Die Säulen der Erde

von Ken Follett 
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Die Säulen der Erde
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Einfach Wunderbar

Kritisch (282):
kerstin71s avatar

Es hat mich nicht gefesselt, denn es zieht sich ganz schön. Vielleicht eher was für Männer die an Architektur interessiert sind.

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Inhaltsangabe zu "Die Säulen der Erde"

England 1123 - 1173: Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, der junge Prior von Kingsbridge, träumt davon, eine Kathedrale zu errichten. Er und der Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die kluge Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe der Traum Gestalt annimmt und die Säulen der Erde buchstäblich in den Himmel zu wachsen beginnen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404171651
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1296 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:12.03.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2000 bei Bastei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    SarahCepins avatar
    SarahCepinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über den englischen Erbfolgestreit im 12. Jahrhundert und Kathedralenbau
    Lesenswert

    Im Wesentlichen handelt 'Die Säulen der Erde' von den Ereignissen rund um den englischen Erbfolgestreit im 12. Jahrhundert. Adel, Kirche und Bevölkerung sind dabei in stetigem Konflikt und wechseln häufig die Seiten. Der Autor erzählt dabei eine äußerst spannende Geschichte und bettet diese geschickt zwischen historische Ereignisse ein.

    Die ausführliche Beschreibung der gotischen Baukunst hat mir persönlich ganz besonders gefallen.

    Trotz der Länge lesenswert

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    K
    Katharina_Wallgramvor 2 Monaten
    Einfach nur toll geschrieben

    Ich lese schon lange historische Romane, aber zum ersten Mal Ken Follett.

    Bin beeindruckt von der Vielzahl an Personen die mit einandereine gemeinsame Geschichte haben.
    Trotz der unglaublichen Seitenanzahl wird einem beim Lesen nicht langweilig; es liest sich ganz locker... Ein Autor, den ich wärmstens empfehlen kann


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    Steffi_vlks avatar
    Steffi_vlkvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Zu Recht ein Klassiker unter den historischen Romanen. Besonders die sehr bildhafte Sprache hat mir gut gefallen!
    Die Säulen der Erde - Ein historischer Roma, den man unbedingt gelesen haben sollte!

    Allgemeine Infos:
    Titel: "Die Säulen der Erde"
    Autor: Ken Follett
    Genre: Historischer Roman
    Verlag: Bastei Lübbe
    Seitenzahl: 1296

    Klappentext:
    England 1123 - 1173: Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, der junge Prior von Kingsbridge, träumt davon, eine Kathedrale zu errichten. Er und der Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die kluge Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe der Traum Gestalt annimmt und die Säulen der Erde buchstäblich in den Himmel zu wachsen beginnen.

    Buch:
    Bei "Die Säulen der Erde" handelt es sich um den ersten Band der Kingsbridge-Reihe von Ken Follett. Der historische Roman spielt in England zur Zeit 1123-1173. Was mich leider an dem Buch etwas gestört hat, ist die Kapitellänge. Die Geschichte ist chronologisch in ein paar zeitliche Abschnitte gegliedert. Zusätzlich gibt es Kapitel und eine Unterteilung der Kapitel durch Punkte. Selbst zwischen 2 Punkten, muss man allerdings viel Zeit ins Lesen investieren. Da ich ein Fan davon bin, möglichst viele Stellen zu haben, an denen man das Lesen sinnvoll unterbrechen kann, fand ich dies leider etwas schade. Das Cover hingegen hat mir sehr gut gefallen, es ist schlicht und stellt das eigentliche Thema der Geschichte dar: die Kathedrale. Die Fassade dieser ist als leichte Schattierung im Hintergrund des Covers zu erkennen. Ansonsten sieht man in der Mitte eine Art von Siegel, ich weiß jedoch nicht, um was genau es sich dabei handelt. Ansonsten wird das Cover nur noch von ein paar Schnörkeln in den Ecken verziert. Ich persönlich finde, dass das Cover sehr gut zur Geschichte passt.  

