Ken Follett Das Fundament der Ewigkeit

(28)

Lovelybooks Bewertung

  • 57 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 20 Leser
  • 18 Rezensionen
(21)
(5)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Fundament der Ewigkeit“ von Ken Follett

Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors: 1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen - koste es, was es wolle. Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...

Vielschichtig und wieder beeindruckend, wie Fiktion und Realität verknüpft werden, jedoch mit Längen

— SillyT

Fesselnd wie auch schon die Vorgänger, habe mitgefiebert und gelitten. Wie immer auch interessant: die historische Ereignisse und Figuren.

— Bleistiftmine

Tolle Mischung aus Historie und Fiktion!

— LaW

Das Buch vereint Kriegsgeschehen, reale Geschichtslektion in Hülle und Fülle und viele emotionale Etappen. Dadurch entsteht keinerlei Langew

— Gudrun67

Es lohnt sich!

— Lieblingsleseplatz

bildgewaltiger historischer Roman, der den Leser überrascht und ihm die damalige Zeit hervorragend nahe bringt

— Engel1974

Eine perfekte Fortsetzung

— Amber144

Neun Jahre warten auf den Folgeband haben sich gelohnt. Eine wortgewaltige Reise ins 16. Jahrhundert.

— kleeblatt2012

Ein würdiger Nachfolger !!

— Die-Rezensentin

3.5 Sterne für eine vielschichtige Handlung in einer facettenreichen Epoche - leider konnte mich der Schreibstil oft nicht überzeugen

— Aleshanee

Stöbern in Historische Romane

Das Erbe der Tuchvilla

Eine wundervolle Familiengeschichte mit viele Fassetten, die mir viele schöne Stunden bereitet hat.

Any91

Im Feuer der Freiheit

Dieser historische Frauenroman ist kein Rührstück, er hat Ausdruckskraft und dennoch Einfühlungsgabe.

baronessa

Winterblüte

Ein fesselnder Familienroman vor einer großartigen Kulisse.

Maro67

Die Legion des Raben

Invita, die Kriminalbeamtin, versucht einen Mord aufzuklären, um einen ganzen Sklavenhaushalt vor der Hinrichtung zu bewahren.

MalaikaSanddoller

Die Fallstricke des Teufels

Toller, sehr genau recherchierter Roman, der eine spannende Geschichte erzählt!

Ellaliest

Edelfa und der Teufel

Piemont-Saga im 16. Jahrhundert - Gefangenschaft, Reise, Teufel, Liebe, Schicksal - alles kommt vor und sehr schön geschrieben!

Limarie

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Historischer Roman des Jahres

    Das Fundament der Ewigkeit

    SLovesBooks

    21. October 2017 um 01:16

    Optisch macht dieses Buch ganz schön etwas her. Während ich Band 1 und 2 in der Taschenbuchausgabe besitze, habe ich mit diesem Band erstmals eine gebundene Ausgabe dieser Reihe. Ich muss sagen, diese ist wirklich etwas Besonderes. Für stolze 36€ darf man aber auch etwas erwarten. Der Verlag hat sich hier ganz tolle Sachen einfallen lassen. Zum einen ist das Cover sehr hübsch gestaltet. Neben den Hochglanz-spiegel-Effekten stehen die Schrift und das Zeichen reliefartig hervor. Ich musste es immer mal wieder befühlen, weil ich das Cover so bezaubernd finde. Was dann aber richtig gelungen ist, ist was unter dem Umschlag zu finden ist. Der Einband fühlt sich wie Leinen an und darauf gedruckt ist der Grundriss der Kathedrale. Der Buchrücken macht den Anschein, als würde es sich um ein ganz altes und wertvolles Buch handeln. Im Innenteil finden sich immer mal wieder Zeichnungen, die mir gut gefallen haben. Außerdem gibt es zwei Personenregister. Eines am Anfang, welches die Figuren des Romans enthält und eines am Ende, welches die wirklich existenten historischen Personen aufzählt. Besonders ist auch die Karte, welche in den Buchdeckeln abgedruckt ist. Karte und Personenverzeichnis haben mir wirklich geholfen mich im Roman zurechtzufinden. Ein Lesebändchen gibt es ebenfalls. Reihenkontext: Um einmal die Einordnung in die Reihe anzusprechen: Es ist nicht notwendig die vorherigen Teile zu kennen. Die Vernetzung ist hier kein zentrales Thema. Die Figuren erzählen eine selbstständige Geschichte, die sich unabhängig lesen lässt. Verbindungen bestehen in der Örtlichkeit Kingsbridge und der Kathedrale. Trotzdem würde ich persönlich empfehlen alle Teile zu lesen, weil es dann einfach viel mehr Spaß macht und man einen noch umfassenderen Blick bekommt. Leseerlebnis/Meinung: Dieser Roman ist mit über 1100 Seiten ein ganz schöner Brocken, jedoch nichts, was man nicht auch von Ken Follett gewohnt ist. Ich bin von der ersten Seite komplett von ihm abholt worden. Sein Schreibstil ist einnehmend und bildgewaltig. Er schreibt so, dass man sich alles sehr detailliert vorstellen und verstehen kann, sowohl optisch/räumlich, als auch historisch/intellektuell. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen der gute Mann hat zu dieser Zeit gelebt. Es erscheint alles super authentisch. Man glaubt wirklich, dass sich das Leben zu dieser Zeit so abgespielt hat. Somit bemerkt man wie toll der Autor in vielen dieser historischen Punkte hervorragend recherchiert hat. Bei all diesen Fakten und der erzählerischen Arbeit verliert Follett nie den Faden und auch nicht die Spannung. Mir war wirklich auf keiner dieser Seiten langweilig. Er hält die Erzählung stets hoch und schafft es mich über Stunden zu fesseln. Und selbst wenn ich sehr müde war, wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen und habe noch ein Kapitel nach dem anderen gelesen. Neben der historischen Arbeit seines Romans kommt er immer wieder auf seine Kernerzählung zurück und verknüpft diese beiden Komponenten auf ganz geschickte Art und Weise miteinander. Es besteht hier wirklich eine Symbiose zwischen fiktiver Erzählung und historischen Fakten. An dieser Stelle möchte ich mich ein wenig an die Personen wenden, die glauben, dass historische Romane nichts für einen sind, weil sie wenig historisches Wissen haben und somit glauben Verständnisschwierigkeiten zu bekommen. Ich glaube nicht, dass dem so ist. Follett erklärt alles was aus historischer Sicht für den Roman wichtig ist, auf eine Weise, die man als erwachsener Mensch verstehen müsste. Also auch Leute, die am Geschichtsunterricht nicht so viel Spaß hatten, können sicherlich an diesem Roman Freude haben, denn es steht nicht das Beibringen von historischen Fakten im Vordergrund, sondern die Erzählung seiner fiktiven Geschichte, die durch das historische Setting einfach einen ganz anderen Anstrich bekommt. Es ist auch sehr spannend zu erfahren wie damals gelebt und regiert wurde. Also versucht es einfach mal.  Charaktere: Wie immer erlebt man auch in diesem Werk eine Großzahl an Charakteren. Das ist ein Puzzlestück, welches die Handlung so komplex macht. Die Verbindung zwischen allen Charakteren immer parat zu haben ist zu Anfang ein bisschen schwierig. Das Personenverzeichnis war mir eine große Hilfe dabei. Sobald man sich eingelesen hat, geht es aber in Fleisch und Blut über. Seine Hauptcharaktere erfahren immer eine besondere Ausgestaltung. Ich finde sie vielschichtig, oftmals undurchschaubar und somit überraschend. Trotzdem kann ich ihre Handlungen und Motive nachvollziehen. Er schafft es gut mit Nähe und Distanz des Lesers zu spielen. Selbst viele der Nebencharaktere bleiben nicht flach gezeichnet zurück, sondern erfahren einen fundierten Hintergrund. Fazit: Dieses Buch ist wirklich furchtbar spannend. Die Machtkämpfe und Intrigen hielten mich konstant am Lesen. Ich hatte viel Freude mit dem Buch. Die Historizität in Verbindung mit den fiktiven Elementen bilden eine abgeschlossene Symbiose, die mich trotz dessen, dass ich einige Bücher des Autors bereits gelesen habe, wieder überrascht hat. Er hat eine sehr starke Geschichte geschrieben, die mich nicht nur ein mal überrascht hat. Wendungen gibt es viele, unerwartete sind sie alle. Er lässt sich nicht in die Karten gucken und scheut sich nicht davor, dem Leser vor den Kopf zu stoßen, indem er schlagartig mit einer Überraschung um die Ecke kommt. Ich mochte den Roman wirklich gerne und bin jetzt sehr traurig, dass er schon zu Ende ist. Ich würde fast sagen die 1100+ Seiten waren zu wenig. Wer noch wegen des hohen Preises am Überlegen ist, dem sei gesagt, dass sich diese Ausstattung wirklich lohnt und den Preis auch irgendwie rechtfertigen kann. Außerdem kann man auch noch auf das ebook zurückgreifen, welches rund 10€ weniger kostet. Somit verbleibe ich und spreche meine ganz klare Leseempfehlung aus. Es ist der beste historische Roman dieses Jahres.

