Kelsey Sutton Winterseele - Kissed by Fear

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Inhaltsangabe zu „Winterseele - Kissed by Fear“ von Kelsey Sutton

Niemand weiß, dass Elizabeth Caldwell die Gabe besitzt, Gefühle in menschlicher Gestalt zu sehen. Sehnsucht, Mitleid, Wut - sie alle halten sich von Elizabeth fern, denn sie zeigt als einzige Sterbliche keine Reaktion auf ihre Berührung. Allein der Angst und Schrecken verbreitende Fear wird bei ihr schwach. Er ist besessen davon herauszufinden, welche Macht Elizabeth zu dem gemacht hat, was sie ist ...

Sehr spannend! Wenn man angefangen hat zu lesen möchte man nicht mehr aufhören. Absolute empfehlung 💕

— Ronja_Hafeneder

Ein Buch voller Magie, Einsamkeit und tausenden Gefühlen.

— Fuchsiah

Schade, dass der Weltentwurf nicht genauer beleuchtet wurde

— Skyline-Of-Books

Tolle Geschichte, nur leider etwas schwach geschrieben...

— LolaWriter

Super Grundidee mit ernsten Thematiken, guten Charakteren, die mich teils berührt haben, und interessanter Geschichte. Allerdings gab es zu

— phoenics

Düsterer als erwartet, nach anfänglichen Ver(w)irrungen überaus fesselnd. Ein außergewöhnlicher, erfrischender Fantasy-Roman mit Tiefe.

— Sandra-Andrea-Huber

Tolle Idee mit schwacher, inkonsequenter Umsetzung

— AnnaBerlin

Eigentlich nur 3,5 Sterne, aber wegen dem Cover habe ich mal dreist aufgerundet.

— Yomi

Solider Fantasy-Einteiler!

— Julie209

Geschmeidig und Liebevoll. Ein purer Genuss für zwischen durch mit einem Harmonischen Zusammenspiel aus Spannung, Leidenschaft und Gefühl!

— Jenlovetoread

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  • Eine Reise durch die Welt der Gefühle

    Winterseele - Kissed by Fear

    Fuchsiah

    06. October 2017 um 18:41

    "Man kann keine Antworten von jemandem verlangen, der die Wahrheit nicht kennt." (Seite 55)Es gibt Dinge im Leben, über die hat man nie nachgedacht. Gefühle waren immer da, sind ein Teil von uns, doch was ist, wenn eben diese Gefühle fehlen?Tatsächlich ist mir der Einstieg in dieses Buch unfassbar leicht gefallen. Ich fand Elizabeth genau wie Fear von Anfang an faszinierend, doch klar war, dass sie als "Sonderling" nicht nur positive Gefühle auf sich aufmerksam macht und genau das hat mir richtig gut gefallen.Wir lernen Elizabeth als gefühlloses Wesen kennen, das zu keiner wirklichen Emotion im Stande ist. Sie kann nur so tun, als ob sie etwas fühlen würde, doch genau das wird ihr zum Verhängnis. Nicht nur ihre einzige Freundin verliert sie, es steht eine ganze Zukunft auf dem Spiel, dessen Vergangenheit sie nicht kennt und alles scheint zu einer einzigen Person zu laufen, deren Gesicht jedoch im Schatten liegt.Allein diese Idee, Gefühle ein Gesicht zu verleihen fand ich unfassbar bewegend. Was wäre, wenn es wirklich so wäre? Niemand weiß wie es ist, ohne Gefühle zu leben und die anderen Gefühle aber zu sehen.Ob es anders wäre? Ob es genauso wäre wie im Buch beschrieben? Ich habe keine Antwort auf all meine Fragen, doch ich muss sagen, dass ich Buch und Idee wirklich überzeugend fand.Vor allem Elizabeth und Fear, die scheinbar eine gemeinsame Vergangenheit zu haben scheinen, fand ich als Wesen total faszinierend, ich wollte mehr wissen, mehr erfahren und bin in diese düstere, traurige Stimmung eingesogen worden.Die Entwicklung, die Elizabeth durchmacht, die Stimmung, die sich im Stil mit anpasst, all das hat es zu etwas Lesenswertem gemacht, da der Leser wirklich spürt, wie sich etwas in ihr zu verändern scheint und doch nicht dahinter kommt, was es ist.Schade fand ich nur, dass man an Anfang schon gemerkt hat, dass sich etwas in ihr verändern wird, da die Autorin einen Weg zwischen gefühllos und dem wählen musste, was sie dem Leser vermitteln will. Ergo, im Leser selbst werden genau diese Gefühle hervorgerufen, die Elizabeth kalt lassen, weshalb man häufig dazu neigt, ihr eben diese anzulegen, auch wenn sie sie selber gar nicht fühlt und dann kommt es manchmal zu komischen Momenten, in denen sie dann kaltwarmherzig wirkt (NEOLOGISMUS YEAH). Sie beschreibt etwas neutral, und man selbst hat die Gefühle dazu, von denen man denkt, dass sie sie ja auch haben müsste, dann zeigt sie eine Gefühlsregung, man merkt aber, dass sie nicht echt ist und genau das sorgt manchmal für eine Art beklemmendes Gefühl, weil man nicht weiß, was seine Gefühle sind, was ihre und was sie letzten Endes wirklich fühltIch fand es genial, doch genau das kann wiederum auch ein Manko am Buch sein, denn man muss diese Erzählweise verstehen, um zu wissen, was sie fühlt und was die eigenen Gefühle sind.Lässt man es zu, wird man wirklich eins mit der Story, erlebt alles aus der Sicht des Erzählers, ohne den Bezug zu verlieren, entdeckt die dunklen Geheimnisse und die Magie, die in jedem Gefühl schlummert.Doch kann auch genau das manchmal eben für Verwirrung sorgen, weshalb ich denke, dass es nicht für jeden etwas ist.Es ist düster, magisch und auch irgendwie einsam.Es vermittelt das Gefühl, auf der Suche nach dem Zuhause zu sein, dass Elizabeth nie hatte. Es vermittelt, dass man vor seiner Vergangenheit nicht fliehen kann und verdrängen keine Lösung ist. Genau das verzögert alles nur, löst aber keine Probleme.Für mich ein ganz klarer Favorit in diesem Monat/im Letzten. Ich kann es allen wärmstens empfehlen, die sich auf diese Reise mitnehmen lassen wollen. Auf eine Reise voller Gefühle und einer Angst, die man so niemals erwartet hat.

