Keigo Higashino Unter der Mitternachtssonne

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Inhaltsangabe zu „Unter der Mitternachtssonne“ von Keigo Higashino

Ein zwanzig Jahre alter Mord. Eine Verkettung unlösbarer Rätsel. Ein Detektiv, der entschlossen ist, das dunkle Geheimnis zu entschlüsseln.

Osaka, 1973: Der Pfandleiher Kirihara wird ermordet in einem verlassenen Gebäude aufgefunden. Der unerschütterliche Detektiv Sasagaki nimmt sich des Falls an, der von nun an sein Leben bestimmt. Schnell findet er heraus: Ryo, der wortkarge Sohn des Opfers, und Yukiho, die hübsche Tochter der Hauptverdächtigen, sind in das Rätsel um den Toten verwickelt. Beinahe zwanzig Jahre lang versucht Sasagaki mit zunehmender Verzweiflung, den Mord aufzuklären, in dessen Netz sich Täter, Opfer und Polizei verfangen haben. Bis über alle Grenzen hinaus, bis hin zur Obsession.

»Teuflisch clever«
Publishers Weekly

»›Unter der Mitternachtssonne‹ ist ein komplexer, psychologischer Roman über ein Verbrechen und seine Nachwirkungen – von einem der meistgelesenen und versiertesten Krimiautoren unserer Zeit. Ein fesselndes, erstaunliches, beglückendes Vexierspiel für alle Higashino-Fans und alle, die es bald sein werden.«
The Guardian

»Eine Reise ins Herz des Noir, die nicht vor der menschlichen Seele haltmacht.«
Independent

»Der japanische Stieg Larsson«
The Times

»Keigo Higashino verbindet den psychologischen Realismus Dostojewskis mit einer klassischen Detektivgeschichte.«
Wall Street Journal

Abseits des Mainstreams / Alltägliche und authentische Einblicke in eine andere Kultur.

— Bücherfüllhorn-Blog

Psychologisch spannender Thriller mit vielen Details ohne dabei blutig zu sein.

— JessSpa81

Ein unglaublich stilvoller Thriller. In nüchternem Schreibstil wird in völlig neuer Weise eine unblutige, sehr komplexe Geschichte erzählt.

— lovely_Leserin

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, und ich warte schon sehnsüchtig auf die nächste deutsche Übersetzung eines Thrillers des Autors.

— klaraelisa

Raffiniert konstruiert, sehr detailreich und spannend. Einfach großartig!

— rumble-bee

Grandioser stilvoller Nervenkitzel. Keigo Higashino hat einen neuen Fan! :-)

— SABO

Fein und leise, aber kontinuierlich spannend. Ein Glanzstück aus Japan!

— DunklesSchaf

Ein außergewöhnliches Konstrukt für einen Thriller, das jedoch voll aufgeht.

— miss_mesmerized

Dieses Buch von Keigo Higashino hat mich wieder bis zur letzten Seite gefässelt. Zu diesem Buch gibt es auch den Film "White Night" 😍

— GinaFelisha87

spannende Figuren, aber anstrengend zu lesen

— Rebecca1120

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  • Abseits des Mainstreams / Alltägliche und authentische Einblicke in eine andere Kultur.

    Unter der Mitternachtssonne

    Bücherfüllhorn-Blog

    25. April 2018 um 08:11

    Der Anfang mit den vielen japanischen Protagonisten, die oft noch die Endung „a“ hatten, war eher schwierig. Auch die plötzlichen und unangekündigten Zeitsprünge können verwirren. Hier empfehle ich ganz klar wieder, nicht einzelne Kapitel, sondern große Stücke auf einmal zu lesen, damit man in der Geschichte bleiben kann, ohne groß zu überlegen, wer jetzt wieder wer ist.   Überhaupt war die Geschichte in den Anfängen gewöhnungsbedürftig, was auch an dem absolut authentischen Setting in Osaka und überhaupt in Japan lag. Aber genau das will ich ja lesen! Und von daher fand ich es einfach nur toll, weil es so komplett anders war. Auch am normalen Verhalten der Personen die im Buch vorkommen, merkte ich dieses „andere“ an. Manches mal kamen mir Sätze oder Aussagen plump vor, und da war ich mir dann schon am überlegen, ob das einfach die „japanischen Verhaltensweisen“ waren, oder ob es an der Erzählsprache lag.   So gar nicht typisch empfand ich den Aufbau dieses Krimis oder Thrillers. Denn von der Inhaltsangabe her hätte ich vermutet, dass sich die Ermittlungen durch die ganze Geschichte ziehen. Aber der Ermittler Sasagaki kam nur am Anfang und am Schluss vor, bestritten wurde die Handlung von sehr vielen Personen die sich um Yukiho und Ryo drehten. Spannend war diese subtile Gefahr die von den beiden ausging, die ich eigentlich nicht benennen konnte, die eher ein „Bauchgefühl“ war. Rasant wurde es ab der zweiten Hälfte, als ich das ganze Ausmaß der Täuschungen und Verbrechen erfasste. Das war schon heftig. Ich als Leser wartete praktisch darauf, dass die beiden auffliegen würden. Aber der Grund, warum beide so wurden, erweckt am Schluss nochmal eine andere Perspektive auf die Geschichte.   Alles in allem: Ein sehr japanisches Setting mit authentischen Charakteren, aber kein typischer Krimi/Thriller in dem der Ermittler die Hauptperson und durchgehend präsent ist. Wer mal etwas komplett anderes lesen will, ist hier richtig, sollte aber dennoch gerade am Anfang Muse zum Lesen und ein kleines Faible für Japan mitbringen.   Sterne: Mein spontaner Gedanke war vier Sterne. Ich überlegte warum ich nicht fünf Sterne bevorzugte, da mich die Geschichte vom „japanischen“ Setting und Lebensgefühl sehr überzeugt hat. Man kann es nicht so genau beschreiben, aber die Geschichte ist mit ihren Protagonisten so anders, was auch an der anderen Kultur liegt. Und genau darüber liebe ich es, zu lesen. Warum dann also spontan keine fünf Sterne? Denn diese Geschichte hat mich durchaus überzeugt und ich möchte nun noch mehr von diesem Autor lesen. Vielleicht liegt es daran, dass die Hauptpersonen Yukiho und Ryo keine Sympathieträger sind? Letztendlich vergebe ich fünf von fünf Sternen, weil es ein Lesevergnügen abseits des Mainstreams ist und ganz nebenbei alltägliche und authentische Einblicke in eine andere Kultur gibt.  