    Mehr
  • Wie schnell über 1000 Seiten doch weggelesen sind...

    Das Fundament der Ewigkeit

    Kanya

    19. October 2017 um 10:42

    Es ist viele Jahre her, dass ich die Vorgänger zu diesem Buch gelesen habe und mittlerweile lese ich nur sehr selten in dem Genre. Aber als ich hörte, dass endlich ein dritter Kingsbridge-Roman erscheint, war ich direkt Feuer und Flamme.Dieser Roman spielt deutlich später als die vorherigen Bände und nicht mehr im Mittelalter. Es spielt im 16. Jahrhundert, kurz nach der Reformation und somit in der frühen Neuzeit und während der Herrschaft von Elizabeth I, was für viel religiösen und politischen Input sorgt. Man muss die Vorbände dazu nicht kennen, auch wenn es manche Andeutungen gibt, denn es ist eine komplett eigenständige Geschichte, die sich zwar auch um die Stadt Kingsbridge dreht, aber deutlich weniger als ich es bei den Vorbänden in Erinnerung habe.Obwohl ich eigentlich lieber Bücher lese, die im Mittelalter spielen, fand ich die hier gewählte Epoche auch interessant. Vor allem merkt man, dass der Autor weiß wovon er schreibt und alles wirkt authentisch und gut recherchiert, was man auch an dem passenden Schreibstil merkt. Manches Mal schweift mir der Autor zu weit ab, aber es hält sich in Grenzen.Der Plot bietet einen hohen Unterhaltungswert und obwohl ich zunächst Angst hatte, dass das Buch sich in die Länge zieht, weil es einfach unglaublich viele Seiten hat, flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin.Auch die vielen verschiedenen Handlungsstränge, die hier erzählt werden und die verschiedenen Figuren, die man begleitet fand ich gut dargestellt und alles gut verknüpft, so dass man als Leser keine Probleme hat die Zusammenhänge zu verstehen und dem Geschehen zu folgen.Allerdings ist mir hier wieder aufgefallen, dass es beim dem Autor nur Schwarz und Weiß gibt, nur Gut und Böse, was ich einfach schade finde, weil ich so etwas nicht realistisch finde. Dennoch mochte ich Ned Willard, der hier im Fokus steht und eigentlich ein ehrlicher Kaufmann werden möchte und auch die anderen Figuren fand ich interessant.An sich gefiel mir das Buch wirklich gut, ich fand es spannend und unterhaltsam und ich finde es toll wie der Autor geschichtliche Fakten in einen Roman verpackt und man so ganz nebenbei etwas lernt.Allerdings mochte ich die detaillierten Sexszenen des Buches und manch grausame Darstellungen nicht so wirklich, auch wenn es irgendwie zum Buch passt.Das Buch hat seine positiven und seine negativen Seiten, doch wer Bücher von Ken Follet mag, wird hier garantiert auf seine Kosten kommen. Ich habe mich wirklich gewundert, wie schnell man doch über 1000 Seiten lesen kann und bin froh, dass ich mal wieder zu einem historischen Roman gegriffen habe.FazitFans von Ken Follet und die die es einmal werden wollen, sollten nicht lange zögern und dieses Buch lesen. Ich fand es alles in allem wirklich sehr gut und die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin.

    Mehr
  • Ein spannender Kingsbridge-Roman zur Zeit Elizabeth I.

    Das Fundament der Ewigkeit

    lehmas

    17. October 2017 um 21:13

    Nach „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ gibt es nun endlich Nachschlag in Sachen Kingsbridge. Diesmal führt uns Ken Follett in die Zeit von Elizabeth I., einer Zeit voller Kriege zwischen Katholiken und Protestanten. Die protestantische Elizabeth Tudor gewinnt den Kampf um die Krone und beginnt ihre lange und erfolgreiche Regierungszeit, die allerdings nie leicht war. Nicht nur die anderen europäischen Königreiche waren eine Bedrohung, sondern auch die Gegner im eigenen Land, wo es einige Intrigen aufzudecken und zu vereiteln gab. Um gegen die vielen Gefahren gewappnet zu sein, baut Elizabeth den ersten Geheimdienst auf. Geheimagent erster Stunde ist der fiktive Charakter Ned Willard, an dessen Seite wir durch das ganze Königreich und durch Europa reisen. Der weibliche Gegenpart dazu ist die katholische Margery. Aber aufgrund der unterschiedlichen Religionen scheinen Liebe und Heirat in weiter Ferne. Ken Follett versteht es wieder einmal, den Leser zu fesseln. Die Seiten fliegen nur so dahin und fast ist man froh, dass das Buch nicht das schlankste Exemplar ist und man so recht viele Stunden dem Lesevergnügen frönen kann. Man muss die beiden Vorgängerromane nicht gelesen haben, um „Das Fundament der Ewigkeit“ zu verstehen. Die einzige Verbindung zu den Vorgängern bestehen in der fiktiven Stadt Kingsbridge und einigen kleinen Rückblenden zu den Erbauern der Kathedrale. Das Buch könnte also genau so gut ein Einzelband sein. Die fiktive Geschichte ist perfekt in den historischen Hintergrund eingewebt. Aber nichts anderes habe ich von Ken Follett erwartet. Ihr merkt, die Erwartungen waren hoch. Von der gestalterischen Seite bin ich etwas enttäuscht. Für stolze 36 EUR hatte ich hier eine etwas schönere Ausstattung erwartet. Die Landkarte ist noch ganz gut geworden, aber andere Bilder wirken fast kitschig. Irgendwie passen sie für mich nicht so gut zum Anfang. Auch den Kapitelanfang hätte man etwas liebevoller gestalten können. Dies nur eine kleine Kritik am Rande für eine ansonsten spannende Lektüre, die viele Stunden Lesespaß bereitet.

