Das Fundament der Ewigkeit

von Ken Follett 
3,8 Sterne bei24 Bewertungen
Das Fundament der Ewigkeit
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (15):
black_horses avatar

Ein typischer Follett: historisch interessantes Setting gewürzt mit Sex, Verrat und Intrigen. Kurzweiliges Hörvergnügen.

Kritisch (2):
Meikymeiks avatar

Oberflächlich, es fehlt Tiefe. Leider schwach, emotionslos und stumpf abgelesen. Mehr Geheimnisse, Intrigen und Rätsel gewünscht!

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Inhaltsangabe zu "Das Fundament der Ewigkeit"

Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors

1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch diese ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Familie - nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Auch der Liebe zwischen Ned Willard und Margery Fitzgerald steht der Glaubensstreit im Weg. Als die Protestantin Elizabeth Tudor Königin wird, verschärfen sich die Gegensätze noch. Die junge Queen kann sich glücklich schätzen, in dieser schwierigen Lage den treuen Ned an ihrer Seite zu haben - als Unterstützer und als ihren besten Spion. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint jedoch verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783838784342
Sprache:Deutsch
Ausgabe:herunterladbare Audio-Datei
Verlag:Lübbe Audio
Erscheinungsdatum:12.09.2017
Das aktuelle Buch ist am 01.04.2019 bei Bastei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Luilinevor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Hatte nicht mehr viel mit den vorherigen Bänden zu tun, aber ein guter historischer Roman, der einfach etwas zu lang ist.
    Solider historischer Roman mit Längen

    Heute gibt es eine Rezension zu dem Hörbuch 
    "Das Fundament der Ewigkeit" von Ken Follett.

    Bei dem Buch handelt sich um den dritten Band der "Kingsbridge"-Reihe, es kann aber auch als Einzelband gelesen werden. 

    Das Buch wurde vertont von Joachim Kerzel. In der Audible-Version (die ich gehört habe)  wurde das Hörbuch von Tobias Kluckert gesprochen!


    Verlag: Lübbe Audio (über Audible gehört) / Hördauer: 37 h, 38 Min. (ungekürzt) / Originalausgabe: "Column of Fire" / Übersetzung: Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher / Erscheinungsjahr: 2017

    Inhalt:  

    Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen - koste es, was es wolle.

    Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Will verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint jedoch verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen.

    Meine Meinung:  

    Bereits die ersten beiden Bände der Reihe konnten mich damals begeistern und ich war nun sehr gespannt auf den dritten Band. Es muss aber vorweg gesagt werden, dass man dieses Buch auch unabhängig von den ersten beiden Büchern lesen kann, da es zeitlich viel später spielt und nur wenig mit den Vorgängern gemein hat. Mich hat es aber nicht gestört, dass das Buch eigentlich eigenständig ist.  

    Es gibt sehr viele Protagonisten und es hat etwas gedauert, bis ich einen guten Überblick hatte. Hauptsächlich spielt das Buch in England und Frankreich. Durch die unterschiedlichen Perspektiven gibt es auch viele kleine Handlungsstränge. Das große Thema des Romans ist aber die Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten. 

    Bei einem Wälzer von Buch ist es nur natürlich, dass es auch Längen gibt. Stellenweise war es aber leider auch langweilig. Ich hätte mir auch mehr Szenen am englischen Königshof gewünscht, der leider nur einen kleinen Teil in der Geschichte eingenommen hat. 

    Der Sprecher Tobias Kluckert hat das Buch sehr gut vertont. Es steht außer Frage, dass Ken Follett sehr gute Bücher schreibt. Auch dieses Buch ist insgesamt ein solider historischer Roman. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und vielschichtig. Insgesamt habe ich mir aber mehr von dem Buch versprochen. 

    Fazit:

    Mir hat das Buch gefallen, durch die Längen und einigen kleinen Kritikpukte muss ich aber bei der Bewertung zwei Sterne abziehen. 

    Daher gibt es von mir 3 Sterne!


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    schillerbuchs avatar
    schillerbuchvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unterhaltsames, gut gelesenes Hörbuch, für das man am Anfang Durchhaltevermögen braucht!
    Weniger wäre mehr gewesen!

