Kelli Owen

 2.3 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Sechs Tage.

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Sechs Tage

Sechs Tage

 (7)
Erschienen am 17.10.2017

Neue Rezensionen zu Kelli Owen

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Ladybella911s avatar

Rezension zu "Sechs Tage" von Kelli Owen

Viel Psycho - aber wenig Thriller 2,5 Sterne
Ladybella911vor einem Monat


Zum Inhalt:

Jenny Schultz wacht gefangen in einem stockfinsteren Keller auf, ohne sich daran zu erinnern, wie sie dorthin gekommen ist. Ohne Kontakt zur Außenwelt geht Jenny in sich, rekapituliert ihr Leben durch schuldbeladene Erinnerungen und versucht verzweifelt herauszufinden, welche Person, der sie Unrecht getan hatte, wütend und böse genug wäre, ihr das anzutun.
Während sie gegen ihre eigenen Dämonen und die Zeit ankämpfen muss, findet sie Reste von früheren Gefangenen – einen Teller, einen Zahn, Knochen –, gefolgt von deren in die Steinwände gekratzten Botschaften, die sie gefangen nehmen und die Frage aufwerfen, was als Nächstes passiert.
Was passiert nach sechs Tagen?



Ich denke, dieses Buch polarisiert. Thriller Liebhaber werden bemängeln dass viel zu wenig auf die gegenwärtige Situation eingegangen wird, keine spannenden Ermittlungen um den Täter zu ermitteln, alles bleibt mehr oder weniger im Unklaren, es fehlt an sich langsam aufbauender, unterschwelliger Spannung. Immer nur Jenny, Rückblendungen auf Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit, die sich langatmig und zäh gestalten und wenig zur Spannung beitragen.

Leser, die Wert legen auf den psychischen Zustand und die daraus sich ergebende Veränderung der Hauptfigur werden dies sicherlich anders empfinden.

Für mich, als Thriller- und Krimileserin und auch als begeisterte Leserin von „richtigen“ Psychothrillern ist es ganz eindeutig: Viel langatmiges Psycho, aber mitnichten ein Thriller. Die Idee ist gut, aber m.E. Schlecht umgesetzt, da fehlt es zwischen Psycho und Thriller an spannenden, trickreichen Wendungen und Elementen.

Schade, denn die Geschichte hatte viel Potenzial, konnte mich in ihrer Gesamtheit aber leider nicht überzeugen.

Deshalb kann hier ich nur zweieinhalb Sterne vergeben.

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SaintGermains avatar

Rezension zu "Sechs Tage" von Kelli Owen

Dunkelheit in vielerlei Hinsicht
SaintGermainvor 5 Monaten

Jenny Schultz wacht leicht verletzt in einem total finsteren Raum auf. Sie versucht zu begreifen was geschehen ist und auch wie sie hier wegkommt, Dabei stellt sie sich ihrer Vergangenheit.

Das Cover des Buches ist auffällig und gut in Szene gesetzt, auch wenn es meiner Meinung nach nicht perfekt zum vorliegenden Buch passt.

Die Handlung des Buches an sich ist sehr spannend, auch der Wechsel zwischen den Orientierungs- bzw. Befreiungsversuchen und den Erinnerungen der Hauptprotagonistin finde ich eigentlich gut in Szene gesetzt. Allerdings hat das Buch dadurch auch einige Längen, da die Spannung immer wieder stark abdriftet.

Während bis zur Hälfte des Buches Jenny etwas zwielichtig dargestellt wird, ist sie im 2. Teil fast schon eine Heilige. Dieser Authentizitätsbruch ist total unglaubwürdig. Ansonsten war die Beschreibung der Protagonisten und Orte gut gemacht.

Auch die Logik war nicht immer gegeben. Hier einige Beispiele:

- 6 Tage ohne Trinken überlebt man kaum. Jenny hat zusätzlich noch Verletzungen, aber sie meistert das meiste wie ein ausgebildeter Agent oder Militär, obwohl dies natürlich nicht der Fall ist.

