Keith Lowe

 4 Sterne bei 63 Bewertungen
Autor von Auf ganzer Linie, Der wilde Kontinent und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Keith Lowe

Keith Lowe, geboren im Jahre 1970, studierte im Anschluss an seine Schullaufbahn Englisch an der Universität in Manchester und begann danach, als Historiker und Autor zu arbeiten. In seinen Büchern spielt vor allem der Zweite Weltkrieg und dessen Auswirkungen eine zentrale Rolle, so auch in "Der wilde Kontinent". Für dieses Werk wurde der Autor mit dem Sachbuchpreis "Hessell-Tiltman Prize for History" ausgezeichnet.

Neue Bücher

Furcht und Befreiung

Erscheint am 28.02.2019 als Hardcover bei Klett-Cotta.

Alle Bücher von Keith Lowe

Auf ganzer Linie

Auf ganzer Linie

 (53)
Erschienen am 01.03.2003
Der wilde Kontinent

Der wilde Kontinent

 (5)
Erschienen am 24.09.2016
Versuchung

Versuchung

 (5)
Erschienen am 01.07.2005
Furcht und Befreiung

Furcht und Befreiung

 (0)
Erschienen am 28.02.2019
Inferno

Inferno

 (0)
Erschienen am 24.04.2009
New Free Chocolate Sex

New Free Chocolate Sex

 (0)
Erschienen am 07.03.2006
Tunnel Vision

Tunnel Vision

 (0)
Erschienen am 02.10.2001
Savage Continent

Savage Continent

 (0)
Erschienen am 02.05.2013

Neue Rezensionen zu Keith Lowe

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FabAustens avatar

Rezension zu "Auf ganzer Linie" von Keith Lowe

Auf ganzer Linie
FabAustenvor 4 Jahren

Andy liebt die Londoner Tube. Er kennt ihre Geschichte und Gegenwart, weiß Bescheid über die einzelnen Linien und ihre Stationen, hat Ahnung von den Wagen und Zugmaschinen. Andy steht aber auch kurz vor seiner Hochzeit mit Rachel, die in Paris stattfinden soll. Doch dann lässt er sich mit seinem Freund und ebenfalls Tube-Freak Rolf auf eine waghalsige Wette ein. Binnen eines Tages soll Andy das gesamte U-Bahnnetz von London abfahren, jede Station fotografieren und an verschiedenen Stellen die Unterlagen einsammeln, die er für die Hochzeit benötigt. Da er zu dem Zeitpunkt, als die Wette entsteht, sturzbetrunken ist, schlägt er ein. Und einen Tag vor seiner geplanten Hochzeit macht sich der Bräutigam auf den Weg. Doch außer den Sieg verfolgt Rolf noch ein anderes Ziel....

Keith Lowe ist Auf ganzer Linie ein außergewöhnlicher Roman gelungen. Die Geschichte und ihre Personen scheinen direkt aus dem Leben gegriffen zu sein. Man kann sich sogar vorstellen, dass er dies alles selber erlebt haben könnte. Sein Protagonist ist ein sympathischer Typ, zu dem man sofort eine Beziehung findet wenn man leicht durchgeknallte Nerds mit gutem Herzen mag. Der Kreis der Figuren ist ebenso wie die beschriebene Zeitspanne und der Schauplatz überschaubar. All dies wirkt sich sehr positiv aus, da das Leseerlebnis dadurch verdichtet wird. Der Leser wird zu Andys Verbündeten und ganz von der Situation eingenommen, in der sich alles um den Gewinn der Wette dreht. Die Story entwickelt eine starke Dynamik. Der Zeitdruck wird förmlich spürbar und man fiebert mit, während die Geschichte weiter Fahrt aufnimmt. Es gibt Wendungen und Einfälle, die überraschen und begeistern. Der britische Humor, der immer wieder zuschlägt, gibt dem Ganzen einen leichten und beschwingten Ton. All dies führt dazu, dass sich der Leser emotional stark involviert fühlt. Man kann nicht erwarten, zu erfahren, wie es weitergeht und ob Andy die Herausforderung bewältigen kann. Man möchte nicht, dass das Abenteuer endet, kann aber andererseits nicht aufhören, weiterzulesen.