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  • Winterseele: tolle Idee, die mich aber durch die Hauptfigur & die Handlung nicht komplett überzeugte

    Winterseele - Kissed by Fear

    Tiffi20001

    14. September 2017 um 21:51

    Klappentext:Wie schmeckt deine Angst, Elizabeth? Wie würde es sich anfühlen, wenn sich deine Augen auf meine Berührung hin verdunkeln? Wenn du auf mein Kommando zu zittern beginnst?Solange sie sich erinnert, kann Elizabeth Caldwell nichts fühlen. Doch sie besitzt die Gabe, die Emotionen anderer in menschlicher Gestalt zu sehen. Mitleid, Sehnsucht, Freude – Elizabeth ist die einzige Sterbliche, die die Berührung der Gefühlswesen kaltlässt. Allein der gefährlich-schöne Fear will Elizabeth nicht aufgeben. Unter den Menschen verbreitet er Angst und Schrecken, doch bei Elizabeth wird er schwach – denn ausgerechnet das Mädchen, über das er keinerlei Macht besitzt, bringt sein eigenes Herz zum Schlagen. Als eine dunkle Gestalt Elizabeths Leben bedroht, kann nur die Wahrheit über ihre Herkunft und Fears unsterbliche Liebe sie retten...Buchgestaltung:Das Cover zeigt neben dem Titel „Winterseele: Kissed by Fear“ die Zeichnung eines Mädchens und ist überwiegend in hellen Blau- und Rottönen gehalten worden.Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut, da ich die Zeichnung sehr stimmig finde und sie mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Auch der Hintergrund ist gut gewählt worden, da er sehr gut zur Zeichnung passt und das Cover dadurch insgesamt sehr stimmungsvoll wirkt.Der Titel kann mich ebenfalls überzeugen, da ich es einerseits schön finde, wie der Titel in das Cover integriert wurde und er dadurch auch sofort auffällt. Aber auch der Untertitel ist gut gewählt, da er doppeldeutig ist und dadurch Interesse an der Geschichte weckt.Der Klappentext beschreibt das Buch spannend, sodass ich ihn prinzipiell gelungen finde. Ich hätte ihn mir aber noch etwas detailreicher und genauer gewünscht, sodass man eine bessere Vorstellung von der Handlung erhalten hätte.Insgesamt gesehen eine durchaus gelungene Buchgestaltung, die es schafft zum Lesen zu animieren.Eigene Meinung:Mir hat das Cover sehr gut gefallen und auch die Thematik hat mich neugierig gemacht, leider konnte mich das Buch aber nicht komplett überzeugen.Der Einstieg in den Roman ist mir leider nicht wirklich gut gelungen und ich habe relativ lange gebraucht, bis ich mich wirklich in der Geschichte zurechtfinden konnte. Ich muss auch sagen, dass v.a. am Anfang kaum etwas geschieht und ich mir einen schnelleren Einstieg in die Handlung gewünscht hätte, sodass das Buch von Anfang an spannend gewesen wäre. Insgesamt konnte ich mich auch leider nie einhundertprozentig mit der Geschichte identifizieren. Ganz gut gefallen dagegen hat mir, dass man im Verlauf des Buches dann doch noch einen etwas genaueren Einblick in die Hintergründe des Romans erhalten hat. Ich finde auch prinzipiell die Thematik der (fehlenden) Emotionen sehr spannend, gleichzeitig wurde die Geschichte aber auch durch diesen Aspekt sehr nüchtern, da mir die gefühlten Emotionen dann doch gefehlt haben. Das Ende war dann meiner Meinung nach passend, ich hätte mir aber auf jeden Fall eine schnellere Erzählweise gewünscht, sodass ich glaube, dass die Geschichte (besonders im ersten Teil) auch mit weniger Seiten erzählt hätte werden können. Die Figuren sind auch an sich sehr interessant angelegt, ich muss aber auch hier sagen, dass ich mich in die Hauptfigur Elizabeth (auch aufgrund der fehlenden Emotionen) nur sehr schwer hineinversetzen konnte und ich konnte auch ihr Verhalten manchmal nicht wirklich nachvollziehen. Dagegen fand ich die Idee, die verschiedenen Emotionen mit tatsächlichen Personen darzustellen als etwas Neues und deshalb ist diese meiner Meinung nach sehr gelungen. Die Sprache des Buches ist zwar flüssig geschrieben, aber auch hier haben mir die Emotionen gefehlt und ich hätte mir eine etwas fesselndere Erzählweise gewünscht, sodass ich beim Lesen besser unterhalten worden wäre. Insgesamt war mir das Buch persönlich etwas zu nüchtern und ich hätte mir eine etwas bessere Umsetzung der interessanten Idee gewünscht. Fazit:Ein Jugendbuch mit einer sehr interessanten Grundidee, das mich leider durch die etwas langsame Handlung sowie die Figuren, in die ich mich nie komplett hineinversetzen konnte, nicht vollständig überzeugen konnte. Insgesamt haben mir leider die Emotionen in dem Buch gefehlt, sodass ich es leider nur bedingt empfehlen kann.Autor:Kelsey Sutton lebt in Minnesota, wo sie Englisch und Kreatives Schreiben studiert hat. Wenn sie nicht gerade schreibt und sich in die romantische Welt von Elizabeth und Fear träumt, schaut sie zu viel Netflix, versorgt sich mit einem Mocha aus dem Coffeeshop um die Ecke oder stöbert in ihrem Lieblingsbuchladen.Allgemeine Infos:Titel: Winterseele: Kissed by FearAutor: Kelsey SuttonVerlag: RavensburgerSeitenzahl: 352Preis: 12,99 EURISBN: 978-3473585083

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  • Fesselnd wie nie. EIn großartiges Buch!

    Winterseele - Kissed by Fear

    CaraRo

    02. September 2017 um 18:33

    Ich hab mich schon sehr auf das Buch gefreut, nachdem bei der Ravensburger Verlagspräsentation auf der LoveLetter Convention so sehr davon geschwärmt wurde. Zudem klang der Klappentext ziemlich interessant und das Print-Cover ist wunderschön gestaltet. Von der ersten bis zur letzten Seite fand ich das Buch durchweg einfach nur fesselnd und faszinierend. Zwar nicht auf diese mitreißende Art, die einen Gefühlsmäßig auf die schlimmste Achterbahn schickt, sondern eher auf ruhige und stille Art und Weise. Ich hatte zu Anfang ein paar Probleme, weil einfach nicht in meinen Kopf rein wollte, dass Elizabeth zur High School geht und es Autos gibt, ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, es würde in einer völlig anderen (viel früheren) Zeit spielen. Es hat ziemlich lang gedauert, bis ich mich darauf einstellen konnte. Was mich aber wirklich beeindruckt hat, war die Art und Weise, wie die Autorin es schafft, die Leere in Elizabeth rüberzubringen. Es ist etwas ganz anderes, ein Buch zu lesen, in dem man über den Protagonisten absolut gar keine Gefühle erfährt. Dennoch ist das Buch nicht platt oder nichtssagend. Die Leere ist in jeder Zeile präsent und ich muss sagen, manchmal hat das wirklich ein wenig auf meine eigene Stimmung gedrückt. Aber grade das fand ich so beeindruckend. Das man als Autor auch das so wahnsinnig gut rüberbringen kann. Das war nämlich zu Beginn eine meiner größten Sorgen: Ein gefühlloses Buch. Auch die Handlung entwickelt sich im Laufe des Buches in ganz ungeahnte Richtungen und ich war wirklich positiv überrascht. Auch von der Tatsache, dass es keine direkte Liebesgeschichte gibt, oder zumindest nur eine indirekte. Gibt es so etwas wie indirekte Dreiecksgeschichten? Ich mag Liebesdreiecke gar nicht, aber die Art, wie das Thema hier aufgearbeitet wurde hat mit wirklich gefallen. Ebenso das Ende, dass ich am Anfang des Buches definitiv nicht so vermutet hatte. Winterseele ist damit alles andere als Mainstream und obwohl es nur 4 Raben von mir gibt, bin ich hin und weg von dem Buch (ja, sowas geht). Es ist auf seine ganz eigene Art etwas ganz Besonderes und ich hab noch kein vergleichbares Buch gelesen, dass mich so berührt hat ohne jegliche Gefühle. Trotz der (nur) 4 Raben ist es definitiv eins meiner Highlights 2017.

