Keith Donohue Sommernachtsfrauen

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Inhaltsangabe zu „Sommernachtsfrauen“ von Keith Donohue

Die Lebensgeschichten von acht Frauen aus verschiedenen Epochen verknüpfen sich zum amerikanischen Mythos

Jack erwacht in einer Juninacht und wundert sich, wie ihm geschieht. Wenn er doch nur wüsste, wie er sich den Kopf blutig gestoßen hat. Doch kommt er kaum zum Nachdenken, denn in einem großen Wirbel tauchen nacheinander acht faszinierende Frauen auf, die Jack für ihr Schicksal verantwortlich machen wollen: sei es die junge Ureinwohnerin, die einen Mann heiratet, der sich in einen Bären verwandeln kann, sei es die Frau aus Salem, die für eine Hexe gehalten wurde. Mythologie, Geschichte und Fantasy sind in diesem phantastischen Roman zu einer großen Reise durch die Zeiten verknüpft.

Keith Donohue schafft es mit seinem neuen Roman Sommernachtsfrauen, uramerikanische Märchen, Sagen und Geschichten aus fünfhundert Jahren in einem fabelhaft en Bogen zusammenzuführen.

Nicht mehr und nicht weniger, als eine Anthologie von Frauenschicksalen, der letzten 500 Jahren.

— Nespavanje

Kurios. Surreal. Magisch.

— Arith

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  • Bezaubernde Badezimmerliteratur

    Sommernachtsfrauen

    Nespavanje

    24. December 2014 um 08:53

    Jack erwacht liegend am Boden seines Badezimmers und nur ganz langsam erinnert er sich, wie er hier hergekommen ist. Jemand oder etwas hat ihn auf den Kopf geschlagen. Deutlich spürt er das Loch in seinem Schädel und bemerkt das viele Blut im Badezimmer. Er ist nicht alleine, denn sein verstorbener Vater ist ebenfalls da. Der Umstand, dass er tot ist, lässt Jack vermuten, dass es vielleicht nur jemand ist, der seinem Vater ähnlich sieht. Allerdings ist er nicht der einzige nächtliche Besucher: Acht Frauen räkeln sich nackt in seinem Bett und eine nach der anderen erwacht und erzählen den beiden Männern im Badezimmer, ihre jeweiligen aufregenden und anrührenden Lebensgeschichten. Ich mag gut gemachte Sammlungen von (Kurz)Geschichten und „Sommernachtsfrauen“ von Keith Donohue ist, befreit man sie von dem wirklich sehr interessanten Rahmenhandlung, nichts mehr und nicht weniger als eine Anthologie von Frauenschicksalen der letzten 500 Jahre. Unter den acht Frauen, die sich in Jacks Bett räkeln sind unteranderem eine Indianerin, eine Hexe aus Salem und eine Sklavin aus New Orleans. Sie erzählen Jack, seinem vermeintlichen Vater und natürlich uns den Lesern, Geschichten die emotional bewegen, traurig, manchmal spannend, manchmal lustig sind. Ab der ersten Erzählung wird klar, dass die Frauen Jack für ihr Schicksal verantwortlich machen. Eine jede hat ihren ganz eigenen Stil und Reiz, was auf Donohues großartige Erzählkunst beruht. Bravourös und keineswegs holprig, versteht sich der Autor zwischen verschiedene Erzähl- und Zeitebenen zu wechseln und findet eine gute Balance zwischen Fantasy und Realismus. Schließlich ist die eigentliche Rahmenhandlung, die sich beinahe nur auf Jacks Badezimmer beschränkt sehr spannend aufgebaut, und erst ganz zum Schluss löst Donohue das Rätsel, was nun all diese Schicksale mit dem Leben von Jack zu tun haben. Dabei spielt auch seine Katze eine bestimmte Rolle, die ich aber jetzt nicht spoilern möchte. Sommernachtsfrauen ist ein Roman der zum verweilen einlädt und ist bestimmt kein Buch, dass man schnell liest oder wieder schnell vergisst.

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  • Positive Überraschung!