Insgesamt vermag Auf ganzer Linie, dem Leser das Gefühl zu vermitteln, in der Tube zu sitzen.Wenn man außerdem schon einmal in London gewesen ist, hat man plötzlich die warme Luft der Tunnel im Gesicht und den typischen stickigen Geruch in der Nase. Die Stationen, die man selber kennt, erwachen zu Leben. Nach dem Zuschlagen des Buches ist es als verließe man einen guten Freund. Man möchte am liebsten wieder einsteigen und noch ein bisschen an seiner Seite weiterfahren. Dafür braucht man noch nicht einmal eine Fahrkarte zu lösen. Es reicht Auf ganzer Linie einfach erneut aufzuschlagen.


Kommentare: 6
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The iron butterflys avatar

Rezension zu "Auf ganzer Linie" von Keith Lowe

El Ubahno Supremo oder der trübseligste Bahn-Freak und Loser Londons
The iron butterflyvor 5 Jahren

Eine Hochzeit in Paris. Die romantische Anreise von London mit dem Nachtzug des Eurostar Express. Eine Hochzeitsreise auf die Karibikinsel Antigua als Überraschung für die Braut. Das alles scheint zu viel zu sein für Andy, denn eine Woche vor seiner Hochzeit begibt er sich in die dümmsten Situationen, in die sich ein Mann so kurz vor seiner Traum-Hochzeit begeben kann. Er klettert betrunken auf Baugerüsten herum, findet jeden Abend eine neue Gelegenheit später nach Hause zu kommen oder sich nochmal kurz vor Torschluss so richtig die Kante zu geben. Dabei ist Rachel seine absolute Traumfrau. Nicht nur, dass sie zauberhaft schön, begehrenswert und impulsiv ist, nein, sie liebt den Draufgänger Andy im Gegenzug auch von ganzem Herzen und toleriert sogar sein verrücktes Hobby – London Underground, The Tube mit allem was dazu gehört. Entstehung, Entwicklung, Geschichte und das tägliche Treiben in den Tunneln unter London. Die Flut von Menschen, Züge und ihre Zeitpläne, Verspätungen, manifestierte und unausgesprochene Regeln…
Am Abend vor der Abreise nach Paris trifft Andy sich zum Umtrunk mit seinem Bahn-Freak-Kumpel Rolf und lässt sich dabei auf die verrückteste Wette überhaupt ein. Er will das gesamte Londoner U-Bahn-Netz an einem einzigen Tag abfahren. Aber dem ist nicht genug, wie das unter Männern nun mal so ist, so schaukelt sich der Wetteinsatz ins Unermessliche hoch, denn Andy lässt sich darauf ein, seine Zukunft einzusetzen; sein Wetteinsatz ist somit nicht nur seine London Transport Monatskarte, sondern auch die Eurostar Tickets, die Flugtickets nach Antigua und im Grunde auch Rachel, denn ohne Anreise nach Paris keine Hochzeit, keine Zweisamkeit bis dass der Tod sie scheidet.