    Schreibstil:
    Ken Follets Schreibstil ist bewundernswert! Ich hab eschon lange keine so bildliche Erzählung gelesen. Man bekommt eine genaue Vorstellung von den Charakteren, den Empfindungen, den Geräuschen, den Gerüchen und der Umgebung. Es gibt einige Zeit- oder Ortssprünge in der Geschichte, diese Fand ich jedoch nicht verwirrend, ich habe immer schnell verstanden, zu welchem Teil der Handlungsstränge man nun gesprungen ist. Durch den Umfang des Buches kommen natürlich auch sehr viele Charaktere zustande. Diese wurden meiner Meinung nach sehr gut beschrieben, man wusste genau, wie die Charaktere ticken und für was sie stehen. Man erkennt bei jedem Charakter auch recht schnell, ob er gut oder böse ist. Bei den bösen Charakteren handelt es sich dabei um ganz ausgeklügelte und hinterhältige Personen, mit denen man keinerlei Mitleid empfindet. Je hinterhältiger die Widersacher sind, desto mehr Sympathien empfindet man natürlich mit dem guten Gegenpart, was mir sehr gut gefallen hat. Da ich einige der Hauptcharaktere, insbesondere Tom, Aliena, Jack und Prior Philip, sehr gerne mochte, empfand ich die Geschichte auch als spannend. Man wollte die ganze Zeit wissen, ob alles noch gut ausgeht. Obwohl ich Ken Folletts detaillierten Beschreibungen sehr mochte, war es mir teilweise jedoch leider etwas zu viel. Manche Situationen wurden schon sehr in die Länge gezogen bis es wirklich voran ging.

    Handlung:
    Die Handlung dieser Geschichte ist sehr schwer zusammenzufassen, da es einige Handlungsstränge gibt. Die Hauptgeschichte dreht sich wohl um Tom Builder, einen Baumeister dessen größter Traum es ist eine eigene Kathedrale zu errichten. Hierfür gibt er sogar seine Anstellung auf, um nach einem Ort zu suchen, an dem er seinen Traum verwirklichen kann. Dies treibt seine Familie natürlich in die Armut und sie müssen um das Überleben kämpfen. Erst als Tom mit seiner Familie in Kingsbridge auf Prior Philip trifft, ändert sich ihr Leben zum positiven. Philip legt seine schützende Hand über sie, um sie zu versorgen. Außerdem benötigt die Priorei nach dem Brand der Kirche ein neues Gotteshaus. Da Philip Tom Builder sehr schätzt, übergibt er ihm den Auftrag trotz seiner mangelnden Erfahrung. In Kingsbridge liegt somit der neue Lebensmittelpunkt von Tom und Ellen mit deren Kindern Alfred, Jack und Martha. Dort lernen sie unter anderem die Grafentochter Aliena kennen. Diese steht mit ihrem Bruder zusammen aufgrund der Gier der Hamleighs vor dem nichts - ihr Vater wurde ihnen genommen und mit ihm auch die Grafschaft. Aliena erweist sich jedoch als sehr stark und clever, weshalb sie sich nicht durch ihre Widersacher unterkriegen lässt. Außerdem wird der Leser mit durch die Lebensgeschichte des Prior Philip geführt. Als kleiner Junge wurde dieser von dem Prior einer kleinen Abtei aufgenommen, innerhalb kürzester Zeit hat er es durch seine klugen Entscheidungen und seine Art des Führens geschafft, selbst zum Prior von Kingsbridge aufzusteigen. Seine Geschichte ist stark mit der aktuellen politischen Situation des Landes verknüpft, da diese auch einen großen Einfluss auf die Kirche haben wird. Außerdem hat er durch seinen Bruder Francis Verbindungen zu Machthabenden des Landes. Zwischen all diesen Handlungssträngen/Charakteren gibt es Verbindungen und sie beeinflussen sich gegenseitig, was ich sehr spannend finde. Und natürlich läuft es meistens anders als es sich die Charaktere erhofft haben, sie müssen sich daher auch oft gegenseitig unterstützen und sich gegen ihre Widersacher behaupten.

