habe. In Berichtform skiziert Osamu Nonoguchi die Ereignisse von Kunihiko Hikadas Todestag und gibt sie Kommissar Kaga zu lesen. Dieser verfasst wiederum eigene Berichte, durch die er auf Ungereimtheiten in Nonoguchis Aufzeichnungen stößt, die weitere Fragen aufwerfen. Sowohl Osamu Nonoguchi als auch Kommissar Kaga fertigen immer neue Berichte an, in denen die Wahrheit Stück für Stück ans Tageslicht kommt und dem Leser bewusst wird, dass man nichts aber auch wirklich gar nichts beim ersten Lesen glauben darf, ohne die Fakten selbst überprüft zu haben. „Böse Absichten“ war von der ersten bis zur letzten Seite spannend und bewegte sich nach jedem Bericht wieder in eine andere Richtung. Keigo Higashino gelang es wunderbar, den Leser jedes Mal aufs Neue zu verwirren und ihn dazu zu zwingen, seine bisherigen Theorien ein übers andere Mal über Bord zu werfen. Zum Schluss glaubte ich überhaupt nichts mehr von dem, was ich las und entwickelte die abwegigsten Theorien. Sicher wäre das nicht so gekommen, wenn der Roman anders geschrieben oder aufgebaut gewesen wäre und vermutlich war genau das auch das Ziel des Autors. Obwohl sehr früh im Buch offenbart wird, wer der Täter ist, bleiben der genaue Tathergang und das wahre Motiv bis zum Schluss unklar. Erst auf den letzten Seiten wird alles aufgelöst. Trotzdem hätte es mir persönlich besser gefallen, wenn ich bei der Suche nach dem Mörder länger hätte mit rätseln können. Der Preis wäre allerdings gewesen auf eine ganz neue Leseerfahrung verzichten zu müssen. Und das hat ja auch etwas für sich. Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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  • Das Motiv?

    Böse Absichten

    kris006

    01. May 2016 um 01:04

    Als Kommissar Kaga am Tatort auftaucht erkennt er seinen alten Kollegen Nonoguchi wieder. Dieser ist ein guter Freund des ermordeten. Nonoguchi war jahrelang Lehrer bis er sich entschieden hat seinen Beruf aufzugeben und Schriftsteller für Kinderbücher zu werden. Schnell wird dem Kommissar klar das die Freundschaft zwischen dem Toten und Nonguchi nicht so innig war wie es scheint. Doch noch ist ihm das wahre Motiv unklar und so beschließt Kaga weit in der Vergangenheit zu wühlen um mehr Klarheit zu bekommen. Der Autor schreibt relativ emotionslos aber mit der viel geschickt. Obwohl man recht schnell den Mörder präsentiert bekommt, spielt der Autor ein Katz und Maus Spiel mit dem Leser. Man bekommt immer neue Motive und fragt sich: Was kommt denn da noch? Das Buch bleibt bis zur letzten Seite interessant. Ich habe das Buch verschlungen. Den Titel finde ich durchaus treffend und auch das Cover mit dem Ast und dem Blut passt, wenn man das Buch gelesen hat. Wer also einen etwas ungewöhnlichen aber sehr spannenden Krimi lesen möchte ist hier definitiv richtig. Absolute Kaufempfehlung!

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  • Böse Absichten

    Böse Absichten

    Fleur91

    20. April 2016 um 18:54

    Der Bestsellerautor Kunihiko Hidake wird von seiner Frau und von seinem erfolglosen Kollegen und Freund Osamu Nonoguchi ermordet aufgefunden. Beide haben ein Alibi und kein Motiv. Komissar Kaga, der Nonoguchi von früher kennt, ermittelt in diesem Fall und ihm ist auch bald klar, wer der Mörder ist. Aber eigentliche Frage für Kaga ist nicht wer oder wie, sondern warum. Ich habe die beiden Romane "Verdächtige Geliebte" und "Heilige Mörderin" von Keigo Higashino verschlungen und geliebt, obwohl ich kein Krimifan bin. Ich bin eigentlich mit der Überzeugung an dieses Buch rangegangen, dass es mir auch gefallen wird, aber dieses Mal konnte Higashino mich nicht überzeugen. Der Fall war wieder sehr gut konstruiert, voller Wendungen und man weiß als Leser gleich nach den ersten Kapiteln, wer der Mörder ist. Keigo Higashino spielt auch geschickt mit den Sympathien des Lesers und führt genau damit in die Irre. Was geschehen ist, wird abwechselnd von Kaga und Nonoguchi erzählt und zwar über ihre Berichte. Und so liest sich das Buch auch. Wie ein langer Bericht. Emotions- bzw. leidenschaftslos liest sich das Buch schnell weg und weiß durchaus den Leser zu erstaunen, aber gefühlmäßig wird man als Leser leider auf dem Trockenen sitzen gelassen. So hat es sich für mich zumindest angefühlt. Schade! Dennoch ein lesenswerter Krimi, der sich durchaus abhebt von anderen. Ich werde mit Sicherheit die folgenden Krimis von Keigo Higashino auch alle lesen.

