Ken Fisher , Lara Hoffmans Börsen-Mythen enthüllt für Anleger

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Inhaltsangabe zu „Börsen-Mythen enthüllt für Anleger“ von Ken Fisher

100 - Ihr Alter = die optimale Aktienquote eines Portfolios

Eine bequeme Faustregel, leicht umzusetzen. Aber ist mit einer solch pauschalen Regel tatsächlich gewährleistet, dass Anleger ihre Ziele erreichen? Oder besteht dabei das Risiko, unterdurchschnittliche Renditen einzufahren? Es hilft nichts: Wer sich ernsthaft mit Geldanlage auseinandersetzen will, muss tiefer graben und darf sich nicht auf „bewährte“ Wahrheiten verlassen. Ken Fisher und Lara Hoffmans klopfen einige der gängigsten Börsen-Mythen auf ihre Praxis- tauglichkeit ab und stellen fest: Sie sind genau das: Mythen – die Anlegern schweren Schaden zufügen können.

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  • "Die meisten Menschen bevorzugen den leichten Weg und die Mythologie."

    Börsen-Mythen enthüllt für Anleger

    R_Manthey

    27. July 2015 um 12:02

    Ken Fisher, so liest man, ist einer der erfolgreichsten global agierenden Vermögensverwalter. Im Jahre 2012 nahm er in der Rangfolge der reichsten Menschen Platz 764 ein. Er schreibt ständig Artikel und Bücher und gehört nach Ansicht der Zeitschrift "Investment Advisor" zu den 30 einflussreichsten Menschen der letzten drei Jahrzehnte. Das alles erfährt man am Ende dieses Buches und fragt sich dann vielleicht, wieso Fisher eigentlich anderen Leuten beibringen möchte, wie sie an der Börse erfolgreicher ihr Geld vermehren können, wenn er das doch für sie viel besser zustande bringt? Bücher wie dieses gehören mit Sicherheit zu Fishers Marketing-Methode. Und das ist genial, weil nicht nur kostenfrei, sondern auch noch gewinnbringend. Steve Forbes lobt Fisher auf dem Buchdeckel dafür, dass er mit der "Aufdeckung so vieler vermögensvernichtender Mythen allen einen unschätzbaren Dienst erwiesen" hätte. Wer bisher an einige diese Mythen glaubte, hätte allerdings in der Tat sein Geld besser zu Fisher überweisen sollen. Die in diesem Buch "widerlegten" Mythen lauten: 1. Anleihen sind sicherer als Aktien 2. 100 minus eigenes Lebensalter = optimaler Aktienanteil am Depot 3. Volatilität ist das bedeutendste Anlegerrisiko 4. Aktienkurse sind heute volatiler denn je 5. Man kann Kapital gleichzeitig bewahren und vermehren 6. Aktienmärkte crashen, weil sie dem BIP davongelaufen sind 7. Wenn Aktien immer 10% steigen, kann ich immer 10% abschöpfen 8. Hohe Dividenden garantieren ein sicheres Einkommen 9. Small-Cap-Value-Aktien sind einfach besser als andere Aktien 10. Ich steige erst in die Märkte ein, wenn sie wieder sicher sind 11. Stoppkurse stoppen Verluste 12. Hohe Arbeitslosigkeit ist für Aktien tödlich 13. Amerikas Schulden sind schlecht für die Aktienmärkte 14. Dollar stark, Aktien stark 15. Politische Turbulenzen irritieren die Aktienmärkte 16. Das habe ich in den Nachrichten gehört, also muss es stimmen 17. Diese Anlage ist zu schön, um wahr zu sein. Einige dieser Mythen erweisen sich, wenn man sich ein wenig mit der Materie beschäftigt, als so blödsinnig, dass man darauf eigentlich nicht weiter eingehen muss. Fisher tut es dennoch und kommt dabei mit beweiskräftigem Zahlenmaterial. Manches ist dabei sogar wirklich interessant. So versteckt er im 4. Kapitel (Mythos Nr. 4) eine durchschlagskräftige Argumentation gegen den gerne von ahnungslosen Politikern und Medien ins Spiel gebrachten Mythos von den bösen Spekulanten, die die Welt ins Unglück stürzen. Wen diese Leute damit meinen, bleibt dabei allerdings im Dunkeln, denn jeder, der an der Börse sein Geld anlegt, ist schließlich auch ein Spekulant. Fisher bringt ein interessantes Gegenbeispiel: Seit 1958 ist nämlich auf Initiative des späteren US-Präsidenten Gerald Ford jede Spekulation am US-Zwiebelmarkt gesetzlich verboten. Hat das etwas an der Volatilität der Zwiebelpreise geändert? Natürlich nicht. Neben noch einigen anderen wirklich interessanten Erläuterungen findet man in diesem Buch allerdings auch einigen ziemlichen Blödsinn. Fisher spricht sich ja bekanntlich schon immer gegen Stop-loss-Orders aus. Das kann man so sehen, sollte daraus aber keine alleinseligmachende Regel erzeugen. Fisher argumentiert, dass solche Orders nur selten Verluste vermeiden, sondern sie sogar erzeugen. Und Profis würden sie nie benutzen. Wenn man solche Orders intelligent einsetzt, falls man die Märkte nicht beobachten kann, schützen sie nicht nur das eigene Depot, sondern sichern auch die eigene Handlungsfähigkeit. Dass Profis solche Orders nicht benutzen, hat dagegen einfache Gründe. Ihre Positionen sind viel größer als die von Kleinanlegern, sodass eine unglückliche Stop-Loss-Order möglicherweise erhebliche Konsequenzen für die folgenden Kurse hätte. Profis sind sehr nahe an den Märkten und clever genug, um aus solchen Positionen intelligenter auszusteigen. Besonders merkwürdig sind Fishers Ausführungen zur US-Staatsverschuldung. Er hält sie für völlig ungefährlich, weil die Zinsen niedrig sind. Eine solche Auffassung grenzt schon ans Komische, weil die US-Notenbank diese Zinsen mit Milliardenbeträgen an aus dem Nichts erschaffenen Dollars künstlich niedrig hält und so unter anderem eine riesige Anleihenblase aufbaut, also durch den Aufkauf von US-Staatsanleihen deren Kurse oben hält und das auch öffentlich kundtut. Platzt diese Blase, wird das sehr wohl drastische Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben. Abgesehen davon hat die Dollarschwemme schon jetzt Auswirkungen auf Schwellenländer wie Brasilien, was wiederum nicht ohne Folgen für die US-Wirtschaft bleiben wird. Die Dinge sind also ein wenig vielschichtiger als Fisher das darstellt. Und das ist beileibe kein Einzelfall. Neben einigen wirklich lesenswerten Ausführungen und einigen ziemlich zweifelhaften Einlassungen enthält dieses Buch aber auch reihenweise nutzloses Wissen. Wenn man nämlich weiß, was nicht funktioniert, hat man noch lange keine Ahnung, was wirklich funktioniert. Aber da kann man dann ja zu Ken Fisher gehen und ihm Geld zum Anlegen geben. Mir hat in diesem Buch einiges gefallen, anderes nicht. Viel praktischer Nutzen wird aus ihm wohl eher nicht entspringen. Aber das war wohl auch nicht das wirkliche Ziel dieses Textes.

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