Ken Bugul Die Nacht des Baobab

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Inhaltsangabe zu „Die Nacht des Baobab“ von Ken Bugul

Seit Urzeiten lag ihr Dorf im schützenden Schatten des Baobab, des Affenbrotbaums. Auf der Suche nach einer Zukunft, nach Wissen und Bildung zieht Ken in die Stadt und erhält ein Stipendium für ein Studium in Europa. Dort ist sie den Blicken auf der Straße, dem ständigen Wechselbad von Ablehnung und Anmache ausgesetzt. Verzweifelt und verloren sucht sie dennoch die Anerkennung, wo sie am leichtesten zu finden ist: in den Nachtclubs und in den Bars. Hier wird sie schließlich zur Philosophin schwarzer und weiblicher Kultur. Sensibel und schonungslos schildert sie, was es bedeutet, unter Weißen schwarz und schön zu sein.

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  • Ken Bugul: Le baobab fou

    Die Nacht des Baobab
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. May 2013 um 12:15

    Mit „Le baobab fou“ legte die aus Senegal stammende Schriftstellerin Ken Bugul 1982 ihren Debütroman vor. Der ins Deutsche übertragene Titel lautet „Die Nacht des Baobab“. Mariètou Mbaye Biléoma hat nicht ohne Grund das Pseudonym „Ken Bugul“ für ihre schriftstellerische Tätigkeit gewählt. Es kann symptomatisch für den autobiographischen Roman „Le baobab fou“ stehen, wenn man bedenkt, dass das aus aus der Sprache Wolof hergeleitete Pseudonym „die Unerwünschte“ bedeutet. Denn der Roman handelt von der Identitätsfindung der noch jungen Ken Bugul, die aus dem Senegal nach Belgien reist und schon am Flughafen mit der fremden Kultur konfrontiert wird. Es folgt eine sehr eindringliche Beschreibung ihrer Zeit in Belgien, die u.a. von Drogenmissbrauch, Prostitution und nicht zuletzt der ständigen Frage „Wer bin ich?“ gekennzeichnet ist. Die Identitätssuche schlägt sich auch in den häufigen Umzügen innerhalb Belgiens nieder, durch die die Hauptprotagonistin immer wieder neuen Personen begegnet und in Abgrenzung zu ihnen, sich/ihre Identität zu verstehen versucht. Der Roman „Le baobab fou“ gehört zu den ganz wenigen Büchern, die ich mehrfach gelesen habe – zuletzt während der letzten drei Tage. Die Geschichte überzeugt durch eine klare aber metapherreiche Sprache (ich kann allerdings nicht die dt. Übersetzung bewerten), durch die starke Symbolik des Affenbrotbaumes (frz. „le baobab“) und durch eine bewegende, stark autobiographisch geprägte Handlung, die in teilweise recht schonungsloser Weise Fragen des Exotismus und des Rassismus behandelt. 

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  • Rezension zu "Die Nacht des Baobab" von Ken Bugul

    Die Nacht des Baobab
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. June 2011 um 22:39

    "Die Nacht des Baobab" ist ein autobiographisch gefärbter Roman. Ken Bugul wurde in einem kleinen Dorf in der senegalesischen Savanne geboren. Ihre Kindheit verlief bis zur Trennung von der Mutter glücklich. Aber die einjährige Trennung von der Mutter, führte zu einem Bruch. Ken fühlte sich fehl am Platz und wurde immer einsamer. Sie besucht die Französische Schule und bekommt schliesslich ein Stipendium, um in Brüssel zu studieren. Ken reist in das Land ihrer "Vorfahren" (Die Schule hat ihren Kopf mit Frankreich vollgepumpt und nun identifiziert sich kenn mit den Europäern). Aber Europa ist nicht wie erwartet. Ken ist immer die Fremde, die Exotin, die Schwarze. Weil sie nur auf ihre Hautfarbe reduziert wird, fällt Ken in eine schwere Identitätskrise. Um dem Abgrund in ihrem inneren zu entfliegen, wirft sich Ken ins wilde Leben. Nachtklubs, Partys, Drogen und zahlreiche Affären sind die Folgen. Aber immer noch keine Liebe, keine Zärtlichkeit. Alle anderen wissen besser was gut oder schlecht für Ken ist. Auf der Suche nach sich selbst, enfernt sie sich immer mehr von sich selbst. "Die Nacht des Baobab" ist ein verstörendes Buch. Man möchte einfach nur laut schreien oder sich irgendwo verkriechen um zu weinen. Das Buch erzählt auf eindrückliche Weise, was mit einem Menschen passiert, der seine Identität verliert. Man leidet mit Ken und verstrickt sich gemeinsam mit ihr immer mehr in dem Netz aus fremden Erwartungen und Vorstellungen.

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