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  • Leider nicht so überzeugend, wie ich es mir gewünscht hätte

    Winterseele - Kissed by Fear

    Buechersalat_de

    31. August 2017 um 14:26

    Ich finde das Cover an sich recht schön, allerdings passt es nicht wirklich für mich zum Buchinhalt. Auch der Titel ist nicht sehr passend oder? Ich mag auch diese deutsch/englischen Mischtitel  nicht. Die Klappe fand ich wirklich mal interessant und habe mir gedacht, dass ich hier vielleicht endlich mal wieder einen schönen Fantasy Roman zu lesen bekomme.Die Grundidee finde ich klasse, auch die einzelnen Gefühle sind super dargestellt. Sie als menschliche Gestalten, die aber für alle außer Elizabeth unsichtbar sind, darzustellen fand ich richtig gut. Aber irgendwie habe ich mehr erwartet.Elizabeth ist gefühllos, im wahrsten Sinne des Wortes, jedenfalls sagt sie sich das immer wieder. Aber während des Lesens hat man oft das Gefühl, dass es eigentlich nicht so ist, sie empfindet nur anders als andere, meiner Meinung nach.Der Schreibstil passte sehr gut zum Buch, er ist etwas langatmig an einigen Stellen, aber an anderen auch wieder sehr bilderreich, so dass das Kopfkino nicht zu kurz kommt.Leider gab es auch eine dieser Dreiecksgeschichten, und das mag ich ja nun überhaupt nicht. Es ist schwierig, etwas über die Protagonisten und die Handlung zu erzählen, wenn mann nicht spoilern möchte. Ich bin wirklich hin und her gerissen. Grundidee und Schreibstil sind super aber einiges passt für mich nicht zusammen und leider sind einige Stellen zu langatmig. Dann diese Dreicksgeschichte und dieser "Feind". Über die Eltern erfährt man leider auch nicht wirklich etwas und Fear bleibt für mich bis zum Schluss sehr mysteriös und blass. Warum es diesen Feind gab weiß ich ehrlich gesagt nicht so richtig. Klar ist er der Ursprung, der zur Geschichte führt aber auf der anderen Seite spielt er nur einen Nebenrolle. Für mich bleiben zum Schluss ein paar Fragezeichen stehen und so richtig zufriedenstellen konnte mich das ganze leider nicht. Was ich wirklich schade finde, da diese Geschichte, aus meiner Sicht, mehr Potenzial gehabt hätte. Ein schönes, verwirrendes und leider ausbaufähiges Buch.

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  • Gute Idee

    Winterseele - Kissed by Fear

    SLovesBooks

    04. August 2017 um 13:14

    Meine Meinung: Dieses Buch ist sehr speziell. Es hat eine sehr neue Geschichte, die ich noch nie gelesen habe. Die Autorin orientiert sich nicht wie so viele Jugendbuchautoren an dem, was gerade modern ist, sondern konstruiert ihre ganz eigene Handlung. Elizabeth kann keine Gefühle empfinden. Stattdessen kann sie sie in Menschengestalt sehen. Diese Idee ist wirklich gelungen. Auch die Umsetzung gefällt mir. Die Gefühle werden in ihrer menschlichen Form sehr treffend dargestellt. Auch Elizabeths Charakter hat mir gefallen. Dadurch, dass sie keine Gefühle empfindet ist es selbstverständlich schwer sich in sie hineinzuversetzen. Es besteht immer so eine kleine Mauer, die man als Leser versucht zu überwinden. Dadurch kam ein ganz besonderes Feeling auf und ihr Charakter wurde umso interessanter. Man bemerkt im Laufe des Buches, dass bei ihr eine Entwicklung einsetzt. Diese ist gut nachvollziehbar. Einzig die lange Einleitung und die erste Hälfte haben mir nicht so gut gefallen. Es hat lange gedauert, bis man im Buch drin war und sich zurecht gefunden hat. In der ersten Hälfte des Buches ließ sich kein Ziel oder Entwicklung ableiten auf die wir zusteuerten. Mir war nicht so ganz klar, was die Autorin mir sagen wollte. Erst in der zweiten Hälfte hin zum Ende wurde mir klar wie alles zusammenhängt. Es fehlte demnach ein wenig der Rite Faden, der später aus der Versenkung kam und fest zusammengefunden wurde. Das Ende hat mich noch einmal richtig überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass sich die Geschichte noch so entwickelt. Der Schluss beantworte die offenen Fragen und schließt den Kreis. Der Schreibstil ist schnell lesbar und unkompliziert. Leider bleibt ab und an die Spannung zurück, weil man das Gefühl hat nicht so recht vorwärts zu kommen. Im nächsten Moment ist sie dann aber wieder zurück. Insgesamt hat mir die Idee des Buches sehr gut gefallen. Die Umsetzung war für mich an ein paar Stellen aber nicht so auf dem Punkt, wie sie hätte sein können. Trotzdem finde ich die Geschichte lesenswert. Sie wird mir wohl auch noch länger im Kopf bleiben.

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  • Tolle Idee mit schwacher, inkonsequenter Umsetzung