    Sommernachtsfrauen

    -Anett-

    25. September 2014 um 18:31

    Dieses Buch hat mich wirklich überrascht - positv! Wie im Klappentext bereits geschrieben, erwacht Jack in einer heißen Nacht und stürzt im Bad. Und auf einmal ist alles anders. Er trifft auf sieben Frauen, jede dieser Frauen erzählt ihr Schicksal und irgendwie ist Jack mit jeder dieser Frauen irgendwie verbunden. Die Geschichten der einzelnen Frauen fand ich richtig super und total faszinierend. Es sind Geschichten aus der amerikanischen Sagenwelt und der amerikanischen Geschichte. Jede dieser Frauen hatte irgendwelche Schicksalsschläge und diese wurden so toll erzählt! Einzig die Geschichte von Jack, die immer zwischen den einzelnen Frauenschicksale erzählt wurde irritierte mich ziemlich und es brauchte wirklich bis fast zum Schluss, dass ich langsam dahinter kam. Irdendwie war mir dann auch das Ende bewußt, und trotz alldem fand ich es sehr gut. Die ganze Zeit konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, welche Frau mit welcher Geschichte als nächstes aufwarten würde. Und ich wurde wirklich belohnt. In einer für mich Rekordzeit von zwei Tagen hatte ich das Buch durchgelesen und blieb zum Schluss mit einem guten Gefühl zurück. Wenn man auf ungewöhnliche Geschichten steht, sollte man sich darauf einlassen. Der Schreibstil war klasse und das Buch lies sich flüssig lesen. Die Frauen waren tolle Charaktere und durch die einzelnen eigenen Geschichten konnte man sie sich auch gut vorstellen und hinein versetzen. Ein wirklich gelungenes Buch, auch wenn ich die Geschichte zwischen den Geschichten nicht so flüssig fand. Trotzdem wirklich lesenswert!

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  • Sommernachtsfrauen

    Sommernachtsfrauen

    Nefatari

    08. April 2014 um 17:20

    Sommernachtsfrauen ist ein Roman von Keith Donohue, welcher von Sabine Herting ins Deutsche übersetzt wurde. Der Roman ist in der ich-Perspektive geschrieben. Der Hauptprotagonist Jack macht auf mich einen sehr verwirrten Eindruck. Ständig vergisst er, was er tun wollte. Ich weis nicht, ob jeder den Ausdruck kennt, aber bei uns würde man sagen, es dauert bis er endlich in die Gänge kommt. Teilweise ist er auch etwas schwer von Begriff. Ob dies an seinem Stoß auf dem Kopf liegt oder es seine Art ist, ist schwer zu sagen. Neben Jack gibt es auch noch die acht Frauen, welche jede einzelne auf ihre Art faszinierend ist. Auch die Geschichten ihres Lebens sind interessant. Leider habe ich mir etwas anderes unter dem Buch vorgestellt. Es wird von Reisen durch die Zeit gesprochen. Daher habe ich angenommen, dass die Geschichten der Frauen nochmals real durchlebt werden. Dem ist leider nicht so. Es handelt sich mehr um Erzählungen in der Erzählung selbst. Dies hat mich etwas enttäuscht. Dazu kommt, dass es meines Erachtens kein Schmöker für Zwischendurch ist, da das Buch nicht ganz einfach geschrieben ist. Es ist mit vielen langen und mit mehreren Nebensätzen geschriebenen Sätzen erzählt, weshalb man sich mehr konzentrieren muss beim Lesen. Die Geschichten an sich sind gut in den einzelnen Schreibstils der entsprechenden Jahrhunderte verfasst. Fazit: "Sommernachtsfrauen" ist ein Buch, welches durch viele Nebensätze schwer lesbar ist. Dies macht es nicht zu einem Buch was schnell mal nebenbei gelesen werden kann. Hinzu kommt, dass man schnell den Überblick mit den einzelnen Frauen, deren Namen und den dazugehörigen Erlebnissen verlieren kann. Wer sich jedoch darauf einlässt, erhält einen Einblick auf einzelne Jahrhunderte mit ihren ganz persönlichen und auch interessanten Geschichten.

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  • Kurios. Magisch. Surreal.

