Rezension zu "Die Erste Klinge" von Kelly McCullough
Zunächst vorweg: Es ist jammern auf hohem Niveau. Auch im 5. Band nimmt uns Kelly McCullough mit in die mittelalterlich geprägte Welt Tien. Für mich immer noch genial ist das Duo Aral, der Assassine, der gegen viele innere Dämonen ankämpfen muss, und sein Schatten Triss. Sehr schön finde ich, wie die Entwicklung von Aral weitergeführt wurde. Zu Beginn der Serie war Aral ein Wrack, dem Alkohol verfallen. »Kennt man doch« wird mir jetzt sicher entgegengehalten. Aber in diesem Fall muss ich sagen, ist die Umsetzung wirklich sehr gut gelungen. Denn in diesem Band geht es um die Frage: Was ist Gerechtigkeit? Was bin ich bereit, dafür zu leisten? Denn genau diese Frage müssen Aral und Triss für sich beantworten. Sehr gut gefallen hat mir die (Wieder-)Einführung von Siri, die »Hochzeit« ist super beschrieben. Auch die Durkoth haben ein Gastspiel, Figuren, die ich besonders gelungen halte. Leider gibt es in meinen Augen einen Minuspunkt: Die Sache mit den schlafenden Göttern, die trotzdem Einfluss haben auf die wache Welt, konnte mich nicht überzeugen. Dementsprechend fiel es mir schwer, die Handlungen von Aral, Triss und Siri nachzuvollziehen. Aber wie schon zu Beginn gesagt: Das ist Jammern auf hohem Niveau, denn insgesamt bietet »Die erste Klinge« High Fantasy von solider Qualität. Fazit: Kaufempfehlung, vor allem für alle, die wie ich bereits die vorherigen 4 Bände gelesen haben. Im nächsten und letzten Band wird eine »Schlacht von epischem Ausmaß« angekündigt - ich bin gespannt!