Das Mädchen, das den Mond trank

von Kelly Barnhill 
4,4 Sterne bei34 Bewertungen
Das Mädchen, das den Mond trank
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Schmoekermaedchens avatar

Wer die Gebrüder Grimm, klassische Märchen und niedliche Monster liebt, der kommt an diesem zauberhaften Schmöker nicht vorbei!

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Wunderbares Kinderbuch!

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen, das den Mond trank"

Im Sternenlicht liegt natürlich Magie. Das ist allgemein bekannt.

Aber Mondlicht: Das ist eine ganz andere Geschichte. Mondlicht ist pure Magie.

Das weiß jeder.

Diese Geschichte erzählt von einer Hexe, von der alle glauben, sie sei böse, einem kleinen Mädchen, das die Hexe bezaubert, einem sechsarmigen Sumpfmonster, das Gedichte liebt, von einem wahrhaft winzigen Drachen und einem jungen Mann, der sich aufmacht, die Hexe zu töten.

Jedes Jahr lassen die Bürger des Protektorats ihr jüngstes Kind im Wald zurück – als Opfergabe zum Schutz vor der bösen Hexe. Jedes Jahr rettet die Hexe Xan die ausgesetzten Kinder, denn sie ist gar nicht böse.

Dieses Jahr jedoch ist alles anders. Xan gibt dem ausgesetzten kleinen Mädchen aus Versehen Mondlicht zu trinken. Doch Mondlicht ist pure Magie! Und so wächst in dem Kind, genannt Luna, große Macht heran … Wird sie diese Macht für das Gute einsetzen und die Stadt, die sie einst opferte, von ihrem grausamen Schicksal befreien?

'So mitreißend und vielschichtig wie die Klassiker ›Peter Pan‹ und ›Der Zauberer von Oz‹.' New York Times

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783737355384
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum:22.02.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.02.2018 bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag erschienen.

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    Shaaniels avatar
    Shaanielvor einem Monat
    Märchenhaft magisch und düster zugleich

    🌚🐲Rezensionsexemplar🐲🌚
    (unbezahlte Werbung)
    -Zur Verfügung gestellt vom Fischer Verlag-

    🔮🌚🐲Das Mädchen, das den Mond trank🐲🌚🔮

    Autorin: Kelly Barnhill
    Verlag: FISCHER Sauerländer
    Preis: 16,99€, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
    Seiten: 464 Seiten
    ISBN: 978-3737355384
    Alter: ab 10 Jahre
    Erscheinungsdatum: 22. Februar 2018

    5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐

    🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚
    Inhaltsangabe:
    Entnommen von: www.fischerverlage.de
    Im Sternenlicht liegt natürlich Magie. Das ist allgemein bekannt.
    Aber Mondlicht: Das ist eine ganz andere Geschichte. Mondlicht ist pure Magie.
    Das weiß jeder.
    Diese Geschichte erzählt von einer Hexe, von der alle glauben, sie sei böse, einem kleinen Mädchen, das die Hexe bezaubert, einem sechsarmigen Sumpfmonster, das Gedichte liebt, von einem wahrhaft winzigen Drachen und einem jungen Mann, der sich aufmacht, die Hexe zu töten.
    Jedes Jahr lassen die Bürger des Protektorats ihr jüngstes Kind im Wald zurück – als Opfergabe zum Schutz vor der bösen Hexe. Jedes Jahr rettet die Hexe Xan die ausgesetzten Kinder, denn sie ist gar nicht böse.
    Dieses Jahr jedoch ist alles anders. Xan gibt dem ausgesetzten kleinen Mädchen aus Versehen Mondlicht zu trinken. Doch Mondlicht ist pure Magie! Und so wächst in dem Kind, genannt Luna, große Macht heran … Wird sie diese Macht für das Gute einsetzen und die Stadt, die sie einst opferte, von ihrem grausamen Schicksal befreien?
    »So mitreißend und vielschichtig wie die Klassiker ›Peter Pan‹ und ›Der Zauberer von Oz‹.« New York Times
    🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚🔮🐲🌚
    Weitere Informationen:
    https://www.lovelybooks.de/autor/Kelly-Barnhill/Das-Mädchen-das-den-Mond-trank-1499688920-w/
    🌚
    https://www.fischerverlage.de/suche?isbn=9783737355384&text=Das%20Mädchen%20das%20den
    🌚
    https://www.fischerverlage.de/buch/kelly_barnhill_das_maedchen_das_den_mond_trank/9783737355384
    🌚
    https://www.fischerverlage.de/autor/kelly_barnhill/a2512968
    🌚
    https://instagram.com/fischertorverlag?utm_source=ig_profile_share&igshid=p7w2t6kde0te
    🌚
    https://instagram.com/insufferable_blabbermouth?utm_source=ig_profile_share&igshid=1rgfwl9j3v7vu
    🌚
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    Hey ihr Süßen💕
    Ich hatte dieses Buch schon vor Erscheinen auf meiner Wunschliste und war jetzt umso Glücklicher als ich es vom Verlag  zur Verfügung gestellt bekommen habe. Das Cover alleine ist schon Grund genug, um sich näher mit dem Buch zu befassen! Was soll ich sagen, es war Traumhaft, Märchenhaft und Düster zugleich. Dieses Buch ist ab 10 Jahre empfohlen, dem kann ich nicht zu Stimmen ich würde es ab 12 empfehlen oder aber in Begleitung der Eltern. Das Buch ist unheimlich komplex und vielschichtig und enthält so viel mehr als eine Märchenhafte Geschichte. Das Buch hat komplette Gefühlschaos bei mir ausgelöst. Es ist wirklich alles dabei, selbst ein wenig geweint habe ich, aber auch ganz ganz viel gelacht und mitgefiebert und gleichzeitig war ich oft sehr entsetzt und wütend. Manche Handlungen und aussagen von Charakteren aus diesem Buch sind so entsetzlich, daß ich am liebsten ins Buch gesprungen wäre. Dennoch war es einfach ein grandioses Buch. Ein Märchenbuch der Extra Klasse. Wundervolle detaillierte Charaktere und eine traumhafte Welt, die voller Schönheit aber auch voller Gefahren und Trauer steckt. Dieses Buch hat bis zum Ende hin immer einen Melancholischen Beigeschmack, was es für mich sehr besonders gemacht hat. Ich konnte mich einfach vollkommen in diese Geschichte fallen lassen und diese genießen und ganz besonders vom '',mini'' Drachen war ich ganz angetan! Dieses Buch ist meine absolute Empfehlung, für jeden Märchen Fan und für jeden der niemals aufgehört hat zu Träumen!
    Ganz lieben Gruß
    Sonja/Shaaniel

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    Schmoekermaedchens avatar
    Schmoekermaedchenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wer die Gebrüder Grimm, klassische Märchen und niedliche Monster liebt, der kommt an diesem zauberhaften Schmöker nicht vorbei!
    Ein zauberhaftes Märchen mit Potenzial zum Kinderbuchklassiker!