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  • Böse Absichten

    Böse Absichten

    anyways

    05. April 2016 um 21:01

    Der hochgelobte Autor Kunihiko Hidaka scheint buchstäblich über Leichen zu gehen. Für seinen beruflichen Erfolg schlachtet er das tragische Leben und Ende eines ehemaligen Schulkameraden aus, auch die Hinterbliebenen des Verstorbenen können ihn nicht davon abhalten. Damit sein Haus während seiner Abwesenheit vermietet werden kann, bringt er die Nachbarskatze um. Kein netter Zeitgenosse. Eines Tages ereilt ihn das Schicksal und er liegt tot in seinem Arbeitszimmer, einen Tag bevor er für längere Zeit nach Kanada auswandern wollte. Aufgefunden wird er von seinem langjährigen Freund und seiner Frau. Das Alibi das Beide dem Kommissar Kaga präsentieren scheint wasserdicht und doch kommen dem Ermittler Zweifel, denn alles scheint zu perfekt. Um diesen Fall lösen zu können muss er tiefer in der Vergangenheit des Autors recherchieren. Ein Krimi indem schon ziemlich zu Beginn der Täter feststeht. Der Klappentext verrät schon viel zu viel, meiner Ansicht nach. Die folgenden Darstellungen der Beiden Hauptakteure sind dann um ein vielfaches interessanter. Auch wenn der Kommissar und der Schriftsteller nicht wirklich viel interagieren sind doch sehr viele überraschende Wendungen eingebaut. Ein perfekt aufgebautes Verwirrspiel für den Leser. Auffällig fand ich dennoch dass dieses Thema so (fast) gänzlich emotionslos dargestellt ist. Der Autor gibt Beiden viel Raum ihre Sicht der Geschehnisse darzustellen. In der Ich-Form wird dies abwechselnd präsentiert. Dadurch wirkt dieser Kriminalroman allerdings sehr steif und distanziert. Die eigentliche Dramatik die diesem Thema entspricht, kommt nicht zustande, weil beide Männer nicht oder nur sehr beschränkt interagieren. Ich empfand es zwischenzeitlich nicht so, dass ich einen Kriminalroman lese sondern eher die Dokumentation eines Kriminalfalles. Dieses entsprach nicht ganz meinen Erwartungen. Die Idee für dieses Buch, oder besser gesagt das Motiv des Mörders ist sehr interessant und wird selten thematisiert. Nach einigem Rekapitulieren der Ereignisse in diesem Buch stellt sich für mich sogar ein kleiner philosophischer Ansatz dar. Kann man jemanden ohne Grund hassen?

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  • ein japanischer Krimi: mal was Neues

    Böse Absichten

    dowo1981

    28. March 2016 um 15:46

    Ich habe noch nie zuvor einen japanischen Roman bzw. Krimi gelesen. “Böse Absichten“ von Keigo Higashino war eine wirklich neue Erfahrung für mich und zwar keine schlechte. Der Krimi ist sehr, sehr intelligent geschrieben. Der Stil ist nicht so brutal und blutig wie zum Beispiel in machen skandinavischen Krimis, was ich sehr angenehm fand. Die Geschichte ist wirklich außerordentlich spannend und fesselnd. Vom Inhalt möchte ich nichts verraten, weil ich niemandem die Vorfreude auf das Buch nehmen will. Aber ich kann sagen, dass das, was hinten auf dem Einband steht, die Sache wie den Nagel auf den Kopf trifft: Zitat »Higashino beweist erneut seine Meisterschaft, eine Geschichte mit mehr überraschenden Wendungen als eine Tokioter Autobahn.« The New York Times, Zitat Ende

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  • Ein raffinierter japanischer Whydunit

    Böse Absichten

    Greedyreader

    25. February 2016 um 19:18

    Keigo Higashino ist in Japan seit langem ein gefeierter Bestsellerauto. Sein “neuer” Roman erschien bereits 1996 in japanischer Sprache unter dem Titel “Akui”. Der wenig erfolgreiche Kinderbuchautor Osamu Nonoguchi besucht seinen ungleich erfolgreicheren Freund, den Schriftsteller Kunihiko Hidaka am Vorabend seiner Abreise nach Vancouver, wo er mit seiner zweiten Frau Rie ein neues Leben beginnen will. Im Garten des Hauses begegnet Nonoguchi einer Nachbarin, die Hidaka beschuldigt, ihre Katze vergiftet zu haben. Später sucht eine junge Frau namens Miyako Fujio den Schriftsteller auf. Sie wirft ihm vor, in dem kaum verschlüsselten Bestseller “Verbotene Jagdgründe” das Ansehen ihres Bruders Masaya Fujio in den Schmutz gezogen zu haben, indem er wenig schmeichelhafte Episoden aus seinem Leben öffentlich machte. Die beiden Schriftsteller und Fujio kannten sich seit der gemeinsamen Schulzeit. In einem Anruf bittet Hidaka seinen Freund Nonoguchi später, noch einmal vorbeizukommen. Zu diesem Treffen wird es nicht mehr kommen. Nonoguchi und die Ehefrau finden Hidakas Leiche im abgeschlossenen Haus. Kommissar Kyochiro Kaga ermittelt in dem Mordfall. Er kennt Nonoguchi aus ihrer Zeit als Lehrer an derselben Schule. Beide haben sich dann später beruflich anders orientiert. Kaga wurde Polizist, Nonoguchi widmete sich der Schriftstellerei. Kaga verdächtigt Nonoguchi, obwohl er ein wasserdichtes Alibi hat und Hidakas bester Freund war. So scheint es wenigstens. Im Laufe der Ermittlungen ergeben sich immer neue Indizien für Täter und Motiv. Kaga geht jeder Unstimmigkeit nach, will unbedingt die Wahrheit ans Licht bringen. Er kennt schon bald den Täter, aber nicht sein wahres Motiv. Beide sind ebenbürtige Gegner in einem Katz-und-Maus-Spiel, bei dem der Kommissar ein Geflecht von Lügen und falschen Fährten entwirrt. Nichts ist, wie es scheint. Es gibt immer neue Wendungen, und der Kommissar muss tief in der Vergangenheit nach der Lösung suchen. Erzählt wird die raffiniert komponierte Geschichte aus wechselnder Perspektive, der des Kommissars und der des Mordverdächtigen. Es passiert wenig, d.h. es wird fast ausschließlich berichtet und beschrieben. Der Autor erforscht die Entwicklung von Beziehungen und wie sie manipuliert und gedeutet werden können. Das Böse und die erschreckende Beliebigkeit, mit der es seine Opfer trifft, wird ebenfalls thematisiert genauso wie Angst, Hass und Neid, die letztlich zu einer Bluttat führen können. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, obwohl er anders ist als alles, was man vom deutschen und anglo-amerikanischen Markt kennt. Was mich am meisten erstaunt, ist, dass es fast 20 Jahre gedauert hat, bis dieser Roman des Bestsellerautors Higashino in deutscher Übersetzung erscheint. Auch die englische Übersetzung ist erst seit Oktober 2014 auf dem Markt. Wo gibt es sonst noch einen Autor, der 2 Millionen Exemplare eines Buches verkauft wie Higashino von “Verdächtige Geliebte” im japanischen Original?

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Erwartungen übertroffen, sehr gut

    Böse Absichten

    Lealein1906

    31. January 2016 um 14:59

    Ich finde den Krimi wirklich gelungen. Ich habe zuvor noch nie einen japanischen Krimi gelesen, aber habe nicht so viele Unterschiede zu einem anderen festgestellt. Aber es war trotzdem auf keinen Fall langweilig. Obwohl man schon nach einem Drittel des Buches weiß, wer der Mörder ist, bleibt das Buch sehr sehr spannend, weil man das Motiv nicht weiß – und man will es wirklich unbedingt wissen, ich konnte fast nicht aufhören zu lesen. Es ist auch alles schön und kurzweilig geschrieben, die Charaktere sind gut entwickelt. Mir gefällt, dass sie fast alle miteinander auf unterschiedliche Weisen verbunden sind, weil das mehr Nähe bringt, und dass auch alle sehr vielschichtig sind, vor allem Nonoguchi. Zur Struktur: Ich finde es wirklich einzigartig und auch einzigartig gut, dass der erste Teil aus der Sicht des Mörders geschrieben ist, aber man selbst die Szene so erlebt, wie er sein Alibi inszeniert hat. Auch die erste Ermittlungsphase ist noch aus seiner Sicht und man tappt völlig im Dunkeln. Dann kommt auf einmal der Perspektivwechsel aus der Sicht des Kommissars, der auf einmal eindeutig feststellt, dass erstgenannte Person der Mörder ist. Und man ist als Leser vollkommen verblüfft. Dann kann man wieder aus seiner Sicht miterleben, wie er überführt wird, was auch mit sehr lebendigen Gefühlen beschrieben wird. Und dann wieder der Kommissar, wie er verzweifelt probiert, das Motiv rauszukriegen. Dann weiß man endlich das Motiv, aber irgendwas stimmt immer noch nicht. Wieder wird viel Spannung erzeugt. Und es bleibt auch bis zum Ende spannend. Am Ende stecken so viele andere Facetten hinter dem Mord. Eine wirkliche sehr gelungene Konstruktion von Fakten, Lügen, falschen Fährten und am Ende der Wahrheit. Der Krimi hat meine Erwartungen wirklich übertroffen. Nur zu empfehlen! Einziger kleiner Kritikpunkt ist das Ende, da nicht verkündet wird, was die Strafe für Nonoguchi ist und wie lange er noch lebt.