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  • Krumme Lebenslinien - meisterhaft erzählt

    Unter der Mitternachtssonne

    Ginevra

    23. April 2018 um 17:13

    Yukiho ist ein auffallend hübsches Mädchen, das alle Blicke magnetisch anzieht - doch ihre eigenen Augen sind eiskalt.Ryo baut bereits in sein Schulzeit ein kleines kriminelles Imperium auf. Die beiden sprechen nie miteinander - doch Ryo trägt eine Tasche bei sich, die Yukiho genäht hat. Welches Geheimnis verbindet die beiden miteinander?Kommissar Junzo Sasagaki ist quasi noch Berufsanfänger, als er zu ersten Mal mit Yukiho und Ryo, damals im Grundschulalter, zu tun hat: damals geht es um den brutalen Mord an Ryos Vater, einem Pfandleiher. Wenig später stirbt Yukihos Mutter, völlig verarmt, an einer Gasvergiftung - Suizid, oder ein tragischer Unfall? Jahrzehnte später rollt Sasagaki -inzwischen berentet - den Fall noch einmal auf, der ihm all die Jahre über keine Ruhe gelassen hat. Er steckt seine gesamte Erfahrung und all seine Verbissenheit in diesen mysteriösen Fall - und entwirrt ein unüberschaubares Dickicht an Personen und Straftaten. Für den Pensionierten Ermittler und seinen Detektiv wird die Lage immer gefährlicher, je mehr sie ans Tageslicht zerren...Dieser Roman des bekannten japanischen Thriller-Autors Keigo Higashino streckt sich über fast 20 Jahre. Wir nehmen durch die Erlebnisse der Hauptfiguren auch an der japanischen Geschichte teil, und erfahren einiges über die dortigen sozialen Verhältnisse. Beklemmend und beeindruckend zugleich wird beschrieben, wie auf intelligent organisierte Weise ein kriminelles Netzwerk entsteht, das über zwei Jahrzehnte hinweg wächst und gedeiht - und wie mühsam es ist, diese Fäden zu entwirren!  Die Hauptcharaktere werden psychologisch sehr eindringlich beschrieben, in allen Lebenslagen sozusagen. Intimitäten beschreibt der Autor selten, aber wenn dann sehr direkt und schnörkellos. Durch spannende Ereignisse, schillernde Akteure, schockierende Momente und eine Portion Sozialkritik ist dieser Thriller ein echtes Meisterwerk! Mich hat das Buch über Tage hinweg in Atem gehalten, denn mit über 700 Seiten geht es ganz schön in die Tiefe, bzw. in die Untiefen verzweifelter und soziopathischer Charaktere.  Es wundert mich sehr, dass dieser bereits 1999 in Japan erschienene Thriller erst jetzt seinen Weg (dank der bekannten Übersetzerin Ursula Graefe) in die deutschsprachigen Bücherregale gefunden hat! Fazit: ein superspannender Psycho-Thriller, düster wie ein Film noir, der unbedingt verfilmt gehört. 5 von 5 Sternen!

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  • Enorm spannend und super atmosphärisch

    Unter der Mitternachtssonne

    Biest

    22. April 2018 um 22:31

    Inhalt: Ein zwanzig Jahre alter Mord. Eine Verkettung unlösbarer Rätsel. Ein Detektiv, der entschlossen ist, das dunkle Geheimnis zu entschlüsseln.Osaka, 1973: Der Pfandleiher Kirihara wird ermordet in einem verlassenen Gebäude aufgefunden. Der unerschütterliche Detektiv Sasagaki nimmt sich des Falls an, der von nun an sein Leben bestimmt. Schnell findet er heraus: Ryo, der wortkarge Sohn des Opfers, und Yukiho, die hübsche Tochter der Hauptverdächtigen, sind in das Rätsel um den Toten verwickelt. Beinahe zwanzig Jahre lang versucht Sasagaki mit zunehmender Verzweiflung, den Mord aufzuklären, in dessen Netz sich Täter, Opfer und Polizei verfangen haben. Bis über alle Grenzen hinaus, bis hin zur Obsession. Meine Meinung: Dies war mein erstes Buch eines japanischen Autors. Die Atmosphäre in diesem Buch ist eine ganz besondere. Die Geschichte wird in einem eher gemächlichen Tempo erzählt, aber ist dennoch auf jeder Seite überaus spannend. Ich war sofort gefesselt und mittendrin. Es wird unheimlich viel wörtliche Rede benutzt, so kommt es einem vor, als sei man als stiller Beobachter hautnah dabei. Die vielen Charaktere waren sehr abwechslungreich gestaltet und sehr interessant. Wobei ich hier nicht einmal sagen kann, welcher mir am besten gefallen hat. Yukiho Karasawa, Ryo Kirihara und Junzo Sasagaki waren für mich aber noch die drei interessantesten. Auch die Bräuche und Gepflogenheiten in Japan kamen sehr schön rüber. Der Autor hat sich sichtilich Mühe gegeben, die Beschreibungen sehr bilhaft und detailliert wiederzugeben. Die Story an sich war sehr gut durchdacht. Man kann super mitermitteln und den Hinweisen nachgehen, die nach und nach ans Tageslicht kommen. Wobei es wirklich nicht leicht ist bei der Masse noch durchzublicken. So folgen dann auch einige Überraschungen. Am Ende wird dann aber alles lückenlos aufgeklärt. Der Schluss hat mir sehr gut gefallen, er war plausibel und realistisch. Auch der Scheibstil war total angenehm und ließ sich flott lesen. Anfänglich hatte ich so meine Schwierigkeiten mit den japanischen Namen, aber das war schnell vorbei. Das Cover gefällt mir sehr gut. Schlicht gehalten aber trotzdem fällt es einem sofort ins Auge. Zum Autor: Keigo Higashino, wurde 1958 in Osaka, Japan, geboren. Nach seinem Ingenieurs-Studium begann der Kapitän einer Bogenschützenmannschaft Kriminalromane zu schreiben. Viele seiner Kriminalromane wurden für Kino und Fernsehen adaptiert und mit Preisen ausgezeichnet. Sein größter Erfolg war »Verdächtige Geliebte«, das sich in seiner Heimat mehr als zwei Millionen Mal verkauft hat. Er lebt zurückgezogen in Tokio. Fazit: Eine glasklare Leseempfehlung für alle Thriller- und Krimifans!

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  • Buchverlosung zu "Unter der Mitternachtssonne" von Keigo Higashino