    Unvergessen ist für mich die Lektüre von „Die Säulen der Erde“, Ken Follets erstem historischen Roman. Ich kannte ihn vorher als Thrillerautor von Bestellern wie „Die Nadel“ oder „Dreifach“ und war überrascht, als er das Genre wechselte und noch dazu so gekonnt. Nach wie vor ist „Die Säulen der Erde“ für mich einer der gelungensten historischen Romane und ich schaue seitdem Kirchen und Kathedralen mit ganz anderen Augen an.

    Leider war der Jahre später erschienene zweite Teil „Die Tore der Welt“ für mich nicht mehr so gelungen. Und nun kam also 2017 der dritte Teil der Kingsbridge – Trilogie heraus. Ich war gespannt.

    Der Inhalt

    1162 Seiten hat das Buch, das Hörbuch dauert 955 Minuten. Eine ausführliche Inhaltsangabe würde zuviel Platz einnehmen! Deshalb nur in aller Kürze etwas zum Inhalt dieses opulenten Romans:

    Im Mittelpunkt der Handlung, die sich von 1558 – 1604 erstreckt, steht Ned Willard. Er liebt Margery Fitzgerald und sie liebt ihn. Doch der große Konflikt zwischen Protestantismus und Katholizismus, der das 16. Jahrhundert prägt, macht eine Heirat der Beiden unmöglich: Ned ist Protestant, Margerys Familie ist katholisch. Deshalb verlässt Ned Kingsbridge und tritt in die Dienste der jungen Königin Elizabth I. Ihre Regentschaft ist geprägt von dem Wunsch nach Toleranz für beide Religionen. Zwar erklärt sie sich als Monarchin auch zum alleinigen Oberhaupt der Kirche, sie verbietet jedoch die blutrünstige Verfolgung der Katholiken. Ned wird ein wichtiger Ratgeber und einer der ersten Spione für seine Königin. In dieser Eigenschaft ist er nicht nur in England, sondern auch in Europa unterwegs und erlebt wichtige historische Ereignisse hautnah mit: Die Bartholomäusnacht 1572, den jahrzehntelangen Konflikt zwischen Elizabeth und Maria Stuart, der mit deren Hinrichtung 1587 endet und die Seeschlacht gegen die spanische Armada 1588. Er liebt Margery Zeit seines Lebens, ob die Beiden jemals zusammen kommen, soll aber hier nicht verraten werden.

    Die Hauptpersonen

    Ned Willard ist der Hauptprotagonist, er kommt in einem Prolog und in weiteren Zwischenabschnitten immer wieder persönlich zu Wort. Er ist der positive Held des Romans, aufrichtig, tapfer, tolerant, edel.

    Seine Angebetete Margery Fitzgerald wird von ihrem Vater, der unbedingt zum Adel gehören möchte, an den katholischen Viscount Bart Shiring verheiratet. Zeit ihres Lebens engagiert sich Margery für die katholische Kirche.

    Ned’s Gegenspieler ist Pierre Aumande, ein uneheliches Kind aus der einflussreichen französischen Adelsfamilie der Guise. Er ist glühender Katholik und sein sehnlichster Wunsch ist es, von der Familie der Guise anerkannt zu werden und deren Namen zu tragen. Es gelingt ihm, der wichtigste Ratgeber von Henri de Guise zu werden und nach einigen erfolgreichen Intrigen gegen die Hugenotten, vor allem der Organisation der Bartholomäusnacht, darf er den Namen Pierre Aumande de Guise führen. Er ist das Gegenteil von Ned: Intrigant, hinterlistig, geltungsbedürftig und fanatisch.

    Neben diesen und einer ganzen Reihe weiterer fiktiver Charaktere, spielen jedoch auch historische Persönlichkeiten eine Rolle: Elizabeth I. und Maria Stuart habe ich schon erwähnt, aber auch die Familie der Guise, Louis de Bourbon, Sir William Cecil, einen der wichtigsten Ratgeber der Königin und Mentor von Ned, sowie viele andere finden ihren Platz in diesem Roman.