    Winterseele - Kissed by Fear

    AnnaBerlin

    Inhalt: Elizabeth ist kein normaler Mensch. Denn sie besitzt die Gabe, Gefühle in menschlicher Gestalt zu sehen. Und doch halten sich all jene Gefühle wie Sehnsucht, Neugier und Mitleid von ihr fern, denn Elizabeth zeigt als einzige keine Reaktion auf ihre Berührungen. Einzig Fear, der Angst verbreitet, bleibt an ihrer Seite, denn er ist besessen davon herauszufinden, welche Macht Elizabeth zu dem gemacht hat, was sie ist…  Der Story-StapelErster Satz: „Fear kommt.“Die Geschichte ist wirklich mal was anderes. Gefühle und Elemente, die menschlich sind und die denjenigen berühren, der dieses Gefühl erlebt und trotzdem unsichtbar in einer Art Parallelebene leben – genial. Und auch die Geschichte um Elizabeth, die gar keine Gefühle fühlt liest sich eher wie ein Thriller. Und dennoch hat das Buch so seine Höhen und Tiefen, wenn es um die Spannung geht. Mal zieht die Geschichte rasant an, dann vergehen wieder Seiten, ohne, dass wirklich was passiert. Durch die emotionslose Art von Elizabeth, die ja nur logisch ist, sind für mich die Gefühle des Liebesdreiecks aber auch nicht rübergekommen.Am Ende erfährt die Geschichte viel Auflösung, bekommt aber im letzten Kapitel auch noch einen langatmigen Hänger. Die spannenden Stellen konnte das ganz gut aufwiegen und die Geschichte ist rund, hat aber dennoch einige Schwächen im roten Faden. Der Charakter-StapelElizabeth ist ein krasser Charakter. Die Tatsache, dass sie nicht fühlen kann, überflügelt das gesamte Buch. Ich emotionslose, pragmatische Art ist teilweise echt heftig, aber auch logisch. Gleichzeitig wirkt sie aber auch sehr starrköpfig und ein wenig so, als wäre sie stolz auf diese Gefühlslosigkeit, obwohl sie oft was anderes sagt. Mit dem Verlauf der Geschichte merkt man dann aber doch, dass mehr in ihr steckt und sie einen neuen Ehrgeiz darin entwickelt, mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Trotzdem ist sie mir im Buch nie nahegekommen. Ich habe sie mit der gleichen Distanz betrachtet, wie sie die Dinge betrachtet hat. Das führte manchmal auch dazu, dass mir ihr Schicksal egal wurde.Hinzu kam eine etwas konstruierte Dreiecksgeschichte, die aber weder bei Fear noch bei Joshua wirklich Gefühle rüberbringt. Nur die beiden zeigen Gefühle, aber auch sehr eingeschränkt, so dass man hier nicht wirklich Emotionen gespürt hat.Dafür gab es andere Szenen mit anderen Charakteren, die emotional hängen geblieben sind. Der Stil-StapelDer Schreibstil ist so nüchtern wie Elizabeth emotionslos ist. Das ist meist sehr passend, sorgt aber auch dafür, dass es mir schwer viel, Verbindungen zu den Charakteren aufzubauen und auch, wirklich mitfiebern zu können. Manchmal passiert viel, dann gab es wieder sehr langatmige Stellen, wo man nur auf der Stelle getippt ist. Ansonsten liest es sich soweit flüssig und auch die kursive Darstellung der Emotionen war nicht holprig. Ein wenig bin ich natürlich darüber gestolpert, dass nun ausgerechnet die Angst, also „Fear“ nicht übersetzt wurde. Ja, Angst klingt natürlich nicht so eindrucksvoll und ist im Deutschen weiblich, aber irgendwie erschien mir das inkonsequent. Außerdem nicht wirklich geradlinig war, dass es neben Gefühlen und Elementen plötzlich noch andere Dinge gab, die plötzlich die menschliche Gestalt erhielten und für Elizabeth sichtbar wurden, ohne, dass ich da eine wirkliche Logik erkennen konnte. Auch das Finale überzeugt nicht vollständig, sondern stiftet eher Verwirrung. Der Kritik-StapelEin Hoch und Runter bei der Spannung und die Tiefs waren teilweise sehr langatmig. Hinzu kam, dass die Dreiecksgeschichte absolut konstruiert und emotionslos wirkte, so dass hier kein bisschen der Funken übergesprungen ist.Die Idee ist super – Emotionen in menschlicher Gestalt, die durch Berührung arbeiten und eine Protagonistin, die die Emotionen zwar sieht, aber nicht fühlt. Auch die Richtung, dass sie versucht zu ergründen, wieso es so gekommen ist, war sehr interessant zu lesen und doch wirkte der „Böse“ etwas erzwungen und für mich wieder unpassend.  Auf den Lesen-Stapel?Man kann das Buch lesen, keine Frage. Die Idee ist richtig gut und doch gab es für mich zu viele Stellen, die ich kritisch sehe und zu wenig Emotionen zum Buch und im Buch. Das sorgt dafür, dass ich ebenso emotionslos gegenüber dem Buch geblieben bin und ich sage, für mehr als 3 Sterne reicht es einfach nicht. Die langatmigen Stellen waren einprägsamer als die spannenden und die Aufklärung zwar ausführlich und rund, aber irgendwie mit zu wenig WOW-Effekten und teilweise auch inkonsequent bei den Handlungselementen. Schade, tolle Idee mit schwacher Umsetzung. Ein Buch, dass man lesen kann, es in meinen Augen aber nicht muss.

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    • 4
  • Schade, dass der Weltentwurf nicht genauer beleuchtet wurde

    Winterseele - Kissed by Fear

    Skyline-Of-Books

    26. July 2017 um 19:58

    Klappentext „Niemand weiß, dass Elizabeth Caldwell die Gabe besitzt, Gefühle in menschlicher Gestalt zu sehen. Sehnsucht, Mitleid, Wut - sie alle halten sich von Elizabeth fern, denn sie zeigt als einzige Sterbliche keine Reaktion auf ihre Berührung. Allein der Angst und Schrecken verbreitende Fear wird bei ihr schwach. Er ist besessen davon herauszufinden, welche Macht Elizabeth zu dem gemacht hat, was sie ist ...“   Gestaltung Am meisten mag ich an diesem Cover, dass der Titel und die Schmetterlinge in rotmetallic schimmern und so direkt den Blick auf sich ziehen. Auch dass sich das Kleid des Mädchens nach hinten hin aufzulösen scheint, sieht richtig toll aus. Zudem mag ich den Hintergrund mit den vielen verschiedenen Lichtpunkten und Farben sehr gerne. Schade finde ich, dass das Gesicht des Mädchens so dunkel und schwer zu erkennen ist.   Meine Meinung „Winterseele – Kissed by Fear“ ist mir bereits im englischen Original aufgrund des sehr besonders klingenden Klappentextes ins Auge gesprungen. Darum war ich sehr erfreut, diese Geschichte nun endlich auf Deutsch lesen zu können, da ich mir aufgrund der recht ausgefallenen Idee des Buches nicht ganz sicher war, ob ich auf Englisch nicht aufgrund der personifizierten Emotionen zu schnell verwirrt werden würde. Dies ist nämlich ein wichtiger und kreativer Handlungszweig der Geschichte: die vielen verschiedenen Gefühle nehmen in diesem Buch Menschengestalt an.   Diese Grundidee hat mir richtig gut gefallen, denn sie war innovativ und neuartig. Gefühle, die zum Leben erwachen, sind mir bisher noch nicht begegnet. Leider hat die Autorin dieses großartige Potenzial etwas verschenkt, denn sie hat den Weltentwurf nicht ganz ausgearbeitet. Vieles wurde angeschnitten und nicht näher beleuchtet, was ich sehr schade fand, da ich gerne mehr über die Hintergründe erfahren hätte. Die Erklärungen zur Welt der Emotionen fehlten mir persönlich etwas bzw. es blieb zu ungenau und unklar. Schade, dass eine so ausgefallene, coole Idee so blass geblieben ist.   Auch empfand ich die Menge an traurigen Schicksalen, die die Protagonistin Elizabeth ereilt haben, als zu übertrieben. Sie war mit so vielen negativen Entwicklungen und Geschehnissen versehen, dass es für mich den Eindruck erweckt hat, als wolle die Autorin unbedingt alles schwere Schicksal der Welt auf Elizabeths Schultern bürden, damit der Leser auf jeden Fall Mitgefühl mit ihr empfindet. Realistisch war es für mich aber nicht, denn so viel Negatives, Trauriges auf einmal halte ich dann doch für sehr unwahrscheinlich.   Elizabeth betont zudem stets, dass sie nichts fühlt bzw. keinerlei Emotion verspürt, aber irgendwie konnte ich das angesichts der gerade erwähnten, traurigen Schicksale dann doch nicht so ganz glauben. Ich habe zwar selber für mich plausible Erklärungen erstellen können, aber aus dem Text ging nicht klar hervor, ob sie denn nun wirklich nichts fühlt oder dies nur als Schutzmechanismus behauptet, denn so wie es beim Lesen auf mich den Anschein hatte, hat Elizabeth schon das ein oder andere Mal etwas gefühlt (sodass es mir nicht ganz schlüssig und konsequent erschien).   Als positiv empfand ich das Ende, welches eine Überraschung bzw. einen interessanten Plot-Twist bereit hielt, der nicht abzusehen war. Es war auch nicht zu sehr Happy End, sodass es mich zufrieden gestellt hat und (abgesehen von den Erklärungen zum Weltentwurf) keine Fragen offen ließ. Gut fand ich auch, dass der männliche Protagonist, die Verkörperung des Gefühls Angst, seinen englischen Namen Fear beibehalten hat, denn es wäre doch etwas seltsam gewesen, wenn er „Angst“ geheißen hätte.   Fazit Die Idee von „Winterseele – Kissed by Fear“ fand ich wirklich spannend und neuartig, denn Personifizierte Gefühle sind mir in einem Buch bisher noch nicht untergekommen. Allerdings hätte die Autorin diese Welt etwas genauer erklären und mehr Hintergrundinformationen geben können, denn so blieb es mir zu blass. Auch empfand ich all die traurigen Schicksale, die sich bei den wenigen Figuren gehäuft haben, übertrieben und zu viel. Was mir hingegen gefallen hat war das Ende, welches einen packenden Plot-Twist bereit hält und so nochmal die gesamte Geschichte über den Haufen wirft. Knappe 3 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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  • Von Angst geküsst