    Sommernachtsfrauen

    Arith

    26. March 2014 um 09:09

    Cover & Titel: Schlichter als im englischen Original, aber dennoch passend für den Inhalt, der sich ähnlich wie auf dem Bild in einer Blase, fernab von Realität und Gegenwart abspielt. Dafür finde ich den Titel einfach toll gewählt, jede der acht Frauen erzählt ihre Geschichte, beginnend oder enden im Sommermonat Juni. Figuren: Jacks Figur beginnt nichtssagend und vielleicht habe ich mir deshalb so schwer getan, mich an ihn zu gewöhnen. Das Buch beginnt mit seinem Sturz im Badezimmer, der Leser sieht Jack also nie in seinem wirklichen Leben agieren, sondern nur in der Traumblase, in der die acht Frauen und Beckett ihn aufsuchen. Er tritt sozusagen in den Hintergrund, lässt sich indirekt charakterisieren, da jede Frau ein Stück seiner Seele widerspiegelt. Die Frauen jedoch sind einmalig. Sei es die junge Indianerin, das Baseballmädchen oder stolze Goldwäscherin. Wild, leidenschaftlich, treu, ehrgeizig. Und obwohl sie nur kurz und epidosenhaft ihre Leben wiedergeben, konnte ich sie beim Lesen greifen. Jedes Schicksal empfand ich mit, Donohue schaffte es trotz der wenigen Worte, die er für die einzelnen Frauen übrig hatte, ihre Geschichte lebhaft zu zeichnen. Danach glaubte ich die Frauen und die Epochen und Jahrzehnte, aus denen sie stammten,  zu kennen und zu verstehen, sann einen Moment über ihre traurigen Erlebnisse nach. Lob & Kritik: Klappe und Cover haben in mir andere Erwartungen geweckt, gerade das Wörtchen “Zeitreise” hat mich auf eine falsche Fährte gelockt. Deswegen hatte ich auf den ersten hundert Seiten Probleme, in den Text zu finden, eigentlich mag ich keine Episodengeschichten. Weder im Film noch als Buch. Doch Donohue entwickelt mit den Seiten einen solchen Sogeffekt, obwohl die Figuren sich größtenteils in einem Badezimmer aufhalten, ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Ich wollte wissen, was sich hinter den anderen Frauen verbirgt, was mit Jack geschehen ist.  Die Sprache war so unglaublich flüssig! Verschachtelt, wunderlich, poetisch, aber klug und stilistisch sehr gut verfasst. Auf kleinsten Raum ballen sich die Lasten vieler Leben, Leid, Traurigkeit, Freude, Hoffnung, Liebe, doch wirkt es nicht gestellt oder erzwungen. Im Gegenteil die Erzählungen sind von Weisheit und Intelligenz geprägt, sowie einer guten Prise absurden Humors. Und gerade diese Absurditäten, Magie, übergroße Eisbälle, Gold waschen in der Badewanne, diese phantastischen Raum-Zeit-Verzerrungen machen “Sommernachtsfrauen” aus, es ist nicht immer von Spannung geprägt, aber beim Lesen konnte ich mir nie sicher sein, was als nächstes passiert. Was die Figuren neben Coktails noch aus dem Medizinschränkchen fischen. Dieses Buch zu lesen, ist wie einen Dali auseinander zu nehmen. Wenn man das Buch zuklappt, hat man nicht das Gefühl, es sei zu Ende. So wie Jack beginnt eine neue Runde, ein neuer Abschnitt und das fand ich erstaunlich: dieses Buch hat mich mit einer neuen Sichtweise zurückgelassen. Besonders gefallen haben mir außerdem die Symbole, die sich quer über die Seiten verstecken. Die Anspielungen auf Beckett und sein Stück “Warten auf Godot” oder die sprechende Katze Harpo. Zusammenfassend: Kurios. Surreal. Magisch. Eines der seltsamsten Bücher, das ich seit Langem gelesen habe. Wie ein Traum im Traum, eigentlich passiert nichts und gleichzeitig passiert zwischen den Zeilen unglaublich viel. Man sagt ja, im Moment des Todes zieht das Leben an einem vorbei, Donohue nimmt es wörtlicher, Jack begegnet den Frauen aus seinen vorherigen Leben. Erzählt Geschichten aus dem Alltäglichen, von den Wundern und den Irrtümern des Lebens geprägt. Es ist ein leises Buch, aber nichtsdetotrotz phantastisch. Daher vergebe ich für “Sommernachtsfrauen” 4 von 5 möglichen Sternen,

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  • Frauen im Wandel der Zeit