    Mehr
  • Ein echter Ken Follett eben!

    Das Fundament der Ewigkeit

    Lieblingsleseplatz

    09. October 2017 um 07:41

    Ich habe beinahe alle Bücher von Ken Follett gelesen und geliebt. Nun ist er endlich da - nach "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" werden wir nach 3 Jahren Wartezeit endlich mit der Fortsetzung der Geschichte um Kingsbridge belohnt. Das Cover fügt sich wunderbar in die Reihe ein und mit seinen 1.186 Seiten ist der historische Roman kein Leichtgewicht. Ich schreibe das, weil ich ja immer noch meine rechte Hand noch nicht voll benutzen kann und daher immer Leseunterstützung in Form von Kissen brauchte... Aber ist das nicht auch ein schönes Gefühl so ein wertiges, schweres Buch in Händen zu halten? All diese Worte hat Ken Follett fantastisch gut recherchiert, perfekt mit der fiktiven Handlung verwoben und spannend für uns umgesetzt. Danke! Einmal angefangen, waren die Seiten, die noch zu lesen waren jedoch schnell vergessen. In alter Ken Follett Manier hat er mich voll in seine Geschichte eingesogen und ich konnte die Welt um mich herum komplett ausblenden. So manche Lesenacht musste ich mit wenig Schlaf auskommen... Es ist schwer über den Inhalt über den Klappentext hinaus zu schreiben ohne zu spoilern. Aber ich möchte wenigstens die liebevolle Aufmachung des Buches mit seinen Karten und Zeichnungen erwähnen. Das Setting ist natürlich nach all der Recherchearbeit phänomenal gelungen. Ich konnte sogar fast die Schauplätze riechen ... Ned Willard  hat mich mitgerissen. Ich stellte ihn mir als eine Art James Bond aus dem 16. Jahrhundert vor. Nur der Martini hat gefehlt ;-)  Zum Stil von Ken Follett muss ich ja wahrscheinlich nichts mehr sagen... "Das Fundament der Ewigkeit" ist gewohnt spannend und flüssig geschrieben. Wer Ken Follett mag, wird dieses Buch lieben. Auf jeden Fall würde ich empfehlen "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" vorher gelesen zu haben. "Das Fundament der Ewigkeit" bekommt von mir 5 von 5 LieblingsLesesesseln, klare Leseempfehlung! Bei meinem Buch war auch ein tolles Heft über den Autor und Mensch Ken Follett dabei. Ich habe viel erfahren, was ich bisher nicht wusste, z. B. dass er aus recht armen Nachkriegsverhältnissen kam, jedoch schon früh Bücher verschlang: „Ich hatte kaum eigene Bücher und war immer dankbar für die öffentliche Bücherei. Ohne frei zugängliche Bücher wäre ich nie zum eifrigen Leser geworden, und wer kein Leser ist, wird auch kein Schriftsteller.“ (Ken Follett) Vielleicht wäre das mit der öffentlichen Bibliothek auch ein guter Tipp für dieses Buch... Denn aufgrund des stolzen Preises von 36,00 € war ich kurz versucht, einen Sessel bei meiner Wertung abzuziehen - das wäre jedoch unfair, denn das ist ja Verlagspolitik und nicht dem Autor geschuldet. Man könnte argumentieren dass man ja den Umfang von 2 Büchern als Gegenwert erhält und die Recherche recht aufwendig war. Aber wenn man bedenkt dass das mal 72 Mark (!!!) waren wird mir doch ganz anders ... (ich bin noch so Jemand der immer umrechnet, Ihr auch?)

    Mehr
  • 9 Jahre Warten haben ein Ende: Die Geschichte um Kingsbridge geht weiter.

    Das Fundament der Ewigkeit

    LaW

    07. October 2017 um 10:08

    Ken Folletts neuer historischer Roman um den fiktiven Ort Kingsbridge in England spielt ab dem Jahre 1558 und behandelt die Glaubenskriege rund um Katholiken und Protestanten. Nach dem Tod Mary Tudors steht England vor der Frage wer das Land regieren soll, die katholische Maria Stuart oder die protestantische Elizabeth Tudor. Ein Kampf um die Krone entflammt, ob im Verborgenen oder ganz offen auf den Straßen. Auch als Elizabeth I. den Thron bestiegen hat, wird die Situation nicht leichter: Die europäischen Mächte stehen gegen die neue Königin und auch im eigenen Land lauern Verschwörungen und Intrigen.Auch auf die Bevölkerung im beschaulichen Kingsbridge nimmt der Glaubensstreit Einfluss und der junge Ned Williams macht sich im Dienste Elizabeths auf, Verschwörungen gegen den Thron aufzudecken und reist von London nach Paris und Antwerpen. Überall lauern Gefahren, aber auch neue Bekanntschaften. Wird Ned es schaffen alle Verräter aufzuhalten und was passiert mit seiner verlorenen großen Liebe Margery?Ken Follett gelingt es spielend in ein paar Seiten und mit einigen wenigen Anspielungen auf die beiden Vorgänger, das vertraute Gefühl von Kingsbridge wiederaufzubauen. Ich fühlte mich sofort wieder heimisch und eingebunden in die Geschichte. Die Masse an Charakteren ist typisch, etwas komplex, aber auch verständlich bei fast 1200 Seiten. Durch kleine Erinnerungen im Text gelingt es jedoch auch nach einer Lesepause, länger nicht auftauchende Personen korrekt einzuordnen.Die Geschichte variiert stärker von den Vorgängern, in denen es jeweils mehr um den Bau eines Bauwerks, Kathedrale und Brücke, ging. Hier steht mehr die Spionage und die Verschwörungen rund um den Glaubenskonflikt im 16. Jahrhundert im Vordergrund. Dies bietet so natürlich zusätzliche Möglichkeiten und Schauplätze in Europa, was der Geschichte gut tut und andere Sichtweisen bietet.Verschiedene Sichtweisen der unterschiedlichen Charaktere sind es auch, welche den Roman abwechslungsreich halten und dem Leser einen größeren Überblick über das gesamte Geschehen ermöglichen, als es die Romanfiguren selbst jeweils haben. Kurze Ich-Perspektiven lassen zusätzlich direkter in das Seelenleben blicken.Die Follett typischen plötzlichen Wendungen und Schicksalsschläge sind selbstverständlich vorhanden und so ertappt man sich mehrmals dabei, wie man sich für manch eine Person freut, aber bereits im selben Moment denkt „oh das wird jetzt sicher gehörig schief gehen“. Der Spannungsbogen wird so gut getragen und trotz der Länge des Buches ergeben sich kaum uninteressante Stellen.Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Verbindung aus historischen Ereignissen, realen Persönlichkeiten und fiktiven Figuren wunderbar gelingt und ein harmonisches Gesamtbild abgibt.Wer die beiden Vorgänger mochte wird auch mit diesem Buch seinen Spaß haben und einige Tage tolle Unterhaltung genießen. Auch wenn man die ersten zwei Teile nicht gelesen hat, kann man getrost zugreifen, denn die Geschichte ist unabhängig und enthält nur die eine oder andere kleine Anspielung. Wer sich allerdings nicht langsam auf eine Geschichte und seine Personen einlassen will beziehungsweise kann, sollte eher Abstand halten und zu einem kürzeren Roman greifen.Einen minimalen Abzug meiner persönlichen Meinung gibt es dafür, dass der Roman diesmal nicht so einen roten Faden in der Geschichte hat, wie es für mich immer das jeweilige fortschreitende Bauprojekt war. Nichtsdestotrotz verdient eine solche Geschichte diese Anzahl an Seiten und ich habe das lange Warten und den Kauf in keinem Fall bereut.