    Meinung:
    Mir hat "Die Säulen der Erde" wirklich sehr gut gefallen! Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber Ken Follet hat es geschafft eine knapp 1300 Seitan lange Geschichte zu schreiben, ohne dass ich als Leser die Lust am Weiterlesen verloren habe. Auch wenn mir das Buch wohl noch besser gefallen hätte, wenn man bei manchen Szenen ein paar Seiten eingespart hätte, da diese sich doch etwas gezogen haben. Dennoch habe ich das Buch an spannend empfunden, da ich die ganze Zeit wissen wollte, wie sich das Leben der sympathischen Charaktere weiter entwickelt. Die Handlung um den Bau der Kathedrale fand ich sehr schön, es ist auf jeden Fall ein interessantes Thema und man hat einiges über Architektur gelernt. Zudem fand ich den Blick in die Vergangenheit wirklich gelungen, die Mobilität und Kommunikation der Menschen lässt sich einfach nicht mit heute vergleichen. Auch haben Aberglaube, die Rückständigkeit der Rolle der Frau und die Bedeutung von Adel und Kirche immer wieder eine wichtige Rolle gespielt. Insgesamt kann ich "Die Säulen der Erde" wirklich empfehlen, daher gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen.

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    Zauberfluchs avatar
    Zauberfluchvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch, das man immer wieder lesen kann.
    Ein Buch, das man kennen sollte

    Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage, dass jeder dieses Buch kennt. Auch, wenn er/sie es noch noch nicht selbst gelesen hat, namentlich ist es bekannt. (Spätestens, als die Verfilmung als Serie im Fernsehen war). Früher zählte ich auch zu den Buchleserinnen, die das Buch noch nie gelesen hatten, aber davon gehört haben.
    Als ich die Erstauflage bei meiner Tante im Regal sah, musste ich es mir dann doch ausleihen und lesen. Die Neugierde war doch sehr groß! 

    Ken Follett zählt wegen seiner einfachen Sprache und der Darstellung von Charakteren & Szenerie zu meinen Lieblingsautoren. Auch in diesem Buch hat er mich wieder voll und ganz von sich überzeugt. 
    Einmal angefangen, tut man sich doch sehr schwer das Buch auf die Seite zu legen. Ich empfehle jedem Leser dieses Buch nur anzufangen, wenn er auch genug Zeit hat. Da ich selbst viel arbeite und hauptsächlich nur in den Öffis zum Lesen komme, war es gut, dieses Buch in meinen Ferien anzufangen und auch zu beenden - nicht nur wegen dem Gewicht.
    Besonders spannend sind jegliche Wendungen der Erzählung gestaltet. Bevor man in den Lesetrott kommt, in dem man weiß wie es weiter geht, geschieht doch etwas anderes und die Hoffnung - "Vielleicht geht es doch noch gut aus" - , lässt einen nicht los.

    Fazit:
    Ein gelungenes Werk des Autors, dass sich einfach ließt und dem nichts an Spannung fehlt.

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    Odenwaldwurms avatar
    Odenwaldwurmvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller historische Roman.
    Der erste Band von Kingsbridge

    England 1123 - 1173: Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, der junge Prior von Kingsbridge, träumt davon, eine Kathedrale zu errichten. Er und der Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die kluge Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe der Traum Gestalt annimmt und die Säulen der Erde buchstäblich in den Himmel zu wachsen beginnen.(Klappcovertext vom Buch)
    Ich bin sehr gut in den historischen Roman gekommen. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Die Charakter sind alle sehr toll und bildlich dargestellt und man meint die Personen schon lange zu kennen. Besonders Philip, der junge Prior, Tom und die kluge Aliena gefallen mir sehr gut. Der Autor bringt auch eine gute Spannung in die Geschichte, besonder Jack und die Vergangenheit  seine Mutter sind sehr interessant beschrieben.  Aber auch die Landschaft und die Baulichkeiten ist sehr gut beschrieben, einfach nur ein bildlicher Schreibstil. Durch den bildhaften Schreibstil leidet und fiebert mit den Personen sehr mit. Leider sind manche Szenen etwas in die Länge geschrieben. Trotzdem kann man das Buch nur kaum aus den Händen legen und muss immer weiter lesen. Die geschichtlichen Hintergründe fand ich sehr interessant, ich konnte einiges über diese Zeit lernen. 
    Das Buch konnte mich richtig fesseln und ich kann das Buch nur jedem empfehlen. Ein toller historische Roman von Ken Follett.

