Keiko Yamamoto

 4.3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Android Prince.

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Android Prince

Android Prince

 (6)
Erschienen am 08.12.2011

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Rezension zu "Android Prince" von Keiko Yamamoto

Rezension zu "Android Prince" von Keiko Yamamoto
Cat_Lewisvor 7 Jahren

Inhalt:
Ren hat sich schon immer ihren Traumprinzen gewünscht. Gut aussehend, charmant mit einer Spur Humor und... hach, einfach toll! Zufällig hatte ihr Bruder, der Wissenschaftler gerade nichts anderes zu tun und verbrachte die letzten 10 Jahre damit, seiner kleinen Schwester ihren größten Traum zu erfüllen. Er baute ihr einen eigenen Androiden. Einen menschlichen Computer, der eigenständig denken und handeln kann. Ab und an muss er zwar aufgeladen werden, aber das macht ja nichts. Während der Bauphase quälte die kleine Ren den armen Androiden namens Tetra regelmäßig, in dem sie ihn mit Filzstiften bemalte oder mit Schlammkugeln fütterte. Als Ren schließlich 16 Jahre alt ist, geschieht das, wovon sie immer geträumt hat – Tetra öffnet seine mechanischen Augen. Doch statt des erwarteten romantischen Spruches, den sie von ihrem Traumprinzen erwartet hat, fängt dieser sofort an zu meckern und etwas von „Rache für die letzten 10 Jahre“ zu reden. Ganz so hatte sich Ren ihren Traumprinzen aber nicht vorgestellt!

Fazit:
„Android Prince“ ist ein Einzelband von Keiko Yamamoto.
Die Hauptfiguren sind die 16jähige Ren und ihr Android Tetra, an dem ihr Bruder, der von Beruf Wissenschaftler ist, jahrelang für sie gearbeitet hat. Ren hat schon immer davon geträumt, ihren Traumprinzen zu heiraten und genau dieser stellt der Android Tetra für sie dar. Tetra hingegen sieht in Ren alles andere als eine süße Prinzessin. Er sieht in ihr ein nerviges, kleines Mädchen, welches ihn ständig mit Filzstiften im Gesicht rumgemalt und ihn mit Schlammkugeln gefüttert hat. Kurz nach seiner Auferstehung schwört er Ren schon bittere Rache für die letzten 10 Jahre und die Verbrechen, die sie seiner Meinung nach an ihm begangen hat.
Hinter seiner harten Schale steckt jedoch auch ein weicher Kern. Ren sieht in ihm nämlich nicht nur den Prinzen, sondern auch nur ein technisches Gerät. Ständig bezeichnet sie ihn als ihr Handy und versucht ihn, für irgendwelche Dinge zu missbrauchen. Er sieht sich selbst allerdings nicht nur als wertloses Metallgehäuse, denn er kann selbstständig denken und handeln und ist einem Menschen gar nicht so unähnlich.
Wenn er nicht bei ihr ist, ist Ren ständig traurig, denn sie möchte ihren Androiden nur für sich alleine haben. Da sie jedoch gemeinsam zur Schule gehen und er ständig von anderen Mädchen umringt ist, gestaltet sich dieses Zusammensein eher als schwierig.

Im Laufe der Geschichte ändern sich die Ansichten der beiden des Öfteren und somit wird dem Leser eine kleine, abwechslungsreiche und auch lustige Liebesgeschichte geboten, die wohl einem modernen Märchen gleicht.
Der Zeichenstil ist einfach niedlich! Keiko Yamamoto hat einen sehr abgerundeten und jugendhaften Stil und benutzt relativ viele Rasterfolien – allerdings übertreibt sie damit nicht und setzt diese sehr passend ein. Dieser Stil erinnert mich ein wenig an den von Yukiru Sugisaki, die schon vor Jahren mein Herz mit ihrer wundervollen Reihe „D N Angel“ im Sturm erobert hat. Manche Gesichtsausdrücke könnten ein wenig detaillierter sein, als nur ein paar Striche und ich hatte auch das Gefühl, dass die Oberweite von Kaori Seki, einer weiteren Wissenschaftlerin, ein ziemlich aufregendes Eigenleben führt.
Besonders loben muss ich die Art, wie Keiko Yamamoto die Haare zeichnet! Diese sind mir immer wieder positiv aufgefallen und ich finde sie wirklich schön.

Leider muss ich auch etwas an der Geschichte bemängeln. Trotz der wirklich niedlichen Grundstory haben mir sehr viele Details und Hintergrundinformationen gefehlt. Es sind viele Fragen offen geblieben. Zum Beispiel hat mich gewundert, dass es für die Schülerinnen und Schüler an Rens Schule scheinbar normal ist, dass plötzlich ein Android auftaucht und am Unterricht teilnimmt. Und auch diese Liebe, die sich zwischen den beiden aufbaut, kommt mir doch etwas unrealistisch vor. Das Männer eine enge Bindung zu ihren Computern haben, ist ja allgemein bekannt, aber warum sollte ein Mädchen davon träumen, mit einem computergesteuerten Jungen zusammen zu sein, dessen Akku ständig leer ist?
Diese und noch weitere Fragen blieben leider nach Abschluss der Geschichte offen.

Trotz allem hat mir sowohl die Geschichte, als auch der Zeichenstil von Keiko Yamamoto’s „Android Prince“ sehr gut gefallen und ich kann diesen Manga ohne Bedenken weiterempfehlen!

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