    Mehr
  • Vielschichtige Handlung, bei der der Schreibstil leider nicht immer überzeugt hat

    Das Fundament der Ewigkeit

    Aleshanee

    06. October 2017 um 07:02

    3.5 Sterne für eine vielschichtige Handlung in einer facettenreichen Epoche - leider konnte mich der Schreibstil oft nicht überzeugen ... Ich hab mich riesig über die Fortsetzung gefreut, denn die beiden vorherigen Romane über Kingsbridge haben mich total gefesselt. Bei historischen Romanen bin ich ja etwas eigen, bei manchen fliegt man regelrecht durch die Seiten, bei anderen komme ich nicht so wirklich rein. Leider muss ich gestehen, dass ich hier ein klein bisschen enttäuscht war. Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und entwickelt sich auf verschiedenen Ebenen weiter, denn es wird aus der Sichtweise von verschiedenen Figuren erzählt. Dadurch erhält man einen weitreichenden Überblick über alle Ereignisse, die mit den Protagonisten zusammenhängen, aber auch mit den umwälzenden Entwicklungen, die im Königshaus und vor allem in den Glaubensfragen zu dieser Zeit für große Veränderungen sorgen.Der Schreibstil, also das war hier mein großes Manko. Vielleicht liegt es an den beiden Übersetzern, denn manche Stellen waren sehr kurzweilig und unterhaltsam, andere hingegen hätte ich gerne übersprungen, weil es doch etwas langatmig war. Vor allem empfand ich aber die Art und Weise sehr einfach, teilweise nicht zur Epoche passend und viel zu lapidar geschrieben, fast schon wie ein Aufsatz. Das hat mich echt überrascht, weil ich das bei diesem Autor überhaupt nicht gewohnt bin!Außerdem waren die Wiederholungen recht zäh, wenn auf vorhergehende Situationen hingewiesen wurde, das kam doch recht oft vor.Von den Charakteren gibt es bei so einem großen Werk natürlich einige, dafür gibt es vorne im Buch auch ein Personenregister, auf das ich aber nicht zugreifen musste. Man kann jeden sehr gut und schnell einordnen und ich hatte keine Probleme, den Überblick zu behalten.Die Handlung spielt ja über einen Zeitraum vieler Jahre und die Charaktere entwickeln sich dabei teilweise vorhersehbar, manche aber auch überraschend anders. Gerade was auch die Problematik der Religion zu dieser Zeit angeht, haben einige ganz strikte Ansichten, während die anderen etwas auf verlorenem Posten stehen die hoffen, dass Katholiken und Protestanten irgendwann ihren Glauben auch friedlich nebeneinander leben können.Ein leider immer noch aktuelles Thema zu unserer Zeit, unglaublich dass die Menschen nach so vielen Jahrhunderten nicht gelernt haben, in Frieden zu leben ohne anderen vorzuschreiben, welcher Glaube der richtige und wahre ist.Auf dieses Thema ist Ken Follett auch teilweise sehr detailliert eingegangen was ich total interessant fand. Dabei hat er jeder "Seite" ihre Art des Denkens zugestanden und man kann es auch irgendwie nachvollziehen - der Fanatismus von einigen ist zwar für mich völlig unverständlich, wie in jedem anderen Bereich auch, aber man sieht sehr deutlich, wie sich das alles immer hochgeschaukelt hat und dadurch Gemetzel und Kriege entstanden sind.Ebenfalls sehr schön ist die Kulisse der damaligen Zeit, man reist durch verschiedene Länder wie England, Frankreich, Spanien und nach Übersee, erlebt die Ränkeschmiede am Königshof aber auch die vielen kleineren in den Kaufmannsfamilien, die oft auch ein ganzes Leben zerstören konnten.Insgesamt eine facettenreiche und gut strukturierte Handlung über einen weitreichenden Zeitraum mit interessanten Charakteren und vielen Hintergründen zu den damaligen Beweggründen aus vielen Bereichen. Durch den Schreibstil hab ich leider nicht so richtig eintauchen können und es wechselte zwischen spannenden Momenten und etwas zähflüssigen Stellen; vor allem die oft etwas einfallslose und fast schon unbeholfene Art der Schreibweise hat mir nicht so gefallen.© AleshaneeWeltenwandererKingsbridge Saga1 - Die Säulen der Erde2 - Die Tore der Welt3 - Das Fundament der Ewigkeit

    Mehr
  • Das Buch vereint Kriegsgeschehen, reale Geschichtslektion in Hülle und Fülle und viele emotionale Et

