Keiji Nakazawa

 4.6 Sterne bei 75 Bewertungen

Alle Bücher von Keiji Nakazawa

Kinder des Krieges

Kinder des Krieges

 (27)
Erschienen am 22.10.2004
Der Tag danach

Der Tag danach

 (13)
Erschienen am 22.01.2005
Barfuß durch Hiroshima

Barfuß durch Hiroshima

 (6)
Erschienen am 04.02.2012
Barefoot Gen 9

Barefoot Gen 9

 (0)
Erschienen am 30.11.2009
Barefoot Gen

Barefoot Gen

 (0)
Erschienen am 01.03.2009

Neue Rezensionen zu Keiji Nakazawa

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AnnabethAphrodiete97s avatar

Rezension zu "Kinder des Krieges" von Keiji Nakazawa

Top Manga
AnnabethAphrodiete97vor 3 Jahren

Dieser Manga ist erschreckend ehrlich, wunder schön, eine tolle Geschichte über einen Jungen der abenteuer erlebt und Traurieg weil er so viel leid sieht auf seienr reise. Diese Emotionen zu vereinen vielen dem zeichner garantiert nicht schwer den diese 4 Bände erzählen sein Lebensweg als junge nach dem abwurf der Atombombe. und iwe makaba es klingt es gibt auch echt lustige stellen doch die meisten sind rührend, traurieg und einfach nur grausam. Doch wer sich für Geschichte interessiert sollte diese Gelebte geschichte lesen den er hat dies zu einer geschichte geschrieben und nicht sachlich damit das jeder gut lesen kann. und wie ich finde ein Must Have im bücherregal um einfach ein bisschen mehr über die geschichte des zweiten weltkrieges und seine grausamkeit zu lernen und zu erfahren wie viel glück der heute über 80 jährige zeichner hatte.

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HelmuthSantlers avatar

Rezension zu "Barfuß durch Hiroshima" von Keiji Nakazawa

Rezension zu "Barfuß durch Hiroshima" von Keiji Nakazawa
HelmuthSantlervor 6 Jahren

Schmelzendes Fleisch, brennendes Fleisch, verkohltes Fleisch – und mitten drin zwischen rauchenden Trümmern, schreienden Menschen, zwischen Angst, Hunger, Schmerzen und Verzweiflung, zwischen Wahnsinn und Tod, Tod, Tod der kleine Gen, ein Überlebender. Wir schreiben den 6. August 1945: Der Tag, an dem die Sonne auf Hiroshima fiel.

Manga, das japanische Wort für Comic, bedeutet in etwa „ungezügeltes Bild“. Und drastisch sind sie, die Zeichnungen von Keiji Nakazawa, mit denen er sein Überleben der atomaren Hölle als Sechsjähriger in Erinnerung ruft. Mehr in dem, was sie zeigen, als wie sie es zeigen: Nakazawa bleibt dem für westliche Augen gewöhnungsbedürftigen Manga-Stil treu, wenn auch nicht allzu heidi-extrem. „Seine Zeichnungen wirken etwas hölzern und wenig nuanciert“, befindet etwa Art Spiegelman, ein anderer ganz Großer des Erinnerungsbuchs. „Sie leisten aber genau das, was jede gute Literatur auszeichnet: Sie erwecken die Figuren zum Leben.“ Schlicht seien sie und von überzeugender Ehrlichkeit: „Die Authentizität der Geschichte macht sie unangreifbar.“

Nach dem Strahlungstod seiner Mutter in den 60ern begann Nakazawa mit seinem Erinnerungswerk. Barfuß erschütterte ab '73 Japan und schrieb Kulturgeschichte: Es brachte den Manga 1978 in den Westen; 1982 erschien Kinder des Krieges, Teil 1, als erster Japan-Comic auf Deutsch – und floppte. Heute liegt uns die Hälfte seines Opus magnum in Übersetzung vor.

Band 1 endet mit der Katastrophe. Zuvor geißelt der Autor und Zeitzeuge den japanischen Kriegswahn, die Propagandalügen, die Selbstaufgabe der Menschen für eine nationalistische Ehre, die an jedem Platz der Erde für dieselbe mörderische Verlogenheit steht. Es ist ein Buch voller Gewalt – für den Frieden.

