Keith Stuart Tage mit Sam

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Inhaltsangabe zu „Tage mit Sam“ von Keith Stuart

Eine berührende Vater-Sohn-Geschichte über Familiengeheimnisse und das Geschenk, anders zu sein. Alex ist Anfang dreißig, verheiratet und Vater des kleinen Sam. Er liebt seine Frau Jody, aber hat vergessen, wie man das zeigt. Er liebt seinen Sohn Sam, aber er versteht ihn nicht. Es muss sich etwas ändern. Angefangen bei Alex selbst. Sam ist acht Jahre, clever, liebenswert, aber auch unberechenbar. Denn Sam ist Autist. Die Welt ist für ihn ein Rätsel, das er allein nicht lösen kann. Als Sam das Computerspiel Minecraft entdeckt, findet er darin eine Umgebung, die kontrollierbar ist und zugleich seine Fantasie aufblühen lässt. Das Spiel wird zu einem Ort, an dem Sam und Alex endlich zueinander finden könnten – und zu sich selbst ...

Einfach wunderbar.

— Dion
Dion

Was für eine berührende Geschichte - wunderschön und gefühlvoll

— Hexchen123
Hexchen123

Berührend, witzig, tiefsinnig - ein schön erzähltes und mutiges Buch

— lullaby77
lullaby77

Ein sehr berührendes Buch

— wortgeflumselkritzelkram
wortgeflumselkritzelkram

Klasse Debütroman, der an Nick Hornby erinnert.

— frigomann
frigomann

Furioses britisches Romandebüt über einen Vater und seinen autistischen Sohn

— AmyNona
AmyNona

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  • Eine zauberhafte Geschichte über das Anderssein

    Tage mit Sam
    WildRose

    WildRose

    15. June 2017 um 10:02

    "Tage mit Sam" von Keith Stuart ist ein sanfter Roman, ein Roman, der eher mit leisen Tönen zu bestechen und zu berühren vermag. Im Zentrum der Geschichte stehen der achtjährige Sam, welcher eine Form von Autismus hat und die Welt darum als bedrohlich, chaotisch und viel zu laut empfindet, sowie sein Vater Alex, der im Umgang mit seinem kleinen Sohn sehr unbeholfen ist und es nicht schafft, einen richtigen Zugang zu seinem Sprössling zu finden. Erst als Sam das XBox-Spiel "Minecraft" für sich entdeckt, gelingt es Alex, an den Jungen heranzukommen...Der Roman liest sich sehr flüssig und ist einfach zauberhaft. Wer sich viel Action und fesselnde Spannung erwartet, wird "Tage mit Sam" vermutlich nicht mögen, denn im Vordergrund steht nun einmal das ungewöhnliche und doch ganz normale Leben einer Familie, deren Kind nicht der sogenannten "Norm" entspricht. Keith Stuart hat selbst einen autistischen Sohn, und darum ist "Tage mit Sam" ein sehr glaubwürdig geschriebener Roman. Sam wirkt so lebendig, so zauberhaft, dass man ihn an mancher Stelle des Buches am liebsten fest in die Arme schließen würde. Ich vergebe vier Sterne für diesen berührenden Roman.

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  • Minecraft und der Autismus

    Tage mit Sam
    Dion

    Dion

    04. March 2017 um 10:05

    Sam ist Autist. Jody, seine Mutter, trennt sich von Alex, seinem Vater, nachdem er sich nicht genügend in die Familie einbringt.Wir begleiten Alex auf seinem Weg, sich dem Problem Autismus zu stellen und einen Zugang zu seinem Sohn Sam zu finden. Mit Hilfe des Videospiels "Minecraft" gelingt es Alex tatsächlich langsam, seinen Sohn kennen und lieben zu lernen.Ein erstklassiges Leseerlebnis. Das Buch hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Der Autor hat es geschafft, aufgrund eigener Erfahrungen, ein autistisches Kind im Roman lebendig werden zu lassen. Alle Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet und lassen mitfühlen, mitdenken und mitentdecken.Fünf Sterne für diesen wunderbar zu lesenden Roman!