- In Kap. 14 fühlt Jenny 5 ungerade Striche. Daraus folgert sie 6 Tage und sucht vergeblich nach einer 7. Markierung. Und es muss ja 6 Markierungen heißen, denn das Buch heißt nicht umsonst "Sechs Tage"!

- In Kap. 15 spürt sie etwas das sich wie Kartoffel anfühlte, anscheinend Frühstückscerealien --> na was nun --> im nächsten Absatz ist nur mehr von den Kartoffeln die Rede. 

Auch der Täter war eigentlich für einen geübten Thriller-Leser keine Überraschung. Und das offene Ende dazu...

Dies alles führte leider dazu, dass mich das Buch nicht überzeugen konnte.

Fazit: Gute Idee, aber schlechte Umsetzung. Mehr Schatten als Licht. Leider kann ich keine Lesempfehlung aussprechen und vergebe 3 von 5 Sternen.

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chumas avatar

Rezension zu "Sechs Tage" von Kelli Owen

Die Leere der eigenen Finsternis
chumavor 6 Monaten

Als sie erwachte, glaubte sie blind zu sein, denn nichts als Schwärze umgab sie - eine leere Dunkelheit, die sie umschloss. Jenny wurde entführt, kann sich an die Umstände aber nicht erinnern und hat auch keine Ahnung, wer ihr dies angetan haben könnte. Doch das Warum oder wer dahinter stecken könnte, ist zunächst nicht von Bedeutung, viel wichtiger ist es zu entkommen, denn alles deutet darauf hin, dass sie nicht die erste Gefangene ist und ihr nur sechs Tage bleiben, um zu fliehen. Die Zeit läuft unerbittlich ...

Leseeindruck
"Sechs Tage" ist ein Psychothriller, der recht ruhig und langsam erzählt wird. Der Fokus liegt hier ganz klar auf den Seelenqualen der Protagonistin Jenny (und zwar mehr auf den Vergangenen, als auf den Gegenwärtigen). Ihre Gedanken und Gefühle - ihre ganze Persönlichkeit wird Stück für Stück im Handlungsverlauf offengelegt. Der Leser ist bei Jenny, weiß nur das, was sie selbst auch weiß und tappt so buchstäblich gemeinsam mit ihr im Dunkeln. Während der Gefangenschaft driftet Jenny immer wieder in ihre Erinnerungen ab und wir erfahren so mehr über ihre Vergangenheit, ihr Leben und ihre Dämonen. Diese Rückblenden sind wirklich spannend, weil sie den Blick auf eine komplizierte Persönlichkeit und ein komplexes Leben freigeben. Und immer wieder kehren wir in die Gegenwart zurück und fragen uns - genau wie Jenny - warum bin ich hier, wer hat mir das angetan und was passiert mit mir? Jennys Kampf ums Überleben wird mehr und mehr zu einer Seelenbeichte, indem sie ihr Innerstes nach Außen kehrt. Schon bald wird klar: Dieser Kampf ist härter und brutaler, denn um ihn zu bestehen, muss sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen.

"Hier war sie in einer Dunkelheit, die sie eigentlich fürchten sollte, doch sie fürchtete die Leere ihrer eigenen Finsternis weit mehr."

Die Autorin lässt sich Zeit und beschreibt Jennys Gedankengänge sehr ausführlich. Besonders bei den Teilen in der Gegenwart (in ihrem Gefängnis) ist das manchmal etwas zu viel des Guten für meinen Geschmack. Hier empfand ich hin und wieder doch Längen, die den Drang zum Weiterlesen bremsten. Im Gegensatz dazu wurde meines Erachtens zu wenig auf die lebensbedrohlichen Begleitzustände der isolierten Gefangenschaft eingegangen. Ich denke, wenn ein Mensch tagelang ohne Nahrung, vor allem aber ohne Wasser, in völliger Dunkelheit auskommen muss, passiert mehr mit seiner Psyche und seinem Körper als hier geschildert wird. Jenny ist mir in dieser Hinsicht zu tough, zu taktisch und überlegt. Das würde ich zwar jemandem zutrauen, der für so etwas ausgebildet ist (Militär etc.) aber keiner "normalen" Frau. Deshalb fehlte es mir hier an Glaubwürdigkeit und Nachvollziehbarkeit.

