Kelle Groom

 3.8 Sterne bei 9 Bewertungen
Kelle Groom

Lebenslauf von Kelle Groom

Kelle Groom ist die Autorin von "Ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchens" und von drei Gedichtbänden (Five Kingdoms, Luckily, und Underwater City). Ihre Gedichte erschienen in mehreren Zeitungen, wie der New York Times, The New Yorker, und anderen. Sie liebt derzeit in Provincetown, Massachusetts, und arbeitet an ihrem zweiten autobiographischen Roman und ihrem 4. Gedichtband.

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Neue Rezensionen zu Kelle Groom

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Nicky15s avatar

Rezension zu "Ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchens" von Kelle Groom

Berührend, erschreckend, schön...
Nicky15vor 5 Jahren


Diese Geschichte, erzählt von Kelle, der Hauptperson des Romans dreht sich um die schwere Kindheit und das Leiden einer Mutter, die ihr Kind schon viel zu früh verlor, jedoch auf eine andere Art und Weise wie man sich das vorstellt. Kelle hat eine schwierige Kindheit. Sie fühlt sich nicht geliebt und flüchtet sich schon mit 15 Jahren in den Alkohol. Sie wird süchtig und hat sich selbst nicht mehr unter Kontrolle. Zwischen Entzugskliniken und Selbsthilfegruppen wird sie mit 19 Jahren schwanger und gebärt einen kleinen Sohn. Da niemand sie für verantwortungsvoll genug hält ein Kind zu versorgen gibt sie ihn zur Adoption frei, an Verwandte ihrer Familie. Nie kommt sie über dem Verlust hinweg, wünscht sich ihren Sohn zu sehen, besucht ihn jedoch nicht. Als sie es schließlich doch wagt, ist er verstorben. Leukämie. Kelle weiß nicht wo hin mit ihrer Trauer. Gemeinsam mit ihr erlebt man ein hin und her der Gefühle, in denen neben Drogen und Alkohol auch viele Männer eine große Rolle spielen.


Das Buch ist nicht sehr leicht zu lesen. Vor allem am Anfang fällt es einem als Leser sehr schwer in die Geschichte hinein zu finden, da sie mitten drin beginnt und die Erzählungen zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft urplötzlich wechselt.

Hat man sich aber schließlich in die Geschichte „hinein gelesen“ liest man gerne und flüssiger, als man es zu Anfang tat, da man sich doch schnell an den Schreibstil gewöhnt. Durch die vielen Rückfälle gibt es sehr viele Wiederholungen in der Handlung, die den Roman unnötig in die Länge ziehen. Die Geschichte ist sehr berührend und man kann sich gut in die Lage Kelles hineinversetzen, auch wenn man in ein oder dem anderen Moment am liebsten in das Buch einsteigen würde, um sie einmal kräftig zu schütteln, weil man sie einfach nicht verstehen kann.

Als Leser, der selbst nicht so ein Leben wie Kelle hat ist der Roman sehr erschreckend und aufrüttelnd. Man leidet mit Kelle mit, lacht und freut sich mit ihr, bangt und wartet ab.

Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen, meiner Meinung nach hätte er etwas kürzer gefasst werden können, aber gelangweilt habe ich mich nur selten!

Eine Geschichte, die zeigen kann, dass es auch anders laufen kann im Leben.

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dieFlos avatar

Rezension zu "Ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchens" von Kelle Groom

Vom Suchen und Verlieren und Finden
dieFlovor 5 Jahren

"ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchen" gibt dem Leser Einblicke in eine Kindheit, in der viel fehlte. Es folgt die Flucht in ein Leben voller Party und Alkohol und mit dem Alkohol geht vieles leichter. Das Leben scheint angenehmer zu sein, bis zu dem Tag, an dem feststeht: Da wächst ein Kind in dir. Wieder nehmen die Eltern alles ab, sie organisieren eine Adoption innerhalb der Familie. Die Protagonistin erlebt die wie im Traum. Die Eltern lassen keine Diskussionen oder gar einfache Gespräche zu, das Kind wird bei Verwandten aufwachsen. Leider stirb der Junge mit nur 14 Monaten an Leukämie und mit dem Bekanntwerden dieses Schicksalsschlages macht sich die Protagonistin auf die Suche. Sie will Antworten auf all ihre Fragen, Klarheit für ihr Leben und eine Richtlinie.

In den Einzelnen Kapiteln gibt es Sprünge zwischen dem hier und jetzt zurück in die Kindheit und ich finde dies spiegelt die Situation der Protagonistin wieder. Ein Wirrwarr der Gefühle.

Am Ende findet sich die Protagonistin und der Kreis wird geschlossen. Für mich ein Buch voller Lyrik und Poesie, das noch Tage danach im Kopf für Gedankensprünge sorgt.

Kommentare: 1
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Fotinis avatar

Rezension zu "Ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchens" von Kelle Groom

Ein Buch, für das man Zeit braucht
Fotinivor 5 Jahren

Inhalt:

Stellen Sie sich vor, dass Sie ein junges Mädchen sind, welches schon sehr früh niemanden hat und unter schweren Minderwertigkeitsgefühlen leidet.


Stellen Sie sich vor, dass die einzige Lösung, die Sie in diesem Moment der Verzweiflung sehen, der Alkohol ist.

 

Stellen Sie sich vor, dass Sie mit nur fünfzehn Jahren immer tiefer in eine Welt aus Alkohol, Drogen und Sex versinken, weil Sie ihr Leben sonst nicht ertragen.

 

Und dann stellen Sie sich vor, dass Sie mit neunzehn Jahren plötzlich schwanger werden und nicht wissen, was Sie mit dem Kind machen sollen. Und es schließlich weggeben.