Einen besseren London Roman habe ich lange nicht mehr gelesen. Keith Lowe erzählt mit spritzigem Humor welche Abenteuer und Herausforderungen Andy bei seiner Tour durch 265 Stationen erwarten. Dabei gelingt es ihm ein originelles, aber auch irrwitzig wahrheitsgetreues London-Portrait zu gestalten. Er vernachlässigt weder Fachkenntnisse um das historisch gewachsene Transport Monument der Millionenstadt London, noch die durchaus ernsten Gedanken, die Andy sich über sich selbst, Rachel und ihre Zukunft macht. Auch stellt er Andy den überraschend effektvollen Begleiter Brian zur Seite, ein Obdachloser, der gleich morgens mit Andy in die erste Bahn ab Station Morden einsteigt. Das Ganze verpackt er geschickt in spannungsgeladene Etappen, die dem Leser ermöglichen den Verlauf der Jagd nach Stationen regelrecht mitzuerleben.
Ich bin nach nur wenigen Seiten dazu übergegangen eine Tube Map parat zu legen, um alle Stationen abzustreichen, die Andy bereits passieren konnte, sonst droht man schnell den Überblick über die Erfolge zu verlieren. So hatte ich die Chance auf dem Laufenden zu bleiben und die Spannung steigerte sich noch, da sich oft zeigte, wie viele Stationen Andy noch bevorstehen, bevor er sich mit Rachel im Eurostar Terminal treffen kann...oder schafft er es vielleicht gar nicht und setzt alles aufs Spiel?!
Da ich bereits mehrfach selbst mit Hilfe der Tube die englische Metropole London entdecken durfte, war die irre Lese-Bahnreise für mich ein absolutes Highlight mit Wiedererkennungseffekt, Überraschungen und interessanten Backgrounds.

Einen Stern ziehe ich in meiner Bewertung trotzdem ab, da die zu Beginn gut konstruierten intriganten Charakterzüge des Kumpels Rolf gerade zum Ende hin stark verdümpelten. Schade!

Alles in allem eine witzige, humor- und niveauvolle Lektüre für London Fans oder Bahn-Freaks, die Lust darauf macht Herausforderungen entgegenzutreten, auch wenn sie verrückt erscheinen.

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thiefladyXmysteriousKathas avatar

Rezension zu "Auf ganzer Linie" von Keith Lowe

London underground
thiefladyXmysteriousKathavor 5 Jahren

Auf ganzer Linie
Dieses Buch wird überall für Londonfans empfohlen und da ich gerade erst in London war habe ich es gelesen.

Inhalt
Es ist fünf Uhr morgens in Morden, eine Haltestelle der Londoner U-Bahn, Northern Line. Andy, Protagonist in Keith Lowes Erstlingswerks Auf ganzer Linie, hat ein Problem. Vielmehr: Er hat 265 Probleme! Denn obwohl er am nächsten Tag seine Angebetete, Rachel, heiraten soll, hat sich Andy mit Rolf, einem ganz besonderen Exemplar eines Londoner U-Bahn-Freaks, auf eine verrückte und augenscheinlich aussichtslose Wette eingelassen: Er macht sich auf, an einem Tag alle 265 Stationen des Londoner U-Bahnnetzes abzufahren und damit den Weltrekord einzustellen. Sein Einsatz: Monatskarte, Kreditkarte, Pass und das Ticket für den Eurostar, der ihn zu seiner Hochzeit nach Paris bringen soll.

Meinung
Ich finde das Cover leider gar nicht ansprechend. Es passt zwar zum thema des Buches, allerdings hätte ich es nie im Buchladen zur Hand genommen.

Meinung
Ich habe das Buch in London begonnen zu lesen und war sehr begeistert die ganzen Ubahnstationen wiederzuerkennen. Man erfährt viel über die Geschichte der Underground, allerdings etwas zu viel. Wer auf Ubahnen steht, dem wird das Buch sehr gefallen. Andy war ein Protagonist mit dem ich einfach nicht ganz klar kam. Seine Hochzeit aufs Spiel zu setzten ist etwas was ich nicht verstehen konnte. Das Buch wurde sehr spannend und ich habe es sehr schnell gelesen. Doch das Ende hat mich enttäuscht. Viele Fragen sind offen geblieben und Andy entscheidet etwas, was ich wieder nicht verstehen konnte.
Ich hatte mir doch etwas mehr von diesem Buch erwartet. Es vermittelt eine tolle Londonstimmung und ist spannend, trotzdem fehlt viel.

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