    Sommernachtsfrauen

    Kerry

    09. March 2014 um 21:51

    Es ist Juni und mitten in der Nacht wacht Jack auf. An sich nichts ungewöhnliches, Bedürfnisse scheinen zu rufen. Doch kaum im Bad angekommen, ereilt ihn ein Schlag auf den Schädel und er bricht zusammen. Er hat nur noch eine Wahrnehmung: Blut, dass sich ausbreitet, sein Blut. Als sich der Nebel langsam in seinem Kopf lichtet, erblickt er eine ihm vage bekannte Gestalt in seinem Bad. Es könnte sein Vater sein, nur das dieser bereits seit einigen Jahren tot ist. Doch damit nicht genug, in seinem Schlafzimmer findet er acht schlafende Frauen vor - wo kommen sie her und wer sind sie? Sicherheitshalber zieht er sich wieder ins Bad zu seinem "Vater" zurück, doch sie bleiben nicht lange unter sicht.  Eine der Frauen erscheint im Bad und ist so wütend auf Jack, dass sie versucht, ihn umzubringen. Mit Müh und Not gelingt es dessen Vater, die Frau soweit zu beruhigen, dass sie ihnen ihre Geschichte erzählt. Im Laufe der Nacht werden die beiden Männer noch weitere Geschichten erfahren, Geschichten über Frauen in den verschiedenen Zeitepochen Amerikas, über ihr Leben in der jeweiligen Gesellschaft und das es zu keiner Zeit leicht war, als Frau geboren worden zu sein. Den Anfang macht Dolly, eine Ureinwohnerin Amerikas, die mit Stammesnamen Shax´saani S´ee heißt, was Puppe der Jüngsten Tochter bedeutet. Als sie geboren wurde, als jüngstes von zehn Kindern, war ihr Vater schon verstorben. Sie wuchs den Traditionen gemäß auf und dennoch, Dolly war anders, hatte Abenteuergeist und ließ sich nicht bremsen. Mit 13 Jahren begegnete sie einem Mann, der ihr gesamtes Leben verändern sollte ... Dollys Geschichte jedoch ist erst der Anfang, der Anfang einer Nacht und nur die erste Geschichte einer langen Reihe von Lebensbeichten der übrigen Frauen ... Frauen im Wandel der Zeit! Der Plot wurde sehr detailliert und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass eine jede Frau ihre eigene Geschichte erzählt hat und das Leben einer jeder sich grundlegend von denen der anderen Frauen unterschieden hat. Der Leser wurde somit in einzelnen Episoden immer wieder in eine andere Zeit der amerikanischen Geschichte entführt. Die Figuren wurden sehr authentisch angelegt, jedoch fehlte es ihnen, gerade auf Grund der Kürze ihrer jeweiligen Geschichten, etwas an Tiefe. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, empfand jedoch die Passagen zwischen den einzelnen Episoden, sprich Lebensberichten der Frauen, teilweise als etwas in die Länge gezogen - ich wollte halt einfach wissen, was die nächste Frau erlebt hat, wie ihr Leben aussah.

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  • Tolle Sprache, aber zu viel Geschichte, zu wenig Logik, keine Prämisse