    Meine Meinung

    Ich hatte eine lange Bahnfahrt vor mir, dafür war dieses Hörbuch wie geschaffen. Joachim Kerzel, die deutsche Stimme von Anthony Hopkins, liest das Buch hervorragend und mit der angemessenen Dramatik. Trotzdem fiel es mir zu Beginn schwer, in die Geschichte reinzukommen. Zu langatmig war mir der Anfang, zu reichhaltig das Personentableau, das erst einmal eingeführt werden musste. Um hier die Übersicht zu behalten sind übrigens die in den CD-Hüllen mitgelieferten Personenverzeichnisse eine große Hilfe! Erst ab der 4. oder 5. CD nahm die Handlung dann wirklich Fahrt auf und es wurde spannend. Nun wollte ich wirklich wissen, wie es weiter geht mit Ned, Margery, Pierre und all den anderen Personen und habe die restlichen 3 CD’s nach meiner Heimkehr zügig zu Ende gehört.

    Dennoch kommt für mich auch dieser Roman nicht an „Die Säulen der Erde“ heran. Das Thema des Religionskonfliktes finde ich durchaus sehr spannend und interessant, auch wenn mir als Zuhörerin einige wirklich brutale Szenen zumutet wurden. Was für eine dunkle, von Fanatismus, Intoleranz und persönlichen Machtinteressen geprägte Zeit! Aber insgesamt war es mir dann doch zuviel an Historie, die hier abgehandelt wurde. Sicher, das ist alles im erzählten Zeitraum passiert, aber weniger wäre für mich hier doch mehr gewesen. Zweifellos ist dieser Roman jedoch sehr sorgfältig recherchiert und ich habe sehr viel gelernt!

    Ebenfalls gestört haben mich die sehr schablonenhaft gezeichneten Figuren, die entweder sehr gut (Ned) oder abgrundtief böse (Pierre) sind. Hier hat es sich Ken Follett etwas zu einfach gemacht. Auch die Dialoge sind teilweise etwas platt, auch sprachlich ist dieser Roman ganz sicher kein Highlight. Und warum der Velag sich diesen Titel ausgedacht hat, bleibt mir ein Rätsel – den englischen Titel Column of Fire finde ich weit treffender.

    Fazit: Ein unterhaltsames, sehr gut gelesenes Hörbuch für das man am Anfang etwas Durchhaltevermögen braucht. Dennoch durchaus emfehlenswert für alle, die historische Romane lieben und denen es nichts ausmacht, wenn die Charaktere etwas unausgereift daherkommen und die Sprache nicht durch besondere Raffinesse glänzt!

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    Siri_quergetipptblogs avatar
    Siri_quergetipptblogvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Lieblose Nacherzählung - hätte ich mir doch besser ein Geschichtsbuch dazu gekauft.
    Lieblose Nacherzählung ohne Charaktere

    Ken Follett als Hörbuch ist schon eine Nuss, aber ein lustloser Ken Follett im Ohr absolut nicht empfehlenswert. Wie immer scheinen die Fakten gut recherchiert zu sein, jedoch findet sich dasselbe Material auch in TV-Serien, Filmen und anderen besser aufgearbeitet. Follett gibt seinen Figuren in "Fundament der Ewigkeit" keine Tiefe, keinen Charakter. Sie sind entweder gut oder schlecht und führen leere Dialoge, die keinerlei Nutzen oder Erkenntnisse für die Hörer/Leser bringen. In einem Nicht-Follett-Roman wären diese radikal rausgekürzt worden. Die zwischenmenschlichen Szenen erinnern an einen Groschenroman - wo bleiben außerdem starke Figuren wie Tom Builder und Prior Philipp? Hätte er seinen fiktiven Helden nicht etwas Leben einhauchen können? So etwas habe ich in noch keinem Buch erlebt. Stattdessen schildert er 15 Minuten lang, wie eine Kanonenkugel ein Schiff trifft - toll, das ist irgendwie vergeudete Zeit. Stattdessen treffen oberflächlich konstruierte Zufälle ein, denn natürlich treffen sich genau die Menschen aus London und Paris, die Follett näher beleuchtet. Etwas weniger auffällig wäre gut gewesen.