    Winterseele - Kissed by Fear

    buechermauschen

    23. July 2017 um 11:54

    Winterseele - Kissed by Fear von Kelsey Sutton war lange ein Buch auf meiner Wunschliste , als ich es geschenkt bekam wollte ich es natürlich sofort lesen ... Das Cover ist wirklich hübsch und ein wenig mystisch .Elizabeth Caldwell besitzt eine gäbe von der niemand etwas ahnt . Sie sieht die Gefühle in Menschlicher Form . Diese halten sich alle von ihr fern , bis auf Fear (die Angst) dieser sucht ihre Nähe.Der Schreibstil ist einfach gehalten , Elizabeth meist emotionale dargestellt . Es sind die etwas anderen Charaktere die dieses Buch ausmachen . Es ist kein Buch das man einfach so liest und dann wegstellt , es hinterlässt einen nachdenklich . Ich muss zugeben , es war nicht die beste geschichte die ich jemals gelesen habe , doch man sollte dem Buch eine Chance geben , es überrascht einen .

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  • Eine tolle Story!

    Winterseele - Kissed by Fear

    himmelsschloss

    13. July 2017 um 13:53

    Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, denn die Story-Idee klingt für mich wirklich außergewöhnlich und erfrischend anders. Ich finde das die Idee auch wirklich gekonnt von der Autorin umgesetzt wurde.  Der Schreibstil ist locker,flüssig und einfach gehalten, was mir persönlich immer sehr gut gefällt, denn somit verfliegen die Seiten in kurzer Zeit. Am Anfang war er noch recht eintönig und emotionslos, aber ich glaube dies war von der Autorin absolut gewollt.  Interessant finde ich die Idee deshalb, weil Elizabeth die Emotionen in Form von menschlichen Gestalten sehen kann, aber keine eigenen Gefühle fühlen kann und völlig betäubt durchs Leben zieht.  Eine Liebesgeschichte spielt sich hier wirklich nur ganz minimal ab und nimmt nicht den Hauptkern der Geschichte ein, aber das ist in Ordnung, denn hier ist der Fokus mehr auf andere Dinge ausgelegt- aber lasst euch selbst überraschen! Im Laufe der Geschichte rätselt man immer wieder mit was mit Elizabeth geschehen ist, warum sie so ist - wie sie nun mal ist. Man erfährt dies leider nur sehr langsam und Stück für Stück, aber genau das war dieser "Nervenkitzel" der mich voran trieb und mich das Buch regelrecht verschlungen ließ.  Auch wenn Elizabeth keine Gefühle spüren kann, so erlebt man als Leser so einige: Sehnsucht, Hass, aber auch Liebe ...  Mein Fazit: Für mich eine frische neue Idee die gekonnt von der Autorin umgesetzt wurde. Toller Schreibstil, interessante Charaktere und eine große Portion Spannung halten den Leser völlig auf trab. Ein Buch was mir persönlich total gefiel und eins meiner Lesehighlights dieses Jahr werden wird!

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  • Langatmig, verworren sowie zu viel verschenktes Potenzial

    Winterseele - Kissed by Fear

    phoenics

    08. July 2017 um 18:26

    Super Grundidee mit ernsten Thematiken, guten Charakteren, die mich teils berührt haben, und interessanter Geschichte. Allerdings gab es zu viel verschenktes Potenzial, teils langatmige verwirrende Abschnitte, die ich gern übersprungen hätte, und ein vorhersehbares Ende. Anfangs war ich von Elizabeth sehr fasziniert und angetan. Ich wollte unbedingt hinter ihr Geheimnis kommen und herausfinden, wieso sie nichts fühlen kann. Ich wollte, dass sie die Liebe erfährt und mit Fear glücklich ist. Denn Fear macht sie irgendwie glücklich und ist immer in gefährlichen Momenten bei ihr… Aber dann gab es wieder Augenblicke, in denen ich Elizabeth einfach nur an den Schultern gepackt und gerüttelt hätte. Denn anstatt ihren Freunden (Fear, Joshua, Maggie, Mut etc.) zu sagen was sie denkt, was sie fühlt und was sie hofft, bleibt sie einfach nur stumm und schweigt. Sie teilt sich ihnen nicht mit, denkt dafür aber. Doch keiner ihrer Freunde kann Gedanken lesen, wie sollen sie dann bitte erfahren, was in ihr vorgeht? Diese Szenen habe ich regelrecht gehasst. Ich wollte, dass Elizabeth sich endlich öffnet und ihre Liebe und Hoffnungen gesteht und nicht ständig schweigt und nachgrübelt. Denn sie grübelte ständig, was aufgrund der vielen Wiederholungen nervig war. Wie ihr seht, bin ich ein wenig zwiegespalten, was Elizabeth betrifft. Einerseits finde ich ihre Art faszinierend und begeisternd, auf der anderen Seite nervte sie mich auch, wenn sie unschlüssig herumstand und nicht mit der Wahrheit über ihre wahren Gefühle und Gedanken herausrückte.   Heftig fand ich zudem, dass alle Personen – Elizabeth´s Mutter, ihr Vater Tim, Charles, Maggie, Joshua und sein Dad, Morgan und ihre Schwester etc. so unglaublich viele Probleme hatten mit denen sie zu kämpfen hatten. Das war einfach ZU VIEL des Schlechten. Hier hätte es gereicht, wenn nur ein paar von ihnen Schwierigkeiten gehabt hätten. So wirkte es jedoch voll übertrieben. Es war zwar gut angedacht, diese ernsten Themen anzusprechen, aber wie gesagt: Es war einfach zu viel davon auf einem Haufen, so dass man leicht den Überblick verlor, welcher Charakter welches Problem hatte, nachdem man weiter gelesen und mit dem nächsten Problemcharakter konfrontiert wurde.   Die Grundidee, dass Elemente und Gefühle in einer Parallelwelt um die Menschen herum leben, gefiel mir recht gut. Ich mochte auch das emotionslose Mädchen Elizabeth zu Beginn. Aber nach und nach begannen die Wiederholungen und die langatmigen nichts sagenden Szenen, die mich einfach nur noch gelangweilt haben. Ich bemerkte auch immer wieder, dass man einige Szenen hätte anders schreiben, spannender hätte machen können. Meiner Meinung nach war die Grundidee toll, aber es wurde zu viel gutes Potenzial verschleudert. Ich hatte irgendwie mehr von diesem Buch, von dieser Geschichte erwartet. So war es für mich kein Problem, dieses Buch bei Seite zu legen und später weiter zu lesen, da mich die Story nicht mehr so in den Bann zog. Die Geschichte an sich ist gut gestaltet und auch schön und detailreich geschrieben, was mir gut gefallen hat. Allerdings traten während dem Lesen immer mehr Ungereimtheiten und Fragen auf und ließen mich verwirrt und irritiert zurück. Manche Fragen wurden nicht beantwortet, so dass ich noch immer gern die Antwort darauf erfahren möchte. Ich verstehe u. a. aber auch nicht so recht, dass Albtraum das Gegenteil von Leben darstellen soll. Logischer wäre doch, den Tod zu wählen. Ich mochte Fear sehr gern. Anfangs schien er noch etwas gruslig, aber er zeigte Gefühle und das machte ihn für mich zu einem echten Freund, bei dem ich immer wieder hoffte, dass er bald erscheinen möge. Joshua hingegen war einfach nur ein guter Kumpel für mich, er war da und war okay. Mit ihm konnte ich mich nicht so gut anfreunden wie mit Fear. Fear hatte halt etwas Magisches, Liebevolles, Sehnsüchtiges. Joshua tat mir während des Lesens aber immer mehr Leid. Er ist ein lieber netter Junge, der seine Pflicht tut und doch immer nur ausgenutzt wird. Ich hätte ihm gern ein schönes Happy End gewünscht und mehr Lebensfreude. Irgendwie war aber sein Ende für mich schon ab der Mitte des Buches vorhersehbar.   Ich hätte mir gewünscht, dass Maggie mehr Emotionen in Elizabeth weckt und Joshua nicht verletzt wird, denn er ist ein lieber Kerl. Ich finde es jedoch wundervoll, was Elizabeth für Joshua und seinen Vater getan hat. Dafür liebe ich Elizabeth! <3   Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und flüssig geschrieben, so dass ich keine Probleme hatte, ihrer Geschichte zu folgen und mich in sie hineinzufinden. Auch gefällt mir das deutsche Cover mit der rötlich-metallischen Schrift und den Schmetterlingen sehr gut sowie der Untertitel „Kissed by Fear“, wobei dieser meiner Meinung nach schon etwas zu viel verrät.   Mich hat dieses Werk nicht so berührt, wie ich es von ihm erwartet hatte. Zu Beginn war ich noch begeistert und fasziniert, etwa ab der Mitte des Buches war ich dann jedoch eher mehr gelangweilt und teilweise auch von Elizabeth genervt, so dass ich mir Szenen mit Fear – ganz gleich ob gruslig oder romantisch – regelrecht herbeigesehnt hatte, die letztendlich auch nicht mehr so berauschend waren wie zu Beginn der Geschichte. Es gab zu viele ungeklärte Fragen, ein vorhersehbares Ende und regelrechte Verwirrspiele, bei denen ich noch immer nicht ganz durchblicke und mich unschlüssig zurücklassen.   Ich kann diesem Werk nur 3/5 Punkten geben.