    Unter der Mitternachtssonne

    nico_klein

    Ein Mord, der sein Leben bestimmt!  In Osaka wird ein Mann tot aufgefunden – ermordet. Der Detektiv Sagasaki nimmt den Fall an. Doch was er zu diesem Zeitpunkt nicht weiß: Die Arbeit an dem Fall deckt ein Netz aus Intrigen und Verdächtigen auf, das Sagasaki die nächsten 20 Jahre nicht mehr loslassen wird ... Bewerbt euch jetzt für die Buchverlosung zu "Unter der Mitternachtssonne" von Keigo Higashino und begebt euch im fernen Japan auf Mördersuche. Und übrigens: Unter allen Gewinnern, die eine Rezension veröffentlichen, werden zusätzlich exklusive Pakete mit weiteren Büchern des Autors verlost. Mehr zum BuchEin zwanzig Jahre alter Mord. Eine Verkettung unlösbarer Rätsel. Ein Detektiv, der entschlossen ist, das dunkle Geheimnis zu entschlüsseln. Osaka, 1973: Der Pfandleiher Kirihara wird ermordet in einem verlassenen Gebäude aufgefunden. Der unerschütterliche Detektiv Sasagaki nimmt sich des Falls an, der von nun an sein Leben bestimmt. Schnell findet er heraus: Ryo, der wortkarge Sohn des Opfers, und Yukiho, die hübsche Tochter der Hauptverdächtigen, sind in das Rätsel um den Toten verwickelt. Beinahe zwanzig Jahre lang versucht Sasagaki mit zunehmender Verzweiflung, den Mord aufzuklären, in dessen Netz sich Täter, Opfer und Polizei verfangen haben. Bis über alle Grenzen hinaus, bis hin zur Obsession.Hier findet ihr eine Leseprobe. Mehr zum AutorKeigo Higashino, wurde 1958 in Osaka, Japan, geboren. Nach seinem Ingenieurs-Studium begann der Kapitän einer Bogenschützenmannschaft Kriminalromane zu schreiben. Viele seiner Kriminalromane wurden für Kino und Fernsehen adaptiert und mit Preisen ausgezeichnet. Sein größter Erfolg war »Verdächtige Geliebte«, das sich in seiner Heimat mehr als zwei Millionen Mal verkauft hat. Er lebt zurückgezogen in Tokio.In dieser Buchverlosung können 50 interessierte Leser ein Exemplar von "Unter der Mitternachtssonne" gewinnen. Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 25.03.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:   Der Detektiv Sagasaki beschäftigt sich 20 Jahre mit einem Fall. Bei welcher Tätigkeit könnt ihr die Zeit total vergessen und unermüdlich weiterarbeiten? Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Erfolg! Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen!

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    • 386
  • Die lange Suche nach der Wahrheit

    Unter der Mitternachtssonne

    Greedyreader

    22. April 2018 um 22:09

    Mit „Unter der Mitternachtssonne“ liegt endlich wieder ein Titel aus dem umfangreichen Werk von Keigo Higashino in deutscher Sprache vor.Die Handlung setzt im Jahre 1973 ein. Der Pfandleiher Yosuke Kirahara wird in einem verlassenen Gebäude erstochen aufgefunden. Der Polizist Junzo Sasagaki und seine Kollegen verfolgen verschiedene Spuren, doch sie können den Fall nicht lösen, zumal zwei Hauptverdächtige zeitnah ums Leben kommen. Die Alibis einiger weiterer Personen scheinen nicht zu stimmen. Dies lässt sich jedoch nicht beweisen. Der Kommissar misstraut vor allem Ryo, dem jungen Sohn des Ermordeten und Yukiho Nishomoto, der Tochter einer Frau, die Yosuke Kirahara auffällig oft besuchte. Die Mutter stirbt wenig später durch Gas in ihrer Wohnung. Selbstmord, Unfall oder Mord? Darüber hinaus könnte es sich im Fall des Pfandleihers um einen Raubmord handeln, weil das Opfer eine große Summe bei sich trug. Hat der Mörder das Geld genommen oder jemand, der die Leiche als erster entdeckt hat?Der Leser folgt den Lebenswegen einer Vielzahl von Personen und stellt genauso wie der Kommissar fest, dass die schöne Yukiho, der kein Mann widerstehen kann, keinem gut tut, der ihr zu nahe kommt oder ihre Pläne in irgendeiner Weise stört. Sie ist eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau und sehr vermögend – genau wie Ryo, der im Verborgenen seinen kriminellen Geschäften nachgeht. Der Kommissar bemerkt schon frühzeitig, dass sie eine symbiotische Beziehung haben wie der Knallkrebs und die Wächtergundel. Sie scheinen unauflöslich miteinander verbunden und wachen übereinander. Beide sind ungeheuer manipulativ und völlig skrupellos in der Verfolgung ihrer Ziele.Der ungewöhnliche Umfang des Buches erklärt sich vermutlich durch die Tatsache, dass es ursprünglich über einen Zeitraum von zwei Jahren (Januar 1997- Januar 1999) in einer Monatszeitschrift als Fortsetzungsroman erschien und erst im August 1999 als Roman in einem Band. Er besitzt eine äußerst komplexe Handlungs- und Zeitstruktur und lässt sich nicht mühelos konsumieren, sondern stellt erhöhte Anforderungen an die Aufmerksamkeit des Lesers. Besonders die japanischen Namen sind eine Herausforderung für europäische Leser. Ohne Notizen verliert der Leser schnell den Überblick über die ständig wachsende Zahl von Personen. Dennoch ist die Geschichte spannend bis zum Schluss, auch wenn der aufmerksame Leser eine Ahnung hat, wo der Mörder zu suchen ist. “Unter der Mitternachtssonne“ besticht vor allem durch sorgfältige Charakterisierung und psychologische Raffinesse sowie durch das typisch japanische Ambiente und das detailgenaue Porträt der Zeit von 1972 bis Anfang der 90er Jahre. Ein sehr empfehlenswerter Roman.

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  • Raffinierter spannender Thriller.

    Unter der Mitternachtssonne

    JessSpa81

    22. April 2018 um 16:11

    Das Buch „Unter der Mitternachtssonne“ wurde Ende der neunziger geschrieben und aktuell übersetzt. Der Klappentext erzählt nicht zu viel und das finde ich hier auch sehr passend. Mitte der siebziger geschieht der Mord an einem Pfandleiher, der nie aufgeklärt werden konnte. Im Laufe der 700 Seiten werden die nächsten 19 Jahre beschrieben, bis zu einem packenden Ende an dem sich alle Fäden zusammenführen. Der Schreibstil ist von Anfang an sehr angenehm und flüssig zu lesen. Es gibt keine ausschweifenden Beschreibungen oder geschwollene Absätze. Die Geschichte beginnt sozusagen gleich mit den ersten Seiten. Das Buch ist in Oberkapitel unterteilt, die meistens einen Zeitabschnitt beschreiben. Diese Kapitel sind nochmal in Unterkapitel unterteilt. Somit haben sich zum lesen angenehme Abschnitte ergeben. Die Charaktere werden nicht detailreich, aber mit wenigen Worten ausreichend gut beschrieben. Da es sich um einen japanischen Titel handelt, werden hier natürlich auch japanische Namen verwendet. Dies war am Anfang für mich etwas schwierig, da in den ersten Kapiteln viele Charaktere auftauchen.  Zur Hilfe gibt es hier ein Personenverzeichnis, welches dem Buch beigelegt ist. Jedoch spoilert dieser ein wenig, da hier beschrieben wird, wer später mit wem verheiratet ist. So tragisch ist dies für den Verlauf aber nicht. Ich habe mich nach kurzer Zeit an die Namen gewöhnt und konnte das Buch genießen. An diesem Roman hat mir gefallen, dass er auf eine psychologische Weise sehr raffiniert geschrieben ist. Blutige Stellen gibt es hier keine. Selbst unschöne Stellen wurden nie bis ins kleinste Detail erklärt. Man sollte dieses Buch sehr aufmerksam lesen, da hier immer wieder kleine Details auftauchen, die in folgenden Kapitel wichtig werden und man bekommt als Leser schon einen Verdacht. Es wird aber nicht zu viel verraten. Eher wird uns ein kleiner Happen hingeworfen. Der Spannungsbogen hält sich das gesamt Buch über. Teilweise gibt es am Ende der Kapitel kleine Cliffhanger, die später mit einem AHA-Effekt aufgeklärt werden. Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Wie sich die ganzen Fäden zusammenführen, ist sehr gut durchdacht. Interessant sind auch die Informationen die man über Japan bekommt. Außerdem hat der Autor den Jahren entsprechend Dinge eingefügt z. B. FCKW, Einführung der Bankkarte oder FCKW. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und ich habe es trotz seiner 700 Seiten innerhalb weniger Tage gelesen.   