    Story

    Eine tiefschwarze Decke der Trauer liegt über der Stadt. Jedes Jahr muss das jüngste ihrer Kinder im Wald geopfert werden, denn die Bürger fürchten die Hexe. Keiner weiß, was sie mit ihnen anstellt, aber eines ist gewiss: auch dieses Jahr wird ein Mädchen im Wald ausgesetzt und der Hexe überlassen.
    Xan hingegen versteht die Menschen nicht. Wieso lassen sie ihre armen, schutzbedürftigen Kinder allein im Wald? Aus Mitleid nimmt sie die Kleinen an sich und nährt sie mit Sternenlicht. Doch eines Tages macht die Hexe einen fatalen Fehler: sie gibt einem Mädchen Mondlicht zu trinken!
    Mondlicht ist reine Magie und schnell ist klar, dass Luna durch und durch von Magie durchtränkt wurde.

    Doch Xan ist alt und möglicherweise bleibt ihr nicht mehr viel Zeit, das Mädchen auf ihre Magie und den Umgang damit vorzubereiten. Zum Glück sind da noch Glerk, das riesige Sumpfmonster, das im Sumpf vor Xans Haustür lebt und mit seiner Weisheit stets einen guten Rat hat und Fyrian, der wohl winzigste Drache der Welt, der sich allerdings für furchteinflößend und wahrhaft gigantisch hält.

    Und so erzählt diese Geschichte von magischen Kreaturen, gefährlich brodelnden Sümpfen und zauberhaften Mondscheinnächten, aber auch von Freundschaft, Trauer und der Kraft der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind, die alle Zeiten überdauert.

    Meine Meinung

    Ich liebe dieses Buch! Ich liebe es, weil es alles hat, was einem Märchenfan das Herz aufgehen lässt. Aber ich liebe es auch, weil es vielschichtig ist. Schmerzhaft und tieftraurig; voller Verzweiflung, Hoffnung, Liebe, Heiterkeit und Fantasie.
    Du fragst dich nun: passt das alles in ein Buch?! JA, das passt! Und zwar hervorragend!

    Geschickt verwebt die Autorin verschiedene Handlungsstränge und Perspektiven miteinander. Was sich zunächst nach einem klassischen Märchen anfühlt, wird mit der Zeit zu einer komplexen Geschichte, die zeigt, dass es eben nicht nur Gut und Böse, Schwarz und Weiß, sondern eben auch noch eine ganze Menge dazwischen gibt. 

    Außerdem sind die Figuren einfach einmalig - detailreich und liebenswert brachten mich vorallem der kleine Drache Fyrian (der Schlafen über alles liebt, sich sicher ist, dass er nur von der Welt ferngehalten wird, um nicht alle in Angst und Schrecken zu versetzen, dabei aber problemlos in eine Jackentasche passt) und das Poesie-liebende, hundertjahrealte Sumpfmonster Glerk, das stets einen passenden Reim auf Lager hat ( " »Um es mit den Worten unseres hochgeschätzten Poeten zu sagen, meine Teure: Wird die Dame barsch, geht mir's vorbei am –« » GLERK! ... » Tut mir leid« ") zum Schmunzeln.


    Fazit

    Unbedingt lesen! "Das Mädchen, das den Mond trank" steht schon jetzt in der Liste meiner absoluten Lieblingsbücher und hat das Potenzial, ein Klassiker der Märchen und der Kinder- und Jugendbuchliteratur zu werden.

    Es ist ein Buch, das sich trotz seiner mehr als 400 Seiten wahnsinnig schnell liest. Die Magie strömt geradezu durch die Buchdeckel hindurch und zieht den Leser hinein in eine fabelhafte Welt aus Mondlicht, magischen Geschöpfen, atmosphärischen Schauplätzen und drolligen Dialogen, ohne dabei an Ernsthaftigkeit oder Handlung einzubüßen.

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    Tintenklexs avatar
    Tintenklexvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderbares Kinderbuch!
    Einfach traumhaft schön

    "Das Mädchen, das den Mond trank" überzeugt mit einer liebenswerten Protagonistin, die es irgendwie schafft, obwohl sie selbst gar nicht viel "tut" so präsent zu sein, dass man sie einfach ins Herz schließen muss.
    Ihre Freunde und Weggefährten haben mir aber fast noch besser gefallen. Der Drache, das Monster, die Hexe ... die "Bösen" kehren in diesem Buch das Weltbild um und stellen alle Vorurteile auf den Kopf. Eine wunderbar warmherzige Geschichte voller Magie, Freundschaft, Hoffnung und Liebe.

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    miahs avatar
    miahvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschöne Geschichte voller Magie mit bezaubernden Charakteren und einer spannenden Handlung - für mich ein perfektes Kinderbuch.
    Das Mädchen, das den Mond trank

    Inhalt:
    Die Hexe Xan macht sich jedes Jahr auf den Weg, um im Wald ein Baby zu holen. Die Dorfbewohner glauben, sie so zu besänftigen. Doch die Hexe ist gar nicht böse. Sie holt die Kinder, um sie zu retten. Eines Tages rettet sie Luna, der sie versehentlich Mondlicht zum Trinken gibt. Damit wächst in ihr große Magie heran. Was wird wohl passieren, wenn diese ausbricht?

    Meine Meinung:
    Mich haben der Titel und vor allem das wunderschöne Cover neugierig gemacht. Die Geschichte klang genau richtig für ein Kinderbuch. Ich bin sehr begeistert.

