Nach einem Skandal sucht Hockeyspieler Colt Thorne an der Los Angeles University einen Neuanfang. Doch seine Pläne werden durchkreuzt, als er sich ausgerechnet zu Ash hingezogen fühlt – der Freundin seines Mitbewohners. Zwischen Collegeleben, Eishockey und verbotenen Gefühlen entwickelt sich eine emotionale Slow-Burn-Romanze, in der Colt entscheiden muss, wie viel er für die Liebe zu riskieren bereit ist.
Leider konnte mich die Story nicht wirklich überzeugen. Positiv hervorheben kann ich den flüssigen Schreibstil und die kurzen Kapitel, durch die sich das Buch schnell lesen lässt. Auch das College- und Eishockey-Setting klang genau nach etwas, das mir normalerweise gut gefällt.
Mein größtes Problem war allerdings, dass die Geschichte für mich zu wenig Tiefe hatte. Viele Konflikte wurden sehr schnell abgehandelt oder wirkten wenig glaubwürdig. Die Beziehung zwischen Ash und Colt entwickelt sich in einem Tempo, das für mich kaum nachvollziehbar war, während wichtige Themen wie Colts Trauma oder Ashs schwierige Beziehung zu ihren Eltern nur oberflächlich behandelt wurden.
Generell hatten die Charaktere es schwer, mich zu überzeugen. Colt war für mich zwar noch der interessanteste Charakter, wirkte aber mehrfach übergriffig und besitzergreifend. Logan war von Anfang an unsympathisch, und viele Figuren blieben für mich sehr klischeehaft. Auch die ständigen Missverständnisse, fehlende Kommunikation und das künstlich erzeugte Drama konnten mich nicht wirklich abholen.
Besonders enttäuschend fand ich, dass der Sportanteil für eine Sports Romance viel zu gering ausfällt. Eishockey spielt zwar eine Rolle, bleibt aber lange Zeit eher Nebensache. Gerade Colts Rückkehr aufs Eis hätte deutlich mehr Raum und emotionale Tiefe verdient gehabt. Die wenigen Eishockey-Szenen, die es gab, haben mir dagegen gut gefallen und hätten für meinen Geschmack gerne einen größeren Teil der Geschichte ausmachen dürfen.
Zusätzlich blieben einige Handlungsstränge für mich unvollständig oder wurden nicht weiter verfolgt (z.B. die Sidequest mit Mia). Diese Nebengeschichten sorgten eher für Frust als für Spannung, und manche Entwicklungen wirkten zu einfach gelöst.
Insgesamt war das Buch für mich leider eine eher durchschnittliche New-Adult-Romance mit vielen Klischees, wenig Tiefe und zu wenig Sport. Ohne die Leserunde hätte ich das Buch vermutlich abgebrochen. Schade, denn die Grundidee und das Setting hätten deutlich mehr Potenzial gehabt.

















