Keith Ferrazzi

 3,5 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor*in von Geh nie alleine essen! - Neuauflage, Never Eat Alone und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Keith Ferrazzi ist einer der gefragtesten Marketing-Experten der USA. Als Gründer und CEO eines Forschungs- und Beratungsunternehmens mit Sitz in Los Angeles konzentriert er sich auf die Bedeutung positiver Beziehungen für den Geschäfts­erfolg und deren strategische Umsetzung. Ferrazzi schreibt regelmäßig unter anderem für das Wall Street Journal und die Harvard Business Review.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Keith Ferrazzi

Cover des Buches Geh nie alleine essen! - Neuauflage (ISBN: 9783864707100)

Geh nie alleine essen! - Neuauflage

(10)
Erschienen am 08.10.2020
Cover des Buches So finden Sie Ihr Dream-Team (ISBN: 9783941493360)

So finden Sie Ihr Dream-Team

(1)
Erschienen am 26.07.2010
Cover des Buches Never Eat Alone (ISBN: 9780241004951)

Never Eat Alone

(1)
Erschienen am 05.06.2014

Neue Rezensionen zu Keith Ferrazzi

Cover des Buches Geh nie alleine essen! - Neuauflage (ISBN: 9783864707100)
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Rezension zu "Geh nie alleine essen! - Neuauflage" von Keith Ferrazzi

dorothea84
interessant

„Geh nie alleine essen!“ von Keith Ferrazzi ist eines dieser Bücher, das trotz seines Alters immer noch eine Fülle von Weisheiten bietet – besonders, wenn es um das Thema Networking geht. Ich habe es neulich wieder zur Hand genommen und war überrascht, wie viel ich daraus für mich mitnehmen konnte. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn du ein Buch liest und plötzlich alte Erinnerungen aus der Kindheit hochkommen? So ging es mir während des Lesens.

Keith erzählt in einem angenehmen, erzählerischen Stil von seinen eigenen Erfahrungen und wie er sich ein Netzwerk aufgebaut hat. Und ja, manchmal hatte ich das Gefühl, als ob ich einen etwas zu langen Einblick in sein Leben bekomme – fast, als ob ein Freund ein wenig zu ausführlich von seinem letzten Urlaub erzählt. Aber das ist ja auch irgendwie der Charme des Buches. Was denkst du, wie viel persönliche Geschichte gut ist, um einen Punkt zu verdeutlichen?

Einige der Methoden, die Ferrazzi beschreibt, erinnern an einfache Prinzipien, die wir vielleicht schon unbewusst anwenden. Zum Beispiel das Prinzip, dass eine Hand die andere wäscht – allerdings auf eine subtile und nicht zu offensive Weise. Auch wenn nicht alles 1:1 in unsere heutige Zeit übernommen werden kann, bietet das Buch doch reichlich Denkanstöße. Vielleicht ist es gerade dieser Mix aus persönlichen Geschichten und praktischen Tipps, der das Buch so lesenswert macht.

Letztlich ist es eine Erinnerung daran, dass Networking nicht nur beruflicher Natur ist. Es ist ein Teil unseres alltäglichen Lebens und kann uns in vielerlei Hinsicht bereichern. Und, mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon einmal von einem guten Gespräch profitiert, das bei einem gemeinsamen Essen stattfand? Sich daran zu erinnern, kann einen wirklichen Unterschied machen.

Anfangs vielversprechend, ab der Mitte zu viel Selbstbeweihräucherung

Der Autor Keith Ferrazzi setzt sich in diesem Sachbuch mit dem Thema Networking auseinander. Bis zur Hälfte gelingt ihm der Spagat, Ratschläge gepaart mit eigenen Erfahrungswerten an den Leser zu bringen. Dies war der Teil, bei dem mir das Lesen des Buches Vergnügen bereitet hat und ich für mich die ein oder andere Erkenntnis herausziehen konnte.

Leider zieht sich dieser Ansatz nicht bis zum Ende hin durch. Je weiter das Buch voranschreitet, desto mehr verliert der Autor das eigentliche Ziel aus den Augen: Dem Leser einen Mehrwert zu bietet. Stattdessen stimmt Keith Ferrazzi zunehmend ein Loblieb auf sich und sein erfolgreiches Leben an, was für mich nach einer gewissen Zeit beinahe unerträglich wurde. Daher verwundert es nicht, dass mein Lesefluss gehörig ins Stocken geriet und ich sogar kurz davor stand, das Buch vorzeitig abzubrechen. Eine Portion Selbstdarstellung mag in Ordnung gehen, solange sie nicht in Narzissmus mündet. Hier hat der Autor leider am Ende das gesunde Maß verloren.

Fazit: Zu Beginn liefert dieses Sachbuch durchaus interessante Tipps, wie Networking, Kontaktaufnahme und Beziehungspflege erfolgreich gelingen und einem selbst neue Chancen eröffnen kann. Dabei zeigt der Autor immer wieder auf, wie entscheidend es ist, diese Ressource nicht als Währung zu verstehen, sondern als Wechselspiel aus Geben und Nehmen. Indem man sich für andere Menschen interessiert, sich für sie einbringt und ihnen hilft, ihre gesteckten Ziele zu erreichen, hilft man sich am Ende selbst. Ab der Mitte des Sachbuches lesen sich die Kapitel zunehmend zäh, eben weil der Autor nur noch sich selbst im Fokus hat und nicht die Vermittlung des eigentlichen Stoffes. An einer Biografie war ich aber definitiv nicht interessiert, als ich mich dazu entschlossen habe, dieses Buch zu kaufen.

Irgendwie typisch amerikanisch!

Ferrazzi beschreibt den Aufbau von Beziehungen, was ihm wichtig ist, wie er was geschafft hat und stellt dabei immer wieder die herkömmlichen Auffassungen von Networking in Frage und die in seinen Augen relevanten Werte in den Vordergrund.

Erst einmal ist das Buch ein tüchtiges Pamphlet eigener Belobhuddelung, hin und wieder unterbrochen durch Kurzbeschreibungen anderer herausragender „Connectors“.

Aus dem Geschriebenen kann man durchaus gute Tipps entnehmen. Ob es jedoch einer über 400seitigen Abhandlung bedurft hätte, frage ich mich. Es geht vor allem um Kommunikation, weniger ums Essen gehen.

Viel Raum nehmen die Berichte über Ferrazzis eigenen Erfahrungen und Erfolge ein. Dabei konzentrieren sich die daraus gezogenen Schlüsse und Empfehlungen immer auf die Kapitelüberschriften. Es wird einiges vermittelt, meines Erachtens allerdings auf sehr amerikanische Art.

Zitat: „Das Beste an einer auf Beziehungen basierenden Karriere ist meines Erachtens die Tatsache, dass das überhaupt keine Karriere ist. Es ist ein Lebensstil.“ Damit beschreibt der Autor bereits, für welche Personen dieses Buch interessant ist: Personen, die gerne Leute um sich haben, kommunizieren und am Aufbau eines Netzwerkes und Beziehungen interessiert sind. Das ist ein fortwährender Prozess.

 

Fazit: Interessant für werdende Connectors. Allgemein kann man es lesen, muss man aber nicht.

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