Kelly Link

 3.9 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Die Elbenhandtasche, Pretty Monsters und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Kelly Link

Die Elbenhandtasche

Die Elbenhandtasche

 (9)
Erschienen am 02.01.2008
Pretty Monsters

Pretty Monsters

 (2)
Erschienen am 01.07.2010
Magic for Beginners

Magic for Beginners

 (0)
Erschienen am 05.02.2007
Stranger Things Happen

Stranger Things Happen

 (0)
Erschienen am 30.11.2012
Steampunk!

Steampunk!

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Erschienen am 06.12.2011
Steampunk!

Steampunk!

 (0)
Erschienen am 11.10.2011

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Ailiss avatar

Rezension zu "Die Elbenhandtasche" von Kelly Link

Rezension zu "Die Elbenhandtasche" von Kelly Link
Ailisvor 8 Jahren

DIESE LEKTÜRE WURDE ABGEBROCHEN!
Bei "Die Elbenhandtasche" von Kelly Link handelt es sich um einen Band mit Kurzgeschichten, die im Bereich Fantasy anzusiedeln sind. Für jemanden wie mich, der Fantasy nur sehr ausgewählt und eher selten in die Hand nimmt, genau das Richtige. So dachte ich zumindest, denn auch kleine Häppchen können zur Qual werden, wenn sie dem Leser nicht gefallen. Insgesamt sind mir Kelly Links Geschichten einfach zu absurd, außerdem fehlt ihnen jeglicher Abschluss. Sie enden einfach ohne Sinn und Verstand, mittendrin in einer Erzählung, die weder anfangs noch am Ende irgendeine Bedeutung zu haben scheint. Das könnte ich noch als kunstvoll und innovativ abtun, wenn die Kurzgeschichten sprachlich ein Genuss wären, doch leider ist die Sprache recht gewöhnlich und kann nicht von der fehlenden Sinnhaftigkeit des Ganzen ablenken.
Schade, ich hatte mich auf diese Erzählungen gefreut, aber so werden sie Opfer meines allseits bekannten Mottos: Meine Zeit ist kostbar, also weg damit!

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KarlaSs avatar

Rezension zu "Die Elbenhandtasche" von Kelly Link

Rezension zu "Die Elbenhandtasche" von Kelly Link
KarlaSvor 9 Jahren

Der Erzählband Magic for Beginners (deutsch irritierend falsch als Die Elbenhandtasche) beinhaltet neun verstörende, komische Geschichten, die ich gleich noch einmal lesen wollte, nachdem ich sie durch hatte.

In "Die Elbenhandtasche" (richtiger wäre "Die Feenhandtasche") verschwindet ein junger Mann in einer Tasche, die in ihrem Innern von dem gehäuteten Hund bewacht wird, aus dessen Fell sie genäht wurde. "Hortlak" erzählt von zwei Männern, die am Rande des Totenreichs einen 24Stunden-Supermarkt betreiben, um sich einen neuen Markt zu erschließen. "Die Kanone" ist ein surreales Stück über scheiternde Liebe; ebenso wie "Steintiere", eine Erzählung, in der Wirklichkeitsebenen sich lynchartig unentwirrbar miteinander vermengen. "Katzenfell" erzählt von der Rache einer ermordeten Hexe, und "Ein paar Zombie-Notfallpläne" von einem Mann, der ein Gemälde aus einer Galerie klaut, das dort nie gehangen hat. "Die große Scheidung" handelt von der schwierigen Ehe zwischen einem Lebenden und einer Toten, und "Magie für Anfänger" ist eigentlich gar keine Kurzgeschichte, sondern eine TV-Serie. "Eingelullt" schließlich handelt von der Macht der Worte.
Dass man die Geschichten nicht immer eindeutig auflösen kann, macht einen Teil ihrer Wirkung aus. Noch Tage nach dem Lesen habe ich daran herumgepuzzelt und versucht, ihnen eine endgültige Logik abzugewinnen.
Wie bei einem Moebiusband, bei dem die Innenseite zugleich die Außenseite ist, zwingen die Konstruktionen zu unmöglichen Denkbewegungen, und das macht sie zu einer wirklich magischen Erfahrung.
Die losen Enden, die dabei überall hängen bleiben, sind ein realistisches Moment in diesen ansonsten verzauberten Geschichten. Vielleicht daher der Eindruck, dass sie stattfinden, während man sie liest, dass sie nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich sind.