    Das Fundament der Ewigkeit

    Gudrun67

    05. October 2017 um 13:29

    Beim Cover, sowohl des Umschlagblattes wie auch des Buches selbst, wurde auf kleinste Details geachtet und es ist vortrefflich gewählt. Die Farbgebung wirkt zurückgenommen und doch ist genau dies in diesem Falle super stimmig und macht neugierig, was denn der Inhalt alles so zu bieten hat. Selbst die Haptik mit den erhobenen Schriftzeichen und der Abbildung sind klasse gemacht. Ich musste immer und immer wieder darüberstreichen. Die Klappeninnenseiten zeigen in einer wunderschönen Karte die Orte auf, in denen die Handlung sich abspielt und wurde auch von mir immer wieder begutachtet, da für mich dann das Leseerlebnis umso eindringlicher war.Der Autor hat als Gedächtnisstütze, wie er sich auch in netten Worten zu Beginn und auch am Schluss des Buches an den Leser wendet, ein Personenverzeichnis vor- bzw. hintangestellt. Obwohl ich das Buch nicht, so wie Ken Follett hierin erläutert hat, über längere Zeit weggelegt habe, war ich doch sehr dankbar für dieses und auch das Verzeichnis zum Ende des Buches, da sehr viele Mitwirkende mit für mich oftmals schwer zu unterscheidenden Namen vorkommen und so konnte ich immer wieder nachgucken, um wen es sich denn dabei handelt oder aber auch, wie eben am Ende des Buches, das Verzeichnis der Personen, die es wirklich gab. Das hat ebenfalls das Erlebnis an sich nochmals verstärkt. Nach "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" ist "Das Fundament der Ewigkeit" der 3. Kingsbridge-Roman. Obwohl ich die beiden Vorgänger ebenfalls gelesen habe, ist es durchaus kein Problem, diesen Folgeband ohne weitere Vorkenntnisse zu lesen, denn der Schreibstil ist super eingängig und gut nachvollziehbar. Ich denke aber auch, dass man, wenn man dies verinnerlicht hat, sich die beiden Vorgänger sicherlich nicht entgehen lassen will. Wie schon erwähnt, habe ich die beiden vorherigen gelesen und das ist schon einige Jahre her, aber, die Einflechtung auf vorangegangene Vorkommnisse haben mir diese wieder lebhaft vor Augen geführt. Daran kann man sehen, dass diese, wie auch der jetzige Roman, bleibenden Eindruck hinterlassen.Obwohl dieses Buch aufgrund der Thematik und der intensiven Details keine leichte Kost ist, lässt es sich wunderbar lesen und begreifen. Ausserdem sind so viele spannende Momente eingebaut, dass der Spannungsbogen durchweg oben gehalten wurde. Hier möchte ich in Kürze die Stimmungen, wie ich dieses Buch empfinde, widergeben: charaktervoll, spannend, beeindruckend, interessant, lehrreich, wissenswert, geistreich, unverblümt, schonungslos und dennoch niveauvoll, authentisch...Diese Emotionen fußen auf Lug und Trug, Verrat, Intrigen Neid, Habgier, Machtkämpfe, Standesdünkel aber auch auf Liebe, Vertrauen und Zusammenhalt.Die jeweiligen Geschehnisse werden immer wieder abwechselnd aus Sicht der jeweils Betroffenen geschildert. Dies führt einerseits dazu, dass die Spannung stetig aufgebaut oder hochgehalten wird und andererseits zeigt dies dem Leser ein vollständiges und aufschlussreiches Bild der Vorgänge. Dies bezieht sich auch auf die dargestellten örtlichen Begebenheiten, die jeweils ein lebhaftes Bild vor Augen führen, so dass man sich als Leser vor Ort in damaliger Zeit wähnt.Obwohl der geschichtliche Hintergrund, der sich äusserst detail- und umfangreich durch´s komplette Buch zieht, schon das ein odere andere Mal die Zusammenhänge aus den Augen verlieren lässt, schafft es der Autor immer und immer wieder, durch gut eingeflochtene Erklärungen und Hinweise, dem Leser die Zusammenhänge und Vorgänge begreiflich und verständlich zu machen.Stück für Stück werden die immensen Sachverhalte intensiv und authentisch dargestellt und zeigen auf, wie alles ineinander versponnen ist und dies gekonnt durch die Verflechtung von Realität und Fiktion.Die enthaltenen Informationen über beispielsweise die Religionen und die Machtkämpfe dazu, wie auch über die Seefahrt und den Beschaffenheiten der unterschiedlichen Schiffe, Galeonen, Kauffahrer etc. sowie die Gefahren, die die Schifffahrer erwarten konnten und die Vorgehensweisen der unterschiedlichsten Manöver lassen auf äusserst intensive und genaue Recherchearbeit schließen, denn die Details werden so ausführlich dargestellt, dass man erstens vielerlei super interessante und spannende Lektionen erfährt und zweitens man das Gefühl hat, als befände man sich direkt an Ort und Stelle.Die Herangehensweisen der Spionagenetzwerke und deren Drahtziehern auf den jeweiligen Seiten, werden eindringlich durchleuchtet und die Szenerieen, die sich dem Leser bieten, zeigen die Intelligenz aber eben auch die Grausamkeiten in lebhaften und schonungslosen Bildern äusserst nachvollziehbar auf. Die ohnehin umfangreichen Ausführungen, die sich über 1162 Seiten erstrecken, werden noch durch "Zusammenfassungen", beispielsweise in Form von Erzählung eines Protagonisten, ergänzt, die eine Fülle an zusätzlichen fiktiven aber auch realen Informationen liefern. Mein Fazit: Das Buch vereint Kriegsgeschehen, reale Geschichtslektion in Hülle und Fülle und viele emotionale Etappen. Dadurch entsteht keinerlei Langeweile.

    Mehr
  • bildgewaltiger historischer Roman, der den Leser überrascht und ihm die damalige Zeit hervorragend

    Das Fundament der Ewigkeit

    Engel1974

    04. October 2017 um 12:04

    „Die Geschichte wird meist von denen diktiert, die Macht besitzen ... mich hat aber immer schon der Gedanke fasziniert, wie der normale Durchschnittsbürger historische Entwicklungen erlebt, wie sehr Menschen ohne große Aussichten auf Ruhm und Karriere Teil geschichtlicher Prozesse werden können.“ (Zitat Ken Follett) So lässt uns der Autor Ken Follett in seinem historischen Roman „Das Fundament der Ewigkeit“ am Leben ganz normaler Menschen teilhaben, die dennoch den „Lauf der Welt“ mitbestimmt haben. Autoreninfo: Der Autor wurde 1949 in Cardiff, Wales geboren und hat bisher 25 Romane veröffentlich, wovon 9 verfilmt wurden. Heute gehört er zu den erfolgreichsten Bestsellerautoren der Welt. Buchinhalt: „Das Fundament  der Ewigkeit“ ist der dritte historische Roman mit dem der Autor seine Leser ins 16. Jahrhundert und die fiktive Ortschaft Kingsbridge entführt. Es geht um die Krönung Maria Stuart und derren Machtablösung durch Elisabeth die I. Es geht aber auch um Glaubenskämpfe zwischen Katholiken und Protestanten, es geht um Liebe und starke Frauen. Allen voran Margery, die streng katholisch erzogen wurde und von ihren Eltern gezwungen wird ihre große Liebe zu vergessen und einen anderen Mann zu heiraten. Es geht um Sylvie, eine protestantische Französin, die sich in den falschen Mann verliebt und durch ihn viel Elend und Verrat erfahren muss. Dieser hat ihren Vater auf den Gewissen und sie um Hab und Gut gebracht. Beide Frauen sind nicht nur mutig, sondern riskieren für ihren Glauben, ihr Leben zu verlieren, wenn man sie bei ihrem Tun erwischen würde. Im Roman geht es aber auch um Missgunst und Neid. So geht es u. a. um die Familie Willard, die durch Lug und Betrug der Familie Fitzgerald um ihr Vermögen gebracht wird. Meinung: Wenn man am Ende der Lektüre das Buch zuklappt und traurig ist, das es schon zu Ende ist, hat der Autor alles Richtig gemacht. So ging es mir nach der Lektüre, aber nun erst einmal der Reihe nach. Auf über 1.150 Seiten hat der Autor einen sehr bildgewaltigen, spannendne aber auch informativen und sehr gut recherchierten Roman geschrieben, bei dem das Schicksal vieler Menschen im Vordergrund steht. Und da gibt es sehr viel, die hier erzählt werden, aber auf Grund ihrer familiären Verflechtungen dennoch zusammengehören. Zuerst war ich erschrocken über diesen Erzählstil des Autoren und hatte Bedenken irgendwann den Faden zu verlieren. Diese wurden jedoch sehr schnell ausgeräumt, wobei mich der Autor positiv überrascht hat. Er hat es hervorragend verstanden aus der Vielzahl der Protagonisten eine spannende Erzählung zu machen, die mich von der ersten Seite an gefesselt, bewegt und mitgenommen hat. Jeder einzelne Protagonist war dabei so gut beschrieben, dass ich gebahnt der Handlung folgte und wissen musste, wie es mit ihm / ihr weitergeht. Sehr schön würde im Handlungsverlauf der Glaubenskrieg zwischen Katholiken und Protestanten, mit all seinen Facetten beschrieben. Beim Lesen war es fast so, als hätte der Autor diese Epoche selbst erlebt und schreibt aus eigener Erfahrung. Der Schreibstil ist perfekt für solch eine gewaltige Handlung, er orientiert sich zwar am Wesentlichen, ist dafür allerdings sehr bildlich, so dass man sich Sezen für Szene sehr gut vorstellen kann. Ebenfalls wurde an ein Personenregister zu Anfang des Romans und im Anhang an ein Register mit historischen Fakten gedacht, die dem Gesamtwerk einen schönen und passenden Rahmen geben. Dies war mein erster Roman des Autoren und ich muss zugeben schon auf Grund der Seitenanzahl war ich skeptisch, doch schnell konnte der Autor mich überzeugen und ich war so gebannt, das ich gar nicht mehr aufhören könnte zu lesen, Seite für Seite flog ich förmlich durch den Roman und hätte noch mehr lesen können. Am Ende war ich dann schon etwas traurig das der Roman schon zu Ende war. So war dies zwar mein erster Roman aus der Feder des Autoren aber sicherlich nicht der letzte, den ich von ihm lesen werde. Fazit: bildgewaltiger historischer Roman, der den Leser überrascht und ihm die damalige Zeit hervorragend nahe bringt