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    butterflyintheskys avatar
    butterflyintheskyvor 9 Monaten
    Die Säulen der Erde

    Zusammenfassung:
    König Heinrich ist tot, und schon ist im England des 12. Jahrhunderts ein Kampf um seine Nachfolge entbrannt. Der Geistliche Francis, der seine Eltern auf grausame Weise durch marodierende Söldner verloren hat, bittet seinen Bruder Philip, inzwischen erfolgreicher Prior eines einstmals heruntergekommenen und der Sünde anheim gefallenen Klosters, um Hilfe, um eine Verschwörung gegen den inzwischen mit dem Segen der Kirche versehenen Thronfolger zu verhindern. Philip macht sich auf den Weg zum Erzbischof von Canterbury und Abt von Glastonbury, der die Macht hat, die Aufständischen aufzuhalten. Gemeinsam mit dem ebenso mittellosen wie begabten Baumeister Tom, der ebenfalls ein schweres Schicksal hinter sich hat, träumt er den Traum einer Himmel stürmenden Kathedrale, die den Wogen der aufgewühlten Zeit standzuhalten versteht und ein ewiges Zeugnis Gottes auf Erden sowie seiner Barmherzigkeit unter den Menschen ist: die "Säulen der Erde", das größte Bauwerk des Abendlands.

    Meine Meinung:
    Ich habe das Buch leider abgebrochen. Nach knapp 200 Seiten. Für mich war es einfach zu langweilig. Ewig lange Szene wie die Charaktere gerade essen, was sie tragen und wie ihr Haus aussieht. Außerdem kommt es einem nicht so vor als wäre man im Mittelalter. Könnte auch England heutzutage sein, im Wald.

    Tom verliert seine Frau und schläft 2 Stunden später schon mit einer Anderen. Bitte was?? Philip's Kapitel fand ich aber am schlimmsten. Pure langweile. Wenn ich schon merke dass ich mehr überspringe als ich richtig lese, ist das Buch leider nichts für mich.

    Kommentare: 2
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    Janinezachariaes avatar
    Janinezachariaevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Etwas viel, aber sehr interessant
    Im Mix: Hören und Lesen

    Ich hab das Buch nebenbei auch gehört, da es mir einfach zu viel war.

    Die Stimme von Tobias Kluckert (vom Hörbuch) hat es aber zum Glück nicht allzu langweilig vorgetragen. Denn ganz ehrlich, das gesamte Buch hätte man auch statt der über 1200 Seiten auf etwa 800-900 kürzen können, wenn nicht sogar noch weniger. Wenn all die vielen Ausschweifungen und Erzählungen nicht so sehr ausgeschmückt worden wären.

    Natürlich finde ich die Geschichte um Tom Builder und seine Familie sehr interessant und super erzählt und auch der Prior Philip hat mir sehr gefallen, von seiner Art her. Doch am Besten gefiel mir Jack, denn er war ungewöhnlich und seine Familiengeschichte einzigartig.

    Es hat mir Spaß gemacht zu verfolgen, wie er erwachsen geworden ist und  seinen Weg versucht hat zu gehen – obgleich die Umstände nicht für ihn sprachen und er eigentlich nicht wahrgenommen worden ist.

    Es ist schockierend, wie die damaligen Umstände waren und was alles von den Kindern und Frauen abverlangt worden ist, auch wenn Frauen kaum oder keine Reche hatten. Doch manch eine hat sich tatsächlich behaupten können und sich mutig und stark gezeigt.

    Das gesamte Buch zieht sich im Zeitraum von

    1123-1174

    Mittelalter.

    Es geht um einen Traum, der einst in Tom wuchs und auf Jack, der nicht mit ihm verwandt war, übertragen worden ist.

    Vier Sterne weil es teilweise einfach zu viel war. Es gibt Wiederholungen, viele Ausschweifungen und manches, was ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber es zeigt auch die Realität von einst und welche Lebensumstände es damals gegeben hat.

    Es war mein erster Ken Follett.

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    V
    vikivikivor einem Jahr
    Fesselnd

    Faszinierend, wie Ken Follett das Leben eines Baumeisters und die Geschichte einer Priorei erzählt. Ich konnte das Buch kaum weglegen!