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  • Ein sehr raffiniertes Buch, dessen Thrill in den Zwischentönen liegt

    Unter der Mitternachtssonne

    lovely_Leserin

    22. April 2018 um 10:16

    Die Geschichte spielt im Japan der 70er und 80er Jahre. In einem leerstehenden Gebäude wird eine Leiche gefunden. Es war ganz klar ein Mord. Nach und nach werden die Wege des Toten rekonstruiert, doch die Ermittler tappen im Dunkeln.  Die Zeit vergeht und die Leser*Innen begleiten zwei Kinder 19 Jahre lang beim Erwachsen werden. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein. Die stilvolle, wunderschöne Yukiho fällt jedem durch ihre Anmut und ihr gutes Benehmen auf. Ihre Erhabenheit macht sie überall beliebt. Ryo hingegen ist ein eher rauer Typ und wird von einer dunklen Aura umgeben. Doch auch er zieht Menschen in seinen Bann. Was diese beiden Charaktäre vereint sind ihre Distanziertheit und ihr Streben nach Macht. Sie haben ein Gespür dafür, ihr Gegenüber zu lesen und mit Hilfe gesellschaftliche Regeln (Yukiho) bzw. technischer Fertigkeiten (Ryo) ihrem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen. Dieser Thriller ist nüchtern geschrieben. Gänsehautmomente werden weniger durch übliche Grusel-Szenarien erzeugt, sondern viel eher genau durch die nüchterne Betrachtung. Der Thrill steckt im Detail. Es geschehen merkwürdige Dinge und im Lesenden wächst ein erschreckender Verdacht. Fast romanartig wird ganz nebenbei das Japan dieser Zeit beschrieben. Vor allem das hierarchische Gesellschaftsgefüge, indem es äußerst schwer ist einer älteren Person einen Wunsch abzuschlagen und die Stellung der (unverheirateten) Frau wurden gut geschildert. Insgesamt ein sehr cleveres und raffiniertes Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann.

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  • Big in Japan

    Unter der Mitternachtssonne

    xdemon_hunterx

    19. April 2018 um 21:09

    Vorne weg ein Dankeschön an Lovelybooks, denn ich habe dieses Buch gewonnen. Es ist was ganz Neues und ich habe sowas in der Art noch nicht gelesen. Ein Thriller anderer Art, der mich trotzdem begeister hat!Klappentext:Ein zwanzig Jahre alter Mord. Eine Verkettung unlösbarer Rätsel. Ein Detektiv, der entschlossen ist, das dunkle Geheimnis zu entschlüsseln.  Osaka, 1973: Der Pfandleiher Kirihara wird ermordet in einem verlassenen Gebäude aufgefunden. Der unerschütterliche Detektiv Sasagaki nimmt sich des Falls an, der von nun an sein Leben bestimmt. Schnell findet er heraus: Ryo, der wortkarge Sohn des Opfers, und Yukiho, die hübsche Tochter der Hauptverdächtigen, sind in das Rätsel um den Toten verwickelt. Beinahe zwanzig Jahre lang versucht Sasagaki mit zunehmender Verzweiflung, den Mord aufzuklären, in dessen Netz sich Täter, Opfer und Polizei verfangen haben. Bis über alle Grenzen hinaus, bis hin zur Obsession.  Meine Meinung:Eine sehr komplexe Story, die sich auf über 700 Seiten ausbreitet, aber zu keiner Zeit die Spannung verliert.Anfangs wird der Mord an dem Pfandleiher beschrieben, dessen Leiche von kleinen Kindern beim Spielen gefunden wird. Es werden einige Zeugen befragt, doch die eigentliche Tat rückt immer mehr in den Hintergrund und macht Platz für den Schulalltag von Jugendlichen, dessen Entwicklung man verfolgt.Es liest sich zwischenzeitlich eher wie ein Roman, denn die Jugendlichen werden zu Erwachsenen und leben ihr Leben, heiraten, lassen sich wieder scheiden und es passiert viel Drama. Trotz der im Großteil unpassenden Bezeichnung „Thriller“ ist das Buch spannend. Man will wissen, wer mit wem zusammen kommt, wer zu wessen Affäre wird und wie sich das Arbeitsleben entwickelt. Was für mich ebenfalls ein großer Pluspunkt ist, ist die Schreibart. Man erkennt das subtile asiatische und liest meist nur moderate Witze. Alles kein Vergleich zu den „typischen“ Thrillern mit vielen Toten und Blut. Außerdem wird man perfekt in die 80er Jahre in Japan zurückversetzt. Sachen, wie der Zauberwürfel oder Super Mario waren zu diesem Zeitpunkt total in und man erlebt mit, wie die Videospielbranche anfängt zu wachsen. Ab einem gewissen Punkt im Buch taucht Kommissar Sasagaki wieder auf, denn er verfolgt immer noch diese eine Spur, hat eine gewissen Frau unter Verdacht und gibt nicht auf. Es passieren einfach so viele Dinge, die scheinbar nichts mit der Handlung zu tun haben, jedoch muss man wirklich aufmerksam lesen, denn jedes noch so kleines Detail, sei es eine Armbanduhr oder ein Foto sind ausschlaggebend und liefern Hinweise. Mein Fazit:Ein sehr gutes Buch, welches zunächst wie ein klassischer Thriller anfängt, sich dann aber in etwas komplett Neues verwandelt. Man vergisst schon fast den Mordfall vom Anfang, weil die Story so packend geschrieben ist und den Leser einfach mitten in die beiden Städte Tokio und Osaka zieht. Man lernt die Mentalität der Menschen kennen und für mich, die selbst schon in Tokio und Osaka war, war es nochmal etwas schöner zu lesen, da ich die beschriebenen Orte meist alle kenne.Eine Empfehlung, für alle, die mal etwas Neues im Bereich Thriller lesen möchten. Durch die verschiedenen Perspektiven vergehen die 700 Seiten auch wie im Flug, bis Kommissar Sasagaki den Fall doch noch löst.