Insgesamt ist die Story durch ihren flüssigen Schreibstil und die eingeschobenen Rückblenden durchaus spannend und solide. Vor allem das letzte Drittel des Buches las sich sehr gut, da hier das Tempo anzog, der Spannungsbogen anstieg und das Ganze mehr Dynamik bekam. Ein überraschendes Ende mit tollem Fazit versöhnte mich dann mit den Längen des Mittelteils. In der Summe fehlte aber leider das gewisse Etwas.

Fazit
Kelli Owen hat mit "Sechs Tage" einen spannenden und soliden Psychothriller geschrieben, der sich flüssig lesen lässt aber leider nicht ganz ohne Längen auskommt. Für Fans des ruhigen, psychologischen Erzählens bietet diese Geschichte dennoch einen guten Unterhaltungswert.


- 3,5 von 5 Sterne -

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Gespräche aus der Community

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VoodooPresss avatar

SECHS TAGE von KELLI OWEN


Inhalt:

Autoren oder Titel-CoverJenny Schultz wacht gefangen in einem stockfinsteren Keller auf, ohne sich daran zu erinnern, wie sie dorthin gekommen ist. Ohne Kontakt zur Außenwelt geht Jenny in sich, rekapituliert ihr Leben durch schuldbeladene Erinnerungen und versucht verzweifelt herauszufinden, welche Person, der sie Unrecht getan hatte, wütend und böse genug wäre, ihr das anzutun.
Während sie gegen ihre eigenen Dämonen und die Zeit ankämpfen muss, findet sie Reste von früheren Gefangenen – einen Teller, einen Zahn, Knochen –, gefolgt von deren in die Steinwände gekratzten Botschaften, die sie gefangen nehmen und die Frage aufwerfen, was als Nächstes passiert.
Was passiert nach sechs Tagen?

Meinungen zum Buch

"Kelli Owen hat in diesem Buch mit dunkler Magie gespielt, und das mit einer Sicherheit, die selten in einen Debütroman zu finden ist. Sie bringt uns dazu, mit einem fehlerhaften Charakter mitzufiebern, der sich ganz allein in der Dunkelheit befindet. Sie hat ein unheimliches Ein-Personen-Stück geschrieben, das mit allen bevölkert ist, denen sie nah ist … das stellt selbst für einen Zauberer keine Kleinigkeit dar. Und das Ende trifft einen mit höllischer Wucht."  – Jack Ketchum, Autor

"Dies ist eine Hölle aus makabren, psychologischen Rätseln. Owen hat ein erschreckendes Talent, die Knöpfe des Lesers zu drücken, einen nach dem anderen, bis man in dem gleichen lichtlosen, unausweichlichen Mantel des Horrors gehüllt und ebenso gefangen ist, wie die Hauptfigur. Eines der spannendsten Bücher, das ich seit langer Zeit gelesen habe, und ein herausragendes Debüt."  – Edward Lee, Autor

Die Autorin:

Geboren und aufgewachsen in Wisconsin, lebt Kelli Owen derzeit in Pennsylvania. Sie hat an unzähligen Schreib-Conventions, wie auch an einigen Schreibrunden, teilgenommen. Sie hat im CIA-Hauptquartier in Langley, VA im Bezug auf ihre Schreibtätigkeiten und dem allgemeinen Feld eine Rede gehalten. Ihre Arbeit beinhaltet SIX DAYS, FLOATERS, WAITING OUT WINTER und andere Romane und Novellen, wie auch die Sammlung BLACK BUBBLES. Mehr ist auf Ihrer Homepage kelliowen.com zu finden.

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