    Manchmal kam es mir auch vor, als wäre das Hörbuch falsch gekürzt worden, weil im nächsten Satz plötzlich fünf Jahre vergangen waren und ich oft verwirrt war, was ich denn nun verpasst hatte. Der Einstieg ist mehr als holprig, musste das Hörbuch zweimal beginnen - es ist schlichtweg langweilig. In dem Fall hätte ich mir besser ein reines Geschichtsbuch gekauft und weniger Geld und Zeit vergeudet. Das einzig Positive am Hörbuch fand ich die martialischen Klänge zwischen ein paar der Abschnitte (eine Regel habe ich allerdings nicht erkannt).

    Letztendlich habe ich das Hörbuch etwa 15min vor Schluss abgebrochen, weil ich keine Lust mehr hatte, irgendwelchen lieblosen Figuren zuzuhorchen, wie sie langweilig vor sich hinleben. Es wurden auch sehr viele davon eingeführt, über die man beim Hörbuch natürlich den Überblick verliert. Ich kann von diesem Werk als Hörbuch nur abraten und hätte es aufgrund der Lustlosigkeit bei der Konzeption und Ausgestaltung auch nicht beim Lesen besser gefunden.

    Kommentare: 4
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    Kleine1984s avatar
    Kleine1984vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Leider steht diesmal die Religion soweit ich Vordergrund.
    Schwacher dritter Teil

    Der dritte Teil „Das Fundament der Ewigkeit“ ist deutlich langatmiger als „Säulen der Erde“ und „Tore der Welt“. Dies hat vermutlich auch damit zu tun, dass die Handlung viel weitverzweigter ist. Als Handlungsort dient zwar noch Kingsbridge, aber auch London, Paris, Spanien, Übersee usw. Außerdem rückt meiner Meinung nach der Relegionskrieg zwischen den Protestanten und den Katholiken zu sehr in den Vordergrund.

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    black_horses avatar
    black_horsevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein typischer Follett: historisch interessantes Setting gewürzt mit Sex, Verrat und Intrigen. Kurzweiliges Hörvergnügen.
    Kampf der Religionen

    Historisch spannende Romane, gewürzt mit Sex, Verrat und Intrigen - das ist für mich das Markenzeichen von Ken Follett. Und auch dieser Roman passt da sehr gut.

    Zentrales Thema ist der Kampf der Religionen in Westeuropa ab der Mitte des 16. Jahrhunderts. Katholiken und Protestanten liefern sich eine erbitterte Auseinandersetzung um den wahren Glauben. Als Elisabeth I. Königin von England wird und verspricht, niemanden aufgrund seiner Religion zu verfolgen, regt sich Widerstand in ganz Europa.

    Es ist Follett wieder sehr gut gelungen, lebendige Figuren zu schaffen, die den Leser/Hörer durch historische Ereignisse lotsen. Die Charaktere werden, ebenfalls Follett-typisch, durch Verwandschaft, Liebschaften, Gewalt und Hinterhalt verknüpft und bieten gute Unterhaltung, die Geschichte erlebbar macht, ohne anstrengend zu wirken.

    An manchen Stellen hätte der Autor sicher schneller zum Punkt kommen können, aber das gekürzte Hörbuch ist mit 12 CDs nicht zu lang. Die Kürzungen schränken das Veständnis nicht.

    Ich mag diese Art "Geschichtsunterricht" sehr gern und kann durch das Buch einige wichtige Ereignisse der damaligen Zeit besser verstehen.

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    kornmuhmes avatar
    kornmuhmevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Erste Hälfte topp, zweite Hälfte flopp, ein Gehetze durch die Historie.
    Schnell wieder vergessen ...

    Inhalt und Meinung:

    Eine isolierte Inhaltsbeschreibung erscheint mir bei diesem monumentalen Werk nicht sinnvoll, da die Figuren und die Schauplätze, an denen sie agieren, so zahlreich sind. Ich denke, aus meiner Rezension insgesamt wird ersichtlich, worum es sich handelt.