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  • Was lange währt, wird endlich gut

    Unter der Mitternachtssonne

    klaraelisa

    17. April 2018 um 18:24

    Keigo Higashinos Roman „Unter der Mitternachtssonne“ erschien in Japan schon im Jahr 1999, wurde 2015 ins Englische übersetzt und kommt erst jetzt in der deutschen Übersetzung auf den Markt.In Osaka wird 1973 der Pfandleiher Yosuke Kirahara in einem leer stehenden Gebäude ermordet aufgefunden. Kommissar Sasagaki und sein Team ermitteln ohne Erfolg. Zwei Verdächtige kommen einige Zeit später ums Leben, andere haben ein Alibi. Der Fall wird zu den Akten gelegt. Nur der Polizist verfolgt die Lebenswege der übrigen beteiligten Personen über einen Zeitraum von fast 20 Jahren - sogar noch nach seiner Pensionierung - und stößt immer wieder auf Unstimmigkeiten und Bezüge zu dem ungelösten Fall. Ganz besonders hat er Ryo, den Sohn des Opfers und Yukiho Nishimoto, die Tochter einer mittellosen Frau, in deren Haus das Opfer häufig ging, im Blick. Beide sind in mehrfacher Hinsicht auffällig. Ryo und die schöne, charismatische Yuhiko verfügten schon frühzeitig über sehr viel Geld unbekannter Herkunft. Sie waren allerdings Kinder, als der Mord geschah. Ryo schlägt schon in jungen Jahren eine kriminelle Laufbahn ein. Er stiehlt u.a. die Software von Computerspielen in der Entwicklung, die noch nicht urheberrechtlich geschützt sind. Sasagaki fällt auf, dass im Lauf der Jahre eine große Zahl von Personen aus dem Umfeld dieser Beiden zu Schaden oder ums Leben kommt und für immer verschwindet. Seiner Ansicht nach existiert zwischen ihnen eine geradezu symbiotische Beziehung, die der Autor anhand eines Beispiels aus dem Tierreich leitmotivisch immer wieder aufgreift. Sie sind wie der Knallkrebs und die Wächtergundel – ein Paar fürs Leben. Der Leser dieses ungewöhnlich umfangreichen, nicht ganz leicht zu lesenden Krimis folgt den Ermittlungen des Kommissars mit nie nachlassendem Interesse. Für ihn kommt die Auflösung nicht völlig überraschend. Der kompliziert aufgebaute Roman ist spannend und besticht durch eine sorgfältige Charakterzeichnung auch bei den Nebenfiguren. Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven, so dass sich allmählich die vielen Mosaiksteinchen zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Nicht alles wird jedoch aufgeklärt, vor allem nicht für die Beteiligten. Die umfassendsten Informationen hat am Ende der Leser. Sehr gut gelungen ist auch die Einbeziehung des zeitgeschichtlichen Hintergrunds – vom Riesenerfolg des Nintendo-Spiels Super Mario Bros., einem der einflussreichsten Spiele aller Zeiten, bis zur unaufhaltsamen Verbreitung von Computern in Privathaushalten, vom wirtschaftlichen Boom in Japan bis zur Flaute und zum Ölpreisschock.Mir als Higashino-Fan hat auch dieser Roman sehr gut gefallen, und ich warte schon sehnsüchtig auf die nächste deutsche Übersetzung eines Titels aus dem umfangreichen literarischen Schaffen des zu Recht berühmten Autors.

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  • Thriller im Baukasten-System

    Unter der Mitternachtssonne

    rumble-bee

    16. April 2018 um 23:30

    Unter der Mitternachtssonne Ich kenne und liebe Keigo Higashino – er schreibt Kriminalromane, die in meinen Augen eben sehr japanisch gefärbt sind, aber gerade durch ihre Andersartigkeit bestechen. Bei Higashino geht es nie blutig zu – nein, die Spannung resultiert allein aus einer Art eiskalten, mathematisch präzisen Logik, mit der vor dem Leser Schritt für Schritt noch die kleinsten Hinweise ausgebreitet werden. Man muss bei Higashino tiefer schauen. An der Oberfläche mag das Verhalten der Menschen merkwürdig wirken – schließlich sind wir in Japan. Aber unter der kühlen Oberfläche lauern Stürme und Turbulenzen, dass es nur so kracht…! Dieses Buch weicht ein wenig von seinen anderen ab, die bisher in Deutschland erschienen sind. Erstens einmal ist „Unter der Mitternachtssonne“ besonders wuchtig- über 700 Seiten für einen Thriller, das ist schon ungewöhnlich. Auch ist dieses Buch keinem der bisher von Higashino bekannten Ermittler zuzuordnen. Es ist ein Stand- Alone-Thriller, der in Japan bereits 1999 veröffentlicht wurde, und nun endlich auch von deutschen Lesern genossen werden kann. Der Klappentext ist in meinen Augen ein wenig irreführend. Sicher, es geht um den Mord an einem Pfandleiher, der über 20 Jahre lang nicht aufgeklärt wurde. Aber es geht mitnichten nur um die Ermittlungen von Kommissar Sasagaki! Er taucht nur in den ersten und letzten beiden Kapiteln (von 13) überhaupt auf. Das Buch folgt also nicht chronologisch den Ermittlungen -  nein, es ist weitaus raffinierter! Der Leser folgt, an einem losen Zeitstrahl, diversen Personen, die in das ursprüngliche Verbrechen verwickelt waren. Keines der Kapitel hat eine eindeutige zeitliche Zuordnung. Man muss schon genau „hinlesen“, um zu merken, dass wieder ein paar Jahre vergangen sind. Beispiele: jemand macht etliche Jahre nach dem Mord erfolgreiche Aktiengeschäfte. Woher hat er/sie die nötigen Kontakte, und das Know-How?? Da stimmt doch etwas nicht? Oder: Yukiho, die Tochter einer damals verdächtigen Frau. Sie scheint immer zu erreichen, was sie will. Sie manipuliert die Menschen in ihrer Umgebung nach Strich und Faden. Also war sie nie das unschuldige Mädchen, als das sie erschien…?? Weitere Beispiele: es werden illegal Videospiele vertrieben, Datenbanken gehackt, Konzerne ausspioniert, Ehen geschlossen oder verhindert. Und alles, wirklich alles, geht letzten Endes zurück auf den Mord an diesem Pfandleiher… das war überaus faszinierend zu lesen! Hätte ich Higashino nicht schon gekannt, hätte ich leicht überfordert sein können. Man muss als Leser hier schon wirklich auf jedes noch so kleine Detail achten. Alles hat eine Bedeutung! Ein Geräusch. Eine Armbanduhr, die in mehreren Kapiteln vorkommt. Merkwürdige zeitliche Übereinstimmungen. Ein Foto. Ein Schwangerschaftstest. Und so fort. Wie gesagt, Higashino ist nichts für „handelsübliche“ Thriller-Fans, sehr wohl aber etwas für Leser, die logisch herausgefordert werden wollen. Sehr schön fand ich das Eintauchen in die japanische Mentalität, die niemals offen etwas zugibt, sondern lieber tausend Ecken auf sich nimmt, um ans Ziel zu gelangen. Sehr gelungen ist auch die Schilderung der 70er und 80er Jahre. Man erkennt an vielen Details, wie der zivilisatorische und technische Fortschritt sich entwickelt hat. TV-Serien, die „in“ waren. Kinofilme. Der Zauberwürfel. Die Erfindung der Bankkarte. Die Einführung von Zeitarbeit. Das Aufkommen der Computer-Kriminalität. Es war wie eine kleine Zeitreise. Aber auch nach üblichen Maßstäben ist der Thriller mehr als gelungen! Der Spannungsbogen ist halt nur etwas länger gestreckt – über 20 Jahre und 700 Seiten. Die letzten beiden Kapitel haben es definitiv in sich. Hier geht es wieder um Kommissar Sasagaki. Er nimmt offene Fäden in die Hand, und findet – mit der Hilfe mehrerer Beteiligter – die Lösung heraus. Es ist ein sehr klassischer Showdown, der aber tragisch endet. Wiederum mehr als passend für ein Buch, das sich eigentlich einer Kategorisierung weitestgehend entzieht. Man beendet das Buch als Leser ein wenig atemlos – wow…! Was für ein Ritt. Eigentlich müsste man es sofort noch einmal von vorne lesen, um alle Hinweise im Nachhinein richtig zu verstehen. Ein unglaublich raffiniert konstruiertes Buch!  Kühle Eleganz, gepaart mit untergründiger Spannung. Sehr zu empfehlen für Thriller-Fans, die einmal etwas anderes wollen.