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  • Überraschend. Düster. Fesselnd.

    Winterseele - Kissed by Fear

    BookW0nderland

    07. July 2017 um 13:36

    Ich habe das Buch seit einem Monat auf meinem Sub liegen und ich wollte es eigentlich sofort lesen und jetzt war es endlich so weit. Ich war absolut gespannt, was sich hinter der Geschichte verbirgt und konnte auch überhaupt nicht, sagen was mich erwarten würde.Elizabeth kann Gefühle sehen, ob Mut, Trauer, Schuld oder Angst. Sie sehen aus wie Menschen, aber sie haben keinen Einfluss auf Elizabeth. Sie fühlt einfach nichts, außer einer Leere in sich. Die Gefühle halten sich von ihr fern, da sie nicht reagiert, nur Fear testet sie immer wieder. Er will unbedingt wissen, warum Elizabeth einfach nichts fühlt und was sie dazu gemacht hat. Elizabeth war ein wirklich interessanter Charakter und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie kann man einer Protagonistin, die selbst keine Gefühle hat, Tiefe geben. Aber Kelsey Sutton hat es geschafft, obwohl Elizabeth nichts fühlt. Sie hatte so viel mehr Tiefe, als ich es erwartet hatte.Auch die anderen Charaktere waren vielschichtig, aber am meisten gefiel mir Fear. Das Gefühl der Angst, dass so viel mehr war.Was mir wirklich gut gefallen hat, war dass auch er und auch die anderen Gefühle selbst Gefühle hatten. Dadurch gabe es nicht nur schwarz und weiß, sondern ganz viel dazwischen und mit jeder Seite hat man immer mehr erfahren. Mehr über die Gefühle und auch über Elizabeth.Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich wirklich überhaupt keine Vermutung hatte, wie sich die Geschichte entwickeln würde. Ich wusste also, dass ich in jedem Fall von der Geschichte überrascht werden würde und ich wurde absolut positiv überrascht. Das Ende hatte ich auf keinen Fall so erwartet und ich bin begeistert.Ich hatte schon lange kein Buch mehr, dass so unvorhersehbar war und das mich wirklich bis zur letzten Seite überraschen konnte. Ich kann das Buch nur empfehlen und bin absolut mitgerissen worden, da es einfach absolut anders war.

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  • Gutes Buch trotz einiger logischen Schwächen

    Winterseele - Kissed by Fear

    Amelien

    04. July 2017 um 01:06

    Zitat:"Wenn wir nichts riskieren, werden wir nie die Dinge entdecken, für die es sich zu leben lohnt." (S.348)Ein düsterer und leicht melancholisch angehauchter Roman, mit einer innovativen Storyline.Elisabeth sollte eigentlich ein normales Mädchen sein, doch stattdessen ist sie Gefühlslos und nimmt die Elemente und Gefühle in personifizierter Form wahr. Dadurch erregt sie die Aufmerksamkeit von Fear, denn dieser kann es nicht glauben, dass sie in seiner Gegenwart keine Angst verspürt. Er bleibt in ihrer Nähe, während die anderen Gefühle das Mädchen meiden. Doch was ist passiert? Warum fühlt sie nichts, kann nicht lieben oder trauern? Diese Fragen kreisen dem geneigten Leser immer wieder im Kopf herum und nebenbei werden diese Gedanken, von einem spannenden Grundgerüst geschürt.Seltsame , seltene und doch etwas unausgereifte Geschichte, welche mit einer konstanten Spannung und einem etwas gedämpften Ende daherkommt.Die Grundidee hat mich wirklich gereizt, gerade die Idee mit einem emotionslosen Hauptcharakter, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Ich war ziemlich neugierig wie die Autorin dies umzusetzen gedachte, denn gerade Emotionen sind für eine gute Handlung unabdingbar. Während des Lesens wurde auch schnell klar, dass es gar nicht so einfach ist einen gefühlslosen Ich- Erzähler zu haben, denn hin und wieder kamen doch scheinbare Gefühle durch, auch wenn der Ich- Erzähler immer wieder einwarf nichts zu fühlen und auch die aufgebauschte Spannung, hat das Buch zu einem wahren Leseabenteuer gemacht. ABER dennoch gab es einige Ungereimtheiten in der Geschichte, die einem im Nachhinein etwas unbefriedigt zurück lassen. Denn trotz der Einzigartigkeit und der erfrischenden Erzählweise, barg das Buch auch eine ziemlich überspitzte Darstellungsweise, welches trotz des Fantasy Genres in unabdingbarer Unglaubwürdigkeit endete. Dadurch büßte die geniale Idee einiges an einer guten Geschichte ein, welche es zweifelsohne hätte sein können.Zuweilen war die Geschichte von einem leichten Romantikhauch umweht, welches in dem zur Zeit ziemlich beliebten Liebesdreieck mündete, was so gar nicht in den Plot passen wollte. Dies wirkte doch etwas zu Klischeehaft und gewollt und verspielte die doch so gelobte Einzigartigkeit, was ich ziemlich schade fand. Letztlich ist es ein gutes Buch für zwischendurch und schafft es trotz teilweiser Längen, Diskrepanzen und fehlenden Details, den Leser bis zum Ende einzufangen.***

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  • Wie ist ein Leben ohne Emotionen?