    Der Leser taucht diesmal in die Epoche der Konfessionskriege des 16. Jahrhunderts ein: Katholizismus gegen Protestantismus. Martin Luther hat mit der von ihm angestoßenen Reformationsbewegung einen religiösen Flächenbrand erzeugt und die verschiedenen Konfessionen spalten nun Länder, Städte, Dörfer, Familien. Es ist eine bewegte, gewalttätige Zeit, in der Menschen wegen ihres Glaubens hingerichtet werden. Politische, gesellschaftliche und religiöse Stabilität gibt es nur noch punktuell.

    In dieser Zeit begleiten wir verschiedene Charaktere über mehrere Jahrzehnte in unterschiedlichen Ländern: Da ist Ned Willard in Kingsbridge bzw. London, der seine Jugendliebe ziehen lassen muss und durch widrige Umstände in die Dienste der neuen englischen Königin Elisabeth gelangt - und zu einem ihrer obersten Spione wird. Ein weiterer Erzählstrang wird in Frankreich mit Silvie (Schreibweise unklar, da ich das Hörbuch hatte) eröffnet, die als überzeugte Protestantin nur im Geheimen ihren Glauben leben darf und an einer Art protestantischer Untergrundbewegung teilnimmt.

    Doch bevor ich ins Plaudern gerate, komme ich lieber zu den Dingen, die mir gut gefallen haben bzw. die ich unterirdisch fand.

    Positiv ist nach wie vor Folletts Schreibstil: Liest bzw. hört sich wie ein Messer, das durch weiche Butter geht. Das Kopfkino springt sofort an, ich war sofort wieder in Kingsbridge, lebte, liebte und litt mit den Charakteren. Die erste Hälfte des Romans hat mir aufgrund seiner persönlichen Schicksale und der somit lebendig gewordenen Historie richtig gut gefallen, 5 Sterne dafür!

    Doch ab etwa der Hälfte kippte das Ganze und ich konnte mich nur schwer zum Weiterhören bewegen. Das lag vor allem daran, dass sich das Verhältnis von Figuren und Historie komplett umkehrte. Jetzt war es so, dass die Figuren nur noch bloße Träger für geschichtliche Ereigisse waren, ich spürte regelrecht, wie Follett sich nach und nach historische Ereignisse vornahm, um sie abzuarbeiten, und dafür brauchte er halt seine Figuren, wie Pappkameraden. Einige Figuren wurden allein zu diesem Zweck eingeführt, so bspw. Ibrima und Alison, die keinerlei eigenes Profil besitzen, weil sie nur dafür gebraucht werden, um gewissen Handlungen für den Leser zu transportieren. Sehr, sehr unschön!!

    Auch stört es mich, dass sich Figuren stets genauestens daran erinnern, wen sie vor 15 Jahren getroffen haben und was bei diesen Begegnungen genau passiert ist. Auch das ein Kniff des Autors, der allzu leicht zu durchschauen ist und einfach nur nervt, weil es unrealistisch ist.

    Leider ist die Schwarz-Weiß-Zeichnung auch in diesem Follett wieder recht stark. Wenn jemand von etwas überzeugt ist, ist er entweder ein totaler Fanatiker, voller Hass und/oder Machtstreben (z.B. Pierre Oumont, Rollo, der Klerus), oder ein Liberaler, der nur so vor Toleranz und Solidartät überschäumt (Ned, Silvie). Aber dieses Problem wird der Autor in diesem Leben wohl nicht mehr angehen.

    So erlebt der Leser etwa 60 Jahre dieses sehr interessanten Zeitalters durch die Augen unterschiedlichster Figuren mit. Eigentlich ein spannendes Unterfangen, wenn da nicht die deutlichen Schwächen des Romans wären. Er wird mir nicht lange im Gedächtnis bleiben ...

    Daher leider von mir nur

    3 von 5 Sternen


    Kommentare: 2
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    monerls avatar
    monerlvor 10 Monaten
    Historisch fundiert

    Endlich wieder zurück nach Kingsbridge! Ich freute mich sehr auf das Wiedersehen, war doch der erste Teil "Die Säulen der Erde", vor etwas mehr als 20 Jahren, eines der Bücher, die meine Liebe zu historischen Romanen begründet hat.