    Mehr
    • 2
  • Eine perfekte Fortsetzung

    Das Fundament der Ewigkeit

    Amber144

    03. October 2017 um 18:08

    Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Teil einer Reihe. Ich kenne bereits die Vorgängerbände, aber auch ohne die Vorgängerbände gelesen zu haben, wird dieses Buch Gefallen finden und man sollte keine Probleme mit dem lesen haben. Allerdings sollte man gerne historische Romane lesen, da Ken Follett sehr viel interessantes historisches eingebaut hat.Allein das Cover ist schon ein Highlight. Es ist wunderschön gestaltet und passt perfekt zu den Vorgängerbänden. Der Name des Autors und der Titel, sowie das Symbol sind extra geprägt und schimmern im Licht.Der Schreibstil ist wieder klasse. Schon die ersten Seiten haben mich sofort gefesselt und man merkt die 1156 Seiten gar nicht. Bei mir sind die Seiten nur so vorbei geflogen und am liebsten hätte ich gar nicht mehr aufgehört zu lesen.Neun Jahre hat es gedauert, bis die Fortsetzung jetzt erschienen ist und für mich hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt.In diesem Buch ist nicht nur Kingsbridge der Schauplatz, sondern als Leser wird man auch nach Paris und London entführt und folgt dort den Charakteren und lernt die Schauplätze dieser Zeit kennen.Es sind selbstverständlich wieder viele Namen eingewoben, aber sie wurden so eingesetzt, das der Leser nicht durcheinander kommt, sondern alle Charaktere sehr gut trennen kann.Schon in den vorherigen Bänden haben mir die Charaktere sehr gut gefallen. Alle sind sehr nachvollziehbar und gut beschrieben. Niemand wird einfach in die Geschichte eingewoben ohne das man ihn näher kennen lernt. Ein Preis von 36 Euro ist hoch für eine gebundene Ausgabe, aber dieses Buch ist jeden Cent wert. Ken Follett weiß einfach was er tut und hat mit diesem Buch wieder ein Lesehighlight geschaffen.Ich vergebe 5 Sterne.

    Mehr
  • eine wortgewaltige Reise ins 16. Jahrhundert

    Das Fundament der Ewigkeit

    kleeblatt2012

    02. October 2017 um 16:10

    England, 1558: Die Kathedrale von Kingsbridge wacht ehrfürchtig über ihre Stadt. Doch was über die Grenzen hinaus vor sich geht, kann sie nicht beeinflussen. So auch das Leben von Ned Willard und Margery Fitzgerald. Sie lieben sich, sind jedoch nicht dazu bestimmt, zu heiraten. Denn Margery ist einem anderen gegen ihren Willen versprochen. Und so wendet sich Ned einer neuen Aufgabe zu. Als Berater von Königin Elizabeth deckt er so manche Verschwörungen auf und rettet ihr dadurch mehr als einmal ihr Leben. Denn Maria Stuart, Königin von Schottland, besteht auf ihrem Recht, den englischen Thron ebenfalls ihr Eigen zu nennen.So beginnt ein Kräftemessen, in welchem Mittelpunkt auch Ned zu stehen scheint. Zu seinen weiteren Aufgaben gehört es, Katholiken, die sich gegen die Protestanten wenden, aufzufinden, damit diese dem Hochverrat überführt werden können. Der Glaubensstreit zieht sich durch das ganze Land, bis über die Grenzen hinaus. Europa scheint gespalten und an jeder Ecke gibt es Verschwörungen.Ob jeder sein Glück findet, scheint ungewiss. Denn nur eins ist sicher: ein Krieg ist unvermeidlich.Der dritte Teil der Kingsbridge-Saga wurde von vielen sehnsüchtig erwartet. So auch von mir und mit Freuden bin ich an das über 1000 Seiten fassende Werk herangegangen.Wie in jedem großen historischen Werk, dass sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, lernen wir natürlich viele, viele Namen kennen. Diese Mal sind es historische Persönlichkeiten wie Maria Stuart, Elizabeth Tudor und andere hochkarätige Adlige. Aber auch Bischöfe oder historisch belegte Personen, die das 16. Jahrhundert geprägt haben, kommen zu Wort. Aber es sind ja die fiktiven Charaktere, die uns interessieren. In diesem Fall Ned Willard, Margery Fitzgerald, Sylvie Palot und Pierre Aumande. Sie sind die Träger der Geschichte und sorgen dafür, dass uns nicht langweilig wird. Interessanterweise erwartet uns diesmal keine große Schlacht um die Kathedrale von Kingsbridge. Diese thront nun seit langer Zeit schon über ihrer Stadt und ist Dreh- und Angelpunkt für verschiedene Situationen. Und doch steht sie nicht wirklich im Mittelpunkt. Denn wir begeben uns auch außerhalb von Kingsbridge, so z.B. nach Paris, Antwerpen oder London. Denn dort spielt sich Ungeheuerliches ab. Der Glaubens"krieg" zwischen Katholiken und den Anhängern der neuen Religion, den Protestanten schwellt immer weiter vor sich hin, bis es zum Höhepunkt in der sog. Bartholomäusnacht kommt.Kingsbridge ist diesmal "nur" Wohnort von Ned und Margery, bis sich Ned in den Dienst von Königin Elizabeth begibt und damit nach London zieht. Was in Band 1 und 2 noch so eine große Faszination ausstrahlt (der Bau der Kathedrale, die Ausweitung der Stadt Kingsbridge) rückt hier in den Hintergrund. Kingsbridge hat sich etabliert und ist anerkannt. So geht es nun darum, sich auch außerhalb der Stadtmauern einen größeren Namen zu machen.Die Bewohner schwärmen aus und suchen ihr Glück in der Ferne. Die Karriere findet nun in größeren Metropolen statt. Auch wenn mich der Umstand, dass Kingsbridge nicht mehr im Mittelpunkt steht, schon etwas traurig gestimmt hat, ist es dem Autor trotzdem gelungen, einen spannenden historischen Roman zu verfassen, der uns über Jahrzehnte hinweg die religiöse Entwicklung Europas sowie der Kampf gegen den angeblich falschen Glauben aufzeigt.Die historischen Begebenheiten werden geschickt mit fiktiven Geschehnissen gefüllt, so dass sich ein die halber Welt umfassender Roman ergibt. Wir starten im beschaulichen Kingsbridge, befinden uns jedoch bald in London und Paris. Das Besegeln der Weltmeere wird uns ebenso vertraut, wie der Handel der Kaufleute in Antwerpen oder Amsterdam. Buchschmuggel und geheime Messen werden durchgeführt und das Schmieden der Komplotte gegen den Hochadel geht uns ins Blut über. Der Scheiterhaufen hört nicht auf zu rauchen und hinter jeder Ecke lauert eine neue Verschwörung. Man weiß nie, was als nächstes kommt.Die Intrigen, Rachefeldzüge und politisch geführten Schachzüge führten damals zu vielen Möglichkeiten. Es wäre ja furchtbar langweilig geworden ohne diese Machtspiele.Und wenn Autoren es schaffen, dies auch noch richtig interessant zu verpacken und aufzuschreiben, freut sich das Leserherz. Und den Autor freut es, wenn sich seine Leser freuen. Dabei noch als Nebeneffekt etwas über englische und französische Geschichte zu lernen, ist für mich persönlich auch von Vorteil.Die Charaktere sind wieder sehr gut ausgearbeitet. Sie haben Tiefe, machen ihre Fehler, lernen jedoch auch daraus. Sogar die Gegenspieler sind sehr gut gelungen.Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und spannend. Einzig mit machen doppelten Namen (viele Henris, Charles usw.) haben mich durcheinander gebracht. Doch hier bekommt man Hilfe durch ein Glossar am Anfang sowie am Ende des Buches.Es wird Bezug genommen auf die ersten Bände „Die Säulen der Erde“ sowie „Die Tore der Welt“. Durch kleine Rückblenden bekommt man kleine Inhaltsangaben, allerdings ist für den dritten Band keine Vorkenntnis nötig. Ich muss jedoch erwähnen, dass auch die ersten Bände einfach nur lesenswert sind. Die Liebesgeschichte nimmt diesmal keinen so großen Platz ein, auch wenn sie sich durch das komplette Buch zieht. Sie wird an den richtigen Stellen ausgebaut. Somit ist für das Herz was dabei, aber nicht übertrieben.Fazit:Eine wortgewaltige Reise durch das 16. Jahrhundert zur Zeit Queen Elizabeths.

