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Ascari0

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

In dieser Leserunde gibt es keine Bücher zu gewinnen, denn wir haben uns einfach so zusammengetan, um Ken Folletts Jahrhundertrilogie zu lesen. Wer außer uns das Buch ebenfalls noch auf seinem SuB rumliegen hat, ist herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen :).

Wir starten am 3. Januar 2015.

Autor: Ken Follett
Buch: Kinder der Freiheit

sursulapitschi

vor 3 Jahren

Oh, die neue Leserunde! Ich muss mal gucken. Ich bin wahrscheinlich am 3. Januar noch nicht startklar. Komme dann halt hinterher.

Ascari0

vor 3 Jahren

@sursulapitschi

Is kein Problem! Die Runde wird eh etwas länger laufen ;).

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Ascari0

vor 3 Jahren

Kapitel 49 - 56
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@LucyAnn

Die Szene mit dem Konzert hat mir auch gut gefallen, erinnere ich mich :).

Wenn ich es richtig im Kopf hab, stand die Mauer 28 Jahre. Geschichtlich gesehen ist das kurz, aber es ist auch ein halbes Menschenleben ... Sehe das bei meinen Eltern, wenn ich überlege, wie jung sie waren, als die Mauer errichtet wurde. Und jetzt sind schon wieder 25 Jahre vergangen, seit sie gefallen ist, und eine Generation herangewachsen, die die Mauer nur noch aus Erzählungen kennt.

LucyAnn

vor 3 Jahren

Kapitel 57 - Ende
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Ich fand das Ende sehr gelungen und berührend. Vor allem natürlich das Ende der Mauer. Und auch den Epilog von 2008, wo Obama gewählt wird! Wie oft dachte ich mir beim Lesen des Buches, dass keiner der Bürgerrechtsbewegung dachte, dass 40 Jahre später ein schwarzer Präsident das Land regieren würde!

Nachdem ich mir die Familienaufstellung hinten im Buch angesehen habe, ist mir aufgefallen, dass überhaupt nicht mehr von Carlas Bruder Erik die Rede war. Noch nicht mal ein Nebensatz, was mit ihm passiert ist. Das hätte reingehört, da er vorher ja doch eine Rolle gespielt hat. Auch von Billy Williams hört man in dem Band nichts... aber es kann natürlich nicht jede Person vorkommen, das würde ausufern.

Dafür kam Rebecca in den hinteren Kapiteln endlich wieder mehr vor, was mir sehr gefiel! Die Szene mit Hans Hoffmann am Ende ist ganz schön krass... wo er sie anwinselt, ihn "zurückzunehmen". Gut, dass sie so entschlossen "nein" sagt.

LucyAnn

vor 3 Jahren

Euer Fazit / Eindruck

So, fertig :)

Was mir zuallererst aufgefallen ist am dritten Band: Die Zeitsprünge waren sehr groß. Vermutlich, weil der Autor von Kubakrise bis Mauerfall alles unterbringen wollte... allerdings habe ich den persönlichen Faden zu den Personen verloren... wenn z.B. Dimkas Sohn und Tochter bei jeder Erwähnung wieder über 5 Jahre älter sind. Für die politischen Ereignisse passen diese Zeitsprünge, für die Familiensaga sind sie nicht vorteilhaft.

Mein Interesse galt vor allem den deutschen Ereignissen und der Familiengeschichte dort, habe ich gemerkt. Vielleicht, weil das doch recht "nah" an mir dran ist; bei den Ereignissen am Ende war ich schon auf der Welt, ich habe über alles schon viel gehört... Ich fand außerdem, dass diese Geschichten am schönsten geschildert waren. Ich habe öfter mal ein Tränchen verdrückt... als die Familie Franck sich nach Jahren heimlich am Balaton wiedersieht oder als die Mauer fällt. Und man leidet mit, weil die Familie auseinandergerissen wurde und auch noch durch Hans Hoffmann und die Stasi schikaniert wird.

