Keith Stuart

 4.5 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Tage mit Sam, Das ganze Leben auf einmal und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Keith Stuart

Der Mann, der zufällig Schriftsteller wurde: Keith Stuart ist seit über zwanzig Jahren als Journalist für The Guardian tätig. Seine Spezialgebiete sind Videospiele, Technologie und neue Entwicklungen im digitalen Zeitalter. Zur Belletristik kam er eher zufällig, beziehungsweise führten ihn persönliche Erfahrungen auf diesen Weg. Stuart und seine Frau hatten schon längere Zeit vermutet, dass ihr Sohn Zac Autist ist. Als er sieben war, bekamen sie die offizielle Diagnose. Stuarts 2016 veröffentlichter Debütroman „A Boy Made of Blocks“ („Tage mit Sam“) handelt von dem Verhältnis eines jungen Familienvaters zu seinem autistischen Sohn Sam. Wie Zac im echten Leben teilt auch Sam mit seinem Vater die Leidenschaft für Videospiele. Insbesondere Minecraft wird für die beiden zum unverzichtbaren Ausdrucks- und Kommunikationsmittel. Der einfühlsame, feinsinnige Roman wurde in Großbritannien zum Bestseller und erschien in über 25 Ländern. Auch der zweite Roman des Autors „Days of Wonder“ (2018, dt.: „Das ganze Leben auf einmal“) erzählt eine berührende Vater-Kind-Beziehung. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal die schwer herzkranke, sechzehnjährige Hannah und ihr liebevoller, alleinerziehender Vater. Keith Stuart lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Somerset.

Alle Bücher von Keith Stuart

Cover des Buches Tage mit Sam (ISBN:9783442547807)

Tage mit Sam

 (21)
Erschienen am 31.10.2016
Cover des Buches Das ganze Leben auf einmal (ISBN:9783336547890)

Das ganze Leben auf einmal

 (3)
Erschienen am 27.08.2018
Cover des Buches A Boy Made of Blocks (ISBN:9780751563276)

A Boy Made of Blocks

 (1)
Erschienen am 01.09.2016

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Rezension zu "A Boy Made of Blocks: The most uplifting novel of the year (English Edition)" von Keith Stuart

Sehr anrührende Vater-Sohn-Geschichte
anenavor 4 Monaten

Das Buch handelt davon, wie sich ein Vater seinem autistischen Sohn nähert. Es ist keine großartige Literatur, teilweise ist die Handlung auch absehbar und dennoch vergoss ich Tränen über den Inhalt. Es gelingt dem Autor, den Leser in die Gefühlswelt des Vaters hineinzuziehen und uns anzurühren.

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Rezension zu "Tage mit Sam" von Keith Stuart

Etwas verschenktes Potential ...
engineerwifevor 7 Monaten

Schade, das Buch fing sehr vielversprechend an und hat in unserer „Gemeinsam Lesen Runde“ zu Anfang für einiges an Gesprächsstoff gesorgt. Die Geschichte birgt viele biografische Elemente, da der Autor, Keith Stuart, selbst Vater eines autistischen Kindes ist. Sehr eindringlich schildert er in den ersten Kapiteln die Probleme und Herausforderungen, die Sam für seine Eltern unbewusst bereithält. Schließlich scheitert an diesen Challenges die Ehe von Alex und Jody, was sicher in solch betroffenen Familien keine Seltenheit ist. Für Alex bricht erst eine Welt zusammen und er fällt in ein depressives Loch. Doch langsam aber sicher packt er sich selbst am Kragen und versucht seine Situation und vor allem die Beziehung zu seinem Sohn zu verbessern. Das Computerspiel Minecraft spielt dabei eine nicht unbedeutende Rolle … So viel zur Geschichte, ohne zu spoilern. Der Schreibstil ist flüssig, wenn auch recht einfach gehalten. Vorkommnisse, die erst noch realistisch erscheinen, driften aber mit der Zeit immer mehr ins Unglaubwürdige und die „Friede, Freude, Eierkuchen“ Lösung gegen Ende, war mir dann doch zu viel. Ich hatte mir mehr von dem Roman versprochen. Am Ende war ich dann froh, als er zu Ende war. 