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  • Diese Geschichte geht mitten ins Herz

    Tage mit Sam
    Hexchen123

    Hexchen123

    14. January 2017 um 15:25

    Ich lese sehr gerne Bücher die Abseits vom Mainstream liegen. Hier werden die unterschiedlichsten Themen behandelt, in diesem Fall der Autismus.Jody und Alex sind recht jung ineinander verliebt. Sie studieren beide, heiraten und freuen sich, als sich ein Baby ankündigt. Als der kleine Sam dann geboren wird sind sie beide überglücklich. Jedoch merken beide sehr schnell, dass etwas mit Sam nicht stimmt. Sam ist anders als die anderen Kinder, in seiner Entwicklung um einiges hinterher. Er schreit viel, hat Angst und bekommt oft eine unkontollierbare Wut. Irgendwann, nach vielen Arzttermin steht die Diagnose fest. Sam ist Autist. Für Jody und Alex kommt eine sehr schwierige Zeit. Vor allem Alex kann mit seinem Sohn und seinem Anderssein überhaupt nicht umgehen. Er flüchtet sich immer mehr in Arbeit, macht Überstunden und läuft vor den Problemen einfach weg. Mit Jody gerät er immer öfters in Streitsituationen und wird prompt von ihr an einem Sonntag gebeten auszuziehen. Für Alex bricht eine Welt zusammen. Doch er muss endlich lernen, sich den Schatten seiner Vergangenheit zu stellen und endlich Verantwortung übernehmen. Vor allem aber muss Alex endlich einen Zugang zu seinem Sohn finden und ihn so aktzeptieren wie er ist.„Tage mit Sam“ ist eine unheimlich berührende Geschichte. Der Autor verarbeitet darin seine eigenen Erlebnisse mit seinem Sohn, welcher ebenfalls Autist ist. Er zeigt uns viele Eigenarten mit welchen Autisten zu kämpfen haben bzw. die Aussenstehenden. So erfährt man als Leser wie wichtig es ist, dass Autisten einen klaren und strukturierten Tagesablauf brauchen. Die kleinste unvorhergesehene Änderung kann sie komplett aus der Bahn werfen und nicht selten fangen sie an zu toben und Gegenstände durch die Gegend zu werfen. Ich habe die Gefühle der Eltern erlebt, welche oftmals schon im Vorfeld Ängste über bestimmte Situationen haben. Die Unsicherheit, ob auch alles gut geht und wie man am besten in so einer Stresssituation reagiert.Vor allem aber habe ich gelernt wie wichtig es ist einen Menschen so zu nehmen wie er ist. Sich auf ihn einzulassen, egal welches Andersein ihn begleitet. Denn erst wenn ich mich auf eine Situation oder ein Gefühl einlasse, kann ich es verstehen. Dann kann ich die Welt auch mal aus dem Blickwinkel meines Gegenübers sehen. Sam ist ein Mensch – und wie jeder Mensch hat er eigene Wünsche und versucht, seinen Platz in der Welt zu finden. Und meine Aufgabe besteht darin, ihm zu helfen.Die Protagonisten haben mir alle sehr gut gefallen. Da hätten wir natürlich Sam, der 8-jährige Autist welcher in seiner ganz eigenen Welt lebt. Seine Welt ist struckturiert und sollte wenn möglichst immer gleich ablaufen. Leider ist das Leben kein Spaziergang sondern ein Abenteuer und Sam hat seine Probleme, wenn es zu plötzlichen Veränderungen kommt. Körper- und Augenkontakt sind so gut wie nicht möglich.Alex lebt eigentlich überwiegend in der Vergangenheit. Schon früh hat er seinen Bruder bei einem Unfall verloren und er gibt sich bis heute die Schuld an diesem Drama. Sam ist für ihn ein Klotz am Bein und er kann mit ihm gar nichts anfangen. Er kann einfach keine Verantwortung übernehmen. Als er dann auch noch sein Zuhause und später seine Arbeit verliert ist er ganz unten angekommen. Irgendwann macht es klick und er weiß, dass er unbedingt einen Zugang zu Sam finden muss. Auch um seiner Ehe willen. Das Spiel „Minecraft“ hilft ihm und plötzlich ist er mit seinem Sohn auf einer Ebene. Mir hat die Entwicklung von Alex so gut gefallen. Es hat so Spaß gemacht dabei zu sein wie ein erwachsener Mann endlich mal aufwacht, nach vorne schaut und begreift, dass sein Sohn ein Mensch mit all seinen Bedürfnissen ist. Kein Klotz am Bein, kein lästiges Anhängsel sondern ein Mensch mit all seinen Gefühlen, Fähigkeiten und Bedürfnissen. Am Ende war er sogar mehr als stolz auf seinen Sam.Auch alle anderen Protagonisten waren authentisch, ihre Gefühle und Handlungen echt. Darum ist es manchmal so schwer – weil das Leben etwas Außergewöhnliches ist, weil es bedeutet und weil es verlangt, dass man sich darauf einlässt. Und dafür braucht man viel Geduld und Kraft.Der Schreibstil des Autors und flüssig und sehr gut zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin und gegen Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte war einfach so berührend und hat mich mitten ins Herz getroffen. Unglaublich, dass dies ein Debütroman ist.FazitWer gerne mal Einblick in die Welt eines Autisten erhalten möchte ist mit diesem berührenden Roman gut aufgehoben. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und nimmt uns mit auf eine spannende Reise. Durch das Wissen, dass der Autor selbst einen autistischen Sohn hat, wird das Ganze noch viel authentischer. Die wichtigste Botschaft ist jedoch, dass jeder Mensch, egal wie anders er ist, ein Mensch ist mit allem was dazu gehört. Und dies gilt es zu respektieren. Wenn man dann noch mutig genug ist, sich auf diesen Menschen einzulassen, eröffnen sich neue Perspektiven und man darf die Welt auch mal mit anderen Augen sehen.