    Mehr
  • Ein würdiger Nachfolger !!

    Das Fundament der Ewigkeit

    Die-Rezensentin

    02. October 2017 um 12:53

    Als ich gleich am Anfang das umfangreiche Personenregister sah, kriegte ich schon etwas Panik. Doch Ken Follett hat die Mitwirkenden so ausgiebig vorgestellt, dass man später immer genau weiß, um wen es sich handelt.`Das Fundament der Ewigkeit` ist der dritte Teil der Kingsbridge Romane. (Säulen der Erde/ Tore der Welt) Es ist zwar schade, wenn man sich die ersten Bände entgehen ließe, aber zum besseren Verständnis ist es nicht nötig, sie davor zu lesen.Ging es vorher viel um den Bau der Kathedrale, haben wir es jetzt eher mit den Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten zu tun, die in Glaubenskriegen enden.`Das Fundament der Ewigkeit` spielt im 16. Jahrhundert. Ned Willard wohnt mit seiner Familie in Kingsbridge und seine große Liebe ist die hübsche Margery Fitzgerald. Es ist klar, dass er sie und keine andere heiraten wird. Margery liebt ihn auch, trotzdem entscheidet sie sich unter dem Druck ihrer Eltern für einen anderen Mann. Aus Verzweiflung schließt sich Ned dem Gefolge der Königin an und wird von nun an Elisabeth Tudors treuester Begleiter.Ken Follett lässt uns in verschiedene Familien und Länder blicken. England, Frankreich, Spanien und Holland. Immer gibt es Reibungspunkte, aber auch viele Gemeinsamkeiten.Der Glauben spaltet Familien und entzweit Freunde. Katholiken und Protestanten kämpfen gegeneinander. Lange Zeit ist offiziell Ruhe, doch hinter den Fassaden brodelt es weiter.Verschwörungen, Attentate, Folterungen und das alles geschieht im Namen Gottes.Elisabeth Tudor ist Protestantin und zuerst recht tolerant den Andersgläubigen gegenüber, ihre Cousine Maria Stuart dagegen ist strenge Katholikin, beide Frauenkämpfen um den Thron Englands.Geschickt hat der Autor fiktive Charaktere mit reellen Personen und wahren historischen Ereignissen verknüpft. Er lässt den Leser mitfiebern, ob die Spione, Intriganten und Heuchler durchkommen. Ganz besonders erschütternd fand ich die Beschreibung des Massakers in der Bartholomäusnacht in Paris, das schreckliche Abschlachten der Protestanten.Die Geschichte zieht sich über viele Jahrzehnte und immer wieder trifft Ned zwischendurch auf Margery, die noch verheiratet ist. An ihrer Liebe zueinander hat sich nichts geändert, obwohl auch hier der unterschiedliche Glauben eine Rolle spielt. 1200 Seiten sind schon ein ordentlicher Wälzer und ich muss sagen, auf dem letzten Viertel empfand ich es etwas langatmig.Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen, eine überaus komplexe Handlung, der man aber sehr gut folgen kann. Ein anspruchsvoller Schreibstil und die gekonnte Kombination aus wirklichen und erfundenen Ereignissen und Personen machen `Das Fundament der Ewigkeit` zu einem umfangreichen Werk, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