Keiji Nakazawa litt seit dem Bombenabwurf an Diabetes und wurde deshalb von den japanischen Behörden als Hibakusha (Atombombenopfer) Nr. 0019760 geführt. 2009 musste er das Zeichnen aufgeben, da seine Krankheit sein Sehvermögen zu stark beeinträchtigt hatte. Am 19. Dezember 2012 verstummte eine der lautesten Stimmen Japans gegen die Nutzung der Atomkraft für immer. Seine Mahnung bleibt bestehen.

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keksikekss avatar

Rezension zu "Barfuß durch Hiroshima" von Keiji Nakazawa

Rezension zu "Barfuß durch Hiroshima" von Keiji Nakazawa
keksikeksvor 6 Jahren

Der 6. August 1945 bleibt für die Menschen in Hiroshima unvergessen. Sie ahnten nicht, dass sie ab diesem Tag die Hölle auf Erden erleben würden. Keiji Nakazawa verarbeitet in diesen beiden Graphic Novels Erlebnisse und Eindrücke dieses Tages von ihm selbst und Freunden.

In "Kinder des Krieges" wird der Alltag von Familie Nakaoka gegen Ende des Krieges erzählt. Hauptfigur ist der sechsjährige Gen. Sein Bruder Akira wird aufs scheinbar sichere Land geschickt. Dort leidet er unter der Kriegspropaganda der japanischen Regierung. Ihr Vater, ein Künstler und Pazifist, wird geächtet und schikaniert, weil er nicht an einen Sieg Japans gegen die USA glaubt und sich gegen die Propaganda wehrt. Bald darauf wird die komplette Familie aus der Gesellschaft ausgestoßen. Der älteste Sohn Koj meldet sich schließlich freiwillig zum Militär, um die Ehre der Familie zu retten. Das Buch endet mit dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima.

Das zweite Buch ("Der Tag danach") handelt von dem Horror, der durch die Bombe ausgelöst wird. Gen und seine Mutter überleben den Anschlag, doch sein Vater, seine Schwester und Akira werden unter dem Haus begraben und sterben in den Flammen. Durch den Stress beginnen bei Gens Mutter die Wehen und sie bringt auf der Straße ihre Tochter Tomoko zur Welt. Da sie ihre Tochter nicht ernähren kann, begibt sich Gen auf die Suche nach Reis. Unterwegs trifft er auf viele strahlenerkrankte Menschen. Er sieht das Massensterben und auch ihm setzen die Strahlen nach kurzer Zeit zu.
Nachdem der Reis, den Gen schließlich bekommt, von einem Waisenkind gestohlen wird, fliehen Gen und seine Mutter zu einer Freundin. Jedoch müssen sie das Haus aufgrund von Streitereien kurze Zeit später wieder verlassen.

Nakazawa zeichnet nur in schwarz-weiß. Damit bringt er die Botschaft des Werkes optimal rüber. Farben hätten hier nur gestört. Der Graphic Novel ist nichts für schwache Mägen, denn obwohl kein Blut an sich zu sehen ist, sieht man verstümmelte Menschen, denen die Haut in Fetzen vom Körper fällt. Auch die Kriegspropaganda der japanischen Regierung hat mich mehrmals schwer schlucken lassen. Insgesamt sind die beiden Bücher grauenvoll ehrlich und gerade deswegen so schockierend. Nach dem Lesen fiel es mir schwer, meinen Tag normal weiter zu leben. Das Buch hat mich zum Nachdenken bewegt. Ich habe noch kein Buch gelesen, dass so brutal und dennoch einfühlsam das Leben im Krieg beschreibt. Und wieder einmal zeigt sich: Nichts kann einen Krieg rechtfertigen. Das unermessliche Leid der Opfer kann man nicht entschuldigen. Nakazawas traumatische Kindheit ist eine Mahnung an alle und zeigt, was Krieg und Waffen mit der Welt anstellen können.

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