    Kein anderer versteht es, so wie Ken Follett, Geschichte interessant, spannend und greifbar zu machen. Dieses Mal widmete der Autor sich der Feindschaft von Katholiken und Protestanten. England und Europa im Kampf und die Vorherrschaft der "richtigen" und von Gott gewollten Religion und die Freiheit, seinen gewählten Glauben frei und ohne Angst ausüben zu dürfen - von der Königing/dem König bis zum letzten Untertan.

    Dabei fokusiert sich der Autor neben England auf Frankreich und Spanien (Schottland und die Niederlande). Historisch hervorgehoben wird die Bartholomäusnacht in Paris (23./24. August 1572), als es in Paris Ausschreitungen gegen Pariser Protestanten / Hugenotten gab und dabei tausende Menschen ermordet ums Leben kamen. Im "französischen Strang" spielt Margerys Bruder Rollo zunehmend eine wesentliche Roll. Der spätere Seekrieg der englischen Kriegsflotte von Elisabeth I. gegen die zahlenmäßig überlegene Kriegsflotte von König Philipp II., Spanische Armada genannt, ist in 1588 das zentrale Ereignis, in dem Neds Bruder Barney eine große Rolle innehat.

    Mit gespannten Ohren hing ich an diesem Hörbuch und konnte kaum aufhören. In verschiedenen Handlungssträngen mit dem Fokus auf verschiedene Charaktere, kreiste der Autor um die Thematik der Geschichte und führte sie am Ende gekonnt zusammen. Dabei ist der eigentliche Protagonist Ned Willard, der sich mit zarten 15 Jahren unsterblich ich die junge Margery Fitzgerald verliebte. Doch dabei stehen ihnen nicht nur die unterschiedlichen Glaubenszugehörigkeiten im Weg. Margerys Familie will, dass ihre Tochter "nach oben" in eine Familie einheiratet, die das Ansehen ihrer eigenen Familie steigert. Ned stammt aus einer sehr angesehenen Kaufmannsfamilie, die jedoch für die Fitzgeralds nicht in Frage kam. Ihre Wahl fiel auf Bart Shiring, den Sohn des Grafen von Shiring.

    Und so öffnet sich vor dem inneren Leserauge eine Geschichte über mehrere Jahrzehnte, voller Intrigen, Liebe, Hass, Zerstörung, Verfolgung, Königskrönungen, Glaubenskriege unvm. Ein dicker Wälzer, historisch fundiert, der zunehmend an Spannung gewinnt. Und genau hier entfaltet sich Folletts Erzählkunst: Die Verflechtung seiner fiktiven Romanfiguren mit realen historischen Persönlichkeiten und Orten und der Wunsch des Lesers, immer mehr von der Geschichte lesen bzw. hören zu wollen, obwohl historische Fakten unrüttelbar feststehen.

    Trotz meines großen Lobes habe ich kleine Kritikpunkte, die einen Stern in der Gesamtwertung gekostet haben. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung lag, doch dieses Mal war der Roman sprachlich gesehen ab und zu holprig und recht gewöhnlich / einfach. Er entsprach nicht der gewohnt hohen Qualität, die ich in seinen früheren Romanen sehr bemerkenswert fand. Zudem zerrte die ausschweifende und detaillierte Beschreibung von Neds und Margerys Liebe zunehmend an meinen Nerven. Hier wäre nach meinem Empfinden weniger mehr gewesen. Auch springt Follet, je näher er dem Ende kommt, in immer größer werdenden Jahreszahlschritten, was die Geschichte etwas zu grob enden lässt.

    Zum Ende hin bleiben keine Fragen offen. Alles fügt sich ineinander und das Gute siegt, wie man vom Autor gewöhnt ist, erfolgreich über das Böse. Manchmal hätte es, zwischen dem Schwarz und Weiß, auch ein bisschen mehr Graufärbung geben dürfen. Doch vielleicht wäre es dann kein "echter" Follett mehr gewesen...

    Zum Hörbuch:
    Gerne habe ich über 37 Stunden lang Tobias Kluckert zugehört. Obwohl er als Sprecher neu für meine Ohren war, hing ich an seiner Stimme und verfolgte gespannt die Geschichte des wohl ersten Geheimdienst-Spions der Weltgeschichte.

