Kürzlich unternahm ich, als Comic-Liebhaberin, erstmals einen Manga-Versuch. Leider sagten mir bei diesem weder die Geschichte, noch die Zeichnungen zu. Doch wie heißt es im Volksmund so schön? Einmal ist Keinmal. Als ich kürzlich eines der letzten Rezensionsexemplare des Mangas „Limit 1“ von Keiko Suenobu aus dem Amazon Vine Programm bestellen konnte, wagte ich einen zweiten Testlauf, in der Hoffnung, dass die andere (zweifelhafte) Volksweisheit „Zweimal ist einmal zu viel“ nicht zutrifft.
Limit 1
Auf der Fahrt ins Klassen-Camp verunglückt der Bus und stürzt in eine Schlucht. Nur fünf Mädchen überleben den Unfall und stellen bald fest, dass sie in der Schlucht gefangen sind und keine Hilfe rufen können. Ausgerechnet der bisherigen Außenseiterin der Klasse gelingt es, eine Sichel an sich zu bringen, das einzige Gerät, was man wie eine Waffe nutzen kann. Sie übernimmt mit harter Hand die Führung und ist fest entschlossen, sich an den anderen Mädchen für jedes ihr in der Vergangenheit angetane Unrecht zu rächen…
Meine erste Manga-Reihe
Dieses Manga ist der Auftakt einer Serie. Inzwischen sind 3 weitere Teile veröffentlicht, Teil 5 erscheint im Juni, Teil 6 im August 2013. Wie alle Mangas, wird auch dieses anders herum gelesen. Diesmal lief das bei mir schon wesentlich besser. Mit der Geschichte, die wichtige Themen wie Hilfsbereitschaft, Mobbing und den Umgang mit Extremsituationen behandelt, konnte ich mehr anfangen als mit flacher Teenager-Romantik.
Der Verlag gibt eine Altersempfehlung von 16 Jahren. Die empfinde ich eigentlich fast als zu hoch gegriffen, da die Probleme, die der Handlung zugrunde liegen, bei Teenagern wesentlich früher beginnen. Wenn daraus ein kleiner Lerneffekt greifen soll, sollten eigentlich 12-Jährige mit einer solchen Geschichte konfrontiert werden. Sicher sind einige grauenvolle Szenen gezeichnet und auch beschrieben, aber der Plot wurde meiner Meinung nach so aufgebaut, dass ein Ursachenverständnis bereits in diesem Alter gegeben sein sollte.
Auch die Zeichnungen haben mir in diesem Manga wesentlich besser gefallen. Ich hatte kaum Probleme, die Figuren wieder zu erkennen oder zu zuordnen und die meisten Situationsbilder waren selbsterklärend und spiegelten die jeweilige Stimmung gut wieder. Diesmal nervten mich auch nicht die zusätzlichen Kurzbeschreibungen der Geräusche. im Gegensatz zu meinem ersten Versuch in dem Genre, verstärkten sie hier das Situationsverständnis.
Ich bin froh, dass ich mir dieses Manga bestellt habe, konnte ich doch damit erkennen, dass es auch in diesem Genre Unterschiede gibt und werde es zukünftig nicht verteufeln. Natürlich endet auch Limit 1 mit einem Cliffhanger. Hier möchte ich aber gern wissen, wie die Geschichte weiter geht und werde die Reihe weiter verfolgen.
Keiko Suenobu
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Limit 01
Neue Rezensionen zu Keiko Suenobu
Ich wollte immer schon einen Manga lesen. Als Kind haben mir die japanischen Zeichentrickserien immer sehr gefallen, etwas ähnliches habe ich auch hier erwartet und wurde total enttäuscht.
Keine Frage, die Zeichnungen sind kunstvoll und sehr gelungen, aber die Geschichte? Der reinste Alptraum. Die Personen agieren für mich nicht durchschaubar, die Handlung verläuft nicht linear und es war für mich unheimlich schwer überhaupt einen Sinn hinter der Geschichte zu erkennen.
Bezüge zu Lost konnte ich nicht feststellen, eher den vergeblichen Versuch das jugendliche Gefühl des Hintergangenwerdens darzustellen. Bei mir konnten die Charaktere nicht landen, keine mochte ich, keine tat mir leid. Eigentlich war ich nur genervt. Glücklicherweise hat man das Büchlein in knappen 20 Minuten durchgeblättert.
Vielleicht hatte ich also einfach Pech ausgerechnet diesen Manga zu erwischen, aber für mich war dieser Ausflug in die japanische Zeichengeschichte definitiv keine Bereicherung.
War es zunächst noch ganz witzig das Buch von rechts nach links zu lesen ging es mir bei Voranschreiten der Geschichte und der sinnlosen Handlungen zusehends auf den Geist.
Die Fortsetzung werde ich mir sicherlich nicht antun.
Die 2. Jahrgangsstufe fährt traditionell auf ein sogenanntes Klassen-Camp. Ziel und Zweck dieser Übung ist es, mitten in der Natur seinen unabhängigen Geist trainieren. Auf der Fahrt ins Camp kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Die Lehrer, der Busfahrer und alle Schüler bis auf 5 kommen ums Leben. Diese 5 überlebenden Schülerinnen waren sich schon unter normalen Umständen nicht gerade freundlich gesinnt, da ist es wenig hilfreich, dass die Klassenaußenseiterin die einzige Waffe an sich gebracht hat und auf Rache für alle erlittenen Erniedrigungen der letzten Jahre sinnt und beginnt, die Gruppe gegeneinander auszuspielen.
Mobbing in der Schule, Ausgrenzung, Amoklauf und Rache. Dazu Tod durch Überarbeitung, weil das Busunternehmen Geld sparen will. Viele aktuelle und brisante Themen in einem Manga vereint. Ich bin wirklich erstaunt, bisher waren die meisten Mangas, die ich in letzter Zeit gelesen habe so lala, entweder seichte Liebesgeschichten oder peinlich platt. Hier wird eine Kombination aus Sozialkritik und Psychothriller in ansprechenden Zeichnungen spannend präsentiert. Klar, die Idee ist nicht neu, ein paar Schüler in einer Extremsituation, fern der Zivilisation und schon bald kommt es zu sozialen Spannungen. Das Gab es schon in „Herr der Fliegen“ und „2 Jahre Ferien“, die Idee ist nicht neu, eine klassische Teenagerrobinsonade, die in Gewalt und survival oft he fittest mündet. Dennoch gut und spannend umgesetzt.