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Alexandra-Supertramps avatar

Rezension zu "Die Elbenhandtasche" von Kelly Link

Rezension zu "Die Elbenhandtasche" von Kelly Link
Alexandra-Supertrampvor 9 Jahren

Kelly Link beweist mit ihren Kurzgeschichten einen enormen Erfindungsreichtum. Sie versteht sich darauf, ihre Geschichten bis in den letzten Winkel lebensnah erscheinen zu lassen, mag der Plot sich auch noch so abstrus entwickeln. Mit einer bewundernswerten Leichtigkeit erzählt sie von den sonderbarsten Verwicklungen und wenn man die merkwürdigen Handlungsverläufe mit eigenen Worten wiedergeben wollte, so könnte das nur reichlich unmöglich und verschroben klingen. Auf die Inhalte der einzelnen Geschichten einzugehen, werde ich mir an dieser Stelle also lieber verkneifen. Link schafft es, ihre Geschichten so selbstverständlich und normal erscheinen zu lassen, dass man staunt, wie verrückt sie dabei eigentlich sind.

Nicht selten kranken Kurzgeschichten daran, dass sie nicht ausreichend Tiefe entwickeln, den Leser nicht weit genug in ihren Bann ziehen können und er nach Ende der Geschichte seltsam unberührt zurückbleibt. Kelly Link hat damit in den meisten Fällen wenig Probleme. Sie scheint den Leser einzulullen, zieht ihn tief in ihre Geschichten hinein und spinnt ihn ein, in einen Kokon irrsinniger und fantastischer Ideen.

Die Art und Weise, wie sie beispielsweise in der Geschichte "Eingelullt" die Erzählebenen ineinander verschachtelt, ist schon sehr raffiniert eingefädelt. Sie schafft es, sich auch dabei nicht zu verzetteln und den Leser auf halber Strecke zu verlieren. Man kann ihr auch auf den fantastischsten Pfaden meist noch sehr gut folgen, denn allen Geschichten liegt neben einem Hang zum Absurden und Fantastischen auch ein Hang zum ganz Normalen, Alltäglichen zugrunde.

Dabei bewegt Kelly Link sich stets souverän durch die unterschiedlichen literarischen Gattungen. Mal geht es in Richtung Märchen oder Fabel, mal in Richtung Krimi, mal garniert sie ihre Geschichten mit einer Prise Horror, mal mit einem wunderbar ironischen Unterton. Kelly Link schafft einen gelungenen Genremix mit stets präsentem Fantasyeinschlag und präsentiert eine unterhaltsame Vielfalt an Kurzgeschichten, die allesamt vor allem eins gemeinsam haben: Sie sind viel zu schnell zu Ende. Man möchte ihre Protagonisten am liebsten noch länger begleiten, sehen was aus ihnen wird und wie sie sich weiter entwickeln.

Lediglich die nur 10-seitige Geschichte "Die Kanone" kann nicht so ganz überzeugen. Im Stil eines Interviews gehalten, hat sie zwar auch einen schönen Moment, wenn quasi eine Geschichte innerhalb der Geschichte erzählt wird, ansonsten bleibt sie hinter den übrigen Erzählungen aber um einiges zurück.

FAZIT: Ich tue mich sonst oft etwas schwer mit Kurzgeschichten, aber Kelly Link hat es geschafft das Eis meiner sonstigen Kurzgeschichtenzurückhaltung zu brechen. Sie beweist einen enormen Erfindungsreichtum, fährt herrlich absurde und fantastische Ideen auf und verbindet das Ganze zu einer Vielfalt an unterhaltsamen und farbenprächtigen Kurzgeschichten. Man darf nach diesem Debüt auf jeden Fall gespannt darauf sein, was Kelly Link in Zukunft noch abliefert.

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