    Fazit:
    Ken Follett legt sehr großen Wert darauf, dass seine Romane historisch echte Fakten unverfälscht wiedergeben und deshalb bekommt man als Leser / Hörer hier eine Geschichte, die historisch sehr fundiert ausgearbeitet wurde. Für geschichtlich Interessierte wird es ein Leichtes sein, die Kernpunkte von "Das Fundament der Ewigkeit" nachzulesen und zu vertiefen. Für Fans des Genres "History" ein echtes Must-Read!

    Ich habe alle Bücher von Ken Follett, die ich gelesen habe, in meinen Regalen. Auch dieses hier wird früher oder später zu den anderen wandern, um die Trilogie um Kingsbridge zu vervollständigen. Auf das ungekürzte Hörbuch habe ich aus Zeitgründen zurückgegriffen. Doch die gedruckte Version ist nicht nur teuer, sondern innen auch sehr schön mit Zeichnungen und Ornamenten verziert. Ein echter Hingucker!
    ________________________________________
    http://bit.ly/2AASinZ

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    Foerdebuchs avatar
    Foerdebuchvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Anders als erwartet, aber nicht enttäuschend.
    Anders als erwartet, aber nicht enttäuschend

    Das Buch ist mit Sicherheit nicht mit „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ vergleichbar. Kingsbridge spielt zwar immer wieder eine Rolle, ist aber nicht der Haupthandlungsort.

    Die Geschichte ist, wie man es von Ken Follett gewohnt ist, sehr gut recherchiert und man merkt wieder einmal, wie sehr Geschichte sein Genre ist.

    Leider haben die handelnden Personen für mich an Tiefe verloren im Gegensatz zu den anderen Büchern aus der Kingsbridge-Reihe.

    Die Weltgeschichte steht im Mittelpunkt der Handlung und der Streit bzw. Hass zwischen den Protestanten und Katholiken beeinflusst das Leben der Protagonisten. Das hat für mich zur Folge, dass es leider an einigen Stellen Längen gibt und meines Erachtens nach geschichtliche und politische Ereignisse ein bisschen lieblos aneinander gereiht wirken.

    Der Sprecher Tobias Kluckert ist sehr gut. Alleine durch seine Stimme und seine Art zu lesen, lässt er die Charaktere lebendig werden.

    Fazit:

    Nicht enttäuschend, aber anders als erwartet. Wer Ken Follett mag, sollte es lesen.

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    sursulapitschis avatar
    sursulapitschivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein großes Kapitel Historie, geschmückt mit viel Drumherum, Kämpfen, Intrigen, Blut, Liebe, Sex and Crime, ein großes Buch ist es nicht.
    Viel Historie mit flacher Geschichte

    Die ersten Follett-Historienschinken habe ich geliebt. Da wurde einem anhand einer fesselnden Geschichte Geschichtliches vermittelt, ganz nebenbei. Spannende Figuren erlebten Schicksalhaftes und der historische Rahmen floss ganz selbstverständlich ein.
    Mir kommt es so vor, als hätte Herr Follett seinen Schwerpunkt verlagert und dabei sein Gespür für runde Geschichten und Personenzeichnung aus den Augen verloren. Er präsentiert Historie und hat dabei keine Angst vor großen Themen, wie die Jahrhunderttrilogie gezeigt hat, aber schon da konnte man meinen, seine Figuren dienen nur als Plattform für historische Vorträge. Ihre persönliche Geschichte ist weniger von Belang.

    Hier sind wir wieder in Kingsbridge, aber gut 200 Jahre später als im Vorgängerband der Reihe. Es ist 1558, England im Glaubenskrieg. Protestanten und Katholiken kämpfen um die Vorherrschaft, was sich im Zwist um die Regierungsgewalt von Elisabeth I und Maria Stuart niederschlägt.
    Das Buch behandelt ca. 40 Jahre dieser bewegten Zeit und erzählt aus Sicht von Ned Willard, einem Spion Elisabeths, von den Ereignissen.