    Die Kapitel haben genau die richtige Länge. Sie sind nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz, und eignen sich auch prima zum Vorlesen. Die Perspektive der Handlung wechselt hauptsächlich zwischen der Hexe Xan, Luna und einem jungen Mann namens Antain. Antain ist erst Ältestenratsanwärter und muss miterleben, wie einer Mutter das Baby entrissen wird, um es der vermeintlich bösen Hexe zu opfern.

    Die Charaktere sind allesamt liebevoll gezeichnet und hervorragend ausgearbeitet. Ich mochte Antain. Er trat für seine Werte ein und war stets mutig. Er wuchs über sich hinaus. Besonders gefallen haben mir auch Xans Gefährten. Der Drache Fyrian und das Sumpfmonster Glerk sind nicht nur für Xan da, sondern werden auch zu engen Freunden von Luna, die bei der Hexe aufwächst.

    Die Geschichte hat mich sehr berührt. Allein die Vorstellung, ein Baby im Wald auszusetzen, finde ich schrecklich. Umso schöner fand ich, als man direkt herausfindet, dass die Hexe gar nicht böse ist, sondern die Kinder rettet und neue Familien für sie sucht. Die Gefühle der verzweifelten Mutter kann ich komplett nachvollziehen. Allgemein kamen die Emotionen sehr gut rüber. Ich konnte mich sehr gut in alle Figuren hineinversetzen.

    Die bedrückende und traurige Stimmung im Protektorat steht ganz im Gegensatz zu der hoffnungsvollen, friedlichen Atmosphäre in den freien Städten, in die Xan die ausgesetzten Kinder bringt. Beides überträgt sich sehr gut auf den Leser. Das gleiche gilt für Lunas fröhliche Kindheit, die relativ unbeschwert vergeht, nachdem Xan Lunas Magie fürs Erste eingesperrt hat.

    Die Kapitel sind immer aus einer anderen Perspektive geschrieben, sodass man mal hier und mal dort ist. Letztendlich läuft die Handlung aber auf einen spannenden gemeinsamen Höhepunkt hinaus, die alle Figuren zusammenführt. Die Geschichte fliegt nur so dahin und lässt sich sehr schnell lesen.

    Der Schreibstil hat mich total begeistert. Mit sehr viel Liebe zum Detail wurden nicht nur die Figuren ausgearbeitet, sondern auch die Landschaft und Umgebung gezeichnet. So entsteht eine magievolle, bezaubernde Welt mit wunderbaren Charakteren.

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    Uwes-Leselounges avatar
    Uwes-Leseloungevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine berührende, bezaubernde & magische Geschichte, die den Leser völlig einnimmt und zu überzeugen weiß.
    Eine magische, bezaubernde und wundervolle Geschichte

    STORYBOARD:
    Die Bewohner des Protektorats setzen jedes Jahr das jüngste Kind im Wald aus, so will es das Gesetz. Dieses Kind ist eine Opfergabe an die im Wald lebende böse Hexe. Damit soll sie besänftigt werden, um zu gewährleisten, dass die Menschen den einzigen begehbaren Weg im Wald ungehindert nutzen können und die Bürger der Gemeinde nicht von ihr angriffen werden. Doch geht hierbei alles mit rechten Dingen zu? So bekleitet der Leser die Hexe auf ihrem beschwerlichen Weg zur Lichtung im Wald, um das Kind zu holen. Auf dem Rückweg gibt sie dem Baby versehentlich Mondlicht anstatt Sternenlicht zu trinken, was weitreichende Konsequenzen für sie, das Kind und ihr Umfeld bedeutet. Denn Mondlicht ist pure Magie und so bleibt Xan nichts anderes übrig, als sich dem Baby anzunehmen. Gemeinsam mit dem Sumpfmonster Glerk und dem "ganz und gar gigantischen Drachen" Fyrian zieht Xan Luna, wie sie das Kind nennt, groß. Die Jahre vergehen und Luna wächst zu einem jungen Mädchen heran. Unterrichtet wird Luna dabei von ihren beiden Freunden und der Hexe in den unterschiedlichsten Bereichen. Zusätzlich versucht Xan Luna an die Magie und ihr Potenzial heran zu führen. Mit leider mäßigem Erfolg, da Luna so gar keine Lust darauf hat. Als sich die Anzeichen verdichten, dass die Magie aus Luna unkontrolliert heraus strömt, ist Xan zum Handeln gezwungen. Denn es könnte passieren, dass sich Luna selbst oder andere in Gefahr bringt, da sie von ihren Kräften nichts weiß und diese somit nicht steuern kann. Daher sieht Xan keinen anderen Ausweg und setzt alles auf eine Karte...

    MEINUNG:
    Alleine schon wegen diesem wunderbaren Cover und der sehr schön klingenden Geschichte, musste ich Das Mädchen, das den Mond trank von Kelly Barnhill (Sauerländer) unbedingt lesen.

    Neugierig, was mich erwarten würde, begann ich zu lesen und wurde regelrecht in diese wunderschöne, berauschende, liebevolle und absolut magische Welt von Xan und Luna hinein gesogen. Völlig verzaubert von dieser sehr berührenden Handlung, flogen die Seiten regelrecht und ich bin noch immer absolut verzaubert davon. Auf den ersten Blick scheinen die Rollen, was Gut und Böse betrifft, eindeutig verteilt zu sein. Die böse Hexe fordert ein Opfer als Besänftigung, sonst bringt sie Tod und Verderben über die Bevölkerung. Und die Gemeinschaft tut, was von ihr verlangt wird. Allerdings steckt so viel mehr dahinter, denn nicht immer ist alles so eindeutig, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte.