    Mehr
  • Intrigen und Wünsche

    Das Fundament der Ewigkeit

    Kathaaxd

    30. September 2017 um 16:05

    Ich danke dem Bastei Lübbe sehr für das Rezensionsexemplar zu diesem Buch. Nach langen warten kehrt man wieder nach Kingsbridge zurück. Ich habe damals "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" mit vergnügen gelesen und verschlungen. Doch vorweg, es ist keine tatsächliche Fotsetzung zu den ersten beiden Bücher. Ken Follett macht zwar hier andeutungen zu den zwei Bücher, aber die Handlung an sich, ist eine eigene, sodass man das Buch auch lesen kann, ohne die zwei Vorgänger gelesen zu haben. Ich musste mich erstmal mit der Story anfreunden, so fielen mir die ersten 100 Seiten etwas schwer, doch danach glitten die Seiten nur so dahin. Es ist schon ein dickes Buch, wo ich erstmal schlucken musste, aber die Story zieht einen so in den Bann, das man vergisst, wie viele Seiten das Buch wirklich hat. Ich finde auch Ken Follett schreibt mit viel Spannung und vorallem spielt die Story nicht im mittelalter, sonder in der frühen Neuzeit, gleich nach der Reformation.  Der Protagonist Ned Willard steht für den Wunsch nach Toleranz und Frieden. Doch er stellt sich in die Dienste der Königin Elisabeth. Deshalb erfüllt sich nicht sein größter Wunsch, einmal Margery zu heiraten und mit ihr ein schönes Leben zu verbringen. In einer hinsicht tat er mir leid, eigentlich wollte er Kaufmann werden, doch diese Wünsche werden sich wohl nicht erfüllen. Er war mir eigentlich symphatisch, auch wen ich erstmal mit ihm warm werden musste. Doch man erlebt mit ihm Höhen und Tiefen, Erfolge und Rückschläge und vorallem fühlt man mit ihm mit.  Aber auch wie in jedem anderen Buch gibt es hier zahllose weitere Charakter, die man entweder liebt oder hasst. Vorallem hat jeder seine eigene Art und seine eigene Interessen. So kommen auch einige, die sich hinter einer Maske verstecken und äußerlich auf gut tun.  Ich bin den Schreibstil von Ken Follett gewohnt. Er schreibt einfach spannend, leicht und flüssig. Man taucht in eine Geschichte ein bei den man die Konflikte zwischen den Katholiken und Prostanten hautnah mitbekommt. Es wird auch nicht nur aus einer Sicht erzählt, man dringt in verschiedene Personen ein, die ihre eigene Ziele und Bemühungen haben. Dabei wird auch hier nicht vor Intrigen oder Mord zurückgeschreckt. Man merkt auch, das Ken Follett das Buch mit viel geschick geschrieben hat. So werden Plänen geschmiedet, wieder verworfen oder gar durchkreuzt. Dabei spielt die Information eine entscheidenen Punkt, um den Gegner die Niederlage zu garantieren. Hier spielen Spione und Informante eine wichtige Rolle. Es ist wie ein Netzwerk, die Mächtigen bedienen sich ihrer Helfer, den sie haben den Reichtum und die Macht um diese zu nutzen. Ich finde die gesamte Story hält wirklich in Spannung und wen man erst einmal in der Story drin ist, kommt man auch nicht mehr so schnell raus. Es ist eine Story der einerseits um ein Leben von einem Mann geht, der sich seine Träume erfüllen möchte, andererseits geht es auch wiederum um Konflikte und Intrigen und diese Themen wechsel, fand ich gut. Man verpasst nichts und das wichtigste ist dabei immer im Vordergrund, mit manchen Pausen, die einen mal Zeit geben, runter zu kommen. Ich werde mir die kompletten Drei Bücher der Kingbridge Reihe nochmal durchlesen, den sie sind einfach lesenswert.

    Mehr
  • Kingsbridge nur "auf alten Fotos"

    Das Fundament der Ewigkeit

    Ro_Ke

    29. September 2017 um 10:58

    Klappentext (Lovelybooks): Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors: 1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen - koste es, was es wolle. Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen.  Meine Meinung: Lange habe mich auf die Rückkehr nach Kingsbridge gefreut und muss nach knapp 1200 Seiten sagen, dass es sich eher wie ein Blick in ein altes Fotoalbum angefühlt hat.  Dennoch hat mich der Roman, zwar recht spät, komplett von sich überzeugen können. Wir befinden uns zeitlich nun nicht mehr im Mittelalter und werden auch nicht Zeuge bei der Gestaltung eines Bauwerks, sondern Ken Follett lädt seine Leser diesmal in das 16. Jahrhundert ein, mitten hinein also in den Glaubenskrieg zwischen Katholiken und Protestanten. Meisterhaft verknüpft Follett auch diesmal wieder historische Fakten und fiktive Charaktere. Sicher ist es von Vorteil, wenn man als Leser ein gewisses Interesse an die geschichtlichen Zusammenhänge in der Neuzeit mitbringt, ausschlaggebend für das Verständnis ist es jedoch nicht.  Durch seine Charaktere versorgt der Autor seine Leser mit einen umfassenden Blick auf die Motive und Zielvorstellungen der einzelnen Glaubensrichtungen, so dass man den Konflikt nachvollziehbar verstehen kann.  Wie vom Autor gewohnt, schafft er es zwar seinen fiktiven Charakteren ein fühlbares Leben einzuhauchen aber auch in diesem Roman gibt es wieder nur die richtig Guten oder aber die wirklich Bösen. So werden Sympathieträger und Feindbilder eigentlich schon vorgegeben. Dieser Punkt ärgert mich, da die Charaktere sich nicht wirklich entwickeln und daher völlig vorhersehbar agieren. Dafür sind jedoch die Schauplätze in denen sich die Charaktere bewegen, egal ob zu Land oder zu Wasser, von einer solchen Bildgewalt, dass man sie als Leser spürbar bereist und beeindruckt verlässt.  Fazit: Historische Fakten und Fiktion bilden eine gewohnt meisterhafte Erzählung, die allerdings eine Weile braucht, um dann gänzlich zu fesseln.

    Mehr
  • Große Klasse

    Das Fundament der Ewigkeit

    Lilyfields

    28. September 2017 um 19:09

    Ich habe gemeinsam mit meinem Mann lange auf die Fortsetzung der Knightbridge-Reihe gewartet und konnte es kaum erwarten "Das Fundament der Ewigkeit" endlich zu lesen. Das Cover ist stimmig und passt perfekt zu den anderen beiden Bücher aus dieser Reihe. Der Preis des Buches ist natürlich schon eine Hausnummer - 36 Euro kostet die gebundene Ausgabe. Aber das Buch ist wirklich toll gestaltet und mit über 1000 Seiten erhält man eine spannende Story. Kleines Manko, die Seiten empfinde ich als recht dünn, diese hätten einen ticken dicker/stabiler sein können. Das Geschichte spielt im 16. Jahrhundert in England, in der fiktiven Stadt Knightbridge. Der Hauptprotagonist ist Ned Willard sollte eigentlich Kaufmann werden, doch er arbeitet als Spion für die Königin Elizabeth Tudor und spürt die Feinde auf. Aber auch ein wenig Liebe gehört dazu. Denn Ned fühlt sich sehr zu Margery Fitzgerald hingezogen, doch werden sie entzweit, aber ihre gegenseitige Zuneigung zieht sich über das gesamte Buch hin, und ob es positiv ausgeht, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Mein Mann und ich mögen die Bücher von Ken Follett im Allgemeinen sehr gerne, denn die Storys sind alle immer sehr spannend geschrieben, aber es steht wirklich sehr viel Geschichtliches in den Büchern und lernt so noch etwas Geschichte. Unser Fazit ist, dass Ken Follett mit diesem Buch eine gelungene Fortsetzung geschrieben hat. Wir beide fanden das Buch durchweg spannend. Der Schreibstil von Ken Follett ist einfach grandios und für alle die, die Bücher von Ken Follett ebenso mögen, kann ich dieses Buch nur empfehlen.

    Mehr
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

    Mehr
    • 2385
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks