Keigo Higashino The Devotion of Suspect X

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Inhaltsangabe zu „The Devotion of Suspect X“ von Keigo Higashino

Yasuko lives a quiet life, working in a Tokyo bento shop, a good mother to her only child. But when her ex-husband appears at her door without warning one day, her comfortable world is shattered. When Detective Kusanagi of the Tokyo Police tries to piece together the events of that day, he finds himself confronted by the most puzzling, mysterious circumstances he has ever investigated. Nothing quite makes sense, and it will take a genius to understand the genius behind this particular crime… One of the biggest-selling Japanese thrillers ever, and the inspiration for a cult film, The Devotion of Suspect X is now being discovered across the world. Its blend of a page-turning story, evocative Tokyo setting and utterly surprising ending make it a must-read for anyone interested in international fiction. (Quelle:'E-Buch Text/07.07.2011')

Das nenne ich hintergründige Spannung! Zwei Logik-Genies, die gegeneinander antreten. Unblutig, aber sehr fesselnd.

— rumble-bee
rumble-bee
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  • Ausgezeichneter Plot mit bemerkenswerten Figuren

    The Devotion of Suspect X
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    21. July 2014 um 00:36

    Yasuko Hanaoka und ihrer Tochter ist Ruhe vor dem Exmann Togashi zu gönnen. Doch der spürt die beiden nach einiger Zeit wieder auf und setzt ihnen unverfroren zu. Schon eine der ersten Begegnungen endet daher tödlich für ihn. Die entsetzten Hanaokas realisieren nach ihrer Affekttat, dass sie eine Leiche in der Wohnung haben. Unvorhergesehene Hilfe bietet der Nachbar an, der seit dem Zuzug der beiden die hübsche Nachbarin verehrt. Die verzweifelten Frauen nehmen seine Hilfe an und stellen sich mit den Anweisungen des Nachbarn im Rücken den Fragen der Polizei. Detective Kusanagi, der sich hin und wieder mit einem Freund über seine Fälle austauscht, berichtet ihm auch über den Todesfall Togashi. Dadurch wird der Physiker Manabu Yukawa darauf aufmerksam, dass er den Nachbarn der Hanaokas noch von früher kennt: Tetsuya Ishigami, ein brillanter Mathematiker, der sich zurückgezogen lebt. Yukawa nimmt umgehend Kontakt mit dem überraschten Ishigami auf und der Fall Togashi wird zusehends zu einem taktischen Spiel zwischen den beiden Wissenschaftlern. Bei Higashino liegt in diesem Fall von Beginn an Motiv, Täter und Opfer offen. Und würde Ishigami aus tiefer Verehrung für Yasuko den beiden Frauen nicht helfen, hätte die Polizei möglicherweise bald alle losen Enden zusammen gestellt. Dank Ishigami findet sich die Polizei allerdings vor einem raffinierten Rätsel wieder. Higashino dreht mit seinem Ansatz die üblichen Prozesse in Krimis um und sorgt für eine ganz besondere Spannung. Die große Unbekannte in Ishigamis Spiel gegen die Polizei ist Yukawa. Dass der ehemalige Collegefreund auf der Bildfläche erscheinen würde, konnte Ishigami nicht vorhersehen und aus diesem Grund entwickelt sich das Buch zu einem kleinen Kammerspiel zwischen diesen gleichermaßen brillanten Logikern. Sie kennen und schätzen sich sehr und sind damit diejenigen Gegner, die es jeweils zu überlisten gilt. Die geradlinige Erzählung passt nicht nur zum Grundthema der Mathematik, das konsequent immer wieder auftaucht. Sie lenkt den Leser damit auch nicht ab von der raffinierten Konstruktion, die bis kurz vor Schluss nicht zu durchschauen ist. Sie beweist eine große Genialität, aber auch eine große Tragödie. Higashino ist ein ausgezeichneter Plot mit bemerkenswerten Figuren gelungen. Es geht hiermit ein Lesebefehl raus.

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  • Ausgezeichneter Plot mit bemerkenswerten Figuren

    The Devotion of Suspect X
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    21. July 2014 um 00:05