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Rezension zu "Das ganze Leben auf einmal" von Keith Stuart

Lebendiger Roman, voller Bonmots und witziger Dialoge, gleichzeitig aber auch gefühlvoll und traurig
schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr

Tom ist alleinerziehender Vater einer 15-jährigen Tochter, die seit Geburt  unter dilatativer Kardiomyopathie, einer krankhaften Erweiterung des Herzmuskels leidet. Sein gesamter Lebensinhalt ist die Sorge um Hannah und die Leitung des kleinen Theaters "Willow Tree" in Somerset. 
Hannah wird ihre Krankheit immer mehr bewusst, als sie öfter mit Schwächeanfällen zu kämpfen hat oder gar ohnmächtig wird. Sie möchte sich keine Gedanken um ihre Zukunft machen und welche Fächer sie in den Oberstufenkursen belegen möchte, da ihr Leben ihr perspektivlos erscheint. Viel lieber möchte sie auf der Bühne des Theaters stehen und sicherstellen, dass ihr Vater ohne sie zurecht kommt. Sie möchte eine neue Frau für ihn finden, nachdem er so lange Single war und sich nur um ihr Wohlergehen gekümmert hat. Sie meldet ihn bei einer Partnerbörse an, nötigt ihn zu verschiedenen Dates und macht selbst ihre ersten Erfahrungen mit der Liebe. 

Der Roman ist abwechselnd aus der Perspektive von Tom bzw. Hannah geschrieben. Beides sind liebenswürdige Charaktere, die ein sehr enges Verhältnis zueinander pflegen. 

Je schwächer Hannah wird, desto mehr Raum nimmt die Krankheit in ihrem Leben ein. Ihr Vater sorgt sich und ist überfürsorglich, behandelt Hannah deshalb noch so, als wäre sie ein kleines Kind, weshalb der Teenager verständlicherweise zumal genervt ist und sich selbst mehr zutraut, als ihr Vater ihr zumuten möchte. Andererseits zeigt sich Hannah aber auch sehr erwachsen, indem sie sich Sorgen um die Zukunft ihres Vaters macht. Sie möchte verhindern, dass Tom an ihrem möglichen Tod zerbricht und sein Leben lang allein bleibt. 

"Das ganze Leben auf einmal" ist ein herzerwärmender Roman, der trotz aller Traurigkeit, die Hannahs unheilbare Krankheit mit sich bringt, nicht schwermütig ist. Die Geschichte schildert die Liebe eines Vaters zu seiner Tochter und umgekehrt ohne rührselig zu sein. Die beiden sind trotz aller Schwierigkeiten ein gutes Team, das gemeinsame Rituale pflegt und sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen kann. 

Mit 15 Jahren erlebt Hannah ihre erste Liebe und gleichzeitig versucht Tom ein wenig tollpatschig eine Partnerin zu finden. Seine Dates sind zumeist Katastrophen, aber der Autor schafft es, dass diese nicht übertrieben oder albern wirken. 

Nicht nur die beiden Protagonisten, auch die Nebencharaktere sind liebevoll gestaltet und sehr glaubwürdige, charmante Charaktere, die mehr als nur Laiendarsteller in einem Provinztheater sind, sondern mit Hannah und Tom freundschaftlich verbunden sind, und eine große, besondere Familie bilden, die über Generationen hinweg solidarisch sind. 

Die Geschichte ist gleichzeitig amüsant und berührend und vor allem am Ende wird man als Leser Zeuge der Magie des Theaters, das Planungen des Stadtrates zufolge für ein Wohnbauprojekt Platz machen und abgerissen werden sollte. Die Faszination des Theaters, die Illusion, die durch einfache Mittel entsteht, springt förmlich auf den Leser über, so dass man die Leidenschaft der Charaktere dafür nachvollziehen kann. 

Kritisch könnte man an diesem Wohlfühlroman anmerken, dass alle Person etwas eindimensional gut sind und wenig Angriffsfläche bieten. Zudem hätte es meines Erachtens die Erkrankung von Hannahs erstem Freund Callum für die Geschichte nicht gebraucht. 
Der Roman ist aber so lebendig, voller Bonmots und witziger Dialoge geschrieben, dass sogar Hannahs Krankheit phasenweise in den Hintergrund gerückt wird. 
Es ist ein Roman wie das Theater selbst - ein bisschen Drama, ein bisschen Komödie.  

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