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  • Jeder ist einzigartig

    Tage mit Sam
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    21. November 2016 um 09:01

    Alex und Jody waren sehr verliebt, als sie beschlossen, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Das ist neun Jahre her. Nun haben sie einen Sohn von acht Jahren. Eigentlich ist alles so wie geplant und doch auch wieder nicht. Alex liebt seine Familie, aber er hat Probleme damit, dass Sam autistisch ist. Daher flüchtet er sich in die Arbeit und überlässt alles andere Jody. Die hat aber irgendwann die Nase voll. Es kommt zur Trennung auf Probe. Erst jetzt wird Alex klar, wie sehr er an seiner Familie hängt. Sam hat etwas gefunden, das ihm Spaß macht. Das Spiel Minecraft mit seinem logischen Aufbau ist genau das richtige für ihn. Als Alex sich nun bemüht, einen Zugang zu Sam zu finden, ist es dieses Spiel, das eine gemeinsame Basis schafft. Erst beim Spielen lernt Alex seinen Sohn kennen. Der Autor Keith Stuart weiß, wovon er schreibt, denn er ist selbst Vater eines autistischen Kindes und er kennt sich als Games-Redakteur mit Spielen aus. Wenn man eine Familie gründet, hat man Vorstellungen, wie alles laufen soll. Doch die Realität schaut schon mal anders aus, vor allem, wenn das Kind dann nicht gesund oder wenn es „anders“ ist. Alex hatte wohl auch solche Vorstellungen und wurde dann in die Realität katapultiert. Statt seinen Sohn so anzunehmen, wie er ist, zieht sich Alex aus dem gemeinsamen Leben zurück. Erst als Jody ihn auffordert seinen Teil an Verantwortung zu übernehmen, begreift er, dass er um seine Familie kämpfen muss. Beim Spielen mit Sam lernt Alex nicht nur seinen Sohn besser kennen, sondern auch sich selbst. Ihm wird durch das Zusammensein mit Sam klar, dass er den lange zurückliegenden Verlust seines Bruder noch nicht verwunden hat. Sein Verantwortungsgefühl für die Familie hält ihn in einem Job, der ihm eigentlich nicht behagt, und erst als er die Kündigung erhält, sieht er andere Möglichkeiten. Es ist ein sehr ehrliche, manchmal sogar humorvolle Geschichte, welche von den Schwierigkeiten im Leben mit einem autistischen Kind berichtet, die einen auch schon mal an Grenzen bringen. Sie zeigt, dass man jeden Menschen annehmen sollte, so wie er ist – in seiner Einzigartigkeit. Diese berührende Geschichte hat mir gut gefallen.