    Die Geschichte beginnt mit dem jungen Antain, der als Ältestenanwärter miterleben muss, wie ein kleines Mädchen aus den Armen seiner schreienden Mutter regelrecht entführt und als Opfer auf einer Lichtung im Wald abgelegt wird. Die Mutter wird durch ihren Schmerz und Kummer zu einem nervlichen Wrack und soll daher zur weiteren Beobachtung in den Turm der Schwestern des Sterns gebracht werden. Die Stimmung innerhalb der Begrenzungsmauern des Dorfes empfand ich als sehr bedrückend und düster, da ein immer fortwehrender Nebel über dem Ort liegt. Die Einwohner empfinden keine Freude und fristen ein Dasein in Armut und Trauer. Nur den Ältestenratsmitglieder und deren Familien geht es gut und sie stellen sozusagen den Wohlstand dar. Diesem steht der Ältestenratsvorsteher Gherland vor, der gleichzeitig auch noch der Onkel von Antain ist. Er sorgt mit eiserner Hand dafür, dass die Gesetze eingehalten werden. Antain ist in vielen Punkten anderer Meinung, was ihn des Öfteren in Schwierigkeiten bringt. Er kann diese Ungerechtigkeiten nicht länger hinnehmen und beschließt dagegen anzugehen.

    Mit sehr viel Liebe zum Detail wurden die einzelnen Charaktere von der Autorin ausgearbeitet und besitzen allesamt eine gewisse Tiefe. Auch die Beschreibungen der Landschaft und Menschen wurden mit sehr viel Hingabe beschrieben, sodass ich mir diese sehr gut vorstellen konnte.

    Die Hexe Xan gefiel mir richtig gut, da sie das Herz auf dem rechten Fleck hat. Sie kann die Menschen hinter der großen Mauer nicht verstehen und versucht die ausgesetzten Kinder in die Obhut von anderen Familien zu bringen. Dies möchte sie auch mit dem jüngsten Opfer tun, doch auf der Rückreise unterläuft ihr ein folgenschwerer Fehler. Denn anstatt Sternenlicht, bekommt das Baby von ihr Mondlicht zu trinken, was dazu führt, dass dieses Kind magiefiziert wird. So beschließt Xan sich dem Baby anzunehmen und es wie ihr leibliches Enkelkind groß zu ziehen.

    Unterstützung bekommt die Hexe durch das Sumpfmonster Glerk, einem vielarmigen schleimigen und doch recht freundlichen Monster. Glerk liebt die Poesie und fasst vieles in Reimen zusammen, was die Story noch putziger macht.

    Mein heimlicher Favorit ist allerdings Fyrian, ein "ganz und gar gigantischer Drache". Ausgelöst durch ein Trauma in seiner Kindheit, wächst er einfach nicht. Dies hindert ihn aber nicht daran, fröhlich und glücklich zu sein und als er das Baby sieht, ist es um ihn geschehen. Fortan weicht er Luna nicht mehr von ihrer Seite und wird somit zu ihrem bestem Freund.

    Luna wirkt zunächst auf den Leser wie ein ganz normales Kind, was mir gut gefiel. Als ihre "Kräfte" z. B. durch erblühende Blumen in den hinterlassenen Fußabdrücken, zu Tage treten, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Hier hat sich Kelly Barnhill einige tolle Beschreibungen überlegt, was ich richtig toll fand. Als Luna später feststellt, dass sie Magie wirken kann, war ich gespannt, ob sie es für etwas Gutes oder gar Böses einsetzen würde.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Wer ein außergewöhnliches Märchen mit wunderbaren Charakteren lesen möchte, dem kann ich Das Mädchen, das den Mond trank von Kelly Barnhill (S. Fischer/Sauerländer) nur empfehlen. Denn während dem Lesen, geht einem regelrecht das Herz auf. Dabei ist die Geschichte magisch, berührend und absolut bezaubernd. Mit viel Liebe und Hingabe hat die Autorin hier eine wundervolle Geschichte über Luna, ihre Großmama Xan und ihren Freunden geschrieben - 5 von 5 Nosinggläser.

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    Caterinas avatar
    Caterinavor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Märchenhaft und einfach bezaubernd!
    Magisch und einfach bezaubernd! Klare Leseempfehlung!

    Meine Meinung zum Buch


    Gestaltung: Auf "Das Mädchen, das den Mond trank" habe ich mich schon seit längerem gefreut und als ich es endlich in den Händen hielt, wollte ich unmittelbar damit beginnen. Die Grundidee sprach mich augenblicklich an, gerade weil ich in der letzten Zeit total gerne Kinderbücher lese. Und da war dieses Buch genau das richtige für mich. Optisch gefällt es mir ebenfalls und so sind alle wichtigen Elemente aus der Geschichte auf dem Cover zu finden, was ich sehr gut finde. Zu dem klang der Klappentext wirklich absolut zauberhaft, was meine Vorfreude noch größer machte.


    Einstieg: Die Autorin beginnt mit einem kurzen Kapitel, in dem in der Geschichte eine Geschichte erzählt wird, was ich als Einstieg unglaublich gelungen fand. Denn in diesen ersten Seiten, erzählt eine Mutter ihrem Kind die Geschichte von der bösen Hexe Xan, die jedes Jahr ein Kind aus dem Protektorat mit sich nimmt. Diese Einleitung gefiel mir sehr gut, denn so war ich als Leser auf dem selben Stand, wie auch die Bewohner des Dorfes. So schnell ich in der Geschichte ankam, so wohl fühlte ich mich auch gleich im Erzählstil von Kelly Barnhill.


    Charaktere: Einer der wichtigsten Schlüsselfiguren in dieser Geschichte ist die Hexe Xan, die natürlich alles andere als böse ist. So versteht sie die Bewohner nicht, die jedes Jahr zur selben Zeit das jüngste Kind des Dorfes in den Wald aussetzen. Da Xan aber ein Charakter mit einem ganz großen Herzen ist, nimmt sie die Kinder an sich, gibt ihnen Sternenlicht zu trinken und schenkt ihnen ein neues Leben. So kommt es aber eins ums andere, dass Xan einem Mädchen aus Versehen Mondlicht zu trinken gibt - da das Kind nun magifiziert ist, nimmt sie die kleine Luna bei sich auf. Und Luna ist ein absolutes Goldstück. Ich habe mich sofort in diesen kleinen Wirbelwind verliebt und wer dieses Buch liest, dem wird es nicht anders ergehen. Sie ist so lebensfroh und brachte mich immer wieder zum Lachen. Aber die Autorin hat noch mehr Figuren geschaffen, bei denen mir regelrecht das Herz aufging. Kelly Barnhill verleiht ihren Figuren so unendlich viel Tiefe, dass es gar nicht anders ging, als diese ins Herz zu schließen. Selbst die Nebenfiguren wie Antain und die "Verrückte" die nicht weniger bedeutend waren, waren wunderbar ausgearbeitet. Und so war ich auch von dem wahrhaft winzigen Drachen Fyrian, der die kleine Familie mit seiner freudigen Art wunderbar ergänzt, aber auch vom sechsarmigen Sumpfmonster Glerk (dessen Namen ich total passend finde, wenn man es Glörk ausspricht), der ein gewisser Ruhepol der Familie ist, und ziemlich alles in Gedichten ausdrückt, absolut angetan.


    Handlung: Für ihre Geschichte wählte die Autorin mehrere Handlungsstränge, die nach und nach zusammenkommen. So betrachtete ich die Geschichte aus verschiedenen Sichten und konnte unterschiedliche Orte kennenlernen. Vorrangig begleitete ich auf der einen Seite die kleine Familie rund um Luna, Xan, Fyrian und Glerk - ein Handlungsstrang, der oft nur vor Freude und Magie sprühte - und auf der anderen Seite gab es immer wieder Passagen aus dem Protektorat, wo die Stimmung viel melancholischer war. Die Mischung gefiel mir wahnsinnig gut. Schnell merkt man aber auch, dass sich auch rund um Luna die Stimmung ändert, und so machte sich eine Melancholie über diese Geschichte breit, die vielleicht für jüngere Leser etwas schwer zu greifen ist. Mir hat die Geschichte wahnsinnig gut gefallen und so baut die Autorin neben einfach nur bezaubernden Szenen, auch recht düstere Passagen ein, die wiederrum von sehr traurigen und auch herzerwärmenden abgelöst werden. Gerade zum Ende brachte Kelly Barnhill eine Wendung ein, die ich in keinster Weise vorhersehen konnte, für mich aber sehr stimmig war. Und auch wenn ich gerade das Ende sehr traurig fand, war es für mich mehr als passend und zufriedenstellend.


    Schreibstil: Kelly Barnhill schreibt einfach ganz wundervoll, so dass selbst ich - die keine 10-Jährige ist, für die eigentlich die Geschichte gerichtet ist - mich absolut wohl in der Geschichte fühlte. Die Autorin schreibt so lebendig und bildhaft, dass es für mich ein Vergnügen war zu sehen, wie Luna aufwächst, zu erleben, wie sich Antain auf die Reise begibt, um die Lüge um Xan aufzudecken, wie all die Figuren eine wunderbare Einheit bilden und vor allem wie viele Details entdeckt werden wollten. Kelly Barnhill schreibt so angenehm und ihre Liebe zum Detail merkt man in jedem Kapitel, was mich noch tiefer in die Geschichte eintauchen ließ.



    Mein Urteil 

     

    "Das Mädchen, das den Mond trank" von Kelly Barnhill sieht nicht nur optisch sehr schön aus, sondern zwischen den Buchdeckeln verbirgt sich eine Geschichte, die man unbedingt lesen sollte, gerade wer Märchen und besondere Figuren liebt. Mich hat dieses Buch wahnsinnig berührt, gerade die tollen Figuren, die unterschiedlicher nicht sein können, habe ich augenblicklich ins Herz geschlossen. Die Geschichte ist von einer großen Melancholie geprägt, was ich selbst gar nicht schlecht fand - trotzdem ist hier meine einzige Kritik: Gerade für jüngere Leser ab 10 ist diese Traurigkeit vielleicht etwas schwer zu greifen. Für mich war hier jedoch alles stimmig und deshalb spreche ich hier eine absolute Leseempfehlung aus. Ich vergebe sehr gute 5 von 5 Welten!





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    mii94s avatar
    mii94vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Gut, aber nicht umwerfend
    Gut, aber nicht umwerfend

    Inhalt
    Im Sternenlicht liegt natürlich Magie. Das ist allgemein bekannt.
    Aber Mondlicht: Das ist eine ganz andere Geschichte. Mondlicht ist pure Magie.
    Das weiß jeder.
    Diese Geschichte erzählt von einer Hexe, von der alle glauben, sie sei böse, einem kleinen Mädchen, das die Hexe bezaubert, einem sechsarmigen Sumpfmonster, das Gedichte liebt, von einem wahrhaft winzigen Drachen und einem jungen Mann, der sich aufmacht, die Hexe zu töten.
    Jedes Jahr lassen die Bürger des Protektorats ihr jüngstes Kind im Wald zurück – als Opfergabe zum Schutz vor der bösen Hexe. Jedes Jahr rettet die Hexe Xan die ausgesetzten Kinder, denn sie ist gar nicht böse.
    Dieses Jahr jedoch ist alles anders. Xan gibt dem ausgesetzten kleinen Mädchen aus Versehen Mondlicht zu trinken. Doch Mondlicht ist pure Magie! Und so wächst in dem Kind, genannt Luna, große Macht heran … Wird sie diese Macht für das Gute einsetzen und die Stadt, die sie einst opferte, von ihrem grausamen Schicksal befreien?

    Charaktere
    Luna ist ein sehr wissbegieriges Mädchen. Sie ist sehr liebevoll, fürsorglich und natürlich. Des Weiteren weiß sie manchmal nicht, wie sie mit bestimmten Situationen umgehen soll. Sie durfte Kind sein und ist dadurch auch sehr aufgeweckt. Sie wird sehr geliebt und ist auch richtig direkt.

    Xan ist eine sehr beschützende und liebevolle ältere Dame. Sie ist sehr fürsorglich und immer für alle da. Außerdem muss man sie einfach mögen. Sie ist sehr charakterstark, eine tolle Oma und sehr gefühlvoll.

    Meine Meinung
    Der Schreibstil ist sehr emotional und ausschweifend. Des Weiteren ist es sehr märchenhaft geschrieben, was es teilweise sehr anstrengend zu lesen macht. Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich und sehr tiefgründig.
    Der Anfang hat mir richtig gut gefallen. Man hat die Geschichte und die Protagonisten kennengelernt. Den Mittelteil fand ich eher anstrengend und schwerfällig, das Ende hingegen fand ich sehr spannend und wahnsinnig emotional.

    Mir fiel es sehr schwer, die Geschichte einzuordnen. Also ich kann nicht sagen, ob es ein Kinderbuch oder ein Jugendbuch ist.

    Zur Autorin
    Kelly Barnhill erhielt für ihre Kinderbücher bereits zahlreiche Auszeichnungen, für 'Das Mädchen, das den Mond trank' neben vielen Leserpreisen auch die renommierte Newbery Medal. Sie lebt in Minnesota mit ihren drei Kindern, ihrem Ehemann, und einem etwas launischen Hund. Sie liebt es zu wandern, ist eine schnelle Läuferin und eine furchtbar schlechte Gärtnerin.

    Empfehlung
    Ich kann euch das Buch definitiv ans Herz legen, wenn ihr auf ausschweifende und sehr märchenhafte Schreibstile steht. Dann ist dieses Buch auf jeden Fall etwas für euch.

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    MagicAllyPrincesss avatar
    MagicAllyPrincessvor 8 Monaten
    bezaubernd, wundervoll, berührend!!!

    Inhalt:

    Über viele Jahre hinweg opfert das Protektorat immer das jüngste Neugeborene, um eine böse Hexe davon abzuhalten, dem Dorf und seinen Bewohnern Leid zuzufügen. Die Dorfbewohner selbst, sind dem Ältestenrat hörig und tun was dieser sagt. So übergibt auch jedes Jahr die ausgewählte Familie freiwillig und ohne Zwischenfälle ihr Baby an den Ältestenrat, der das Kind wiederum an den Opferplatz im Wald bringt. Der Rat sonnt sich in Wohlstand, während die restlichen Menschen meist in bescheidenen Verhältnissen leben. Eines Tages ist es wieder soweit, der Tag der Opferung steht erneut an. Dieses Mal soll ein kleines Mädchen geopfert werden, doch die Mutter der Kleinen wehrt sich vehement dagegen, dass ihre Tochter der Hexe übergeben wird. Doch trotz des Protestes der Mutter, wird ihr das Kind entrissen und sie selbst in einen Turm gesperrt, damit sie wieder „normal“ wird und ihr Los akzeptiert.

    Hexe Xan hingegen, kann die grausamen Bewohner des Protektorats nicht verstehen. Jedes Jahr rettet sie das ausgesetzte Baby vor dem sicheren Tod und bringt es in eines der Dörfer jenseits des Waldes. Dort lieben die Menschen die Hexe, denn diese bringt ihnen den gewünschten Kindersegen und hilft den Bewohnern, dank ihrer Zauberkräfte, bei allen möglichen Gebrechen. Die geopferten Babys sind besondere Glückskinder, denn Xan gibt ihnen stets Sternenlicht zu trinken, wenn die mitgebrachte Ziegenmilch nicht mehr ausreicht.

    An jenem schicksalhaften Tag unterläuft Xan ein fataler Fehler. Sie gibt dem Mädchen aus Versehen Mondlicht zu trinken, sodass die Kleine durch die pure Magie magiefiziert wird. Da ein solch mächtiges Kind in den Städten und Dörfern einiges anrichten kann, nimmt Xan das Mädchen bei sich auf. Luna, wie die Hexe es tauft, wächst zufrieden und glücklich gemeinsam mit ihr, dem kleinen Drachen Fyrian und dem Sumpfmonster Glerk auf. Doch eines Tages werden Lunas enorme Kräfte aktiviert, sodass Xan eine folgenschwere Entscheidung treffen muss.

    Meinung:

    Die Worte bezaubernd, berührend und wundervoll, aber auch geheimnisvoll und düster, kommen mir sofort in den Sinn, wenn ich an „Das Mädchen, das den Mond trank“ von Kelly Barnhill denke. Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Zeile ein einmalig schöner Pageturner, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Gleich zu Beginn lernte ich das Protektorat und die in ihm lebenden Bewohner kennen. Über dem Dorf hängt eine Nebelgeschwängerte Traurigkeit, die niemals weicht. So führen die Menschen dort ein einfaches Leben ohne Luxus und mit wenigen Freudentagen. Der Ältestenrat hingegen lässt es sich stets gut gehen und hält die gutgläubigen Bewohner möglichst klein. So begehrt auch die Familie des jeweiligen Opferkindes niemals auf und erträgt ihre bzw. die Bestimmung. Dies ändert sich, als eine Mutter lautstark, aber vergeblich versucht, ihre Tochter zu beschützen. Ratsanwärter Antain ist darüber gleichermaßen geschockt und betrübt, da er die Gefühle der Mutter nachvollziehen kann und die jährliche Übergabe der Babys als sehr grausam empfindet.

    Hexe Xan hingegen, kann es Jahr für Jahr nicht fassen, wie brutal die Menschen des Protektorats sind, die ohne mit der Wimper zu zucken, ein Kind dem sichern Tod aussetzen. So hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Babys zu retten und ihnen eine tolle Familie in einem der Dörfer jenseits des Waldes zu suchen. Auf jeder Reise, die meist mehrere Tage in Anspruch nimmt, bekommen die Kleinen von Xan immer auch Sternenlicht zu trinken, sodass sie zu fröhlichen Glückskindern heranwachsen. An jenem schicksalhaften Tag, erhält das kleine Mädchen unbeabsichtigt Mondlicht zu trinken, sodass sie magiefiziert wird. Xan nimmt den ungestümen Lockenkopf bei sich in ihrer abgelegenen Waldhütte, nahe dem Sumpf, auf. Gemeinsam mit dem Sumpfmonster Glerk und dem kleinen Drachen Fyrian wächst Luna, so ihr Name, zu einem richtigen Wirbelwind heran. Doch als Lunas Kräfte aktiviert werden, muss Xan die wohl schwerste Entscheidung ihres langen Lebens treffen.

    Ich bin absolut verzaubert und begeistert von diesem Buch. Die Geschichte, die viele Märchenelemente enthält, ist so herzerwärmend und berührend. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und sehr locker. Außerdem hat sie eine Vielzahl an unterschiedlichen, zum Teil auch sehr charmanten und unter die Haut gehenden Charaktere geschaffen. Neben Hexe Xan, die mit ihrem großen Herzen und ihrem Tatendrang besticht, gibt es natürlich Protagonistin Luna, die mit ihrer liebevollen Art, ihrer Ehrlichkeit und ihrer Gradlinigkeit mein Herz im Sturm erobert hat. Ebenfalls hin und weg war bzw. bin ich von dem sechsarmigen Sumpfmoster Glerk, dass bereits älter ist als die Magie selbst und von dem kleinen Drachen Fyrian, der sich für groß, gefährlich und furchteinflößend hält. Glerk ist seit vielen Jahrhunderten an Xans Seite, er beschützt sie und hilft ihr schließlich auch bei der Erziehung von Luna. Fyrian hingegen ist sehr zart besaitet und der wohl beste Spielgefährte und Freund, den Luna sich nur wünschen kann. Ebenfalls sehr interessant ist Antain der Ältestenratsanwärter, auch er ist ein richtiges Goldstück und bringt so einige wichtige Dinge ins Rollen. Es gibt selbstverständlich auch Bösewichte und von schweren Verlusten gezeichnete Charaktere, die einiges an Düsternis in die Story bringen und mit ihrem Verhalten für die, für Märchen so typische „Gut gegen Böse – Balance“ sorgen. Auch der Humor kommt keineswegs zu kurz, so ertappte ich mich immer wieder dabei, wie ich während des Lesens schmunzeln musste.

    Für manches 10-jährige Kind, ist „Das Mädchen, das den Mond trank“ bestimmt ein wenig unheimlich oder nicht ganz so leicht zu verstehen, da jede Menge Weisheiten zwischen den 485 Seiten stecken. Außerdem gibt es auch einige tragische Momente und traurige Augenblicke, die einen jüngeren Leser sicher auch stark beschäftigen und eventuell auch ängstigen. Daher empfiehlt es sich sicher, das Buch gemeinsam mit dem Kind/den Kindern zu lesen und sich ausführlich darüber zu unterhalten. Denn genau das, hat dieser einmalig schöne Roman auch verdient. Auch das grandiose Setting lädt definitiv zum Träumen und Versinken ein, allen voran das zu Hause von Xan und Luna. Die kleine Hütte mit den unterschiedlichsten Tieren, die abgelegen direkt an Glerks Sumpf erbaut wurde, die wunderschöne Natur und auch die unterschiedlichen Dörfer und Städte mit ihren Bewohnern, sorgen dafür, dass der Leser viel entdecken kann. Es gibt auch einige spannenden Passagen und auch wenn ich manches erahnen konnte, wurde ich auch definitiv überrascht. Bei Kelly Barnhills Roman ist es allerdings überhaupt nicht wichtig, auf Unvorhergesehenes zu stoßen. Für mich sind vor allem die hinreißenden Botschaften und das unbeschreibliche Gefühl, welches ich während des Lesens durchweg verspürt habe, von Bedeutung.

    Hervorheben möchte ich unbedingt noch die süßen Kapitelanfänge wie zum Beispiel:

    Kapitel 10, ... in dem eine Hexe eine Tür findet und sich endlich erinnert

    Kapitel 17, ... in dem die Nussschale einen Riss bekommt

    Kapitel 21, ... in dem Fyrian eine Entdeckung macht

    Auch diese machen so neugierig auf das jeweilige Kapitel und ließen mich sogleich Vermutungen anstellen, was wohl in diesem passieren würde.

    Besonders gerne mochte ich es auch, dass mehrere Handlungsstränge parallel nebeneinander verlaufen, die allerdings trotzdem alle miteinander verknüpft sind und sich am Schluss auch zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Das Ende ist unbeschreiblich schön, rührend und bewegend.

    Fazit:

    „Das Mädchen, das den Mond trank“ von Kelly Barnhill hat mich komplett in seinen Bann gezogen, mich verzaubert und berührt. Wundervoll ausgearbeitete Charaktere, eine grandios - schöne Geschichte voller tiefgründiger Botschaften und magischer Momente, ein gigantisches Setting und der große Märchen – und Fantasy – Anteil bescherten mir traumhafte Lesestunden.

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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 8 Monaten
    Das Hörbuch hat mich gerettet

    Meine Meinung zum Kinder und Jugendbuch:

    Das Mädchen das den Mond trank


    Aufmerksamkeit:

    Diesen Punkt findet ihr wie stets auf meinem Blog.

    Inhalt in meinen Worten:

    Luna ist geopfert worden, denn es gibt ein Wesen das nur durch Leid existieren kann, und Leid wird nun einmal ausgelöst, wenn man ein Kind verliert.

    Die Hexe Xan übernimmt das Kind, und als es bei einem dummen Fehler dazu kommt, das Luna Mondmilch trinkt, nimmt ein Ereignis das andere Ereignis in Kauf.

    Wie wird Luna sich entwickeln, und wer ist diese böse Hexe, die letztlich nur von Leid leben kann?

    Wer sind die beiden Figuren, die Luna zur Seite stehen (ein Sumpfmonster und ein kleiner Drache)?

    Das soll euch das Buch am besten selbst erzählen.


    Wie ich die Geschichte über Luna empfand:

    Der Einstieg war besonders, es ist Märchenhaft und verspielt, manche Worte würde ich für zu schwer empfinden für Kinder ab 10 Jahren, aber dafür gibt es ja Eltern. Dann ging es aber rasant nach unten und ich hatte das Gefühl, die Magie von Luna kommt nicht bei mir an, ich habe jedoch erst einmal nicht aufgeben wollen, und das Buch weiterlesen wollen, denn ich hatte irgendwie das Gefühl da kommt noch etwas, etwas besonderes. Doch immer mehr griff ich lieber zu anderen Büchern als zu Luna, weil Luna es mir nicht leicht machte.

    Das lag sicherlich einerseits an den vielen Facetten der Geschichte, denn es gibt nicht nur einen Handlungsstrang, es gibt mehrere Personen, aus denen ich die Geschichte erfahren darf.