    Sommernachtsfrauen

    Nicole_Rensmann

    06. January 2014 um 16:27

    Sein Debüt »Das gestohlene Kind« hat mich begeistert, darum interviewte ich den US-Autor 2009 für das Magazin phantastisch!. Sein zweiter Roman »Der dunkle Engel« - obwohl stellenweise etwas langatmig – wies interessante Aspekte der phantastischen Literatur auf, die mir gefielen. Könnte Keith Donohues dritter Roman »Sommernachtsfrauen« an meine Begeisterung über sein Debüt anknüpfen? Ich war gespannt. Erster Satz: »Wir alle fallen mal!« Der männliche Erzähler der Geschichte erwacht auf dem Fußboden seines Badezimmers. Er wurde nieder geschlagen. Eine blutende Kopfwunde und eine kurze Bewusstlosigkeit sind die Folge. Doch nicht nur das. Ein alter Mann – vielleicht sein toter Vater – (er scheint sich da nicht immer so sicher zu sein) sitzt nun neben ihm auf dem Badewannenrand, sieben Fahrräder liegen auf dem Rasen und acht (fast) nackte Frauen in seinem Bett. Alle Frauen haben eine Geschichte zu erzählen, nicht selten versuchen sie den noch namenlosen Protagonisten vorher zu töten. Sie beichten ihre Lebensgeschichte, in der ein Mann eine große Rolle spielt, selten jedoch eine gute. Alle Frauen stammen aus mehreren Epochen, und so verschieden stellen sich auch ihre Erzählungen dar. Der Leser bekommt ein Märchen über die Frau erzählt, die einen Mann liebte, der des Nachts zum Bär wurde, er taucht in die mittelalterliche Hexenverfolgung ein, geht mit einer Frau zur See, die sich als Mann verkleidet, schürft im amerikanischen Goldfieber mit oder muss sich mit dem Sklaven-Dasein auseinander setzen.  Alle Frauen tragen ein Schicksal und ein Geheimnis mit sich, dessen wahrer Zusammenhang sich erst am Ende des Buches offenbart. »Sommernachtsfrauen« sind acht Geschichten über die Schicksale unterschiedlicher Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten. Acht Geschichten, eingewoben in eine Handlung, die so verworren und seltsam erscheint, das von Anfang an nur ein Ende vorgesehen sein kann. Diese acht Frauenschicksale, der teils sehr starke Erzählstil  und die Hoffnung, das Ende möge anders sein als vermutet, treibt den Leser zum Weiterlesen an. Das Buch beschäftigt einen, auch wenn es zugeklappt auf dem Tisch liegt. »Sommernachtsfrauen« ist nicht unbedingt ein Frauenbuch, auch wenn der Titel dies vermuten lässt. Im Gegenteil, so empfand ich den Protagonisten nie als sympathisch, konnte mich aber auch nur selten mit den Frauen identifizieren. Zu Beginn wirkt die Handlung wie der erregende Wunschtraum eines Mannes und immer wieder stieß ich auf Ungereimtheiten im Handlungsablauf, die den Lesefluss hemmten. Die fast schon verrückt anmutende Story rund um die acht Frauengeschichten will einfach nicht so richtig passen. Außerdem fehlt dem Buch die Prämisse. Diese wird am Ende auf zwei Seiten kurz nachgeschoben, doch das war zu wenig, um aus dem Buch einen zusammenhängenden Roman zu machen.  Keith Donohue erzählt die Geschichte von einem Mann und acht Frauen. Und auch wenn das Ende eine Erklärung für all diese Geschichten und die Zusammenhänge bietet, fehlt es den »Sommernachtsfrauen« an Entwicklung. Die acht Geschichten für sich alleine als Story-Band hätten, meiner Meinung nach, wunderbar funktioniert. Vor allem die erste Geschichte, die sehr märchenhaft daherkommt, gefiel mir sehr gut. Den Protagonisten, der am Ende Jack heißen wird, und sein wirres Dasein hätte es nicht gebraucht. Fazit: Schön geschrieben, ziemlich wirre Handlung, aber durchaus mit einer interessanten Idee, die  mehr Logik verdient hätte.Keith Donohue»Sommernachtsfrauen« Originaltitel: Centuries of JuneÜbersetzung: Sabine HertingHardcover mit SchutzumschlagC. Bertelsmann Verlag, September 2013 ISBN 978-3570011287347 Seiten 19,99 € Der Roman ist auch als eBook erhältlich.   Webtipps:  Interview mit Keith Donohue von 2009, Weitere Rezensionen hier im Blog, Mehr zum Buch auf der Verlagsseite Vielen Dank an C. Bertelsmann! Original-Rezension im Blog (blog.nicole-rensmann.de) " target="_blank">V

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  • Geschichte und Mystik

    Sommernachtsfrauen

    Saphir610

    08. December 2013 um 21:28

    Jack ist in seinem Badezimmer gestürzt, nimmt er jedenfalls an, denn sein Kopf schmerzt enorm und er liegt in einer Blutlache. Doch weiter kommt er nicht zum Nachdenken, denn es tauchen acht Frauen in seinem Zimmer auf, und ein alter Mann. Dieser vermittelt scheinbar zwischen Jack und den Frauen, die eine nach der anderen ihre Geschichte erzählen. Geschichten aus allen Epochen des Landes, die besonders sind, in denen sie als Frau aber meist immer schlechte Karten hatten. Und Jack ist ein Mann, steht stellvertretend für die Männer. Dabei kommen ihm auch immer wieder Teile seines Lebens in den Sinn. Denn am Ende ist es Zeit für ein Neues. Eine sehr gute Idee, die Geschichten der Frauen aus verschiedenen Zeitabschnitten miteinander, bei Jack, zu verweben, um zu zeigen, wohin alles führt. Ein wenig Magie, Geschichte, etwas mystisches, und etwas ganz alltägliches zusammen gemischt. Das Ganze ist recht gut lesbar geschrieben, aber für mich leider nicht fesselnd. Der Sinn erschließt sich erst am Ende, vielleicht ist es in dem Zusammenhang dann spannender zu lesen. Ich konnte diesem Roman nicht so viel abgewinnen, wie ich mir erhofft hatte. Die Geschichten der Frauen waren gut, aber nicht ergreifend geschildert. Die Phasen zwischen den Geschichten eher undurchsichtig und für mich kam Spannung nicht auf. Schade.

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