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  • Berührend, witzig, tiefsinnig - ein schön erzähltes und mutiges Buch

    Tage mit Sam
    lullaby77

    lullaby77

    17. November 2016 um 13:32

    "Tage mit Sam" von Keith Stuart erzählt die Geschichte von Alex, dessen Leben komplett auf den Kopf gestellt wird, als seine Frau Jody ihn vor die Tür setzt, weil er sie und ihren gemeinsamen Sohn Sam, acht Jahre und Autist, nicht genug unterstützt. Alex ist nun gezwungen, sich mit den Baustellen seines Lebens auseinanderzusetzen: vor allem mit seiner Schwierigkeit, eine Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen und die Beziehung zu seiner Frau zu retten, aber auch mit dem Unfalltod seines Bruders, den er nie verkraftet hat. Mit lakonischem Humor versucht er, über seinen Schatten zu springen und seinen Weg zu finden. Was mir an dem Buch besonders gefallen hat, ist die Ehrlichkeit, mit der der Autor dem Leser Einblick in die Gefühle und Gedanken des Protagonisten gewährt. Der Roman ist von Keith Stuarts eigenen Erfahrungen als Vater inspiriert; er hat selbst zwei Kinder, von denen eines Autist ist. Wie herausfordernd der Umgang mit einem autistischen Kind für beide Elternteile sein kann und wie sehr dies das Familienleben beherrscht, kommt in seinem Roman authentisch und ungeschönt zum Ausdruck. Ein schön erzähltes und mutiges Buch.

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  • Was für ein berührendes Buch ...

    Tage mit Sam
    wortgeflumselkritzelkram

    wortgeflumselkritzelkram

    14. November 2016 um 08:45

    "Tage mit Sam" von Keith Stuart ist 2016 im Manhattan Verlag erschienen.Zum Inhalt: Keith Stuart, selber Vater zweier Kinder, von denen eines Autist ist, verarbeitet in diesem Roman seine eigenen Erlebnisse.Alex liebt seine Frau Jody und seinen achtjährigen Sohn Sam, allerdings verkriecht er sich in Arbeit und Überstunden. Zum einen, um sich nicht mit dem Autismus seines Sohnes auseinander zu setzen, zum anderen fühlt er sich immer noch schuldig an dem Tod seines älteren Bruders, der als Kind durch einen Unfall ums Leben kam. Als Jody ihn allerdings vor die Tür setzt, ist Alex gezwungen, sich einigen Dingen zu stellen. Und als er mit Sam zusammen das Spiel Minecraft auskundschaftet, entdecken die zwei einen Ort, an dem sie zueinander finden können….Zunächst muss ich sagen: Das, was in diesem Buch beschrieben ist – nämlich die Annäherung zu seinem autistischen Kind über ein Videospiel – funktioniert bestimmt nicht bei jedem Autisten. Und diese Aussage fehlt mir zumindest schon mal (Allerdings kenne ich auch keine autistischen Menschen – es mag also sein, dass ich mich auch irre).Ansonsten habe ich dieses Buch verschlungen. Es ist ein berührender Roman über einen Mann, der verzweifelt versucht, mit sich selbst ins Reine zu kommen und seine Familie nicht zu verlieren. Es ist authentisch und gewährt einen Einblick in eine Familie, in der eben nicht alles rund läuft. Hier gibt es keine Bilderbuch-Vorzeige-Familie, sondern es wird schonungslos ehrlich über das kräftezehrende Miteinander erzählt, wobei Stuart seinen ganz eigenen Humor in die Geschichte webt.Über das Spiel Minecraft findet Alex endlich Zugang zu seinem Sohn, den er zwar liebt, aber weder versteht noch mit ihm umzugehen weiß.„Und während wir so voll und ganz in Minecraft versunken sind, wird mir auf einmal etwas klar. Wenn wir uns mit anderen Spielen beschäftigen, fühlt es sich in den kostbaren Momenten, wo er überhaupt bereit ist, sich zu konzentrieren, immer so an, als wären wir gemeinsam einsam: ich sehe ihm dann zu, sage ihm, was er tun soll, und mache mir dauernd Sorgen. …. Aber bei diesem Spiel fühlt es sich ein paar Stunden lang so an, als würden wir tatsächlich etwas zusammen machen …“Auf einmal entsteht ein Miteinander, ein Verständnis auf gleicher Ebene.„Plötzlich muss ich an The King´s Speech denken, diesen Kinofilm über George VI., der sein Stottern dadurch überwand, dass er beim Sprechen Musik hörte. Vielleicht lenkt dieses seltsame Blockspiel Sam auf ganz ähnliche Weise ab. Vielleicht ist Minecraft ja seine Musik.“Und über diese Einsichten und das zögerliche Annähern von Vater und Sohn, nähert Alex sich selbst auch wieder an, akzeptiert vergangenes und vor allem das, was gerade ist. Das ist wie ein leiser Befreiungsschlag.Und schließlich begreift Alex:„Und auf einmal trifft mich die seltsame und auch schockierende Erkenntnis, dass Sam ein Mensch ist – ein selbstständiges Individuum, unabhängig von mir und auch von Jody. Er ist kein Problem, das gelöst werden muss, kein lästiger Punkt auf meiner täglichen To-Do-Liste, den ich abhaken muss. … Ich kann nicht fassen, wie leicht es mir gefallen ist, das so lange zu übersehen und stattdessen jeden Tag als Schlacht zu begreifen, als Kampf mit dem Autismus …. Sam ist nicht bloß etwas, das mir zugestoßen ist.“Und über diese Erkenntnis beginnt die Heilung….Ein wunderbares Buch und ein sehr intensives Leseerlebnis!