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  • Nichts ist wie es scheint

    Böse Absichten

    nati51

    23. January 2016 um 11:12

    Der Bestsellerautor Kunihiko Hidaka wollte gemeinsam mit seiner jungen Frau Rie nach Kanada auswandern. Die Kisten waren gepackt und befanden sich auf den Weg nach Vancouver. Die letzten beiden Tage bevor die Reise los ging, wollte das Ehepaar in einem Hotel übernachten. In ihrem Haus war nur noch das Arbeitszimmer eingerichtet, dort wollte Kunihiko Hidaka die letzten Seiten für einen Fortsetzungsroman vollenden, da der Lektor auf die Manuskriptabgabe drängte. Als sein Jugendfreund Osamu Nonoguchi ihn wie verabredet einen Besuch abstatten will, ist das Haus dunkel. Er telefoniert mit der Ehefrau, die einen Schlüssel hat. Zusammen gehen sie ins Haus und finden die Leiche von Hidaka in einem verschlossenen Raum. Kommissar Kaga, der früher gemeinsam mit Osamu Nonoguchi an einer Schule unterrichtet hat, übernimmt den Fall. Rie und Osamu Nonoguchi haben ein wasserfestes Alibi und kein Motiv. Welche Rollen spielen die Nachbarin, mit der Hidaka sich wegen der Katze gestritten hat und Miyako Fujio, die die Persönlichkeitsrechte ihres Bruders in einem Roman verletzt sieht? Die Geschichte wird aus zwei unterschiedlichen Ich-Perspektiven erzählt, zum einen anhand der genauen Aufzeichnungen von Osamu Nonoguchi und dann stellt Kommissar Kagas seine Überlegungen an. Obwohl der Täter schon früh bekannt ist, war die Suche nach dem Motiv sehr spannend geschildert und ständig gab es neue Wendungen, die mich sehr überrascht haben. Da dies mein erster japanischer Kriminalroman war, musste ich mich zunächst an die fremden Namen gewöhnen, da aber die Zahl der handelnden Personen gering war, hatte ich mich nach wenigen Seiten darauf eingestellt. Entgegen meiner Vorstellung von einer blumigen Sprache, waren die Sätze knapp, sachlich und klar formuliert. Mir hat die intelligente Darstellung des Falles gefallen. Beim Miträtseln habe ich klaglos versagt. Wer unblutige Krimis liebt und gern selber rätselt, wird an dem Roman „Böse Absichten“ seine Freude haben.

