Kelley Armstrong The Rising

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  • "The Rising", Kelley Armstrong

    The Rising
    Shiku

    Shiku

    05. May 2013 um 09:36

    Ein Teil der Gruppe konnte wieder einmal entkommen – doch für wie lange? Viele Augen suchen nach Maya und ihren Freunden und sie haben keinen blassen Schimmer, wie sie aus diesem Schlamassel wieder herauskommen sollen. Sie haben einen Tipp erhalten, wer ihnen helfen könnte, doch das ist alles andere als eine Garantie. Immer auf der Hut schleichen sie also durch Vancouver, auf der Suche nach Hilfe und jeder Information, die sie erhalten können – dabei werden sie einige überraschende Bekanntschaften machen. Viel Zeit zum Kennenlernen bleibt aber nicht, denn jemand möchte seine Forschungsobjekte zurück, und das um jeden Preis. Ich gebe offen zu, Maya & Co. sind mir nie so sehr ans Herz gewachsen wie Chloe und die anderen. Nicht dass ich sie nicht hätte leiden können, aber über meine Lieblingsnekromantin und ihren mürrischen Werwolf von einem Freund habe ich noch länger nachgedacht – die Jugendlichen der „Darkness Rising“-Trilogie habe ich nach dem Lesen nicht sofort vergessen, mich aber auch nie weiter mit ihnen beschäftigt. Umso mehr habe ich mich auf „The Rising“ gefreut, allein schon weil die alte Truppe hier ihren Auftritt haben sollte. Der folgte dann recht spät und abgesehen von Chloe und Derek haben wir kaum etwas von den anderen mitbekommen, aber allein dafür hat sich das Buch doch schon irgendwie gelohnt. Nicht dass es ansonsten schlecht wäre. Während im zweiten Band nahezu nichts geschah, haben die Protagonistin hier selten mal eine ruhige Minute. Sie sind ständig auf der Flucht, müssen sich aufteilen, wieder zueinanderfinden, weiter fliehen; da bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen, was auch gut ist, immerhin sorgt’s für Spannung, und die hab ich ja besonders gern. Die besten Szenen gehören aber den Charakteren. Denn auch wenn ich die andere Gruppe lieber mag, so vereint auch diese hier (wie zuvor) eine Vielzahl von Charakteren, die außerdem beständig variiert und wächst. Es hat auch im dritten Buch der Reihe viel Spaß gemacht, ihr Miteinander zu beobachten, besonders wenn sie doch mal Zeit für ein paar Neckereien haben. Manche Charaktere überraschen dabei ein wenig – es sind eben nicht alle „böse“, auch wenn sie vorher so schienen. Ich empfehle aber, das Buch nicht spätabends zu lesen, denn wenn man gegen vier Uhr morgens lauthals loslacht, könnte das Menschen mit weniger tiefem Schlaf wecken und das war’s dann mit dem Lesespaß. Dann trat aber etwas ein, das ich bereits im zweiten Band befürchtet hatte: Dort schon schien sich eine Art Liebesdreieck anzubahnen; ich konnte so sehr wünschen, dass es nicht dazu kommt, wie ich wollte: Es kam dazu. Es nahm keine Überhand, immerhin reden wir hier von Kelley Armstrong. Ich hab’s aber weder der Autorin noch Maya richtig abgekauft. Ja, mir ging das damals mit Rafe und Maya ein bisschen zu schnell. Ja, es war offensichtlich, dass Daniel mehr für Maya empfindet. Aber sie auch für ihn? Zeichen dafür hab zuvor eigentlich nie gesehen, hier will sie uns aber weismachen, dass da immer ein bisschen was war. Ich bin also nicht sehr glücklich mit dieser Entwicklung, auch wenn es mich nicht übermäßig gestört hat. Da die Charaktere haufenweise andere Sorgen haben, schieben sie diesen Konflikt erst einmal beiseite und lösen ihn später in aller Ruhe und ohne Drama – was anderes habe ich von Kelley Armstrong aber auch nicht erwartet. Eine kleine Kritik am Verlag muss aber noch sein, auch wenn sie nicht mit in die Bewertung eingeht, immerhin kann die Autorin nichts dafür: Mayas Familie gehört dem Volk der Navajo an, welche amerikanische Ureinwohner sind. Das Buch spricht sogar die Probleme und den Rassismus an, mit dem die Menschen dieser Herkunft konfrontiert werden: Sie werden als versoffene Junkies gesehen und entsprechend behandelt. Warum also entscheidet sich der Verlag für ein Covermodel, das ganz eindeutig weiß ist? Lesen die ihre eigenen Bücher nicht? Leider ist es ja nichts Neues, dass Whitewashing kein Einzelfall ist. Nun ist es aber endgültig vorbei – also, erst einmal. Es gäbe sicherlich noch einiges über die Charaktere zu erzählen, nur eben jetzt noch nicht, erst wenn sie ein wenig älter sind. Wer weiß, vielleicht folgen dann weitere Geschichten oder gar Bücher? In der Zwischenzeit können diejenigen, die die „Women of the Otherworld“-Reihe noch nicht kennen, damit weitermachen: Wenn ich es recht verstanden habe, kommen einige der erwachsenen Charaktere dieser Reihe auch dort vor. „The Rising“ ist ein würdiger Abschluss der „Darkness Rising“-Trilogie, die letzten Endes aber nicht ganz an die „Darkest Powers“-Trilogie heranreicht. Besonders erfreulich ist hier, dass Chloe und die anderen einen Gastauftritt haben, und ebenso dass der dritte Band in Gegensatz zu seinem Vorgänger auch die Handlung wieder voranbringt. Ich war nicht mit jeder Entwicklung glücklich, kann nach dem Lesen aber sagen, dass es insgesamt sehr zufriedenstellendes Buch ist. Bleibt zu hoffen, dass es irgendwann doch noch einmal weitergeht – Stoff genug ist dafür da.

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