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    Miamous avatar
    Miamouvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Großer Mittelalterepos, der das Zeug zum Klassiker hat!
    Die Kathedrale in Kingsbridge...

    Nun habe ich es endlich (aus)gelesen. Ken Folletts „Die Säulen der Erde“. Ich habe es als e-book gelesen und es erst vor wenigen Wochen in einer Buchhandlung als Paperback in den Händen gehalten. Ein wahrer Wälzer, was mir ja gar nicht so bewusst war, was mir aber bewusst war, dass es nach wie vor auf allen möglichen Bestsellerlisten zu finden ist und das, obwohl das Buch vor knapp 30 Jahren erschienen ist. Da im September nun der dritte Teil dieser Trilogie erscheinen wird, wird es auch wieder zusätzlichen Auftrieb bekommen, was dem Buch aber durchaus vergönnt sein soll und auf jeden Fall zusteht.

    Eine Inhaltsangabe zu geben, ist bei diesem Buch fast unmöglich, wenn man den Rahmen nicht sprengen will. Es geht jedoch darum, dass Tom Builder einen großen Traum verfolgt, nämlich eine Kathedrale zu bauen. Dafür nimmt er auch in Kauf seine feste Stellung zu verlieren und sich mit seiner Familie aufzumachen, um diesen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen. Doch die Realität fordert seinen Tribut. Erst als er sich in Kingsbridge und dessen Priorei, deren Vorstand P. Philip ist, niederlässt, kann er beginnen (s)eine Kathedrale zu bauen, die größer werden soll, als alles bisher dagewesene. Die Jahre ziehen ins Land und der Leser begleitet Tom Builder, seine Ellen und die Kinder. Alfred, Jack und Martha, die sie gemeinsam großziehen. Ihre Lebensgeschichten sind so unterschiedlich, wie ihre Charaktere und sie treffen ihrerseits wieder auf Menschen, die ihr Leben zutiefst beeinflussen, im positiven, wie im negativen Sinne.

    Da es sich bei „Die Säulen der Erde“ nicht um meinen ersten Follett handelte, bin ich schon mit gewissen Erwartungen an das Buch rangegangen und auch mit gewissen „Vorkenntnissen“. So war mir klar, dass ich mich in diesem Buch wieder vollends verlieren werde. Man taucht nämlich, wie immer bei Follett, in eine eigene Welt ab und man versinkt richtig in seinen Büchern. Auch auf seine Längen und seinen bildhaften Schreibstil stellt man sich recht schnell ein, wenn man seine Art zu Schreiben bereits kennt. Follett hat einen sehr bildhaften Schreibstil, den er auch hier wieder zu hundert Prozent und wie erwartet umgesetzt hat. Dieser bildhafte, eigentlich schon lebendige, Schreibstil ist Segen und Fluch zugleich. Einerseits kann man sich seine Figuren und seine Schauplätze wunderbar vorstellen. Man sieht die Farben und nimmt die Gerüche war, wenn er beispielsweise den Marktplatz in Kingsbridge beschreibt. Man sieht wie die Sonne in die Waldlichtung fällt, wenn Jack und Aliena sich heimlich dort treffen, und wie das Wasser in dem Teich plätschert, der sich gleich daneben befindet. Andererseits (und das meine ich mit Fluch) stellt man sich dann auch Vergewaltigungs -, Mord – und Folterszenen genauso vor. Und mit denen spart Follett (wie es aber auch zu erwarten ist, wenn man ihn schon kennt) nicht aus. Ehrlicherweise muss ich aber zugeben, dass man schon im Voraus merkt, wann es denn zu diesen Szenen kommen wird und ich habe sie dann nur mehr quergelesen bzw. gleich ganz übersprungen.