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  • ‚Es kommt mir vor, als würde mein Leben unter der Mitternachtssonne stattfinden.‘ (Seite 363)

    Unter der Mitternachtssonne

    sabatayn76

    16. April 2018 um 21:21

    Junzo Sasagaki von der Mordkommission Osaka genießt seinen freien Tag, indem er durch die Stadt streift und gegrillten Tintenfisch isst, als er plötzlich mitten in einen Polizeieinsatz gerät: Seine Kollegen untersuchen eine männliche Leiche, die in einem leerstehenden Gebäude gefunden wurde. Das Opfer wurde erstochen, hatte sich aber anscheinend nicht gewehrt und wurde, da er seinen Führerschein und Visitenkarten dabei hatte, sofort als der Pfandleiher Yosuke Kirihara identifiziert. Dieser hatte kurz vor seinem Tod noch die junge Witwe Fumiyo Nishimoto besucht, mit der er möglicherweise eine Affäre hatte, und zudem 1 Millionen Yen von seinem Konto abgehoben. Obwohl es zahlreiche Verdächtige und überzeugende Motive für den Mord gibt, wird der Täter nicht gefasst, doch Sasagaki gibt nicht auf, und fast 20 Jahre später versucht er immer noch, den Fall aufzuklären. Ich kenne alle bisher auf Deutsch erschienenen Bücher von Keigo Higashino (Inspektor-Kaga-Reihe: ‚Böse Absichten‘, ‚Ich habe ihn getötet‘; Physikprofessor-Yukawa-Reihe: ‚Verdächtige Geliebte‘, ‚Heilige Mörderin‘) und halte ihn für denjenigen Autor, der die raffiniertesten, ausgefeiltesten und perfektesten Kriminalromane überhaupt schreibt. ‚Unter der Mitternachtssonne‘ gehört zu keiner der oben erwähnten Reihen, wurde bereits 1999 in Japan veröffentlicht und erschien im März 2018 erstmals in deutscher Sprache. Ich habe generell große Probleme, mir Namen zu merken, und bei einer Sprache wie Japanisch, die ich überhaupt nicht spreche und die mir deshalb eher fremd ist, habe ich natürlich noch mehr Probleme als im Alltag. Die wahre Flut an Personen ist meiner Meinung nach auch das einzige Manko dieses 700-seitigen Thrillers von Higashino, der zwar perfekt konstruiert ist, der mich stellenweise aber wirklich sehr verwirrt und ratlos zurückgelassen hat, weil ich immer wieder nachschlagen musste, um wen es denn gerade eigentlich geht. Dies hat mein Lesevergnügen ehrlich getrübt, denn ich hatte das Gefühl, ich würde mich nie in der Geschichte zurechtfinden und keinerlei Zusammenhänge verstehen, weil ich ständig die Namen durcheinandergebracht habe. Nach der Lektüre kann ich sagen, dass dem nicht so war, denn obwohl ich auf den 700 Seiten nicht immer den absoluten Durchblick hatte, wer wer ist, hat letztendlich alles einen Sinn für mich ergeben, und ich empfand den Thriller retrospektiv als sehr gelungen, denn trotz der vielen Protagonisten ist der Roman sehr spannend und fesselnd erzählt, und die Figuren sind überzeugend charakterisiert. Aus den vielen Puzzleteilchen, die Higashino dem Leser präsentiert, entsteht (wenn der Leser etwas Geduld mitbringt) eine komplexe Geschichte, die überzeugt und unterhält. Ich finde, ‚Unter der Mitternachtssonne‘ ist ganz anders als die anderen Higashino-Bücher, die bisher auf Deutsch erschienen sind, denn die Geschichte ist deutlich breiter angelegt, der Leser begleitet die Personen über einen längeren Zeitraum hinweg und der Roman wird etwas weniger geradlinig erzählt als von Higashino gewohnt. Nichtsdestotrotz kann der Thriller den Leser in seinen Bann ziehen, auch wenn er mich stellenweise konfus gemacht hat, was mir bei Higashino normalerweise nicht passiert. ‚Unter der Mitternachtssonne‘ ist ein sehr guter Thriller, aber meiner Meinung nach nicht das beste Buch von Higashino und meines Erachtens auch kein guter Einstieg in die Higashino-Welt.

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  • BIG in Japan!