Eindrucksvoll waren natürlich auch alle Ereignisse um die Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen in Amerika. Auf dieses Thema hatte ich mich sogar noch mehr gefreut, aber es wurde leider zu sehr politisiert. Dennoch: sehr lehrreich. Die Schilderung der Gewaltausbrüche gegen Schwarze war mir nicht zu schlimm, da es mit Sicherheit in Wirklichkeit auch so schlimm war - das sollte jeder erfahren!
Mich hat es fasziniert, als am Ende der weiße Pastor zu George Jakes kommt und sich entschuldigt, dass er ihm als junger Segregationist den Arm gebrochen hat. Das zeigt doch, wie Menschen sich verändern können. Hingegen war es schade, dass Maria das so kalt ließ.

Insgesamt war das Buch an vielen Stellen recht zäh, ich hätte mir mehr Wärme und Gefühl gewünscht wie in den letzten Kapiteln und dafür etwas weniger Politik. Aber man muss neidlos sagen, dass Follett auch hier wieder ein wirklich gut recherchierter historischer Roman gelungen ist! Alle Fakten, die ich interessenshalber nachgeprüft habe, waren richtig. Und allein das ist ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.
Die Familiensaga selbst hatte in den Bänden vorher etwas mehr Reiz, ging aber hier nicht "unter", höchstens stellenweise.

LucyAnn

vor 3 Jahren

Kapitel 49 - 56
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@Ascari0

Ja genau, ich denke auch meist in geschichtlichen Parametern, und da sind 28 Jahre nichts. Aber wenn man dann "miterlebt", wie die Menschen dies- und jenseits erwachsen werden, ist das schon ein anderer Blickwinkel.
Andererseits haben sich ja durch die Mauer Familien aus den Augen verloren, die sich erst in den letzten Jahren überhaupt wiedergefunden haben! Das finde ich schrecklich, dass ein Staat solche Tragödien auslösen kann durch falsche Entscheidungen. Und dass man Menschen tatsächlich im eigenen Land "einsperren" kann, damit sie nicht abhauen, und dann noch der Welt erzählt, wie toll nicht das Staatssystem ist.

monerl

vor 3 Jahren

Kapitel 1 - 8
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ich bestätige hier den allgemeinen tenor, dass ich auch noch nicht warm geworden bin mit dem buch. es ist mir zu sprunghaft. die einzige geschichte, die mich bisher reitzt, ist die von rebecca. hans hasse ich jetzt schon und er kann es nicht mehr gut machen, egal wie dick das buch auch ist... ;-)

die situation der schwarzen war sehr schlimm und das nimmt mich auch immer wieder mit, wenn ich darüber lese. ich kann nicht fassen, wie unmenschlich menschen waren und es bis heute noch sind. ich bin gespannt, was wir von georgy noch alles lesen werden. mich stört dieser name, über die generationen hinweg nur leicht verändert. ich muss immer überlegen, wer denn der vater, wer der großvater ist usw. ich kann zu ähnliche namen in büchern einfach nicht leiden!

monerl

vor 3 Jahren

Kapitel 1 - 8
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Ascari0 schreibt:
Follett startet seinen letzten Teil der Trilogie mit der Geschichte (Ost)Deutschlands, der USA und der Sowjetunion. Mir war bisher eigentlich noch nie so deutlich bewusst, mit wievielen Repressalien und Gewalt alle drei Länder zu kämpfen hatten - selbst das im Vergleich "freie" Amerika ...

so geht´s mir auch! am rande hat man ja in der schule was mitgekriegt und lernen müssen aber nie so richtig verstanden, was genau dahinter steckte. das hat follett gut gemacht, und zwar in allen drei bänden.
der kampf kennedy und chrustschow ist richtig plastisch geworden. das gefällt mir.

monerl

vor 3 Jahren

Kapitel 1 - 8
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@sursulapitschi

das ist super beschrieben/erklärt, LucyAnn!

ich denke aber auch sursulapitschi, dass ein buch dann mehr vor sich hin plätschern würde, wenn mehr menschen vorkommen würden, wie du sie beschrieben hast. mit ihnen kann der leser nicht so richtig warm werden. es ist leichter einen protagonisten zu lieben oder zu hassen

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