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  • Katz und Maus

    Böse Absichten

    Bibliomarie

    Kunihiko Hidaka wird am Vorabend einer Auslandsreise tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden. Seine Ehefrau und sein Freund und Schriftstellerkollege Nonoguchi  haben die Leiche gefunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, Haus und Arbeitszimmer waren von innen verschlossen, es gibt keine Anzeichen eines gewaltsamen Eindringens oder eines Raubs. Der Kommissar ist auf die beiden Zeugen angewiesen, die zudem noch ein wasserdichtes Alibi haben, Kommissar Kaga ist froh, in Nonoguchi einen ehemaligen Kollegen wiederzuerkennen. Beide haben einige Jahre gemeinsam als Lehrer gearbeitet. Nonoguchi ist ein penibler Zeuge. Als Schriftsteller ist er gewohnt, genau zu beobachten und sich Notizen zu machen. Geschmeichelt stellt er seine Notizen der Polizei zur Verfügung. Aus seinen Eindrücken erfährt die Polizei, dass das Opfer kein ganz angenehmer Zeitgenosse war, so hat er die Nachbarskatze vergiftet, die immer seinen Garten als Toilette missbrauchte. Einen ehemaligen Mitschüler hat er als Hauptfigur eines Romans genommen und ihn ehrverletzend und abwertend portraitiert Die Suche nach dem Täter ist für Polizist Kaga eine diffizile Angelegenheit, es gibt kaum Anhaltspunkte, jede neue Erkenntnis gibt dem Vorfall eine neue und andere Bedeutung, vor allem die Aufzeichnungen Nonoguchis werfen immer neue Schlaglichter auf den Mord. Als Schriftsteller war Nonoguchi zwar erfolglos und immer wieder auf die Unterstützung und Hilfe seines Freundes Hidaka angewiesen, aber als Beobachter erweist er sich als schlauer und gewiefter Taktiker. Dieser Kriminalroman ist fast wie ein Kammerspiel aufgebaut, es gibt nur wenige handelnde Personen. Hauptsächlich beschränkt sich das Buch auf die Aufzeichnungen Nonoguchis und die Ermittlungen Kagas. Aber wie in einem Labyrinth wird der Leser mit jeder Wendung in die Irre geschickt. Wie die Katze mit der Maus spielt der Kommissar mit dem Täter und der Autor mit dem Leser. Der Täter ist schnell erkannt, aber das Wie und Warum macht den Reiz dieses Buches aus. Ein wirklich raffinierter Kriminalroman, der aus dem Rahmen fällt.

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    • 2

    Sellemama

    29. December 2015 um 20:01
  • Böse Absichten

    Böse Absichten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. December 2015 um 17:42

    Der bekannter Autor Kunihiko Hidaka wird ermordet in seinem Haus gefunden. Gefunden wird er von seinem guten Freund und Kollegen Osamu Nonoguchi und seiner Ehefrau. Schnell geraten beide in Tatverdacht. Beide planten eigentlich für längere Zeit nach Kanada zu gehen. Schließlich wird der Freund Nonoguchi als Mörder entlarvt. Aber so recht fehlt das Motiv. Der Ermittler Kaga bleibt aber auf der Spur und befragt immer mehr Leute um ein Motiv zu entdecken. Und schließlich wird vieles schlüssiger. Ein sehr gut geschriebenes Buch, das Buch kommt schnell in Fahrt und obwohl man doch früh den Mörder kennt ist das kein Grund das die Geschichte langweilig werden lässt. Ich fand den Schreibstil wirklich gut. Man fühlte sich immer in das Buch hineinversetzt und ich mochte das Buch nie weglegen. Der Titel ist treffend und auch das Cover finde ich gut. Ich würde ein zweites Buch des Autors lesen.

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  • Böse Absichten

    Böse Absichten

    HK1951

    19. December 2015 um 14:32

    Dieses Buch habe ich an einem Abend nicht nur gelesen, sondern geradezu verschlungen. Gut, bei 284 Seiten ist das auch nicht keine große Herausforderung, aber ich habe für vergleichbar dicke Bücher schon weit länger gebraucht. Der Autor Kunihiko Hidaka hat die Katze seiner Nachbarin vergiftet, weil sich sein Haus nicht vermieten ließ, weil er überall Flaschen aufgestellt hat, deren Reflektionen sie fernhalten sollten, damit sie den Garten nicht verwüstet, die aber natürlich kein schöner Anblick sind für potentielle Mieter... Auch hat er mit seinem neusten Buch den Unmut der Familie Fujio auf sich gezogen, auch wenn er noch so oft betont, das Buch sei rein fiktiv. Die Quittung kommt prompt: er wird ermordet aufgefunden von einem Freund und seiner eigenen Frau... Schon nach kurzer Zeit hat dieses Buch einfach „das gewisse Etwas“. Eine unterschwellige Spannung, als würde man immer auf etwas warten, das sich aber nur langsam entwickelt und so die Spannung nur noch mehr schürt und immer wieder aufs Neue anfacht. Die Charaktere sind jeder für sich wirklich besonders: Eckig, kantig, irgendwie nicht ganz greifbar für den Leser... Wirklich gut gefallen hat mir, dass die Spannung des Buches immer unter der Oberfläche zu liegen scheint. Es ist keine "Hau-drauf-Spannung", wenn ich das mal so platt formulieren darf, sondern eine ganz "feine", die eher leise daherkommt und mich daher fasziniert hat. Sowas zu schreiben, dazu bedarf es nicht nur Mühe, sondern auch eines großen Talentes. Kein Wunder also, dass Keigo Higashino in seiner Heimat ein so gefeierter Autor ist. Für einen Kriminalroman ist dieses fulminante Katz- und Mausspiel schon was thrillermäßig und mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen.

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