 

Zu großen Teilen autobiographisch, verarbeitet die Autorin Kelle Groom ihre eigene schwierige Vergangenheit. Man liest vom Verlust und der Suche ihres Kindes und trotz der schrecklichen Ereignisse, die der jungen Frau zugestoßen sind, findet man auch viel Lebensmut und und Hoffnung in ihr.

 

Meine Meinung:

Zunächst würde ich mich gerne mit der Aufmachung des Buches befassen, denn diese finde ich wirklich schön und gut gelungen. Das Titelbild versprüht den Eindruck von Nostalgie und Melancholie. Die hellen Farben passen sehr gut, weil sie einen Kontrast zu den schweren Schicksalsschlägen in der Geschichte bilden und für die neu gewonnene Hoffnung stehen könnten. Der Titel ist wirklich interessant und man fragt sich sofort, was es damit auf sich hat.

Insgesamt wirkt der Roman auf dem ersten Blick wie ein ruhiges, aber tiefsinniges und nachdenklich machendes Buch, was es letztendlich auch ist.

 

Wer sich entscheidet, dieses Buch zu lesen, dem sollte auf jeden Fall klar sein, dass der Schreibstil der Autorin es einem nicht immer leicht macht. Ich persönlich fand ihn besonders anfangs sehr verwirrend und es fiel mir daher etwas schwer, das Buch zu lesen. Es wurden sehr viele Zeitsprünge eingebaut und man muss sich wirklich konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren. Dies könnte man eventuell als Minuspunkt sehen, doch ich finde, dass der Schreibstil in diesem Fall die Geschichte sehr gut widerspiegelt. Die Verwirrung und das Chaos im Leben der Hauptprotagonistin werden somit nicht nur durch die Erzählung an sich deutlich, sondern auch durch die Art und Weise des Erzählens.

Somit konnte ich mich gut in die Figur hineinfühlen und (wenigstens ansatzweise) verstehen, wie schwierig, kompliziert und leider auch ausweglos die Situation für sie scheint.

 

Das Buch ist insgesamt sehr emotional. Dies liegt sicherlich auch an der Tatsache, dass die Autorin sehr viel eigene Erfahrungen in diesem Roman verarbeitet hat, was man als Leser auch merkt. Die Gegensätzlichkeit von Hoffnungslosigkeit und Lebensfreude schicken den Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt und bei jedem Satz den man liest, hofft man immer stärker, dass die Geschichte gut endet.

 

Fazit:

 

„Ich trug das Meer in Gestalt eines Mädchens“ ist ein emotional mitnehmendes Buch, für das man sich sehr viel Zeit lassen sollte. Es ist sicherlich keine leichte Lektüre, die man mal eben am Strand lesen kann und dann vergisst. Der Schreibstil ist verwirrend und chaotisch, doch wenn man sich auf die Geschichte einlassen kann, findet man vor ihrem schrecklichen Hintergrund immer noch viel schönes. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.  

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Gespräche aus der Community

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Kelle_Grooms avatar

Hi,

My name is Kelle Groom, and I’m the author of three poetry collections and a memoir. I’m very glad that my memoir, I Wore the Ocean in the Shape of a Girl, was translated by the wonderful Susanne Höbel and has just been published in German by Arche Verlag. I wrote I Wore the Ocean in the Shape of a Girl to find my son who I gave up for adoption when I was nineteen and an active alcoholic.  My son was diagnosed with leukemia and died before I could begin to recover from alcoholism. I hoped that the writing would take me to him in whatever way was possible. I also hoped to write my way back into the darkness and violence that accompanied my drinking to find the girl I’d been – to see her clearly and to speak for her. I Wore the Ocean in the Shape of a Girl is also the story of my struggle to take action in my own life. The writing of this book helped me to do that. The structure of my memoir – 32 short chapters/vignettes –allows the narrative to unfold through image and scene, rather than a traditional linear narrative.

Über das Buch:
Mit fünfzehn entdeckt sie den Alkohol. Er erleichtert ihr den Kontakt zu anderen Menschen, hilft, Minderwertigkeitsgefühle zu verstecken. Mit neunzehn wird sie schwanger. Das Kind muss sie zur Adoption freigeben. Doch die Hebamme macht einen Fehler und legt der jungen Mutter das neugeborene Kind in den Arm.
Kelle Groom verdrängt die Sehnsucht nach ihrem Sohn, trinkt sich immer tiefer hinab in den Abgrund. Dann stirbt der kleine Tommy noch vor seinem ersten Geburtstag an Leukämie - und niemand traut sich, ihr das zu sagen.

==> LESEPROBE

Allgemeines zur Bewerbung und zur Leserunde:
Ihr habt hier die Möglichkeit bei einer Leserunde mit Kelle Groom mitzumachen. Kelle spricht kein Deutsch, deshalb stellt die Fragen an die Autorin bitte auf Englisch - es ist gar nicht schlimm, dabei Fehler zu machen, sie wird euch verstehen. Wenn ihr auf Deutsch diskutiert und gelegentlich trotzdem knapp eure Eindrücke auf Englisch zusammenfasst, wird sich die Autorin sehr freuen!

Unter allen Bewerbern vergibt der Arche Verlag  10 Leseexemplare des Buches. Ihr könnt euch dafür bis einschließlich 12. November bewerben - beantwortet dazu nur folgende Frage:

Warum würdet ihr gerne dieses Buch lesen?
(Wenn möglich, wäre es toll, wenn ihr auf Englisch antwortet!)
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Kelle Groom im Netz:

Community-Statistik

in 16 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

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