    Winterseele - Kissed by Fear

    Minje

    01. July 2017 um 16:02

    "Winterseele- Kissed by Fear" von Kelsey Sutton erschien 2017 im Ravensburger Buchverlag. Das englische Original " Some quiet place" erschien 2013.InhaltElizabeth ist ein 17 jähriger Teenie, die im Gegensatz zu anderen Menschen keine Emotionen hat, sie dafür aber sieht und mit ihnen reden kann. Immer mehr dringen Fetzen einer alten Erinnerung in ihr Leben ein und machen sie nachdenklich. Warum träumt sie von Rebecca und Landon? Welchen Bezug hatte sie zu ihnen? Und was ist damals beim Autounfall wirklich passiert? Warum hatte sie nur ein paar Kartzer, obwohl sie überfahren wurde?MeinungIch war lange nicht mehr sooooo begeistert von einem Buch wie von diesem! Im Verlauf des Lesens habe ich mir acht Zitate herausgeschrieben, von denen ich begeistert war, und das ist schonmal ein sehr gutes Zeichen... Das Cover......finde ich fantastisch! Ich hatte dieses Buch in einer Oldesloer Buchhandlung gesehen, und ich habs wegen des Covers in die Hand genommen. Der Klappentext überzeugte dann vollends...Bei Winterseele denkt man an Schnne, Kälte, Emotionslosigkeit. Aber was wir sehen, ist eine Frau in einem roten Kleid, aus dem Schmetterlinge fliegen. Also ein Gegensatz zu der Emotionslosigkeit. Eigentlich ein Cover, das für Leben steht und nicht für Emotionslosigkeit. Wie man feststellen wird, macht dieser Gegensatz auch Sinn.Die Handlung......ist spannend. Bis zum 20. Kapitel steht im Vordergrund, dass Elizabeth zur Schule geht, ihre Konflikte mit Sophia hat, was zum Teil schon extrem hart wird. Dann gibt es da noch Joshua, einen Jungen. Und zu Hause ein Vater, der trinkt und eine Mutter, die verzweifelt ist und eine offensichtlich gestörte Beziehung zu ihrer Tochter hat. Das besondere an dem ganzen ist, dass Elizabeth eben kein normaler Teenie ist, die sich über beide Ohren in Joshua verliebt, die mit Sophia oder anderen auf Parties geht. Elizabeth hat eben keine Emotionen. "Ich weiß nicht, wie man fühlt. (...)Die einzige Empfinung, zu der ich fähig bin, (...)ist diese alles umfassende innere Leere." (S. 13)Dass sie die Emotionen sieht, dass sie sich mit ihnen unterhält, dass behält sie für sich. Aber der Leser weiss davon. Und manchmal, da begegnen Elizabeth ganz komische Gestalten...die sie in Gespräche verwickeln...und ihre Träume wühlen sie auf.Die Charaktere......sind authentisch und machen das Buch spannend, da es auch "Böse" gibt. Und genau durch die "Bösen" erhält das Buch Spannung.Durch die wiederkehrenden Träume wird auch Spannung aufgebaut. Ganz besonders das Ende ist spannungsreich, da es in den letzten Kapiteln zur Auflösung kommt und der Leser etwas überrascht wird.Elizabeth, ihr Bruder, Sarah und auch Joshua sind alles Personen, die sich im Verlauf des Romans verändern. Eine ganz interessante Aussage, die eine dieser Veränderungen betrifft, ist folgende:"Ach, ihr Sterblichen. (...) Ihr seid in euren Traditionen gefangen. Nur weil sie mit ihm verheiratet ist, sitzt sie hier in der Falle." (S. 44)FazitEin tolles Buch, schöner Stil, ich lese gerne wieder etwas von dieser Autorin.

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  • Düster, faszinierend & außergewöhnlich

    Winterseele - Kissed by Fear

    Sandra-Andrea-Huber

    26. June 2017 um 19:31

    WIE DAS BUCH BEI MIR EINZOGKelsey Sutton, die Autorin des Romans, der im Englischen unter dem Namen „Some Quiet Place“ erschienen ist, war in diesem Jahr Gast auf der LoveLetter Convention in Berlin. Dabei hat nicht nur sie selbst, sondern auch die Vorstellung ihres Buches bleibenden Eindruck hinterlassen. Daher war ich sehr glücklich, dass ihr Werk mich nach Hause begleitet hat.STORYPersonifizierte Gefühle und eine emotionslose Protagonistin - das klingt nach frischem Wind und erzeugt zugleich Spannung und Faszination. Denn: Warum kann Elizabeth Caldwell Gefühle sehen, aber selbst nichts fühlen? Eine spannende Ausgangsposition, denn es ist klar: Elizabeth umgibt ein Geheimnis. Es zu lüften ist nicht nur Ziel des Lesers, sondern auch das von Elizabeth. Selbst die Gefühle rätseln, warum sie keine Macht über das Mädchen haben. Allen voran Fear - die Personifizierte Angst, dessen Äußeres gar nicht so beängstigend ist, wie man meinen könnte. Im Gegenteil. Er ist so anziehend, dass man sich im praktisch in die Arme werfen möchte, obwohl man sein Verhängnis erahnt.Wovon hingegen niemand etwas ahnt, ist Elizabeths Handicap. Die Menschen spüren intuitiv, dass mit ihr etwas nicht stimmt, allen voran ihre Eltern. Das hat nicht nur mit ihren vorgetäuschten Emotionen, sondern auch mit einem Ereignis in der Vergangenheit zu tun.Hier muss ich einräumen, dass ich die Art von Lebensumständen/Umfeld nicht erwartet habe. Womit ich sagen will: Gewalt ist nichts, mit dem ich gerechnet habe. Und doch ist sie da. In allen Ecken und Winkeln der heimischen Farm bis hin in die Schule. Elizabeth mag sie egal sein; dem Leser aber nicht. Man leidet. Mit und für Elizabeth. Jemanden zu beobachten, der sich nicht zur Wehr setzt, sich fügt, weil er ohnehin nichts spürt, setzt ganz schön zu. Die Düsternis geht - gerade in der ersten Hälfte des Buches - nicht auf das Konto des Übernatürlichen, sondern auf das des realen Lebens. Menschliche Abgründe, Krankheit, Leid, Kummer, Depression, Selbsthass, Schuld - all das erzeigt eine bedrückende und beklemmende Stimmung, der sich die Hauptprotagonistin entzieht, während der Leser sich geballt damit auseinandersetzen muss, sodass er versucht ist, sich selbst abzuschotten.Das Zauberwort heißt „durchhalten“. Auch wenn man mitgenommen ist, sich wünscht, dass die Geschichte etwas mehr Tempo entwickelt und sich weniger verliert, lohnt es sich, weiterzulesen. Weil Elizabeth der Wahrheit immer näher kommt; allein schon deshalb, weil die Wahrheit sich ihr nähert. Doch die Wahrheit kann sehr dunkel sein und das ist sie in diesem Fall auch. Angst - Fear - lässt sich nicht damit vergleichen. Und wenn sich selbst Gefühle fürchten, will das etwas heißen …Ehe alle Fäden zusammen laufen, wird es nochmals sehr dunkel und bedrohlich. Der Sinn, der sich dann offenbart, Elizabeths Träume und mehr als ein Geheimnis lüftet, lässt alle Ereignisse in neuem Licht erscheinen und schenkt dem Leser und Elizabeth eine Erkenntnis: Gefühle und Angst gehören zum Leben.CHARAKTEREElizabeth ist ein Charakter, den man dann und wann schütteln möchte (warum vertraut sie sich niemandem an; lässt zu, dass man sie verletzt und nicht, dass man ihr hilft?); der es anfangs schwer hat Sympathiepunkte zu gewinnen und Nähe zu schaffen. Menschen verbinden sich über Gefühle - wenn die aber nicht vorhanden sind? Wie leer ein Leben ohne Emotionen wäre - das führt Elizabeths Nicht-Fühlen vor Augen und genau das schafft schließlich doch Nähe zu ihr. Man wünscht sich, dass sie wieder lebendig ist. Der schöne, undurchschaubare Fear nimmt Elisabeths Opferhaltung nicht hin, will, dass sie sich wehrt, etwas fühlt. Um das zu erreichen, konfrontiert er sie immer wieder mit schrecklichen Illusionen, was seine morbide Art ist, ihr zu helfen. Dass er sie nicht ängstigen kann, nagt an seinem Selbstwertgefühl und zeigt: selbst Gefühle sind nicht gefühllos.Und dann gibt es noch Joshua, einen Mitschüler, dessen Beharrlichkeit und gutes Herz eine bedeutende Rolle für Elizabeth spielt. Nach und nach schafft er es, einen Riss in Elizabeths Panzer zu schlagen, womit er beweist, dass man kein Wesen mit Superkräften sein muss, um ein Held zu sein.SCHREIBSTILElizabeths Charakter schlägt sich auch in der Sprache nieder. Die Sätze sind nüchtern, beobachten und beschreiben ohne zu bewerten und doch schwingt zwischen den Zeilen Betroffenheit und Hoffnung mit. Das zeigt sehr schön, dass es nicht nur auf das ankommt, was gesagt wird, sondern auch auf das, was nicht gesagt wird. In dem Maße, in dem sich Elizabeth entfaltet und öffnet, entfaltet und öffnet sich auch die Sprache.FAZITDüsterer als erwartet, regelrecht bedrückend, nach anfänglichen Ver(w)irrungen überaus fesselnd. Eine außergewöhnliche, erfrischende Romanidee aus dem Fantasy-Genre, die trotz emotionsloser Hauptprotagonistin voller Emotionen und Tiefe ist.