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  • Klasse Debütroman, der an Nick Hornby erinnert

    Tage mit Sam
    frigomann

    frigomann

    10. November 2016 um 00:39

    Im angloamerikanischen Sprachraum gibt es das Genre der "Lad Lit": den Männerroman, quasi das Gegenstück zur "Chick Lit". Ein bekanntes Beispiel ist "High Fidelity" von Nick Hornby. Auch Keith Stuarts beeindruckender Debütroman "Tage mit Sam", der im Original den Titel "Boy Made of Blocks" trägt, ist eigentlich ein Vertreter der Lad Lit, wird in Deutschland jedoch als Frauen- bzw. Familienroman vermarktet - vermutlich, weil der Verlag sich dadurch erhofft, dass die Ladies dieses Buch für ihre Männer kaufen. In meinem Fall ist die Strategie sogar aufgegangen; ich bekam das Buch geschenkt. Beim Anblick des Covers war ich zunächst skeptisch, vermutete ich doch eine Schmonzette. Umso positiver war ich vom Inhalt überrascht. Die aus der Ich-Perspektive erzählte Coming-of-Age-Geschichte eines verheirateten Vaters Mitte Dreißig, der nicht nur versucht, Zugang zu seinem autistischen Sohn zu finden, sondern ganz generell sein Leben in den Griff zu kriegen, begeistert mit britischem Humor und einem authentischen Protagonisten, in dem sich so mancher Typ meiner Altersgruppe wenigstens teilweise wiederfinden dürfte. Der Roman basiert auf eigenen Erfahrungen des Autors, der selbst Vater eines autistischen Kindes ist und bisher vor allem als Games-Redakteur tätig war. Apropos: Eltern, die sich mit Minecraft herumschlagen müssen, können der Lektüre vermutlich auch so einiges abgewinnen.

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  • Furioses britisches Romandebüt über einen Vater und seinen autistischen Sohn

    Tage mit Sam
    AmyNona

    AmyNona

    31. October 2016 um 18:58

    Alex, Anfang dreißig, ist verheiratet und Vater des achtjährigen Sam. Er liebt seine Frau Jody und seinen Sohn, doch er kommt einfach nicht damit klar, dass Sam Autist ist. Stattdessen flüchtet er sich in seine Arbeit als Immobilienmakler und lässt Jody mit der Erziehung allein. Erst als Jody ihn schließlich hinauswirft und sein Leben dadurch völlig durcheinanderbringt, merkt er, wie sehr er an beiden hängt, und beginnt, um sie zu kämpfen. Auf seiner Mission, endlich Zugang zu Sam zu finden, lernt er sogar dessen Lieblingsspiel Minecraft und erlebt dabei so manche Überraschung - nicht nur, was seinen Sohn betrifft, Seine eigenen Erfahrungen als Vater zweier Söhne, von denen einer Autist ist, haben Keith Stuart zu seinem ersten Roman inspiriert. Das Ergebnis ist eine bewegende und authentische Geschichte darüber, wie sich Autismus auf das Leben einer Familie auswirken kann und wie unterschiedlich alle Beteiligten damit umgehen.Wie sehe und erlebe ich eigentlich die Welt? Könnte es sein, dass meine Mitmenschen sie ganz anders sehen und erleben? Wie schnell und selbstverständlich stecke ich mein eigenes Kind, meine Frau, meine Mitmenschen generell, eigentlich in eine Schublade? Und wie gehe ich mit Angst, Wut, Frust, Enttäuschung, Ohnmacht und Trauer um? Nicht zuletzt um diese Fragen kreist dieses Buch. Mit lakonischem Humor, doch auch schonungsloser Ehrlichkeit lässt Ich-Erzähler Alex uns an seiner Suche nach Antworten teilhaben.

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