    Aufgrund des Umfangs dieses Buches hat Follett auch dementsprechend viele Figuren entwickelt, denen er sehr viel Eigensinniges eingehaucht und denen er wahrliche Entwicklungsschübe zugestanden hat. Von Anfang an ist klar, wer gut und wer böse ist. Und mit den „Bösen“ hat man zu keinen einzigen Zeitpunkt Mitleid, was Follett auch immer sehr geschickt anstellt. So könnte man diesen Funken Mitleid als Leser durchaus seinen bösen Figuren zugestehen, die sich aber im nächsten Satz gleich wieder auflöst. Sei es durch eine Tat oder eine Gedanken durch diese Figur. Mit den „Guten“ findet man sich sehr schnell zurecht. Man lacht mit ihnen, man freut sich mit ihnen, man leidet mit ihnen und man kann sich sehr schwer von ihnen verabschieden, da man sie doch für eine sehr lange Lebensspanne und bei vielen Abenteuern begleitet. Mir ist es daher passiert, dass ich das Buch mit einem Seufzer beendet habe, der auch ein wenig rührselig war. Immerhin habe ich fast ein halbes Jahr daran herumgekaut und dann muss man sich von vielen liebenswerten Figuren verabschieden.

    Trotzdem hat Follett es bis jetzt nicht geschafft mir 5 Sterne zu entlocken, auch mit diesem Buch gelingt es ihm nicht. Er schreibt, und das betont er auch immer wieder, für die Massen und legt kaum Wert darauf, dass seine Bücher aus dem Mainstream ausbrechen. Das manifestiert sich für mich dann, auch wenn ich ihn bereits so gelobt habe, an der Einfachheit seines Schreibstils (er schreibt sehr kurze Sätze, die manches Mal auch Wortwiederholungen haben) und an der Tatsache wie einfach er so manche rachsüchtigen Machenschaften aufdeckt. Zudem gibt es dann auch wieder die ein oder andere Länge, wenn er sich beispielsweise seitenlang über die Architektur von Kirchen in Zeiten des Mittelalters auslässt oder einer Bärenhatz einen Platz von über 20 Seiten einräumt.

    Würdigen will ich aber auf jeden Fall seine aufwendige Recherchearbeit, die er auch in „Die Säulen der Erde“ unaufdringlich einfließen lässt. Auch die mittelalterlichen Lebensumstände hat er authentisch aufgezeigt. Ich würde das Buch, trotz meiner Kritikpunkte, auf jeden Fall weiterempfehlen und da es mit der Kingsbridge – Reihe noch weitergeht, bin ich durchaus geneigt mir auch die Fortsetzung zu Gemüte zu führen.

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    T
    Trina284vor einem Jahr
    Kurzmeinung: WOW!!!
    Der Wahnsinn...

    Ein unglaublich tolles Buch. Seit ich die Säulen der Erde gelesen habe, bewundere ich die Baukunst derer, die ohne schwere Maschinen Dom und Kirche gebaut haben umso mehr :-))

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Anneblogts avatar

    Hallo!

    Anlässlich der dritten Runde der ReBuy-Challenge kann man dieses Buch gewinnen...Mehr Infos hier: http://anneblogt.de/?p=1081

    Freue mich über jede Stimme:)


    LG
    Anne
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    Ajanas avatar
    Die erste Leserunde der Sub-Abbau-Gruppe 2012. Wir möchten dieses Jahr den "Schinken" von Ken Follett in Angriff nehmen - Die Säulen der Erde. Es sind nicht nur die Mitglieder der Gruppe herzlich eingeladen, daran teilzunehmen =) Starttermin: 09.02.2012 Teilnehmer: Elisabeth87, Ajana,Looney_Lovegood, Evan, Jeami, kiwi_, Punxie
    Zur Leserunde
    Nachdem gestern nach einem packenden Showdown "Die Säulen der Erde" seinen Höhepunkt erreichte, ist das Buch von Follett nun komplett ausgestrahlt. Wie habt ihr die Teile empfunden? Konntet ihr Vergleiche zum Buch ziehen und hat einiges Euer Missfallen geregt? Mir persönlich hat das Spektakel sehr gut gefallen - auch die Blende am Schluss des vierten Teils, in der man die Kathedrale in einer modernen Stadt noch einmal sehen konnte. Das gibt ein besonderes Historisches Flair. Ansonsten muss ich zugeben, dass ich Richard, den Bruder von Aliena teilweise nicht mehr wieder erkannte und ich mich immer fragte, was für ein Kerl das ist. Also: Ich bin gespannt auf Eure Meinungen :)!
    Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Hätte ich auch nicht getan. Dann ist auch die Spannung weg. Das Buch ist genial. :)
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