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  • Ein Leben mit der Leere im Herzen ...

    Winterseele - Kissed by Fear

    klaudia96

    23. June 2017 um 14:51

    InhaltElizabeth empfindet nichts. Nur die Leere findet in ihrem Herzen Platz, kein weiteres Gefühl. Doch mit ihrer Gabe, die Personifikationen der Elemente und Gefühle wahrzunehmen, kommt sie jeden Tag mit ihnen in Kontakt. Sie alle halten sich von dem leeren Mädchen fern, das nicht auf ihre Berührungen reagiert – bis auf Fear. Die Angst versucht herauszufinden, was Elizabeth zu dem machte, was sie ist. Ein gefährliches Unterfangen, in dem nicht nur Elizabeth ihr Leben lassen könnte …Meine Bewertung„Winterseele – Kissed by Fear“ ist eins der Bücher, das mich von Ravensburger schon durch den mysteriösen Klappentext und das doch relativ düstere Cover überzeugt hat. Ich war unheimlich gespannt auf die Geschichte aus der Feder Kelsey Suttons, die viele Geheimnisse und Intrigen versprach. Doch was mich dann tatsächlich erwartet hat, hätte ich mir niemals so ausmalen können – denn diese Ruhe hat mich einfach erschlagen.Es gibt Bücher, die kommen ohne viel Action aus. Ohne tollpatschige Heldinnen in jeder zweiten Szene, ohne lustige Sprüche auf jeder Seite, ohne epische Kämpfe in jedem Kapitel. Und „Winterseele“ gehört dazu. Denn was man als Leser hier empfindet, ist genau dieselbe Leere, die Elizabeth transportiert. Trotzdem ist Kelsey Suttons Schreibstil nicht gefühllos, sondern lediglich dunkel, abgeschottet und äußerst interessant.Elizabeth ist eine Protagonistin, mit der man eigentlich das ganze Buch über Mitleid empfinden könnte. Könnte ist hier aber auch das Stichwort, denn eigentlich tut sie sich nicht einmal selbst richtig leid, obwohl ihr so viel Unrecht widerfährt. Ich habe die ganze Zeit über gehofft, dass es ihr besser gehen wird, dass sie ihre Leere abstreifen kann, und gleichzeitig um diesen Schutz gebangt, der ihre Emotionen fern hält. Denn die machen sie verletzlich – wie man schnell an den anderen Charakteren feststellt, die von den Gefühlen in ihrer Personifikation berührt und damit beeinflusst werden können.Die Geschichte verläuft recht langsam und hier ist teilweise Durchhaltevermögen gefragt. Aber diese schleichende Entwicklung ist meiner Meinung nach wichtig, um die Story richtig zu transportieren. Wie schon gesagt geht es hier nicht um große Szenen, sondern darum, aufzuzeigen, was alles unser Tun und Handeln beeinflusst. Kelsey Sutton gelingt es, in relativ normal anmutenden Alltagsszenen immer wieder kleine Details zu streuen, die Gänsehaut verursachen, wenn Elizabeth ihre Mitmenschen und die Gefühle analysiert. Gleichzeitig ist ihre eigene Hintergrundgeschichte das wirkliche Mysterium – wie wurde sie so leer, so kalt? Was hat Fear damit zu tun? Und welche unheimliche Macht lauert in den Schatten des Waldes? Das Setting hat hier einen großen Teil dazu beigetragen, dass die Geschichte so glaubwürdig rüberkam. Die Kleinstadt, die Farmen ringsherum, die ausgeprägte Natur, der Herbst und Winter, die die bedrückende Atmosphäre schüren – alles verstärkt die Beklemmung, die man zunehmend empfindet, je weiter man in Elizabeths Welt eintaucht. Dass auch Problemthemen wie häusliche Gewalt und Mobbing aufgegriffen werden, fand ich ebenfalls interessant, allerdings hätte das meiner Meinung nach gerade im Ansatz der Hilfe dagegen stärker ausgebaut werden müssen. Durch Elizabeths Augen hat man teilweise das Gefühl, dass es etwas Unvermeidliches, gar Notwendiges ist – eine Botschaft, die mir nicht gefallen hat.Alles in allem ist „Winterseele – Kissed by Fear“ ein Buch, für das man sich Zeit und Ruhe suchen sollte. Wer hier viel Action erwartet, sollte gar nicht erst dazu greifen, denn dieses Buch spielt eher sehr gekonnt mit den Emotionen der Leser und setzt viele Details in Szene – eine stille, aber sehr nachdenklich stimmende Lektüre, die ich wärmstens allen empfehlen kann, die Wert auf große Mysterien und ein fein ausgearbeitetes Setting sowie neue, seltsam anmutende Protagonisten legen.

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