    Yasuko Hanaoka und ihrer Tochter ist Ruhe vor dem Exmann Togashi zu gönnen. Doch der spürt die beiden nach einiger Zeit wieder auf und setzt ihnen unverfroren zu. Schon eine der ersten Begegnungen endet daher tödlich für ihn. Die entsetzten Hanaokas realisieren nach ihrer Affekttat, dass sie eine Leiche in der Wohnung haben. Unvorhergesehene Hilfe bietet der Nachbar an, der seit dem Zuzug der beiden die hübsche Nachbarin verehrt. Die verzweifelten Frauen nehmen seine Hilfe an und stellen sich mit den Anweisungen des Nachbarn im Rücken den Fragen der Polizei. Detective Kusanagi, der sich hin und wieder mit einem Freund über seine Fälle austauscht, berichtet ihm auch über den Todesfall Togashi. Dadurch wird der Physiker Manabu Yukawa darauf aufmerksam, dass er den Nachbarn der Hanaokas noch von früher kennt: Tetsuya Ishigami, ein brillanter Mathematiker, der sich zurückgezogen lebt. Yukawa nimmt umgehend Kontakt mit dem überraschten Ishigami auf und der Fall Togashi wird zusehends zu einem taktischen Spiel zwischen den beiden Wissenschaftlern Bei Higashino liegt in diesem Fall von Beginn an Motiv, Täter und Opfer offen. Und würde Ishigami aus tiefer Verehrung für Yasuko den beiden Frauen nicht helfen, hätte die Polizei möglicherweise bald alle losen Enden zusammen gestellt. Dank Ishigami findet sich die Polizei allerdings vor einem raffinierten Rätsel wieder. Higashino dreht mit seinem Ansatz die üblichen Prozesse in Krimis um und sorgt für eine ganz besondere Spannung. Die große Unbekannte in Ishigamis Spiel gegen die Polizei ist Yukawa. Dass der ehemalige Collegefreund auf der Bildfläche erscheinen würde, konnte Ishigami nicht vorhersehen und aus diesem Grund entwickelt sich das Buch zu einem kleinen Kammerspiel zwischen diesen gleichermaßen brillanten Logikern. Sie kennen und schätzen sich sehr und sind damit diejenigen Gegner, die es jeweils zu überlisten gilt. Die geradlinige Erzählung passt nicht nur zum Grundthema der Mathematik, das konsequent immer wieder auftaucht. Sie lenkt den Leser damit auch nicht ab von der raffinierten Konstruktion, die bis kurz vor Schluss nicht zu durchschauen ist. Sie beweist eine große Genialität, aber auch eine große Tragödie. Higashino ist ein ausgezeichneter Plot mit bemerkenswerten Figuren gelungen. Es geht hiermit ein Lesebefehl raus.

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  • Hat eindeutig internationales Format - aber auf die japanische Art

    The Devotion of Suspect X
    rumble-bee

    rumble-bee

    01. January 2014 um 14:54

    Erwarten Sie einen Krimi, einen klassischen "Whodunit"? Wollen Sie blutrünstige Action, spektakuläre Szenen, atemberaubende Wendungen? Und vor allem: eindeutige Bösewichter und Gutmenschen? Dann rate ich Ihnen: Finger weg von diesem Buch! Es hat zwar seine Lobeshymnen und Höchstwertungen eindeutig verdient - aber eben auf die typisch japanische Art. Und die schert sich hier wieder einmal weniger darum, was "erwartet" wird - sondern vielmehr darum, was man alles aus einer altbekannten Form machen kann. Mörder, Tathergang und Motiv stehen von Anfang an fest. Yasuko hat in einer Notsituation, gemeinsam mit ihrer Tochter Misato, ihren Exmann ermordet. Der schon seit langem heimlich in sie verliebte Nachbar Ishigami findet dies heraus und bietet ihr an, ihr zu helfen. Insofern: alles erwartbar und verstehbar. Doch genau ab diesem Punkt verlässt das Buch ausgetretene Pfade und wird völlig unvorhersehbar. Man muss wirklich jede Seite, jedes Kapitel mit höchster Aufmerksamkeit lesen, weil sich die Sache zu einem Duell zwischen zwei kriminalistisch hochbegabten Gehirnen entwickelt: eben jenem verliebten Nachbarn, und dem Physiker Yukawa, einem alten Kollegen - der zu allem Unglück auch noch mit dem ermittelnden Polizisten befreundet ist... Das Lesen erfordert schon allein deshalb höchste Konzentration, weil es eben keine (!) spektakuläre Action gibt. Menschen begegnen sich, unterhalten sich, spekulieren, rechtfertigen sich, werden verhört. Beinahe jeder Satz ist wichtig, weil sich für den Leser in den Gesprächen nach und nach herausstellt, wie es gewesen sein könnte - und ob Yasuko nun gefasst wird, oder nicht. Eines kann ich aber garantieren: das Ende wird jeden überraschen. Ich war beinahe sprachlos. Sehr genial gemacht, wenngleich auch ein wenig tragisch endend. Die Sprache ist recht schnörkellos und klar, das trägt natürlich zur guten Lesbarkeit bei. Nachdenken muss man hier schon genug! Wundervoll getroffen sind auch die verschiedenen Charaktere: der Physiker Yukawa, der gerne einmal um die Ecke denkt (und schließlich als Einziger der Lösung nahekommt), Ishigami, der tatsächlich nur für die Mathematik und die Logik zu leben scheint, und der Polizist Kusanagi, der nichts anderes kann als dem bekannten Prozedere der Ermittlungsarbeit zu folgen - und der eben deshalb lange erfolglos bleibt... Ein gewisses Händchen oder Faible für Japan sollte man schon haben, denn das Buch verzichtet weitestgehend darauf, sich einem "westlichen" Geschmack anpassen zu wollen. Dafür glänzt es mit hintergründiger Spannung, großartigen Charakteren, und einem wirklich stimmungsvoll geschilderten Tokyo. Sehr zu empfehlen für alle, die das Besondere lieben!

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