    Irgendwann schaltete ich auch deswegen ab, weil ich einfach keinen der Charaktere fassen konnte und mich fallen habe lassen können, das fand ich schade, denn für ein Kinderbuch ist es doch sehr konfus geschrieben und irgendwie hatte ich dann auch irgendwann das Gefühl vielleicht bin ich ja für diese Geschichte zu alt, deswegen legte ich irgendwann das Buch auf die Seite und wartete ab, den ich wusste das Hörbuch kommt. So schob ich das Hörbuch tatsächlich dazwischen und war wirklich dankbar das Simon Jäger mich in das Abenteuer von Luna mitnahm und es dadurch noch einmal viel viel lebendiger geworden ist und ich dann auch ohne Probleme weiter folgen konnte und das Gefühl hatte, wirklich am „Ende“ anzukommen, dennoch hab ich das Gefühl mir wurde was genommen, was ich nicht verstand, weil es irgendwo zwischen den Zeilen zu finden war.


    Schreibstil:

    Die Sätze sind recht kurz gehalten, mal mit drei Worten mal jedoch auch längere. Meist ist das Buch als Alleswissendes Ich erzählt und die Figuren fingen an viel zu sprechen, so das ich wirklich hautnah mitbekam, was die einzelnen Figuren so taten.

    Die Sprache ist wie typische Märchen gehalten und das für ca 150 Seiten geht das wirklich gut, aber dann irgendwann war mir das zu viel, denn auch durch den immer regelmäßigen Wechsel der Figuren in der Handlung, war das alles nicht mehr greifbar.


    Handlung:

    Die Handlung streckt sich über die Spanne eines menschlichen Lebens, das merkt man daran, das der Junge, der mit Luna etwas gemeinsam hat und als Luna zur Hexe kam selbst noch ein Junge war, am Ende ein Erwachsener war, der seinen eigenen Sohn retten wollte. Diese Idee fand ich gelungen, jedoch nachdem ich mir mit dem Buch schwer tat, tat ich mir auch mit dieser Idee schwer. 

    Empfehlung:

    Tja ausnahmsweise fällt es mir mir absolut schwer, euch das Buch an euer Herz zu legen. Denn ich konnte mit diesem Buch leider nicht so viel anfangen, wie ich es erwartet hatte, jedoch wer auf Märchen steht, und die Mystik über Luna (Mond) mag, und sich nicht an verworrene Ideen stören lässt und genug Durchhaltekraft hat, wird dieses Buch vielleicht lieben und diese Geschichte klasse finden.

    Was mir wie gesagt geholfen hat, war das Hörbuch.

    Deswegen würde ich euch dieses mal eher zum Hörbuch als zum Buch raten.


    Bewertung:

    Nachdem mir das Hörbuch die Geschichte gerettet hatte und ich dadurch auch am Ende der Geschichte angelangt war, gebe ich dieser Geschichte drei Sterne. Wäre ich nicht mehr an das Ende gekommen wäre es wohl nur zwei Sterne geworden.

    Jedoch nachdem ich Simon Jäger als Geschichtensprecher hier wirklich klasse finde und ich allein dem Hörbuch vier Sterne geben würde, und dem Buch leider nur zwei Sterne ergibt das im Durchschnitt drei Sterne.

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    JuliBs avatar
    JuliBvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach nur wunderbar und märchenhaft
    Für Leser, die märchenhafte Klassiker mögen.


    Mir hat "Das Mädchen, das den Mond trank" sehr gefallen. Sowohl von der Art der Erzählung als auch vom Inhalt her. Märchenhaft schön mit einem Schluss, an dem ich schon ein paar Tränchen vergossen habe, weil mich die Geschichte so berührt hat. Zugegebenermaßen sind solche Erzählungen wirklich Geschmackssache, aber meiner wurde total getroffen. 


    Es geht um ein Dorf, das abgeschieden von der Außenwelt noch dazu von einem Rat unterjocht wird, der den Bewohnern weis macht, im Wald würde eine Hexe wohnen, die Erstgeborene fordert oder sonst das Dorf zerstören würde. Die Bewohner leiden und trauern. 


    Was sie nicht wissen ist, dass es tatsächlich eine Hexe gibt, diese aber die armen ausgesetzten Babys mit Sternenlicht aufpäppelt und dann in andere Städte bringt, wo sie glücklich und zufrieden aufwachsen. Bei einem der Babys passiert Xan aber ein Missgeschick und füttert es mit Mondlicht. Das ist magisch und damit muss sie das Mädchen, das sie Luna nennt, selbst aufziehen. Zusammen mit einem Sumpfmonster, das älter als die Zeit ist und einem kleinen Drachen, der Lunas bester Freund wird. 


    Aber natürlich gibt es auch die Hexe, die böse ist und sich von der Trauer der armen Dorfbewohner nährt. Ihr gilt es das Handwerk zu legen, doch mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, denn es ist so schön, die einzelnen Facetten der Geschichte selbst für sich zu entdecken. 


    Schön geschrieben, märchenhaft, tolle Protagonisten und Antagonisten. Ein Herzensschmöker, den man auch zweimal lesen kann. Für mich ist es 5 von 5 Sternen wert. 

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    Pressestimmen

    Meisterhaft erzählt wächst hier ein Klassiker heran.

    Die amerikanische Autorin und dreifache Mutter Kelly Barnhill hat ihren Roman […] vielleicht für Kinder geschrieben, aber dieses Buch rührt auch Mütter zu Tränen [.].

    Wundervoll ausgearbeitete Charaktere, eine grandios-schöne Geschichte voller tiefgründiger Botschaften und magischer Momente, ein gigantisches Setting und der große Märchen- und Fantasy-Anteil bescherten mir traumhafte Lesestunden.

    Witzige Monster wie der größenwahnsinnige Drache Fyrian und die magischen Fähigkeiten der jungen Luna treffen in diesem fantastischen Buch auf dunkle Lügen und machtversessene Herrscher.

    Dramaturgisch sehr raffiniert entwickelt die amerikanische Autorin Kelly Barnhill in ihrem Roman […] eine märchenhafte Handlung in verschiedenen Erzählsträngen und Zeitebenen.

    Aus wechselnden, fein miteinander versponnenen Perspektiven erzählt, entfaltet sich die Story mit bizarren Wendungen.

    ein magisches Märchen. Obwohl es in der Geschichte viel zu schmunzeln gibt, ist sie so spannend, dass man sie kaum aus der Hand legen mag

    ›Das Mädchen, das den Mond trank‹ ist ein außergewöhnlicher Hexenroman. Hochspannend und wunderschön erzählt.

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