    Unter der Mitternachtssonne

    SABO

    13. April 2018 um 17:41

    Keigo Higashino - Unter der MitternachtssonneOsaka, 1973Der Pfandleiher Yosuke Kirihara geht zur Bank und hebt eine Million Yen ab, wenig später wird er in einem verlassenen Gebäude tot aufgefunden, mehrere Messerstiche in Brust und Schulter lassen keinen Zweifel. Es war Mord. Eine kleine Task-Force untersucht den Fall, doch alle Ermittlungen enden in einer Sackgasse.Die junge Witwe und der Angestellte Matsuura werden sofort getrennt voneinander vernommen, doch ihre Aussagen stimmen über ein. Das berechnete Zeitfenster ist zu klein, ein angenommener Anruf wird zum Alibi. Der 12jährige Sohn des Pfandleihers gibt widerwillig knappe Antworten, ansonsten hüllt er sich in Schweigen. Kommissar Sasagaki dringt nicht zu Ryo durch, den Jungen umgibt eine düstere Aura.Eine Stammkundin gerät vorübergehend ins Visier, doch nur 1 Jahr später stirbt sie an einer Gasvergiftung..angeblich ein Unfall. Als Sasagaki die Tochter zum Tod ihrer Mutter befragt, benimmt sich das junge Mädchen seltsam teilnahmlos und verschlossen. Yuhiko ist ungewöhnlich hübsch. Trotz ihrer Jugend, weiß sie genau, was sie will, sie scheint auf ein gewisses Ziel hinzuarbeiten. Sie wächst zu einer Schönheit heran und ihre unschuldige Anmut wirken wie ein Magnet auf die Menschen. Während Yuhiko ihren Ehrgeiz in die Bildung steckt und an ihren gesellschaftlichen Manieren schleift, wird aus Ryo ein gewiefter Geschäftsmann. Der freie Markt und die menschliche Naivität sind ein süßer Cocktail.Ryo nutzt die Wirtschaftsblase der 80er Jahre in vollem Maße aus, es gibt nichts, wo er seine Finger nicht drin hat: Videospiele, Computerprogramme, Raubkopien, Erpressung, Bankbetrug und Industriespionage.Ryo ist so erfolgreich, dass die Yakuza auf ihn aufmerksam wird.Das Verbrechen wurde als ungelöst zu den Akten gelegt, doch Sasagaki beißt sich an dem Fall fest, seit 19 Jahren sammelt er Beweise. eine Intuition wird zur Obsession.Er observiert das Mord-Umfeld (Freunde, Ehepartner, Verwandte, Kollegen etc), ein von Ryo und Yuhiko raffiniert gesponnenes Netz an Menschen, die nicht wissen, dass sie für deren Belange benutzt werden und wie zufällig aufeinandertreffen.Als Junzo Sasagaki in Rente ist, engagiert er sogar selbst einen Detektiv, der diesen Auftrag besser nicht angenommen hätte. Es wird gefährlich.FAZIT:Die Brotkrumen werden ab der ersten Seite an gestreut, eine Spur, die sich durch eine unglaubliche Geschichte zieht. Der Zenit des Romans, gleicht einer tollkühnen Bergtour, der den Leser, wie ein Sturzbach in einen atemlosen Showdown reißt.Ein Mordopfer, das kein Opfer ist und in sich die Saat der tiefen  Abgründe menschlicher Seele hegt. Ein leises Grauen, das neu definiert werden muss.Nichts, was in diesem Buch passiert, bleibt unvergessen, wird plötzlich neu beleuchtet und fließt in den großen See der Erkenntnisse. 700 Seiten pures Karma!Erwähnenswert ist auch die Einteilung des Buches, es gibt 13 große Kapitel mit ca jeweils 8 Unterkapiteln. (was das Lesen zusätzlich sehr angenehm gestaltet)Selten wird eine Jahreszahl genannt, aber man kann sich nach erwähnten Ereignissen richten, zB der Jom Kippur-Krieg, die Ölkrise, Filme (Rocky) Musik-Charts, EDV, Games wie Super Mario Bros, Copyright, Pharmapatente..etc.Nicht detailverliebt, aber damit gespickt. Bei jedem großen Kapitel, sind ein paar Jahre dahin - so vergehen 19 Jahre wie im Flug. Das Buch, welches eine großartige Ausstattung hat, ist ein Pageturner! Der Roman begeistert nachhaltig, am Ende fällt man in ein tiefes Leseloch.Jetzt schon für mich der Cold Case-Thriller des Jahres 2018.Smart und unblutig, ein stilvoller Nervenkitzel.Die scheinbare Emotionslosigkeit der ostasiatischen Literatur besitzt große Magie.Diesen Krimi-Noir muss man unbedingt lesen, für diese deliziöse Raffinesse gibt es eine klare Kaufempfehlung.Keigo Higashino hat einen neuen Fan!  :-)

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  • Grundel und Krebs: lebenslange Ermittlungen par excellence!

    Unter der Mitternachtssonne

    DunklesSchaf

    11. April 2018 um 21:27

    Japan – ein Land, welches ich literarisch noch kaum bereist habe. Somit wurde es längst mal wieder Zeit, dass ich zu einem Buch von einem japanischen Autor greife. Herausgesucht habe ich mir Keigo Higashino und seinen neuesten Krimi. Über 700 Seiten hat der Krimi und ein wenig länger hat die Lektüre gedauert, als das bei den sonst für einen Krimi eher üblichen 300-400 Seiten so ist. Doch denn Seitenzahlen kann man das nicht nur zurechnen, denn der Stil des Autors ist einfach ein wenig ruhiger. Ob das nun allgemein auf japanische Autor*innen zutrifft oder nur auf Herrn Higashino – das kann ich momentan noch nicht beurteilen, allerdings kann ich sagen, dass der ruhige Schreibstil keineswegs weniger Spannung verheißt. Inspektor Sasagaki untersucht den Mord an dem Pfandleiher Kirihara. Dieser wurde in einem halb fertig gebauten und nie beendeten Haus von spielenden Kindern tot aufgefunden. Im Verdacht stehen nicht nur seine Frau und sein Angestellter, sondern auch Fumiyo Nishimoto, eine alleinerziehende Mutter, die öfters etwas bei Kirihara verpfändet hat. Doch letztendlich kann keinem die Tat nachgewiesen werden und der Fall erkaltet.  Sasagaki lässt der Fall jedoch nicht los und tatsächlich kann er sich mit den Jahren, die vergehen, zusammen reimen, wer den Pfandleiher getötet hat. Doch den Täter zu überführen ist eine andere Sache. Nach dem ersten Kapitel, welches Sasagaki gewidmet ist, verschwindet dieser für mehrere Kapitel und Hunderte von Seiten. Die Geschichte wendet sich Yukiho, der Tochter von Frau Nishimoto, und Ryo, dem Sohn des Pfandleihers zu und hangelt sich entlang der Lebenswege der beiden. Niemals zusammen, immer getrennt wird ihr Lebensweg beleuchtet, denn die beiden leben in verschiedenen Welten. Doch es wird meist nicht aus ihrer Sicht erzählt, sondern aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Sehr viele Personen tauche nach und nach auf – in einem Verlauf, der über zwanzig Jahre Zeit abdeckt, nicht ungewöhnlich. An die japanischen Namen muss man sich allerdings schon ein wenig gewöhnen, auch ich wusste nicht immer gleich, wer dies oder jenes nochmal war, doch man liest sich schnell ein, wenn dann der Faden der jeweiligen Lebensabschnitte vorgeführt wird. Sasagaki ist ein ruhiger, nachdenklicher Charakter. Ich würde sagen, vergleichsweise kann man wohl skandinavische Ermittler heranziehen, allerdings ohne den ganzen depressiven Seelenmüll, den diese mit sich herumschleppen. Überhaupt erfährt man so gar nichts über das Privatleben des Inspektors, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Auch die beiden Kinder/Jugendlichen/Erwachsenen – Yukiho und Ryo – bleiben sehr unbestimmt, man weiß gar nicht viel über sie. Das liegt natürlich zum einen daran, dass man sie durch die Augen anderer Personen kennenlernt, aber auch in der Absicht des Autors, denn es gilt eben die Geheimnisse dieser beiden Charaktere so lange wie möglich verdeckt zu halten. Ganz nebenbei serviert der Autor übrigens immer wieder feine Einblicke in japanische bzw. Weltgeschichte, wie Finanzkrisen oder auch die Entwicklung der Computerindustrie, bzw. die Entwicklung der Software Piraterie. Der Stil des Buches ist ruhig und bietet keine aufregenden Effekte. Nachdem der Inspektor erst mal verschwunden ist, weiß man auch gar nicht so richtig, wie das Leben der beiden Kinder mit dem Mordfall zu tun hat, bzw. warum der Autor sich eigentlich vom Mordfall wegbewegt. Doch nach und nach mehren sich Kleinigkeiten, Begebenheiten und Geschehnisse, die einen stutzig machen, ohne je genannt zu werden. Nicht alle Mitmenschen haben Glück, wenn sie den Lebensweg der beiden kreuzen. Doch warum? Und sind dies nur Zufälle? Dem Autor gelingt es wirklich geschickt, diese Frage lange, lange offen zu halten und somit die Spannung immer leise, aber sehr kontinuierlich mitschwingen zu lassen. Und irgendwann taucht dann doch Inspektor Sasagaki wieder auf, kurz vor der Rente, angegraut und ohne jegliche Beweise. Aber mit viel Geduld und Beharrlichkeit – und immer noch auf der Suche nach dem Mörder des Pfandleihers. Fazit: Ein leiser, aber sehr feiner Krimi, dessen einziges „Manko“ wohl die für uns etwas ungewöhnlichen japanischen Namen sind, wenn man nicht ganz so oft japanische Krimis liest. Ansonsten: klare Leseempfehlung!