    Damit fängt mein Problem mit dem Buch auch schon an. Wer ist Ned Willard? Zunächst ist er jung und unglücklich verliebt, was ihm unser Mitleid einträgt, aber ist er von Adel, ein Kaufmannssohn oder gar ein Matrose auf Landgang? Das bleibt lange unklar. Davon abgesehen hat er keinerlei Eigenschaften außer protestantisch und verliebt zu sein.
    Als seine Lebensplanung scheitert, weil er die Frau seiner Träume nicht bekommt, begibt er sich in Elisabeths Dienste, das ist nobel, aber ist das so einfach? Nimmt sie jeden Ned, der nichts zu tun hat, mal eben auf? Vermutlich hat er Talente, Geist, Witz, Ideen, der Leser kann an dieser Stelle nur mutmaßen. Auch seinen späteren Aufstieg zu Elisabeths Berater und Meisterspion muss man als gegeben hinnehmen. Falls da eine Entwicklung stattfand, wird sie nicht erzählt.

    Genau wie Ned bleiben alle Figuren schemenhaft. Selbst die großen Königinnen, Maria und Elisabeth, wirken wie trotzige Primadonnen. Sie tun, was sie tun müssen, das ist historisch belegt, lebendig werden sie nicht und das hätte ich mir von diesem Buch gewünscht.
    Ich fand es auch problematisch, dass fast jeder kurz und knapp mit dem Vornamen bezeichnet wird. In einer Welt, in der Rang und Titel eine große Rolle spielen, ist es ein Unterschied ob nun Margery Fitzgerald Bart Shiring heiraten muss oder ob die Tochter von Sir Reginald mit dem Viscount Shiring verkuppelt werden soll. Ganz schwierig wird es, wenn dazu noch Klerus ins Spiel kommt und Pfarrer, Adlige, Diener oder Rebellenführer alle nur Vornamen haben. Damit geht viel Atmosphäre verloren.

    Dieses Buch erzählt wieder ein großes Kapitel Historie, geschmückt mit viel Drumherum, Kämpfen, Intrigen, Blut, Liebe, Sex and Crime, ein großes Buch ist es nicht. Mich kann ein Buch nicht fesseln, wenn die Protagonisten kein Gesicht haben. Zum Glück habe ich es als Hörbuch gehört, da bekommt man es vorgelesen und kann das ein oder andere Kampfgetümmel an sich vorbeirauschen lassen. Das Buch hätte ich ganz bestimmt beiseitegelegt.




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    Dirk1974s avatar
    Dirk1974vor einem Jahr
    37 Stunden spannende Geschichte

    Lange hat es gedauert, doch nun folgt nach Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt der dritte Teil der Kingsbridge-Reihe.

    Dieses mal entführt uns Ken Follett in das Jahr 1558. Vorrangig geht es um den Streit zwischen den Protestanten und den Katholiken. Trotz des großen Umfangs schafft es der Autor eine spannende und kurzweilige Geschichte um den jungen Ned Willard zu konstruieren. Dabei begegnen uns u.a historische Persönlichkeiten wie Maria Stuart, Elizabeth Tudor oder der Seefahrer Francis Drake. Wir erleben Verschwörungen und Glaubenskämpfe, Liebe und Hass, Folter und Versöhnung.

    Anfangs war ich etwas enttäuscht, als ich gemerkt habe, dass es keine Fortsetzung im klassischen Sinne ist. Es gibt vereinzelt Verweise auf frühere Charaktere, aber unter einer Fortsetzung verstehe ich etwas anderes. Betrachtet man den Roman aber als Einzelwerk, ist es ein gelungenes geschichtliches Meisterwerk.

    Ich habe mich für die ungekürzte Hörbuchfassung von Lübbe Audio entschieden, welche exklusiv bei Audible angeboten wird. Mit einer Gesamtspielzeit von über 37 Stunden wird einem hier ein von Tobias Kluckert meisterlich vertonter historischer Roman geboten. Lediglich die musikalischen Einspielungen nach mehreren Buchabschnitten hätten manchmal etwas dezenter ausfallen können. So kann es schonmal passieren, dass man beim Hören in die Story vertieft ist und statt des nächsten Kapitels ertönt plötzlich eine dramatische Musik, das einem der Schreck in die Glieder fährt.

    Liebhaber der englischen, französischen und spanischen Geschichte sollten diesen Roman nicht verpassen.

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