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  • Ein alter Fall

    Unter der Mitternachtssonne

    buecherwurm1310

    10. April 2018 um 15:08

    Osaka, 1973: In einem verlassenen Gebäude wird ein Toter aufgefunden. Es handelt sich um den Pfandleiher Kirihara, der ermordet wurde. Detektiv Sasagaki ist ein Polizist, der seine Fälle löst, da er beharrlich ermittelt. Doch in diesem Fall kommt er nicht weiter. Es gibt zwar eine Verdächtige, aber keine verwertbaren Indizien und auch kein Motiv. Doch es gibt in den folgenden Jahren weitere Mordfälle, die nicht aufgeklärt werden können. Die Sache lässt Sasagaki nicht los. Er will die Sache aufklären und irgendwann erkennt er eine Verbindung. Es hat mit Ryo, dem Sohn des Pfandleihers, und Yukiho, der Tochter der Verdächtigen von einst, zu tun. Dies ist mein erstes Buch des Autors Keigo Higashino. Ich hatte anfangs einige Schwierigkeiten, da ich aufgrund der fremden Namen doch einige Schwierigkeiten hatte, bis ich die Personen einordnen konnte. Doch nachdem ich mich eingelesen hatte, hat mich der Schreibstil begeistert. Ganz besonders hat mir aber gefallen, dass ich die Mentalität der Japaner, die von unserer doch erheblich abweicht, näher kennenlernen konnte. Insgesamt kommt mir alles ziemlich hoffnungslos und bedrückend vor. Die beteiligten Personen kann man sehr gut kennenlernen, denn sie werden sehr ausführlich beschrieben. Sasagaki ist ein fähiger Polizist, er will den Mordfall klären, der ihn nicht loslässt und wie besessen macht er weiter – zwanzig Jahre lang. Aber auch Ryo und Yukiho sind interessante und schwer zu durchschauende Personen. Eigentlich nimmt der Mordfall beziehungsweise die Morde gar nicht einmal die Hauptrolle ein, nein, es sind die handelnden Personen mit ihrer Persönlichkeit, ihren Verhaltensweisen und auch ihren Abgründen, die für einen fesselnden und spannenden Thriller sorgen. Es ist eine ausgesprochen komplexe Handlung, deren einzelne Stränge am Ende zu einem Showdown zusammenlaufen. Ein ungewöhnlicher Thriller, den ich nur empfehlen kann.

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  • Cold Case - fast....

    Unter der Mitternachtssonne

    walli007

    05. April 2018 um 17:40

    Wenn Kommissar Sasagaki einen Fall übertragen bekommt, dann löst er ihn, grundsätzlich jedenfalls. Als jedoch im Jahr 1973 ein Pfandleiher in einem verlassenen Haus tot aufgefunden wird, steht Sasagaki vor einem Rätsel, das unlösbar scheint. Er findet einfach kein Motiv. Nur ein Jahr darauf stirbt die Mutter einer Schülerin bei einem Unfall. Es gibt kaum Anzeichen, dass es kein Unfall war. Zwar wird geredet, es könne sich um Selbstmord gehandelt haben, ein Beweis findet sich nicht. Es gibt auch keine Anzeichen, dass die Ereignisse zusammenhängen. Lediglich der Sohn des Pfandleihers und die Tochter des Unfallopfers kennen sich. Nicht überraschend, wenn man die selbe Schule besucht. Kommissar Sasagaki bleiben die beiden Todesfälle immer gegenwärtig. Er kann einfach nicht davon lassen, er will die Sache aufklären. Über zwanzig Jahre geht er seiner Arbeit nach, doch auch wenn die offizielle Ermittlung schon längst eingestellt ist, im Hintergrund wirkt der Kommissar weiter. Er behält die beiden jungen Leute immer im Blick und findet doch keine Lösung. Doch immer wieder gibt es winzige Hinweise, die sich ganz langsam zu einem Bild fügen.  Fast beiläufig wird die Geschichte eines Mordes und seiner Hintergründe erzählt. In kleineren oder größeren zeitlichen Abständen werden Handlungsteile wie Kurzgeschichten erzählt, in denen die kleinen Hinweise, die nach und nach auftauchen, einen Zusammenhang herstellen. Eine Verbindung, die schließlich dazu führt, dass sowohl der Leser als auch der Kommissar eine Erklärung für die Geschehnisse findet, die vor so langer Zeit ihren Anfang nahmen. Dabei nimmt der Autor sich Zeit. Man kommt zuweilen nicht umhin, sich zu fragen, was eine Episode zum Ganzen beiträgt. Doch würde man meinen, das Geschriebene erfülle keinen Zweck, dann kennt man den Autor schlecht. Keigo Higashino, dessen Romane in Deutschland erst in den letzten Jahren entdeckt wurden, versteht es hervorragend zu fesseln. Er entwickelt mit seinen Handelnden Persönlichkeiten, die sich immer durch irgendetwas auszeichnen. So ist sein Sasagaki ein ruhiger ausdauernder Ermittler, der nicht locker lässt. Täter und Opfer sind durch ein Beziehungsgeflecht verbunden, das aufmerksam zu betrachten und erst nach eingehender Lektüre zu durchschauen ist. Vielleicht ist dieser Kriminalroman von hoher Qualität nicht ganz leicht zu lesen, aber dennoch handelt es sich um eine Lektüre, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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